Insgesamt wurden 24 systematische Reviews mit 249 Validierungsstudien und 430.465 Teilnehmern (43 % Frauen) analysiert. Nur etwa 11 % der derzeit verfügbaren Wearables sind für mindestens einen biometrischen Parameter validiert, was nur 3,5 % des nötigen Validierungsumfangs entspricht. Herzfrequenzmessungen zeigten eine mittlere Abweichung von ±3 %, Arrhythmieerkennung erreichte Sensitivität von 100 % und Spezifität von 95 %. Die Schätzung der aeroben Kapazität (VO2max) wurde um ±15,24 % (Ruhezustand) bzw. ±9,83 % (Belastung) überschätzt. Die Messungen der körperlichen Aktivitätsintensität waren je nach Intensität mit Fehlern zwischen 29 und 80 % belastet. Schrittzählungen wurden meist unterschätzt (Mean Absolute Percentage Error zwischen -9 % und 12 %), und der Energieverbrauch wurde im Mittel um 3 kcal/min (-3 %) falsch angegeben. Die Messung der Blutsauerstoffsättigung wies Differenzen von bis zu 2 % auf. Schlafdauer wurde typischerweise um mehr als 10 % überschätzt. Die Studie fordert standardisierte Validierungsprotokolle und engere Kooperationen zwischen Forschung und Industrie, um die Aussagekraft und Anwendbarkeit von Wearables in der Praxis zu verbessern.
Effekte von Training bei Brustkrebspatientinnen während und nach Chemotherapie
In der BENEFIT-Studie wurden 184 Patientinnen mit Brustkrebs randomisiert in drei Gruppen eingeteilt: aerobes Training (AT) während neoadjuvanter Chemotherapie (NACT), Krafttraining (RT) während NACT, und eine Kontrollgruppe (WCG), die das Krafttraining erst nach der Operation durchführte. Über mehrere Zeitpunkte (vor