Hyaluronsäure im (Leistungs-) Sport

ein Schlüssel zum Erfolg

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Auf der 67. Jahrestagung der Vereinigung Süddeutscher Orthopäden und Unfall­chirurgen e.V. (VSOU)* diskutierten. Experten der Orthopädie und Sportmedizin, unter der Leitung von Dr. Andreas Kuhrau, gemeinsam mit dem Ex-Bundesligafuß­ballspieler Stefan Kießling von Bayer 04 Leverkusen die Sonderstellung von Hymovis im Breiten- und Spitzensport. 

Nationale und internationale Leitlinien empfehlen Hyaluronsäure 

Der Einsatz von Hyaluronsäure ist heute fast weltweit leitlinienkonform. Zahlreiche nationale und internationale Leitlinien empfehlen bereits den Einsatz von Hyaluronsäure bei Arthrose, z. B. die Empfehlungen der Osteoarthritis Research Society International (OARSI) [1 – 3]. In ihren aktuellen Empfehlungen von 2016 schreibt die American Medical Society for Sports Medicine: Die Behandlung mit Hyaluronsäure ist indiziert bei arthrotischen Veränderungen und zwar so früh wie möglich, falls keine Kontraindikationen vorliegen [4]. Auch in der SK2 Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC) unter Beteiligung der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU), der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) sowie elf weiteren Fachgesellschaften ist die Therapie mit Hyaluronsäure intraartikulär zentraler Bestandteil der konservativen Gonarthrosetherapie [5]. Hyaluronsäure kann immer dann genutzt werden, wenn eine Therapie mit NSAR nicht ausreichend wirksam, kontraindiziert oder mit erhöhtem Risiko für unerwünschte Nebenwirkungen verbunden ist. 

Das Besondere an Hymovis – der Hyaluronsäure für Sportler

Basierend auf dem Molekulargewicht von Hyalart von 500 – 730 kDa, der Hyaluronsäure mit der höchsten Evidenz und langanhaltender positiver klinischer Erfahrung, wurde Hymovis als nicht CrossLinked Präparat entwickelt [6, 7]. 

  • Dieses neu entwickelte Präparat vereinigt damit zwei relevante Mechanismen: 
  • Eine hohe biologische Aktivität, wie in zahlreichen Studien mit dem MG von 500 – 730 kDa nachgewiesen wurde (z. B. [8]) und 
  • eine hohe Viskosupplementation, die im Gegensatz zu CrossLinked Präparaten nach Finelli auch bei Belastungen des Gelenks das Molekül aufgrund der hydrophoben Wechselwirkungen nicht zerstört wird
    und somit die Funktion erhalten bleibt.

Dieser Mechanismus zeigt im direkten Vergleich einen hochgradigen Recovery Effekt, d. h. das Molekül wird bei Belastungen nicht zerstört und kann damit seinen Puffereffekt länger aufrechterhalten. Zudem führt die chemische Modifikation der hydrophoben Seitenketten zu einer längeren Verweildauer von Hymovis im Gelenkspalt bis zu vier Wochen, d. h. deutlich mehr als bisherige Hyaluronate [9]. Dieser duale Mechanismus ist im Vergleich zu anderen Hyaluronsäuren einmalig und erklärt die hohe Belastbarkeit der Gelenke. „Hymovis hat das ideale Molekulargewicht, kommt gut in das Gelenk hinein, hat eine gute biologische Wirkung und ist aufgrund seiner chemischen Struktur hochgradig flexibel und weist eine hohe Resi­lienz gegen Scherkräfte auf. Daher ist Hymovis bei Sportlern, bzw. High Demand Patien­ten extrem sinnvoll und leitlinienkonform ein­zusetzen. Wir nutzen es bei Patienten, die schnell ihre Leistungsfähigkeit erreichen und ihr Training wieder aufnehmen wollen“, fasste Prof. Oliver Tobolski, Ärztlicher Direktor der SPORTHOMEDIC, Sportorthopädische Praxis­klinik Köln, der u. a. Tennisspieler vom Olympiastützpunkt Rheinland betreut, die Ratio­nale für den Einsatz von Hymovis zusammen.

