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	<title>Kardiologie Archive - sportärztezeitung</title>
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	<description>Sportmedizin für Ärzte, Therapeuten &#38; Trainer</description>
	<lastBuildDate>Wed, 07 Jan 2026 11:00:08 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
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	<title>Kardiologie Archive - sportärztezeitung</title>
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	<item>
		<title>Herzgesund durch Bewegung</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/kardiologie/21233/herzgesund-durch-bewegung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dr. med. Jenny Schlichtiger&nbsp;,&nbsp;Prof. Dr. med. Stefan Brunner]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Jan 2026 09:00:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kardiologie]]></category>
		<category><![CDATA[04/25]]></category>
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					<description><![CDATA[Sportmedizin wird häufig in erster Linie mit dem Leistungssport verbunden. Doch ihr eigentlicher Auftrag reicht weit darüber hinaus: Sie soll die Gesundheit der gesamten Bevölkerung fördern. Sportmedizinische Untersuchungen schaffen die [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Sportmedizin wird häufig in erster Linie mit dem Leistungssport verbunden. Doch ihr eigentlicher Auftrag reicht weit darüber hinaus: Sie soll die Gesundheit der gesamten Bevölkerung fördern. Sportmedizinische Untersuchungen schaffen die Grundlage dafür, dass Bewegung wirklich präventiv und gesundheitsfördernd wirkt: sicher, individuell angepasst und langfristig.</b></p>
<p>Sportvereine spielen dabei eine Schlüsselrolle. Sie bieten niedrigschwellige Bewegungsangebote, schaffen soziale Bindungen und ermöglichen regelmäßige körperliche Aktivität in allen Altersgruppen. Genau an dieser Schnittstelle setzt die Kooperation zwischen dem Zentrum für Sportmedizin der LMU München und dem MTV München an. Ziel ist es, Freizeitsportler medizinisch zu begleiten, Risiken frühzeitig zu erkennen und insbesondere die Herz­gesundheit nachhaltig zu fördern. Der Fokus liegt auf Prävention, nicht auf Leistungssteigerung.</p>
<h2><b>Medizinische Begleitung mit System</b></h2>
<p>Sportmedizinische Untersuchungen sind der Ausgangspunkt für sichere Bewegung. Sie dienen der Risikoabschätzung, Trainingssteuerung und Motivation. Die wichtigsten Ziele sind:</p>
<ul>
<li>Risikofaktoren frühzeitig erkennen: Durch strukturierte Anamnesen, körperliche Untersuchungen und kardiologische Screenings lassen sich Bluthochdruck, Rhythmusstörungen oder familiäre Herz-Kreislauf-Erkrankungen früh identifizieren.</li>
<li>Individuelle Belastungsempfehlungen geben: Die Untersuchungsergebnisse bilden die Basis, um Trainingsbelastung und Intensität individuell zu steuern, sei es zur sicheren Belastungsdosierung im Alter oder zur gezielten Trainingsprogression nach Herzereignissen.</li>
<li>Gesundheit vor Wettkampfergebnis stellen: Im Mittelpunkt steht nicht die maximale Leistungssteigerung, sondern eine sichere und nachhaltige Sportausübung.</li>
</ul>
<h2><b>Herzgesundheit als zentraler Fokus</b></h2>
<p>Regelmäßige körperliche Aktivität ist eine der wirksamsten Maßnahmen, um Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen. Gleichzeitig kann intensive Belastung bei unentdeckten Vorerkrankungen oder Risikofaktoren Gefahren bergen. Deshalb liegt im Rahmen der Kooperation ein besonderer Schwerpunkt auf der kardiologischen Vorsorge. Regelmäßige Herz-Screenings umfassen dabei verschiedene diagnostische Verfahren:</p>
<ul>
<li>Ruhe- und Belastungs-EKG zur Erfassung von Rhythmusstörungen oder Ischämiezeichen</li>
<li>Echokardiographie zur Beurteilung struktureller Herzveränderungen</li>
<li>Labordiagnostik mit Fokus auf Lipidstoffwechsel und Entzündungsparameter</li>
<li>Belastungstests zur Einschätzung der individuellen kardialen Belastbarkeit</li>
</ul>
<p>Diese systematische Vorsorge ermöglicht es, potenziell gefährliche Konstellationen zu erkennen, bevor klinische Symp­tome auftreten. Gleichzeitig vermitteln die Untersuchungen Sicherheit – ein entscheidender Motivationsfaktor, um langfristig aktiv zu bleiben.</p>
<h2><b>Herzsportgruppen – </b><b>Bindeglied zwischen Klinik und Verein</b></h2>
<p>Im Rahmen der Kooperation zwischen dem Zentrum für Sportmedizin der LMU München und dem MTV München sind Herzsportgruppen für Menschen mit bestehenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Planung. Diese sollen künftig das Bindeglied zwischen medizinischer Rehabilitation und regelmäßiger sportlicher Aktivität im Alltag bilden. Unter ärztlicher Begleitung und mit speziell qualifizierten Übungsleitern soll in kleinen Gruppen nach individuell angepassten Trainingsprogrammen gearbeitet werden. Ziel ist es, die körperliche Belastbarkeit, Lebensqualität und das Selbstvertrauen der Teilnehmenden schrittweise zu stärken.</p>
<p>Die geplante Struktur der Herzsportgruppen sieht vor:</p>
<ul>
<li>Begrenzte Gruppengrößen für persönliche Betreuung und Sicherheit</li>
<li>Einbindung multidisziplinärer Teams aus Sportmedizin, Physiotherapie und Vereinssport</li>
<li>Regelmäßige Re-Evaluationen zur Anpassung der Trainingsbelastung</li>
<li>Enge Verknüpfung mit dem Vereinsalltag zur Förderung sozialer Integration und Nachhaltigkeit</li>
<li>Damit entsteht perspektivisch ein niedrigschwelliges, wohnortnahes Angebot, das die medizinische Expertise des Klinikums mit der sportlichen und sozialen Infrastruktur des Vereins verbindet.</li>
</ul>
<h2><b>Wissenstransfer und Kontinuität</b></h2>
<p>Ein wesentlicher Erfolgsfaktor der Kooperation liegt in der engen Verzahnung von universitärem Wissen und vereinspraktischer Erfahrung. Ärzte, Therapeuten und Übungsleiter werden regelmäßig fortgebildet, um aktuelle sportmedizinische Erkenntnisse in die tägliche Trainingspraxis zu integrieren, etwa zur Belastungssteuerung, Herzfrequenzkontrolle oder Medikamentenverträglichkeit beim Sport. Zugleich profitieren Patienten von einem klaren Übergang: Nach Abschluss einer kardiologischen Rehabilitation kann die Teilnahme an einer Herzgruppe des MTV München nahtlos anschließen. So wird Bewegung zur dauerhaften Therapie – und Prävention zu gelebter Praxis.</p>
<h2><b>Präventivmedizin beginnt im Verein</b></h2>
<p>Die Kooperation zwischen dem Zentrum für Sportmedizin der LMU München und dem MTV München zeigt beispielhaft, welchen Stellenwert Sportvereine in der modernen Präventivmedizin haben. Durch regelmäßige Screenings, strukturierte Nachsorgeprogramme und die enge Zusammenarbeit zwischen ärztlicher Expertise und Vereinspraxis wird die Herzgesundheit der Teilnehmer gezielt gefördert. Doch der Nutzen reicht weiter: Solche Modelle leisten einen Beitrag zur öffentlichen Gesundheitsversorgung insgesamt. Sie machen Prävention erlebbar, schaffen Vertrauen und senken die Hemmschwelle, aktiv zu werden. Die Botschaft ist klar: Herzgesundheit beginnt dort, wo Menschen gemeinsam Sport treiben: im Verein, vor Ort, mitten im Leben.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Isometrisches Training</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/kardiologie/15998/isometrisches-training/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Prof. Dr. med. Torben Pottgießer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 08 Jun 2024 08:00:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kardiologie]]></category>
		<category><![CDATA[Training]]></category>
		<category><![CDATA[02/24]]></category>
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					<description><![CDATA[Idealerweise umfasst die Therapie bei arterieller Hypertonie ein multimodales Konzept. Dazu gehören auch nicht-medikamentöse Maßnahmen, mit denen eine Absenkung des Blutdrucks erreicht werden kann. Gemeinsam sollen mit Betroffenen zu Beginn [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Idealerweise umfasst die Therapie bei <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/kardiologie/6598/arterielle-hypertonie/">arterieller Hypertonie</a> ein multimodales </b><b>Konzept. Dazu gehören auch nicht-medikamentöse Maßnahmen, mit denen eine Absenkung des Blutdrucks erreicht werden kann.</b></p>
<p>Gemeinsam sollen mit Betroffenen zu Beginn und wiederholt im Verlauf individuelle Therapieziele vereinbart werden. Dazu gehören auch Empfehlungen zur körperlichen Aktivität, die bei regelmäßiger Ausübung einen klinisch relevanten Effekt haben [1]. Von Bedeutung ist, dass trotz der methodischen Limitationen der verfügbaren Studien zu körperlicher Aktivität bei Hypertonie (Trainingsinterventionen teilweise uneinheitlich, kleine Fallzahlen) in der <a href="https://www.leitlinien.de/themen/hypertonie/version-1">Nationalen Versorgungsleitlinie (2023)</a> eine starke Empfehlung dazu ausgesprochen wird. Genaue Trainingsformen werden in der Nationalen Versorgungsleitlinie nicht genannt, sondern der Hinweis auf einen Zeitumfang von mindestens zwei Stunden gegeben, der möglichst gleichmäßig über die Woche verteilt ist [1].</p>
<h2><b>Datengrundlage 2023</b></h2>
<p>Im letzten Jahr hat eine Metaanalyse breiteres Interesse geweckt, in der 270 randomisierte, kontrollierte Studien aus 33 Jahren mit insgesamt 15.827 Teilnehmern statistisch aufwändig untersucht wurden [2]. Die Autoren unterteilten die publizierten Trainingsformen in aerobes Ausdauertraining (AET), dynamisches Widerstandstraining (RT), kombiniertes Training (CT), hochintensives Intervalltraining (HIIT) und isometrisches Training (IET). Zusätzlich wurden Subgruppen festgelegt: AET = Laufen, Radfahren, Gehen / HIIT = Sprintintervalltraining, aerobes Intervalltraining / IET = Handgriff, Beinextension, Wandsitz. Untersucht wurde der Effekt der Trainingsintervention sowohl auf den systolischen (SBP) als auch den diastolischen Blutdruck (DBP). Außer aerobem Intervalltraining hatten alle Interventionen einen signifikanten Effekt zur Blutdruckabsenkung. Etwas überraschend war dieser Effekt im Vergleich zu den anderen Formen bei IET am größten mit –8 mmHg für SBP und –4 mmHg für DBP. Für AET lagen die Effekte beim Radfahren und Laufen für SBP –7 mmHg und DBP –3 bis –6 mmHg, beim Gehen geringer (SBP -3mmHg, DBP –1 mmHg). Auch RT (SBP –5 mmHg, DBP –3 mmHg) und CT (SBP – 6mmHg, DBP –3 mmHg) sowie Sprintintervalltraining (SBP –5 mmHg, DBP –3 mmHg) waren effektiv. Untersucht wurden dabei Personen mit normalem Blutdruck, Grenzwerthypertonie und Hypertonie. Die Effekte waren bei der manifesten Hypertonie am größten.</p>
<h2><b>Ausführung isometrisches Training<span class="Apple-converted-space"> </span></b></h2>
<p>Es gibt eine Vielzahl von isometrischen Übungen, die sich dadurch auszeichnen, dass eine definierte Körperhaltung angenommen und unter Anspannung für einen definierten Zeitraum gehalten wird. In die Analyse wurden die drei genannten Formen eingeschlossen. Am effektivsten war dabei der Wandsitz, bei dem die typische Haltung über zwei Minuten in vier aufeinanderfolgenden zunehmend anstrengenden Intervallen eingenommen wird. Zwischen den Intervallen liegt eine Pausenzeit von ein bis vier Minuten. Die Trainingsfrequenz lag bei drei Tagen / Woche. Auch wenn die Gesamtdauer der Trainingsintervention nicht angegeben wurden, kann mit blutdrucksenkenden Effekten nach verfügbarer Originalliteratur nach frühestens vier, eher acht bis zwölf Wochen gerechnet werden. Als Vorteile der isometrischen Trainingsform können dabei die Ausführung zu Hause sowie die in Relation kurze Trainingsdauer angesehen werden. Dies dürfte bei den Betroffenen die Adhärenz steigern, die auch bei dieser Trainingsform von besonderer Bedeutung ist. Die Mechanismen, die bei isometrischem Training zur Blutdruckabsenkung führen, sind weiter Gegenstand der Forschung und können in Zusammenhang mit einer endothel-abhängigen Vasodilatation und ver­minderten arteriellen Gefäßsteifigkeit stehen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<h2><b>Empfehlungen für die Praxis</b></h2>
