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    Therapie

    Heilung einleiten durch Sportmedizin: Konservative Therapie & Prähabilitation

    Robert ErbeldingerBy Robert Erbeldinger4 Mins Read
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    Die Sportmedizin besitzt enormes Potenzial, Heilung einzuleiten

    Grundlage hierfür ist vor allem ihre Ausrichtung und Anwendung als Domäne der konservativen Therapie. Genau diese wird jedoch bis heute häufig verwendet, ohne klar definiert zu sein. Wie im Artikel Weißbuch Konservative Therapie  (sportärztezeitung 03/25) beschrieben, besteht ein erhebliches Ausbildungs- und Anwendungsproblem. Darauf soll hier bewusst nicht weiter eingegangen werden.

    Prähabilitation bietet Chancen

    Stattdessen gilt es, die aktuellen Chancen der sich rasant und emergent entwickelnden Prähabilitation zu nutzen, um die volle Wirkung der konservativen Therapie zu entfalten. Die Prähabilitation eröffnet ein Open Window für die Rehabilitation – und genau hier lässt sich eine weitere Tür öffnen: Dies gelingt durch eine klare Positionierung und Anwendung der konservativen Therapie als echtes First-Line-Treatment sowie durch die Adressierung der teils bekannten postoperativen spezifischen Probleme – BioPsychoSoziale Ebene (Muskulär, Inhibition, Ansteuerungen, Propriozeption, Angst etc.).

    Zwar wird regelmäßig gefordert, dass konservative Maßnahmen an erster Stelle stehen und „ausgeschöpft“ sein müssen, bevor chirurgische Schritte erfolgen. Doch was bedeutet das konkret? Allzu oft bleibt „konservativ“ ein unscharfer Sammelbegriff für „alles Nicht-Chirurgische“ – letztlich also alles und nichts zugleich, inklusive Abwarten ohne self-management etc. Die konservative Therapie umfasst alle nicht-operativen Maßnahmen und gliedert sich in aktive (proaktive) und passive Verfahren. Hier finden sich die folgenden gut erprobten Optionen, teilweise mit eigener Fachrichtung:

    Die konservative Therapie, die vorwiegend manuelle und physikalische sowie Regenerative Therapie und Orthobiologika umfasst, in spezifischer und folgend indikationsspezifischer Anwendung, beginnt nicht mit einem Übungsprogramm, sondern mit dem klaren ärztlichen Encounter – unabhängig davon, ob am Ende ein konservativer oder operativer Weg eingeschlagen wird. Sie umfasst:

    • strukturierte Anamnese
    • differenzierte Diagnostik
    • manuelle Untersuchung und Therapie
    • erweitert durch physikalische, regenerative und – wo sinnvoll – pharmakologische Verfahren sowie therapeutische Hilfsmittel wie z.B. Orthesen / Bandagen etc.

    Aufbauend darauf entfalten proaktive Maßnahmen ihre Wirkung: Bewegung, Training, Ernährung und psychosoziale Stressmodulation – immer mit einem ausgebildeten Patienten als aktivem Teil des Gesamtsystems.

    Sowohl die physikalische Therapie als auch die regenerative Therapie sind derzeit weder in der Regelversorgung noch in der Prähabilitation annähernd ausgeschöpft und präzise beachtet. Teilweise werden sie gar nicht explizit angeboten. Zu häufig wird auch die Verantwortung vorschnell auf die Patienten verlagert, obwohl diese bei Schmerzen und Funktionseinschränkungen schlicht nicht leistungsfähig sind.

    Training folgt der Funktionsfähigkeit

    Zunächst sollten der Schmerz und die Funktion durch manuelle, physikalische und regenerative Verfahren wirksam strukturiert moduliert werden. Erst dann ist ein sinnvolles und nachhaltig wirksames Guided Training im Kontext der Möglichkeiten des Patienten durchführbar. Ein ambulantes Setting ist sicher ein Zukunftsthema, um den Patienten in sein self-management zu führen („guided“).

    Gerade auch bei elektiven Eingriffen ist dieses Vorgehen bekannt, logisch und durch Prähabilitation wirksam. Durch personalisierte Prähabilitation noch wirksamer: Es lassen sich Komplikationen („Our findings show that patients following a remotely delivered, personalized prehabilitation regimen had increased adherence, improved physical and cognitive function after prehabilitation, and fewer moderate to severe postoperative complications.“) vermeiden, funktionelle Defizite verbessern und muskuläre Schwächen sowie Bewegungseinschränkungen vorab gezielt adressieren und vorbereiten. Die funktionelle Leistungsfähigkeit zeigt postoperativ signifikante Vorteile gegenüber keiner oder einer unspezifischen prähabilitativen Vorbereitung. Doch auch hier gilt: Training folgt der Funktionsfähigkeit.

    Wird dieser Weg konsequent beschritten, kann konservative Therapie:

    • operative Eingriffe deutlich nach hinten verschieben
    • Ergebnisse von Operationen verbessern
    • oder Eingriffe in einzelnen Fällen sogar verhindern, bzw. die Indikationsstellung zur OP verändern

    Dabei darf Evidenz im Einzelfall auch Einzelfall bleiben, solange sie sauber dokumentiert und verantwortungsvoll angewendet wird.

    Natürlich muss differenziert werden – beispielsweise nach Körperregionen (Knie, Hüfte, Wirbelsäule…) oder Patientengruppe (Leistungsathlet, multimorbider Patient…).  Doch die übergeordnete Chance ist eindeutig:

    Eine strukturierte, qualifizierte und prähabilitativ eingesetzte konservative Therapie kann das Gesundheitssystem entlasten, Patienten echte Optionen eröffnen und die Medizin wieder auf verschiedene Säulen stellen.Wir müssen sie jedoch definieren, ausbilden, anwenden und honorieren. Selbst wenn die Evidenz schwach ist.

     

    Weiterführende Literatur / Studien zum Thema Prähabilitation:

    Frühe Ergebnisse bei orthopädischen Patienten vor einer Operation, die an einem intensiven, interprofessionellen Programm zur Optimierung der Gesundheit im Rahmen der Lebensstilmedizin teilgenommen haben

    Präoperative Beratung reduziert Opioidkonsum nach ACL-Operation

     

     

    Autoren

    Robert Erbeldinger

    ist Diplom-Sportwissenschaftler mit Professional Master’s Degree in Sports Medicine sowie postgradualen Weiterbildungen in Mind-Body-Medizin (Harvard Medical School), Psychoneuroimmunologie und Lifestyle Medicine (American College of Lifestyle Medicine); Verleger der sportärztezeitung.

    is a certified sports scientist with a professional master's degree in sports medicine and postgraduate training in mind-body medicine (Harvard Medical School), psychoneuroimmunology, and lifestyle medicine (American College of Lifestyle Medicine); publisher of the sportärztezeitung.

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