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	<title>Dr. med. Alexander-Stephan Henze, Autor bei sportärztezeitung</title>
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	<description>Sportmedizin für Ärzte, Therapeuten &#38; Trainer</description>
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		<title>Von der Muskelverletzung zur Prähabilitation</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/22850/von-der-muskelverletzung-zur-praehabilitation/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dr. med. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt,&#160;Niklas Haberstroh,&#160;Dr. med. Andreas Schubert,&#160;Dr. med. Alexander-Stephan Henze,&#160;Robert Erbeldinger&#160;,&#160;Masiar Sabok Sir]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Sep 2026 09:25:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[03/26]]></category>
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					<description><![CDATA[Muskelverletzungen gehören seit Jahrzehnten zu den prägenden Themen der Sportmedizin. Die Münchner Konsensus-Klassifikation auf Basis von Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrts Pionierarbeit markierte dabei einen entscheidenden Schritt: Sie entstand aus klinischer Erfahrung [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Muskelverletzungen gehören seit Jahrzehnten zu den prägenden Themen der Sportmedizin. </b><b>Die Münchner Konsensus-Klassifikation </b><b>auf Basis von Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrts Pionierarbeit markierte dabei einen entscheidenden Schritt: Sie entstand aus klinischer Erfahrung für die klinische Praxis und bildet bis heute eine wichtige Grundlage für Diagnostik, konservative Therapie und wissenschaftliche Weiterentwicklung.</b></p>
<figure id="attachment_22851" aria-describedby="caption-attachment-22851" style="width: 755px" class="wp-caption alignnone"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-large wp-image-22851" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/09/MuskelverletzungPraehabilitationMuellerWohlfahrt-1024x512.jpg" alt="" width="755" height="378" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/09/MuskelverletzungPraehabilitationMuellerWohlfahrt-1024x512.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/09/MuskelverletzungPraehabilitationMuellerWohlfahrt-300x150.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/09/MuskelverletzungPraehabilitationMuellerWohlfahrt-768x384.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/09/MuskelverletzungPraehabilitationMuellerWohlfahrt-1536x768.jpg 1536w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/09/MuskelverletzungPraehabilitationMuellerWohlfahrt-150x75.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/09/MuskelverletzungPraehabilitationMuellerWohlfahrt-450x225.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/09/MuskelverletzungPraehabilitationMuellerWohlfahrt-1200x600.jpg 1200w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/09/MuskelverletzungPraehabilitationMuellerWohlfahrt.jpg 1556w" sizes="(max-width: 755px) 100vw, 755px" /><figcaption id="caption-attachment-22851" class="wp-caption-text">© sportärztezeitung</figcaption></figure>
<p>Seit vielen Jahren arbeitet die sportärzte­zeitung gemeinsam mit Spezialisten und Anwendern aus dem universitären und klinischen Bereich, erfahrenen Mannschaftsärzten sowie weiteren Partnern an der Entwicklung der konservativen Sportmedizin. Beispiele hierfür sind die seit 2014 etablierte CME-zertifizierte Ausbildung in der Stoßwellentherapie sowie Kongresse und Symposien, die sich zuletzt neben Verfahren zur physikalischen Therapie und Trainingstherapie auch zunehmend mit der Rolle der Ernährung in Therapie, Prähabilitation und Rehabilitation im Sinne einer <a href="https://www.youtube.com/watch?v=hIV7lWwIoWw&amp;t=2581s">Targeted Nutrition</a> sowie den weiteren Bausteinen (z. B. Mind-Body-Medizin) dieser interdisziplinären Bereiche befassten. Eine fundierte Fortbildung soll dabei die Grundlage für eine moderne und zukunftsorientierte Patientenversorgung liefern. Pionierarbeiten – u. a. aus dem Umfeld des 1. FSV Mainz 05 – sowie zahlreiche wissenschaftliche Beiträge und klinische Erfahrungen aus Universitäten, Praxen und dem Spitzensport haben diesen Weg entscheidend mitgestaltet. Der in diesem Jahr in der <a href="https://www.fr.de/sport/fussball/stosswellentherapie-macht-mainz-05-zum-pionier-bei-muskelverletzungen-93986365.html">Frankfurter Rundschau veröffentlichte Artikel</a> über die Arbeit der sportärztezeitung griff diesen Zusammenhang bereits auf: Anhand der wissenschaftlichen Arbeiten zur <a href="https://academic.oup.com/bmb/article/155/1/ldaf009/8245774?login=false">Stoßwellentherapie bei Muskelverletzungen</a> – unter Bezug auf die Münchner Klassifikation – wurde die Entwicklung der konservativen Sportmedizin eingeordnet. Vor diesem Hintergrund erhielt der Dialog mit Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt und seinem Team, <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/9702/update-muskelverletzungen/">fünf Jahre, nachdem wir das erste Mal mit ihm gesprochen hatten</a>, eine besondere Bedeutung. Die Quintessenz dieser von Respekt und Tatendrang geprägten Diskussion war eindeutig: Entscheidend sind nicht allein neue Verfahren, sondern ihre wissenschaftliche Einordnung, die strukturierte Ausbildung und vor allem die klinische Erfahrung in der täglichen Versorgung.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<hr />
<p>Es gibt Momente in einem Gespräch, in denen deutlich wird, dass es eigentlich um mehr geht als um das ursprüngliche Thema. So ist es auch an diesem Tag in München. Ausgangspunkt ist die Frage zu Muskelverletzungen – doch schon nach wenigen Minuten entwickelt sich eine viel grundlegendere Diskussion: über die Zukunft der Sportmedizin, über verlorengegangenes Wissen, über die Bedeutung der klinischen Untersuchung und über die Frage, wie Ärzte künftig ausgebildet werden müssen. Nach fünf Jahren diskutierten Robert Erbeldinger, Dr. Alexander-Stephan Henze und Masiar Sabok Sir wieder mit Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt und seinem Ärzteteam, Niklas Haberstroh und Dr. Andreas Schubert in seiner Münchner Praxis. Dabei wird schnell klar: Es geht nicht um einen Gegensatz zwischen moderner Technik und klinischer Erfahrung. Es geht um die richtige Reihenfolge. Und um die Frage, ob der Mensch wieder vor dem Bild stehen muss. „Ich glaube dem, was ich fühle“, sagt Müller-Wohlfahrt irgendwann im Verlauf des Gesprächs. Ein Satz, der zunächst einfach klingt, aber den Kern der gesamten Diskussion trifft.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<h2><b>Die verlorene Sprache der Hände</b></h2>
<p>Wenn er über seine medizinische Entwicklung spricht, kommt er schnell auf eine prägende Begegnung zurück. In den 1970er-Jahren lernte er den Physiotherapeuten Hans Montag kennen – zunächst als Kontrahenten, später als Freund und wichtigen Lehrer. Diese Erfahrung wurde zur Grundlage eines Denkens, das die Münchner Praxis bis heute prägt: Der Körper muss verstanden werden, bevor man ihn behandelt. Hierbei sehen alle im Raum eine große Lücke in der medizinischen Ausbildung. „Die funktionelle Orthopädie wird in der Schulmedizin nicht wirklich gelehrt“, sagt Haberstroh. „Die Zusammenhänge zwischen Wirbelsäule, Gelenkfunktion und muskulärer Steuerung spielen in der klassischen Facharztausbildung kaum eine Rolle.“ Dabei seien gerade diese Zusammenhänge entscheidend. Ein Sportler verletze sich nicht, weil ein Muskel „zu schwach“ sei. Häufig sei das Gegenteil der Fall: Ein Muskel stehe bereits vor der Belastung unter zu hoher Spannung, weil die Steuerung im System nicht funktioniere. Blockierungen im Sprunggelenk, Funktionsstörungen der Wirbelsäule oder Einschränkungen der Beweglichkeit führen dazu, dass bestimmte Muskelgruppen permanent kompensieren müssten. „Diese funktionellen Zusammenhänge werden in der Ausbildung zu wenig vermittelt“, ergänzt Schubert. „Und was nicht gelehrt wird, wird später häufig auch nicht erkannt.“</p>
<h2><b>Ein Mensch ist nicht bloß ein Bild</b></h2>
<p>Viele Ärzte haben umfangreiche Erfahrung in operativen Verfahren, verfügen aber nur über begrenzte Möglichkeiten, komplexe funktionelle Zusammenhänge zu beurteilen. Gerade das Erkennen von Fehlfunktionen erfordert jedoch Erfahrung. Palpation, das gezielte Ertasten von Strukturen und Spannungsverhältnissen, lässt sich nicht ausschließlich theoretisch erlernen. „Palpation kann man nicht erklären, man muss sie zeigen“, sagt Müller-Wohlfahrt. „Man muss dem jungen Arzt zeigen, was man fühlt und warum man es fühlt.“ Hierbei wird auch auf ein fehlendes Vertrauen auf die eigenen Fähigkeiten junger Kollegen hingewiesen. Die Folge sei eine zunehmende Abhängigkeit von apparativer Diagnostik. „Wenn man sich nur auf Bilder verlässt, ist man bei Muskelverletzungen verloren“, sagt ­Haberstroh. Und genau hierbei sehen die Gesprächspartner einen großen Handlungsbedarf. Die konservative Sportmedizin müsse stärker an Universitäten, in Fortbildungen und auf Kongressen verankert werden. Dabei geht es nicht darum, ältere Methoden zu bewahren. Es geht darum, eine medizinische Kompetenz zu erhalten und weiterzuentwickeln, die durch moderne Diagnostik nicht ersetzt werden kann. Die Bildgebung kann krankhafte Strukturveränderungen zeigen, jedoch nicht die Funktionsstörung, die dazu geführt hat. Auch wenn betont wird, dass Magnetresonanztomografie (MRT) und andere bildgebende Verfahren wichtige Werkzeuge sind, so wird darauf hingewiesen, dass es problematisch wird, wenn aus einem Bild automatisch eine Diagnose und daraus wiederum eine Therapieentscheidung abgeleitet wird. Nicht jede Beschwerdesymptomatik entsteht durch einen sichtbaren strukturellen Schaden. Funktionsstörungen der Wirbelsäule, Bewegungseinschrän­kungen von Gelenken oder fehlerhafte muskuläre Steuerungen können erhebliche Pro­bleme verursachen, ohne dass die Bildgebung eine eindeutige Ursache liefert. Eine gestörte Beweglichkeit oder eine Reizung neuraler Strukturen kann dazu führen, dass Muskeln dauerhaft unter erhöhter Spannung stehen. Der Muskel wird anfälliger, die Belastbarkeit sinkt und Verletzungen entstehen. Diese Prozesse lassen sich häufig nicht in der Bildgebung erkennen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Die MRT-Diagnose wird häufig so überbewertet, dass dem Spieler / Sportler eine Verletzung diagnostiziert wird, die dazu führt, dass er eine lange Ausfallzeit hat und dass er vielleicht sogar unnötig operiert wird“, so Haberstroh. Schubert nennt in diesem Zusammenhang ein einfaches Beispiel: „Man muss unterscheiden zwischen Schmerzen im Knie und Schmerzen am Knie. Im Knie kann beispielsweise ein Meniskusproblem verantwortlich sein. Am Knie kann aber auch ein Muskel oder eine funktionelle Störung die Ursache sein.