<p>Durch eine Belastungsuntersuchung gilt es im Idealfall, Menschen zu erkennen, bei denen eine unkontrollierte Belastungshypertonie vorliegt, um ein zu intensives Training zu verhindern. Durch eine solche Untersuchung sollten Intensität, Dauer und Art der Aktivität abgeleitet werden können [1]. Bei der Auswahl der Aktivität sollten auch die Gewohnheiten, Fähigkeiten und Wünsche einbezogen werden, sodass die regelmäßige Ausführung der Aktivität unterstützt wird und zusätzlich synergistische Effekte bei Kombinationen der Trainingsformen möglich erscheinen. Falls Ausdauertraining bspw. aufgrund orthopädischer Einschränkungen nicht möglich ist oder die Motivation dafür fehlt, kann gut auf isometrisches Training zurückgegriffen werden, auch Kombinationen sind möglich.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Von Bedeutung ist ferner, dass sich auch dynamisches Widerstandstraining positiv auf die Blutdruckregulation auswirkt und im Allgemeinen in kontrollierten Blutdrucksituationen keine Kontraindikation dafür abgeleitet werden kann [3].<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>In der Praxis bietet es sich an, die einfachen isometrischem Übungen, wie den Wandsitz, kurz zu demonstrieren, um den Zugang zu den Übungen zu erleichtern. Nach konsentierter Empfehlung kann körperliche Aktivität in Abhängigkeit der individuellen initialen Blutdruckwerte verschrieben werden [4]. <span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<h2><b>Fazit</b></h2>
<p>Sowohl Menschen mit normalem Blutdruck und Grenzwerthypertonie als auch Betroffene mit arterieller Hypertonie profitieren von körperlicher Aktivität als Prävention und als effektive Therapiemaßnahme. Auch wenn aerobes Ausdauertraining weiterhin eine Bedeutung hat, stellt isometrisches Training nach aktuellen Daten eine wirksame nicht-medikamentöse Strategie dar, die zukünftig von größeren randomisierten Längsschnittstudien unterlegt werden sollte.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p style="font-weight: 400;">Literatur</p>
<p style="font-weight: 400;">[1] Leitlinien.de [Internet]. 2023 [zitiert 28. April 2024]. NVL Hypertonie (2023). Verfügbar unter: https://www.leitlinien.de/themen/hypertonie/version-1</p>
<p style="font-weight: 400;">[2] Edwards JJ, Deenmamode AHP, Griffiths M, Arnold O, Cooper NJ, Wiles JD, u. a. Exercise training and resting blood pressure: a large-scale pairwise and network meta-analysis of randomised controlled trials. Br J Sports Med [Internet]. 30. Juli 2023 [zitiert 13. September 2023]; Verfügbar unter: https://bjsm.bmj.com/content/early/2023/08/31/bjsports-2022-106503</p>
<p style="font-weight: 400;">[3] Mancia G, Kreutz R, Brunström M, Burnier M, Grassi G, Januszewicz A, u. a. 2023 ESH Guidelines for the management of arterial hypertension The Task Force for the management of arterial hypertension of the European Society of Hypertension: Endorsed by the International Society of Hypertension (ISH) and the European Renal Association (ERA). J Hypertens. Dezember 2023;41(12):1874.</p>
<p style="font-weight: 400;">[4] Hanssen H, Boardman H, Deiseroth A, Moholdt T, Simonenko M, Kränkel N, u. a. Personalized exercise prescription in the prevention and treatment of arterial hypertension: a Consensus Document from the European Association of Preventive Cardiology (EAPC) and the ESC Council on Hypertension. Eur J Prev Cardiol. 1. Januar 2022;29(1):205–15.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Resveratrol</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/kardiologie/15895/resveratrol-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Univ.-Prof. Dr. Mehdi Shakibaei&nbsp;,&nbsp;Dr. med. Aranka Brockmüller]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 May 2024 11:20:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Kardiologie]]></category>
		<category><![CDATA[INT 24]]></category>
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					<description><![CDATA[Even as early as the fourth century BC, the famous physician Hippocrates is said to have recognised the following: “Wine is a thing, wonderfully suited to man, provided that the [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Even as early as the fourth century BC, the famous physician Hippocrates is said to have recognised the following: “Wine is a thing, wonderfully suited to man, provided that the beverage is used judiciously and in the right measure in good and bad health, in accordance with the physical constitution of the individual.” Aside from that, the “French paradox” remains a persistent hypothesis, stating that the socially accepted higher consumption of red wine in France lowers the risk of cardiovascular disease. But what is behind all this? Should we really drink red wine in order to stay healthy for life?</b></p>
<p>From a scientific point of view, this is clearly to be denied as it is now known that the natural polyphenol resveratrol, which is found in significant amounts in grapes of all colours, represents the central health-promoting component of red wine. After the discovery of this secon­dary plant substance in 1939, an extensive search for its origins began, yielding numerous fruits as natural sources of resveratrol. Apart from grapes, these include most berries, such as strawberries, mountain cranberries, blueberries, and red and black currants, as well as nuts such as peanuts and pistachios. But why do so many plants contain resveratrol? This phytoalexin protects them from infection, adverse weather conditions and premature over-ripening, thereby increasing the survival time of these fruit and plants.</p>
<h2><b>THE EFFECT OF RESVERATROL ON THE HUMAN BODY</b></h2>
<p>In view of this, the last few decades have been used to intensively investigate resveratrol&#8217;s effects on human cells and the human body. All in all, the investigations revealed a variety of effects that protect, maintain and defend our health. The phytopharmaceutical influences the metabolic as well as immune system and has both neuroprotective and cardioprotective effects. Interestingly, treatment with resveratrol increases the enzyme nitric oxide synthase, which is responsible for the production of the well-known cardiac vasodilator nitric oxide (NO). In addition to these prophylactic mechanisms, resveratrol is even able to inhibit the growth of cancer cells and increase the effect of classic chemo­therapeutic agents by sensitising the cells. This extensive modulation is based on a strict regulation of the inflammatory cascades around the main transcription factor of all inflammatory processes, known as nuclear factor kappa B (NF-kB).</p>
<p>In order to curb both acute and chronic inflammation, resveratrol restricts the secretion of pro-inflammatory cyto­kines and enzymes such as TNF-α, TNF-β, IFN-γ, COX-2, MMPs and various interleukins, thereby preventing the activation of NF-kB. However, the phosphory­lation of NF-kB itself and the pro­duction of its inflammation-promoting end products are also blocked by this natural polyphenol.<span class="Apple-converted-space">  </span>Additionally, the plant substance has an anti-oxidative effect in all organs and eliminates environmentally induced irritation in various tissues by balancing nitrogen oxides and reducing stress in cells.</p>
<p>Besides these catabolic options of intervention, resveratrol also utilises anabolic processes in healthy tissues and stabilises primary connective tissue cells such as osteocytes, chondrocytes and tenocytes. In this respect, a clinical study showed that the daily consumption of blueberries containing resveratrol significantly improved the quality of life of patients with symptomatic osteoarthritis of the knee joint by reducing pain and improving function.</p>
<p>It was also recently discovered that the intake of blackcurrant nectar by healthy volunteers leads to a significant reduction in sports-related muscle damage. Apart from its anti-inflammatory and anti-oxidant effects, this suggests that resveratrol also has regenerative potential. Fortunately, the phytopharmaceutical can be taken as part of a balanced diet or in regular doses as a supplement. So far, neither relevant side effects nor allergic reactions to resveratrol administration have been encountered in humans.</p>
<h2><b>CONCLUSION</b></h2>
<p>Overall, the regular use of resveratrol represents a promising preventive and (co-)therapeutic approach to complementary medicine and could also prove to be a multifunctional pearl of nature from a sports medicine perspective in the future.</p>
<p>References</p>
<ol>
<li>Richard JL. Les facteurs de risque coronarien. Le paradoxe français [Coronary risk factors. The French paradox]. Arch Mal Coeur Vaiss. 1987 Apr;80 Spec No:17-21. PMID: 3113393.</li>
<li>Takaoka M. The synthesis of resveratrol and its derivatives. Proceedings of the Imperial Academy 16.8, 1940, 405-407.</li>
<li>Ehala S, Vaher M, Kaljurand M. Characterization of phenolic profiles of Northern European berries by capillary electrophoresis and determination of their antioxidant activity. J Agric Food Chem. 2005 Aug 10;53(16):6484-90. doi: 10.1021/jf050397w. PMID: 16076138.</li>
<li>Tokuşoglu O, Unal MK, Yemiş F. Determination of the phytoalexin resveratrol (3,5,4&#8242;-trihydroxystilbene) in peanuts and pistachios by high-performance liquid chromatographic diode array (HPLC-DAD) and gas chromatography-mass spectrometry (GC-MS). J Agric Food Chem. 2005 Jun 15;53(12):5003-9. doi: 10.1021/jf050496+. PMID: 15941348.</li>
<li>Hain R, Reif HJ, Krause E, Langebartels R, Kindl H, Vornam B, Wiese W, Schmelzer E, Schreier PH, Stöcker RH, et al. Disease resistance results from foreign phytoalexin expression in a novel plant. Nature. 1993 Jan 14;361(6408):153-6. doi: 10.1038/361153a0. PMID: 8421520.</li>
<li>Brockmueller A, Sameri S, Liskova A, Zhai K, Varghese E, Samuel SM, Büsselberg D, Kubatka P, Shakibaei M. Resveratrol&#8217;s Anti-Cancer Effects through the Modulation of Tumor Glucose Metabolism. Cancers (Basel). 2021 Jan 7;13(2):188. doi: 10.3390/cancers13020188. PMID: 33430318; PMCID: PMC7825813.</li>
<li>Brockmueller A, Sajeev A, Koklesova L, Samuel SM, Kubatka P, Büsselberg D, Kunnumakkara AB, Shakibaei M. Resveratrol as sensitizer in colorectal cancer plasticity. Cancer Metastasis Rev. 2023 Jul 29. doi: 10.1007/s10555-023-10126-x. PMID: 37507626.</li>
<li>Brockmueller A, Girisa S, Kunnumakkara AB, Shakibaei M. Resveratrol Modulates Chemosensitisation to 5-FU via β1-Integrin/HIF-1α Axis in CRC Tumor Microenvironment. Int J Mol Sci. 2023 Mar 5;24(5):4988. doi: 10.3390/ijms24054988. PMID: 36902421; PMCID: PMC10003050.</li>
<li>Mobasheri A, Shakibaei M. Osteogenic effects of resveratrol in vitro: potential for the prevention and treatment of osteoporosis. Ann N Y Acad Sci. 2013 Jul;1290:59-66. doi: 10.1111/nyas.12145. PMID: 23855466.</li>
<li>Csaki C, Mobasheri A, Shakibaei M. Synergistic chondroprotective effects of curcumin and resveratrol in human articular chondrocytes: inhibition of IL-1beta-induced NF-kappaB-mediated inflammation and apoptosis. Arthritis Res Ther. 2009;11(6):R165. doi: 10.1186/ar2850. Epub 2009 Nov 4. PMID: 19889203; PMCID: PMC3003513.</li>
<li>Buhrmann C, Popper B, Aggarwal BB, Shakibaei M. Resveratrol downregulates inflammatory pathway activated by lymphotoxin α (TNF-β) in articular chondrocytes: Comparison with TNF-α. PLoS One. 2017 Nov 2;12(11):e0186993. doi: 10.1371/journal.pone.0186993. PMID: 29095837; PMCID: PMC5667866.</li>
<li>Velioğlu-Oğünç A, Sehirli O, Toklu HZ, Ozyurt H, Mayadağli A, Ekşioğlu-Demiralp E, Erzik C, Cetinel S, Yeğen BC, Sener G. Resveratrol protects against irradiation-induced hepatic and ileal damage via its anti-oxidative activity. Free Radic Res. 2009;43(11):1060-71. doi: 10.1080/10715760903171100. PMID: 19707923.</li>
<li>Serra D, Rufino AT, Mendes AF, Almeida LM, Dinis TC. Resveratrol modulates cytokine-induced Jak/STAT activation more efficiently than 5-aminosalicylic acid: an in vitro approach. PLoS One. 2014 Oct 1;9(10):e109048. doi: 10.1371/journal.pone.0109048. PMID: 25271420; PMCID: PMC4182878.</li>
<li>Busch F, Mobasheri A, Shayan P, Stahlmann R, Shakibaei M. Sirt-1 is required for the inhibition of apoptosis and inflammatory responses in human tenocytes. J Biol Chem. 2012 Jul 27;287(31):25770-81. doi: 10.1074/jbc.M112.355420. Epub 2012 Jun 11. PMID: 22689577; PMCID: PMC3406664.</li>
<li>Du C, Smith A, Avalos M, South S, Crabtree K, Wang W, Kwon YH, Vijayagopal P, Juma S. Blueberries Improve Pain, Gait Performance, and Inflammation in Individuals with Symptomatic Knee Osteoarthritis. 2019 Jan 29;11(2):290. doi: 10.3390/nu11020290. PMID: 30699971; PMCID: PMC6413191.</li>
<li>Hutchison AT, Flieller EB, Dillon KJ, Leverett BD. Black Currant Nectar Reduces Muscle Damage and Inflammation Following a Bout of High-Intensity Eccentric Contractions. J Diet Suppl. 2016;13(1):1-15. doi: 10.3109/19390211.2014.952864. Epub 2014 Aug 25. PMID: 25153307.</li>
</ol>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Typ-2-Diabetes &#038; koronare Herzerkrankung</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/kardiologie/15464/typ-2-diabetes-koronare-herzerkrankung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dr. med. Klaus Edel]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Mar 2024 08:44:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kardiologie]]></category>
