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	<title>Ernährung Archive - sportärztezeitung</title>
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	<description>Sportmedizin für Ärzte, Therapeuten &#38; Trainer</description>
	<lastBuildDate>Thu, 16 Jul 2026 14:27:43 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
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	<title>Ernährung Archive - sportärztezeitung</title>
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	<item>
		<title>Kreatin für Longevity</title>
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		<dc:creator><![CDATA[News]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Jul 2026 06:22:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Online]]></category>
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					<description><![CDATA[Longevity steht für gesundes, aktives Altern — und rückt zunehmend in den Fokus präventivmedizinischer Forschung. Vor diesem Hintergrund wird Kreatin-Monohydrat aktuell verstärkt über die klassische Sporternährung hinaus diskutiert. Neue Studiendaten [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong> <span class="fontstyle0">Longevity steht für gesundes, aktives Altern — und rückt zunehmend in den Fokus präventivmedizinischer Forschung. Vor diesem Hintergrund wird Kreatin-Monohydrat aktuell verstärkt über die klassische Sporternährung hinaus diskutiert. Neue Studiendaten deuten darauf hin, dass Kreatin neben Muskelkraft und körperlicher Funktion auch mit inflammatorischen, oxidativen und zerebralen Prozessen in Verbindung stehen könnte.</span> </strong></p>
<p><span class="fontstyle0">Mit dem demografischen Wandel rückt zunehmend die Frage in den Fokus, wie sich körperliche und geistige Leistungsfähigkeit bis ins hohe Alter erhalten lassen. Im Zentrum aktueller Präventionsansätze steht dabei nicht allein die Lebensdauer, sondern vor allem die sogenannte „Healthspan“ — also die Zahl gesunder, selbstbestimmter Lebensjahre.</span></p>
<p><span class="fontstyle0">Vor diesem Hintergrund gewinnt Kreatin-Monohydrat derzeit neue wissenschaftliche Aufmerksamkeit. Kreatin spielt eine zentrale Rolle im zellulären Energiestoffwechsel — insbesondere in Geweben mit hohem Energiebedarf wie Skelettmuskel und Gehirn. Während die Evidenz zu Muskelkraft und körperlicher Leistungsfähigkeit seit Jahren gut belegt ist, (3)</span><span class="fontstyle0"> </span><span class="fontstyle0">deuten aktuelle Arbeiten darauf hin, dass Kreatin darüber hinaus auch für inflammatorische Prozesse, oxidativen Stress und die kognitive Belastbarkeit relevant sein<br />
könnte</span><span class="fontstyle0">. (1, 2)</span></p>
<p><span class="fontstyle2"><strong>Kreatin und Healthy Aging: Neue Daten aus einem RCT</strong><br />
</span><span class="fontstyle0">Eine aktuelle randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie von Fernandez Garrido et al. untersuchte 103 Erwachsene im Durchschnittsalter von 68,2 Jahren über 16 Wochen. (1) Die Teilnehmenden absolvierten entweder ein Elastikband-Krafttraining oder Wassertraining — jeweils mit oder ohne tägliche Supplementierung von 3 g Kreatin Monohydrat.</span></p>
<p><span class="fontstyle0">Neben körperlicher Funktion und Muskelkraft wurden auch Biomarker der systemischen Inflammation und des oxidativen Stresses analysiert. Beide Trainingsgruppen verbesserten sich im Verlauf der Studie in mehreren Parametern. In Kombination mit Kreatin fielen einzelne Effekte stärker aus, insbesondere bei IL-6, TNF-α und der antioxidativen Kapazität. Auch unter Kreatin ohne begleitendes Training zeigten sich Verbesserungen bei einzelnen Markern des oxidativen Stresses und TNF-α. Die Verträglichkeit war gut; kreatinbedingte Nebenwirkungen wurden nicht berichtet. (1)</span></p>
<p><span class="fontstyle0">Die Autoren schlussfolgern, dass Kreatin trainingsinduzierte Adaptationen in den Bereichen Muskelkraft, antioxidative Kapazität und Entzündungsregulation ergänzen kann. Die beobachteten Veränderungen inflammatorischer Marker sprechen zudem für eine mögliche Relevanz im Kontext altersassoziierter Entzündungsprozesse.</span></p>
<p><span class="fontstyle2"><strong>Kreatin und Gehirnenergie</strong><br />
</span><span class="fontstyle0">Ergänzend liefert eine aktuelle placebokontrollierte Crossover-Studie von Gordji-Nejad et al. neue Hinweise auf mögliche zerebrale Effekte von Kreatin. (2)</span><span class="fontstyle0"> </span><span class="fontstyle0">In der Studie erhielten 15 gesunde Erwachsene während partiellen Schlafentzugs eine einmalige hochdosierte Gabe von Kreatin oder Placebo. Anschließend wurden mittels Magnetresonanzspektroskopie Veränderungen zerebraler Hochenergiephosphate sowie kognitive Parameter untersucht.</span></p>
<p><span class="fontstyle0">Unter Kreatin fielen die schlafentzugsbedingten Einbußen bei Gedächtnisleistung und Reaktionsgeschwindigkeit geringer aus. Zusätzlich zeigte sich ein messbarer Anstieg zerebraler Kreatinmarker im linken medialen Parietallappen. Die Autoren diskutieren, dass erhöhter neuronaler Energiebedarf kurzfristig mit einer gesteigerten zerebralen Kreatinaufnahme einhergehen könnte. Aufgrund der kleinen Stichprobe und der jungen<br />
Studienpopulation ist die Übertragbarkeit auf ältere Menschen derzeit jedoch noch offen. (2)</span></p>
<p><span class="fontstyle2"><strong>Kreatin jenseits des Muskelaufbaus</strong><br />
</span><span class="fontstyle0">Die robusteste Evidenz für Kreatin-Monohydrat liegt weiterhin im Bereich Muskelkraft, Körperzusammensetzung und körperliche Funktion — insbesondere in Kombination mit Krafttraining. (</span><span class="fontstyle0">3) </span><span class="fontstyle0">Gleichzeitig rücken zunehmend auch inflammatorische, oxidative und zerebrale Prozesse in den Fokus der Forschung. (1, 2) Damit erweitert sich die wissenschaftliche Diskussion über Kreatin zunehmend über die klassische Sporternährung hinaus. Gleichzeitig gilt: Die Datenlage zu kognitiven und inflammatorischen Effekten<br />
entwickelt sich dynamisch, ist aber noch nicht abschließend bewertet.</span></p>
<p><strong><span class="fontstyle2">Creavitalis</span><span class="fontstyle2">®</span><span class="fontstyle2">: Kreatin-Monohydrat aus deutscher Produktion</span></strong><br />
<span class="fontstyle0">Creavitalis</span><span class="fontstyle0">® </span><span class="fontstyle0">ist ein Kreatin-Monohydrat der Alzchem Trostberg GmbH, das vollständig in Deutschland hergestellt wird – einschließlich aller Ausgangsstoffe. Es ist geschmacksneutral und vielseitig einsetzbar in Nahrungsergänzungsmitteln und funktionellen Lebensmitteln.</span></p>
<p><span class="fontstyle0"><br />
</span><em><span class="fontstyle2">Quellen<br />
</span><span class="fontstyle0">1. Fernandez-Garrido J et al. Effects of high-load, velocity-intentional variable resistance training combined with creatine supplementation on neuroplasticity, oxidative stress, inflammation, physical function, cognitive performance and quality of life in older adults: A randomized, double-blind, placebo-controlled trial. Exp Gerontol. 2026.<br />
2. Gordji-Nejad A et al. Single-Dose Creatine Reduces Sleep Deprivation-Induced Deterioration in Cognitive Performance. Nutrients. 2026;18(8):1192.<br />
3. Chilibeck PD et al. Effect of creatine supplementation during resistance training on lean tissue mass and muscular strength in older adults: a meta-analysis. Open Access J Sports Med. 2017;8:213–226.</span></em></p>
<p><span class="fontstyle0"><br />
</span><span class="fontstyle2">Hinweis: </span><span class="fontstyle0">Alzchem stellte in der Studie von Fernandez-Garrido et al. das Kreatinpräparat bereit und übernahm die Open-Access-Publikationsgebühr, war jedoch nicht an Studiendesign, Datenerhebung, Datenauswertung oder Publikationsentscheidung beteiligt. Alle zitierten Studien wurden unabhängig durchgeführt und in peer-reviewten Fachzeitschriften publiziert.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span class="fontstyle0">Mehr Informationen finden Sie unter </span><a href="http://www.creavitalis.de"><span class="fontstyle0">www.creavitalis.de</span> </a></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Gezieltes Trainkmanagement</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/ernaehrung/22704/hydratation-50/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Uwe Schröder&nbsp;,&nbsp;Verena Hesse]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Jul 2026 08:00:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[02/26]]></category>
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					<description><![CDATA[Im höheren Lebensalter ist körperliche Aktivität ein zentraler Baustein für Prävention und Lebensqualität. Dies gilt für gesundheitsorientiert aktive Best Ager ebenso wie für leistungsorientierte Masters. Die aktuellen WHO-Leitlinien betonen hier [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Im höheren Lebensalter ist körperliche Aktivität ein zentraler Baustein für Prävention und Lebensqualität. Dies gilt für gesundheitsorientiert aktive Best Ager ebenso wie für leistungsorientierte Masters. Die aktuellen WHO-Leitlinien betonen hier muskelkräftigende und<br />
funktionell ausgerichtete Aktivitäten [18].<span class="Apple-converted-space"> </span></b></p>
<p>Da mit zunehmendem Alter der Erhalt von Skelettmuskelmasse, neuromuskulärer Funktion und Knochenintegrität an Bedeutung gewinnt und sich zugleich die Wasser- und Thermoregulation verändern, ist ein angepasstes Trinkmana­gement von besonderer Relevanz [14 – 16, 18].<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<h2><b>Veränderte Hydratation im höheren Lebensalter</b></h2>
<p>Im Alter nehmen sowohl das Gesamtkörperwasser als auch der tägliche Wasserumsatz ab. Letzterer liegt im letzten Lebensdrittel im Mittel um rund 700 ml pro Tag niedriger als mit 30 Jahren.<br />