“ Wenn ausschließlich das Bild behandelt werde, bestehe die Gefahr, dass operiert wird, während die eigentliche Beschwerdeursache bestehen bleibt. Es sollten die Ursachen, statt die Symptome behandelt werden. „Wir behandeln nicht nur einen Muskel. Wir behandeln einen Menschen, der diesen Muskel mitbringt“, beschreibt Haberstroh. Auch psychologische Aspekte dürfen nicht außer Acht gelassen werden: „Viele Patienten glauben mittlerweile, dass es besser wäre, vor dem ersten Arztbesuch schon MRT-Aufnahmen in der Tasche zu ­haben und mittels KI vorab Infos zur Diagnose-Stellung und potenziellen Therapie zu erhalten. Meiner Ansicht nach fatal, niemand weiß, was sowas mit einem macht. Der Patient weiß doch gar nicht, wie er reagieren soll, wenn er solche Infos und „Befunde“ ungefiltert erhält“, betont Erbeldinger.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Ein zentrales Beispiel für den Unterschied zwischen rein struktureller Betrachtung und funktionellem Verständnis ist die Münchner Konsensus-Klassifikation der Muskelverletzungen. Entstanden aus jahrzehntelanger praktischer Erfahrung, verfolgt sie einen Ansatz, der die klinische Untersuchung und die tatsächliche Funktion des Muskels in den Mittelpunkt stellt. „Diese Klassifikation ist praxisnah“, sagt Müller-Wohlfahrt. „Das andere ist oft reine Theorie.“ Besonders deutlich wird die Bedeutung der muskuloskelettalen Funktionsdiag­nostik beim Thema Rücken. Bei Rückenschmerzen stößt eine rein strukturelle Betrachtung häufig an ihre Grenzen. „Die Wirbelsäule ist die Schaltzentrale“, erklärt Müller-Wohlfahrt. Eine funktionelle Störung der Wirbelsäule führt dazu, dass Nerven gereizt werden und einzelne Muskeln in eine dauerhafte Überakti­vität geraten. Dadurch können Schmerzen entstehen und Bewegungsmuster verändern sich. Gerade im Sport ist dieser Zusammenhang entscheidend. Ein Athlet kann an einer scheinbaren Muskelverletzung leiden, obwohl die Ursache in einer funktionellen Störung der Wirbelsäule, des Beckens oder eines Gelenks liegt. Hier zeigt sich die Stärke einer auf die gesamte Person ausgerichteten Therapie: Sie behandelt nicht nur den Ort des Schmerzes, sondern sucht nach dem Auslöser.</p>
<h2><b>Konservative Therapie – First line treatment statt bloßer Alternative</b></h2>
<p>Wenn über Aus- und Fortbildung gesprochen wird, muss differenziert werden. Während die operative Ausbildung in Deutschland international einen hervorragenden Ruf genießt und ein hohes Maß an fachlicher Kompetenz vermittelt, zeigt sich im Bereich der konser­vativen Sportmedizin, dass Nachholbedarf vorhanden ist und es Mut braucht, neue Wege zu gehen. Für Henze ist der Begriff „konservativ“ nicht unproblematisch und kann häufig missverstanden werden: „Es klingt verstaubt, weniger innovativ und eher wie eine Alternative. Es ist aber keine Alternative, sondern first line treatment.“ Eine zeitgemäße konservative Therapie verbindet klinische Erfahrung mit wissenschaftlichen Erkenntnissen und moderner Technologie. Sie nutzt funktionelle Diagnostik, apparative Unterstützung, Trainingstherapie, Physiotherapie, Osteopathie und gezielte regenerative Verfahren. Entscheidend ist dabei immer der Blick auf den gesamten Menschen – ganz im Sinne des Whole-Person-Health-Ansatzes. Nicht der einzelne Befund steht im Mittelpunkt, sondern die Frage: ­Warum hat dieser Mensch diese Beschwerden entwickelt? Genau darin liegt eine der größten Stärken der konservativen Medizin – und gleichzeitig eine ihrer größten Herausforderungen. Denn diese Form der Medizin benötigt Zeit. Zeit für die Anamnese, Zeit für die Untersuchung, Zeit für Erklärung und Kommunikation. Elemente, die in einem zunehmend standardisierten Gesundheitssystem schwer abzubilden sind. „Die Anfangsuntersuchung ist unsere größte Stärke, bei der wir viel Zeit investieren. Konzentration und Ruhe, da wird richtig geschaut – diagnostiziert“, beschreibt Müller-Wohlfahrt die Bedeutung. Gerade diese intensive Auseinandersetzung mit dem Patienten werde jedoch nicht ausreichend berücksichtigt und gewürdigt, dabei sei das doch die Basis der Medizin. Immer wieder kommt der Dialog auf den Patienten zu sprechen. Man merkt, dass alle Beteiligten die Bedeutung des Patienten für den gesamten Therapieerfolg als sehr groß bemessen. Eine nicht oft anzutreffende Patientenzentrierung, die konkrete, individuelle Interaktion, Empathie und Kommunikation zwischen Behandler und Patient betont. „Das ist ein grundsätzliches Problem der Orthopädie geworden. Ich weiß nicht, wie es in anderen Fachbereichen ist, aber dass dem Patienten nicht mehr zugehört wird, sondern er sofort zur apparativen Diagnostik geschickt wird, ist für mich unverständlich“, so Haberstroh.</p>
<h2><b>Prähabilitation: Der nächste Schritt einer modernen Medizin</b></h2>
<p>Genau hier schließt sich das nächste Thema des Dialogs an – die <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/22442/praehabilitation-3/">Prähabi­litation</a>. Während Rehabilitation nach einer Verletzung oder Operation längst etabliert ist, setzt die Prähabilitation früher an: vor dem Eingriff. Die Idee dahinter ist einfach: Je besser ein Patient körperlich, mental und auch emotional vorbereitet ist, desto größer sind die Chancen auf ein gutes Behandlungsergebnis – egal ob es sich bei der maßgeblichen Therapie um eine OP oder eine andere beanspruchende therapeutische Intervention handelt. Es entsteht zwischen Diagnosestellung und der geplanten therapeutischen Intervention ein Open Window, ein wichtiges Zeitfenster, in dem die aus der Prävention, konservativen Therapie und Rehabilitation bekannten Behandlungsverfahren kompakt und zielgerichtet eingesetzt werden können. Diese Zeit kann zugleich als ein Window of Opportunity in der Arzt-Patienten-Beziehung angesehen werden, in dem die Edukation auf offene Ohren stößt und konkret umgesetzt wird, am und mit dem Patienten. Bewegung, Training, Ernährung, Stressmanagement und funktionelle Therapie können genutzt werden, um die Ausgangssituation zu verbessern. In diesem Zusammenhang betont Erbeldinger die größere Rolle der Sportmedizin: „Sie ist nicht nur dafür da, Sportverletzungen zu behandeln, sie hat einen gesamtgesellschaftlichen Auftrag – Gesundheit zu fördern und zu erhalten! Die Prähabilitation ist eine historische Chance, dies umzusetzen. Wenn man dieses Zeitfenster nutzt, kann man den Raum gemeinsam mit dem Patienten ausfüllen.“ Diese Perspektive verändert auch die Rolle des Patienten – körperlich, mental und funktionell. Konservative Medizin funktioniert nicht ausschließlich durch eine einzelne Maßnahme. Sie lebt von aktiver Mitarbeit. Übungen, Training und Veränderungen im Alltag gehören zum Behandlungskonzept. Der Patient wird vom passiven Empfänger einer Therapie zum aktiven Partner und maßgeblichen Teil seines eigenen Behandlungsteams. Am Uniklinikum Ulm, wo Alexander-Stephan Henze als Oberarzt tätig ist, blickt man auf positive Erfahrungen aus der Onkologie, wo präoperative Assessments, Bewegungsinterventionen und Trainingsprogramme, Ernährung (Targeted Nutrition) und Inhalte der Mind-Body-­Medizin bereits stärker integriert werden und positives Feedback erzeugen. „Warum sollte dieses Prinzip nicht auch im muskuloskelettalen Bereich funktionieren?“ fragt sich Henze. Die Idee dahinter, welche die Prävention und Prähabilitation verbindet: Nicht erst behandeln, wenn ein Problem maximal ausgeprägt ist, sondern möglichst frühzeitig Ressourcen schaffen.</p>
<h2><b>Die strukturellen Probleme: Anerkennung, Finanzierung und Zugang</b></h2>
<p>Trotz dieses Potenzials steht die konservative Medizin vor erheblichen Herausforderungen. Eine davon ist die fehlende Gleichstellung mit operativen Verfahren. Operationen sind seit Jahrzehnten fester Bestandteil medizinischer Strukturen. Sie verfügen über etablierte Ausbildungswege, klare Qualitätsstandards und entsprechende Vergütungsmodelle. Die konservative Medizin hat diese Strukturen vielerorts noch nicht in gleicher Weise entwickelt. Das zeigt sich auch bei der Kostenübernahme. Viele konservative Verfahren, die im klinischen Alltag erfolgreich eingesetzt werden, sind nicht oder nur eingeschränkt Bestandteil der Regelversorgung. Gleichzeitig werden operative Maßnahmen häufig selbstverständlich finanziert. Dabei könnte eine hochwertige konservative Versorgung nicht nur medizinisch sinnvoll sein, sondern auch wirtschaftliche Vorteile bieten. Wenn Beschwerden früh erkannt und behandelt werden, lassen sich möglicherweise invasive Eingriffe vermeiden oder hinauszögern. „Ich habe schon das Gefühl, dass all die konservativen Maßnahmen, sei es apparativer Natur, sei es Anfassen u. w. auch von den Patienten eingefordert werden, denn sie wollen sich nicht unbedingt operieren lassen und suchen nach Alternativen zur OP“, so Henze. Dafür braucht es jedoch einen Perspektivwechsel im Gesundheitssystem. Konservative Therapie darf nicht als Zusatzleistung verstanden werden, sondern als wesentlicher Bestandteil moderner Medizin – egal ob es sich dabei um Verfahren der manuellen Medizin / Therapie und Osteopathie, physikalischen Therapieverfahren (z. B. hochenerge­tische Stoßwellentherapie, gepulste LASER-Therapie, magnetfeldbasierte Verfahren), Injektionen (mit z. B. Actovegin, Eigenblutderivaten wie PRP und ACS, Stammzellentherapie wie SVF, Hyaluronsäure…), Targeted Nutrition oder die so elementare Trainingstherapie handelt. Einiges davon wird auch in der Münchner Praxis erfolgreich angewendet: „Du musst nicht Wunder bewirken, aber du musst Engagement zeigen“, bringt es Müller-Wohlfahrt auf den Punkt. Und konservative Medizin braucht Sichtbarkeit: „Wir müssen ausbilden, fortbilden und Wissen weitergeben. Daran führt kein Weg vorbei“, so Erbeldinger. Darin sind sich alle an diesem Tag einig.</p>