		<category><![CDATA[Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[01/24]]></category>
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					<description><![CDATA[In den vergangenen 40 Jahren kam es weltweit zu einer dramatischen Zunahme der Diabetes­prävalenz, vorwiegend verursacht durch eine globale Adipositas-Epidemie. Diese Entwicklung verläuft ungebremst. In Deutschland leiden ca. 9 Mio. [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>In den vergangenen 40 Jahren kam es weltweit zu einer dramatischen Zunahme der Diabetes­prävalenz, vorwiegend verursacht durch eine globale Adipositas-Epidemie. Diese Entwicklung verläuft ungebremst. In Deutschland leiden ca. 9 Mio. Menschen an Typ-2-Diabetes. Jedes Jahr kommen 500.000 Betroffene hinzu [1]. Die Zahl der Menschen mit koronarer Herzerkrankung (KHK) wird auf 40 % der Typ-2-Diabetiker geschätzt [2].</b></p>
<h2><b>Kasuistik</b></h2>
<p>Eine 68-jährige übergewichtige Typ-2-Diabetikerin (178 cm groß, 90 kg schwer) mit stabiler KHK, die im Alter von 60 Jahren einen Herzinfarkt der Hinterwand durchgemacht hat (koro­nare 2-Gefäß-Erkrankung, Versorgung mit je einem Drug-Eluting Stent in der RCX und RCA) ohne kardiovaskuläres Ereignis seither kommt zur Routinekontrolle in ihre Praxis. Der Blutdruck liegt bei 150 / 90 mmHg, der Puls bei 72 Schlägen/min. Sie hat Luftnot beim Treppe laufen ab der 1. Etage und bemerkt geschwollene Beine am Abend, klagt über Nykurie (2 – 3 mal pro Nacht): Echokardiographisch unauffällige linksventrikuläre Funktion. Ein Belastungs-EKG wird bis 150 Watt mit hypertensiver Belastungsreaktion absolviert. Die Patientin nimmt ASS 100 mg, Bisoprolol 5 mg, Ramipril 5 mg, Atorvastatin 20 mg und Metformin 850 mg 2 x täglich ein. Sollte die Therapie angepasst werden?</p>
<p>Typ-2-Diabetes ist eine chronisch progressive Erkrankung. Initial besteht eine relative Insulinresistenz bei ausreichender Insulinproduktion. Bei längerer Diabetesdauer wird die Minderproduktion von Insulin aus den Betazellen ohne Veränderung der Ernährung zum Problem. Darüber hinaus ist Typ-2-Diabetes eine komplexe Stoffwechselerkrankung, die mit vielen kardiovaskulären Risikofaktoren assoziiert ist, wie beispielsweise Adipositas, Hypertonie, erniedrigtes High Density Lipoprotein, erhöhtes Light Density Lipoprotein und Hypertriglyzeridämie. Dazu kommt eine vermehrte Ausschüttung von gefäßschädigenden Hormonen aus dem Fettgewebe (Leptin, Tumornekrosefaktor-alpha, Resistin, Adiponektin) [3]. Das unkalkulierbare Zusammenspiel von Risikofaktoren und hormoneller Gegenreaktion trägt entscheidend zur erhöhten kardiovaskulären Morbidität und Mortalität bei Diabetes bei. Mit Adipositas und Insulinresistenz geht auch ein hohes Risiko für bestimmte Krebserkrankungen einher [4]. Die Diabetestherapie 2024 sollte keineswegs mehr glukozentrisch sein, sondern vielmehr mittels einer multifaktoriellen Interventionsstrategie möglichst alle Risikofaktoren des Insulinresistenz-Syndroms abdecken [5].</p>
<h3><b>Wichtig/CAVE!</b></h3>
<p>Typ-2-Diabetiker leiden an einer komplexen Stoffwechselerkrankung. Neben den klassischen Risikofaktoren für eine KHK finden sich eine Hypertriglyzeridämie, eine Insulinresistenz sowie die Ausschüttung von gefäßschädigenden Hormonen aus dem Fettgewebe.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<h2><b>Behandlungspfad der Typ-2-Diabetes-Therapie</b></h2>
<p>Ziel der modernen Diabetestherapie muss es sein, sowohl Lebensqualität als auch Lebenserwartung durch Verhinderung vaskulärer Komplikationen zu steigern. Es gilt, Hypoglykämien und eine therapiebedingte Gewichtszunahme zu vermeiden. Initial ist eine Patientenschulung unabdingbar, um patientenseitige Therapiemaßnahmen wie Gewichtsreduktion und vermehrte kör­perliche Aktivität zu implementieren. Gemäß DDG-Praxisempfehlung zur Therapie des Typ-2-Diabetes ist initial eine gründliche Beratung der Patienten einzuleiten, entweder als strukturierte Diabetesschulung im Disease Management Programm (DMP) oder im Rahmen eines Rehabilitationsverfahrens [6]. Dabei sollen die Patienten über die Notwendigkeit eines sofortigen Rauchstopps sowie die Vorteile einer fettreichen mediterranen Kost [7] aufgeklärt werden. Der Zeitaufwand für Typ-2-­Diabetiker im Ausdauersport sollte bei mindestens 150 Minuten pro Woche liegen. Krafttraining sollte ergänzend zweimal wöchentlich dazu kommen [8]. Dieser Bewegungsumfang wird den wenigsten Typ-2-Diabetikern gelingen, da sie ihren „inneren Schweinehund“ nicht ohne fremde Hilfe überwinden können. Deswegen rate ich den Betroffenen, sich einer Reha-Sportgruppe anzuschließen.</p>
<p>Die kardiovaskuläre Mortalität ist unmittelbar mit der Qualität der Blutzuckereinstellung assoziiert. Sie nimmt mit steigenden HbA1c-Werten ab 7,5 % zu. Verschiedene pathophysiologische Überlegungen wie eine übermäßige Glykosylierung von Struktur- und Funktionsproteinen sowie die Induktion von oxidativen Stress unterstützen den unmittelbaren Zusammenhang zwischen Blutzucker und Organschädigung [9]. Die optimale Blutzucker-Einstellung (HbA1c zwischen 6,5 und 7,5 %) alleine genügt nicht zur Reduktion des kardiovaskulären Risikos, wie die großen Interventionsstudien ADVANCE, ACCORD, VADT und UKPDS im Vergleich mit einer konventionellen Blutzuckertherapie zeigten. Metaanalysen dieser vier Studien ergaben eine Reduktion mikrovaskulärer Komplikationen, während die Reduktion der kardiovaskulären Mortalität ausblieb [10, 11]. Patienten mit neu diagnostiziertem Typ-2-Diabetes ohne kardiovaskuläre Vorerkrankung profitieren von einer guten Blutglukoseeinstellung, während ältere Patien­ten (wie in unserem Beispiel) mit bestehenden Organkomplikationen keinen kardiovaskulären Benefit von einer strengen Blutzuckereinstellung haben [12]. Aufgrund dieser Studienergebnisse sollte die Diabetestherapie individuell erfolgen. Dabei werden Patientenalter, Erkrankungsdauer, Organkomplikationen, Körpergewicht, Hypoglykämierisiko und Patientenwunsch berücksichtigt [13].</p>
<h3><b>Wichtig/CAVE!</b></h3>
<p>Die moderne Diabetestherapie verbindet die Patientenberatung für mehr Eigenverantwortung mit einem individualisierten Therapieregime zur Vermeidung von Folge- bzw. Begleiterkrankungen mit dem Ziel einer Lebensverlängerung.</p>
<h2><b>Blutzuckereinstellung bei Typ-2-Diabetes mit KHK</b></h2>
<p>Bei der Blutzuckereinstellung sollte entsprechend der Leitlinien-Empfehlung zum Typ-2-Diabetes vorgegangen werden [6]. Der HbA1c-Zielwert bei Diabetes und KHK liegt idealerweise zwischen 6,5 und 7,5 % [14]. Metformin stellt in Deutschland die Erstlinientherapie bei übergewichtigen Typ-2-Diabetikern dar. Von herausragender Bedeutung ist die Hemmung der Gluconeogenese in der Leber [14]. GLP-1-Rezeptor-Agonisten (GLP-1 Ag) aktivieren direkt den Glukagon-like Peptide 1-Rezeptor. Diese Therapie führt zu einem Gewichtsverlust durch schneller einsetzendes Sättigungsgefühl sowie zu einer Blutdruckreduktion mit einem leichten Anstieg der Herzfrequenz. In kardiovaskulären Endpunktstudien wie<span class="Apple-converted-space">  </span>z. B. der LEADER-Studie an 9.340 Patienten mit Typ-2-Diabetes und hohem kardiovaskulärem Risiko (81,3 % der Patienten hatten kardiovaskuläre Vorerkrankungen) wurde der kombinierte kardiovaskuläre Endpunkt (3-MACE) um 13 % gesenkt [15]. Es kam zu einer Reduktion der kardiovaskulären Mortalität (–22 %), der Gesamtmortalität (–15 %) und der Zahl der Myokard­infarkte (–14 %) bei unverändertem Schlaganfall- und Herzinsuffizienz­risiko. Lira­glutid ist Mittel der Wahl bei Typ-2-­Diabetes mit KHK oder hohem kardiovaskulärem Risiko [13]. Sodium-Glucose-Like-Transporter-2 Inhibitors (SGLT2-Hemmer) reduzieren den Rücktransport von Glukose und Natrium aus dem Primärharn. Dies führt zu einer Glukosurie mit Blutzuckersenkung, einem Kalorienverlust mit Gewichtsreduktion und einer osmotischen Diu­rese mit Blutdrucksenkung. Die Glukosurie liegt bei ca. 80 g, was einem täglichen Kalorienverlust von 320 kcal entspricht [16]. Derzeit sind die SGLT2-Hemmer Empagliflozin, Dapagliflozin und Ertugliflozin in Deutschland verfügbar. Studien zur kardiovaskulären Sicherheit liegen für die beiden zuerst genannten Präparate vor [14]. Während einer Behandlungszeit von 3,1 Jahren wurde der primäre Endpunkt (3-MACE) durch Empagliflozin um 14 % reduziert. Im Einzelnen kam es zu einer Reduktion des kardiovaskulären Todes um 38 %, der Gesamtsterblichkeit um 32 %. Hospitalisierungen wegen Herzinsuffizienz wurden um 35 % verringert. Der kombinierte renale Endpunkt aus Verdopplung des Serum-Kreatinins bei Abfall der eGFR &lt; 45 ml/min/1.73 m<sup>2</sup>, Dialyse oder renaler Tod konnte um 46 % gesenkt werden [17]. Im aktuellen Konsensuspapier zur Diabetestherapie der europäischen und amerikanischen Diabetesgesellschaften wird vorgeschlagen, Metformin unverändert als Ersttherapie zu belassen und über die weitere Therapieeskalation in Abhängigkeit vom Vorliegen kardiovaskulärer Erkrankungen zu entscheiden [18, 19].<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<h3><b>Wichtig/CAVE!</b></h3>
<p>Metformin ist das Basismedikament für Typ-2-Diabetiker. Bei Vorliegen einer KHK sollten SGLT2-Hemmer und GLP-1-Agonisten wegen der Prognoseverbesserung zwingend verordnet werden.</p>
<h2><b>Fazit</b></h2>
<p>Bei Patienten mit kardiovaskulären Vorerkrankungen sollten unbedingt Hypoglykämien vermieden und Medikamente mit nachgewiesenem Nutzen bezüglich Reduktion des kardiovaskulären Risikos bevorzugt eingesetzt werden. Dies bedeutet, dass bei Typ-2-Diabetikern mit hohem und sehr hohem kardiovasku­lärem Risiko GLP1-Rezeptor-Agonisten und/oder SGLT2-Inhibitoren wegen der nachgewiesenen makrovaskulären Ereignisreduktion zum Einsatz kommen sollten [13]. Beide Substanzklassen kommen gleichermaßen bei arteriosklerotischen Gefäßerkrankungen zum Einsatz, während den SGLT2-Inhibitoren bei Herz- und Niereninsuffizienz der Vorzug gegeben werden sollte [20].<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p style="font-weight: 400;">Literatur</p>
<ol>
<li style="font-weight: 400;">Institut, R.-K., <a href="https://diabsurv.rki.de/Webs/Diabsurv/DE/diabetes-in-deutschland/2-112_Praevalenz_dokumentierter_Diabetes.html">https://diabsurv.rki.de/Webs/Diabsurv/DE/diabetes-in-deutschland/2-112_Praevalenz_dokumentierter_Diabetes.html</a>. 2023: Berlin.</li>
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</ol>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Resveratrol</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/kardiologie/15080/resveratrol/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Univ.-Prof. Dr. Mehdi Shakibaei&nbsp;,&nbsp;Dr. med. Aranka Brockmüller]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Dec 2023 08:00:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Kardiologie]]></category>
		<category><![CDATA[04/23]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://sportaerztezeitung.com/?p=15080</guid>

					<description><![CDATA[Bereits im vierten Jahrhundert vor Christus soll der bedeutende Mediziner Hippokrates gewusst haben: „Der Wein ist ein Ding, in wunderbarer Weise für den Menschen geeignet, vorausgesetzt, dass er bei guter [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Bereits im vierten Jahrhundert vor Christus soll der bedeutende Mediziner Hippokrates gewusst haben: „Der Wein ist ein Ding, in wunderbarer Weise für den Menschen geeignet, vorausgesetzt, dass er bei guter und schlechter Gesundheit sinnvoll und in rechtem Maße verwandt wird.“ Außerdem hält sich das „Französische Paradox“ als hartnäckige Hypothese, die besagt, dass der in Frankreich gesellschaftlich etablierte Rotwein-Konsum das kardiovaskuläre Risiko senke. Doch was steckt dahinter? Sollten wir wirklich Rotwein trinken, um lange gesund zu leben?</b></p>
<p>Aus wissenschaftlicher Sicht ist diese Frage klar zu verneinen, denn mittlerweile ist bekannt, dass es sich bei der gesundheitsfördernden Komponente um das natürliche Polyphenol Resvera­trol handelt, welches in relevanten Mengen in Weintrauben aller Farben vorkommt. Nach der Entdeckung des sekundären Pflanzenstoffes im Jahr 1939 begann eine umfangreiche Quellensuche, die zahlreiche Früchte als natürliche Resveratrol-Lieferanten hervorbrachte. Hierzu zählen, neben Weintrauben sowohl die meisten Beeren wie Erdbeeren, Preiselbeeren, Heidelbeeren sowie rote und schwarze Johannisbeeren als auch Nüsse, beispielsweise Erdnüsse und Pistazien. Doch wieso enthalten so viele Pflanzen Resveratrol? Das Phytoalexin schützt sie vor Infektionen, Verwitterung sowie vorzeitiger Überreifung und erhöht dadurch die Überlebensdauer der Früchte und Pflanzen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<h2><b>Wirkung von Resveratrol auf den menschlichen Körper</b></h2>
