Eine der größten Entwicklungschancen der modernen Sportmedizin liegt darin, das miteinander zu verbinden, was längst zusammenpasst. Wenig muss neu erfunden werden, ganz im Gegenteil. Wissen, Erfahrung, Methoden, Erkenntnisse und Perspektiven – vieles ist schon längst vorhanden und wird mit großem Engagement von Ärzten, Therapeuten, Sportwissenschaftlern und weiteren Akteuren vorangetrieben. Oft geschieht dies allerdings noch zu sehr nebeneinander, statt miteinander. Gerade auch zwischen den medizinsichen Fachgebieten ist der Austausch ausbaufähig. Und zu oft wird vorhandenes Wissen nicht interdisziplinär geteilt, sondern bleibt in seiner Nische. Das Problem hierbei ist der Mensch als Person und weniger die Institutionen. Teams und Kooperativen sind rar, obwohl wir soziale Wesen sind.
Wir sind überzeugt: Die Zukunft gehört der medizinischen Kooperation – medical social education, eine Agenda die im Werden ist. Der bewussten Gestaltung von Schnittstellen und der Förderung von Interaktionen. Die intelligente Kombination bewährter Ansätze, um daraus etwas noch Wirksameres entstehen zu lassen, birgt enormes Potenzial. Nicht als Selbstzweck, sondern für eine Medizin, die den Menschen in seiner Gesamtheit betrachtet und begleitet – von der Prävention / Prophylaxe über die Prähabilitation bis hin zur Therapie und Rehabilitation.
Wer etwas miteinander verbindet, muss offen sein. Offen für neue Wege, für manchmal vielleicht ungewohnte Denkansätze und für interdisziplinäre Perspektiven. Was gestern noch belächelt wurde, kann heute und morgen schon zur neuen Medizin gehören. Das erfordert Mut und den Willen, über eigene Fachgrenzen hinauszuschauen.
Doch genau darin liegt das Angebot – für die Sportmedizin als Fachgebiet, für die Qualität der täglichen Arbeit und nicht zuletzt für das Wohl der Patienten sowie der Gesellschaft insgesamt. Heute ist das wichtiger denn je.
Wir verstehen uns als Plattform und System mit multidirektioanler Wechselwirkung für diesen Dialog, indem wir Inhalte, Ergebnisse und Erkenntnisse zusammenführen, miteinander verbinden, einordnen und auch formell weiterentwickeln. Umso mehr freut es uns, dass unsere Beiträge / Content zunehmend aufgegriffen, geteilt und in anderen Kanälen weiterverbreitet werden. Das zeigt, dass unsere mit Ihnen entwickelten Inhalte relevant sind – und dass sie etwas bewegen. Gleichzeitig möchten wir an einen einfachen, aber wichtigen Grundsatz erinnern: Wer Inhalte weiterverwendet, sollte ihre Herkunft transparent machen. Es ist eine Frage des Anstands und der Fairness gegenüber den Autoren, Referenten und uns – und nicht zuletzt auch der rechtlichen Sorgfalt –, die Originalquelle zu nennen. Wenn unsere Inhalte dazu beitragen, Diskussionen anzustoßen und Wissen zu verbreiten, dann ist das ausdrücklich erwünscht. Bitte tun Sie dies – aber verweisen Sie dabei stets auf uns als ursprüngliche Quelle.
Und vielleicht möchten auch Sie selbst einmal zur Originalquelle werden. Wenn Sie Ideen haben und ein geeignetes Thema vorstellen möchten, das in das Bild einer modernen, zukunftsfähigen Sportmedizin passt, dann melden Sie sich bei unserer Redaktion.
Denn am Ende geht es um genau das: zusammenbringen, was zusammengehört – und gemeinsam etwas schaffen, das größer ist als die Summe seiner Teile.
Autoren
ist Diplom-Sportwissenschaftler mit Professional Master’s Degree in Sports Medicine sowie postgradualen Weiterbildungen in Mind-Body-Medizin (Harvard Medical School), Psychoneuroimmunologie und Lifestyle Medicine (American College of Lifestyle Medicine); Verleger der sportärztezeitung.
is a certified sports scientist with a professional master's degree in sports medicine and postgraduate training in mind-body medicine (Harvard Medical School), psychoneuroimmunology, and lifestyle medicine (American College of Lifestyle Medicine); publisher of the sportärztezeitung.
ist Chefredakteur der sportärztezeitung.