<h2><b>Die Zukunft: Verbindung statt Gegensatz</b></h2>
<p>Die Zukunft der konservativen Sportmedizin liegt nicht in der Rückkehr zu früheren Zeiten. Sie liegt in der Verbindung von Erfahrung und Innovation. Palpation und moderne Bildgebung schließen sich nicht aus. Anamnese und künstliche Intelligenz schließen sich nicht aus. Klinische Erfahrung und wissenschaftliche Evaluation schließen sich nicht aus. Entscheidend ist, wie diese Möglichkeiten eingesetzt werden. Die Sportmedizin kann hier eine Vorreiterrolle einnehmen. Denn gerade der Sport zeigt täglich, wie wichtig funktionelle Zusammenhänge sind. Belastung, Regeneration, Prävention und Leistungsfähigkeit lassen sich nicht auf einzelne Strukturen reduzieren. Die Herausforderung der kommenden Jahre wird deshalb sein, die konservative Medizin stärker in Ausbildung, Forschung und Versorgung zu integrieren. Dazu braucht es mehr Fortbildungen, mehr praktische Ausbildung, mehr Austausch zwischen erfahrenen Ärzten, Therapeuten und Nachwuchsmedizinern. Und es braucht ein neues Verständnis davon, was moderne Medizin leisten kann. Denn gute Medizin beginnt nicht mit einem Gerät und endet nicht mit einem Eingriff. Sie beginnt mit dem Menschen. Mit Zuhören, Verstehen und Untersuchen. Und mit der Fähigkeit, Zusammenhänge zu erkennen. Genau darin liegt die große Chance der konservativen Sportmedizin: Nicht nur Verletzungen zu behandeln, sondern Gesundheit zu fördern und zu erhalten. Die zentrale Botschaft aller Gesprächspartner lautet: Die Medizin muss den Menschen wieder im Ganzen betrachten. Vielleicht ist deshalb der Satz von Müller-Wohlfahrt mehr als nur eine persönliche Haltung: „Ich glaube dem, was ich fühle.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<hr />
<p>&nbsp;</p>
<p>Ergänzung <a href="https://sportaerztezeitung.com/author/froelich-thomas/">Dr. med. Thomas Frölich</a>:</p>
<p><b>Hands On </b>Unser Kollege H.-W.-Müller -Wohlfahrt hat bereits vor Jahrzehnten zusammen mit Hansi Montag, der uns leider viel zu früh verlassen hat, die Diagnostik und Therapie von Muskelverletzungen revolutioniert. Die Basis ist bei der Diagnostik wie bei der Therapie manuelles Ertasten und Erfühlen des Befundes. Auch aktuelle wiss. Arbeiten unterstreichen die Bedeutung manueller Verfahren in der Rehabilitation von Muskelverletzungen. Eine 2026 publizierte <a href="https://journal.igiinsight.com/index.php/IgiActivein/article/view/108">systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse</a> von 47 Studien mit insgesamt 3.284 Athleten zeigte signifikante Effekte der Massagetherapie auf Schmerz, Beweglichkeit und muskuläre Erholungsparameter; insbesondere tiefengewebige Techniken zeigten deutliche Effekte auf die Schmerz­reduktion.</p>
<p>Unsere eigenen jahrzehntelangen Erfahrungen mit Hochleistungssportlern kommen zu demselben Ergebnis. Tiefe Querfriktionen bei Muskelverletzungen in Kombination mit sportartspezifischen, dem Behandlungsverlauf angepassten Belastungen stellen die Basistherapie dar und sind der Schlüssel zu schnellem und vor allem nachhaltigen Erfolg. Eine eingehende Anamneseerhebung und manuelle Untersuchung sind ebenfalls die Basis bei der Diagnosefindung und können bei Bedarf durch Sono und MRT ergänzt werden. Die Therapie sollte zeitnah nach der Ersten Hilfe und Diagnosestellung beginnen. Auch eine operative Indikation sollte bei ausgedehnten Verletzungen mit Sehnenbeteiligung von einem erfahrenen Team überprüft werden. Die überwiegende Mehrzahl auch der myotendinösen Verletzungen kann konservativ behandelt werden. Spätestens jetzt beginnt die anstrengende Arbeit für die Therapeuten, da manuelle Querfriktionen kräftezehrend sind, auch wenn sie ergänzend mit Handballen, Unterarm oder Ellenbogen ausgeführt werden können. Wir bevorzugen mehrere kürzere Therapiesitzungen am Tag, immer ergänzt durch befundgerechte, sportartpezifische leichte Belastungseinheiten. Generelle Regel: je schwerer die Verletzung, je langsamer tasten wir uns physio- und trainingstherapeutisch an die Verletzung heran.</p>
<p><b><a href="https://sportaerztezeitung.com/author/froelich-thomas/">Dr. med. Thomas Frölich</a>, Sporttraumatologie Südwest (Böblingen), langjähriger Teamarzt des VfB Stuttgart und der TSG 1899 Hoffenheim</b></p>
<hr />
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Immunmodulatorische und regenerative Therapieverfahren</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/22630/immunmodulatorische-und-regenerative-therapieverfahren/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dr. med. Alexander-Stephan Henze,&#160;Dr. med. Glyn Hamed&#160;,&#160;Dr. med. Jana Wehling]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Jun 2026 08:00:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[02/26]]></category>
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					<description><![CDATA[Muskuloskelettale Erkrankungen gehören zu den häufigsten Ursachen für Schmerzen, Funktionsverlust und Einschränkungen der körperlichen Aktivität. Die auf Regeneration abzielende konservative Therapie basiert dabei in der Regel auf einem multimodalen Konzept [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Muskuloskelettale Erkrankungen gehören zu den häufigsten Ursachen für Schmerzen, Funktionsverlust und Einschränkungen der körperlichen Aktivität. Die auf Regeneration abzielende konservative Therapie basiert dabei in der Regel auf einem multimodalen Konzept aus Edukation und Belastungssteuerung, Bewegungstherapie, manuellen Behandlungsmethoden, physikalischer Therapie sowie nutrazeutischer und medikamentöser Verfahren.</b></p>
<p>Vor diesem Hintergrund haben biologisch und regenerativ orientierte Therapieverfahren in der Orthopädie und Sportmedizin in den vergangenen Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Ziel dieser Verfahren ist die Modulation körpereigener Reparatur- und Adaptationsprozesse, insbesondere bei überlastungsbedingten, degenerativen oder chronisch-entzündlichen muskuloskelettalen Erkrankungen [1 – 6]. Zu den klinisch eingesetzten orthobiologischen Verfahren zählen unter anderem zellbasierte Therapieverfahren (z. B. Stammzellen), verschiedene Formen des plättchenreichen Plasmas (PRP) sowie autolog konditioniertes Serum (ACS) [7]. Trotz wachsender klinischer Anwendung bleibt die Evidenzlage vieler orthobiologischer Therapien heterogen. Unterschiede in Herstellungsprotokollen, Zusammensetzung der Präparate sowie Indikationsstellungen erschweren die Vergleichbarkeit zwischen Studien und Verfahren [1, 6]. Der vorliegende Beitrag gibt einen Überblick über die biologischen Grundlagen von ACS, diskutiert mögliche Wirkmechanismen und ordnet das Verfahren im Kontext aktueller orthobiologischer Therapiekonzepte ein.</p>
<h2><b>Biologische Grundlagen regenerativer Therapieverfahren</b></h2>
<p>Gewebeheilung stellt einen komplex regulierten biologischen Prozess dar, der durch ein zeitlich abgestimmtes Zusammenspiel proinflammatorischer und antiinflammatorischer Mechanismen charakterisiert ist [8 – 10]. Neben ortsständigen Gewebezellen spielen Immunzellen – darunter neutrophile Granulozyten, Monozyten und Makrophagen – eine zentrale Rolle bei der Regulation von Entzündung, Reparatur und Remodelling [8, 10, 11]. Aktuelle immunologische Konzepte beschreiben Entzündungsauflösung nicht als passives Ab­klingen, sondern als aktiv gesteuerten biologischen Prozess [11, 12]. Dabei scheinen unterschiedliche Mediatoren, Zytokine, Lipidmediatoren sowie extrazelluläre Vesikel am Übergang von proinflammatorischen zu regenerativen Gewebezuständen beteiligt zu sein [8, 9, 12]. Vor diesem Hintergrund basiert die rationale Anwendung orthobiologischer Verfahren auf der Annahme, dass die gezielte Bereitstellung biologisch aktiver Mediatoren regenerative Prozesse modulieren kann.</p>
<h2><b>Autolog Konditioniertes Serum (ACS)</b></h2>
<p>PRP und ACS basieren beide auf autologen Blutprodukten, unterscheiden sich jedoch grundlegend hinsichtlich Herstellung, Zusammensetzung und biologischem Konzept. PRP enthält je nach Verfahren erhöhte Konzentrationen an Thrombozyten und – abhängig vom Präparat – unterschiedlich hohe Leukozytenanteile. Die postulierten Effekte werden überwiegend mit der Freisetzung thrombozytärer Wachstumsfaktoren in Verbindung gebracht [13]. ACS wird ebenso aus autologem, venösen Vollblut gewonnen. Abhängig vom verwendeten System kommt es zu unterschiedlicher Prozessierung [14 – 16]. Das resultierende Präparat enthält je nach System ein zellarmes bis weitgehend zellfreies Sekretom mit unterschiedlichen Zytokinen, Wachstumsfaktoren und weiteren bioaktiven Molekülen [7, 14 – 16].</p>
<p>Die genaue Zusammensetzung von ACS wird maßgeblich beeinflusst durch<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<ul>
<li>die eingesetzten Geräte</li>
<li>die Inkubation, die Inkubationsdauer und -bedingungen</li>
<li>Zentrifugations- &amp; Herstellungsprotokolle</li>
</ul>