<p>Vor diesem Hintergrund wurden die letzten Jahrzehnte zur intensiven Untersuchung von Resveratrols Wirkungen auf menschliche Zellen und den menschlichen Körper genutzt. In Zusammenschau zeigten sich vielseitige Effekte, die unsere Gesundheit schützen, aufrechterhalten und verteidigen. So reguliert das Phytopharmakon den Metabolismus sowie das Immunsystem und entfaltet sowohl neuro- als auch kardioprotektive Wirkung. Hierbei führt eine Resveratrol-Behandlung interessanterweise zu einer Erhöhung des Enzyms Stickoxid-Synthase, welches für die Produktion des bekannten kardialen Vasodilatators Stickstoffmonoxid (NO) verantwortlich ist. Über diese prophylaktischen Mechanismen hinaus, ist Resveratrol sogar in der Lage, das Wachstum von Krebszellen zu hemmen oder die Wirkung von klassischen Chemotherapeutika durch Sensibilisierung der Zellen zu erhöhen. Die Basis dieser umfangreichen Modulation bildet eine strikte Regu­lation der Entzündungskaskaden um den Haupt-Transkriptionsfaktor aller entzündlichen Prozesse, bekannt unter der Bezeichnung Nukleärer Faktor kappa B (NF-kB). Zur Eindämmung sowohl akuter als auch chronischer Entzündungen schränkt Resveratrol die Sekretion von pro-inflammatorischen Zytokinen und Enzymen wie TNF-α, TNF-β, IFN-γ, COX-2, MMPs und verschiedenen Interleukinen ein und verhindert dadurch die Aktivierung von NF-kB. Aber auch die Phosphorylierung von NF-kB selbst sowie die Produktion seiner entzündungsbeschleunigenden Endprodukte wird durch das natürliche Polyphenol blockiert. Zusätzlich wirkt der Pflanzenstoff organübergreifend anti-oxi­dativ und beseitigt Umwelt-induzierte Irritationen in unterschiedlichen Geweben durch die Balancierung von Stickoxiden sowie Zellstress-Reduktion.</p>
<p>Neben diesen katabolen Eingriffsmöglichkeiten, nutzt Resveratrol in gesunden Geweben gleichzeitig anabole Optionen und stabilisiert primäre Bindegewebszellen wie Osteozyten, Chondrozyten und Tenozyten. Eine klinische Studie belegte in diesem Zusammenhang, dass der tägliche Verzehr von Resveratrol-enthaltenden Heidelbeeren die Lebensqualität von Patienten mit sympto­matischer Kniegelenksarthrose durch Schmerzreduktion und Funktionsverbesserung signifikant steigerte. An gesunden Probanden wurde zudem kürzlich festgestellt, dass die Aufnahme von Johannisbeer-Nektar zu einer deutlichen Eindämmung sportassoziierter Muskelschädigungen führt. Dies lässt über die anti-inflammatorische sowie anti-oxidative Wirkung hinaus auch auf ein regeneratives Potenzial von Resveratrol schließen. Erfreulicherweise kann das Phytopharmakon über eine ausgewogene Ernährung wie auch als Supplement in konstanten Dosierungen aufgenommen werden. Hierbei sind bisher weder relevante Nebenwirkungen noch allergische Reaktionen des Menschen auf eine Resveratrol-Gabe bekannt.</p>
<h2><b>Fazit</b></h2>
<p>Insgesamt stellt der regelmäßige Einsatz von Resveratrol einen vielversprechenden präventiven sowie (co-)therapeutischen Ansatz der Komplementärmedizin dar und könnte sich zukünftig auch aus sportmedizinischer Sicht als multifunktionelle Perle der Natur bewähren.</p>
<p><i>Literatur</i></p>
<ol>
<li>Richard JL. Les facteurs de risque coronarien. Le paradoxe français [Coronary risk factors. The French paradox]. Arch Mal Coeur Vaiss. 1987 Apr;80 Spec No:17-21. PMID: 3113393.</li>
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</ol>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Herzinsuffizienz</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/kardiologie/14990/herzinsuffizienz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[PD Dr. med. Arno Kerling]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Nov 2023 21:00:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kardiologie]]></category>
		<category><![CDATA[04/23]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://sportaerztezeitung.com/?p=14990</guid>

					<description><![CDATA[Vor Aufnahme in den Rehabilitationssport stellt sich in unserer Ambulanz eine 67-jährige Patientin mit Herzinsuffizienz NYHA Stadium II mit leicht reduzierter Auswurffraktion (HFmEF) auf dem Boden einer koronaren Herzerkrankung vor. [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Vor Aufnahme in den Rehabilitationssport stellt sich in unserer Ambulanz eine 67-jährige Patientin mit Herzinsuffizienz NYHA Stadium II mit leicht reduzierter Auswurffraktion (HFmEF) auf dem Boden einer koronaren Herzerkrankung vor. Sie möchte ihre Leistung verbessern und im Alltag wieder „fitter“ werden.</b></p>
<p>Echokardiographisch zeigen sich eine linksventrikuläre Ejektionsfraktion von 45 % (bei Hypokinesie septal und antero­septal medioapikal), eine diastolische Dysfunktion I° sowie eine jeweils milde Mitral- und Trikuspidalklappeninsuffizienz. Als kardiovaskuläre Risikofaktoren bestehen ein arterieller Hypertonus, eine Hypercholesterinämie sowie ein Z.n. Nikotinabusus. Die medikamentöse Therapie der bestehenden Erkrankungen erfolgt leitliniengerecht.</p>
<h2><b>Was tun?</b></h2>
<p>Um Leistungsfähigkeit und Lebensqualität zu verbessern und um die Anzahl der Rehospitalisierungen zu minimieren, empfehlen die aktuellen ESC-Leitlinien, mit stärkstem Empfehlungsgrad und höchster Evidenz, allen Patienten mit Herzinsuffizienz regelmäßige Bewegung/Training [1]. Grundvoraussetzungen hierfür sind klinische Stabilität sowie eine optimierte medikamentöse Therapie. Unabhängig von der Grunderkrankung sollten daher zunächst die WHO-Empfehlungen [2] umgesetzt werden, d. h. mindestens 150 Minuten moderate bzw. 75 Minuten intensive körperliche Belastung pro Woche. Es besteht eine Dosis-Wirkungs-Beziehung zwischen körperlicher Aktivität und kardiovaskulärem Risiko, wobei der wichtigste Schritt ist, einen bewegungsarmen Lebensstil zu beenden und durch Aufnahme moderater bis anstrengender Tätigkeiten von mehr als 1,5 Stunden in der Woche zu ersetzen. Hierbei ist eine bis zu 20 %-ige Reduktion des kardiovaskulären Risikos möglich. Um dieses Risiko weiter zu minimieren, ist dann bereits ein erheblich höherer Zeitaufwand nötig. Für bereits Aktive, die ihren Trainingsumfang steigern, ergibt sich demnach nur noch eine geringe zusätzliche Risikoreduktion [3].<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<h2><b>Bewegung und Leistungsfähigkeit</b></h2>
<p>Ist Bewegung alles oder gibt es noch weitere Faktoren, welche die kardiovaskuläre Mortalität beeinflussen? In einer Metaanalyse, in der verschiedene Kohorten in Bezug auf Leistungsfähigkeit und körperliche Aktivität untersucht wurden, ergab sich für die kardiovaskuläre Mortalität ein signifikanter Unterschied für die entsprechenden Perzentilen, mit geringerem Risiko für die leistungsstärkeren Gruppen. In diesem Zusammenhang wird der Einfluss körperlicher Aktivität wohl eher überschätzt und die Leistungsfähigkeit eher unterschätzt [4]. Hierfür spricht auch, dass die Gesamtmortalität bei verschiedenen Risikofaktoren (wie z. B. Hypertonus, Diabetes mellitus, Rauchen) in den leistungsstärkeren Gruppen (Maximalleistung von &gt; 8 metabolischen Äquivalenten (MET) im Stufentest) signifikant niedriger ausfiel als in den leistungsschwachen Gruppen (&lt; 5 MET) [5].<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<h2><b>Belastungstest und Training</b></h2>
<p>Um unserer Patientin ein strukturiertes Training zu ermöglichen, führten wir eine Fahrradspiroergometrie durch. Neben der Quantifizierung der körperlichen Belastbarkeit können hierbei auch das Vorliegen belastungsinduzierter Arrhythmien und hämodynamische Auffälligkeiten detektiert werden. Die Trainingsintensitäten können anhand der maximalen Sauerstoffaufnahme, der maximalen Herzfrequenz, dem subjektivem Belastungsempfinden (BORG-Skala) oder der Laktatleistungskurve festgelegt werden. Ausdauertraining und körperliche Bewegung bei Herzinsuffizienz werden an 3 – 5 Tagen in der Woche (optimalerweise täglich) bei einer Intensität von 40 – 80 % der maximalen Sauerstoffaufnahme (VO2max) mit einer Dauer von 20 – 60 Minuten empfohlen. Ergänzend sollte außerdem 2 – 3x wöchentlich ein Krafttraining für die großen Muskelgruppen erfolgen [6]. Als häufigste Trainingsmethode wird das moderate Dauertraining verwendet. Bei schwerer Herzinsuffizienz und Patienten ohne Erfahrung mit Sport, sollte mit einer niedrigen Anfangs­belastung begonnen werden (&lt;40 % VO2max bzw. peak), wobei zuerst die Dauer und erst anschließend die Intensität erhöht werden. Auf ausreichende Regenerationsphasen muss geachtet werden. Die Sportarten sollten sich nach dem Leistungsstand und den Vorlieben der Patienten richten, möglich sind z. B. Radfahren, Walking, Crosstrainer, Rudern, Stepper u. a.; bei körperlich stark eingeschränkten Patienten bieten sich Fahrradergometer oder Laufband an. Neben dem positiven Einfluss auf kardiovaskuläre Risikofaktoren werden auch Lebensqualität und psychische Komorbiditäten verbessert [7]. High-Intensity Intervall Training (HIIT) (4 x4 Minuten Training bei 85 – 90 % der maximalen Herzfrequenz mit jeweils vier Minuten Erholung) bei Herzinsuffizienz ist der moderaten Dauermethode in Bezug auf linksventrikuläres Remodelling und Verbesserung der Leistungsfähigkeit nicht überlegen [8]. Es eignet sich initial nur für Patienten mit niedrigem Risiko und sportlicher Erfahrung und sollte unter EKG-Monitoring durchgeführt werden, um das Auftreten ventrikulärer Ereignisse frühzeitig zu erkennen. Eine Re-Evaluation sollte zumindest halbjährlich erfolgen, um das Training an die Leistungsfähigkeit anzupassen. Wir empfahlen unserer Patientin daher ein kombiniertes Kraft- (30 Minuten) und Ausdauertraining (45 Minuten an zwei verschiedenen Geräten) unter Blutdruck- und EKG-Monitoring in unserer Abteilung sowie eine dritte Trainingseinheit unter Herzfrequenzkontrolle zuhause.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Die Abbildung zeigt eine Rechtsverschiebung der Laktatleistungskurve entsprechend einer Verbesserung nach 3-monatigem Training (durchgezogene Linien). Insgesamt wird eine höhere Leistungsfähigkeit erzielt (Steigerung von 80 auf 90 Watt) und die entsprechenden Leistungsniveaus werden mit geringerem Laktat und geringeren Herzfrequenzen erzielt (bei annähernd gleichem Maximallaktat und identischer maximaler Herzfrequenz). Auch die Atemkurve verläuft ökonomischer. Die maximale Sauerstoffaufnahme konnte von 1.257 auf 1.407 ml/min gesteigert werden (graphisch nicht dargestellt).</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-14993" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/11/Kerling_saez0423.png" alt="" width="1200" height="669" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/11/Kerling_saez0423.png 1200w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/11/Kerling_saez0423-300x167.png 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/11/Kerling_saez0423-1024x571.png 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/11/Kerling_saez0423-768x428.png 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/11/Kerling_saez0423-150x84.png 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/11/Kerling_saez0423-450x251.png 450w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></p>
<h2><b>Leistungssport</b></h2>
<p>Die Frage nach Wettkampfsport stellt sich für die meisten unserer Patienten mit Herzinsuffizienz sicher nicht und ist auch nur für ausgewählte Sportler mit niedrigem Risiko und überdurchschnittlicher Leistungsfähigkeit möglich. Voraussetzungen hierfür sind eine unauffällige, bis an die Ausbelastung gehende Ergometrie, ohne Nachweis von Rhythmusstörungen und ohne Blutdruckabfall unter Belastung. Diese Patienten können, je nach Ursache der Herzinsuffizienz, langsam wieder an das alte Leistungsniveau herangeführt werden. Einschränkungen bestehen sicherlich bei hochintensiven Ausdauer- und Kraftsportarten, v. a. bei älteren Patienten, am ehesten sind noch „Geschicklichkeitssportarten“ ohne hohe Herzkreislaufbelastung möglich, wobei berücksichtigt werden muss, dass während einzelner Trainingseinheiten die kardiovaskuläre Belastung höher sein kann als während der Ausübung der eigentlichen Sportart [1]. Kein Leistungssport sollte ab einer Herzinsuffizienz NYHA II, bei belastungsinduzierten Arrhythmien und bei Blutdruckabfall unter Belastung durchgeführt werden.</p>
<h2><b>Fazit</b></h2>
<ul>
<li>Bewegung und Training wird Patienten mit Herzinsuffizienz empfohlen</li>
<li>Zusätzlich sollte auch eine Verbes­serung der körperlichen Leistungs­fähigkeit angestrebt werden</li>