Zugleich können das Durstempfinden, die renale Konzentrationsfähigkeit sowie die Wahrnehmung von Veränderungen der Osmolalität und des Blutvolumens nachlassen [7, 8, 13]. Neuere Studien legen zudem nahe, dass eine chronisch niedrige Basiswasseraufnahme mit einer erhöhten Stressreaktivität und ungünstigeren Belastungs- und Regenerationsreaktionen assoziiert sein kann. Für Masters erscheint es deshalb sinnvoll, im Trinkmanagement zwischen der täglichen Basiszufuhr und dem belastungsbezogenen Trinken zu unterscheiden und beide Größen tagesaktuell zu berücksichtigen.</p>
<p>Daher ist die im Kontext der Sporternährung allgemein anerkannte Empfehlung des Trinkens nach Durst nicht pauschal auf aktive Best Ager übertragbar. In einer Studie mit männlichen Padelspielern über 65 Jahren erschienen viele Teilnehmer bereits suboptimal hydriert zum Training. Ihre durchschnittliche Trinkmenge während einer 90-minü­tigen Einheit lag mit rund 600 ml pro Stunde zwar im Bereich gängiger Empfehlungen, dennoch deuteten Urinparameter nach der Belastung auf eine ­Dehydratation hin [8]. Deshalb zielen zeitgemäße Hydratationsstrategien auf einen euhydrierten Belastungsbeginn ab und begrenzen Körpermassenver­luste während der Aktivität auf 2 %. Aber auch eine Gewichtszunahme während des Sports ist zu vermeiden, da sie als klinisch relevantes Warnsignal einer potenziellen belastungsassoziierten Verdünnungshyponatriämie zu werten ist [1, 2, 6, 11, 12]. Besonders ältere, oft langsamere Sporttreibende können vulnerabler sein, weil sie mehr Gelegenheit zum Trinken haben. Für aktive Best Ager folgt daraus, dass rund um den Sport nicht möglichst viel, sondern nur so viel wie erforderlich getrunken werden sollte.</p>
<h2><b>Mineralstoffprofil beachten</b></h2>
<p>Wenn der Energiebedarf mit zunehmendem Lebensalter sinkt und die Bedeutung muskel- und knochenbezogener Mikronährstoffe steigt, gewinnt die Relation von Nährstoffdichte zu Energiedichte an Gewicht. Ein calcium-, mag­nesium- und hydrogencarbonatreiches Mineralwasser ist deshalb besonders interessant, weil es Rehydratation, Kalorienfreiheit und Mineralstoffzufuhr verbindet. Für Magnesium zeigen systematische Reviews konsistente positive Assoziationen mit Muskelmasse und -kraft sowie einer geringeren Prävalenz sarkopenierelevanter Veränderungen [14, 16, 17]. Zudem konnte eine zusätzliche Magnesiumaufnahme in einer randomisierten Intervention die körperliche Leistungsfähigkeit älterer Menschen verbessern [17]. Da Magnesium an zahlreichen ATP-abhängigen Prozessen beteiligt ist und für Muskelkontraktion und -relaxation sowie den muskulären Energiestoffwechsel eine zentrale Rolle spielt, ist es im höheren Lebensalter als funktionell bedeutsamer Muskelmineralstoff einzuordnen [14, 16, 17]. Auch Calcium ist für die neuromuskuläre Signalübertragung und den Knochenmetabolismus von zentraler Bedeutung, sodass eine bedarfsgerechte Calciumversorgung wesentlich für eine knochengesundheitsorientierte Ernährungsstrategie ist [1, 10, 15]. Für Best Ager mit sinkendem Energiebedarf, geringer Milchproduktezufuhr oder dem Wunsch nach einer kalorienfreien Getränkewahl kann ein calciumreiches Mineralwasser daher einen relevanten Beitrag leisten. Rund um körperliche Aktivität eingesetzt, unterstützt ein calcium- und magnesiumreiches Mineralwasser den Ausgleich von Wasserverlusten und zugleich die Zufuhr dieser für die neuromuskulären und knochenmetabolischen Prozesse bedeutsamen Mineralstoffe [1, 10, 15].</p>
<p>Ein Alleinstellungsmerkmal einiger ­Mineralwässer ist darüber hinaus ihr hoher Hydrogencarbonatgehalt. Interventionsstudien zeigen, dass hydrogencarbonatreiches Mineralwasser den Urin-pH-Wert erhöhen, die Netto-Säure­ausscheidung senken und die systemische Pufferung beeinflussen kann. Zudem werden geringere Calciumverluste im Urin und niedrigere Marker der Knochenresorption diskutiert. Für aktive Best Ager ist dies bedeutsam, weil westliche Ernährungsweisen häufig mit einer positiven Säurelast einhergehen. In einer Studie an 120 perimenopausalen Frauen konnten bei sechsmonatiger Aufnahme von zwei Litern eines bicarbonat- und calciumhaltigen Mineralwassers Marker des Calciumstoffwechsels günstig beeinflusst und die Knochenintegrität unterstützt werden. Vereinzelt wurden auch Vorteile bei der Laktat-Clearance während hochintensiver Leistungsformen beschrieben [3, 4, 9, 10].</p>
<h2><b>Trinkpraxis für aktive Best Ager und Masters<span class="Apple-converted-space"> </span></b></h2>
<p>Aktive Best Ager sollten Belastungen möglichst euhydriert beginnen und sich dabei nicht allein auf den präexercise-Durst verlassen. In den letzten zwei bis vier Stunden vor der Aktivität sind insgesamt etwa 350 bis 500 ml Getränk ein praxisnaher Orientierungswert. Für Aktivitäten von mehr als 60 Minuten erscheinen etwa 400 bis 800 ml pro Stunde als sinnvoller Bereich. Nach dem Sport ist das entstandene Defizit in den folgenden Stunden gezielt mit ca. 130 % der individuellen Schweißverluste sukzessive auszugleichen. In Alltag, Training und Regeneration stellt ein calcium-, magnesium- und hydrogencarbonatreiches Mineralwasser wie z. B. Rosbacher Mineralwasser für aktive Best Ager und Master-Athleten eine gut vermittelbare Standardoption dar, da es Hydratation, Kalorienfreiheit und einen positiven Deckungsbeitrag zur Mineralstoffversorgung verbindet [1, 10 – 12].</p>
<h2><b>Fazit: gezieltes Trinken unterstützt nachhaltig</b></h2>
<p>Für aktive Best Ager und Master-Athleten zählt beim Trinken nicht das Mehr, sondern das Passende. Ein mineralstoffreiches Mineralwasser ist dabei ein alltagstauglicher, energiefreier und ernährungsphysiologisch sinnvoller Baustein, um gesundheits- wie leistungsorientierte körperliche Aktivität in der zweiten Lebenshälfte effektiv zu unterstützen.</p>
<p style="font-weight: 400;">Literatur</p>
<ol>
<li>Armstrong, L. (2021). Rehydration during Endurance Exercise: Challenges, Research, Options, Methods. <em>Nutrients</em>, 13. <a href="https://doi.org/10.3390/nu13030887">https://doi.org/10.3390/nu13030887</a></li>
<li>Armstrong, L., Stearns, R., Huggins, R., Sekiguchi, Y., Mershon, A., &amp; Casa, D. (2025). Reference Values for Hydration Biomarkers: Optimizing Athletic Performance and Recovery. <em>Open Access Journal of Sports Medicine</em>, 16, 31 &#8211; 50. <a href="https://doi.org/10.2147/oajsm.s508656">https://doi.org/10.2147/oajsm.s508656</a></li>
<li>Chiron, F., Erblang, M., Gulören, B., Bredariol, F., Hamri, I., Léger, D., Hanon, C., Tiollier, E., &amp; Thomas, C. (2024). Exploring the Influence of Acid-Base Status on Athletic Performance during Simulated Three-Day 400 m Race. <em>Nutrients</em>, 16. <a href="https://doi.org/10.3390/nu16131987">https://doi.org/10.3390/nu16131987</a></li>
<li>Chiron, F., Thomas, C., Bardin, J., Mullie, F., Bennett, S., Chéradame, J., Caliz, L., Hanon, C., &amp; Tiollier, E. (2024). Influence of Ingestion of Bicarbonate-Rich Water Combined with an Alkalizing or Acidizing Diet on Acid-Base Balance and Anaerobic Performance. <em>Journal of Human Kinetics</em>, 93, 105 &#8211; 117. <a href="https://doi.org/10.5114/jhk/182986">https://doi.org/10.5114/jhk/182986</a></li>
<li>Deshayes, T., Mornas, A., Sardar, S., &amp; Gagnon, D. (2025). Effect of Age on Fluid Replacement during Heat Exposure – The Human Heat Stress Project. <em>Physiology</em>. <a href="https://doi.org/10.1152/physiol.2025.40.s1.0164">https://doi.org/10.1152/physiol.2025.40.s1.0164</a></li>
<li>Kenefick, R. (2018). Drinking Strategies: Planned Drinking Versus Drinking to Thirst. <em>Sports Medicine (Auckland, N.z.)</em>, 48, 31 &#8211; 37. <a href="https://doi.org/10.1007/s40279-017-0844-6">https://doi.org/10.1007/s40279-017-0844-6</a></li>
<li>Li, S., Xiao, X., &amp; Zhang, X. (2023). Hydration Status in Older Adults: Current Knowledge and Future Challenges. <em>Nutrients</em>, 15. <a href="https://doi.org/10.3390/nu15112609">https://doi.org/10.3390/nu15112609</a></li>
<li>Lopes, A., Campos, M., Rosado, F., Rama, L., Ribeiro, A., Martinho, D., Teixeira, A., &amp; Massart, A. (2024). Analysis of Hydration Habits Before and During a Specific Training Session in Male Padel Athletes Aged over 65: Physiological and Psychological Implications. <em>Nutrients</em>, 16. <a href="https://doi.org/10.3390/nu16203513">https://doi.org/10.3390/nu16203513</a></li>
<li>Mansouri, K., Hanh, T., &amp; Hahn, A. (2025). Hydration Meets Regulation: Insights into Bicarbonate Mineral Water and Acid–Base Balance. <em>Nutrients</em>, 17. <a href="https://doi.org/10.3390/nu17142291">https://doi.org/10.3390/nu17142291</a></li>
<li>Marino, C., Pagano, I., Castaldo, G., Grimaldi, M., D’Elia, M., Santoro, A., Conte, A., Molettieri, P., Parisella, C., Buonocore, M., D’Ursi, A., &amp; Rastrelli, L. (2023). Supplementing Low-Sodium Bicarbonate–Calcic (Lete)® Water: Effects in Women on Bone and Systemic Metabolism. <em>Metabolites</em>, 13. <a href="https://doi.org/10.3390/metabo13111109">https://doi.org/10.3390/metabo13111109</a></li>
<li>Maughan, R., &amp; Shirreffs, S. (2010). Dehydration and rehydration in competative sport. <em>Scandinavian Journal of Medicine &amp; Science in Sports</em>, 20. <a href="https://doi.org/10.1111/j.1600-0838.2010.01207.x">https://doi.org/10.1111/j.1600-0838.2010.01207.x</a></li>
<li>McDermott, P., Atc, S., Armstrong, P., Casa, A., Cheuvront, P., Ms, A., Kenney, P., O’Connor, M., &amp; Roberts, M. (2017). National Athletic Trainers&#8216; Association Position Statement: Fluid Replacement for the Physically Active.. <em>Journal of athletic training</em>, 52 9, 877-895. <a href="https://doi.org/10.4085/1062-6050-52.9.02">https://doi.org/10.4085/1062-6050-52.9.02</a></li>
<li>Pence, J., Davis, A., Allen-Gregory, E., &amp; Bloomer, R. (2025). Hydration Strategies in Older Adults. <em>Nutrients</em>, 17. <a href="https://doi.org/10.3390/nu17142256">https://doi.org/10.3390/nu17142256</a></li>
