Atmung ist ein lebenswichtiger rhythmischer motorischer Vorgang mit einem überraschend breiten Einfluss auf Gehirn und Körper. Es wird zunehmend Evidenz dafür beschrieben, dass Atmungsmuster (z. B. Frequenz, Tiefe, Rhythmuswechsel) mit emotionalen und kognitiven Prozessen gekoppelt sind. Volitionelle Atemkontrolle (z. B. meditative Atemtechniken) kann emotionale Zustände günstig beeinflussen, etwa Angst reduzieren, was therapeutisches Potenzial besitzt. Die Arbeit beschreibt verschiedene neuronale Pfade, über welche Atemrhythmen zu limbischen und kortikalen Strukturen gelangen und dort die neuronale Dynamik modulieren. Diese Erkenntnisse eröffnen neue Ansätze, Atmung als Effektor für emotional-kognitive Interventionen zu nutzen und liefern Einblicke in neurophysiologische Grundlagen von Mikronetzwerkdynamiken in zentralen Mustergeneratoren.
Konservative Kombinationstherapie bei Bandscheibenvorfall
Der Beitrag analysiert die Wirksamkeit einer kombinierten konservativen Therapie für Patienten mit lumbalem Bandscheibenvorfall und Nervenwurzelreizsyndrom. Über einen 10-tägigen stationären Aufenthalt wurden 40 Patienten mit McKenzie-Physiotherapie, Gabapentin und transforaminalen epiduralen Kortikosteroidinjektionen behandelt. Ergebnisse zeigten eine signifikante Reduktion von Schmerz und