<li>Voraussetzung für die Durchführung eines strukturierten Trainingsprogramms ist ein unauffälliges Belastungs-EKG</li>
<li>Leistungssport bleibt einer kleinen Subgruppe vorbehalten</li>
</ul>
<p style="font-weight: 400;"><em>Literatur</em></p>
<ol>
<li><em>McDonagh TA et al.;ESC Guidelines for the diagnosis and treatment of acute and chronic heart failure. Eur Heart J. 2021 Sep 21;42(36):3599-3726.</em></li>
<li><em>Bull FC et al.; World Health Organization 2020 guidelines on physical activity and sedentary behaviour. Br J Sports Med. 2020 Dec;54(24):1451-1462.</em></li>
<li><em>Powell KE et al. Physical activity for health: What kind? How much? How intense? On top of what? Annu Rev Public Health. 2011;32:349–65</em></li>
<li><em>Williams PT. Physical fitness and activity as separate heart disease risk factors: a meta-analysis. Med Sci Sports Exerc. 2011;33(5):754–61</em></li>
<li><em>Warburton, D. E. et al. 2006. Health benefits of physical activity: the evidence. CMAJ 174:801–809.</em></li>
<li><em>Pelliccia A et al., ESC Guidelines on sports cardiology and exercise in patients with cardiovascular disease. Eur Heart J. 2021 Jan 1;42(1):17-96.</em></li>
<li><em>Pollock ML et al.; AHA Science Advisory. Resistance exercise in individuals with and without cardiovascular disease: benefits, rationale, safety, and prescription: An advisory from the Committee on Exercise, Rehabilitation, and Prevention, Council on Clinical Cardiology, American Heart Association; Position paper endorsed by the American College of Sports Medicine. Circulation. 2000 Feb 22;101(7):828-33.</em></li>
<li><em>Ellingsen et al. SMARTEX Heart Failure Study (Study of Myocardial Recovery After Exercise Training in Heart Failure) Group. High-Intensity Interval Training in Patients With Heart Failure With Reduced Ejection Fraction. Circulation. 2017 Feb 28;135(9):839-849.</em></li>
</ol>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Heart Rate Variability</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/kardiologie/15237/heart-rate-variability/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mosé Mondonico]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Nov 2023 11:00:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kardiologie]]></category>
		<category><![CDATA[02/23]]></category>
		<category><![CDATA[papimi Headquarters]]></category>
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					<description><![CDATA[Heart rate variability (HRV) is a term used to describe the variability in time intervals between heartbeats. In other words: The heart does not beat at a constant rate, even [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Heart rate variability (HRV) is a term used to describe the variability in time intervals between heartbeats. In other words: The heart does not beat at a constant rate, even when we have an average beat of 60 beats per minute, the heart does not beat exactly every second. There are always variable times between beats. How come? Why are we interested in measuring<br />
this variability?<span class="Apple-converted-space"> </span></b></p>
<p>The human body, on a physiological level, tries to maintain a state of balance, called homeostasis, which is necessary for optimal functioning. The body perceives stress through our senses, and sends this information to the brain, which decides how to react. Regardless of the source that causes stress, the body responds the same way.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Returning to our cardiac variability, the non-constant times between one beat and another reflect the activity of the autonomic nervous system in response to stimuli, i.e. sources of stress. When we encounter a form of stress, the autonomic nervous system carries the impulses received from the brain to the various muscles and organs of the human body. This mechanism of the autonomic nervous system controls nearly 90 % of the functions of the human body, both short-term ones such as breathing and more long-term ones.</p>
<p>To summarize, the autonomic nervous system controls and regulates many processes within the human body as well as our body&#8217;s responses to various forms of stress. HRV is regulated by the autonomic nervous system, in particular by the parasympathetic system (at least the easiest variables to interpret) and consequently it can reveal impor­tant information about our body&#8217;s reaction to stress, regardless of what generated it (training, a difficult period at work, etc.).</p>
<h2><b>How is it measured?</b></h2>
<p>HRV can be measured in various ways. The reference system is the electrocardiogram, although fortunately in recent years there have been technological developments that have brought these measurements somewhat into the hands of anyone with an interest, through the use of chest straps.</p>
<p>Once we have chosen a system for measuring HRV, unfortunately there is an additional complexity, which is that there are various ways to quantify cardiac variability. Normally, the most reliable methods and on which there is more consensus in the scientific community, are related to the measurement of the parasympathetic system, i.e. the one that deals with the state of recovery of the body. The most common way of quantifying cardiac variability is the so-called rMSSD, or a derivation thereof. rMSSD is a mathematical formula used to transform changes in beats over a period of 1 to 5 minutes into a single number indicating the activity level of the parasympathetic system.</p>
<h2><b>What factors influence the data?</b></h2>
<p>By the very nature of what HRV quantifies, i.e. the activity of the vagus nerve, or activity of the autonomic nervous system, everything affects it a bit. Let&#8217;s try to make a list of factors that have been associated with HRV in recent publications: they range from physical exercise, to nicotine, caffeine, medicines, time of day (circadian rhythm), alcohol, age, digestion of food or even water, illness , etc. – how then do we draw valid conclusions if the processes we measure are influenced by so many parameters? It is essential to measure cardiac variability in order to limit the effect of so-called external stress sources as much as possible: the simplest way to create a so-called reproducible context in which to take the measurement is to do it as soon as you wake up, before exercising, eating, getting to work, or before being influenced by the various forms of everyday stress.</p>
<h2><b>Why is this data important for an athlete? How should it be interpreted?</b></h2>
<p>In the context of athletes, HRV application and monitoring are more prevalent due to the ability to quantify the form of stress, i.e. training. The relationship between training and HRV is evident and has been proven several times in various scientific studies, as training is a very high form of stress for the body. For other applications, for example related to physical and mental health, it can be much more complex to identify and quantify the sources of stress, making it difficult to implement feedback as well as then modify our plans to improve things.</p>
<p>In professional athletes, the risk of overtraining is always present, due to very high training volumes. However, amidst all of this, we must not overlook the athlete&#8217;s body response to the training program. Is it adapting well? Or is he/she struggling more than expected? An objective measure of stress status can help us implement changes on the go. For the non-professional athlete, perhaps who trains when he/she doesn&#8217;t have to devote time to work or family, measuring HRV can be even more important, as all forms of stress are detected in this way, and we can better understand when it is appropriate to slow down with training, or when we can indulge in an extra intense session, always with the aim of improving physical performance in the long term.</p>
<p>Speaking of stress, even after an injury, a therapeutic process begins, HRV can provide us with important data to see how the therapy works.</p>
<h2><b>Our research</b></h2>
<p>Published in the &#8222;International Journal of Environmental Research and Public Health&#8220; we evaluated how HRV can be used to verify the positive effects of a therapy on subjects with orthopedic injuries. Specifically, we have seen how combining classic physiotherapy therapy with technologically advanced tools such as the papimi Ion-Induction-Therapy (IIT) within the same session leads to an improvement in all HRV parameters, a sign of an effective therapy<span class="Apple-converted-space">  </span>Fig. 1 + 2.</p>
<figure id="attachment_15238" aria-describedby="caption-attachment-15238" style="width: 1200px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" class="size-full wp-image-15238" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/12/SD_Papimi_MondonicoAbb1_saez0223.png" alt="" width="1200" height="782" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/12/SD_Papimi_MondonicoAbb1_saez0223.png 1200w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/12/SD_Papimi_MondonicoAbb1_saez0223-300x196.png 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/12/SD_Papimi_MondonicoAbb1_saez0223-1024x667.png 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/12/SD_Papimi_MondonicoAbb1_saez0223-768x500.png 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/12/SD_Papimi_MondonicoAbb1_saez0223-150x98.png 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/12/SD_Papimi_MondonicoAbb1_saez0223-450x293.png 450w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><figcaption id="caption-attachment-15238" class="wp-caption-text">Fig. 1 Time-domain parameters of HRV at rest, pre- and post-treatment. (A) SDNN, (B) RMSSD, (C) NN50, (D) pNN50. Data presented are mean ± standard errors of the mean (SEM). Asterisk marks a significant difference (p &lt; 0.05).</figcaption></figure>
<figure id="attachment_15239" aria-describedby="caption-attachment-15239" style="width: 1200px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" class="size-full wp-image-15239" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/12/papimi_Abb2_saez0223.png" alt="" width="1200" height="782" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/12/papimi_Abb2_saez0223.png 1200w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/12/papimi_Abb2_saez0223-300x196.png 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/12/papimi_Abb2_saez0223-1024x667.png 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/12/papimi_Abb2_saez0223-768x500.png 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/12/papimi_Abb2_saez0223-150x98.png 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/12/papimi_Abb2_saez0223-450x293.png 450w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><figcaption id="caption-attachment-15239" class="wp-caption-text">Fig. 2 Frequency-domain parameter of HRV at rest, pre- and post-treatment. HF band. Data presented are mean ± standard errors of the mean (SEM). Asterisk marks a significant difference (p &lt; 0.05).</figcaption></figure>
<p><i>* Modulation of Heart Rate Variability following PAP Ion Magnetic Induction Intervention in Subjects with Chronic Musculoskeletal Pain: A Pilot Randomized Controlled Study</i></p>
<p><i>Viti et.al. Int J Environ Res Public Health. 2023 Feb 22;20(5):3934. doi: 10.3390/ijerph20053934. </i></p>
<p><a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36900946/"><i>https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36900946/</i></a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Sportvorsorgeuntersuchung bei Frauen</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/kardiologie/14646/sportvorsorgeuntersuchung-bei-frauen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dr. med. Susanne Berrisch-Rahmel]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Aug 2023 08:00:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kardiologie]]></category>
		<category><![CDATA[03/23]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://sportaerztezeitung.com/?p=14646</guid>

					<description><![CDATA[Eine 35-jährige Triathletin stellt sich zur Sportvorsorgeuntersuchung vor, sie plant bei der Challenge Roth (Triathlon-Langdistanz) teilzunehmen. Die sportmedizinische Untersuchung wird von ihrer gesetzlichen Krankenkasse im Bonusprogramm beworben. Über die Frage [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Eine 35-jährige Triathletin stellt sich zur Sportvorsorgeuntersuchung vor, sie plant bei der Challenge Roth (Triathlon-Langdistanz) teilzunehmen. Die sportmedizinische Untersuchung wird von ihrer gesetzlichen Krankenkasse im Bonusprogramm beworben. Über die Frage zur<br />