<li>Souza, A., Vasconcelos, A., Dias, D., Komoni, G., &amp; Name, J. (2023). The Integral Role of Magnesium in Muscle Integrity and Aging: A Comprehensive Review. <em>Nutrients</em>, 15. <a href="https://doi.org/10.3390/nu15245127">https://doi.org/10.3390/nu15245127</a></li>
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<li>Van Dronkelaar, C., Fultinga, M., Hummel, M., Kruizenga, H., Weijs, P., &amp; Tieland, M. (2023). Minerals and Sarcopenia in Older Adults: An Updated Systematic Review.. <em>Journal of the American Medical Directors Association</em>.<a href="https://doi.org/10.1016/j.jamda.2023.05.017">https://doi.org/10.1016/j.jamda.2023.05.017</a></li>
<li>Van Dronkelaar, C., Van Velzen, A., Abdelrazek, M., Van Der Steen, A., Weijs, P., &amp; Tieland, M. (2017). Minerals and Sarcopenia; The Role of Calcium, Iron, Magnesium, Phosphorus, Potassium, Selenium, Sodium, and Zinc on Muscle Mass, Muscle Strength, and Physical Performance in Older Adults: A Systematic Review.. <em>Journal of the American Medical Directors Association</em>, 19 1, 6-11.e3. <a href="https://doi.org/10.1016/j.jamda.2017.05.026">https://doi.org/10.1016/j.jamda.2017.05.026</a></li>
<li>World Health Organization. (2020). WHO guidelines on physical activity and sedentary behaviour. World Health Organization. https://apps.who.int/iris/handle/10665/336656</li>
<li>Yates, B., Yates, B., Ellis, L., Butts, C., McDermott, B., Williamson, K., &amp; Armstrong, L. (2017). Factors Associated with Pre-Event Hydration Status and Drinking Behavior of Middle-Aged Cyclists. <em>The Journal of Nutrition, Health &amp; Aging</em>, 22, 335 &#8211; 340. <a href="https://doi.org/10.1007/s12603-017-0927-y">https://doi.org/10.1007/s12603-017-0927-y</a></li>
</ol>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Extreme Sarkopenie</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/22687/extreme-sarkopenie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jörg Pfeffer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Jul 2026 08:00:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[02/26]]></category>
		<category><![CDATA[INSUMED]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://sportaerztezeitung.com/?p=22687</guid>

					<description><![CDATA[Anamnese: Ein 83-jähriger Patient mit PEG-Versorgung (Perkutane Endoskopische Gastrostomie) nach 7-monatiger Krankenhausbehandlung wurde bei Problemen mit der Sondennahrung und erkennbarem, deutlichem Untergewicht vorgestellt. Der Patient erlitt im Mai 2024 auf [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Anamnese: Ein 83-jähriger Patient mit PEG-Versorgung (Perkutane Endoskopische Gastrostomie) nach 7-monatiger Krankenhausbehandlung wurde bei Problemen mit der Sondennahrung und erkennbarem, deutlichem Untergewicht vorgestellt. Der Patient erlitt<br />
im Mai 2024 auf einem Kreuzfahrtschiff eine schwere Urosepsis und wurde daraufhin in Italien von Bord in ein Krankenhaus gebracht.<span class="Apple-converted-space"> </span></b></p>
<p>Da sich der Gesundheitszustand rapide verschlechterte, wurde er in ein künstliches Koma gelegt. Für den luftgebundenen Rücktransport nach Deutschland und der bestehenden Ateminsuffizienz wurde der Patient tracheostomiert und beatmet rückverlegt. Nach Entwöhnung von der Beatmung bestand bei ihm eine deutliche Schluckstörung, sodass man sich in der Klinik für die Anlage einer PEG-Sonde entschied. Nach mehreren Komplikationen während des mehrmonatigen stationären Aufenthalts wurde der Patient im Dezember 2024 schließlich untergewichtig, sarkopenisch, mit massiven Spastiken in den Armen und Beinen, inliegendem Tracheostoma und weiterhin bestehender Schluckstörung übergangsweise in eine stationäre Pflege­einrichtung verbracht. Dort entwickelte er unter hochkalorischer Fresubingabe massive Diarrhoen, die zu einem weiteren Gewichtsverlust führten.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Der Patient wurde mir durch die Angehörigen im Januar 2025 zur Ernährungstherapie vorgestellt. Er war zwischenzeitlich mobilisiert und konnte stundenweise im Rollstuhl sitzen. Die häusliche Versorgung erfolgte durch einen 24-Stunden Intensivpflegedienst. Logopädie, Ergo- sowie Physiotherapie erfolgten mehrmals wöchentlich. Eine genaue Gewichtsangabe konnte nicht eruiert werden, da der Patient zuletzt in Italien gewogen wurde. Da keine objektiven Daten zu Gewicht, Muskelmasse und dem Flüssigkeitshaushalt vorlagen, wurde eine Diagnostik auf Sarkopenie durchgeführt. Die Auswertung des SARC-F-Fragebogens ergab einen Wert von 6 Punkten und somit ein positives Screening auf Sarkopenie. Eine Muskelkraftmessung konnte aufgrund der Spastiken in den Händen nicht durchgeführt werden. Bei positivem Befund mittels SARC-F-Fragebogens wird die Durchführung einer <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/4842/bioelektrische-impedanzanalyse/">Bioelektrischen Impedanzanalyse (BIA)</a> als weitere Diagnostik zur Bestätigung der Sarkopenie [1] sowie von den ESPEN Guidelines als Diagnostik und Monitoring bei Mangelernährung und bei Patienten mit Ernährung über PEG-Sonden [2, 3] klar empfohlen. Hierbei lässt sich die Körperzusammensetzung bestimmen, insbesondere die Muskelmasse und das Körperwasser bzw. dessen (intra- und extrazelluläre) Verteilung.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Die durchgeführte BIA wurde im Liegen durchgeführt, die Gewichtsmessung erfolgte mit einer Sitzwaage. Das Gewicht lag bei 48,9 kg bei einer Körpergröße von 163 cm, der BMI somit bei 18,3 kg/m². Die errechnete Skelettmuskelmasse lag gesamt bei 8,9 kg, was lediglich 18 % des Körpergewichts ausmachte. Eine Sarkopenie war somit bestätigt. Die tägliche Flüssigkeitszufuhr lag bei 3,5 l – womöglich durch eine übermäßige Flüssigkeitsgabe durch den Pflegedienst und dem nicht berücksichtigten Wasseranteil bei der zugeführten Sondennahrung – bei einer bestehenden Niereninsuffizienz Grad 2 – 3 und einem in der BIA-Messung sichtbar deutlich erhöhten Anteil an extrazellulärem Wasser.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<h2><b>Therapie</b></h2>
<p>Als Ergebnis der Messung wurden folgende Maßnahmen (targeted nutrition &amp; Physiotherapie) in Absprache mit dem Patienten und seinen Angehörigen ergriffen:<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Aufgrund der massiven Diarrhoen erfolgte zunächst die Umstellung von Fresubin auf eine normalkalorische Sondenkost (Fa. Hipp) sowie eine Reduktion der Flüssigkeitszufuhr auf ca. 2,5 l pro Tag unter Berücksichtigung des Wasseranteils in der Sondenkost. Da sich die Diarrhoen unter dieser Kost zurückbildeten, stellten wir den Patienten bei sehr guter Verträglichkeit langsam auf hochkalorische Sondenkost derselben Firma um. Parallel wurde dem Patienten ein Eiweißpräparat (INSUMED Bestform) über die PEG verabreicht. Anfangs 20 g pro Tag in aufgeteilten Einzelgaben zur Sondenkost, mit Steigerung bei guter bis sehr guter Verträglichkeit auf 40 g pro Tag. Die zusätzliche Proteingabe war aufgrund der Schwere der Erkrankung, des Untergewichts und der bestehenden Sarkopenie zusätzlich angezeigt, da in solchen Fällen der Gesamtbedarf an Protein von bis zu 2,0 g /kg Körpergewicht / Tag empfohlen wird [4]. Bei diesem Patienten wären das knapp 100 g proTag allein für das bestehende Gewicht. Da jedoch eine Gewichts- bzw. Muskelzunahme angestrebt werden musste, wurde dementsprechend mit einem Zielgewicht deutlich über dem derzeitigen Körpergewicht von 48,9 kg gerechnet, jedoch mit o. g. Steigerung der Zugabe. Das zusätzliche Protein wurde außerdem zur Unterstützung der begonnenen Physiotherapie benötigt. Allerdings musste bei bestehender Niereninsuffizienz eine engmaschige Laborkontrolle durchgeführt werden, obwohl eine Proteingabe bei dieser Erkrankung nicht grundsätzlich ausgeschlossen ist [5]. Einer größeren Bedeutung sollte hierbei einerseits der Aminosäure L-Leucin beikommen, die besonders wichtig für die Aktivierung von mTOR und somit für die Proteinsynthese ist [6, 7]. Andererseits der Aminosäure L-Glutamin, welche eine wesentliche Energiequelle für Immun- und Darmzellen und insofern mitentscheidend für das Immunsystem und die Darmfunktion ist [8, 9]. Da die Muskulatur als großes Stoffwechselorgan gilt [10] und wesentlichen Einfluss auf das Immunsystem hat [11], sie bei diesem Patienten jedoch massiv reduziert war und er außerdem zuvor an einer Verdauungsstörung litt, nehmen die beiden genannten Aminosäuren eine zentrale Funktion ein. Letztlich sind alle anderen Aminosäuren nicht weniger bedeutsam für den Körper, weshalb für eine optimale Muskelversorgung idealerweise auf ein umfangreiches und ausgewogenes Aminosäureprofil geachtet werden sollte, was bestenfalls laborchemisch zuvor überprüft wird.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Nach sechs Wochen wurde zur Kon­trolle erneut eine BIA-Messung durchgeführt. Hierbei zeigten sich bereits verbesserte Werte. Der Patient hatte ca. 4 kg Gewicht zugenommen, davon 1,1 kg Muskelmasse und der Gesamtkörperwasseranteil hatte sich reduziert. Der Physiotherapeut konnte bei der wöchentlichen Therapie subjektiv einen Kraftzuwachs sowie eine verbesserte Funktionalität der Muskulatur feststellen. Die Sarkopenie wurde langsam rückläufig. Die Physiotherapie bestand anfänglich aus regelmäßigem Durchbewegen und Detonisieren der Muskulatur, um die Kontrakturen zu verbessern und neuen Kontrakturen vorzubeugen. Zusätzlich wurden Bewegungserfahrungen aus der Vergangenheit des Patienten vor der Erkrankung erarbeitet und mit explosiven Bewegungserfahrungen gepaart und angeleitet. Jede Bewegung wurde schneller ausgeführt. Ziel war es, den Rhythmus einer Beugung in den Armen und Beinen zu verdoppeln. Bei den Armen, die stark kontrahiert waren und denen die Bewe­gungen schwerfielen, wurden 12 Wiederholungen als Ziel durchgeführt. Sobald die Bewegungen kräftiger und die Gelenke beweglicher wurden, galt es, 50 – 100 Wiederholungen zu bewältigen. Nach sechs Monaten hatte der Patient dieses Ziel erreicht. Zusätzlich wurden Propriozeptionstraining und exzentrische Belastungen durchgeführt, die ebenfalls zu einer Verbesserung der Kraft und Beweglichkeit des Patienten führten. <span class="Apple-converted-space">   </span></p>
