Ziel der Studie war es, die Beeinträchtigung der Lebensqualität (QoL) durch unterschiedliche sportorthopädische Verletzungen vor chirurgischer Behandlung in Deutschland zu ermitteln. Die Analyse der Daten aus dem Deutschen Arthroskopieregister (DART) zeigt signifikante Unterschiede der QoL je nach betroffener Gelenkregion und Verletzungsart.
Szymski D, Lutter C, Graeber S, Henze AS, Hinz M, Hirschmueller A, Niethammer T, Rath RM, Tischer T. Impairment in quality of life with different sport orthopaedic musculoskeletal injuries-A comprehensive analysis of the German arthroscopy register. Knee Surg Sports Traumatol Arthrosc. 2025 Nov 18. doi: 10.1002/ksa.70205. Epub ahead of print. PMID: 41252607.
Zusammenfassung:
In dieser prospektiven Kohortenstudie wurden Daten von 9432 Patienten mit sportorthopädischen Verletzungen aus dem Deutschen Arthroskopieregister (DART) von November 2017 bis Januar 2025 ausgewertet. Die Lebensqualität wurde mittels EuroQol-Index (EQ) und visueller Analogskala (EQ-VAS) vor Operation erfasst. Die höchsten EQ-Werte wiesen Patienten mit Schulterverletzungen (Mittelwert 0,744 ± 0,22) auf, die niedrigsten Patienten mit Sprunggelenksverletzungen (0,692 ± 0,26). Auf der EQ-VAS-Skala waren Sprunggelenksverletzte am höchsten (66,30 ± 22,1), Hüftpatienten am niedrigsten (62,41 ± 19,9). Signifikante Unterschiede zwischen den Gelenkgruppen wurden bestätigt (p < 0,001). Innerhalb der Verletzungstypen erzielten Patienten mit Meniskusläsionen und zukünftiger Resektion sowie mit erneuter Kreuzbandruptur die höchsten Lebensqualitätswerte, während Patellainstabilität und Ruptur des Hinteren Kreuzbands die geringsten Werte zeigten. Die Studie unterstreicht die deutliche Einschränkung der Lebensqualität bei sportorthopädischen Verletzungen, insbesondere vor chirurgischer Behandlung und empfiehlt eine stärkere Integration von Lebensqualitätsmessungen und psychischer Gesundheitsförderung in orthopädische Versorgung und Forschung, um ganzheitlichere, patientenorientierte Behandlungsstrategien zu gewährleisten.
Konkret auf den Punkt:
Da sportorthopädische Verletzungen nicht nur körperliche Funktionen, sondern auch das psychische Wohlbefinden – mental health und die damit gesundheitsbezogene Lebensqualität relevant beeinflussen, sollte die Versorgung frühzeitig um strukturierte, mentale und edukative Interventionen ergänzt werden. Hier möchten wir direkt ein Anegbot bieten und unsere Erfahrung aus der mind-body-medicine integrieren zur direkten Anwendung:
Weiterführender Content:
Mindfulness meditation to control pain
Six relaxation techniques to reduce stress
Relaxation techniques: Breath control helps quell errant stress response
Guided Education Videos:
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Sportmedizin für Ärzte, Therapeuten & Trainer