letzten Periode ist sie sichtlich erstaunt.</b></p>
<p>In den letzten Jahren rückt der Frauensport immer stärker in den Fokus. Athletinnen sind auch in Sportarten erfolgreich, in denen über lange Zeit nur Männer aktiv waren. In der Sportmedizin finden spezifische Frauenthemen großes Interesse, wobei umfangreiche wissenschaftlichen Daten noch ausstehen [1]. Die Wahrnehmung der speziellen Belange von Elite-Sportlerinnen, aber auch von Frauen im Breiten- und Gesundheitssport, bedarf einer Aufwertung im Alltag.</p>
<h2><b>Not all „women“ are the same</b></h2>
<p>Frauen haben lebenslang eine ständig wechselnde hormonelle Situation. Beginnend ab der Menarche (erste Periodenblutung) bis hin zur Menopause (Einstellung der Regelblutung) findet regelmäßig ein Menstruationszyklus statt [2]. Sowohl die Hormonkonzentrationen als auch die Anzahl und Ausprägung der zyklusassoziierten Symptome unterscheiden sich. Beeinflusst wird das endogene Hormonprofil zudem durch hormonelle Kontrazeptiva (HC) zur Empfängnisverhütung, durch Schwangerschaften oder eine Hormonersatztherapie (HRT) in den Wechseljahren.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<h2><b>Zyklusbasiertes Training</b></h2>
<p>Der Einfluss des Menstruationszyklus auf Training und Wettkampf schwankt individuell. Angeregt durch die Hormone Östrogen und Progesteron kann bei einem regelmäßigen Zyklus der Einfluss auf die unterschiedliche (sport­liche) Leistungsfähigkeit und Motivation genutzt werden [3]. Ein „Zyklustracking“ ist allerdings nur bei nicht-hormoneller Kontrazeption möglich. Das aufmerksame Monitoring des eigenen Menstruationszyklus und eine entsprechende individuelle Ausrichtung von Trainingsplänen an den eigenen Zyklus kann neben einer Verbesserung der Belastungseffizienz möglicherweise auch das Verletzungsrisiko mindern [4].</p>
<h2><b>Störungen des Menstruationszyklus</b></h2>
<p>Ganz gleich welche Sportart ausgeübt wird, im Spitzenbereich erreicht die Belastung von Organismus und Psyche nicht selten einen Grenzbereich. Intensive Trainingsphasen und Wettkampfbelastungen verbunden mit Stress haben nicht selten Zyklusunregelmäßigkeiten zur Folge. Diese können Oligo- oder Anovulationen sein, auch ein längeres Ausbleiben der Periode ist möglich [5]. Eine noch häufigere Ursache für die Zyklusstörungen ist eine relativ zu geringe Energieaufnahme. Eine negative Energiebilanz ist bei bestimmten Sportarten erwünscht. Bei rhythmischer Sportgymnastik, Geräteturnen, Ballett, Eiskunstlaufen, Gewichtsklassensportarten oder aber auch beim Skisprung spielt das Körpergewicht eine große Rolle, um nur einige Sportarten zu nennen. Das „Relative Energy Deficiency in Sport (RED-S)“-Syndrom beruht auf einer dauerhaft niedrigen Energie­zufuhr bei männlichen oder weiblichen Athleten und wurde 2014 im Rahmen eines Konsensus Statement des Internatio­nalen Olympischen Komitees (IOC) überarbeitet (Abb. 1). Der alte Begriff „female athlete Trial“ aus den 1990er Jahren, der die Kombination „Untergewichtigkeit, Ausbleiben der Periode und eine verminderte Knochendichte“ beinhaltete, wurde abgelöst [6 – 8].<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<figure id="attachment_14647" aria-describedby="caption-attachment-14647" style="width: 1200px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-14647 size-full" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/08/BR1_saez0323.jpg" alt="" width="1200" height="675" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/08/BR1_saez0323.jpg 1200w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/08/BR1_saez0323-300x169.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/08/BR1_saez0323-1024x576.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/08/BR1_saez0323-768x432.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/08/BR1_saez0323-150x84.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/08/BR1_saez0323-450x253.jpg 450w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><figcaption id="caption-attachment-14647" class="wp-caption-text">Abb. 1 Folgen des RED-S Gratik adaptiert nach: MountjoyM, et al. Athlete IriadThe IOC consensus statement: beyond the Female Athlete Triad-Relative Energy Deficiency in Sport (RED-S). Br J Sports Med. 2014 Apr;48(7):491 – 7. doi: 10.1136/bjsports-2014-093502. PMID: 24620037.</figcaption></figure>
<h2><b>Dem RED-S liegt ein relativer Energiemangel zugrunde<span class="Apple-converted-space"> </span></b></h2>
<p>Die empfohlene Energieaufnahme von 45 kcal/kg/FFM/Tag wird nicht erreicht. Gerade bei hohen Trainingsumfängen und einem Gesamttagesbedarf von bis zu 5.000 – 6.000 kcal / Tag ist dies aufgrund zeitlicher Verfügbarkeit, Reisen etc. nicht immer umsetzbar. Die effektivste Therapie ist die Korrektur der LEA „low energy availability“ durch eine adäquate Nährstoffaufnahme. Manchmal ist allerdings auch eine Reduktion des Sportumfanges notwendig.</p>
<p>Das Ausbleiben der Periode kann verschiedene Ursachen haben. Je nach Alter sollte bei Sportlerinnen im reproduk­tiven Lebensalter nicht nur an RED-S, sondern auch an eine Schwangerschaft gedacht werden [9, 10]. Ein Ausbleiben der Regelblutung kann bei Master-Athle­tinnen auf eine (vorzeitige) Menopause hinweisen. Im Rahmen der gynäkologischen Anamnese sollte gezielt Wechseljahresbeschwerden abgefragt werden [11].</p>
<h2><b>Was ist bei der Untersuchung von Sportlerinnen speziell anders?</b></h2>
<p>Der Schwerpunkt von Sport-Screening-Untersuchungen liegt üblicherweise auf der kardiopulmonalen und orthopä­dischen Leistungsfähigkeit. Bei allen Sportlerinnnen sollte eine gynäkologische Anamneseerhebung standardisiert eingesetzt werden, nützlich ist der gynäkologische Fragebogen der DGSP [12] (siehe Abb. 2).</p>
<p><figure id="attachment_14648" aria-describedby="caption-attachment-14648" style="width: 1200px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-14648" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/08/BR2_saez0323.jpg" alt="" width="1200" height="1601" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/08/BR2_saez0323.jpg 1200w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/08/BR2_saez0323-225x300.jpg 225w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/08/BR2_saez0323-768x1025.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/08/BR2_saez0323-1151x1536.jpg 1151w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/08/BR2_saez0323-150x200.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/08/BR2_saez0323-450x600.jpg 450w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><figcaption id="caption-attachment-14648" class="wp-caption-text">Abb. 2 Gynäkologischer Fragebogen der DGSP [13]<br /><a href="https://www.dgsp.de/seite/278016/frauensport.html" target="_blank" rel="noopener">Zum Fragebogen</a></figcaption></figure>Im Rahmen der Anamnese wird nach Medikamenten gefragt, die Einnahme der „Pille“ wird oft vergessen. Laut Anti-­Doping-Gestzt (antiDopG) sind alle hormonalen Ovulationshemmer (Tabletten, Pflaster, Vaginalringe), Gestagen-­Präparate zur Verhütung (Tabletten, Verhütungsstäbchen und Verhütungsspritzen), Notfallkontrazeptiva sowie Gestagen- und Estrogen-Präparate zur Hormonersatztherapie (z. B. bei Wechseljahresbeschwerden) erlaubt [13].<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<h2><b>Fazit</b></h2>
<ul>
<li>Sportlerinnen jeden Alters sollten gynäkologisch befragt werden, ein Anamnese-Fragebogen erleichtert emotionale Hürden.</li>
<li>Das Ausbleiben der Periode kann verschiedene Ursachen haben. Bei Sportlerinnen im reproduktiven Alter sollte nicht nur an RED-S-Syndrom, sondern auch an eine Schwangerschaft gedacht werden.</li>
<li>Der Monatszyklus und sein spezieller Einfluss auf verschiedene Parameter im Sport kann zur Optimierung der Trainingsplanung eingesetzt werden.</li>
<li>Für Frauen ist bei der sportmedizinischen Untersuchung ein größerer Untersuchungsumfang zu fordern.</li>
<li>Ein interdisziplinärer und fachübergreifender Austausch mit Gynäkologen / Endokrinologen kann notwendig sein.</li>
</ul>
<p style="font-weight: 400;"><em>Literatur</em></p>
<p style="font-weight: 400;"><em> </em><em>[1] </em><em>Elliott-Sale KJ, Minahan CL, de Jonge XAKJ, Ackerman KE, Sipilä S, Constantini NW, Lebrun CM, Hackney AC. Methodological Considerations for Studies in Sport and Exercise Science with Women as Participants: A Working Guide for Standards of Practice for Research on Women. Sports Med. 2021 May;51(5):843-861. doi: 10.1007/s40279-021-01435-8. Epub 2021 Mar 16. PMID: 33725341; PMCID: PMC8053180.</em></p>
<p style="font-weight: 400;"><em>[2] </em><em>Carmichael, M.A.; Thomson, R.L.; Moran, L.J.; Wycherley, T.P. The Impact of Menstrual Cycle Phase on Athletes’ Performance: A Narrative Review. </em><em>Int. J. Environ. Res. Public Health</em><em> </em><strong><em>2021</em></strong><em>, </em><em>18</em><em>, 1667. <a href="https://doi.org/10.3390/ijerph18041667">https://doi.org/10.3390/ijerph18041667</a></em></p>
<p style="font-weight: 400;"><em>[3]</em> <em>McNulty KL, Elliott-Sale KJ, Dolan E, Swinton PA, Ansdell P, Goodall S, Thomas K, Hicks KM. The Effects of Menstrual Cycle Phase on Exercise Performance in Eumenorrheic Women: A Systematic Review and Meta-Analysis. Sports Med. 2020 Oct;50(10):1813-1827. doi: 10.1007/s40279-020-01319-3. PMID: 32661839; PMCID: PMC7497427.</em></p>
<p style="font-weight: 400;"><em>[4]</em><em> Nédélec E, Foli E, Shultz SJ, Swinton PA, Dolan E, Enright K, Piasecki J, Matthews JJ, Sale C, Elliott-Sale KJ. Effect of menstrual cycle phase, menstrual irregularities and hormonal contraceptive use on anterior knee laxity and non-contact anterior cruciate ligament injury occurrence in women: a protocol for a systematic review and meta-analysis. BMJ Open Sport Exerc Med. 2021 Oct 29;7(4):e001170. doi: 10.1136/bmjsem-2021-001170. PMID: 34745647; PMCID: PMC8559120.</em></p>
<p style="font-weight: 400;"><em> </em><em>[5]</em><em> Hakimi O, Cameron LC. Effect of Exercise on Ovulation: A Systematic Review. Sports Med. 2017 Aug;47(8):1555-1567. doi: 10.1007/s40279-016-0669-8. PMID: 28035585.</em></p>
<p style="font-weight: 400;"><em> </em><em>[6]</em> <em>Mountjoy M, Sundgot-Borgen J, Burke L, Ackerman KE, Blauwet C, Constantini N, Lebrun C, Lundy B, Melin A, Meyer N, Sherman R, Tenforde AS, Torstveit MK, Budgett R. International Olympic Committee (IOC) Consensus Statement on Relative Energy Deficiency in Sport (RED-S): 2018 Update. Int J Sport Nutr Exerc Metab. 2018 Jul 1;28(4):316-331. doi: 10.1123/ijsnem.2018-0136. Epub 2018 May 17. PMID: 29771168.</em></p>
<p style="font-weight: 400;"><em>[7] </em><em>Ackerman KE, Stellingwerff T, Elliott-Sale KJ, Baltzell A, Cain M, Goucher K, Fleshman L, Mountjoy ML. #REDS (Relative Energy Deficiency in Sport): time for a revolution in sports culture and systems to improve athlete health and performance. Br J Sports Med. 2020 Apr;54(7):369-370. doi: 10.1136/bjsports-2019-101926. Epub 2020 Jan 10. PMID: 31924625.</em></p>
<p style="font-weight: 400;"><em>[8] </em><em>Coelho AR, Cardoso G, Brito ME, Gomes IN, Cascais MJ. The Female Athlete Triad/Relative Energy Deficiency in Sports (RED-S). Rev Bras Ginecol Obstet. 2021 May;43(5):395-402. English. doi: 10.1055/s-0041-1730289. Epub 2021 Jun 2. PMID: 34077990.</em></p>
<p style="font-weight: 400;"><em>[9] </em><em>Physical Activity and Exercise During Pregnancy and the Postpartum Period: ACOG Committee Opinion, Number 804. Obstet Gynecol. 2020 Apr;135(4):e178-e188. doi: 10.1097/AOG.0000000000003772. PMID: 32217980.</em></p>
<p style="font-weight: 400;"><em>[10] </em><em>Pivarnik JM, Szymanski LM, Conway MR. The elite athlete and strenuous exercise in pregnancy. Clin Obstet Gynecol 2016;59(3):613–9. </em></p>
<p style="font-weight: 400;"><em>[</em><em>11</em><em>] </em><em>Hogervorst E, Craig J, O&#8217;Donnell E. Cognition and mental health in menopause: A review. Best Pract Res Clin Obstet Gynaecol. 2022 May;81:69-84. doi: 10.1016/j.bpobgyn.2021.10.009. Epub 2021 Nov 30. PMID: 34969617.</em></p>
<p style="font-weight: 400;"><em>[12] https://daten2.verwaltungsportal.de/dateien/seitengenerator/gynaekologischerfragebogen.pdf</em></p>
<p style="font-weight: 400;"><em>[13]</em><em> <a href="https://www.nada.de/medizin/digitale-beispielliste">https://www.nada.de/medizin/digitale-beispielliste</a></em><em> Zugegriffen:03.06.2023 </em></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Return To Play after Infections</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/kardiologie/14292/return-to-play-after-infections/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dr. med. Alexander Tamm&nbsp;,&nbsp;Dr. med. Simon Diestelmeier]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Jun 2023 08:00:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kardiologie]]></category>