<h2><b>Ergebnis</b></h2>
<p>Die Eiweißgabe über die PEG erfolgte über 12 Monate ohne jegliche Komplikationen und wurde vom Patienten sehr gut toleriert. Die hoch- und normalkalorische Kostform konnte nach 10 Monaten abgesetzt werden, da der Patient wieder in der Lage war, selbständig Nahrung und Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Nach weiteren 5 Monaten zusätzlicher Eiweißgabe und dreimaliger Physiotherapie pro Woche hat er eine Gewichtszunahme von ca. 14 kg erreicht. Der BMI liegt bei 23,2 kg/m². Die errechnete Muskelmasse konnte im selben Beobachtungs- und Messzeitraum um ca. 4 kg gesteigert werden. Vor allem die Spastiken in den Händen und Beinen haben sich deutlich gebessert. Unter regelmäßigen Laborkontrollen – insb. der Nieren- und Eiweißwerte – zeigen sich bis heute keine Auffälligkeiten, der Sarkopenie und dem Untergewicht konnte somit erfolgreich entgegengetreten werden. Festzuhalten bleibt, dass die zusätzliche Eiweißgabe über eine PEG in dem vorliegenden Fall gut funktionierte, keinerlei Komplikationen darstellte und in Kombination mit hochkalorischer/normalkalorischer Kost zu einer deutlichen Besserung des Untergewichts und der Sarkopenie geführt hat. Die dreimal wöchentlich durch­geführte Physiotherapie trug maßgeblich zum Muskelaufbau und dem Abbau der Spastiken bei. Die Eiweißgabe wird aktuell mit 20 g pro Tag als Erhaltungsdosis fortgeführt, um die Muskelmasse unterstützend weiter aufzubauen bzw. zu erhalten. Eine BIA wird alle vier ­Wochen in Kombination mit Laborkontrollen insb. der Nierenwerte, des Serum­albumins und des Transthyretins durchgeführt. Alle acht Wochen werden die oben beschriebenen Aminosäuren laborchemisch kontrolliert. Auch hier zeigten sich deutliche Verbesserungen nach Gabe der Protein-Nahrungsergänzung. Nach also nunmehr 17 Monaten intensiver Therapie und Eiweißgabe hat der Patient ungefähr sein Gewicht von ca. 63 kg von vor der Erkrankung wieder erreicht.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<h2><b>Fazit</b></h2>
<p>Auch schwerkranke, bettlägerige, sarkopenische und mit einer PEG-Sonde versorgte Patienten profitieren von einer zusätzlichen Eiweißgabe in Kombination mit einer intensiven Physiotherapie. Die Versorgung mit zusätzlichem, hochwertigem Eiweiß über eine PEG-Sonde stellt grundsätzlich kein Ausschlusskriterium dar, sofern der Patient engmaschig kontrolliert wird. <span class="Apple-converted-space">     </span></p>
<p style="font-weight: 400;">Literatur</p>
<p style="font-weight: 400;">[1] Schaupp, A., et al. Diagnostisches und therapeutisches Vorgehen bei Sarkopenie. <em>Z Gerontol Geriat</em><em>.</em> 54, 717–724 (2021).</p>
<p style="font-weight: 400;">[2] Cederholm T., et al. GLIM criteria for the diagnosis of malnutritione A consensus report from the global clinical nutrition community. <em>Clinical Nutrition</em> (2018).</p>
<p style="font-weight: 400;">[3] Bischoff, S.C., et al. ESPEN practical guideline: Home enteral nutrition. <em>Clinical Nutrition</em> (2022).</p>
<p>[4] Bauer, J., et al. Evidence-Based Recommendations for Optimal Dietary Protein Intake in Older People: A Position Paper From the PROT-AGE Study Group. <em>Journal of the American Medical Directors Association</em>(2013).</p>
<p>[5] Carballo-Casla, A., et al. Protein Intake and Mortality in Older Adults With Chronic Kidney Disease. <em>JAMA Network Open. </em>7;(8):e2426577 (2024).</p>
<p>[6] Layne, N. &amp; Donald, L. Leucine Regulates Translation Initiation of Protein Synthesis in Skeletal Muscle after Exercise. <em>The Journal of Nutrition. </em>136(2), 533-537 (2006).</p>
<p>[7] Bauer, M., et al. Effects of a vitamin D and leucine-enriched whey protein nutritional supplement on measures of sarcopenia in older adults, the PROVIDE study: a randomized, double-blind, placebo-controlled trial. <em>Journal of the American Medical Directors Associatio. </em>16(9), 740-7 (2015).</p>
<p>[8] Li, P., et al. Amino acids and immune function. <em>British Journal of Nutrition. </em>98(2), 237-252 (2007).</p>
<p>[9] RadhaKrishna, R. &amp; Samak, G. Role of Glutamine in Protection of Intestinal Epithelial Tight Junctions. <em>Journal of Epithelial Biology &amp; Pharmacology.</em> 5, 47-54 (2011).</p>
<p style="font-weight: 400;">[10] Severinsen, M.C.K. &amp; Pedersen, B.K. Muscle–Organ Crosstalk: The Emerging Roles of Myokines. <em>Endocrine Reviews.</em> 42(1), 97-99 (2021).</p>
<p>[11] Severinsen, M.C.K. &amp; Pedersen, B.K. Muscle-Organ Crosstalk: Focus on Immunometabolism. <em>Frontiers in Physiology. Striated Muscle Physiology. </em>11-20 (2020).</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Gezielte Trinknahrung</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/22589/gezielte-trinknahrung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Prof. Dr. med. Philipp Schütz]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Jun 2026 13:00:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[02/26]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://sportaerztezeitung.com/?p=22589</guid>

					<description><![CDATA[Bei älteren, hospitalisierten Patienten entscheidet die Ernährung oft mit darüber, ob sie Komplikationen entwickeln, erneut hospitalisiert werden – oder sich erholen und wieder nach Hause können. Eine neue CochraneMetaanalyse basierend [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Bei älteren, hospitalisierten Patienten entscheidet die Ernährung oft mit darüber, ob sie Komplikationen entwickeln, erneut hospitalisiert werden – oder sich erholen und wieder nach Hause können. Eine neue CochraneMetaanalyse basierend auf individuellen Patientendaten liefert hierzu ein sehr differenziertes, patientenrelevantes Bild [1].</b></p>
<h2><b>Warum dieses Thema klinisch relevant ist</b></h2>
<p>Zwischen einem Drittel und zwei Dritteln der hospitalisierten älteren Menschen sind mangelernährt oder weisen ein hohes Risiko dafür auf. Mangel­ernährung ist klar mit Komplikationen, längerer Hospitalisationsdauer, funktionellem Abbau und erhöhter Morta­lität verbunden [2]. Gleichzeitig ist diese Patientengruppe extrem heterogen und vulnerabel – standardisierte „Mehr ­essen“-Ratschläge greifen hier zu kurz. Verschiedene Studien, wie die EFFORT Studie aus der Schweiz, hatten bereits gezeigt, dass standardisierte Ernährungsstrategien die Mortalität verbessern können [3]. Es gibt aber auch widersprüchliche Evidenz zum Nutzen von verschiedenen Arten von Ernährungssupport bei älteren Patienten. Vor diesem Hintergrund stellt sich die zentrale Frage: Welche orale Ernährungsstrategie bringt im Stationsalltag tatsächlich einen klinisch messbaren Vorteil – und für wen?</p>
<h2><b>Studiendesign: Netzwerk-Metaanalyse mit individuellen Patientendaten</b></h2>
<p>Die Autorengruppe nutzte einen methodisch anspruchsvollen Ansatz: eine Netzwerk-Metaanalyse auf Basis individueller Patientendaten aus randomisierten kontrollierten Studien.</p>
<ul>
<li>Eingeschlossen wurden 21 Studien mit insgesamt über 3.000 älteren hospitalisierten Patienten,<br />
im Mittel 75 – 85 Jahre alt.</li>
<li>Alle hatten ein Risiko für oder eine gesicherte Mangelernährung und waren wegen akuter Erkrankungen stationär aufgenommen.</li>
<li>Definiert wurden kritische Endpunkte wie Mortalität, schwere unerwünschte Ereignisse und funktionelle Fähigkeiten sowie wichtige Endpunkte wie Lebensqualität, Aufenthaltsdauer, Gewicht und fettfreie Masse.</li>
<li>Primärer Zeitpunkt der Auswertung war die Entlassung aus dem Spital bzw. 30 Tage nach Randomisierung.</li>
</ul>
<p>Die Netzwerkstruktur erlaubt, verschiedene Ernährungsstrategien sowohl untereinander als auch gegenüber Standardversorgung zu vergleichen, selbst wenn einzelne Studien nie direkt zwei aktive Strategien gegeneinander getestet haben.</p>
<p>Folgende Typen oraler Interventionen wurden analysiert:</p>
<ul>
<li>zusätzliche Proteingaben</li>
<li>zusätzliche Energie-Supplements</li>
<li>klassische orale Trinknahrung (ONS)</li>
<li>individualisierte „feeding support“-Ansätze (z. B. Hilfe beim Essen, Anpassung der Konsistenz,<br />
Essumgebung)</li>
<li>umfassende individualisierte Ernährungstherapie (strukturierte Ernährungsanamnese,<span class="Apple-converted-space"> </span>Bedarfs­berechnung, Anpassung der Speisen, ONS nach Bedarf, begleitende Beratung)</li>
</ul>
<p>In der Mehrzahl der Studien wurden diese Strategien mit der üblichen Versorgung verglichen, teilweise mit Placebo.</p>
<h2><b>Zentrale Ergebnisse: Trinknahrung mit klinisch relevantem Signal</b></h2>
<p><b>Mortalität und schwere Komplikationen</b></p>
<p>Für die Gabe oraler Trinknahrung (ONS) ergab sich ein klinisch relevantes Signal:</p>
<ul>
<li>ONS können die Sterblichkeit im Vergleich zur Standardversorgung senken, mit einer relevanten absoluten Risikoreduktion.</li>
<li>ONS können zudem schwere unerwünschte Ereignisse wie Infektionen und andere<br />
Komplikationen reduzieren.</li>
</ul>
<p>Die Evidenzbasis wird von den Autoren allerdings als noch begrenzt eingestuft, sodass von einer Wahrscheinlichkeitsaussage („kann“ / „wahrscheinlich“) und nicht von einem gesicherten Effekt gesprochen wird. Im Gegensatz dazu zeigte eine umfassende individualisierte Ernährungstherapie in dieser Analyse keinen klaren Vorteil bezüglich Mortalität im Vergleich zur üblichen Versorgung. Für die meisten direkten Vergleiche zwischen den unterschiedlichen Interventionstypen bleibt die Evidenz unsicher.</p>
<h2><b>Funktion, Lebensqualität und Körperzusammensetzung</b></h2>
<ul>
