<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Prof. Dr. med. Oliver Tobolski, Autor bei sportärztezeitung</title>
	<atom:link href="https://sportaerztezeitung.com/author/tobolski-oliver/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://sportaerztezeitung.com/author/tobolski-oliver/</link>
	<description>Sportmedizin für Ärzte, Therapeuten &#38; Trainer</description>
	<lastBuildDate>Wed, 22 May 2024 10:27:54 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.4</generator>

<image>
	<url>https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/08/cropped-s_icon_square@2x-32x32.png</url>
	<title>Prof. Dr. med. Oliver Tobolski, Autor bei sportärztezeitung</title>
	<link>https://sportaerztezeitung.com/author/tobolski-oliver/</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Chronisches Patella-Spitzen-Syndrom</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/16015/chronisches-patella-spitzen-syndrom/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Cihan Metin Yildirimtürk&#160;,&#160;Prof. Dr. med. Oliver Tobolski]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Jun 2024 08:00:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[02/24]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://sportaerztezeitung.com/?p=16015</guid>

					<description><![CDATA[Das Chronische Patella-Spitzen-Syndrom (CPSS) ist eine muskuloskelettale Erkrankung, die sowohl Profi- als auch Freizeitsportler beeinträchtigt. Die Behandlung gestaltet sich schwierig, da die Ursachen vielfältig und herkömmliche Therapien oft nicht langfristig [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Das Chronische Patella-Spitzen-Syndrom (CPSS) ist eine muskuloskelettale Erkrankung, die sowohl Profi- als auch Freizeitsportler beeinträchtigt. Die Behandlung gestaltet sich schwierig, da die Ursachen vielfältig und herkömmliche Therapien oft nicht langfristig wirksam sind. Eine rein symptomorientierte Behandlung reicht oft nicht aus und kann zum Therapieversagen führen.<span class="Apple-converted-space"> </span></b></p>
<p>Daher ist es von entscheidender Bedeutung, eine eingehende Analyse der individuellen Ursachen durchzuführen, um gezielt ursachenbasierte Behandlungskonzepte zu entwickeln. Dabei spielen wissenschaftliche Forschung und klinische Praxis eine zentrale Rolle, um die Ätiologie und Pathophysiologie des CPSS besser zu verstehen. Typische Symptome wie Belastungsschmerzen und Bewegungseinschränkungen sind charakteristisch für das CPSS und können nicht nur die sportliche Leistungsfähigkeit beeinträchtigen, sondern auch langfristige Konsequenzen wie Muskelatrophie und eine Verschlechterung der Gelenkfunktion nach sich ziehen. Bildgebende Verfahren können entsprechende Pathologien zeigen, jedoch nicht immer. Zudem werden oft die psychoso­matischen Auswirkungen der Chro­ni­fizierung solcher Beschwerden unterschätzt, wie im Fall eines ambitionierten Sportlers, der aufgrund seiner Beschwerden den Sprung in die Profikarriere verpasst.</p>
<figure id="attachment_16018" aria-describedby="caption-attachment-16018" style="width: 1600px" class="wp-caption aligncenter"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-full wp-image-16018" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/05/Tobolski2_saez0224.jpg" alt="" width="1600" height="921" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/05/Tobolski2_saez0224.jpg 1600w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/05/Tobolski2_saez0224-300x173.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/05/Tobolski2_saez0224-1024x589.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/05/Tobolski2_saez0224-768x442.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/05/Tobolski2_saez0224-1536x884.jpg 1536w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/05/Tobolski2_saez0224-150x86.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/05/Tobolski2_saez0224-450x259.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/05/Tobolski2_saez0224-1200x691.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1600px) 100vw, 1600px" /><figcaption id="caption-attachment-16018" class="wp-caption-text">22-jähriger Sportler – Seit sechs Jahren Belastungsschmerz im Sinne eines CPSS. Behandlung nach Zweit-, Dritt- und Viert­meinung ohne Erfolg. Nach aktueller Untersuchung, erneuter Bildgebung Funktions­analyse und Etablierung folgender Trainingselemente (hier als kurze Zusammenfassung) nun schmerzfreie Vollbelastung möglich: Isometrisches Training, Lumbopelvine Kontrolle, Kräftigung der Hamstrings /Glutealmuskulatur, unilaterale Stabilisierung, Kräftigung der Adduktoren, Heavy Slow Resistance Training, Training offene /geschlossene kinetische Kette, progressive Steigerung der Sprünge, Modulation der Belastungs- und Bewegungsabläufe für individuelle sportliche Belastung (ALC Physiolab GmbH Köln). Foto: © Sporthomedic</figcaption></figure>
<h2><b>Biologische Aspekte</b></h2>
<p>Das Gleichgewicht der Kollagenfasertypen in der Patellasehne ist auf zellu­lärer Ebene entscheidend für ihre strukturelle Integrität, mechanische Stabilität, Elastizität und Verletzungsverhinderung. Hauptbestandteile sind Kollagen Typ I und III, wobei Typ I Zugfestigkeit und Widerstandsfähigkeit verleiht, während Typ III für Elastizität und Flexibilität sorgt. Ein Ungleichgewicht in diesen Typen kann die Sehne anfälliger für Verletzungen machen. Jedoch beeinflusst dies nicht direkt die Beschwerden des Patienten, sondern vielmehr das Regenerationspotenzial. In einer Studie von Jill Cook und Kollegen aus dem Jahr 2016 wurden erkrankte Sehnengewebe mittels Ultraschall untersucht. Von 66 Achillessehnen und 50 Patellasehnen zeigten 45,5 % bzw. 60 % pathologische Veränderungen. Obwohl erkrankte Sehnen im Durchschnitt dicker waren, enthielten sie einen höheren Anteil gesunden Gewebes im Vergleich zu physiologischen Sehnen. Dies deutet darauf hin, dass erkrankte Sehnen belastbar und robust sein müssen, wie von Sean Docking und Jill Cook bereits 2014 betont wurde („Treat the donut, not the hole“). Da die Sehne im Gegensatz zum dazugehörigen Muskel und Knochen weniger nerval und vaskulär innerviert ist, müssen andere Faktoren genutzt werden, um den gesteigerten Turnover der Sehne zu beeinflussen. Dabei spielt das bereits bekannte Loading in Form eines phasenorientierten Rehabilita­tionsansatzes eine wichtige Rolle. Obwohl Belastungen mit unter-schied­lichen Intensitäten und Kontraktionsformen (Isometrie, Konzentrik, Exzentrik) auf zellulärer Ebene nahezu identische Reaktionen bezüglich der Kollagensynthese zeigen, sollten sie hier­archisch und progressiv angebahnt werden, um den gezielten Aufbau einer Belastungstoleranz innerhalb der Muskel-Sehnen-Einheit sicherzustellen.</p>
<h2><b>Entzündungsmediatoren</b></h2>
<p>Veränderungen in der Kollagenzusammensetzung können chronische Entzündungsprozesse in der Patellasehne begünstigen. Die Fragmentierung und Degradation von Kollagen durch immunologische Zellen können als Angriffspunkte interpretiert werden, was zu einer kontinuierlichen Freisetzung von Entzündungsmediatoren führt. Dazu gehören Interleukine wie IL-1β und IL-6 sowie Tumornekrosefaktoren wie TNF-α. Diese Moleküle spielen eine Schlüsselrolle bei der Initiierung und Aufrechterhaltung von Entzündungsreaktionen sowie bei der Chronifizierung von Schmerzen, indem sie neuronale Sensibilisierung und Schmerzsignalisierung beeinflussen. Durch Ansätze, die Kollagenhomöostase stabilisieren und entzündungshemmende Mechanismen fördern, können zu­sätzlich Erfolge generiert werden.</p>
<h2><b>Rezeptor-Modulation</b></h2>
<p>Faktoren wie TGF-β, BMPs, Ubiquitin-Ligasen, Proteasomen und Second-Messenger-Systeme beeinflussen Tendo­pathien und Sehnengewebsreparatur. TGF-β kann zu Fibrose führen, während BMPs die Reparatur durch Stammzellendifferenzierung fördern. Ein Ungleichgewicht im Ubiquitin-Proteasomalen-System kann Entzündungen und degenerative Veränderungen begüns­tigen. Zusätzlich fördert cAMP ent­­zündungshemmende Signale und beeinflusst die Gewebereparatur. Diese Erkenntnisse sind Gegenstand aktueller Forschung und bleiben im Kontext von Therapiestrategien interessant und werden in der Zukunft in unsere Behandlungen einfließen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<h2><b>Neurologische Aspekte</b></h2>
<p>Die Motoneuronen-Verschaltung auf Dermato­mebene spielt eine bedeutende Rolle beim CPSS. Diese anormale Verschaltung kann zu gestörter Kommunikation mit den Muskeln führen, wodurch akute Schmerzreize potenziell chronisch werden und Schmerzen unabhängig von der eigentlichen Pathologie verursachen können. Dies beeinträchtigt die neuromuskuläre Kontrolle, was zu einer verminderten muskulären Koordination und Reaktionsfähigkeit führen kann. Zudem wird das komplexe Netzwerk der sensorischen Reaktionen beeinflusst, was Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und letztendlich die Entwicklung von Sehnenpathologien begünstigen kann. Die Identifikation relevanter Dermatome kann dabei helfen, gezielte physiotherapeutische Maßnahmen zur Verbesserung der neuromuskulären Funktion und Koordination zu entwickeln.</p>
<h2><b>Über den Tellerrand </b></h2>
<p>Neben den bewährten Behandlungsstrategien wie Physiotherapie, exzentri­schem Training, Laufbandanalysen, <a href="https://sportaerztezeitung.com/applications/electro-medical-systems-gmbh/">Stoßwellentherapien</a>, Eigenblut (PRP) und Nahrungsergänzungspräparaten haben folgende Punkte einen zusätz­lichen Stellenwert in der Behandlung des CPSS:</p>
<ul>
<li>Vitamin C und E wirken als Antio­xidantien und fördern die Kollagensynthese. Zink und Kupfer sind essentielle Spurenelemente, die wichtige Rollen bei der Bildung und Stabilisierung von Kollagenstrukturen spielen. Diese Nährstoffe sind entscheidend für die Erhaltung gesunder Gewebe.</li>
<li>Eine übermäßige Vorwärtsneigung des Beckens kann beim CPSS die Kniescheibe belasten und zu Muskelungleichgewichten führen, die die Patellasehne beeinflussen. Eine angemessene Belastung fördert die Durchblutung und Kollagensynthese, während übermäßige Belastung zu Verkalkungen führen kann. Eine enge Zusammenarbeit mit Physiotherapeuten und Sportwissenschaftlern ist hierbei notwendig und eine entscheidende Säule für die Optimierung der Behandlung.</li>
<li>Isokinetisches Training und eine zusätzliche Integration von Blood Restriction können die Regeneration gezielt fördern und sind effektive Ansätze in der Behandlung des CPSS.<span class="Apple-converted-space"> </span></li>
<li>Die Verwendung von Stromal Vascular Fraction (SVF) bei Tendinopa­thien, wie dem CPSS, ist Gegenstand aktueller Forschung und könnte neben der PRP Therapie ein vielversprechendes Element der Behandlung sein.</li>
</ul>
<figure id="attachment_16019" aria-describedby="caption-attachment-16019" style="width: 1600px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" class="size-full wp-image-16019" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/05/Tobolski3_saez0224.jpg" alt="" width="1600" height="2007" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/05/Tobolski3_saez0224.jpg 1531w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/05/Tobolski3_saez0224-239x300.jpg 239w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/05/Tobolski3_saez0224-816x1024.jpg 816w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/05/Tobolski3_saez0224-768x963.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/05/Tobolski3_saez0224-1225x1536.jpg 1225w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/05/Tobolski3_saez0224-150x188.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/05/Tobolski3_saez0224-450x564.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/05/Tobolski3_saez0224-1200x1505.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1600px) 100vw, 1600px" /><figcaption id="caption-attachment-16019" class="wp-caption-text">Isokinetisches Training bietet gezieltes Loading durch kontrollierte Bewegungsgeschwindigkeit und anpassbaren Widerstand. Foto: © Sporthomedic</figcaption></figure>
<h2><b>Fazit</b></h2>
