„Prehabilitation is defined as a structured process that aims to increase an individual’s functional capacity-including psychoneuroimmunological functions-by capturing an open-window phenomenon prior to an anticipated medical or surgical intervention.“
In der hier erweiterten Definition der Prähabilitation als „open window (patient)“ der Rehabilitation und der daraus entwickelbaren Prophylaxe (non-patient), liegt die gesellschaftliche Chance eines Emergenzsprunges für die Medizin („Immunsystem neu gedacht“, Schubert 2025, S. 138) und eines jeden Patienten zum Nicht-Patienten.
Herkömmliche medizinische Denkweisen müssen besonders im Umgang mit chronischen Schmerzen, funktionellen Einschränkungen und Widerherstellung und im Zuge der Prähabilitation mit ihrem konservativem Therapie-Potential um integrative wie psychosoziale Komponenten erweitert und hinterfragt werden – das zeigen die Ergebnisse aktueller Forschung aus der Psychoneuroimmunologie, Psychotherapie und mit teils längst bewährten Methoden / Interventionen der Mind-Body Medizin bedient werden – siehe dazu Prof J Kabat-Zinn sowie Prof Herbert Benson.
„Psychotherapeutische Verfahren sind integraler Bestandteil Multimodaler Therapien chronischer Schmerzen“
(siehe hierzu auch Kongress Regenerative Sportmedizin & Ernährungstherapie – Targeted Nutrition – Mind-Body-Medizin – Superior Combination Therapy, 23.05.2026, MEWA-Arena Mainz)
Um diesen Emergenzsprung, also einer Entwicklung aus sich selber bzw. einem bestehenden System heraus zu ermöglichen, sind es gerade die Verbindungen innerhalb der Mind-Body Medizin mit ihren teils integrierten Lifestyle Medizinischen Interventionen (six pillars), zu verstehen als teils „radical Act“ (Veränderung, Widerstand) und nicht nur „ein weiteres simples Ding, was wir in unserer Tag zusätzlich reinquetschen“ (Persönliches Gespräch J K Zinn – R Erbeldinger 18.12.2025), die hier alternativlos sind, wenn wir wirklich auch selfcare / guided selfmanagement (Forderung nahezu aller aktuellen Leitlinien), also die Hilfe zur Selbsthilfe ernsthaft medizinisch und präzise adressieren wollen. Ohne Veränderungen gibt es keine Entwicklung hin zu Chance auf Heilung!
Entscheidend ist dabei nicht nur die Erweiterung, sondern die konsequente Ausbildung, Anwendung und konkrete Intervention, gerade mithilfe der Mind-Body-Medizin . Diese wie auch das Psychosoziale dürfen keine Platzhalterbegriff bleiben, sondern müssen methodisch definiert und therapeutisch umgesetzt werden (siehe Mind-body Exercises). Die Prähabilitation eröffnet hier das entscheidende Open Window, um die daraus resultierende Prophylaxe generationenübergreifend zu erlernen, zu sozialisieren und gesellschaftlich zu verankern – als Angebot zur Veränderung aus dem Bestehenden heraus (Emergenz).
„Die Prähabilitation sollte jeder chirurgischen Rekonstruktion vorausgehen und anschließend von einer strukturierten Rehabilitation (exercise therapy) gefolgt werden.“
(Studie A lifespan approach to osteoarthritis prevention)
Autoren
ist Diplom-Sportwissenschaftler mit Professional Master’s Degree in Sports Medicine sowie postgradualen Weiterbildungen in Mind-Body-Medizin (Harvard Medical School), Psychoneuroimmunologie und Lifestyle Medicine (American College of Lifestyle Medicine); Verleger der sportärztezeitung.
is a certified sports scientist with a professional master's degree in sports medicine and postgraduate training in mind-body medicine (Harvard Medical School), psychoneuroimmunology, and lifestyle medicine (American College of Lifestyle Medicine); publisher of the sportärztezeitung.