<li>Für Alltagsfunktionen (Aktivitäten des täglichen Lebens) zeigte die umfassende individua­lisierte Ernährungstherapie im Vergleich zur Standardversorgung keinen oder nur einen minimalen Effekt.</li>
<li>Auch im direkten Vergleich ONS versus reine Energiesupplements ergab sich kein eindeutiger Vorteil hinsichtlich funktioneller Endpunkte.</li>
<li>Bei Lebensqualität, Aufenthaltsdauer, Gewicht und fettfreier Masse waren die Resultate heterogen; klare Rangfolgen zwischen den Strategien lassen sich derzeit nicht ableiten.</li>
</ul>
<p>Insgesamt ist die Evidenzqualität für viele dieser Endpunkte eher als niedrig einzustufen, u. a. wegen kleiner Studien, methodischer Limitationen und Hetero­genität.</p>
<h2><b>Klinische Implikationen für den Stationsalltag</b></h2>
<p>Trotz dieser Einschränkungen setzt die Arbeit wichtige Akzente für die Praxis:</p>
<ul>
<li>Trinknahrung als Baustein der Therapie: Die Daten stützen den gezielten Einsatz von ONS bei älteren, hospitalisierten Patienten mit Risiko für oder bestehender Mangelernährung, insbesondere wenn eine ausreichende Energie und Proteinaufnahme über das normale Essen allein nicht zu erwarten ist.</li>
<li>Individualisierte Ernährung bleibt wichtig – aber schwer messbar: Dass die umfassende individualisierte Ernährungstherapie keinen klaren Mortalitätsvorteil zeigt, bedeutet nicht, dass sie klinisch verzichtbar wäre. Vielmehr zeigt sich, wie schwierig funktionelle und qualitative Vorteile in heterogenen Kollektiven in Studien abzubilden sind und wie stark die Effekte von der Qualität der Implementierung abhängen.</li>
<li>„Targeted Nutrition“ in der Geriatrie: Analog zum Konzept der <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/ernaehrung/20110/targeted-nutrition/">„Targeted Nutrition“ in der Sportmedizin</a> – bei dem spezifische Nährstoffe präzise auf definierte Ziele ausgerichtet werden  – unterstreicht diese Analyse die Bedeutung einer zielgerichteten oralen Ernährungstherapie im Akutspital: ONS und andere Interventionen sollten indikationsgerecht, zeitlich begrenzt und eingebettet in ein strukturiertes geriatrischinternistisches Behandlungskonzept eingesetzt werden.</li>
<li>Forschungslücken: Deutlich wird der Bedarf an großen, methodisch robusten Studien – wie die EFFORT Studie [3] – mit klar definierten Interventionen, standardisierten patientenrelevanten Endpunkten und längeren Beobachtungszeiträumen, um insbesondere funktionelle Verläufe und Rehospitalisationen besser beurteilen zu können.</li>
</ul>
<h2><b>Fazit für Praxis und Wissenschaft</b></h2>
<p>Die Netzwerk-Metaanalyse mit individuellen Patientendaten zeigt, dass orale Trinknahrung bei älteren, hospitalisierten Patienten mit Risiko für oder bestehender Mangelernährung wahrscheinlich Mortalität und schwere Komplikationen innerhalb von 30 Tagen reduzieren kann. Andere orale Strategien, einschließlich umfassender individualisierter Ernährungstherapie, zeigen bislang keinen klaren Vorteil in Bezug auf harte Endpunkte, bleiben aber für eine ganzheitliche, patientenzentrierte Behandlung unverzichtbar. Damit liefert die Arbeit einen wichtigen Baustein für die Weiterentwicklung eines geriatrischen „Targeted Nutrition“-Konzeptes im Akutspital – mit Trinknahrung als möglicherweise wirksamem Kernmodul innerhalb eines multidisziplinären Behandlungsteams.</p>
<p style="font-weight: 400;">Literatur</p>
<p style="font-weight: 400;">[1] Kiesswetter E, Schwarzer G, Stadelmaier J, Lohner S, Grummich K, Dagnelie PC, et al. Oral nutritional interventions in hospitalised older people at nutritional risk: a network meta-analysis of individual participant data. Cochrane Database Syst Rev. 2026;3:CD015468.</p>
<p style="font-weight: 400;">[2] Schuetz P, Seres D, Lobo DN, Gomes F, Kaegi-Braun N, Stanga Z. Management of disease-related malnutrition for patients being treated in hospital. Lancet. 2021;398:1927-38.</p>
<p style="font-weight: 400;">[3] Schuetz P, Fehr R, Baechli V, Geiser M, Deiss M, Gomes F, et al. Individualised nutritional support in medical inpatients at nutritional risk: a randomised clinical trial. Lancet. 2019;393:2312-21.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Protagonist der Targeted Nutrition</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/ernaehrung/22407/protagonist-der-targeted-nutrition/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[News]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Apr 2026 12:20:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://sportaerztezeitung.com/?p=22407</guid>

					<description><![CDATA[&#8222;Classic&#8220;, &#8222;CardioBalance&#8220; und &#8222;MuscleBalance&#8220; stehen für drei gezielte PhytoShake-Kompositionen einer modernen, evidenzorientierten Ernährung. Sie kombinieren hochwertige pflanzliche Proteine, lösliche Ballaststoffe und funktionelle Inhaltsstoffe zu einem klar strukturierten Konzept. Im Zentrum [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&#8222;Classic&#8220;, &#8222;CardioBalance&#8220; und &#8222;MuscleBalance&#8220; stehen für drei gezielte <strong>PhytoShake</strong>-Kompositionen einer modernen, evidenzorientierten Ernährung. Sie kombinieren hochwertige pflanzliche Proteine, lösliche Ballaststoffe und funktionelle Inhaltsstoffe zu einem klar strukturierten Konzept.</p>
<p>Im Zentrum steht eine anti-entzündliche Ernährungsstrategie, die Stoffwechselbalance, Regeneration und Wohlbefinden unterstützt. <strong>PhytoShake</strong> vereint Qualität, Verträglichkeit und einen bewusst integrierten Ansatz für Prävention und Prähabilitation.</p>
<p>Mehr zum <strong>PhytoShake</strong> finden Sie in dem Artikel <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/ernaehrung/20044/phytoshake-entstehung-und-perspektiven/">Phytoshake &#8211; Entstehung und Perspektiven</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Veröffentlicht 27.04.2026</em></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Targeted Nutrition</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/ernaehrung/22404/targeted-nutrition-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[sportärztezeitung]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Apr 2026 09:13:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://sportaerztezeitung.com/?p=22404</guid>

					<description><![CDATA[„Targeted Nutrition“ ist ein praxisorientiertes Anwendungsprinzip, das etablierte Strategien wie periodisierte, individualisierte, indikationsspezifische  und zeitlich gesteuerte Ernährung in einen klinischen und sportmedizinischen Kontext integriert. &#160; Veröffentlicht: 27.04.2026]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="margin: 0cm 0cm 9.0pt 0cm;"><span style="font-size: 18.0pt; font-family: 'Times New Roman',serif;">„Targeted Nutrition“ ist ein praxisorientiertes Anwendungsprinzip, das etablierte Strategien wie periodisierte, individualisierte, indikationsspezifische  und zeitlich gesteuerte Ernährung in einen klinischen und sportmedizinischen Kontext integriert.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Veröffentlicht: 27.04.2026</em></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Cucumber Water for muscle cramps</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/22345/cucumber-water-for-muscle-cramps/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dr. med. Klaus Pöttgen]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Apr 2026 13:41:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[INT26]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://sportaerztezeitung.com/?p=22345</guid>

					<description><![CDATA[At the 2026 Australian Open, Carlos Alcaraz apparently drank cucumber water during his semifinal match against Alexander Zverev to relieve his muscle cramps. The limping tennis star won the match. [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>At the 2026 Australian Open, Carlos Alcaraz apparently drank cucumber water during his semifinal match against Alexander Zverev to relieve his muscle cramps. The limping tennis star won the match. For the same reason, ice hockey superstar Leon Draisaitl consumed mustard at the 2026 Olympics – because of the acetic acid it contains. Acetic acid is said to have a neural effect on cramps. In addition to acetic acid, pickle juice contains a relatively high amount of sodium (approx. 200 mg in 30 ml), but low amounts of magnesium and potassium.</b></p>
<p>Muscle cramps are a temporary but intense and painful involuntary contraction of the skeletal muscles that can occur in many different situations. There is evidence that some cases are related to water and salt imbalances, while others appear to be triggered by persistent abnormal spinal reflex acti­vity as a result of fatigue in the affected muscles. This has led to alternative explanations, such as the theory of neuromuscular fatigue – i.e., impaired signal transmission between the brain and muscles after prolonged exertion.</p>
<p>Studies show that dehydration has no effect on the stimulation frequency required to trigger a cramp and confirm the involvement of spinal mechanisms. However, it is questionable to what extent these models are relevant to spontaneous cramps that occur during (exercise-associated muscle cramps (EAMC)) or after exercise. It has therefore been hypothesized that cramps are caused by persistent abnormal spinal reflex acti­vity, which appears to be secondary to muscle fatigue. In particular, EAMC has been attributed to a disturbance in the sustained activity of alpha motor neurons, which is based on a dysregulation of alpha motor neurons at the spinal level. Muscle fatigue was considered to be a triggering factor, as it increases the afferent activity of the muscle spindles (type Ia and II) and simultaneously inhibits the afferent activity of the type Ib Golgi tendon organs. Indirect evidence supporting this theory comes from the observation that passive stretching of the affected muscle during a cramp can alleviate the symptoms – presumably through autogenic inhibition via the tendon organ reflex. Nevertheless, this does not explain why cramps are not an inevitable consequence of every strenuous activity, why they occur more frequently in environments with high heat stress, or why some people are affected while others are spared.</p>
