Die Studie untersucht den Zusammenhang zwischen Adipositas und dem Risiko für frühe Revisionseingriffe nach posteriorer Fusion der thorakalen und lumbalen Wirbelsäule. In einem Zeitraum von 24 Monaten wurden 227 Patienten analysiert, die eine Wirbelsäulenfusion erhielten. Die Ergebnisse zeigten, dass eine Zunahme des Body Mass Index (BMI) mit einem erhöhten Risiko für Revisionseingriffe verbunden ist. Die Revisionsrate stieg signifikant von 5,7% bei normalgewichtigen Patienten auf 31,0% bei stark fettleibigen Patienten (BMI ≥ 35 kg/m²). Der BMI war der einzige signifikante unabhängige Variable in der Analyse. Eine Schwelle von etwa 29 kg/m² wurde als kritischer Wert identifiziert. Diese Erkenntnisse sollen Ärzten bei der Risikobewertung von Patienten und der Beratung hinsichtlich möglicher Revisionseingriffe helfen.
Orthesen können Schmerzen lindern und Mobilität verbessern
Die Behandlung von Wirbelsäulenverletzungen mit Bandagen und Orthesen wird bislang wenig evidenzbasiert betrachtet. Prof. Dr. med. Bernd Greitemann erläutert jedoch auf dem 16. Zeulenrodaer Kongress, dass insbesondere Menschen ab 60/65 Jahren mit osteoporotischen Wirbelfrakturen von einer Drei-Punkt-Abstützung durch Orthesen profitieren.