<p>Aufgrund der Heterogenität der eingesetzten ACS-Verfahren und Herstellungsprotokolle sind die resultierenden Produkte nicht als äquivalent anzusehen [6]. Experimentelle Untersuchungen weisen darauf hin, dass ACS nach ausreichender Inkubation des Vollblutes neben klassischen Wachstumsfaktoren auch immunmodulatorische Media­toren und möglicherweise exosomale Bestandteile enthalten [7, 14, 16, 18], welche maßgeblich an der Gewebe­regeneration beteiligt sind. Die funktionelle Bedeutung einzelner Komponenten für klinische Effekte ist derzeit jedoch noch nicht vollständig geklärt. Einzelne Studien berichten über positive Effekte orthobiologischer Verfahren auf Schmerz und Funktion und weisen teils auf eine mögliche Überlegenheit gegenüber etablierten Standardtherapien wie intraartikulären Kortikosteroid- oder Hyaluronsäure-Injektionen hin. Die Aussagekraft dieser Ergebnisse ist jedoch durch die ausgeprägte Heterogenität der verfügbaren Daten limitiert: Unterschiedliche Präparate, variable Herstellungs- und Aufbereitungsprotokolle sowie heterogene Studienpopulationen erschweren eine direkte Vergleichbarkeit der Ergebnisse [7, 14, 16]. Eine generelle oder verfahrensübergreifende Überlegenheit einzelner orthobiologischer Therapien gegenüber anderen biologischen Therapieansätzen oder etablierten Standardtherapien lässt sich daraus derzeit nicht abschließend ableiten. Für die klinische Bewertung ist daher eine differenzierte Betrachtung der jeweiligen Therapieklasse einschließlich Präparatcharakteristika, Herstellungsprotokoll, Applikationsschema und konkreter Indikationsstellung wesentlich.</p>
<h2><b>Fazit</b></h2>
<p>Orthobiologische Verfahren stellen einen zunehmend eingesetzten Baustein innerhalb multimodaler konservativer oder auch perioperativer Therapiekonzepte muskuloskelettaler Erkrankungen dar. ACS gehört hierbei zu den Verfahren, die auf einer biologischen Modulation inflammatorischer und regenerativer Prozesse basieren. Die bisherige Evidenz deutet auf klinische Effekte bei ausgewählten Indikationen hin. Die Bewertung von Orthobiologika wird durch ihre teils ausgeprägte Heterogenität erschwert. Herstellungsprotokolle, Aufbereitungssysteme und Präparatzusammensetzungen unterscheiden sich zum Teil erheblich, sodass Studienergebnisse und Verfahren nur eingeschränkt vergleichbar sind. Je nach Produktgruppe ist dieses Problem unterschiedlich stark ausgeprägt.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Weitere stand­ardisierte klinische Untersuchungen werden erforderlich sein, um Indikationen, optimale Anwendungsprotokolle und den Stellenwert von ACS innerhalb konservativer Therapiestrategien besser definieren zu können.</p>
<p>Literatur</p>
<ol>
<li style="font-weight: 400;">Knapik DM, Evuarherhe A Jr, Frank RM, Steinwachs M, Rodeo S, Mumme M, Cole BJ. Nonoperative and Operative Soft-Tissue and Cartilage Regeneration and Orthopaedic Biologics of the Knee: An Orthoregeneration Network (ON) Foundation Review. Arthroscopy. 2021 Aug;37(8):2704-2721. doi: 10.1016/j.arthro.2021.04.002. Epub 2021 Jun 24. PMID: 34353568.</li>
<li style="font-weight: 400;">Condron NB, Kester BS, Tokish JM, Zumstein MA, Gobezie R, Scheibel M, Cole BJ. Nonoperative and Operative Soft-Tissue, Cartilage, and Bony Regeneration and Orthopaedic Biologics of the Shoulder: An Orthoregeneration Network (ON) Foundation Review. Arthroscopy. 2021 Oct;37(10):3200-3218. doi: 10.1016/j.arthro.2021.06.033. Epub 2021 Jul 20. PMID: 34293441.</li>
<li style="font-weight: 400;">Danilkowicz R, Murawski C, Pellegrini M, Walther M, Valderrabano V, Angthong C, Adams S. Nonoperative and Operative Soft-Tissue and Cartilage Regeneration and Orthopaedic Biologics of the Foot and Ankle: An Orthoregeneration Network Foundation Review. Arthroscopy. 2022 Jul;38(7):2350-2358. doi: 10.1016/j.arthro.2022.04.018. Epub 2022 May 21. PMID: 35605840.</li>
<li style="font-weight: 400;">Su CA, Jildeh TR, Vopat ML, Waltz RA, Millett PJ, Provencher MT, Philippon MJ, Huard J. Current State of Platelet-Rich Plasma and Cell-Based Therapies for the Treatment of Osteoarthritis and Tendon and Ligament Injuries. J Bone Joint Surg Am. 2022 Aug 3;104(15):1406-1414. doi: 10.2106/JBJS.21.01112. Epub 2022 Mar 24. PMID: 35867717.</li>
<li style="font-weight: 400;">Lazzaretti Fernandes T, Taraballi F, Shao Z, Roessler PP, Cardona-Ramírez S. Nonoperative and Operative Soft-Tissue, Cartilage, and Bony Regeneration and Orthopaedic Biologics of the Elbow and Upper Extremity: An Orthoregeneration Network Foundation Review. Arthroscopy. 2024 Dec;40(12):2897-2909. doi: 10.1016/j.arthro.2024.04.022. Epub 2024 May 7. PMID: 38723874.</li>
<li style="font-weight: 400;">Mavrogenis AF, Karampikas V, Zikopoulos A, Sioutis S, Mastrokalos D, Koulalis D, Scarlat MM, Hernigou P. Orthobiologics: a review. Int Orthop. 2023 Jul;47(7):1645-1662. doi: 10.1007/s00264-023-05803-z. Epub 2023 Apr 18. PMID: 37071148.</li>
<li style="font-weight: 400;">Shirokova L, Noskov S, Gorokhova V, Reinecke J, Shirokova K. Intra-Articular Injections of a Whole Blood Clot Secretome, Autologous Conditioned Serum, Have Superior Clinical and Biochemical Efficacy Over Platelet-Rich Plasma and Induce Rejuvenation-Associated Changes of Joint Metabolism: A Prospective, Controlled Open-Label Clinical Study in Chronic Knee Osteoarthritis. Rejuvenation Res. 2020 Oct;23(5):401-410. doi: 10.1089/rej.2019.2263. Epub 2020 Feb 10. PMID: 31847701.</li>
<li style="font-weight: 400;">Choi B, Lee C, Yu JW. Distinctive role of inflammation in tissue repair and regeneration. Arch Pharm Res. 2023 Feb;46(2):78-89. doi: 10.1007/s12272-023-01428-3. Epub 2023 Jan 31. PMID: 36719600.</li>
<li style="font-weight: 400;">Cooke JP, Lai L. Transflammation in tissue regeneration and response to injury: How cell-autonomous inflammatory signaling mediates cell plasticity. Adv Drug Deliv Rev. 2023 Dec;203:115118. doi: 10.1016/j.addr.2023.115118. Epub 2023 Oct 25. PMID: 37884127; PMCID: PMC10842620.</li>
<li style="font-weight: 400;">Caballero-Sánchez N, Alonso-Alonso S, Nagy L. Regenerative inflammation: When immune cells help to re-build tissues. FEBS J. 2024 Apr;291(8):1597-1614. doi: 10.1111/febs.16693. Epub 2022 Dec 15. PMID: 36440547; PMCID: PMC10225019.</li>
<li style="font-weight: 400;">Chazaud B. Inflammation and Skeletal Muscle Regeneration: Leave It to the Macrophages! Trends Immunol. 2020 Jun;41(6):481-492. doi: 10.1016/j.it.2020.04.006. Epub 2020 Apr 30. PMID: 32362490.</li>
<li style="font-weight: 400;">Blaudez F, Ivanovski S, Fournier B, Vaquette C. The utilisation of resolvins in medicine and tissue engineering. Acta Biomater. 2022 Mar 1;140:116-135. doi: 10.1016/j.actbio.2021.11.047. Epub 2021 Dec 5. PMID: 34875358.</li>
<li style="font-weight: 400;">Sheean AJ, Anz AW, Bradley JP. Platelet-Rich Plasma: Fundamentals and Clinical Applications. Arthroscopy. 2021 Sep;37(9):2732-2734. doi: 10.1016/j.arthro.2021.07.003. PMID: 34481615.</li>
<li style="font-weight: 400;">Frizziero A, Giannotti E, Oliva F, Masiero S, Maffulli N. Autologous conditioned serum for the treatment of osteoarthritis and other possible applications in musculoskeletal disorders. Br Med Bull. 2013;105:169-84. doi: 10.1093/bmb/lds016. Epub 2012 Jul 4. PMID: 22763153.</li>
<li style="font-weight: 400;">Evans CH, Chevalier X, Wehling P. Autologous Conditioned Serum. Phys Med Rehabil Clin N Am. 2016 Nov;27(4):893-908. doi: 10.1016/j.pmr.2016.06.003. PMID: 27788906.</li>
<li style="font-weight: 400;">Shakouri SK, Dolati S, Santhakumar J, Thakor AS, Yarani R. Autologous conditioned serum for degenerative diseases and prospects. Growth Factors. 2021 Feb-Jul;39(1-6):59-70. doi: 10.1080/08977194.2021.2012467. Epub 2021 Dec 9. PMID: 34886733.</li>
<li style="font-weight: 400;">Baselga García-Escudero J, Miguel Hernández Trillos P. Treatment of Osteoarthritis of the Knee with a Combination of Autologous Conditioned Serum and Physiotherapy: A Two-Year Observational Study. PLoS One. 2015 Dec 28;10(12):e0145551. doi: 10.1371/journal.pone.0145551. PMID: 26709697; PMCID: PMC4692499.</li>
<li style="font-weight: 400;">Buchheit T, Huh Y, Breglio A, Bang S, Xu J, Matsuoka Y, Guo R, Bortsov A, Reinecke J, Wehling P, Jun Huang T, Ji RR. Intrathecal administration of conditioned serum from different species resolves Chemotherapy-Induced neuropathic pain in mice via secretory exosomes. Brain Behav Immun. 2023 Jul;111:298-311. doi: 10.1016/j.bbi.2023.04.013. Epub 2023 May 5. PMID: 37150265; PMCID: PMC10363329.</li>
</ol>
<p>&nbsp;</p>
<p>Siehe hierzu auch &#8222;Industry Perspective &#8211; Biologische Performance und Integration in die Praxis&#8220;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Integrative osteoarthritis therapy</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/22342/integrative-osteoarthritis-therapy/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Erbeldinger,&#160;Dr. med. Alexander-Stephan Henze&#160;,&#160;Prof. Dr. med. Götz Welsch]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Apr 2026 13:37:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[INT26]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://sportaerztezeitung.com/?p=22342</guid>

					<description><![CDATA[The revised S3 guideline on knee osteoarthritis [1], the most important German-language recommendation for action, has provoked mixed reactions and provided ample cause for discussion with regard to the recommended [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>The revised <a href="https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/187-050" target="_blank" rel="noopener">S3 guideline on knee osteoarthritis</a> [1], the most important German-language recommendation for action, has provoked mixed reactions and provided ample cause for discussion with regard to the recommended treatment methods [2, 3].</b></p>
<p>lowing “strong” recommendations stand out in the summary and deserve special attention in this article:</p>
<ul>
<li>For more sustainable healthcare, we recommend the following: [&#8230;]</li>
<li>Promotion of environmentally friendly lifestyles: Education and counseling on plant-based nutrition, active mobility (such as walking and cycling), and sustainable everyday practices.</li>