<p>In the human model of electrically induced cramps, it has been reported that pickle juice effectively shortens the duration of cramps. Miller et al. found that the duration of cramps was reduced by an average of about 37 % when 1 mL of pickle juice was consumed two seconds after the onset of cramps, compared to an experiment in which water was drunk. This did not affect the intensity of the cramp. Ingesting small amounts of pickle juice had no measurable effect on plasma concentrations of sodium, potassium, magnesium, or calcium, nor on plasma osmolality or plasma volume. Since the pickle juice did not cause any changes in circulating electrolytes, the authors suggested that the shortened cramp is mediated by the activation of receptors in the oropharynx, leading to a reduced discharge rate of the alpha motor neurons that innervate the affected muscle. However, it is important to emphasize that this was not a study of EAMC, but rather cramps triggered by electrical stimulation during a maximal voluntary contraction of a small foot muscle. In a randomized study (2023) involving 82 patients with liver cirrhosis and a history of more than four muscle cramps in the previous month, 1 tablespoon of pickle juice taken at the onset of a cramp improved cramp intensity without causing any adverse side effects.</p>
<p>Literature</p>
<ol>
<li>Miller, K.C. Electrolyte and Plasma Responses After Pickle Juice, Mustard, and Deionized Water Ingestion in Dehydrated Humans. J Athl Train. 2014 May-Jun;49(3):360–367. doi: 10.4085/1062-6050-49.2.23</li>
<li>Elliot B Tapper et al. Pickle Juice Intervention for Cirrhotic Cramps Reduction: The PICCLES Randomized Controlled Trial. Am J Gastroenterol. 2022 Apr 13;117(6):895–901. doi:10.14309/ajg.0000000000001781</li>
<li>Ronald J Maughan, Susan M Shirreffs. Muscle Cramping During Exercise: Causes, Solutions, and Questions Remaining. Sports Med. 2019 Nov 6;49(Suppl 2):115–124. doi: 10.1007/s40279-019-01162-1.</li>
<li>Miller KC, Mack GW, Knight KL, et al. Reflex inhibition of electrically induced muscle cramps in hypohydrated humans. Med Sci Sports Exerc. 2010;42(5):953–961. doi: 10.1249/MSS.0b013e3181c0647e.</li>
<li>Miller KC, Mack G, Knight KL. Electrolyte and plasma changes after ingestion of pickle juice, water, and a common carbohydrate-electrolyte solution. J Athl Train. 2009;44(5):454–461. doi: 10.4085/1062-6050-44.5.454.</li>
<li>Kevin C Miller. Electrolyte and plasma responses after pickle juice, mustard, and deionized water ingestion in dehydrated humans. J Athl Train. 2014 May-Jun;49(3):360-7. doi: 10.4085/1062-6050-49.2.23. Epub 2014 Feb 12.</li>
<li>Jarett Peikert, Kevin C Miller, Jay Albrecht, Jared Tucker, James Deal. Pre-exercise ingestion of pickle juice, hypertonic saline, or water and aerobic performance and thermoregulation. Controlled Clinical Trial. J Athl Train. 2014 Mar-Apr;49(2):204-9.doi: 10.4085/1062-6050-49.2.11. Epub 2014 Feb 25.</li>
<li>McKenney, M.A.; Miller, K.C.; Deal, J.E.; Garden-Robinson, J.A.; Rhee, Y.S. Plasma and Electrolyte Changes in Exercising Humans After Ingestion of Multiple Boluses of Pickle Juice. J. Athl. Train. 2015, 50, 141–146.</li>
<li>Stephanie E Hooper Marosek, Vijay Antharam, Katayoon Dowlatshahi. Quantitative Analysis of the Acetic Acid Content in Substances Used by Athletes for the Possible Prevention and Alleviation of Exercise-Associated Muscle Cramps. J Strength Cond Res. 2020 Jun;34(6):1539-1546. doi: 10.1519/JSC.0000000000003595.</li>
</ol>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Hafer &#038; Ballaststoffe</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/ernaehrung/22045/hafer-ballaststoffe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[News]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Apr 2026 08:00:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[01/26]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://sportaerztezeitung.com/?p=22045</guid>

					<description><![CDATA[Cholesterinsenkende Wirkung von Hafer und metabolisches Syndrom In zwei parallel durchgeführten randomisierten kontrollierten Studien mit insgesamt 68 Teilnehmern mit metabolischem Syndrom zeigte eine kurzfristige, hochdosierte Haferdiät (3 Mahlzeiten á 100 g [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2><b>Cholesterinsenkende Wirkung von Hafer und metabolisches Syndrom</b></h2>
<p>In zwei parallel durchgeführten randomisierten kontrollierten Studien mit insgesamt 68 Teilnehmern mit metabolischem Syndrom zeigte eine kurzfristige, hochdosierte Haferdiät (3 Mahlzeiten á 100 g Hafer über 2 Tage) eine deutliche Erhöhung der plasmaferulasäure (FA) und Dihydroferulasäure (DHFA) Spiegel sowie eine signifikante Senkung von LDL- und Gesamtcholesterin (LDL-C um ca. 16 mg/dL, TC um ca. 15.6 mg/dL). Eine moderate sechs-wöchige Haferdiät (1 Mahlzeit á 80 g Hafer täglich) führte ebenfalls zu erhöhten Phänotypen phenolischer Metabolite, jedoch mit milderen Effekten auf Lipidwerte. Die Daten integrierten klinische Marker, globale Plasma- und Stuhlmetabolom-Profile sowie Mikrobiomdaten. Die Analysen ergaben, dass mikrobiell abgeleitete phenolische Verbindungen wesentliche Treiber des cholesterinsenkenden Effekts der Haferdiäten sind, ergänzt durch Veränderungen in der Darmmikrobiota, vor allem dem Anstieg bestimmter Bakteriengattungen wie Erysipelotrichaceae UCG-003, die mit Cholesterinsenkungen korrelierten. In vitro Experimente mit Zellen bestätigten, dass DHFA die Cholesterinaufnahme und Estersynthese verringert. Zusätzlich verändert Hafer Aminosäure- und Lipidmetabolite im Darm und Plasma. Diese Ergebnisse erweitern das Verständnis über die gesundheitlichen Wirkmechanismen von Hafer, die über die bekannte Beta-Glucan vermittelten Effekte hinausgehen und mikrobielle Phenolmetabolite einbeziehen. Die Studie unterstreicht das Potenzial von hochdosierten Haferdiäten als nachhaltige und kostengünstige Therapieoption zur Verbesserung der Lipidprofile und Behandlung von metabolischen Störungen im Zusammenhang mit Übergewicht und Adipositas.</p>
<p><i>Klümpen L, Mantri A, Philipps M, Seel W, Schlautmann L, Yaghmour MH, Wiemann V, Stoffel-Wagner B, Coenen M, Weinhold L, Hasenauer J, Fließwasser T, Burgdorf S, Thiele C, Stehle P, Simon MC. Chol</i><i>esterol-lowering effects of oats induced by microbially produced phenolic metabolites in metabolic syndrome: a rando</i><i>mized controlled trial. Nat Commun. 2026 Jan 14;17(1):598. doi: 10.1038/s41467-026-68303-9. PMID: 41535271; PMCID: PMC12808737.</i></p>
<h2><b>Ballaststoffe reduzieren Risiko für Herz-Kreislauf-­Erkrankungen, Pankreaskrebs und Divertikulose</b></h2>
<p>Die umfassende Umbrella-Review umfasst 33 Metaanalysen mit 38 Gesundheitsoutcomes von insgesamt 17.155.277 Personen. In 76 % der Studien zeigte eine höhere Ballaststoffzufuhr signifikant invers assoziierte Effekte auf Krankheitsrisiken (p &lt; 0,05). Besonders überzeugende Evidenz (Klasse I) besteht für die Senkung der kardiovaskulären Mortalität, das Risiko für Pankreaskrebs sowie Divertikulose. Weiterhin gibt es starke Hinweise (Klasse II) für eine reduzierte Gesamtmortalität, koronare Herzkrankheit und Ovarialkarzinom. Insgesamt zeigten 16 Outcomes eine eher vorschlägliche (Klasse III) und 6 eine schwache Evidenz (Klasse IV). Methodisch waren sechs Metaanalysen von hoher Qualität, während andere kleinere methodische Schwächen aufwiesen. Trotz eindeutiger gesundheitlicher Vorteile liegt die durchschnittliche Ballaststoffzufuhr weltweit unter den empfohlenen Mengen. Es wird empfohlen, öffentliche Gesundheitsstrategien zur Förderung ballaststoffreicher Ernährung zu intensivieren und in zukünftigen Studien Fettarten differenzierter zu erforschen.</p>
<p><i>Veronese N, Gianfredi V, Solmi M, Barbagallo M, Dominguez LJ, Mandalà C, Di Palermo C, Carruba L, Solimando L, Stubbs B, Castagna A, Maggi S, Zanetti M, Al-Daghri N, Sabico S, Nucci D, Gosling C, Fontana L. The impact of dietary fiber consumption on human health: An umbrella review of evidence from 17,<br />
155,277 individuals. Clin Nutr. 2025 </i><i>Aug;51:325 – 333. doi: 10.1016/j.clnu.2025</i><i>.<br />
</i><i>06.021.Epub 2025 Jul 7. PMID: 40651334.</i></p>
<p><b>ANMERKUNG DER REDAKTION</b></p>
<p>Die Studien bestätigen die Entwicklung und Verbreitung des medizinischen Konzepts der Targeted Nutrition. <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/ernaehrung/20044/phytoshake-entstehung-und-perspektiven/" target="_blank" rel="noopener">Lesen Sie mehr zur modernen phytogenen Ernährung und zur Entstehung sowie Perspektiven des </a><br />
Phytoshakes.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Bioregulatorische Peptide</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/21920/bioregulatorische-peptide/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dr. med. Matthias Kraft]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Mar 2026 09:00:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[01/26]]></category>
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					<description><![CDATA[Peptide stellen eine zentrale Klasse biologisch aktiver Moleküle dar, die regulatorische Funktionen in nahezu allen Organsystemen ausüben [1, 2]. Besonderes Interesse gilt ultrakurzen Peptiden (Ultrashort Peptides, USPs) mit 2 – 7 Aminosäuren, [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Peptide stellen eine zentrale Klasse biologisch aktiver Moleküle dar, die regulatorische Funktionen in nahezu allen Organsystemen ausüben [1, 2]. Besonderes Interesse gilt ultrakurzen Peptiden (Ultrashort Peptides, USPs) mit 2 – 7 Aminosäuren, da sie eine ausgeprägte Gewebe- und Funktionsspezifität besitzen und direkt in die Regulation der Genexpression eingreifen können [1 – 3]. Ziel dieser Übersichtsarbeit ist es, vier thematische Schwerpunkte zusammenzuführen: (1) USPs als Bioregulatoren in Orthopädie und Sportmedizin, (2) peptidvermittelte Regulation der Genexpression, (3) neurogene Differenzierung durch AEDG (Epitalon) und (4) peptidbasierte Steuerung der chondrogenen Stammzelldifferenzierung.</b></p>