<p>Zum Abschluss lässt sich noch eines festhalten. Der wesentliche Schlüssel zum Erfolg liegt weiterhin darin, das Behandlungskonzept an die indivi­duellen Möglichkeiten des Patienten anzupassen. Nicht jeder kann täglich 60 Minuten für die Schmerzbehandlung aufbringen. Hier können bereits zehn effektiv genutzte Minuten einen Unterschied machen. Durch die gemeinsame Festlegung realistischer Ziele und engmaschige Zusammenarbeit mit dem Patienten und Kollegen kann die Umsetzung dieser kleinen Maßnahmen die Wahrscheinlichkeit eines Therapieversagens minimieren.</p>
<p>Literatur</p>
<ol>
<li>Platelet-Rich Plasma for Patellar Tendinopathy: A Randomized Controlled Trial of Leukocyte-Rich PRP or Leukocyte-Poor PRP Versus Saline. Scott A, LaPrade RF, Harmon KG, Filardo G, Kon E, Della Villa S, Bahr R, Moksnes H, Torgalsen T, Lee J, Dragoo JL, Engebretsen L.Am J Sports Med. 2019 Jun;47(7):1654-1661. doi: 10.1177/0363546519837954. Epub 2019 Apr 30.PMID: 31038979 Clinical Trial.</li>
<li>Treatment of Tendon Injuries in the Servicemember Population across the Spectrum of Pathology: From Exosomes to Bioinductive Scaffolds. DeFoor MT, Cognetti DJ, Yuan TT, Sheean AJ.Bioengineering (Basel). 2024 Feb 5;11(2):158. doi: 10.3390/bioengineering11020158.PMID: 38391644 Review.</li>
<li>Exercise therapy for tendinopathy: a mixed-methods evidence synthesis exploring feasibility, acceptability and effectiveness. Cooper K, Alexander L, Brandie D, Brown VT, Greig L, Harrison I, MacLean C, Mitchell L, Morrissey D, Moss RA, Parkinson E, Pavlova AV, Shim J, Swinton PA.Health Technol Assess. 2023 Oct;27(24):1-389. doi: 10.3310/TFWS2748.PMID: 37929629</li>
<li>atelet-rich plasma for jumper&#8217;s knee: a comprehensive review of efficacy, protocols, and future directions. Bosco F, Giai Via R, Giustra F, Ghirri A, Cacciola G, Massè A.Eur J Orthop Surg Traumatol. 2024 Jan;34(1):91-96. doi: 10.1007/s00590-023-03713-9. Epub 2023 Sep 5.PMID: 37668753 Review.</li>
<li>Effectiveness of Exercise Treatments with or without Adjuncts for Common Lower Limb Tendinopathies: A Living Systematic Review and Network Meta-analysis. Challoumas D, Crosbie G, O&#8217;Neill S, Pedret C, Millar NL.Sports Med Open. 2023 Aug 9;9(1):71. doi: 10.1186/s40798-023-00616-1.PMID: 37553459</li>
<li>Optimizing repair of tendon ruptures and chronic tendinopathies: Integrating the use of biomarkers with biological interventions to improve patient outcomes and clinical trial design. Hart DA, Ahmed AS, Ackermann P.Front Sports Act Living. 2023 Jan 6;4:1081129. doi: 10.3389/fspor.2022.1081129. eCollection 2022.PMID: 36685063</li>
<li>Platelet-rich plasma injection in the treatment of patellar tendinopathy: a systematic review and meta-analysis. Barman A, Sinha MK, Sahoo J, Jena D, Patel V, Patel S, Bhattacharjee S, Baral D.Knee Surg Relat Res. 2022 May 4;34(1):22. doi: 10.1186/s43019-022-00151-5.PMID: 35509070</li>
<li>De Jonge S, Warnaars JL, De Vos RJ, et al. Relationship between neovascularization and clinical severity in Achilles tendinopathy in 556 paired measurements. Scand J Med Sci Sports2014;24:773-8. doi:10.1111/sms.12072 pmid:23600756</li>
<li>Ohberg L, Lorentzon R, Alfredson H. Neovascularisation in Achilles tendons with painful tendinosis but not in normal tendons: an ultrasonographic investigation. Knee Surg Sports Traumatol Arthrosc2001;9:233-8. doi:10.1007/s001670000189 pmid:11522081</li>
<li>Lian OB, Engebretsen L, Bahr R. Prevalence of jumper’s knee among elite athletes from different sports: a cross-sectional study. Am J Sports Med . PMID: 15722279 DOI: 10.1177/0363546504270454</li>
<li>Visnes H, Hoksrud A, Cook J, Bahr R. No effect of eccentric training on jumper’s knee in volleyball players during the competitive season: a randomized clinical trial. Clin J Sport Med . PMID: 16003036 DOI: 10.1097/01.jsm.0000168073.82121.20</li>
<li>Lee WC, Ng GYF, Zhang ZJ, Malliaras P, Masci L, Fu SN. Changes on tendon stiffness and clinical outcomes in athletes are associated with patellar tendinopathy after eccentric exercise. Clin J Sport Med . PMID: 31855909 DOI: 10.1097/JSM.0000000000000562</li>
<li>Malliaras P, Barton CJ, Reeves ND, Langberg H. Achilles and patellar tendinopathy loading programmes : a systematic review comparing clinical outcomes and identifying potential mechanisms for effectiveness. Sports Med . PMID: 23494258 DOI: 10.1007/s40279-013-0019-z</li>
<li>Mendonça LDM, Leite HR, Zwerver J, Henschke N, Branco G, Oliveira VC. How strong is the evidence that conservative treatment reduces pain and improves function in individuals with patellar tendinopathy? A systematic review of randomised controlled trials including GRADE recommendations. Br J Sports Med PMID: 31171514 DOI: 10.1136/bjsports-2018-099747</li>
<li>Malliaras P, Cook J, Purdam C, Rio E. Patellar tendinopathy: clinical diagnosis, load management, and advice for challenging case presentations. MID: 26390269 DOI: 10.2519/jospt.2015.5987</li>
<li>Irby A, Gutierrez J, Chamberlin C, Thomas SJ, Rosen AB. Clinical management of tendinopathy: a systematic review of systematic reviews evaluating the effectiveness of tendinopathy treatments. PMID: 32484976 DOI: 10.1111/sms.13734</li>
<li>Rio E, Purdam C, Girdwood M, Cook J. Isometric exercise to reduce pain in patellar tendinopathy in-season: is it effective ‘on the road’? PMID: 31033611 DOI: 10.1097/JSM.0000000000000549</li>
<li>Elias ARC, Hammill CD, Mizner RL. Changes in quadriceps and hamstring cocontraction following landing instruction in patients with anterior cruciate ligament reconstruction. J Orthop Sports Phys Ther. PMID: 25679342 DOI: 10.2519/jospt.2015.5335.</li>
<li>Platelet-Rich Plasma for Patellar Tendinopathy: A Randomized Controlled Trial of Leukocyte-Rich PRP or Leukocyte-Poor PRP Versus Saline.</li>
<li>Scott A, LaPrade RF, Harmon KG, Filardo G, Kon E, Della Villa S, Bahr R, Moksnes H, Torgalsen T, Lee J, Dragoo JL, Engebretsen L.Am J Sports Med. 2019 Jun;47(7):1654-1661. doi: 10.1177/0363546519837954. Epub 2019 Apr 30.PMID: 31038979 Clinical Trial.</li>
<li>Treatment of Tendon Injuries in the Servicemember Population across the Spectrum of Pathology: From Exosomes to Bioinductive Scaffolds. DeFoor MT, Cognetti DJ, Yuan TT, Sheean AJ.Bioengineering (Basel). 2024 Feb 5;11(2):158. doi: 10.3390/bioengineering11020158.PMID: 38391644 Review.</li>
<li>Exercise therapy for tendinopathy: a mixed-methods evidence synthesis exploring feasibility, acceptability and effectiveness. Cooper K, Alexander L, Brandie D, Brown VT, Greig L, Harrison I, MacLean C, Mitchell L, Morrissey D, Moss RA, Parkinson E, Pavlova AV, Shim J, Swinton PA.Health Technol Assess. 2023 Oct;27(24):1-389. doi: 10.3310/TFWS2748.PMID: 37929629</li>
<li>Patelet-rich plasma for jumper&#8217;s knee: a comprehensive review of efficacy, protocols, and future directions. Bosco F, Giai Via R, Giustra F, Ghirri A, Cacciola G, Massè A.Eur J Orthop Surg Traumatol. 2024 Jan;34(1):91-96. doi: 10.1007/s00590-023-03713-9. Epub 2023 Sep 5.PMID: 37668753 Review.</li>
<li>Effectiveness of Exercise Treatments with or without Adjuncts for Common Lower Limb Tendinopathies: A Living Systematic Review and Network Meta-analysis. Challoumas D, Crosbie G, O&#8217;Neill S, Pedret C, Millar NL.Sports Med Open. 2023 Aug 9;9(1):71. doi: 10.1186/s40798-023-00616-1.PMID: 37553459</li>
<li>Optimizing repair of tendon ruptures and chronic tendinopathies: Integrating the use of biomarkers with biological interventions to improve patient outcomes and clinical trial design. Hart DA, Ahmed AS, Ackermann P.Front Sports Act Living. 2023 Jan 6;4:1081129. doi: 10.3389/fspor.2022.1081129. eCollection 2022.PMID: 36685063</li>
<li>Platelet-rich plasma injection in the treatment of patellar tendinopathy: a systematic review and meta-analysis. Barman A, Sinha MK, Sahoo J, Jena D, Patel V, Patel S, Bhattacharjee S, Baral D.Knee Surg Relat Res. 2022 May 4;34(1):22. doi: 10.1186/s43019-022-00151-5.PMID: 35509070</li>
<li>De Jonge S, Warnaars JL, De Vos RJ, et al. Relationship between neovascularization and clinical severity in Achilles tendinopathy in 556 paired measurements. Scand J Med Sci Sports2014;24:773-8. doi:10.1111/sms.12072 pmid:23600756</li>
<li>Ohberg L, Lorentzon R, Alfredson H. Neovascularisation in Achilles tendons with painful tendinosis but not in normal tendons: an ultrasonographic investigation. Knee Surg Sports Traumatol Arthrosc2001;9:233-8. doi:10.1007/s001670000189 pmid:11522081</li>
<li>Lian OB, Engebretsen L, Bahr R. Prevalence of jumper’s knee among elite athletes from different sports: a cross-sectional study. Am J Sports Med . PMID: 15722279 DOI: 10.1177/0363546504270454</li>
<li>Visnes H, Hoksrud A, Cook J, Bahr R. No effect of eccentric training on jumper’s knee in volleyball players during the competitive season: a randomized clinical trial. Clin J Sport Med . PMID: 16003036 DOI: 10.1097/01.jsm.0000168073.82121.20</li>
<li>Lee WC, Ng GYF, Zhang ZJ, Malliaras P, Masci L, Fu SN. Changes on tendon stiffness and clinical outcomes in athletes are associated with patellar tendinopathy after eccentric exercise. Clin J Sport Med . PMID: 31855909 DOI: 10.1097/JSM.0000000000000562</li>
<li>Malliaras P, Barton CJ, Reeves ND, Langberg H. Achilles and patellar tendinopathy loading programmes : a systematic review comparing clinical outcomes and identifying potential mechanisms for effectiveness. Sports Med . PMID: 23494258 DOI: 10.1007/s40279-013-0019-z</li>
<li>Mendonça LDM, Leite HR, Zwerver J, Henschke N, Branco G, Oliveira VC. How strong is the evidence that conservative treatment reduces pain and improves function in individuals with patellar tendinopathy? A systematic review of randomised controlled trials including GRADE recommendations. Br J Sports Med PMID: 31171514 DOI: 10.1136/bjsports-2018-099747</li>
<li>Malliaras P, Cook J, Purdam C, Rio E. Patellar tendinopathy: clinical diagnosis, load management, and advice for challenging case presentations. MID: 26390269 DOI: 10.2519/jospt.2015.5987</li>
<li>Irby A, Gutierrez J, Chamberlin C, Thomas SJ, Rosen AB. Clinical management of tendinopathy: a systematic review of systematic reviews evaluating the effectiveness of tendinopathy treatments. PMID: 32484976 DOI: 10.1111/sms.13734</li>
<li>Rio E, Purdam C, Girdwood M, Cook J. Isometric exercise to reduce pain in patellar tendinopathy in-season: is it effective ‘on the road’? PMID: 31033611 DOI: 10.1097/JSM.0000000000000549</li>
<li>Elias ARC, Hammill CD, Mizner RL. Changes in quadriceps and hamstring cocontraction following landing instruction in patients with anterior cruciate ligament reconstruction. J Orthop Sports Phys Ther. PMID: 25679342 DOI: 10.2519/jospt.2015.5335.</li>
<li>Treat the donut, not the hole: The pathological Achilles and patellar tendon has sufficient amounts normal tendon structure DOI:10.1016/j.jsams.2014.11.015</li>
<li>How do tendons adapt? Going beyond tissue responses to understand positive adaptation and pathology development: A narrative review PMID: 31475937 PMCID: PMC6737558</li>
<li>Tendon structure changes after maximal exercise in the Thoroughbred horse: use of ultrasound tissue characterisation to detect in vivo tendon response PMID: 22658820 DOI: 10.1016/j.tvjl.2012.04.024</li>
<li>Sports and exercise-related tendinopathies: a review of selected topical issues by participants of the second International Scientific Tendinopathy Symposium (ISTS) Vancouver 2012 PMID: 23584762 PMCID: PMC3664390 DOI: 10.1136/bjsports-2013-092329</li>
<li>Relationship between compressive loading and ECM changes in tendons PMID: 23885340 PMCID: PMC3676165 DOI: 10.11138/mltj/2013.3.1.007</li>
</ol>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Thermography plus diagnostic EMG</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/14312/thermography-plus-diagnostic-emg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Prof. Dr. med. Oliver Tobolski]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Jun 2023 08:00:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[INT 23]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://sportaerztezeitung.com/?p=14312</guid>

