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    Startseite » Sports Medicine Research » Mikrobiom-Dysbiose als entscheidender Risikofaktor für periprothetische Gelenkinfektionen

    Mikrobiom-Dysbiose als entscheidender Risikofaktor für periprothetische Gelenkinfektionen

    Die Analyse fasst aktuelle Forschungsergebnisse zur Bedeutung des menschlichen Mikrobioms bei periprothetischen Gelenkinfektionen (Periprosthetic joint infection – PJI) zusammen. Trotz Fortschritten in OP-Techniken und Sterilisation steigt die Inzidenz von PJI, was auf eine zunehmende Anzahl von Gelenkersatzoperationen zurückzuführen ist. Die Studie betont, dass ein erheblicher Anteil der Infektionen von endogenen mikrobielle Quellen, insbesondere aus der Darmmikrobiota bei Dysbiose, ausgeht. Der Begriff der ‚joint microbiome‘ betont, dass auch Gelenke eine eigene mikrobielle Gemeinschaft beherbergen, die bei Osteoarthritis und PJI eine Rolle spielen könnte. Studien zeigen, dass Systemerkrankungen wie Diabetes, Adipositas und entzündliche Darmerkrankungen – die mit Dysbiose einhergehen – das Infektionsrisiko maßgeblich erhöhen. Die ‚Trojan-Horse-Hypothese‘ beschreibt, wie Darmbakterien durch Immunzellen zu Gelenkregionen gelangen können. Auch eine vorangegangene Clostridioides-difficile-Infektion verdoppelt das Risiko für PJI signifikant. Die Ergebnisse schlagen vor, dass präoperative Maßnahmen wie Gewichtsreduktion, glykämische Optimierung und Berücksichtigung der Mikrobiomzusammensetzung essenziell zur Infektionsprävention sind. Zudem werden innovative Ansätze wie personalisierte Antibiotikaprophylaxe basierend auf individueller Mikrobiom-Analyse sowie ein möglicher Nutzen von Probiotika diskutiert. Die Studie appelliert an die Integration des Mikrobioms in die perioperative Risikobewertung und Infektionsprävention als nächsten Fortschritt in der Endoprothetik.

    Periprosthetic joint infection in 2025—genome, microbiome, and beyond. Citak M, Abedi A, AO Recon, Volume 11, Number 3 | December 2025

    Zur Studie

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