<li>Prioritizing resource-saving treatment options (where therapies are equivalent): recommending non-surgical measures such as exercise therapy, behavioral modification, and weight<br />
management before considering invasive procedures. [1]</li>
</ul>
<p>In addition to promoting an active lifestyle with a focus on mobility (e.g., walking and cycling in everyday life, taking the stairs instead of the elevator), exercise therapy is an evidence-based treatment method of undisputed fundamental importance, which should now finally be taken into account in healthcare practice. But what exactly should this exercise therapy look like? To give this originally sports medicine-related and at the same time highly translational field more contour, it is worth taking a look at the recently published systematic review and meta-ana­lysis by Yan et al. [4]. The team of authors compared six training methods in terms of their effect on pain reduction, function, gait pattern, and quality of life. Among these, aerobic exercise (walking, running, cycling, swimming) performed best as a first-line treatment. In addition, strengthening, flexibility, and coordination exercises, as well as so-called <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/training/20038/mind-body-exercises/" target="_blank" rel="noopener">mind-body exercises</a> [5], were also examined and rated positively. The latter form of exercise, as part of <a href="https://www.the-mind.org/the-mind/issue-7/opinion/" target="_blank" rel="noopener">mind-body medicine</a> [6], which has already been considered in earlier studies on knee osteoarthritis [7, 8], can make a valuable contribution to the treatment of osteoarthritis symptoms, shifting the focus from the painful knee joint to the whole person. This is entirely in line with the holistic concept of <a href="https://www.nccih.nih.gov/health/whole-person-health-what-it-is-and-why-its-important" target="_blank" rel="noopener">whole-person health</a> [9], which is also becoming increasingly important in the context of <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/20728/praehabilitation-praehab/" target="_blank" rel="noopener">prehabilitation</a> [10]. The affected person becomes an active part of the treatment team, which focuses on self-efficacy and teamwork and promotes adherence. Interventions from mind-body medicine can also be used when “traditional” therapeutic approaches such as aerobic exercise cannot be carried out due to physical condition or other obstacles.</p>
<h2><b>Targeted Nutrition</b></h2>
<p>In addition to exercise as therapy and behavioral adjustment in the sense of strengthening self-efficacy, the S3 guideline also explicitly mentions plant-based nutrition [1] as an important component of osteoarthritis treatment, thus emphasizing the concept of <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/ernaehrung/20110/targeted-nutrition/" target="_blank" rel="noopener">targeted nutrition</a> [11]. Key aspects include sufficient protein intake with a targeted amino acid composition, the intake of collagen [12, 13] and fiber [14, 15], as well as supplementary systemic enzyme therapy [12, 13, 16, 17], multi-substance mixtures [18], and phytopharmaceu­ticals. Curcuma [19 – 24] in particular is playing an increasingly scientifically proven role in pain reduction and functional improvement in degenerative diseases such as osteoarthritis.</p>
<p>This knowledge deserves to be taken into account in daily care and tested in practice – not as a replacement, but as a supplement to established forms of therapy. We should seize the opportunity to further examine, apply, and criti­cally observe such approaches in order to expand the field of conservative and regenerative medicine with valuable biological options.</p>
<h2><b>Mind-body medicine and shared medical appointments</b></h2>
<p>Mind-body medicine is considered to be of additional importance in reducing inflammatory biomarkers [25] and in the individual management of psychosocial stress [26]. Self-management and patient education are individual and closely linked to lifestyle medicine. They require targeted training and continuing education strategies for both patients and therapists. These approaches must now be consistently integrated into real-world care – analogous to the already established sports and exercise therapy. Oncology provides an interes­ting, differentiated, and precise approach with the concept of exercise oncology [27], while the currently evolving field of prehabilitation [10] can serve as a framework. The “open window” that is emerging in relation to prehabilitation offers the opportunity to anchor these innovative approaches in the long term. Let&#8217;s take advantage of it and make the necessary changes in medical care a reality. As already emphasized in the article by Lison &amp; Lison, there is virtually no alternative to all these developments [28].</p>
<p>The salutogenic potential is far from exhausted – rather, it paves the way for a new era of medical care, in line with the mind-body medicine concept coined by <a href="https://bensonhenryinstitute.org/about-us-dr-herbert-benson/" target="_blank" rel="noopener">Professor Herbert Benson</a> and <a href="https://jonkabat-zinn.com/" target="_blank" rel="noopener">Professor Jon Kabatt-Zinn</a> [29] [6, 30].</p>
<p>The cost-efficient concept of <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/20203/group-medical-visits/" target="_blank" rel="noopener">shared medical appointments (SMA)</a> [31, 32] also appears to be particularly forward-looking in this context. This model of joint medical consultations [29] enables the efficient, interdisciplinary, and team-oriented implementation of mind-body approaches as well as lifestyle medicine – with patients as active members of their therapeutic process.</p>
<hr />
<p>In the recent article “Bashing Doctors Instead of Science,” published in Orthopedics and Trauma Surgery 2025 15(5), the authors, Dr. Burkhard Lembeck (President of the BVOU) and Janosch Kuno (BVOU Press Officer), emphasize “that patients rightly expect their healthcare providers to exhaust all conservative therapies before resorting to surgery, even if the evidence for them is weak. This applies in particular to chronic conditions such as osteoarthritis or tendon irritation, when standard therapies do not help.” Especially from this perspective, the article “Integrative Osteoarthritis Therapy” seems more relevant and important to us than ever. We look forward to further developments in this field.</p>
<p><span class="Apple-converted-space"> </span>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;</p>
<p>“It is evident that over the past 30 years, medicine has recognized that the mysterious dynamic balance we call health encompasses both body and mind and can be strengthened through certain qualities of attention – qualities that can have a nourishing, regenerative, and healing effect. We all possess this ability – let’s put it to use.” Jon Kabat-Zinn from the book “Coming to Our Senses” (2005)</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;</p>
<p>Study Tip Tai Chi helps with knee pain and improves knee function in people with knee osteoarthritis. Zhu SJ, et al. Online Unsupervised Tai Chi Intervention for Knee Pain and Function in People With Knee Osteoarthritis: The RETREAT Randomized Clinical Trial. JAMA Intern Med. Published online October 27, 2025. doi:10.1001/jamainternmed.2025.5723</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;</p>
<p>Literature</p>
<p>[1] Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie e.V.: Prävention und Therapie der Gonarthrose Version 5.0, 15.07.2024: <a href="https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/187-050">https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/187-050</a></p>
<p>[2] Stellungnahme des BVOU zur Kritik an IGeL-Leistungen. BVOU 2025 <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/20313/stellungnahme-des-bvou-zur-kritik-an-igel-leistungen/">https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/20313/stellungnahme-des-bvou-zur-kritik-an-igel-leistungen/</a></p>
<p>[3] Hyaluron-Spritzen bei Kniearthrose. Nutzen und Risiko. NDR Visite 02.09.2025. <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/20498/hyaluron-spritzen-bei-kniearthrose/">https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/20498/hyaluron-spritzen-bei-kniearthrose/</a></p>
<p>[4] Yan L. et al. Comparative efficacy and safety of exercise modalities in knee osteoarthritis: systematic review and network meta-analysis. BMJ. 2025 Oct 15;391:e085242. doi: 10.1136/bmj-2025-085242. PMID: 41093618; PMCID: PMC12522397.</p>
<p>[5] Mind-body Exercises. sportärztezeitung online. <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/training/20038/mind-body-exercises/">https://sportaerztezeitung.com/rubriken/training/20038/mind-body-exercises/</a></p>
<p>[6] Erbeldinger, R. (2025). Mind-Body Medicine Completes Sports Medicine: Development of a Prophylaxis Model Through Sports Medicine. THE MIND Bulletin on Mind-Body Medicine Research, 7, 23-30. <a href="https://doi.org/10.61936/themind/202504306">https://doi.org/10.61936/themind/202504306</a></p>
<p>[7] Kessler CS. et al. Effectiveness of an Ayurveda treatment approach in knee osteoarthritis &#8211; a randomized controlled trial. Osteoarthritis Cartilage. 2018 May;26(5):620-630. doi: 10.1016/j.joca.2018.01.022. Epub 2018 Feb 7. PMID: 29426006.</p>
<p>[8] Lim WB, Al-Dadah O. Conservative treatment of knee osteoarthritis: A review of the literature. World J Orthop. 2022 Mar 18;13(3):212-229. doi: 10.5312/wjo.v13.i3.212. PMID: 35317254; PMCID: PMC8935331.</p>
<p>[9] Whole Person Health: What It Is and Why It&#8217;s Important. National Center for Complementary and Integrative Health. <a href="https://www.nccih.nih.gov/health/whole-person-health-what-it-is-and-why-its-important">https://www.nccih.nih.gov/health/whole-person-health-what-it-is-and-why-its-important</a></p>