					<description><![CDATA[Diagnostic thermography has now achieved a relevant status for assessing functional symptoms in sports orthopaedics. Trigger points are readily shown with the help of thermal imaging cameras, especially chronified functional symptoms [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Diagnostic thermography has now achieved a relevant status for assessing functional symptoms in sports orthopaedics. Trigger points are readily shown with the help of thermal imaging cameras, especially chronified functional symptoms in the entire axial skeleton, and corresponding therapeutic measures such as shock wave treatments, dry needling, cryotherapy, friction massage or taping can be started and their success monitored in the course of treatment.</b></p>
<p>With the infrared thermography we use (FLIR E75 thermal imaging camera, Fig. 1) the camera displays more than 75,000 measured positions with a thermal sensitivity of &lt;0.04 degrees tempe­rature difference, and thus it can reliably demonstrate even small areas of hyperaemia (trigger points).  We can differentiate between active myofascial trigger points which are often extremely painful and frequently weaken the affected muscle, latent myofascial trigger points which are only painful on movement, and associated trigger points which ­develop due to functional disorders of neighbouring muscle groups. More recently, differentiated EMG investi­gations are being used increasingly in conjunction with thermography to identify problems with efferent signals to the musculature in parallel, and to correct these with the help of biofeedback training. Initially thermography was mainly used for muscles close to the vertebral column to identify painful muscular tension in the lumbar and cervical spine and to work specifically on these structures. In the present case the indication for diagnostic thermo­graphy has been extended to Achilles tendon symptoms.</p>
<h2><b>Case study<span class="Apple-converted-space"> </span></b></h2>
<p>We were consulted by a 29-year-old [female] patient with recurrent symptoms at the myotendinous junction of the right Achilles tendon, particularly one day after sporting activity (running). Her average training schedule was 40 – 50 km/week, she could not remember having had an accident.  The diagnostic imaging we performed (ultrasound, MRI) and differentiated foot pressure measurements ruled out any structural changes in the tendon and any relevant foot deformities. Only the ultrasonography on the day after spor­ting activity showed peritendinitis in the proximal part of the tendon. The subsequent EMG of the gastrocnemius muscle showed an increased resting tone of the right gastrocnemius. Further functional diagnostics (neuromuscular activation) showed a reduced efferent supply to the medial calf muscles (Figs. 2 &amp; 3).<span class="Apple-converted-space"> </span></p>

<a href='https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/13802/thermographie-plus-emg-diagnostik/attachment/tobolski2_saez0123/'><img decoding="async" width="150" height="150" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/04/Tobolski2_saez0123-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/04/Tobolski2_saez0123-150x150.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/04/Tobolski2_saez0123-70x70.jpg 70w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/13802/thermographie-plus-emg-diagnostik/attachment/tobolski3_saez0123/'><img loading="lazy" decoding="async" width="150" height="150" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/04/Tobolski3_saez0123-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/04/Tobolski3_saez0123-150x150.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/04/Tobolski3_saez0123-70x70.jpg 70w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>

<p>The thermography carried out in pa­rallel impressively showed a painful area in the proximal region of the right Achilles tendon (Figs. 4 &amp; 5). In addition to (focused) shockwave therapy the patient was treated with laser therapy and neuroreflex cryotherapy of the proximal Achilles tendon origin with taping of the muscle and (later) adjunctive biofeedback training of the calf muscles (Figs. 6 – 10).</p>

<a href='https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/13802/thermographie-plus-emg-diagnostik/attachment/tobolski4_saez0123/'><img loading="lazy" decoding="async" width="150" height="150" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/04/Tobolski4_saez0123-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/04/Tobolski4_saez0123-150x150.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/04/Tobolski4_saez0123-70x70.jpg 70w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/13802/thermographie-plus-emg-diagnostik/attachment/tobolski5_saez0123/'><img loading="lazy" decoding="async" width="150" height="150" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/04/Tobolski5_saez0123-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/04/Tobolski5_saez0123-150x150.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/04/Tobolski5_saez0123-70x70.jpg 70w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>


<a href='https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/13802/thermographie-plus-emg-diagnostik/attachment/tobolski6_saez0123/'><img loading="lazy" decoding="async" width="150" height="150" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/04/Tobolski6_saez0123-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/04/Tobolski6_saez0123-150x150.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/04/Tobolski6_saez0123-70x70.jpg 70w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/13802/thermographie-plus-emg-diagnostik/attachment/tobolski7_saez0123/'><img loading="lazy" decoding="async" width="150" height="150" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/04/Tobolski7_saez0123-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/04/Tobolski7_saez0123-150x150.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/04/Tobolski7_saez0123-70x70.jpg 70w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>


<a href='https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/13802/thermographie-plus-emg-diagnostik/attachment/tobolski8_saez0123/'><img loading="lazy" decoding="async" width="150" height="150" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/04/Tobolski8_saez0123-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/04/Tobolski8_saez0123-150x150.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/04/Tobolski8_saez0123-70x70.jpg 70w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/13802/thermographie-plus-emg-diagnostik/attachment/tobolski9_saez0123/'><img loading="lazy" decoding="async" width="150" height="150" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/04/Tobolski9_saez0123-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/04/Tobolski9_saez0123-150x150.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/04/Tobolski9_saez0123-70x70.jpg 70w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/13802/thermographie-plus-emg-diagnostik/attachment/tobolski10_saez0123/'><img loading="lazy" decoding="async" width="150" height="150" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/04/Tobolski10_saez0123-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/04/Tobolski10_saez0123-150x150.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/04/Tobolski10_saez0123-70x70.jpg 70w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>

<p>The follow-up examinations showed a marked reduction in trigger point formation over the proximal Achilles tendon, even after the first treatment session. After two sessions of shockwave therapy plus taping and two sessions of biofeedback training the patient was clinically 100% symptom-free (Figs. 11 – 13).</p>

<a href='https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/13802/thermographie-plus-emg-diagnostik/attachment/tobolski11_saez0123/'><img loading="lazy" decoding="async" width="150" height="150" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/04/Tobolski11_saez0123-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/04/Tobolski11_saez0123-150x150.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/04/Tobolski11_saez0123-70x70.jpg 70w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/13802/thermographie-plus-emg-diagnostik/attachment/tobolski12_saez0123/'><img loading="lazy" decoding="async" width="150" height="150" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/04/Tobolski12_saez0123-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/04/Tobolski12_saez0123-150x150.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/04/Tobolski12_saez0123-70x70.jpg 70w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/13802/thermographie-plus-emg-diagnostik/attachment/tobolski13_saez0123/'><img loading="lazy" decoding="async" width="150" height="150" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/04/Tobolski13_saez0123-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/04/Tobolski13_saez0123-150x150.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/04/Tobolski13_saez0123-70x70.jpg 70w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>

<h2><b>Summary</b></h2>
<p>Thermography impressively helps diagnose muscular trigger points and moni­tor successful treatment, particularly of functional symptoms, including those in the tendinous origins distant from the spine. Secondary muscle dysfunction is demonstrated by EMG and treated ­using EMG-based biofeedback therapy.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Thermographie plus EMG-Diagnostik</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/13802/thermographie-plus-emg-diagnostik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Prof. Dr. med. Oliver Tobolski]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Apr 2023 17:04:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[01/23]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://sportaerztezeitung.com/?p=13802</guid>

					<description><![CDATA[Die Wärmebilddiagnostik hat zwischenzeitlich in der Sportorthopädie zur Beurteilung von funktionellen Beschwerden einen relevanten Stellenwert erreicht. Insbesondere bei chronifizierten funktionellen Beschwerden im gesamten Achsenskelett können mit Hilfe der Wärmebildkamera Triggerpunkte [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Die Wärmebilddiagnostik hat zwischenzeitlich in der Sportorthopädie zur Beurteilung von funktionellen Beschwerden einen relevanten Stellenwert erreicht. Insbesondere bei chronifizierten funktionellen Beschwerden im gesamten Achsenskelett können mit Hilfe der Wärmebildkamera Triggerpunkte gut dargestellt und entsprechende therapeutische Maßnahmen wie Stoßwellenbehandlungen, Dry Needling, Cryotherapie, Friktionsmassage oder Taping eingeleitet und im Verlauf hinsichtlich ihres Wirkungserfolges überprüft werden.<span class="Apple-converted-space"> </span></b></p>
<p>In der von uns eingesetzten Infrarotthermographie (FLIR E75 Wärmebildkamera, Abb. 1) werden mit der Kamera mehr als 75.000 Messpunkte mit einer thermischen Empfindlichkeit von &lt; 0,04 Grad Temperaturdifferenz dargestellt und somit auch kleine Flächen einer Hyperämie (Triggerpunkte) sicher nachgewiesen. Das Wort „trigger“ kommt aus dem Englischen und kann mit „Auslöser“ übersetzt werden. Unterschieden werden kann zwischen den aktiven myofaszialen Triggerpunkten, die häufig überaus schmerzhaft sind und den betroffenen Muskel oftmals abschwächen, latenten myofaszialen Triggerpunkten, die nur in der Bewegung schmerzhaft sind und assoziierten Triggerpunkten, die durch Funktionsstörungen der benachbarten Muskelgruppen entstehen. Zunehmend wird in letzter Zeit auch eine differenzierte EMG-Diagnostik in Verbindung mit der Thermographie eingesetzt, um Ansteuerungsprobleme der Muskulatur parallel zu erkennen und mit Hilfe des Biofeedbacktrainings zu korrigieren. Initial kam die Thermographie vor allem im Bereich der wirbelsäulennahen Muskulatur zur Anwendung, um schmerzhafte Muskelverspannungen im Bereich der HWS/LWS zu erkennen und gezielt an diesen Strukturen zu arbeiten. Im vorliegenden Fall ist die Indikation zur Wärmebilddiagnostik auf den Bereich „Achillessehnenbeschwerden“ ausgeweitet worden.</p>
<p><b>Fallbeispiel</b><b><span class="Apple-converted-space"> </span></b></p>
<p>Vorstellig wurde eine 29-jährige Patientin mit rezidivierenden Beschwerden im myotendinösen Übergangsbereich der rechten Achillessehne, insbesondere einen Tag nach sportlicher Betätigung (Laufen). Die durchschnittliche Trainingsbelastung lag bei 40 – 50 km/Woche, ein Unfallereignis war nicht erinnerlich. Die durchgeführte bildgebende Diagnostik (Ultraschall, MRT) sowie eine differenzierte Fußdruckmessung konnten Strukturveränderungen der Sehne bzw. eine relevante Fußfehlstellung ausschließen. Lediglich in der Ultraschalldiagnostik konnte am Folgetag nach einer sportlichen Betätigung eine Peritendinitis im Bereich der proximalen Sehnenanteile nachgewiesen werden. Zunächst erfolgte eine EMG-Diagnostik im Bereich des Musculus gastrocnemius, die einen erhöhten Ruhetonus des rechten Gastrocnemius nachweisen konnte. In der weiteren Funktionsdiagnostik (neuromuskuläre Aktivierung) zeigte sich ein Ansteuerungsdefizit der medialen Wadenmuskulatur (Abb. 2 &amp; 3).<span class="Apple-converted-space"> </span></p>

<a href='https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/13802/thermographie-plus-emg-diagnostik/attachment/tobolski2_saez0123/'><img decoding="async" width="150" height="150" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/04/Tobolski2_saez0123-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/04/Tobolski2_saez0123-150x150.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/04/Tobolski2_saez0123-70x70.jpg 70w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/13802/thermographie-plus-emg-diagnostik/attachment/tobolski3_saez0123/'><img loading="lazy" decoding="async" width="150" height="150" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/04/Tobolski3_saez0123-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/04/Tobolski3_saez0123-150x150.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/04/Tobolski3_saez0123-70x70.jpg 70w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>

<p>Parallel erfolgte die Thermographie, welche eindrucksvoll einen schmerzenden Bereich der proximalen Achillessehne rechtsseitig nachweisen konnte (Abb. 4 &amp; 5). Therapeutisch erfolgten neben einer (fokussierten) Stoßwellentherapie eine Lasertherapie sowie eine Neuroreflektorische Kältetherapie (Cryotherapie) des proximalen Achillessehnenansatzes mit Taping des Muskel­bereiches und begleitendem (zeitversetztem) Biofeedbacktraining der Wadenmuskulatur (Abb. 6 – 10).</p>

<a href='https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/13802/thermographie-plus-emg-diagnostik/attachment/tobolski4_saez0123/'><img loading="lazy" decoding="async" width="150" height="150" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/04/Tobolski4_saez0123-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/04/Tobolski4_saez0123-150x150.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/04/Tobolski4_saez0123-70x70.jpg 70w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/13802/thermographie-plus-emg-diagnostik/attachment/tobolski5_saez0123/'><img loading="lazy" decoding="async" width="150" height="150" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/04/Tobolski5_saez0123-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/04/Tobolski5_saez0123-150x150.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/04/Tobolski5_saez0123-70x70.jpg 70w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>


<a href='https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/13802/thermographie-plus-emg-diagnostik/attachment/tobolski6_saez0123/'><img loading="lazy" decoding="async" width="150" height="150" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/04/Tobolski6_saez0123-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/04/Tobolski6_saez0123-150x150.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/04/Tobolski6_saez0123-70x70.jpg 70w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/13802/thermographie-plus-emg-diagnostik/attachment/tobolski7_saez0123/'><img loading="lazy" decoding="async" width="150" height="150" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/04/Tobolski7_saez0123-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/04/Tobolski7_saez0123-150x150.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/04/Tobolski7_saez0123-70x70.jpg 70w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>