		<category><![CDATA[INT 23]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://sportaerztezeitung.com/?p=14292</guid>

					<description><![CDATA[Due to their prevalence of about three episodes a year and a mean duration of five days [1], infections of the upper respiratory tract and potential complications such as myocarditis [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Due to their prevalence of about three episodes a year and a mean duration of five days [1], infections of the upper respiratory tract and potential complications such as <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/kardiologie/3597/myokarditis/" target="_blank" rel="noopener">myocarditis</a> and an increased risk of muscular injuries are of<span class="Apple-converted-space">  </span>special significance for athletes. This drew particularly widespread attention in association with the COVID-19 infection, but it also applies to influenza and other viral airways infections.</b></p>
<p>Initially there were few recommendations for returning to play after infections of the upper airways [2]. As the focus narrowed on the COVID-19 pandemic, recommendations on returning to sporting activities were published that were in line with the changes in the virus variants themselves [3 – 5]. Besides the individual course of viral infections, individual assessment is equally important, especially for elite athletes due to the usually more rapid resumption of training or even competitive sports. Medical evaluation in such cases poses a priority conflict between the athlete’s primary welfare and the aim of enabling the athlete to resume sports as quickly as possible.</p>
<h2><b>Monitoring HRV &amp; Orthostatic Testing</b></h2>
<p>Monitoring heart <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/kardiologie/11191/hrv-in-der-sportmedizin/" target="_blank" rel="noopener">rate variability (HRV)</a> and performing an orthostatic test can serve as additional parameters for this. Since these measurements are often routinely carried out in top athletes anyway when deciding on the intensity of trai­ning, individual reference parameters for each athlete are available for comparison. The normal course of heart rate after orthostasis is as follows: the resting rate is followed by an initial rapid compensatory increase in heart rate followed by counter-regulation and a subsequent plateau compared with the supine resting heart rate, and a slightly higher heart rate when standing. The changes in heart rate and the HRV reflect changes in the autonomic nervous system. Infections are usually associated with increased heart rate at rest, with limited HRV and particularly with a higher peak of the maxi­mum heart rate. Furthermore, there is only little counter-­regulation of the heart rate, if any, when standing. Experience with SARS-CoV-2 infections showed deviations from this, often with an unchanged or even lower resting heart rate and considerably limited HRV. Nevertheless, the peak is higher after standing up, the higher heart rate persists, and there is a sharp drop in HRV [6].</p>
<h2><b>Case study professional football player</b></h2>
<p>In addition to clinical evaluation we use the orthostatic test intensively in competitive sports to guide individual intensification of training during infections. We present the case of a professional football player with a SARS-CoV-2 ­infection as an example of this. The refe­rence was a routine orthostatic test (Vantage V2 Sports Watch, Polar Electro) with the athlete’s normal supine HRV and good counter-regulation after standing up (Fig. 1). During the early phase of the infection this showed a higher heart rate at rest with limited HRV and the absence of any counter-­regulation after standing up (Fig. 2). During this phase no sporting exertion can be recommended as this may prolong the infection with potential long-term complications. During the further course of the infection when heart rate is lower and supine HRV is better there is minor counter-regulation after standing up although heart rate is higher and increases further over time, and HRV is lower (Fig. 3). At this point in time gentle aerobic training can be started. Daily monitoring and clinical parameters decide on further intensification of training. After recovery from the infection the plot is seen to be similar to the baseline condition again (Fig. 4) with good autonomic counter-regulation. Anaerobic training is possible again. Depending on the severity of the infection, regardless of the pathogen, we recommend sports cardiology diagnostic investigations with a clinical exami­nation, laboratory tests and echocardio­graphy before approving competitive sports.</p>
<figure id="attachment_13546" aria-describedby="caption-attachment-13546" style="width: 1200px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-13546" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/03/Tamm_Abb1_saez0123.jpg" alt="" width="1200" height="251" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/03/Tamm_Abb1_saez0123.jpg 1200w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/03/Tamm_Abb1_saez0123-300x63.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/03/Tamm_Abb1_saez0123-1024x214.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/03/Tamm_Abb1_saez0123-768x161.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/03/Tamm_Abb1_saez0123-150x31.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/03/Tamm_Abb1_saez0123-450x94.jpg 450w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><figcaption id="caption-attachment-13546" class="wp-caption-text">FIG. 1<b> </b>Orthostatic test during routine recovery<br />Heart rate at rest 50/min, HRV at rest 72 ms, peak heart rate 85/min, heart rate standing 70/min, HRV standing 16 ms</figcaption></figure>
<figure id="attachment_13549" aria-describedby="caption-attachment-13549" style="width: 1200px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-13549" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/03/Tamm_Abb2_saez0123.jpg" alt="" width="1200" height="254" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/03/Tamm_Abb2_saez0123.jpg 1200w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/03/Tamm_Abb2_saez0123-300x64.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/03/Tamm_Abb2_saez0123-1024x217.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/03/Tamm_Abb2_saez0123-768x163.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/03/Tamm_Abb2_saez0123-150x32.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/03/Tamm_Abb2_saez0123-450x95.jpg 450w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><figcaption id="caption-attachment-13549" class="wp-caption-text">FIG. 2<b> </b>Orthostatic test at the beginning of the infection (day 1)<br />Heart rate at rest 72/min, HRV at rest 34 ms, peak heart rate 110/min, heart rate standing 111/min, HRV standing 2 ms</figcaption></figure>
<figure id="attachment_13548" aria-describedby="caption-attachment-13548" style="width: 1200px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-13548" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/03/Tamm_Abb3_saez0123.jpg" alt="" width="1200" height="255" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/03/Tamm_Abb3_saez0123.jpg 1200w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/03/Tamm_Abb3_saez0123-300x64.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/03/Tamm_Abb3_saez0123-1024x218.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/03/Tamm_Abb3_saez0123-768x163.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/03/Tamm_Abb3_saez0123-150x32.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/03/Tamm_Abb3_saez0123-450x96.jpg 450w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><figcaption id="caption-attachment-13548" class="wp-caption-text">FIG. 3 Orthostatic during the course of the infection (day 3)<br />Heart rate at rest 45/min, HRV at rest 82 ms, peak heart rate 80/min, heart rate standing 80/min, HRV standing 4 ms</figcaption></figure>
<figure id="attachment_13547" aria-describedby="caption-attachment-13547" style="width: 1200px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-13547" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/03/Tamm_Abb4_saez0123.jpg" alt="" width="1200" height="256" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/03/Tamm_Abb4_saez0123.jpg 1200w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/03/Tamm_Abb4_saez0123-300x64.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/03/Tamm_Abb4_saez0123-1024x218.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/03/Tamm_Abb4_saez0123-768x164.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/03/Tamm_Abb4_saez0123-150x32.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/03/Tamm_Abb4_saez0123-450x96.jpg 450w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><figcaption id="caption-attachment-13547" class="wp-caption-text">FIG. 4<b> </b>Orthostatic test at the end of the infection (day 6)<br />Heart rate at rest 46/min, HRV at rest 97 ms, peak heart rate 78/min, heart rate standing 65/min, HRV standing 19 ms</figcaption></figure>
<h2><b>Summary</b></h2>
<p>Measuring HRV and performing an orthostatic test are simple additional methods for evaluating the resumption of sporting activities after infections. During viral infections these show an increased heart rate at rest and, parti­cularly, a marked increase in heart rate after standing up. HRV decreases markedly in both cases. Besides established clinical parameters, evaluation of heart rate in the orthostatic test together with HRV can be an additional tool for evalu­ating return to play.</p>
<p style="font-weight: 400;"><em>Literature</em></p>
<p><em>[1] Svendsen IS et al. Training-related and competition-related risk factors for respiratory tract and gastrointestinal infections in elite cross-country skiers. Br J Sports Med 50 (13), 2016: 809-815.</em></p>
<p><em> [2] Scharhag J, Meyer T. Return to play after acute infectious disease in football players. J Sports Sci. 2014; 32: 1237-1242. </em></p>
<p><em> [3] Elliott N et al. Infographic. Graduated return to play guidance following COVID-19 infection. Br J Sports Med 2020;54:1174-5.</em></p>
<p><em> [4] David Salman et al. Returning to physical activity after covid-19 BMJ 2021;372:m4721 </em></p>
<p><em> [5] Steinacker JM et al. Recommendations for return-to-sport after COVID-19: Expert consensus. Dtsch Z Sportmed. 2022; 73: 127-136. ,</em></p>
<p><em>[6] Hottenrott L et al. (2021) Utilizing Heart Rate Variability for Coaching Athletes During and After Viral Infection: A Case Report in an Elite Endurance Athlete. </em><em>Front. Sports Act. Living 3:612782.</em></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Long COVID</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/kardiologie/13991/long-covid-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dr. med. Kira Hanschitz]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 May 2023 12:00:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kardiologie]]></category>
		<category><![CDATA[02/23]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://sportaerztezeitung.com/?p=13991</guid>

					<description><![CDATA[Nach der ersten Pandemiephase mit der Akuterkrankung Covid-19 hat sich ein neues Krankheitsbild herauskristallisiert: Long COVID. Ein umfassender Überblick zu diesem Thema ist kaum möglich – zu volatil stellt sich [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Nach der ersten Pandemiephase mit der Akuterkrankung <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/training/1050/covid-19-und-return-to-play/">Covid-19</a> hat sich ein neues Krankheitsbild herauskristallisiert: Long COVID. Ein umfassender Überblick zu diesem Thema ist kaum möglich – zu volatil stellt sich die Studienlage dar. Dieser Artikel möchte die bisherigen Erkenntnisse aus führenden Publikationen zusammenfassen.</b></p>
<p>Eines steht jedoch fest: Auf uns Ärzte und Therapeuten wird mit Long COVID ein klinisches Chamäleon zukommen und uns vor neue Herausforderungen stellen.</p>
<h2><b>Definition</b><b><span class="Apple-converted-space"> </span></b></h2>
<p>Nach der Akutphase der COVID-19-­Infektion (mit/ohne Symptome bis zu vier Wochen) folgt das Phänomen „Long COVID“. Hierunter werden zwei Krankheitsentitäten subsumiert: einerseits die weiterhin symptomatische COVID-19 Erkrankung (Symptome 4 – 12 Wochen), gefolgt vom Post COVID-19 Syndrom bei länger als 12 Wochen bestehenden Symptomen ([1, 2]; Abb. 1). Hierbei handelt es sich um eine Multisystemerkrankung mit heterogenem Erscheinungsbild. Die Diagnosestellung erfolgt per Ausschluss alternativer Erklärungsursachen (s.u.).</p>