<p>[10] Erbeldinger R, Roßberg M, Hub S, Henze A. Prähabilitation (Prähab). sportärztezeitung online. <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/20728/praehabilitation-praehab/">https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/20728/praehabilitation-praehab/</a></p>
<p>[11] Erbeldinger R. Targeted Nutrition – Nutritional Education. sportärztezeitung online. <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/ernaehrung/20110/targeted-nutrition/">https://sportaerztezeitung.com/rubriken/ernaehrung/20110/targeted-nutrition/</a></p>
<p>[12] Wild-Bode C. Kollagen und Enzyme. sportärztezeitung 02/25. <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/19713/kollagen-und-enzyme/">https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/19713/kollagen-und-enzyme/</a></p>
<p>[13] Niemeyer P, Herbort M, Post F. Nahrungsergänzung – Was kann ich bei Knorpelschaden oder Arthrose in Bezug auf Ernährung und Nahrungsergänzung tun? Podcast Listen2Science. 29.11.2024. <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/ernaehrung/18261/ernaehrungstherapie-und-nahrungsergaenzung/">https://sportaerztezeitung.com/rubriken/ernaehrung/18261/ernaehrungstherapie-und-nahrungsergaenzung/</a></p>
<p>[14] Pang A. et al. Short-chain fatty acids from gut microbiota restore Th17/Treg balance in rheumatoid arthritis: Mechanisms and therapeutic potential. Journal of Translational Autoimmunity, Volume 11, December 2025, 100316. <a href="https://doi.org/10.1016/j.jtauto.2025.100316">https://doi.org/10.1016/j.jtauto.2025.100316</a></p>
<p>[15] Häger J. et al. The Role of Dietary Fiber in Rheumatoid Arthritis Patients: A Feasibility Study. Nutrients 2019, 11, 2392. <a href="https://doi.org/10.3390/nu11102392">https://doi.org/10.3390/nu11102392</a></p>
<p>[16] Henrotin Y. et al. Oral enzyme combination therapy reduces systemic inflammation, urinary CTXII and pain in knee osteoarthritis: a proof-of-mechanism, randomised, crossover, double-blind, placebo-controlled trial. RMD Open. 2025 Aug 12;11(3):e005433. doi: 10.1136/rmdopen-2025-005433. PMID: 40803821; PMCID: PMC12352264.</p>
<p>[17] Klein G. et al. Efficacy and tolerance of an oral enzyme combination in painful osteoarthritis of the hip. A double-blind, randomised study comparing oral enzymes with non-steroidal anti-inflammatory drugs. Clin Exp Rheumatol. 2006 Jan-Feb;24(1):25-30. PMID: 16539815.</p>
<p>[18] Post F. Hafer und Herzgesundheit. sportärztezeitung 02/25. <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/ernaehrung/19698/hafer-und-herzgesundheit/">https://sportaerztezeitung.com/rubriken/ernaehrung/19698/hafer-und-herzgesundheit/</a></p>
<p>[19] Zeng L. et al. Efficacy and Safety of Curcumin and Curcuma longa Extract in the Treatment of Arthritis: A Systematic Review and Meta-Analysis of Randomized Controlled Trial. Front Immunol. 2022 Jul 22;13:891822. doi: 10.3389/fimmu.2022.891822. PMID: 35935936; PMCID: PMC9353077.</p>
<p>[20] Montagnino J. et al. Optimizing orthobiologic therapies with exercise, diet, and supplements. PM R. 2025 Apr;17(4):452-462. doi: 10.1002/pmrj.13320. Epub 2025 Jan 24. PMID: 39853939.</p>
<p>[21] Brockmüller A, Shakibaei M. Epigenetische Wirksamkeit von Curcumin. sportärztezeitung 04/23. <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/ernaehrung/15026/epigenetische-wirksamkeit-von-curcumin/">https://sportaerztezeitung.com/rubriken/ernaehrung/15026/epigenetische-wirksamkeit-von-curcumin/</a></p>
<p>[22] Kuptniratsaikul V. et al. Efficacy and safety of Curcuma domestica extracts compared with ibuprofen in patients with knee osteoarthritis: a multicenter study. Clin Interv Aging. 2014 Mar 20;9:451-8. doi: 10.2147/CIA.S58535. PMID: 24672232; PMCID: PMC3964021.</p>
<p>[23] Peng Y. et al. Anti-Inflammatory Effects of Curcumin in the Inflammatory Diseases: Status, Limitations and Countermeasures. Drug Des Devel Ther. 2021 Nov 2;15:4503-4525. doi: 10.2147/DDDT.S327378. PMID: 34754179; PMCID: PMC8572027.</p>
<p>[24] Bittel M. et al. Kurkuma- und Curcuminoid-Behandlung bei Gonarthrose. Zeitschrift für Phytotherapie 2022; 43(06): 243-249 doi: 10.1055/a-1924-9460</p>
<p>[25] Mehta D. et al. Turning Down the Heat: Mind-Body Strategies Against Inflammaging. Journal of Integrative and Complementary MedicineVol. 31, No. 10. Published Online: 14 October 2025. <a href="https://doi.org/10.1177/27683605251383711">https://doi.org/10.1177/2768360525138371</a></p>
<p>[26] Denninger JW. et al. Psychological assessments, allostatic load and gene expression analyses in a randomized controlled trial comparing meditation, yoga, and stress education. Front Psychol. 2025 Sep 12;16:1653242. doi: 10.3389/fpsyg.2025.1653242. PMID: 41020112; PMCID: PMC12463968.</p>
<p>[27] Voland, A. et al. Update onkologische Sport- und Bewegungstherapie. Fokus Onkol 28, 40–47 (2025). <a href="https://doi.org/10.1007/s15015-025-4316-9">https://doi.org/10.1007/s15015-025-4316-9</a></p>
<p>[28] Lison A, Lison D. Teilhaben. Sportmedizin und Rehabilitation. sportärztezeitung 04/25</p>
<p>[29] Michalsen A. Ordnungstherapie, Stressreduktion und Mind-Body-Medizin – Begleittherapien bei chronischen Nierenerkrankungen. Dialyse aktuell 2015; 19(5): 264-269. DOI: 10.1055/s-0035-1556951</p>
<p>[30] Dossett ML, Fricchione GL, Benson H. A New Era for Mind-Body Medicine. N Engl J Med. 2020 Apr 9;382(15):1390-1391. doi: 10.1056/NEJMp1917461. PMID: 32268025; PMCID: PMC7486127.</p>
<p>[31] Erbeldinger R. Group Medical Visits. sportärztezeitung online. <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/20203/group-medical-visits/">https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/20203/group-medical-visits/</a></p>
<p>[32] Branch A. How to use shared medical appointments in under-resourced communities. September 4, 2025. <a href="https://lifestylemedicine.org/how-to-use-shared-medical-appointments-in-under-resourced-communities/">https://lifestylemedicine.org/how-to-use-shared-medical-appointments-in-under-resourced-communities/</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Prävention, konservative Therapie und Rehabilitation</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/20878/praevention-konservative-therapie-und-rehabilitation/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dr. med. Alexander-Stephan Henze]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Nov 2025 09:00:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[04/25]]></category>
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					<description><![CDATA[Auch in der Orthopädie und Unfallchirurgie sind die Bereiche Prävention, konservative Therapie und Rehabilitation inhaltlich eng miteinander verknüpft und bilden gemeinsam mit dem chirurgischen Kern das gesamte Fachgebiet ab. Umso [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Auch in der Orthopädie und Unfallchirurgie sind die Bereiche Prävention, konservative Therapie und Rehabilitation inhaltlich eng miteinander verknüpft und bilden gemeinsam mit dem chirurgischen Kern das gesamte Fachgebiet ab. Umso erfreulicher ist es, dass sich innerhalb der stetig wachsenden medizinischen Fachgesellschaften in O &amp; U in Deutschland zunehmend Arbeitsgruppen diesen zentralen Themen widmen.</b></p>
<p>Die Gesellschaft für Arthroskopie und Gelenkchirurgie (AGA), die mit über 6.200 Mitgliedern die größte Sektion innerhalb der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) und zugleich Europas größte Fachgesellschaft für Arthroskopie darstellt, verantwortet mit dem Komitee „Prävention, konservative Therapie und Rehabilitation“ die Weiterentwicklung dieser essenziellen Aspekte unseres Fachs. Dabei zeigt sich, dass die engagierten Mitglieder immer häufiger den sprichwörtlichen Blick über den Tellerrand wagen und innovativ denken.</p>
<h2><b>Diagnostik, Therapie &amp; Education</b></h2>
<p>Im Bereich der Diagnostik steht neben der bildgebenden Beurteilung anatomischer Strukturen zunehmend die funktionelle Analyse im Fokus. Moderne, häufig tragbare und kabellose Technologien ermöglichen heute eine objektive Erfassung von Bewegung, neuromuskulärer Funktion, Kraft sowie Schnelligkeit oder Agilität. Diese funktionelle Diagnostik bietet im therapeutischen Setting einen erheblichen Mehrwert – sie erlaubt eine gezielte Planung individueller Behandlungsstrategien sowie eine objektive Verlaufskontrolle, die selbst kleinste Fortschritte auf dem Weg zu einem beschwerdefreien Leben sichtbar machen kann.</p>
<p>Auch in der Therapie rücken – neben den stetig weiterentwickelten traditionellen nicht-invasiven Verfahren (z. B. Manuelle Medizin, physikalische Therapie, Hilfsmittelversorgung mit Orthesen oder Einlagen) und invasiven Techniken wie Injektionen – zunehmend die grundlegenden Säulen Bewegung, Sport, Ernährung und auch die mentale Gesundheit im biopsychosozialen Kontext in den Mittelpunkt. Ein wesentlicher Schwerpunkt des Komitees liegt daher in der Erarbeitung konkreter Empfehlungen: Der bloße Appell zu „mehr Bewegung und ausgewogener Ernährung“ genügt längst nicht mehr.</p>
<p>Darüber hinaus wird der Verbesserung der ärztlichen Aus- und Weiterbildung, der kontinuierlichen Fortbildung sowie dem interdisziplinären Austausch große Bedeutung beigemessen – sowohl im Hinblick auf neue wissenschaftliche Erkenntnisse als auch auf den Transfer in die tägliche Praxis.</p>
<h2><b>DVSE</b></h2>