<a href='https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/13802/thermographie-plus-emg-diagnostik/attachment/tobolski8_saez0123/'><img loading="lazy" decoding="async" width="150" height="150" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/04/Tobolski8_saez0123-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/04/Tobolski8_saez0123-150x150.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/04/Tobolski8_saez0123-70x70.jpg 70w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/13802/thermographie-plus-emg-diagnostik/attachment/tobolski9_saez0123/'><img loading="lazy" decoding="async" width="150" height="150" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/04/Tobolski9_saez0123-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/04/Tobolski9_saez0123-150x150.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/04/Tobolski9_saez0123-70x70.jpg 70w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/13802/thermographie-plus-emg-diagnostik/attachment/tobolski10_saez0123/'><img loading="lazy" decoding="async" width="150" height="150" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/04/Tobolski10_saez0123-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/04/Tobolski10_saez0123-150x150.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/04/Tobolski10_saez0123-70x70.jpg 70w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>

<p>&nbsp;</p>
<p>Die Kontrolluntersuchungen zeigten bereits nach der ersten Behandlung eine deutliche Reduktion der Triggerpunktbildung über der proximalen Achillessehne. Klinisch war die Patientin nach zwei Sitzungen Stoßwelle plus Taping und zwei Sitzungen Biofeedbacktraining zu 100 % beschwerdefrei (Abb. 11 – 13).</p>

<a href='https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/13802/thermographie-plus-emg-diagnostik/attachment/tobolski11_saez0123/'><img loading="lazy" decoding="async" width="150" height="150" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/04/Tobolski11_saez0123-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/04/Tobolski11_saez0123-150x150.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/04/Tobolski11_saez0123-70x70.jpg 70w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/13802/thermographie-plus-emg-diagnostik/attachment/tobolski12_saez0123/'><img loading="lazy" decoding="async" width="150" height="150" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/04/Tobolski12_saez0123-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/04/Tobolski12_saez0123-150x150.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/04/Tobolski12_saez0123-70x70.jpg 70w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/13802/thermographie-plus-emg-diagnostik/attachment/tobolski13_saez0123/'><img loading="lazy" decoding="async" width="150" height="150" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/04/Tobolski13_saez0123-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/04/Tobolski13_saez0123-150x150.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/04/Tobolski13_saez0123-70x70.jpg 70w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>

<p><b>Fazit</b></p>
<p>Insbesondere hinsichtlich funktioneller Beschwerden, auch im Ansatzbereich der Sehnen außerhalb der Wirbelsäule, hilft die Thermographie eindrucksvoll, muskuläre Triggerpunkte zu diagnos­tizieren und die Behandlungserfolge zu kontrollieren. Begleitende Muskelfunktionsstörungen werden durch das EMG nachgewiesen und in der EMG-basierten Biofeedbacktherapie therapiert.</p>
<p><em>Einen weiteren interessanten Artikel zum Thema „Thermo­graphie – Eine neue Methode zur Diagnostik entzündlicher Gelenkerkrankungen“ von Dr. med. Thomas Ambacher, Chefarzt Schulter-Ellenbogenchirurgie ATOS Klinik Stuttgart, finden Sie <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/13235/thermographie/" target="_blank" rel="noopener">hier</a>.</em></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Thermography  and cryotherapy</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/11463/thermography-and-cryotherapy/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Prof. Dr. med. Oliver Tobolski]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 May 2022 10:38:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[ELMAKO]]></category>
		<category><![CDATA[INT 22]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://sportaerztezeitung.com/?p=11463</guid>

					<description><![CDATA[Myofascial trigger points are palpable areas of muscular hardening, usually in the neck or between the shoulder blades, which may be associated with considerable impairment of the quality of life. [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Myofascial trigger points are palpable areas of muscular hardening, usually in the neck or between the shoulder blades, which may be associated with considerable impairment of the quality of life.</b></p>
<p>Due to pain in the region of the shortened musculature and the associated stiffness of the affected mobile segments, e.g. the atlanto-occipital and atlantoaxial joints in the cervical spine or the shoulder, the further course may lead to postural imbalance in more distant joints (ascending/descending chain) and to chronified pain syndromes that often have to be treated with drugs. One can differentiate between active myofascial trigger points that are frequently extremely painful and often weaken the affected muscle, latent myofascial trigger points that are only painful on movement, and associated myofascial trigger points that develop due to dysfunction of the neighbouring muscle groups.</p>
<p>In many cases the latter myofascial trigger points are areas of painful muscular tension in the muscles of the shoulder (girdle) (rhomboideus major/minor muscles) that react to muscular shortening, particularly at the superior border of trapezius or in the short cervical muscles. The causes of trigger points are many and varied: shortening of the muscle groups due to damp/cold/draughts, associated fascial adhesions, postural imbalance, overstrain, or blunt trauma. Ima­ging has only been of very limited use for trigger points to date. Many patients with chronified neck problems show no structural anomalies on imaging (MRI, digital volume tomo­graphy, radiographs of the cervical spine). Ultrasonography is also only of limited use for assessing trigger points.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>A dedicated manual examination gives indications of shortened muscle groups. Intensive examination of the ranges of movement of the atlanto-occipital and atlantoaxial joints often reveals muscular swelling at palpation. More recently clinicians have been turning their attention to thermography because this specific examination system can demonstrate hyperaemia in the affected muscular segment. Thus, for the first time ever, trigger points can be visualised without exposure to radiation, relatively problem-free, and in a short time.</p>
<h2><b>Case example<span class="Apple-converted-space"> </span></b></h2>
<p>A young athletic woman presented at our surgery with progressive recurrent episodes of symptoms in the region of her left trapezius radiating cranially to the left occipital area that she had had for several weeks. She said she did sports re­gularly (tennis).The patient is right-handed and could not remember any trauma. She has a sedentary occupation (works at a computer). Her intensive stress situation had worsened over the last few weeks as she had had to take on additional work due to staff reductions as a result of coronavirus. She had treated herself with deep heat, massage and analgesic gels. Clinical examination showed marked elevation of the left shoulder with massive tension of the superior border of trapezius and considerably restricted mobility of the atlanto-occipital and atlantoaxial joints on right rotation. She had tenderness to pressure over the insertions of the short cervical muscles on the occiput and along the course of the left levator sca­pulae muscle. Palpable myogeloses /  trigger points, particularly at the superior border of trapezius and in the rhomboideus minor muscle.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Slight pain relief in the affected muscle groups on extension of the neck. Clini­cal examination revealed no attributable radiculopathies. The MRI of the cervical spine the patient brought with her showed findings in the cervical spine that were compatible with her age without any higher-grade degenerative chan­ges of the facet joints/intervertebral discs. No neuroforaminal narrowing. In the infra-red thermography we ­initiated (FLIR E75 thermal imaging ­camera, Fig. 1) the camera displays more than 75,000 measuring points with a thermal sensitivity of &lt; 0.04 degrees temperature difference, and can thus accurately demonstrate small areas of hyperaemia (trigger points). In the pre­sent case the clinically diagnosed trigger points in the region of the superior border of trapezius and in the short right cervical muscles are shown (Fig. 2, see black circles). In order to confirm the diagnosis further we also ran EMG tests on the muscles in the shoulder girdle that gave clear evidence of elevated resting tone in the left trapezius (Fig. 3 and 4). Therapy was given at the same sitting as treatment with neuroreflex cryotherapy (Cryolight). With the help of the applicator and a temperature probe, the entire muscle area (in this case the trapezius on the left) is “cooled down”. During the treatment, the entire trapezius muscle is treated from the shoulder area to the area of the short neck muscles for approx. 60 – 90 seconds and then a dosed stretching treatment is carried out. The total duration of therapy per session is a maximum of 2 minutes. Depending on the intensity of the symptoms, 3 – 5 sessions are usually necessary (Fig. 5). Taping was then applied (Fig. 6). The thermography we repeated directly after the cryotherapy showed marked regression of the size of the pre-existing left nuchal trigger points (Fig. 7). In the further course the follow-up (EMG) examination also showed a marked reduction of the imbalance with clear harmonisation of mus­cle tone (Fig.<span class="Apple-converted-space">  </span>8). The patient’s treatment was repeated once. After the se­cond sitting (six days after the first treatment session) there was almost complete regression of the symptoms with a considerably improved range of movement and no residual muscular limitations.</p>

<a href='https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/11463/thermography-and-cryotherapy/attachment/tobolski1_saezint22/'><img loading="lazy" decoding="async" width="150" height="150" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/05/Tobolski1_saezINT22-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/05/Tobolski1_saezINT22-150x150.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/05/Tobolski1_saezINT22-70x70.jpg 70w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/11463/thermography-and-cryotherapy/attachment/tobolski2_saezint22/'><img loading="lazy" decoding="async" width="150" height="150" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/05/Tobolski2_saezINT22-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/05/Tobolski2_saezINT22-150x150.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/05/Tobolski2_saezINT22-70x70.jpg 70w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>


<a href='https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/11463/thermography-and-cryotherapy/attachment/tobolski3_saezint22/'><img loading="lazy" decoding="async" width="150" height="150" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/05/Tobolski3_saezINT22-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/05/Tobolski3_saezINT22-150x150.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/05/Tobolski3_saezINT22-70x70.jpg 70w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/11463/thermography-and-cryotherapy/attachment/tobolski4_saezint22/'><img loading="lazy" decoding="async" width="150" height="150" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/05/Tobolski4_saezINT22-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/05/Tobolski4_saezINT22-150x150.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/05/Tobolski4_saezINT22-70x70.jpg 70w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>


<a href='https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/11463/thermography-and-cryotherapy/attachment/tobolski5_saezint22/'><img loading="lazy" decoding="async" width="150" height="150" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/05/Tobolski5_saezINT22-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/05/Tobolski5_saezINT22-150x150.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/05/Tobolski5_saezINT22-70x70.jpg 70w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/11463/thermography-and-cryotherapy/attachment/tobolski6_saezint22/'><img loading="lazy" decoding="async" width="150" height="150" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/05/Tobolski6_saezINT22-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/05/Tobolski6_saezINT22-150x150.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/05/Tobolski6_saezINT22-70x70.jpg 70w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>


<a href='https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/11463/thermography-and-cryotherapy/attachment/tobolski7_saezint22/'><img loading="lazy" decoding="async" width="150" height="150" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/05/Tobolski7_saezINT22-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/05/Tobolski7_saezINT22-150x150.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/05/Tobolski7_saezINT22-70x70.jpg 70w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/11463/thermography-and-cryotherapy/attachment/tobolski8_saezint22/'><img loading="lazy" decoding="async" width="150" height="150" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/05/Tobolski8_saezINT22-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/05/Tobolski8_saezINT22-150x150.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/05/Tobolski8_saezINT22-70x70.jpg 70w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>

<h2><b>Summary</b></h2>
<p>Thermal imaging (thermography) rea­dily demonstrates trigger points – especially in the region of the cervical spine – with associated muscle weakness, restricted mobility and chronified pain syndrome. The application of cryo­therapy is recommended for confirmed trigger points (neuroreflex cryotherapy) followed by taping. Furthermore, EMG testing (with concomitant biofeedback training) can be used for further diagnostics/treatment or used to evaluate the outcome of cryotherapy. Our EMG tests showed a marked reduction of muscular tension after cryotherapy indicating in summary that this technique, which is simple to apply, is a fast-acting form of treatment and is virtually free of side effects.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Thermographie und Cryotherapie</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/11415/thermographie-und-cryotherapie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Prof. Dr. med. Oliver Tobolski]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 May 2022 09:39:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[02/22]]></category>
		<category><![CDATA[ELMAKO]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://sportaerztezeitung.com/?p=11415</guid>