<h2><b>(1) Ultrakurze Peptide in Orthopädie und Sportmedizin</b></h2>
<p>Ultrakurzpeptide bestehen aus 2 – 7 Aminosäuren und besitzen aufgrund ihrer geringen Größe (≈1,3 – 1,8 nm) besondere pharmakokinetische Eigenschaften [1, 3, 4]. Im Vergleich dazu weist eine klassische α-Helix eine Länge von etwa 2,1 nm auf. Diese Größenrelation ermöglicht es USPs, Zellmem­branen, das Zytoplasma und den Zellkern ohne klassische Rezeptorbindung zu überwinden (Abb. 1) [3 – 5]. Damit unterscheiden sie sich grundlegend von Peptidhormonen oder Wachstumsfaktoren, deren Wirkung überwiegend membranrezeptorvermittelt ist. In der Orthopädie und Sportmedizin werden USPs mit verbesserten regenerativen Prozessen in Muskel-, Sehnen- und Knorpelgewebe in Verbindung gebracht [6 – 8]. Experimentelle Arbeiten zeigen eine Modulation der Expression von Strukturproteinen (z. B. Kollagene), Enzymen des Energiestoffwechsels sowie entzündungsregulatorischen Zytokinen [2, 6]. Klinisch werden Effekte wie beschleunigte Regeneration nach Belastung, verbesserte Trainingsadaptation, Reduktion muskuloskelettaler Überlastungssyndrome und eine stabilisierte Immunfunktion beschrieben [6 – 8]. Besonders relevant ist die Beobachtung, dass USPs nicht primär leistungssteigernd im Sinne klassischer Doping­mechanismen wirken, sondern die physiologische Anpassungsfähigkeit erhöhen [7, 8]. Dies umfasst eine verbesserte Stressresilienz, eine ökonomischere muskuläre Koordination sowie eine reduzierte Infektanfälligkeit in intensiven Trainingsphasen. Aufgrund ihrer guten Verträglichkeit und der fehlenden Aufnahme in die WADA-­Dopingliste besitzen USPs eine Sonderstellung im Leistungssport.</p>
<h2><b>(2) Peptidregulation der Genexpression</b></h2>
<p>Die Fähigkeit kurzer Peptide, direkt mit dem Genom zu interagieren, stellt einen Paradigmenwechsel in der molekularen Regulation dar [2, 3, 9]. In-vitro und in-silico-Studien zeigen, dass Peptide mit definierter Aminosäuresequenz spezifische DNAMotivikationen erkennen können, insbesondere in Promotor und Enhancerregionen [2, 3]. Zusätzlich zeigen sie eine hohe Affinität zu Histonproteinen, vor allem zu linker Histon-H1 sowie zu H3- und H4-Varianten [2, 9]. Diese Interaktionen führen zu konformationsabhängigen Veränderungen des Chromatins, die entweder eine Aktivierung oder Repression der Transkription bewirken [2, 9, 10]. Beschrieben wurden Effekte auf DNA-­Methylierungsmuster, Histonacety­lierung und die Zugänglichkeit von Transkriptionsfaktoren [2, 9]. Bemerkenswert ist, dass diese Effekte dosis­abhängig auftreten und keine unspezifische globale Transkriptionsak­tivierung verursachen, sondern selektiv funktionelle Gencluster beeinflussen. Evolutionär betrachtet sind peptidvermittelte Regulationsmechanismen hoch konserviert. Analoge Effekte wurden in Pflanzen, Hefen, Insekten, Nagetieren und humanen Zelllinien nachgewiesen (Abb. 2) [3, 11]. Dies unterstützt die Hypothese, dass kurze Peptide eine ursprünglichere, grundlegende Regulationsebene darstellen, die älter ist als viele hormonelle Signalwege.</p>
<figure id="attachment_21923" aria-describedby="caption-attachment-21923" style="width: 232px" class="wp-caption alignnone"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-21923" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/Kraft2_saez0126-232x300.jpg" alt="" width="232" height="300" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/Kraft2_saez0126-232x300.jpg 232w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/Kraft2_saez0126-793x1024.jpg 793w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/Kraft2_saez0126-768x992.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/Kraft2_saez0126-1189x1536.jpg 1189w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/Kraft2_saez0126-150x194.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/Kraft2_saez0126-450x581.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/Kraft2_saez0126-1200x1550.jpg 1200w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/Kraft2_saez0126.jpg 1486w" sizes="(max-width: 232px) 100vw, 232px" /><figcaption id="caption-attachment-21923" class="wp-caption-text">Abb. 2 Einzigartiger Mechanismus der peptidergen Regulation der Genexpression (DNA-Regulation) in der Natur</figcaption></figure>
<h2><b>(3) AEDG (Epitalon) und neurogene Differenzierung</b></h2>
<p>Das Tetrapeptid AEDG (Ala-Glu-AspGly), auch als Epitalon bekannt, zählt zu den am intensivsten untersuchten Bioregulatorpeptiden [12 – 14]. Ursprünglich aus der Epiphyse isoliert, wurde AEDG mit einer Verlängerung der Lebensspanne, einer Normalisierung zirkadianer Rhythmen und einer Reaktivierung altersabhängiger Zellfunktionen in Verbindung gebracht [12, 13]. Auf zellulärer Ebene zeigt AEDG eine ausgeprägte Wirkung auf humane mesenchymale Stammzellen. Mehrere Studien belegen eine verstärkte neuronale Differenzierung, charakterisiert durch die Hochregulation neurogener Marker wie Nestin, Growth associated Protein (GAP) – P-43, β-Tubulin III, Doublecortin und MAP2 [14, 15]. Parallel dazu wird eine Suppression proliferationsassoziierter Gene beobachtet, was auf eine gezielte Förderung der Reifung neuronaler Phänotypen hindeutet. Molekulardynamische Simulationen und biochemische Analysen zeigen, dass AEDG bevorzugt an Histon-H1 sowie an H3- und H4-Domänen bindet [14, 16]. Diese Bindung führt zu einer Lockerung der Chromatinstruktur in neurogenen Genloci. Zusätzlich wurden Effekte auf die Telomeraseaktivität, oxi­-<br />
dativen Stress und die Stabilisierung von Telomer­regionen beschrieben, was die Einordnung von AEDG als geroprotektives Peptid unterstützt [12, 13, 16].</p>
<h2><b>(4) Peptidregulation der chondrogenen Stammzelldifferenzierung</b></h2>
<p>Die Degeneration von Gelenkknorpel stellt eine der größten therapeutischen Herausforderungen der Orthopädie dar. Mesenchymale Stammzellen (englisch: mesenchymal stem cells, MSCs) bieten ein hohes regeneratives Potenzial, dessen gezielte chondrogene Differenzierung jedoch komplex reguliert ist [17]. Neben klassischen Wachstumsfaktoren wie Transforming Growth Factor beta (TGFβ) und Bone Morphogenetic Proteins (BMPs) rücken kurze Peptide zunehmend in den Fokus, da sie spezifische Signalwege modulieren, ohne die mit Wachstumsfaktoren assoziierten Nebenwirkungen [18, 19]. Peptidsequenzen, die von Knorpel-ECM-Proteinen oder Wachstumsfaktoren abgeleitet sind (z. B. Arginin-Glycin-Aspartat (RGD-), Collagen-Phenylalanin-Glycin-Glutamat-Arginin (CFOGER-), N-Cadherin- oder Bone-Morphogenetic-Protein-mimetische (BMP-mimetische Peptide), aktivieren gezielt Smad-, Wnt/­β-Catenin- (WNT-) und Mitogen-activated-protein-kinase (MAPK-) Signalwege [18 – 20]. Dies führt zu einer gesteigerten Expression zentraler chondrogener Marker wie Sex-determining-region-Y-box-9- (SOX9-) und Kollagen-Typ-IIAlpha-1 (COL2A1-) und Aggrecan sowie zu einer verbesserten extrazellulären Matrixorganisation [18 – 20]. Im Vergleich zu rekombinanten Wachstumsfaktoren zeichnen sich Peptide durch eine höhere Stabilität, bessere Steuerbarkeit der Dosis-Wirkungs-Beziehung und ein geringeres Risiko ektoper Ossifikation aus [17, 19]. Diese Eigenschaften machen sie zu vielversprechenden Kandidaten für zukünftige zellbasierte Therapiestrategien bei Osteoarthritis und posttraumatischen oder degenerativen Knorpelschäden.</p>
<h2><b>Diskussion und Schlussfolgerung</b></h2>
<p>Über alle vier Themengebiete hinweg zeigt sich ein konsistentes Wirkprinzip ultrakurzer Peptide: Sie wirken primär über epigenetische Mechanismen auf Ebene der Genexpression (Abb. 3) [2, 3, 9]. Ihre hohe Spezifität, geringe Toxizität und orale Bioverfügbarkeit machen sie zu attraktiven Kandidaten für regenerative Medizin, Sportmedizin, Neuroregeneration und Arthrosetherapie [6 – 8,12 –15]. Die Evidenzlage ist jedoch heterogen. Während für bestimmte Peptide (z. B. AEDG / Epitalon, KE, KED, AEDL) umfangreiche präklinische Daten sowie kleinere klinische Studien vorliegen, fehlen für viele Anwendungen randomisierte, placebokontrollierte Multicenterstudien nach westlichen Evidenzstandards [2, 12]. Zukünftige Forschung sollte sich auf standardisierte klinische Studien, Dosis-Wirkungs-Beziehungen und kombinierte Therapieansätze konzentrieren.</p>
<figure id="attachment_21924" aria-describedby="caption-attachment-21924" style="width: 755px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-21924 size-large" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/Kraft3_saez0126-1024x622.jpg" alt="" width="755" height="459" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/Kraft3_saez0126-1024x622.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/Kraft3_saez0126-300x182.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/Kraft3_saez0126-768x466.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/Kraft3_saez0126-150x91.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/Kraft3_saez0126-450x273.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/Kraft3_saez0126-1200x729.jpg 1200w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/Kraft3_saez0126.jpg 1500w" sizes="(max-width: 755px) 100vw, 755px" /><figcaption id="caption-attachment-21924" class="wp-caption-text">Abb. 3 Modell DNA-Peptid Komplex am Beispiel von Pancragen</figcaption></figure>
<p style="font-weight: 400;">Literatur</p>
<ol style="font-weight: 400;">
<li>Morozov VG, Khavinson VK. <em>Natural Peptide Bioregulators</em>. St. Petersburg: Nauka; 1983.</li>