Mit Hymovis wieder erfolgreich im Spitzensport 

Auch der ehemalige Fußballprofi Stefan Kießling konnte nachhaltig von Hymovis profitieren, wie Dr. Burak Yildirim von der Sportsclinic Cologne und Mannschaftsarzt bei Bayer 04 Leverkusen in Baden-Baden vorstellte. Der damals 32-jährige Fußballprofi stand 2015 aufgrund einer eingeschränkten Hüftextension mit fortgeschrittener Coxarthrose und mehrjäh­rigen Hüftbeschwerden und Knieschmerzen trotz intensiver und umfassender physiotherapeutischer und medikamentöser Therapie kurz vor dem Karriereaus mit der Empfehlung einer zeitnahen Hüft-TEP. Zuvor hatte er bereits seit acht Jahren Hüftbeschwerden rechts, die seit dem Wintertrainingslager 2015 permanent waren mit Nacht-/Ruhe- und Belastungsschmerzen und Ausstrahlung in die Gesäßmuskulatur/Hamstrings und Adduktoren. Zudem litt er rezidivierend an Lumbalgien rechtsbetont (auch im Stand) sowie vorderem Knieschmerz bei unauffälligen MRTs. Behandelt wurde er mit NSAIDs sowie täglicher Physiotherapie. Eine in der Vergangenheit schmerzlindernde Therapie mit intraartikulär verabreichter Hyaluronsäure brachte nicht mehr den gewünschten Effekt. Die bildgebende Diagnostik zeigte eine Gelenkinkongruenz und Knorpelglatze im direkten Belastungsbereich der Hüfte, eine prognostisch extrem ungünstige Situation. Die funktio­nelle Diagnostik am Institut für Funktionelle Diagnostik Cologne ergab eine eingeschränkte Hüftextension mit initialer Stoßdäm­pfung, koordinativem Defizit und phasenuntypisch vermehrter Aktivität der lumbalen Rückenmuskulatur. Als letzte Alternative vor einem Gelenkersatz entschied sich der Facharzt für Orthopädie, Unfallchirurgie und Sport­medizin gemeinsam mit Stefan Kießling für eine konservative Therapie mittels Hymovis (3 Injek­tionen im Abstand einer Woche) begleitend zu Yoga, Physio- und funktioneller Trainingstherapie. Bereits fünf Tage nach der 1. Injektion waren Laufen und Balltraining möglich. Zwei Tage nach der 2. Injektion konnte der Nationalspieler wieder am Mannschaftstraining teilnehmen und nach der 3. Injektion seine Kar­riere in der Bundesliga sehr erfolgreich für ein weiteres Jahr fortsetzen. „Die Hymovis-Therapie hat sich sehr gelohnt und ich bin sehr froh, dass wir das so gemacht haben“, bewertete Dr. Yildirim diese Therapie. „Wir haben ihn schnell wieder auf den Platz gebracht. Das ist das Entscheidende und das wäre allein mit physika­lischer und medikamentöser Therapie nicht möglich gewesen“. 

Das bestätigte auch der Spieler selbst: „Ich bin sehr stolz darauf, dieses letzte Jahr gespielt zu haben. Die Beweglichkeit wurde wieder viel besser, die Schmerzen verringerten sich, wenn auch nicht vollständig unter den intensiven Belastungen, denen man bei den Wettkämpfen und im Training ausgesetzt ist. Dass ich überhaupt wieder zurück in die Mannschaft konnte, ist beeindruckend“, so Stefan Kießling.

*Symposium „Hymovis –  hochelastische Hyaluronsäure“ im Rahmen der 67. Jahrestagung der Vereinigung Süddeutscher Orthopäden und Unfall­chirurgen e.V. (VSOU)am 3.Mai in Baden-Baden, veranstaltet von Fidia Pharma GmbH

Weitere Informationen unter www.fidiapharma.de

Literatur

  1. McAlindon TE, Bannuru RR, Sullivan MC et al. OARSI guidelines for the non-surgical management of knee osteoarthritis. Osteoarthritis Cartilage 2014; 22(3): 363-88
  2. Raman R, Henrotin Y, Cheavalier X et al. Decision Algorithms for the Retreatment with Viscosupplementation in Patients Suffering from Knee Osteoarthritis: Recommendations from the EUROpean VIScosupplementation COnsensus Group (EUROVISCO). Cartilage. 2018;9(3):263-275
  3. Bruyère O, Cooper C, Pelletier JP et al. An algorithm recommendation for the management of knee osteoarthritis in Europe and internationally: a report from a task force of the European Society for Clinical and Economic Aspects of Osteoporosis and Osteoarthritis (ESCEO). Semin Arthritis Rheum. 2014 Dec;44(3):253-63
  4. Trojian TH, Concoff AL, Joy SM et al. AMSSM scientific statement concerning viscosupplementation injections for knee osteoarthritis: importance for individual patient outcomes. Br J Sports Med. 2016;50(2):84-92
  5. https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/033-004.html
  6. Finelli I, Chiessi E, Galesso D, Renier D, Paradossi G. Gel-like structure of a hexadecyl derivative of hyaluronic acid for the treatment of osteoarthritis. Macromol Biosci. 2009 Jul 7;9(7):646-53
  7. Finelli I, Chiessi E, Galesso D, Renier D, Paradossi G. A new viscosupplement based on partially hydrophobic hyaluronic acid: A comparative study. Biorheology 2011; 48: 263–275
  8. Henrotin Y, Bannuru R, Malaise M, et al. Hyaluronan derivative HYMOVIS® increases cartilage volume and type ii collagen turnover in osteoarhritic knee: data from MOKHA study. BMC Musculoskelet Disord. 2019;20(1):293
  9. Galesso D. An innovative chemistry for intra-articular hyaluronic acis: the MO.RE. Technology. OsteoArtrosi.eu 2013; 3: 3-7

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