					<description><![CDATA[Durch Schmerzen im Bereich der verkürzten Muskulatur und damit einhergehende Steifigkeit der betreffenden Bewegungssegmente z. B. der oberen/unteren Kopfgelenke der Halswirbelsäule oder der Schulter kann es im weiteren Verlauf zu Fehlhaltungen [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Durch Schmerzen im Bereich der verkürzten Muskulatur und damit einhergehende Steifigkeit der betreffenden Bewegungssegmente z. B. der oberen/unteren Kopfgelenke der Halswirbelsäule oder der Schulter kann es im weiteren Verlauf zu Fehlhaltungen von weiter entfernt liegenden Gelenken (auf-/absteigende Kette) und<span class="Apple-converted-space">  </span>häufig zu chronifizierten Schmerzsyndromen kommen, die oft medikamentös behandelt werden müssen. Das Wort „trigger“ kommt aus dem Englischen und kann mit „Auslöser“ übersetzt werden. Man kann unterscheiden zwischen den aktiven myofaszialen Triggerpunkten, die häufig überaus schmerzhaft sind und den betroffenen Muskel oftmals abschwächen, latenten myofaszialen Triggerpunkten, die nur in der Bewegung schmerzhaft sind und assoziierten myofaszialen Triggerpunkten, die durch Funktionsstörungen der benachbarten Muskelgruppen entstehen. Häufig sind die zuletzt genannten assoziierten myofaszialen Triggerpunkte schmerzhafte Muskelverspannungen im Bereich der Schulter(gürtel)muskulatur (Musculus rhomboideus major/minor), die als Folge von muskulären Verkürzungen insbesondere im Trapeziusoberrand oder im Bereich der kurzen Halsmuskulatur reagieren.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Die Ursachen der Triggerpunkte sind vielfältig: Verkürzungen der Muskelgruppen aufgrund von Nässe/Kälte/Zugluft, einhergehende Faszienverklebungen, Fehlhaltungen, Überlastungen oder stumpfe Traumata. In der Bildgebung sind Triggerpunkte bisher nur sehr eingeschränkt zu diagnostizieren. Viele Patienten mit chronifizierten Nackenbeschwerden zeigen in den eingeleiteten bildgebenden Verfahren (MRT, Digitale Volumentomographie, Röntgen der Halswirbelsäule) keine strukturellen Auffälligkeiten. Auch in der Ultraschalldiagnostik sind Triggerpunkte nur eingeschränkt beurteilbar. Eine dezidierte manuelle Untersuchung ergibt Hinweise auf die verkürzten Muskelgruppen. Bei intensiver Untersuchung der Bewegungsausmaße der oberen/unteren Kopfgelenke sind die muskulären Verquellungen häufig tastbar. In der letzten Zeit ist die Thermographie zunehmend in den Fokus der Behandler gerückt, da mit diesem spezifischen Untersuchungssystem eine Hyperämie im betreffenden muskulären Segment nachgewiesen werden kann und somit Triggerpunkte erstmals ohne Strahlungsbelastung, relativ unproblematisch und wenig zeitintensiv dargestellt werden können.</p>
<h2><b>Patientenbeispiel</b></h2>
<p>In unserer Praxis stellte sich eine junge, sportliche Frau vor, die seit mehreren Wochen unter immer wiederkehrenden, zunehmenden Beschwerden im Bereich des linken Trapezius, aufsteigend bis in den linken Hinterkopf, litt. In der Anamnese regelmäßige sportliche Betätigung (Tennisspiel). Die Patientin ist Rechtshänderin, kein erinnerliches Trauma. Beruflich sitzende Tätigkeit (Computerarbeit). Zunehmende, intensive Stressbelastung in den letzten Wochen durch Übernahme von zusätzlichen Tätigkeiten durch coronabedingten Personalausfall. Eigenbehandlung mit Wärmeanwendungen, Massage, Schmerzgels.</p>
<p>Klinisch deutlich hochgezogene linke Schulter mit massivem Hartspann des Trapeziusoberrandes, deutliche Bewegungseinschränkungen der oberen und unteren Kopfgelenke bei Rotationsbewegungen nach rechts. Druckschmerzhaftigkeit über dem Ansatz der kurzen Halsmuskulatur am Okziput und im Verlauf des Musculus levator scapulae links. Tastbare Myogelosen/Triggerpunkte insbesondere im Trapeziusoberrand und im Bereich des Musculus rhomboideus minor. Leichtgradige Schmerzreduktion der betreffenden Muskelgruppen bei Reklination des Kopfes. Klinisch keine zuordenbaren Radikulopathien. Das mitgebrachte MRT der Halswirbelsäule zeigt einen altersentsprechenden Befund der Halswirbelsäule, ohne höhergradige verschleißbedingte Veränderungen der Facettengelenke/Bandscheibenetagen. Keine neuroforaminalen Engen.</p>
<p>In der von uns eingeleiteten Infrarotthermographie (FLIR E75 Wärmebildkamera, Abb. 1) werden mit der Kamera mehr als 75.000 Messpunkte mit einer thermischen Empfindlichkeit von &lt; 0,04 Grad Temperaturdifferenz dargestellt und somit auch kleine Flächen einer Hyperämie (Triggerpunkte) sicher nachgewiesen. Im vorliegenden Fall zeigen sich die klinisch diagnostizierten Triggerpunkte im Bereich des Trapeziusoberrandes links sowie im Bereich der kurzen Halsmuskulatur rechts (Abb. 2, siehe schwarze Kreise). Zusätzlich erfolgte zur weiteren Diagnosesicherung die Durchführung einer EMG-Diagnostik im Bereich der Schultergürtelmuskulatur mit Nachweis eines deutlich erhöhten Ruhetonus des linken Trapezius (Abb. 3+4).</p>
<figure id="attachment_11471" aria-describedby="caption-attachment-11471" style="width: 1200px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-11471" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/05/Tobolski1_saezINT22.jpg" alt="" width="1200" height="1392" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/05/Tobolski1_saezINT22.jpg 1200w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/05/Tobolski1_saezINT22-259x300.jpg 259w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/05/Tobolski1_saezINT22-883x1024.jpg 883w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/05/Tobolski1_saezINT22-768x891.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/05/Tobolski1_saezINT22-150x174.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/05/Tobolski1_saezINT22-450x522.jpg 450w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><figcaption id="caption-attachment-11471" class="wp-caption-text"><b>Abb. 1</b> Infrarotthermographie</figcaption></figure>
<figure id="attachment_11470" aria-describedby="caption-attachment-11470" style="width: 1200px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-11470" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/05/Tobolski2_saezINT22.jpg" alt="" width="1200" height="902" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/05/Tobolski2_saezINT22.jpg 1200w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/05/Tobolski2_saezINT22-300x226.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/05/Tobolski2_saezINT22-1024x770.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/05/Tobolski2_saezINT22-768x577.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/05/Tobolski2_saezINT22-150x113.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/05/Tobolski2_saezINT22-450x338.jpg 450w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><figcaption id="caption-attachment-11470" class="wp-caption-text"><b>Abb. 2</b> Triggerpunkte</figcaption></figure>

<a href='https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/11463/thermography-and-cryotherapy/attachment/tobolski3_saezint22/'><img loading="lazy" decoding="async" width="281" height="300" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/05/Tobolski3_saezINT22-281x300.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/05/Tobolski3_saezINT22-281x300.jpg 281w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/05/Tobolski3_saezINT22-960x1024.jpg 960w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/05/Tobolski3_saezINT22-768x819.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/05/Tobolski3_saezINT22-150x160.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/05/Tobolski3_saezINT22-450x480.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/05/Tobolski3_saezINT22.jpg 1200w" sizes="(max-width: 281px) 100vw, 281px" /></a>
<a href='https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/11491/discogenic-back-pain/attachment/tobolski4_saez222-kopie/'><img loading="lazy" decoding="async" width="1" height="1" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/05/Tobolski4_saez222-Kopie.tif" class="attachment-medium size-medium" alt="" /></a>

<p>Als Therapie erfolgte dann nach Diagnosesicherung in gleicher Sitzung die Anwendung der neuroreflektorischen Kältetherapie (Cryotherapie, Cryolight). Dabei wird mit Hilfe des Applikators und einer Temperatursonde der gesamte Muskelbereich (in diesem Fall Trapezius links) „heruntergekühlt“. Bei der Behandlung wird der gesamte Trapezius vom Schulterbereich bis in den Bereich der kurzen Halsmuskulatur für ca. 60 – 90 Sekunden behandelt und anschließend eine dosierte Dehnungs­behandlung durchgeführt. Die gesamte Therapiedauer beträgt pro Sitzung max. 2 Minuten. In Abhängigkeit von der Intensität der Beschwerden werden regelhaft 3 – 5 Sitzungen notwendig (Abb. 5). Anschließend noch Anlage eines Tape-Verbandes (Abb. 6). Direkt nach der Kältetherapie dann erneute Thermographie mit deutlichem Rückgang der Triggerpunktausbildung im Bereich der vorbestehenden Areale links-nuchal (Abb. 7). Die Kontrolluntersuchung im EMG zeigt im Verlauf ebenfalls eine deutliche Reduktion der Imbalance mit deutlicher Harmonisierung der Muskelspannung (Abb. 8). Die Behandlung wurde bei der Patientin einmalig wiederholt, nach der zweiten Applikation (6 Tage nach Erstbehandlung) zeigte sich eine fast vollständige Reduktion der Beschwerden mit deutlich verbessertem Bewegungsausmaß und keinen bestehenden muskulären Einschränkungen.</p>

<a href='https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/11463/thermography-and-cryotherapy/attachment/tobolski5_saezint22/'><img loading="lazy" decoding="async" width="150" height="150" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/05/Tobolski5_saezINT22-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/05/Tobolski5_saezINT22-150x150.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/05/Tobolski5_saezINT22-70x70.jpg 70w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/11463/thermography-and-cryotherapy/attachment/tobolski6_saezint22/'><img loading="lazy" decoding="async" width="150" height="150" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/05/Tobolski6_saezINT22-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/05/Tobolski6_saezINT22-150x150.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/05/Tobolski6_saezINT22-70x70.jpg 70w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>


<a href='https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/11463/thermography-and-cryotherapy/attachment/tobolski7_saezint22/'><img loading="lazy" decoding="async" width="150" height="150" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/05/Tobolski7_saezINT22-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/05/Tobolski7_saezINT22-150x150.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/05/Tobolski7_saezINT22-70x70.jpg 70w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/11415/thermographie-und-cryotherapie/attachment/tobolski8_saez222/'><img loading="lazy" decoding="async" width="150" height="150" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/05/Tobolski8_saez222-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/05/Tobolski8_saez222-150x150.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/05/Tobolski8_saez222-70x70.jpg 70w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>

<h2><b>Fazit</b></h2>
<p>Der Nachweis von Triggerpunkten – insbesondere im Halswirbelsäulen­bereich – mit einhergehender Muskelschwäche und Bewegungsein­schränkungen sowie chronifiziertem Schmerzsyndrom ist der Wärmebilddiagnostik (Thermographie) gut zugänglich. Bei nachgewiesenen Triggerpunkten empfiehlt sich die Applikation von cryo­therapeutischen Maßnahmen (neuroreflektorische Kältetherapie) mit anschlie­ßender Tape-Behandlung. Zusätzlich kann in einer EMG-Diagnostik (mit begleitendem Biofeedbacktraining) eine weiterführende Diagnostik/Therapie eingeleitet oder der Therapieerfolg der Kältetherapie bewertet werden. In der von uns durchgeführten EMG-Diag­nostik zeigt sich unter der eingeleiteten Cryotherapie eine deutliche Reduktion der muskulären Verspannungen, sodass es sich zusammenfassend bei diesem einfach anzuwendenden Verfahren um eine schnell wirkende, fast nebenwirkungsfreie Therapie handelt.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Triggerpunkte und Therapie</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/6726/triggerpunkte-und-therapie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Prof. Dr. med. Oliver Tobolski]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 25 Apr 2021 08:00:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[Online]]></category>
		<category><![CDATA[Triggerdinger]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://sportaerztezeitung.com/?p=6726</guid>

					<description><![CDATA[Fehlbelastungen, Überanspruchungen, Zerrungen oder Verletzungen von Gelenken bzw. der gelenkübergreifenden Muskulatur können zu sogenannten Triggerpunkten führen. Diese sind schmerzhafte Verspannungen oder Verkürzungen, die dazu führen, dass vorgesehene Bewegungsmöglichkeiten von Gelenken [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Fehlbelastungen, Überanspruchungen, Zerrungen oder Verletzungen von Gelenken bzw. der gelenkübergreifenden Muskulatur können zu sogenannten <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/2484/was-wissen-wir-ueber-triggerpunkte/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Triggerpunkten</a> führen. Diese sind schmerzhafte Verspannungen oder Verkürzungen, die dazu führen, dass vorgesehene Bewegungsmöglichkeiten von Gelenken und Muskeln nicht ausreichend im Alltag in Anspruch genommen werden.</strong></p>



<p>Triggerpunkte sind weit verbreitet und nichts anderes als Verquellungen/ Verhärtungen angespannter Muskelfasern, die nicht ausreichend durchblutet werden. Die millimetergroßen Muskelhartstränge sind in der Regel knotenförmig tastbar und lösen bei Druck lokale und teilweise auch ausstrahlende Beschwerden/Schmerzen aus. Diese <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/5040/geheimnisvolle-triggerpunkte/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Triggerpunkte</a> können für Fehlbelastungen/-haltungen sowie Ruhe- und Bewegungsschmerzen des Bewegungsapparates verantwortlich sein.</p>



<p>Effektive Therapiemaßnahmen zur Behandlung von Triggerpunkten sind:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Lasertherapie</li><li><a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/training/5009/myofasziale-triggerpunkte/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">radiale Stoßwellentherapie</a></li><li><a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/3035/akupunktur-clean-efficient/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Akupunktur</a></li><li><a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/5204/myofasziale-triggerpunkte-2/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Faszienbehandlung </a>mit verschiedenen punktuellen sogenannten „Triggerdingern“ oder Faszienrollen</li><li>Manuelle Therapie</li><li>Osteopathie</li><li>Spezifische Schmerztherapie nach „Liebscher &amp; Bracht</li></ul>



<p><strong>Lasertherapie</strong></p>



<p>Bei der absolut schmerzfreien <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/6135/kombinationstherapie-stosswelle-laser/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Lasertherapie</a> wird eine Tiefenwärme mittels gebündelten Lichts zur Aktivierung der Stoffwechselvorgänge in den Zellen angewandt. Die Durchblutung wird dadurch verbessert, Entzündungsprozesse zurückgedrängt, die Mediatorausschüttung der Muskelzellen reduziert und Gewebeschwellungen bilden sich rasant zurück. Der große Vorteil dieser Behandlung ist die absolute Schmerzfreiheit und ein damit verbundenes minimales Behandlungsrisiko.</p>



<p><strong>Stoßwellentherapie</strong></p>



<p>Die radiale <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/1211/sehnenansatz-beschwerden/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Stoßwellentherapie</a> basiert auf mechanischen Druckimpulsen, die schnell ansteigen und kurz andauern. Durch diese eingeleitete Energie kommt es zu einem Tiefenreiz im Gewebe, der ebenfalls die Durchblutung fördert, die Mediatorenausschüttung hemmt und die Selbstheilungskräfte anregt.</p>