<li>Khavinson VK, Popovich IG, Linkova NS, et al. Peptide regulation of gene expression: a systematic review. <em>Molecules</em>. 2021;26:7053.</li>
<li>Khavinson VK, Anisimov SV, Malinin VV, Anisimov VN. <em>Peptide Regulation of the Genome and Aging</em>. Moscow: RAMS; 2005.</li>
<li>Anisimov VN, Khavinson VK. Peptides and aging. <em>Neuroendocrinol Lett</em>. 2010;31(Suppl 1):1–7.</li>
<li>Ilina AR, Linkova NS, Khavinson VK. Neuroepigenetic effects of ultrashort peptides. <em>Int J Mol Sci</em>. 2022;23:4259.</li>
<li>Taimazov VA, Tsygan VN, Mokeeva EG. <em>Sport and Immunity</em>. St. Petersburg: Olymp SPb; 2003.</li>
<li>Taimazov SA, Bakulev SE. Predicting athletic performance considering genetic trainability. <em>Sci Notes Lesgaft Univ</em>. 2005;18:81–91.</li>
<li>Khavinson VK, Linkova NS. Peptide regulation of adaptation processes in athletes. <em>Bull Exp Biol Med</em>. 2018;165:1–6.</li>
<li>Khavinson VK, Linkova NS, Diatlova A, et al. Peptide regulation of cell differentiation. <em>Stem Cell Rev Rep</em>. 2020;16:118–125.</li>
<li>Kouzarides T. Chromatin modifications and their function. <em>Cell</em>. 2007;128:693–705.</li>
<li>Maestri E, Marmiroli M, Marmiroli N. Bioactive peptides in plant‑derived food. <em>Trends Food Sci Technol</em>. 2016;50:134–144.</li>
<li>Anisimov VN, Khavinson VK. Epitalon and longevity. <em>Biogerontology</em>. 2012;13:421–432.</li>
<li>Khavinson VK, Bondarev IE. Telomere elongation under influence of short peptides. <em>Bull Exp Biol Med</em>. 2014;157:511–514.</li>
<li>Khavinson VK, Diomede F, Mironova E, et al. AEDG peptide stimulates gene expression during neurogenesis. <em>Molecules</em>. 2020;25:609.</li>
<li>Diomede F, et al. Short peptides and neural differentiation of MSCs. <em>Int J Mol Sci</em>. 2021;22:10344.</li>
<li>Ilina AR, Khavinson VK. Epigenetic mechanisms of AEDG peptide. <em>Neurochem J</em>. 2021;15:219–226.</li>
<li>Bernardo ME, et al. Mesenchymal stromal cells: mechanisms of differentiation and clinical applications. <em>Bone</em>. 2007;40:703–714.</li>
<li>Linkova NS, Khavinson VK, Diatlova A, et al. Peptide regulation of chondrogenic stem cell differentiation. <em>Int J Mol Sci</em>. 2023;24:8415.</li>
<li>Ustun Yaylaci S, et al. Chondrogenic differentiation on GAG‑mimetic peptide nanofibers. <em>ACS Biomater Sci Eng</em>. 2016;2:871–878.</li>
<li>Szychowski KA, Skóra B. Elastin‑derived peptides affect gene expression in hMSCs. <em>Cytokine</em>. 2024;172:156146.</li>
</ol>
<p><em>An dem Artikel hat als Co-Autor Werner Ulrich (The Bioregulator Company) mitgearbeitet.</em></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Gurkenwasser bei Muskelkrämpfen</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/21697/gurkenwasser-bei-muskelkraempfen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dr. med. Klaus Pöttgen]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Feb 2026 09:00:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[01/26]]></category>
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					<description><![CDATA[Bei den Australian Open 2026 griff Carlos Alcaraz in seinem Halbfinalspiel gegen Alexander Zverev wohl zu Gurkenwasser, um seine Muskelkrämpfe zu lindern. Der humpelnde Tennis-Star gewann das Spiel. Aus dem [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Bei den Australian Open 2026 griff Carlos Alcaraz in seinem Halbfinalspiel gegen Alexander Zverev wohl zu Gurkenwasser, um seine Muskelkrämpfe zu lindern. Der humpelnde Tennis-Star gewann das Spiel. Aus dem gleichen Grund nahm Eishockey-Superstar Leon Draisaitl bei den Olympischen Spielen 2026 Senf zu sich – wegen der enthaltenen Essigsäure. Essigsäure wird ein neuronaler Effekt auf Krämpfe nachgesagt. Essiggurkensaft enthält neben Essigsäure<span class="Apple-converted-space">  </span>eine relativ hohe Menge<span class="Apple-converted-space">  </span>Natrium (in 30 ml ca. 200 mg), dagegen geringe Mengen an Magnesium und Kalium.</b></p>
<p>Muskelkrämpfe sind eine vorübergehende, aber intensive und schmerzhafte unwillkürliche Kontraktion der Skelettmuskulatur, die in vielen verschiedenen Situationen auftreten können. Es gibt Hinweise darauf, dass einige Fälle mit Störungen des Wasser- und Salzhaushalts zusammenhängen, während andere offenbar durch anhaltend abnorme spinale Reflexaktivität infolge einer Ermüdung der betroffenen Muskeln ausgelöst werden. Dies hat zu alternativen Erklärungen geführt, etwa der Theorie der neuromuskulären Ermüdung – also einer gestörten Signalübertragung zwischen Gehirn und Muskeln nach längerer Belastung.</p>
<p>Studien zeigen, dass Dehydratation keinen Einfluss auf die Stimulationsfrequenz hat, die erforderlich ist, um einen Krampf auszulösen und bestätigen eine Beteiligung spinaler Mechanismen. Allerdings ist fraglich, inwieweit diese Modelle für spontane Krämpfe relevant sind, die während des Trainings (exercise-associated muscle cramps (EAMC)) oder danach auftreten. So wurde die Hypothese aufgestellt, dass Krämpfe durch eine anhaltend abnorme spinale Reflexaktivität verursacht werden, die offenbar sekundär zur Muskelermüdung entsteht. Insbesondere wurde EAMC einer Störung der anhaltenden Aktivität der Alpha-Motoneurone zugeschrieben, die auf einer Fehlregulation der Alpha-Motoneurone auf spinaler Ebene beruhe. Muskelermüdung wurde dabei als auslösender Faktor betrachtet, da sie die afferente Aktivität der Muskelspindeln (Typ Ia und II) verstärkt und gleichzeitig die afferente Aktivität der Typ-Ib-Golgi-Sehnenorgane hemmt. Indirekte Hinweise zur Unterstützung dieser Theorie ergeben sich aus der Beobachtung, dass passives Dehnen des betroffenen Muskels während eines Krampfes die Symptome lindern kann – vermutlich durch eine autogene Hemmung über den Sehnenorganreflex. Dennoch erklärt dies nicht, warum Krämpfe nicht eine unvermeidliche Folge jeder ermüdenden Belastung sind, warum sie häufiger in Umgebungen mit hoher Wärmebelastung auftreten oder warum manche Personen betroffen sind, während andere verschont bleiben.</p>
<p>Im humanen Modell elektrisch ausgelöster Krämpfe wurde berichtet, dass Essiggurkensaft (Pickle Juice) die Krampfdauer wirksam verkürzt. Miller et al. fanden heraus, dass die Krampfdauer im Durchschnitt um etwa 37 % reduziert wurde, wenn 1 mL Essiggurkensaft zwei Sekunden nach Krampfauslösung eingenommen wurde, verglichen mit einem Versuch, in dem Wasser getrunken wurde. Die Intensität des Krampfes wurde dadurch nicht beeinflusst. Die Einnahme kleiner Mengen Essiggurkensaft hatte keinen messbaren Einfluss auf die Plasmakonzentrationen von Natrium, Kalium, Magnesium oder Calcium sowie auf Plasmaosmolalität oder Plasmavolumen. Da der Essiggurkensaft also keine Veränderungen der zirkulierenden Elektrolyte bewirkte, schlugen die Autoren vor, dass der verkürzte Krampf über die Aktivierung von Rezeptoren im Oropharynx vermittelt wird, was zu einer reduzierten Entladungsrate der Alpha-Motoneurone führt, die den betroffenen Muskel innervieren. Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass es sich hierbei nicht um eine Studie zu EAMC handelte, sondern um Krämpfe, die durch elektrische Stimulation während einer maximalen freiwilligen Kontraktion eines kleinen Fußmuskels ausgelöst wurden. In einer randomisierten Studie (2023) bei 82 Patienten mit Leberzirrhose und einer Vorgeschichte von mehr als vier Muskelkrämpfen im Vormonat verbesserte 1 Esslöffel Essiggurkensaft, der beim Einsetzen eines Krampfes eingenommen wurde, die Krampfintensität, ohne unerwünschte Nebenwirkungen zu verursachen.</p>
<p>Literatur</p>
<ol>
<li>Miller, K.C. Electrolyte and Plasma Responses After Pickle Juice, Mustard, and Deionized Water Ingestion in Dehydrated Humans. J Athl Train. 2014 May-Jun;49(3):360–367. doi: 10.4085/1062-6050-49.2.23</li>
<li>Elliot B Tapper et al. Pickle Juice Intervention for Cirrhotic Cramps Reduction: The PICCLES Randomized Controlled Trial. Am J Gastroenterol. 2022 Apr 13;117(6):895–901. doi:10.14309/ajg.0000000000001781</li>
<li>Ronald J Maughan, Susan M Shirreffs. Muscle Cramping During Exercise: Causes, Solutions, and Questions Remaining. Sports Med. 2019 Nov 6;49(Suppl 2):115–124. doi: 10.1007/s40279-019-01162-1.</li>
<li>Miller KC, Mack GW, Knight KL, et al. Reflex inhibition of electrically induced muscle cramps in hypohydrated humans. Med Sci Sports Exerc. 2010;42(5):953–961. doi: 10.1249/MSS.0b013e3181c0647e.</li>
<li>Miller KC, Mack G, Knight KL. Electrolyte and plasma changes after ingestion of pickle juice, water, and a common carbohydrate-electrolyte solution. J Athl Train. 2009;44(5):454–461. doi: 10.4085/1062-6050-44.5.454.</li>
<li>Kevin C Miller. Electrolyte and plasma responses after pickle juice, mustard, and deionized water ingestion in dehydrated humans. J Athl Train. 2014 May-Jun;49(3):360-7. doi: 10.4085/1062-6050-49.2.23. Epub 2014 Feb 12.</li>
<li>Jarett Peikert, Kevin C Miller, Jay Albrecht, Jared Tucker, James Deal. Pre-exercise ingestion of pickle juice, hypertonic saline, or water and aerobic performance and thermoregulation. Controlled Clinical Trial. J Athl Train. 2014 Mar-Apr;49(2):204-9.doi: 10.4085/1062-6050-49.2.11. Epub 2014 Feb 25.</li>
<li>McKenney, M.A.; Miller, K.C.; Deal, J.E.; Garden-Robinson, J.A.; Rhee, Y.S. Plasma and Electrolyte Changes in Exercising Humans After Ingestion of Multiple Boluses of Pickle Juice. J. Athl. Train. 2015, 50, 141–146.</li>
<li>Stephanie E Hooper Marosek, Vijay Antharam, Katayoon Dowlatshahi. Quantitative Analysis of the Acetic Acid Content in Substances Used by Athletes for the Possible Prevention and Alleviation of Exercise-Associated Muscle Cramps. J Strength Cond Res. 2020 Jun;34(6):1539-1546. doi: 10.1519/JSC.0000000000003595.</li>
</ol>
<p style="font-weight: 400;">
]]></content:encoded>
					
		
		
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	</channel>
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