<p>Auch innerhalb noch spezialisierterer orthopädisch-chirurgischer Fachgesellschaften, etwa der D-A-CH-Vereinigung für Schulter- und Ellenbogenchirurgie (DVSE), werden diese Themen aktiv vorangetrieben – beispielsweise in den DVSE-Kommissionen „Rehabilitation“ und „Konservative Therapie“, die mit ihrer Arbeit wichtige Impulse für die Weiterentwicklung der Patientenversorgung setzen. Der in verschiedenen Fachgebieten zunehmend in den Fokus rückende Ansatz der Prähabilitation – insbesondere im Kontext physiopsychologisch beanspruchender Thera­pieformen wie Operationen oder Chemo­therapien – vereint die oben genannten Säulen und bietet damit eine hervorragende Blaupause für eine zeitgemäße, holistische und evidenzbasierte Behandlung, bei der die zu behandelnde Person zum aktiven Mitglied ihres eigenen Behandlungsteams wird.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Integrative Arthrose-Therapie</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/20867/integrative-arthrose-therapie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Erbeldinger,&#160;Dr. med. Alexander-Stephan Henze&#160;,&#160;Prof. Dr. med. Götz Welsch]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Nov 2025 08:00:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[04/25]]></category>
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					<description><![CDATA[Die überarbeitete S3-Leitlinie zur Gonarthrose [1] als wichtigste deutschsprachige Handlungsempfehlung hat gemischte Reaktionen hervorgerufen und im Hinblick auf die empfohlenen Therapieverfahren reichlich Anlass zur Diskussion geboten [2, 3]. Beim aufmerksamen [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Die überarbeitete <a href="https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/187-050">S3-Leitlinie zur Gonarthrose</a> [1] als wichtigste deutschsprachige Handlungsempfehlung hat gemischte Reaktionen hervorgerufen und im Hinblick auf die empfohlenen Therapieverfahren reichlich Anlass zur Diskussion geboten [2, 3].</b></p>
<p>Beim aufmerksamen Lesen fallen jedoch bereits in der Kurzfassung folgende „starke“ Empfehlungen auf, denen in diesem Beitrag besondere Beachtung geschenkt werden soll:</p>
<p>„Für eine nachhaltigere Gesundheitsversorgung empfehlen wir die: […]</p>
<ul>
<li>Förderung umweltfreundlicher Lebensstile: Aufklärung und Beratung zu pflanzenbasierter Ernährung, aktiver Mobilität (wie Gehen und Radfahren) und nachhaltigen Alltagspraktiken.</li>
<li>Priorisierung ressourcensparender Behandlungsoptionen (bei ­Gleichwertigkeit der Therapie): Empfehlung nicht operativer Maßnahmen wie Bewegungs­therapie, Verhaltensanpassung und Gewichtsmanagement, bevor invasive Verfahren in Betracht gezogen werden.“ [1]</li>
</ul>
<p>Neben der Förderung eines aktiven Lebensstils mit Fokus auf Mobilität (z. B. Gehen und Radfahren im Alltag, Treppensteigen statt Aufzugfahren) kommt der Bewegungstherapie als evidenz­basierter Behandlungsmethode eine unstrittig grundlegende Bedeutung zu, der nun in der Versorgungspraxis endlich Rechnung getragen werden sollte. Doch wie genau sollte diese Bewegungstherapie aussehen? Um diesem originär sportmedizinischen und zugleich hoch translationalen Bereich mehr Kontur zu verleihen, lohnt sich ein Blick in die kürzlich erschienene systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse von Yan et al. [4]. Das Autorenteam verglich dabei sechs Trainingsmethoden hinsichtlich ihrer Wirkung auf Schmerzreduktion, Funktion, Gangbild und Lebensqualität. Unter diesen schnitt Aerobic exercise (Gehen, Laufen, Radfahren, Schwimmen) als First-Line-Treatment am besten ab. Darüber hinaus wurden auch Kräftigungs-, Flexibilitäts- und Koordinationsübungen sowie so genannte <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/training/20038/mind-body-exercises/">Mind-­Body-Exercises</a> [5] untersucht und als positiv eingestuft. Die letzt­genannte Übungsform als Teil der <a href="https://www.the-mind.org/the-mind/issue-7/opinion/">Mind-Body-Medizin</a> [6], die bereits in früheren Arbeiten zur Gonarthrose berücksichtigt wurde [7, 8], kann einen wertvollen Beitrag zur Behandlung von Arthrosebeschwerden leisten und dabei den Blick vom schmerzhaften Knie­gelenk auf die ganze Person lenken. Ganz im Sinne des holistischen Konzepts der <a href="https://www.nccih.nih.gov/health/whole-person-health-what-it-is-and-why-its-important">Whole-Person-Health</a> [9], das auch im Rahmen der <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/20728/praehabilitation-praehab/">Prähabilitation</a> [10] immer bedeutsamer wird. Dabei wird die betroffene Person zum aktiven Teil des Behandlungsteams, womit Selbstwirksamkeit und Teamwork in den Mittelpunkt rücken sowie Adhärenz gefördert wird. Interventionen aus der Mind-Body-Medizin können gerade dann auch zum Einsatz kommen, wenn „traditionelle“ Therapieansätze wie Aerobic exercise aufgrund der körperlichen Verfassung oder anderer Hindernisse nicht durchgeführt werden können.</p>
<h2><b>Targeted Nutrition</b></h2>
<p>Neben Bewegung als Therapie und Verhaltensanpassung im Sinne einer Stärkung der Selbstwirksamkeit erwähnt die S3-Leitlinie auch explizit die pflanzenbasierte Ernährung [1] als wichtigen Bestandteil der Arthrose-Behandlung – sie hebt damit das Konzept einer <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/ernaehrung/20110/targeted-nutrition/">Targeted Nutrition</a> [11] hervor. Zu den zentralen Aspekten gehören eine ausreichende Proteinzufuhr mit gezielter Aminosäuren-Zusammensetzung, die Zufuhr von Kollagen [12, 13] und Ballaststoffen [14, 15] sowie ergänzend die systemische Enzymtherapie [12, 13, 16, 17], Vielstoffgemische [18] und Phytopharmaka. Besonders Curcuma [19 – 24] kommt hierbei eine zunehmend wissenschaftlich belegte Rolle in der Schmerzreduktion und Funktionsverbesserung bei degenerativen Erkrankungen wie der Arthrose zu.</p>
<p>Dieses Wissen verdient es, in der täglichen Versorgung Beachtung zu finden und praktisch erprobt zu werden – nicht als Ersatz, sondern als Ergänzung etablierter Therapieformen. Wir sollten die Chance nutzen, solche Ansätze weiter zu prüfen, anzuwenden und kritisch zu beobachten, um das Feld der konservativen und regenerativen Medizin um wertvolle biologische Optionen zu erweitern.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<h2><b>Mind-Body-Medizin und Shared Medical Appointments</b></h2>
<p>Der Mind-Body-Medizin wird zusätzliche Bedeutung hinsichtlich der Reduktion inflammatorischer Biomarker [25] sowie im individuellen Umgang mit psychosozialem Stress [26] beigemessen. Self-Management und Patientenedukation sind individuell und eng mit der Life­style-Medicine verknüpft. Sie erfordern sowohl für Patienten als auch für Therapeuten gezielte Aus- und Weiterbildungsstrategien. Diese Ansätze müssen nun konsequent in die reale Versorgung integriert werden – analog zur bereits etablierten Sport- und Bewegungstherapie. Die Onkologie liefert mit dem Konzept der Exercise Oncology [27] einen interessanten, differenzierten und präzisen Weg, während die sich derzeit weiterentwickelnde Prähabilitation [10] als Rahmen (Framework) dienen kann. Das dabei in Bezug auf die Prähab entstehende „Open Window“ bietet die Möglichkeit, diese innovativen Ansätze nachhaltig zu verankern. Nutzen wir es und lassen die notwendigen Veränderungen in der medizinischen Versorgung Realität werden. Wie bereits in dem Fachartikel von Lison &amp; Lison betont, sind all diese Entwicklungen nahezu alternativlos [28].<span class="Apple-converted-space">  </span>Das salutogenetische Pote­n­zial ist bei weitem noch nicht ausgeschöpft – es ebnet vielmehr den Weg in eine neue Ära der medizinischen Versorgung, ganz im Sinne der auch von <a href="https://bensonhenryinstitute.org/about-us-dr-herbert-benson/">Professor Herbert Benson</a> und <a href="https://jonkabat-zinn.com/">Professor Jon Kabatt-Zinn</a> [29] geprägten Mind-Body-Medizin [6, 30].</p>
<p>Zukunftsweisend erscheint explizit in diesem Zusammenhang auch das kosteneffiziente Konzept der <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/20203/group-medical-visits/">Shared Medical Appointments (SMA)</a> [31, 32]. Dieses Modell gemeinsamer medizinischer Konsultationen [29] ermöglicht eine effiziente, interdisziplinäre und teamorientierte Umsetzung von Mind-Body-Ansätzen wie auch Lifestyle-Medicine – mit den Patienten als aktiven Mitgliedern ihres therapeutischen Prozesses.</p>
<hr />
<p>In dem aktuellen Artikel „Ärzte-Bashing statt Wissenschaft“, erschienen in der Orthopädie und Unfallchirurgie 2025 15(5), betonen die Autoren Dr. Burkhard Lembeck (Präsident der BVOU) und Janosch Kuno (Presse BVOU), „dass ­Patienten zu Recht von ihren Behandelnden erwarten, dass ehe operiert wird, vorher alle konservativen Therapien ausgeschöpft werden, auch wenn die Evidenz dafür schwach ist. Das gelte insbesondere bei chronischen Beschwerden wie Arthrose oder Sehnenreizungen, wenn Standardtherapien nicht helfen.“ Gerade auch unter diesem Gesichtspunkt erscheint uns der Artikel „Integrative Arthrose-Therapie“ aktueller und wichtiger denn je. Wir freuen uns auf die weitere Entwicklung auf diesem Gebiet.</p>
<p><span class="Apple-converted-space"> </span>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;</p>
<p>„Es zeigt sich, dass die Medizin in den vergangenen 30 Jahren erkannt hat, dass das mysteriöse dynamische Gleichgewicht, das wir Gesundheit nennen, sowohl Körper als auch Geist umfasst und durch bestimmte Qualitäten der Aufmerksamkeit gestärkt werden kann – Qualitäten, die nährend, regenerierend und heilend wirken können. Wir alle besitzen diese Fähigkeit – setzen wir sie ein.“ Jon Kabat-Zinn aus dem Buch „Coming to Our Senses” (2005)</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;</p>
<p><b>Aktueller Studientipp</b> Tai Chi hilf bei Knieschmerzen und verbessert die Kniefunktion bei Menschen mit Kniearthrose. Zhu SJ, et al. Online Unsuper­vised Tai Chi Intervention for Knee Pain and Function in People With Knee Osteoarthritis: The RETREAT Randomized Clinical Trial. JAMA Intern Med. Publi­shed online October 27, 2025. doi:10.1001/jamainternmed.2025.5723</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;</p>
<p><strong>Literatur</strong></p>
<p>[1] Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie e.V.: Prävention und Therapie der Gonarthrose Version 5.0, 15.07.2024: <a href="https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/187-050">https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/187-050</a></p>