<p><strong>Akupunktur</strong></p>



<p>Die <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/3035/akupunktur-clean-efficient/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Akupunktur</a> beeinflusst und reguliert ebenfalls die Energieflüsse und aktiviert die Selbstheilungskräfte im Organismus. Hierbei werden durch einen mechanischen Reiz abschwellende Botenstoffe ausgeschüttet.</p>



<p><strong>Faszienbehandlung, Rollen, Massage etc.</strong></p>



<p>Mit Hilfe von verschiedenen Faszienrollen oder den neuartigen <a href="https://sportaerztezeitung.com/applikation/triggerdinger/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">„Triggerdingern“</a><a href="https://www.triggerdinger.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener"> </a>können hartnäckige muskuläre Verspannungen gelöst werden. Insbesondere die punktuelle Massage durch Triggerdinger, die an einen Daumen angepasst sind, führt zu einer intensiven Behandlung verspannter Muskelareale. Durch den punktuellen Druck wird der Bereich vermehrt durchblutet, Verspannungen lösen sich und Triggerpunkte verschwinden. Die bearbeiteten und aufgelockerten Muskelstränge tragen zudem auch zur Verbesserung der Mobilität bei, da durch die rückläufige Verkürzung die ursprünglichen Bewegungsausmaße des Gelenkes wiederherbeigeführt werden.</p>



<p><strong>Manuelle Therapie</strong></p>



<p>Die Manuelle Therapie hilft, Funktionsstörungen und schmerzhafte Verhärtungen des Bewegungsapparates der betroffenen Muskulatur und Gelenke mit gezielten und speziellen Handgriffen und Mobilisationstechniken zu lösen und das Zusammenspiel zwischen Gelenken, Nerven und Muskeln wiederherzustellen.</p>



<p><strong>Osteopathie</strong></p>



<p>Der Fokus der Osteopathie liegt auf dem Erkennen, Aufspüren und vor allem Behandeln der Ursachen für die entstandenen Beschwerden. Jedes Körperteil und Organ benötigt zur optimalen Funktionalität ausreichende Bewegungsfreiheit. Ist diese nicht gegeben, entstehen zunächst Gewebespannungen und darauf aufbauend Funktionseinschränkungen sowie Schmerzen. Ziel der Osteopathie ist es, fehlgeleitete Kräfte zu beheben und zu lösen und die Beweglichkeit wiederherzustellen.</p>



<p><strong>Schmerztherapie nach Liebscher &amp; Bracht-Methode</strong></p>



<p>Die Basis der Schmerztherapie nach Liebscher &amp; Bracht-Methode (LnB) ist die Annahme, dass die meisten Schmerzen von unserem Gehirn geschaltet werden, wenn die Spannungen in den Muskeln und Faszien zu hoch sind. Das Gehirn will uns dann mit den Schmerzen vor Schäden schützen. Diesem schmerzverursachenden Mechanismus will die LnB-Therapie mit Osteopressur und einer speziell abgestimmten Bewegungstherapie entgegenwirken ihn so beheben.</p>



<div class="wp-block-buttons is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex">
<div class="wp-block-button"><a class="wp-block-button__link" href="https://sportaerztezeitung.com/applikation/triggerdinger/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Mehr zu Triggerdinger</a></div>
</div>



<p></p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Hilfe zur Selbsthilfe mit Triggerdinger" width="755" height="425" src="https://www.youtube.com/embed/Qqqk7L428aI?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Bewegungsanalyse</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/training/4685/bewegungsanalyse/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Prof. Dr. med. Oliver Tobolski]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 Jan 2021 09:01:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Training]]></category>
		<category><![CDATA[01/20]]></category>
		<category><![CDATA[menios]]></category>
		<category><![CDATA[Velamed]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://sportaerztezeitung.com/?p=4685</guid>

					<description><![CDATA[Die Bewegungsanalyse hat in der ortho­pädischen Praxis einen wichtigen Stellenwert eingenommen, da Schmerzsyndrome häufig nicht auf Strukturschädigungen – und somit durch eine bildgebende (Schnittbild)-diagnostik nachweisbar –, sondern auf Funktionsbeeinträchtigungen zurück­zuführen [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Die Bewegungsanalyse hat in der ortho­pädischen Praxis einen wichtigen Stellenwert eingenommen, da Schmerzsyndrome häufig nicht auf Strukturschädigungen – und somit durch eine bildgebende (Schnittbild)-diagnostik nachweisbar –, sondern auf Funktionsbeeinträchtigungen zurück­zuführen sind, die nur einer differenzierten Funktionsanalyse zugänglich sind.&nbsp;</strong></p>



<p>Auf dem Markt gibt es verschiedene Anbieter hochspezialisierter Vermessungssysteme, die in der Lage sind, sowohl statische Haltungsanalysen als auch dynamische Bewegungsanalysen durchzuführen, bis hin zu Hochgeschwindigkeitsanalysen, die dann im Hochleistungssportbereich eine Rolle spielen.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="514" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb1_saez0120-1024x514.jpg" alt="" class="wp-image-4686" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb1_saez0120-1024x514.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb1_saez0120-300x151.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb1_saez0120-768x385.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb1_saez0120-150x75.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb1_saez0120-450x226.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb1_saez0120-696x349.jpg 696w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb1_saez0120-1068x536.jpg 1068w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb1_saez0120-837x420.jpg 837w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb1_saez0120.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Abb. 1 Auswertung einer lichtoptischen Wirbelsäulenvermessung mit nachweisbarer Seitausbiegung der unteren BWS/oberen LWS mit diskreter Beckenfehlstellung (Diers-System)</figcaption></figure>



<p><strong>Einsatzmöglichkeiten einer solchen Haltungs-/Bewegungsanalyse:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li>unspezifische Rückenschmerzen (Sportler/Nicht-Sportler)</li><li>auf- und absteigende Kettenprobleme durch Blockaden (Talusblockade, Fibulaköpchenblockade, ISG-Blockaden)</li><li>nach Prothesenimplantationen (Knie, Hüfte und Sprunggelenk)</li><li>vor und nach Umstellungsoperationen bei Beinachsenstörungen</li><li>Haltungsanomalien im Kindesalter zur Verlaufskontrolle (skoliotische Fehlhaltung/Skoliose)</li><li>z. B. im Rahmen von Kaderuntersuchungen bei jungen leistungsorientierten Sportlern zur Vermeidung von Überlastungsschäden</li></ul>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="616" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb2_saez0120-1024x616.jpg" alt="" class="wp-image-4687" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb2_saez0120-1024x616.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb2_saez0120-300x181.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb2_saez0120-768x462.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb2_saez0120-150x90.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb2_saez0120-450x271.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb2_saez0120-696x419.jpg 696w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb2_saez0120-1068x643.jpg 1068w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb2_saez0120-698x420.jpg 698w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb2_saez0120.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Seitansicht der in Abb. 1 erhobenen Befunde mit 
erhobenen Messwerten (Kyphose, Lordose) (Diers-System)</figcaption></figure>



<p><strong>Rückenschmerz</strong></p>



<p>Insbesondere der unspezifische Rückenschmerz kann durch Funktionsstörungen, wie z. B. der hüftübergreifenden Muskelgruppen, der geraden und schrägen Bauchmuskulatur oder durch Verkürzungen der autochthonen Rückenmuskulatur verursacht werden, entweder durch einseitige Belastungen oder durch fehlerhaftes Training. Als wichtigster Rückenstabilisator nimmt die autochthone Rückenmuskulatur und als Gegenspieler der M. Iliopsoas eine wichtige Rolle ein. Bei ständigem Sitzen kommt es zu Verkürzungen der Iliopsoasmuskulatur, mit einhergehender Abschwächung der autocht­honen Rückenmuskulatur, welches unweigerlich zu einer Hyperlordose führt. Hyperlordotische Beschwerden führen zu unspezifischen Kompressionssyndromen der Facettengelenke, aber auch zu Irritationen der austretenden Spinalnerven, sodass der Rückenschmerz durch ein einfaches Auftrainieren der Rückenstütz­muskulatur mit einem gleichzeitigen Aufdehnen der Iliopsoasmuskulatur (Entlordosierung) sehr häufig positiv beeinflusst werden kann.</p>



<p>Komplexer wird es, wenn zu den muskulären Beschwerden auch Rotationsfehlstellungen im Bereich der unteren LWS/des ISG zu einer Beckentorsion führen, die dann durch manualtherapeutische/osteopathische Maßnahmen verbesserbar sind. Hier spielt die Wirbelsäulenvermessung eine wichtige Rolle, weil lichtoptisch sowohl die Stellung der Beckenetage als auch eine etwaige Rotationsfehlstellung und Seitverbiegung der unteren Lendenwirbelsäule strahlungsfrei nachgewiesen werden können und der Physiotherapeut die einzelnen Blockaden dann gezielt angehen kann. Die Funktionsanalyse erlaubt eine dezi­dierte Betrachtung sämtlicher Wirbelkörper, sodass zum einen eine strahlungsfreie Diagnostik erfolgen kann und zum anderen auch eine Überprüfung des manual-/physiotherapeutischen Behandelns möglich ist (Kontrolluntersuchungen).</p>



<p>Der größte Pluspunkt der Bewegungsanalyse ist die Tatsache, dass der Patient mit Hilfe eines individualisierten Trainingsplanes an defizitären/verkürzten Muskelgruppen arbeiten kann und man zusätzlich in der Lage ist, über Apps einen individualisierten Trainingsplan auf das Smartphone des Patienten zu spielen sowie über Wearables dann auch zu messen, ob dieser Trainingsplan in der vorgegebenen Intensität und Frequenz bearbeitet wird. Ein spezifisches Auslesen der über die Wearables erhobenen Daten im Beisein des Patienten (Datenschutzthematik) gibt Rückschlüsse auf durchgeführte Frequenz und Intensität des Trainings und führt zu einer weiteren Motivierung des Patienten. Das lichtoptische System gewährleistet eine strahlungsfreie und somit in regelmäßigen Abständen (sechs- bis achtwöchige Intervalle) wiederholbare Messung. Die detaillierte Auswertung dokumentiert sämtliche veränderten Parameter und kann den Patienten so zusätzlich motivieren, seinen individuellen Trainingsplan weiter zu befolgen. Auch Dysbalancen im Bereich der Brust- und Halswirbelsäule durch Blockaden, Seitausbiegung oder Verkürzung von verschiedenen Muskelgruppen (Rhomboidalmuskulatur, Musculus trapezius, autochthone Rückenmuskulatur der BWS) können dargestellt und Dehnungsübungen bzw. Kräftigungsübungen eingeleitet werden.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="867" height="1024" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb3_saez0120-867x1024.jpg" alt="" class="wp-image-4688" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb3_saez0120-867x1024.jpg 867w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb3_saez0120-254x300.jpg 254w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb3_saez0120-768x908.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb3_saez0120-150x177.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb3_saez0120-450x532.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb3_saez0120-300x355.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb3_saez0120-696x822.jpg 696w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb3_saez0120-1068x1262.jpg 1068w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb3_saez0120-355x420.jpg 355w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb3_saez0120.jpg 1200w" sizes="(max-width: 867px) 100vw, 867px" /><figcaption>Technische Durchführung
(rasterstereographische Untersuchung 
der Rückenoberfläche (Diers-System))</figcaption></figure>



<p><strong>Sprunggelenk</strong></p>



<p>Funktionelle Beschwerden des Sprunggelenkes mit einhergehenden Reizungen der Achillessehne oder Abrollstörungen des USG sind bei Stop and Go-Sportlern häufig. Zum einen spielt die Fußstellung, zum anderen aber auch die gesamte Beinachse und die absteigende Muskelkette vom Becken bis zum Sprunggelenk eine wichtige Rolle. Durch die Bewegungsanalyse auf dem Laufband können Fehlstellungen im oberen/unteren Sprunggelenk, aber auch valgische und varische Beinachsendeformitäten bzw. Einschränkungen des Pelvic Drop nachgewiesen und therapeutisch angegangen werden. Zusätzlich zu den funktionellen Einschränkungen steht das Sprunggelenk bei Stop and Go-Sportarten durch seine Anfälligkeit für Supinationstraumata im Fokus der orthopädischen Therapie. Mehrere (intelligente) Stabilisierungsbandagen (z. B. FastProtect Malleo, Fa. Juzo) bieten aktuell durch „intelligente“ Stabilisierungsmaßnahmen die Möglichkeit, ein Sprunggelenk sozusagen prophylaktisch vor einem Umknicktrauma zu bewahren. So ist man in der Lage, den Patienten manualtherapeutisch zu behandeln und durch eigene Trainingseinheiten (Training mit eigenem Körpergewicht) bzw. durch ein Erlernen spiraldynamischer Bewegungsmuster dazu zu bringen, Fehlbelastungen zu reduzieren und das Gangbild zu harmonisieren.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="748" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb4_saez0120-1024x748.jpg" alt="" class="wp-image-4689" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb4_saez0120-1024x748.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb4_saez0120-300x219.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb4_saez0120-768x561.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb4_saez0120-150x110.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb4_saez0120-450x329.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb4_saez0120-696x508.jpg 696w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb4_saez0120-1068x780.jpg 1068w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb4_saez0120-575x420.jpg 575w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb4_saez0120.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Y-Balance-Test: Patient mit Instabilität 
des rechten oberen Sprunggelenkes 
(FastProtect Malleo, Fa. Juzo)</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="803" height="1024" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb5_saez0120-803x1024.jpg" alt="" class="wp-image-4690" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb5_saez0120-803x1024.jpg 803w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb5_saez0120-235x300.jpg 235w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb5_saez0120-768x979.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb5_saez0120-150x191.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb5_saez0120-450x574.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb5_saez0120-300x383.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb5_saez0120-696x887.jpg 696w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb5_saez0120-1068x1362.jpg 1068w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb5_saez0120-329x420.jpg 329w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb5_saez0120.jpg 1200w" sizes="(max-width: 803px) 100vw, 803px" /><figcaption>Sprungkrafttestung nach Bandagenversorgung nach rezidivierenden Umknicktraumata</figcaption></figure>



