Diese systematische Übersichtsarbeit und Meta-Analyse bewertete die Wirkung der bewegungsbasierten kardialen Rehabilitation (ExCR) bei Patienten mit Vorhofflimmern (AF). 20 randomisierte klinische Studien (n=2039) mit einer durchschnittlichen Nachbeobachtungszeit von 11 Monaten zeigten, dass ExCR keinen Einfluss auf die Gesamtmortalität (8,3% gegenüber 6,0%, relatives Risiko (RR) 1,06, 95% CI 0,76 bis 1,48) oder ernsthafte unerwünschte Ereignisse (2,9% gegenüber 4,1%, RR 1,30, 95% CI 0,66 bis 2,56) hatte. Es reduzierte jedoch die Schwere der AF-Symptome, die AF-Belastung, die Häufigkeit und Dauer von Episoden, die Rezidivrate von AF (RR 0,68, 95% CI 0,53 bis 0,89) und verbesserte die maximale Sauerstoffaufnahme (VO2 Spitze) um 3,18 mL/kg/min im Mittel. Zudem zeigte sich ein positiver Effekt auf den mentalen, jedoch nicht auf den physischen Bestandteil eines gesundheitsbezogenen Lebensqualitätsfragebogens. Es wurden keine unterschiedlichen Effekte hinsichtlich AF-Subtyp, ExCR-Dosis oder Art der Durchführung festgestellt. Die GRADE- und RTSA-Bewertungen hoben den Bedarf an weiteren hochwertigen und ausreichend leistungsstarken RCTs hervor.
Atemrhythmus und -muster und ihr Einfluss auf Emotionen
Atmung ist ein lebenswichtiger rhythmischer motorischer Vorgang mit einem überraschend breiten Einfluss auf Gehirn und Körper. Es wird zunehmend Evidenz dafür beschrieben, dass Atmungsmuster (z. B. Frequenz, Tiefe, Rhythmuswechsel) mit emotionalen und kognitiven Prozessen gekoppelt sind. Volitionelle Atemkontrolle (z. B.