<figure id="attachment_13993" aria-describedby="caption-attachment-13993" style="width: 1200px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-13993" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/05/Hanschitz1_saez0223.jpg" alt="" width="1200" height="1160" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/05/Hanschitz1_saez0223.jpg 1200w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/05/Hanschitz1_saez0223-300x290.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/05/Hanschitz1_saez0223-1024x990.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/05/Hanschitz1_saez0223-768x742.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/05/Hanschitz1_saez0223-150x145.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/05/Hanschitz1_saez0223-450x435.jpg 450w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><figcaption id="caption-attachment-13993" class="wp-caption-text">Abb. 1 Definition (Abbildung modifiziert nach [2, 40, 41]).</figcaption></figure>
<h2><b>Inzidenz</b><b><span class="Apple-converted-space"> </span></b></h2>
<p>Nach Schätzung der <a href="https://www.who.int/">WHO</a> scheinen etwa 10 – 20 % der Patienten nach einer akuten COVID-19 Infektion Long COVID zu entwickeln; dies würde aktuell einer Prävalenz von ca. 65 Millionen Menschen weltweit entsprechen [3]. Betroffen sind insbesondere Erwachsene, hier insbesondere die Gruppe der 36- bis 50-Jährigen, wobei das Krankheitsbild durch alle Altersgruppen hinweg – auch bei Kindern – anzutreffen ist. Long COVID kann sich unabhängig von der Schwere des akuten COVID-19 Verlaufs manifestieren. Ein schwerer Akutverlauf prädisponiert nicht zwingend für Long COVID, im Gegenteil: Insbesondere Patienten mit mildem, nicht hospitalisiertem Verlauf der Akuterkrankung scheinen für Long COVID anfällig zu sein [4]. Weitere Risikofaktoren sind in Abblidung 2 aufgeführt.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<figure id="attachment_13994" aria-describedby="caption-attachment-13994" style="width: 1200px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-13994" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/05/Hanschitz2_saez0223.jpg" alt="" width="1200" height="766" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/05/Hanschitz2_saez0223.jpg 1200w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/05/Hanschitz2_saez0223-300x192.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/05/Hanschitz2_saez0223-1024x654.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/05/Hanschitz2_saez0223-768x490.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/05/Hanschitz2_saez0223-150x96.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/05/Hanschitz2_saez0223-450x287.jpg 450w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><figcaption id="caption-attachment-13994" class="wp-caption-text">Abb. 2 Risikofaktoren (modifiziert nach [41, 42]).</figcaption></figure>
<h2><b>Pathogenese</b><b><span class="Apple-converted-space"> </span></b></h2>
<p>Für die ausführlichen Überlegungen zur multifaktoriellen Pathogenese von Long COVID sei auf [29] verwiesen. Exemplarisch sei hier zunächst die Immundysregulation erwähnt, in deren Rahmen es zu einer Viruspersistenz zu kommen scheint [7, 8], aus der eine sich selbst unterhaltende Inflammation resultiert [9]. Insbesondere der Gastrointestinaltrakt scheint ein Reservoir darzustellen, mit der Folge einer Dysbiose im Darmmikrobiom [10, 11]. Auch die Reaktivierung weiterer latenter Viren scheint eine Rolle zu spielen (insbesondere EBV und HHV6, [12]). Hieraus folgt durch Fragmentation von Mitochondrien ein alterierter Energiemetabolismus [13], was wiederum als einer der Pathomechanismen in der Entstehung der Fatigue diskutiert wird [14], die eines der Hauptsymptome von Long COVID darstellt [15]. Auch eine Störung der Hypothalamus-Hypophysen-Achse mit hypophysärem (sekundärem) relativem Hypocortisolismus, resultierend aus der neuronalen Dysfunktion [12, 16], scheint für die Fatigue mitursächlich zu sein [8].</p>
<h2><b>Symptome</b><b><span class="Apple-converted-space"> </span></b></h2>
<p>Kongruent zur akuten COVID-19-Infektion sind auch bei Long COVID Symptome in allen Organsystemen beschrieben (Abb. 3). Aus Sportlersicht stehen kardiale Symptome wie Palpitationen oder Thoraxschmerzen im Vordergrund, teilweise auf dem Boden einer Myokarditis [17]. An pulmonaler Symptomatik werden insbesondere persistierender Husten und Dyspnoe geschildert [18, 19]. Lungenfunktionell zeigt sich häufig eine Einschränkung der Diffusionskapazität [20]. Belastend für die Patienten ist insbesondere die neurologische Symptomatik mit kognitiver Dysfunktion, „brain fog“, Konzentrations- sowie Schlafstörungen [16,18]. In Bezug auf das reproduktive System werden erektile Dysfunktion [21] und Zyklusunregelmäßigkeiten beschrieben [22]. Die genannten Symptome stellen potenziell Einschränkungen bereits im Alltag dar; im Hinblick auf Sportler können hier je nach Schwere der Symptomatik die Trainings- und Wettkampfplanung deutlich erschwert oder gar unmöglich gemacht werden.</p>
<figure id="attachment_13995" aria-describedby="caption-attachment-13995" style="width: 1200px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-13995" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/05/Hanschitz3_saez0223.jpg" alt="" width="1200" height="941" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/05/Hanschitz3_saez0223.jpg 1200w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/05/Hanschitz3_saez0223-300x235.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/05/Hanschitz3_saez0223-1024x803.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/05/Hanschitz3_saez0223-768x602.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/05/Hanschitz3_saez0223-150x118.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/05/Hanschitz3_saez0223-450x353.jpg 450w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><figcaption id="caption-attachment-13995" class="wp-caption-text">Abb. 3 Symptome (Abbildung modifiziert nach [29]).</figcaption></figure>
<h2><b>Speziell: Fatigue<span class="Apple-converted-space"> </span></b></h2>
<p>Ein häufiges und zugleich eines der belastendsten Symptome stellt die sogenannte Myalgische Enzephalitis/Chronische Fatigue (ME/CFS) dar [23]. Im Gegensatz zur so genannten postviralen Fatigue nach einer akuten Virusinfektion ist hier eine Beschwerdepersistenz über sechs Monate zu beschreiben. Das Kernsymptom ist die postexertionale Malaise (PEM), die eine Verschlechterung bestehender Symptome nach Belastungen beschreibt [24]. Dies steht im Gegensatz zum Krankheitsbild der Depression, bei der die Patienten prinzipiell leistungsfähig sind, jedoch eine Motivations- und Antriebsarmut besteht, diese Symptome jedoch durch Sport gelindert werden können. Im Falle der ME/CFS zeigen sich die Patienten oft motiviert, erleben allerdings durch Belastung eine deutliche Verschlechterung ihrer Beschwerden. Eine depressive Episode kann jedoch durchaus als Kom­orbidität bei ME/CFS auftreten [23].</p>
<h2><b>Diagnostik<span class="Apple-converted-space"> </span></b></h2>
<p>Die Diagnosestellung von Long COVID stellt eine Herausforderung dar. Es handelt sich um eine klinische Ausschlussdiagnose, da bisher keine pathognomonischen Untersuchungs- oder laborchemischen Befunde beschrieben wurden, die positive Diagnosekriterien erlauben. Gefordert wird, dass die alltagseinschränkenden Symptome im Anschluss an die akute COVID-19 Erkrankung neu aufgetreten sein müssen [25]. Nach üblicher Anamnese, körperlicher Untersuchung, Erhebung von Vital­parametern sowie diverser Laborwerte wird empfohlen, bereits frühzeitig auch begleitend einen psychosomatischen Status zu erheben. Als Hilfestellung für die spezifische Diagnosestellung/­Objektivierung der ME/CFS können die kanadischen Konsensus Kriterien herangezogen werden [23]. Nach der Initialdiagnostik ist Interdisziplinarität gefragt. Aufgrund der Heterogenität des Krankheitsbildes ist die Zusammen­arbeit multipler Fachdisziplinen unumgänglich. Eine gewichtige Rolle kommt zudem der Rehabilitation zu: Bei milden Long COVID Verläufen sind hier ambulante Maßnahmen empfohlen, bei schweren Fällen (die Patienten sind hier zum Teil dauerhaft bettlägerig und im schlimmsten Fall gar auf eine paren­terale Ernährung angewiesen [18, 26]) soll und muss eine stationäre Rehabi­litation erfolgen [25, 6].</p>
<figure id="attachment_13992" aria-describedby="caption-attachment-13992" style="width: 1200px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-13992" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/05/Hanschitz4_saez0223.jpg" alt="" width="1200" height="1329" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/05/Hanschitz4_saez0223.jpg 1200w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/05/Hanschitz4_saez0223-271x300.jpg 271w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/05/Hanschitz4_saez0223-925x1024.jpg 925w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/05/Hanschitz4_saez0223-768x851.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/05/Hanschitz4_saez0223-150x166.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/05/Hanschitz4_saez0223-450x498.jpg 450w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><figcaption id="caption-attachment-13992" class="wp-caption-text">Kanadische Konsensus Kriterien als diagnostische Hilfestellung bei Verdacht auf ME/CFS (nach [23]).</figcaption></figure>
<h2><b>Therapie</b><b><span class="Apple-converted-space"> </span></b></h2>
<p>Evidenzbasierte Therapieempfehlungen sind zum aktuellen Zeitpunkt (noch) nicht möglich. Diverse individuelle Heilversuche werden in laufenden Studien erprobt, zum Teil mit hoffnungsvollen Teilergebnissen [27]. So scheint der Einsatz von Nirmatrelvir/Ritonavir (Paxlovid®) im Rahmen der Akuterkrankung das Risiko einer Long COVID Erkrankung reduzieren zu können [28]. Auch immunmodulatorisch stehen verschiedene Substanzen im Fokus. Hier werden unter anderem intravenöse Immunglobuline oder eine B-Zell-Depletion mittels Rituximab bei schwersten Verläufen [29, 30] eingesetzt. Hinsichtlich der Fatigue kommt dem Pacing [5] eine zentrale Rolle zu: dabei werden die Patienten angehalten, ihre Energielevel zu ökonomisieren (beispielsweise mithilfe von Aktivitätstagebüchern oder Wearables zur Selbstwahrnehmung von Herzfrequenz, -variabilität etc.), sodass sie im Anschluss an ihre langsam gesteigerte Aktivitäten keine Verschlechterung der Symptome (also eine PEM) erfahren [23]. Die Substanz BC007 (neutralisiert Antikörper gegen G-Protein gekoppelte Rezeptoren, die vermutlich für die gestörte Mikrovaskulari­sation mitverantwortlich sind [31, 32],) steht ebenso im Fokus wie die Wirkung supportiver Maßnahmen (i. e. Vitaminsupplementation, Coenzym Q10, D-­Ribose [33] oder Probiotika [33]).</p>
<h2><b>Impfung</b><b><span class="Apple-converted-space"> </span></b></h2>
<p>Die Studienlage zur Impfung ist weiterhin uneinheitlich. Es gibt Hinweise auf ein vermindertes Long COVID-Risiko durch die Impfung [34 –36]. Dabei scheint die Anzahl der erhaltenen Impfungen sowie die die Akuterkrankung auslösende Virusvariante entscheidend zu sein: so waren doppelt Geimpfte bei einer Omikron BA.A1-Infektion offenbar weniger für Long COVID gefährdet als Patienten mit einer akuten Erkrankung an der Delta-Variante, während bei dreifach Geimpften hier wohl kein signifikanter Unterschied festzustellen war [37]. Ob eine Impfung bei bereits an Long COVID Erkrankten tatsächlich eine Linderung der Symptome bringt, ist derzeit noch nicht abschließend geklärt [38]. Eine erneute akute COVID-­19 Infektion auf dem Boden einer bestehenden Long COVID Erkrankung könnte offenbar die Symptome einer etwaigen ME/CFS verstärken [39].</p>
<h2><b>Fazit</b></h2>
<p>Nach Überstehen der COVID-19 Pandemie stellt uns nun also das Chamäleon Long COVID vor die nächste ­Herausforderung, besteht doch derzeit (noch) wenig Einigkeit über Patho­genese, Diagnosestellung sowie Therapieoptionen. Hier sind wir als behandelnden Ärzte und Therapeuten gefordert, Erfahrungen zu sammeln und uns untereinander auszutauschen, um schnellstmöglich therapeutische Fortschritte für die zum Teil schwer leidenden Patienten zu erzielen. Der bisherige Pandemieverlauf hat gezeigt, wie wir es schaffen können: gemeinsam.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
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