<p><strong>Fazit</strong></p>



<p>Zusammenfassend spielt die statische und dynamische lichtoptische Bewegungsanalyse sowohl beim Normalpatienten zum Nachweis funktioneller Beschwerden eine wichtige Rolle als auch im leistungsorientierten Sportbereich. Hier nicht nur zur Detektion defizitärer Muskelgruppen und zur Leistungsverbesserung, sondern insbesondere zur Prävention eines Auftretens von Überlastungsschäden. Hier gilt, dass die Symmetrie des Muskelmantels den wichtigsten Schutzschild gegen die Entstehung von Verletzungen darstellt. Die Bewegungsanalyse ist als Tool in der modernen orthopädischen Sportmedizin nicht mehr wegzudenken, da neben der althergebrachten Diagnostik von Strukturschädigungen die Funktion immer mehr in den Fokus der Behandler rückt. Eine besonders wichtige Rolle spielt die Bewegungsanalyse sicherlich auch bei der Frage „Return to Motion/Return to Sport“ nach Sportverletzungen. Hier kann durch die Visualisierung von Bewegungsabläufen die Belastungsfähigkeit des Gelenkes insbesondere im Leistungsbereich verlässlich gemessen und somit die Wiedererlangung der Sportfähigkeit ohne die Gefahr eines vergrößerten Re-Injury-Risikos genau eingeschätzt werden.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Arthrose der Facettengelenke</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/3935/arthrose-der-facettengelenke/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Prof. Dr. med. Oliver Tobolski]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Dec 2020 09:02:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[02/20]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://sportaerztezeitung.com/?p=3935</guid>

					<description><![CDATA[Anwendungsbeobachtung zum Vergleich der Wirkung von autologem konditioniertem Serum (ACS) gegen Cortison (Triam) an Facettengelenken der Lendenwirbelsäule. Ausgangssituation: Chronische Rückenschmerzen gehören zu den häufigsten Gesundheitsstörungen der Industrieländer und verursachen hohe [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Anwendungsbeobachtung zum Vergleich der Wirkung von autologem konditioniertem Serum (ACS) gegen Cortison (Triam) an Facettengelenken der Lendenwirbelsäule. Ausgangssituation: Chronische Rückenschmerzen gehören zu den häufigsten Gesundheitsstörungen der Industrieländer und verursachen hohe Kosten für Wirtschaft und Versicherungssysteme. Der durch die Facettengelenke bedingte Schmerz stellt in ca. 15 – 20 % die Ursache der Rückenschmerzen dar. </strong></p>



<p>Unter dem Begriff „Facettensyndrom“ bzw. „Facettengelenksarthrose“ versteht man einen chronischen Schmerzzustand aufgrund einer Reizung der in der Facettengelenkkapsel liegenden Schmerzrezeptoren, hervorgerufen durch chronische Überlastungen bzw. Gelenkinkongruenzen als Folge von degenerativen Bandschei­benschäden oder verschleißbedingten Veränderungen (Arthrosen). Am häufigsten ist erfahrungsgemäß die Lendenwirbelsäule betroffen. Die Patienten klagen meist über bereits lange bestehende, hartnäckige, häufig schwer zu behandelnde Schmerzen mit Morgensteifigkeit und einem Anlaufschmerz. Klinisch-diag­nostisch ist das Facettensyndrom schwer abgrenzbar. Typisch sind jedoch ein schmerzhafter Muskelhartspann und ein lokaler Druck- und Klopfschmerz über den Dornfortsätzen sowie ein bewegungsabhängiger Schmerz im Bereich der paravertebralen Muskulatur.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="542" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb1_saez0220-1024x542.jpg" alt="" class="wp-image-3942" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb1_saez0220-1024x542.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb1_saez0220-300x159.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb1_saez0220-768x406.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb1_saez0220-150x79.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb1_saez0220-450x238.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb1_saez0220.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Gesamtergebnisse nach Durchführung einer Facettengelenksbehandlung</figcaption></figure>



<p><strong>Diagnostik &amp; Therapie</strong></p>



<p>Bei den bildgebenden Verfahren spielen neben dem konventionellen Röntgen der Wirbelsäule in zwei Ebenen insbesondere CT und MRT eine wesentliche Rolle. Neue diagnostische Verfahren sind dopplersonographische Untersuchungen (Powerdoppler) des relativ gut einschallbaren Gelenkes zur Darstellung der Neovaskularisation als Zeichen einer Aktivierung der Entzündungsreaktion. Im Frühstadium der Facettengelenksarthrose ist zunächst eine konservative Behandlung angezeigt, wofür sich verschiedene physikalische Maßnahmen bis hin zur Extension am Schlingentisch anbieten, gegebenenfalls unterstützt durch orale Analgetika- oder Antiphlogistikagabe. Die weiteren therapeutischen Optionen bestehen in Facettengelenksinfiltrationen mit Lokalanästhetika und/oder Kortikoiden sowie der perkutanen Thermo- und Kryodenervation. Die Anzahl der intra-artikulären Kortikoidinjektionen sollte auf 4 pro Jahr beschränkt werden, da Steroide neben ihrer antiphlogistischen Wirkung auch einen negativen Einfluss auf den Proteoglykanstoffwechsel haben. Neuere Ansätze zeigen auch eine Wirkungsweise von sogenannten Orthobiologika (Eigenbluttherapien) im Bereich der Facettengelenke. Hierzu zählt auch ACS – autologes konditioniertes Serum. Bei der Herstellung des ACS wird die endogene Produktion entzündungshemmender Zytokine stimuliert und das Serum zudem mit Wachstumsfaktoren angereichert. Dieses „konditionierte“ Serum aus dem Blut des Patienten wird in die betroffenen Gelenke injiziert und übt dort einen entsprechend positiven Effekt aus. Die körpereigenen Schutzproteine wirken entzündungshemmend, schmerzlindernd und knorpelschützend.</p>



<figure class="wp-block-gallery columns-2 is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex"><ul class="blocks-gallery-grid"><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="734" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb2_saez0220-1024x734.jpg" alt="" data-id="3937" data-full-url="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb2_saez0220.jpg" data-link="https://sportaerztezeitung.com/?attachment_id=3937" class="wp-image-3937" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb2_saez0220-1024x734.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb2_saez0220-300x215.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb2_saez0220-768x550.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb2_saez0220-150x108.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb2_saez0220-450x323.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb2_saez0220.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="blocks-gallery-item__caption">Visuelle Analogskala der Patienten 
im Verlauf in Ruhe</figcaption></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="641" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb3_saez0220-1024x641.jpg" alt="" data-id="3938" data-full-url="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb3_saez0220.jpg" data-link="https://sportaerztezeitung.com/?attachment_id=3938" class="wp-image-3938" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb3_saez0220-1024x641.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb3_saez0220-300x188.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb3_saez0220-768x481.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb3_saez0220-150x94.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb3_saez0220-450x282.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb3_saez0220.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="blocks-gallery-item__caption">Modifizierter Öhberg-Score (Kapseldurchblutung
in der Duplex-Sonographie der Facettengelenke 
an Terminen T1-T5)</figcaption></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="680" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb4_saez0220-1024x680.jpg" alt="" data-id="3939" data-full-url="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb4_saez0220.jpg" data-link="https://sportaerztezeitung.com/?attachment_id=3939" class="wp-image-3939" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb4_saez0220-1024x680.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb4_saez0220-300x199.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb4_saez0220-768x510.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb4_saez0220-150x100.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb4_saez0220-450x299.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb4_saez0220.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="blocks-gallery-item__caption">Visuelle Analogskala der Patienten in Bewegung<br>(leichtes Spazierengehen)</figcaption></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="689" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb5_saez0220-1024x689.jpg" alt="" data-id="3940" data-full-url="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb5_saez0220.jpg" data-link="https://sportaerztezeitung.com/?attachment_id=3940" class="wp-image-3940" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb5_saez0220-1024x689.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb5_saez0220-300x202.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb5_saez0220-768x516.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb5_saez0220-150x101.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb5_saez0220-450x303.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb5_saez0220.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="blocks-gallery-item__caption">Deutliche Veränderungen der Kraftentwicklung der paravertebralen autochthonen Rückenmuskulatur unter der eingeleiteten Therapie (ACS gegen Triam)</figcaption></figure></li></ul></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="614" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb6_saez0220-1024x614.jpg" alt="" class="wp-image-3941" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb6_saez0220-1024x614.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb6_saez0220-300x180.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb6_saez0220-768x460.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb6_saez0220-150x90.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb6_saez0220-450x270.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_Abb6_saez0220.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Darstellung des Ruhe EMG der autochthonen Rückenmuskulatur paravertebral im Vergleich T1/T5. Deutliche Veränderungen der ACS-Gruppe  (Normalisierung des Ruhe EMG)</figcaption></figure>



<p><strong>Ziel der Anwendungsbeobachtung</strong></p>



<p>Studien-Hypothese: Die intraartikuläre Behandlung mit ACS an den Facetten bewirkt eine vergleichbare Beschwerdelinderung an degenerativ-entzündlich veränderten Facetten im Vergleich zu Naropin/Triam, der Entzündungsgrad im Powerdoppler ist vergleichbar reduziert, die Gelenkfunktion in der Aktivitätsmessung ist vergleichbar verbessert.</p>



<p><strong>Methodik und Randomisierung</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li>Monozentrisch, offen und prospektiv; Durchführung der Injektionen von einem erfahrenen Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie bei ambulanten Patienten&nbsp;</li><li>Einschlusskriterien: 50 Patienten mit typischer Schmerzsymptomatik der LWS und in der<br>Bildgebung nachgewiesenen Facettengelenkarthrose (Rö, CT, MRT). Eine Schmerzdauer von mehr als<br>6 Monaten wurde vorausgesetzt.</li><li>Ausschlusskriterien: Internistische Vorerkrankungen, Infektionskrankheiten, begleitende höhergradige Pathologien der Bandscheibe (Prolaps), klinische Radikulopathie, radiologischer Nachweis einer Listhesis oder Skoliose, vorangegangene LWS Fraktur oder vorangegangene Wirbelsäulenoperation.</li><li>Die Patienten wurden über alle bestehenden Therapiemöglichkeiten informiert (mögliche Alternativen und das Verhalten nach der Maßnahme wurden ausführlich erläutert) und gaben ihr schriftliches Einverständnis<br>zur Behandlung.&nbsp;</li><li>Die beidseitigen intraartikulären Injektionen der Facettengelenke erfolgten unter streng sterilen Kautelen<br>und wurden unter sonographischer Kontrolle durchgeführt.&nbsp;</li><li>Triam/Naropin – Dosierung: Naropin, 1 Ampulle à 5 ml, Triam 20 mg, 1 Ampulle à 2 ml</li><li>ACS hergestellt mit IMPACT Platform for Autologous Cell Therapies aus 12 ml Vollblut</li><li>Nach bilateralen Injektionen der Facettenglenke im Abstand von ca. 1 Woche über einen Zeitraum von 12 Wochen wurden der Schmerzgrad, Entzündungsgrad (duplexsonographisch) sowie Funktionsparameter wie Reklination, Kraftentwicklung der Extensoren und EMG der Rückenstrecker evaluiert</li></ul>



<p><strong>Ergebnisse</strong></p>



<p>Teilnehmer der Praxisstudie waren 50 Patienten im Alter von 36 bis 79 Jahren (Durchschnitt 53 Jahre) mit chronischem Facettengelenkssyndrom der Lendenwirbelsäule. Der Beobachtungszeitraum umfasste Januar 2019 bis Juli 2019 (erste Befunderhebung / erster Patient, letzte Befunderhebung / letzter Patient). Fast alle Patienten gaben an, orale Antiphlogistika/Antirheumatika (in den meisten Fällen „gelegentlich“) eingenommen zu haben. Nimmt man die Angaben „Beschwerdefreiheit“ und „deutliche Besserung“ zusammen, so erfuhren fast 90 % aller Patienten (sowohl aus der ACS-Gruppe als auch der Triam/Naropin-Gruppe) ein sehr gutes Behandlungsergebnis. Die Behandlung wurde generell sehr gut vertragen. Keiner der 50 Patienten gab während oder nach der Behandlung Beschwerden an, die in Zusammenhang mit den Injektionen stehen könnten.</p>



<p><strong>Fazit</strong></p>



<p>Die Facetten-Behandlung mit dem autologen Präparat ACS wurde von allen Patienten sehr gut vertragen und erwies sich in fast 90 % der Fälle als sehr gut wirksam, insbesondere, wenn die degenerativen Beschwerden noch nicht sehr stark ausgeprägt waren. Die Schmerz- und Beschwerdesymptomatik nahm während des zweiwöchigen Behandlungszyklus kontinuierlich ab. Besonders bemerkenswert ist jedoch, dass nicht nur während dieser Zeit bei den meisten Studienteilnehmern ein Behandlungserfolg erzielt werden konnte, sondern dass die Besserung bei vielen Patienten nach Therapieende noch anhielt und im weiteren Verlauf während des Nachbeobachtungszeitraumes sogar noch zunahm. Zusammenfassend kann somit festgestellt werden, dass die antientzündliche/schmerzreduzierende Wirkung von ACS vergleichbar und langfristig überlegen ist im Vergleich zu der konventionellen Injektionsbehandlung der Facettengelenksarthrose mit Triam/Naropin. Die im Rahmen dieser Anwendungsbeobachtung überprüften aktiven Beweglichkeitstestungen der Facettengelenke (Reklinationstest, Überprüfung der groben Kraft und EMG Rückenstrecker) zeigten tendenziell bessere Werte in der ACS-Gruppe. </p>



<p><em>Literatur beim Verfasser</em></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Digitale Volumentomographie (DVT)</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/3833/digitale-volumentomographie-dvt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Prof. Dr. med. Oliver Tobolski]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Dec 2020 09:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[04/19]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://sportaerztezeitung.com/?p=3833</guid>

					<description><![CDATA[Die Digitale Volumentomographie DVT (auch als Cone Beam CT bezeichnet) ist ein innovatives Schnittbildverfahren zur dreidimensionalen Darstellung des aufgenommenen Volumens. Initial eingeführt in der Kieferorthopädie, hat es vor nunmehr sieben [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Die Digitale Volumentomographie DVT (auch als Cone Beam CT bezeichnet) ist ein innovatives Schnittbildverfahren zur dreidimensionalen Darstellung des aufgenommenen Volumens. Initial eingeführt in der Kieferorthopädie, hat es vor nunmehr sieben Jahren in die Orthopädie und Unfallchirurgie Einzug gehalten und wird aktuell von ca. 50 Praxen/Kliniken in Deutschland genutzt.&nbsp;</strong></p>



<p>Die DVT Diagnostik (SCS Med Series H22) ermöglicht eine radiologische Untersuchung vom Oberarm bis zur Hand und vom Oberschenkel bis zum Fuß. Der große Vorteil der DVT-Diag­nostik liegt in der Möglichkeit, achsbelastete Aufnahmen (Knie, Sprunggelenk und Fuß) durchzuführen und darüber hinaus auch bei liegendem Implantatmaterial differenzierte Aussagen zur Implantatlage bzw. fraglichen Lockerungen treffen zu können. Durch die nahezu artefaktfreie Darstellung der Grenzschicht zwischen Implantat und Knochen können sehr frühzeitig Lockerungen erkannt werden, häufig noch lange, bevor szintigraphische Befunde auffällig werden. Das DVT nutzt einen dreidimensional ausgebildeten Röntgenstrahl sowie einen ultrahochauflösenden Flachdetektor, mit dem aus unzähligen Blickrichtungen innerhalb der etwa 18 Sekunden andauernden Untersuchung mehrere hundert Projektionsaufnahmen des aufzunehmenden Volumens erstellt werden. Die Untersuchung dauert somit nur wenige Minuten, bis die dreidimensional aufgearbeiteten Daten dem Behandler auf dem Bildschirmmonitor zur Verfügung stehen. Damit entfallen Schnittstellenprobleme, wie sie bei notwe­ndigen auswärts durchzuführenden Untersuchungen normalerweise anfallen (Inhouse-Diagnostik).</p>



<p>Im eigenen Patientengut nutzen wir die DVT­-Diagnostik in folgenden Bereichen:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Zur Detektion von Haarrissen/Ermüdungsbrüchen, insbesondere im Bereich des Unterschenkels und des Fußes</li><li>In Verbindung mit Kontrastmitteluntersuchungen zur Beurteilung von arthrot­ischen Veränderungen der lasttragenden Gelenke</li><li>Zur Frage einer Fragmentdislokation im Rahmen von Frakturen (Radius­köpfchenfrakturen, Sprunggelenks­frakturen, Mittelhandfrakturen etc.)</li><li>Zur Diagnostik freier Gelenkkörper</li><li>Ausmessung von Knochenzysten</li><li>Zur Achsvermessung bei Umstellungs­osteotomien sowohl im Kniegelenksbereich als auch im Bereich der Fußchirurgie</li><li>Zur Frage von Syndesmosenverletzungen bei Distorsionstrauma, in Verbindung mit Kontrastmitteluntersuchungen (Abklärung Syndesmosenruptur)</li><li>Zur Planung von Prothesenimplantationen, in Verbindung mit anderer Software (Kombination Ganzbeinaufnahme/DVT)</li><li>Zur Diagnostik von Kallusbildungen/Ausheilung operativer Korrektur­maßnahmen (auch im Gipsverband)</li><li>Zur bildgebenden Darstellung der ­Facettengelenke im HWS-Bereich</li></ul>



<p>Einen besonderen Schwerpunkt nimmt in der hiesigen Praxisklinik die Diagnostik von Sprunggelenksverletzungen ein. Insbesondere nach forcierten Umknicktraumen mit persistierenden Beschwerden im Rahmen der Aufbelastung bietet sich eine DVT-Diagnostik an. In Verbindung mit Kontrastmittel können in achsbelasteten Aufnahmen frühzeitig Hinweise z.B. auf Syndesmosenrupturen visualisiert werden. Insbesondere bei der Frage „Return-­to-Sports“ nach Distorsionstraumen ist die DVT-Diagnostik geeignet, ohne Schnittstellenverlust wichtige Informationen an alle beteiligten Behandler/Betreuer (Trainer/Physiotherapeut) weiterzugeben.</p>



<p>Abbildungen 1 und 2 zeigen sowohl Gerät als auch die mögliche Positionierung von Patienten bei achsbelasteten Kniegelenksaufnahmen. Die Bildqualität der Aufnahmen ist infolge der hohen isotropen Auflösung von 200 µm vor dem Hintergrund der angewendeten Strahlenhy­giene anderen Hochkontrast-Schnittbildgebungen wie dem klassischen CT deutlich überlegen. Ermittelt werden konnte, dass das innovative DVT-Verfahren eine um mindestens 50 %, teilweise um bis zu 92 % geringere effektive Strahlendosis im Vergleich zum klassischen CT besitzt, wie in mehreren anderen wissenschaftlichen Studien bestätigt wurde. Das hier im Hause verwendete Gerät ist in der Lage, bei nachweislich hoher Bildqualität eine Strahlendosis anzuwenden, die unterhalb der des 2D-Projek­tionsröntgens in zwei Ebenen liegt. Nachfolgend exemplarisch Bildmaterial der hier durchgeführten Untersuchungen:</p>



<figure class="wp-block-gallery columns-2 is-cropped wp-block-gallery-2 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex"><ul class="blocks-gallery-grid"><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski1_saez0419-768x1024.jpg" alt="" data-id="3838" data-full-url="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski1_saez0419.jpg" data-link="https://sportaerztezeitung.com/?attachment_id=3838" class="wp-image-3838" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski1_saez0419-768x1023.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski1_saez0419-225x300.jpg 225w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski1_saez0419-1153x1536.jpg 1153w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski1_saez0419-150x200.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski1_saez0419-450x600.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski1_saez0419.jpg 1200w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="blocks-gallery-item__caption">Abb. 1 DVT (SCS MedSeries® H22) in
Untersuchungsposition zur Durchführung von nicht-achsbelasteten Aufnahmen</figcaption></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="767" height="1024" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski2_saez0419-767x1024.jpg" alt="" data-id="3837" data-full-url="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski2_saez0419.jpg" data-link="https://sportaerztezeitung.com/?attachment_id=3837" class="wp-image-3837" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski2_saez0419-767x1024.jpg 767w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski2_saez0419-225x300.jpg 225w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski2_saez0419-768x1026.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski2_saez0419-1150x1536.jpg 1150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski2_saez0419-150x200.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski2_saez0419-450x601.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski2_saez0419.jpg 1200w" sizes="(max-width: 767px) 100vw, 767px" /><figcaption class="blocks-gallery-item__caption">Abb. 2 Positionierung des Gerätes zur Durchführung einer achsbelas­teten Aufnahme des Kniegelenkes</figcaption></figure></li></ul></figure>



<p>Abb. 3: Rekonstruktion eines Sprunggelenkes eines 25jährigen Patienten nach Distorsion. Nachweis einer distalen Fibulafraktur zur Abklärung einer OP-Indikation.</p>



<p>Abb. 4: Darstellung einer mehrfragmentären Radiusköpfchenfraktur einer 76jährigen, multimorbiden Patientin nach Sturz auf die Elle, zur Abklärung einer OP-Indikation.</p>



<p>Abb. 5: Darstellung einer fortgeschrittenen ­Facettengelenksarthrose bei chronifiziertem HWS-­Syndrom.</p>



<p>Abb. 6: Multiple freie Gelenkkörper im Ellbogengelenk bei klinischer Streckfehlstellung, zur präoperativen Diagnostik.</p>



<p>Abb. 7: Koronare, sagittale, axiale und multiplanare Rekonstruktion des Kniegelenkes nach intraartikulärer Kontrastmittelgabe.</p>



<figure class="wp-block-gallery columns-3 is-cropped wp-block-gallery-3 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex"><ul class="blocks-gallery-grid"><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="651" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski7_saez0419-1024x651.jpg" alt="" data-id="3836" data-full-url="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski7_saez0419.jpg" data-link="https://sportaerztezeitung.com/?attachment_id=3836" class="wp-image-3836" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski7_saez0419-1024x651.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski7_saez0419-300x191.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski7_saez0419-768x488.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski7_saez0419-150x95.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski7_saez0419-450x286.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski7_saez0419.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="blocks-gallery-item__caption">Abb. 7</figcaption></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="627" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski6_saez0419-1024x627.jpg" alt="" data-id="3842" data-full-url="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski6_saez0419.jpg" data-link="https://sportaerztezeitung.com/?attachment_id=3842" class="wp-image-3842" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski6_saez0419-1024x627.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski6_saez0419-300x184.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski6_saez0419-768x470.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski6_saez0419-150x92.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski6_saez0419-450x276.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski6_saez0419.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="blocks-gallery-item__caption">Abb. 6</figcaption></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="648" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski5_saez0419-1024x648.jpg" alt="" data-id="3841" data-full-url="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski5_saez0419.jpg" data-link="https://sportaerztezeitung.com/?attachment_id=3841" class="wp-image-3841" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski5_saez0419-1024x648.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski5_saez0419-300x190.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski5_saez0419-768x486.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski5_saez0419-150x95.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski5_saez0419-450x285.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski5_saez0419.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="blocks-gallery-item__caption">Abb. 5</figcaption></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="644" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski4_saez0419-1024x644.jpg" alt="" data-id="3840" data-full-url="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski4_saez0419.jpg" data-link="https://sportaerztezeitung.com/?attachment_id=3840" class="wp-image-3840" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski4_saez0419-1024x644.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski4_saez0419-300x189.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski4_saez0419-768x483.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski4_saez0419-150x94.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski4_saez0419-450x283.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski4_saez0419.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="blocks-gallery-item__caption">Abb. 4</figcaption></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="660" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski3_saez0419-1024x660.jpg" alt="" data-id="3839" data-full-url="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski3_saez0419.jpg" data-link="https://sportaerztezeitung.com/?attachment_id=3839" class="wp-image-3839" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski3_saez0419-1024x660.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski3_saez0419-300x194.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski3_saez0419-768x495.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski3_saez0419-150x97.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski3_saez0419-450x290.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski3_saez0419.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="blocks-gallery-item__caption">Abb. 3</figcaption></figure></li></ul></figure>



<p><strong>Fazit und Ausblick</strong></p>



<p>Die DVT-Diagnostik stellt ein innovatives Schnittbildverfahren in der Orthopädie und Unfallchirurgie dar. Durch die kurze Untersuchungsdauer ist der Untersucher in der Lage, aus dem laufenden Praxisbetrieb dreidimen­sionale Bilder – bei Bedarf in Achsbelastung – durchzuführen, um mit dem Patienten anschließend Therapiemaßnahmen zu besprechen. Die im Vergleich zu herkömmlichen Röntgenschnittbildverfahren geringe Strahlendosis erleichtert die Indikation zur Durchführung dieser Diagnostik. Der Behandler ist verpflichtet, eine spezielle Fachkunde (achtstündiger Kurs) zur Erlangung der Qualifikation zur Durchführung der Untersuchung zu absolvieren. Die Liquidation der Untersuchung wird aktuell sowohl von den Berufsgenossenschaften als auch von den meisten privaten Krankenversicherungen übernommen. Voraussichtlich 2021 wird eine technische Weiterentwicklung auf den deutschen Markt kommen, welche dann auch Untersuchungen des achsbelasteten Hüftgelenkes, der gesamten achsbelasteten Wirbelsäule und des Schultergelenkes ermöglichen wird.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="893" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_IK_saez0419-1-1024x893.jpg" alt="" class="wp-image-3843" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_IK_saez0419-1-1024x893.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_IK_saez0419-1-300x262.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_IK_saez0419-1-768x669.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_IK_saez0419-1-150x131.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_IK_saez0419-1-450x392.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Tobolski_IK_saez0419-1.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