<p>[2] Stellungnahme des BVOU zur Kritik an IGeL-Leistungen. BVOU 2025 <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/20313/stellungnahme-des-bvou-zur-kritik-an-igel-leistungen/">https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/20313/stellungnahme-des-bvou-zur-kritik-an-igel-leistungen/</a></p>
<p>[3] Hyaluron-Spritzen bei Kniearthrose. Nutzen und Risiko. NDR Visite 02.09.2025. <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/20498/hyaluron-spritzen-bei-kniearthrose/">https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/20498/hyaluron-spritzen-bei-kniearthrose/</a></p>
<p>[4] Yan L. et al. Comparative efficacy and safety of exercise modalities in knee osteoarthritis: systematic review and network meta-analysis. BMJ. 2025 Oct 15;391:e085242. doi: 10.1136/bmj-2025-085242. PMID: 41093618; PMCID: PMC12522397.</p>
<p>[5] Mind-body Exercises. sportärztezeitung online. <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/training/20038/mind-body-exercises/">https://sportaerztezeitung.com/rubriken/training/20038/mind-body-exercises/</a></p>
<p>[6] Erbeldinger, R. (2025). Mind-Body Medicine Completes Sports Medicine: Development of a Prophylaxis Model Through Sports Medicine. THE MIND Bulletin on Mind-Body Medicine Research, 7, 23-30. <a href="https://doi.org/10.61936/themind/202504306">https://doi.org/10.61936/themind/202504306</a></p>
<p>[7] Kessler CS. et al. Effectiveness of an Ayurveda treatment approach in knee osteoarthritis &#8211; a randomized controlled trial. Osteoarthritis Cartilage. 2018 May;26(5):620-630. doi: 10.1016/j.joca.2018.01.022. Epub 2018 Feb 7. PMID: 29426006.</p>
<p>[8] Lim WB, Al-Dadah O. Conservative treatment of knee osteoarthritis: A review of the literature. World J Orthop. 2022 Mar 18;13(3):212-229. doi: 10.5312/wjo.v13.i3.212. PMID: 35317254; PMCID: PMC8935331.</p>
<p>[9] Whole Person Health: What It Is and Why It&#8217;s Important. National Center for Complementary and Integrative Health. <a href="https://www.nccih.nih.gov/health/whole-person-health-what-it-is-and-why-its-important">https://www.nccih.nih.gov/health/whole-person-health-what-it-is-and-why-its-important</a></p>
<p>[10] Erbeldinger R, Roßberg M, Hub S, Henze A. Prähabilitation (Prähab). sportärztezeitung online. <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/20728/praehabilitation-praehab/">https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/20728/praehabilitation-praehab/</a></p>
<p>[11] Erbeldinger R. Targeted Nutrition – Nutritional Education. sportärztezeitung online. <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/ernaehrung/20110/targeted-nutrition/">https://sportaerztezeitung.com/rubriken/ernaehrung/20110/targeted-nutrition/</a></p>
<p>[12] Wild-Bode C. Kollagen und Enzyme. sportärztezeitung 02/25. <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/19713/kollagen-und-enzyme/">https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/19713/kollagen-und-enzyme/</a></p>
<p>[13] Niemeyer P, Herbort M, Post F. Nahrungsergänzung – Was kann ich bei Knorpelschaden oder Arthrose in Bezug auf Ernährung und Nahrungsergänzung tun? Podcast Listen2Science. 29.11.2024. <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/ernaehrung/18261/ernaehrungstherapie-und-nahrungsergaenzung/">https://sportaerztezeitung.com/rubriken/ernaehrung/18261/ernaehrungstherapie-und-nahrungsergaenzung/</a></p>
<p>[14] Pang A. et al. Short-chain fatty acids from gut microbiota restore Th17/Treg balance in rheumatoid arthritis: Mechanisms and therapeutic potential. Journal of Translational Autoimmunity, Volume 11, December 2025, 100316. <a href="https://doi.org/10.1016/j.jtauto.2025.100316">https://doi.org/10.1016/j.jtauto.2025.100316</a></p>
<p>[15] Häger J. et al. The Role of Dietary Fiber in Rheumatoid Arthritis Patients: A Feasibility Study. Nutrients 2019, 11, 2392. <a href="https://doi.org/10.3390/nu11102392">https://doi.org/10.3390/nu11102392</a></p>
<p>[16] Henrotin Y. et al. Oral enzyme combination therapy reduces systemic inflammation, urinary CTXII and pain in knee osteoarthritis: a proof-of-mechanism, randomised, crossover, double-blind, placebo-controlled trial. RMD Open. 2025 Aug 12;11(3):e005433. doi: 10.1136/rmdopen-2025-005433. PMID: 40803821; PMCID: PMC12352264.</p>
<p>[17] Klein G. et al. Efficacy and tolerance of an oral enzyme combination in painful osteoarthritis of the hip. A double-blind, randomised study comparing oral enzymes with non-steroidal anti-inflammatory drugs. Clin Exp Rheumatol. 2006 Jan-Feb;24(1):25-30. PMID: 16539815.</p>
<p>[18] Post F. Hafer und Herzgesundheit. sportärztezeitung 02/25. <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/ernaehrung/19698/hafer-und-herzgesundheit/">https://sportaerztezeitung.com/rubriken/ernaehrung/19698/hafer-und-herzgesundheit/</a></p>
<p>[19] Zeng L. et al. Efficacy and Safety of Curcumin and Curcuma longa Extract in the Treatment of Arthritis: A Systematic Review and Meta-Analysis of Randomized Controlled Trial. Front Immunol. 2022 Jul 22;13:891822. doi: 10.3389/fimmu.2022.891822. PMID: 35935936; PMCID: PMC9353077.</p>
<p>[20] Montagnino J. et al. Optimizing orthobiologic therapies with exercise, diet, and supplements. PM R. 2025 Apr;17(4):452-462. doi: 10.1002/pmrj.13320. Epub 2025 Jan 24. PMID: 39853939.</p>
<p>[21] Brockmüller A, Shakibaei M. Epigenetische Wirksamkeit von Curcumin. sportärztezeitung 04/23. <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/ernaehrung/15026/epigenetische-wirksamkeit-von-curcumin/">https://sportaerztezeitung.com/rubriken/ernaehrung/15026/epigenetische-wirksamkeit-von-curcumin/</a></p>
<p>[22] Kuptniratsaikul V. et al. Efficacy and safety of Curcuma domestica extracts compared with ibuprofen in patients with knee osteoarthritis: a multicenter study. Clin Interv Aging. 2014 Mar 20;9:451-8. doi: 10.2147/CIA.S58535. PMID: 24672232; PMCID: PMC3964021.</p>
<p>[23] Peng Y. et al. Anti-Inflammatory Effects of Curcumin in the Inflammatory Diseases: Status, Limitations and Countermeasures. Drug Des Devel Ther. 2021 Nov 2;15:4503-4525. doi: 10.2147/DDDT.S327378. PMID: 34754179; PMCID: PMC8572027.</p>
<p>[24] Bittel M. et al. Kurkuma- und Curcuminoid-Behandlung bei Gonarthrose. Zeitschrift für Phytotherapie 2022; 43(06): 243-249 doi: 10.1055/a-1924-9460</p>
<p>[25] Mehta D. et al. Turning Down the Heat: Mind-Body Strategies Against Inflammaging. Journal of Integrative and Complementary MedicineVol. 31, No. 10. Published Online: 14 October 2025. <a href="https://doi.org/10.1177/27683605251383711">https://doi.org/10.1177/2768360525138371</a></p>
<p>[26] Denninger JW. et al. Psychological assessments, allostatic load and gene expression analyses in a randomized controlled trial comparing meditation, yoga, and stress education. Front Psychol. 2025 Sep 12;16:1653242. doi: 10.3389/fpsyg.2025.1653242. PMID: 41020112; PMCID: PMC12463968.</p>
<p>[27] Voland, A. et al. Update onkologische Sport- und Bewegungstherapie. Fokus Onkol 28, 40–47 (2025). <a href="https://doi.org/10.1007/s15015-025-4316-9">https://doi.org/10.1007/s15015-025-4316-9</a></p>
<p>[28] Lison A, Lison D. Teilhaben. Sportmedizin und Rehabilitation. sportärztezeitung 04/25</p>
<p>[29] Michalsen A. Ordnungstherapie, Stressreduktion und Mind-Body-Medizin – Begleittherapien bei chronischen Nierenerkrankungen. Dialyse aktuell 2015; 19(5): 264-269. DOI: 10.1055/s-0035-1556951</p>
<p>[30] Dossett ML, Fricchione GL, Benson H. A New Era for Mind-Body Medicine. N Engl J Med. 2020 Apr 9;382(15):1390-1391. doi: 10.1056/NEJMp1917461. PMID: 32268025; PMCID: PMC7486127.</p>
<p>[31] Erbeldinger R. Group Medical Visits. sportärztezeitung online. <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/20203/group-medical-visits/">https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/20203/group-medical-visits/</a></p>
<p>[32] Branch A. How to use shared medical appointments in under-resourced communities. September 4, 2025. <a href="https://lifestylemedicine.org/how-to-use-shared-medical-appointments-in-under-resourced-communities/">https://lifestylemedicine.org/how-to-use-shared-medical-appointments-in-under-resourced-communities/</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Prehabilitation (Prehab)</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/20731/prehabilitation-prehab/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Erbeldinger,&#160;Dr. med. dent. Matthias Roßberg,&#160;Dr. med. Stephan Hub&#160;,&#160;Dr. med. Alexander-Stephan Henze]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Aug 2025 12:41:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[Online]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://sportaerztezeitung.com/?p=20731</guid>

					<description><![CDATA[„Prehabilitation is defined as a structured process that aims to increase an individual’s functional capacity—including psychoneuroimmunological functions—prior to an anticipated medical or surgical intervention“ In addition to the article Mind-Body [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3><em>„Prehabilitation is defined as a structured process that aims to increase an individual’s functional capacity—including psychoneuroimmunological functions—prior to an anticipated medical or surgical intervention“</em></h3>
<p><b>In addition to the article </b><a href="https://www.the-mind.org/the-mind/issue-7/opinion/"><b>Mind-Body Medicine Completes Sports Medicine</b></a><b> (Erbeldinger, R. 2025, published in THE MIND Bulletin on Mind-Body Medicine Research, 7, 23-30) (12), we would like to take this opportunity to present our definition of the increasingly important term “prehabilitation” (prehab) in order to provide you with some guidance:</b></p>
<p><em><a href="https://www.the-mind.org/the-mind/issue-7/opinion/">Prehabilitation</a> (Prehab 1-10) during the first medical encounter / visit is a <strong>proactive</strong> (15) and individualized approach that prepares </em><em>educationally </em><em>each patient (non-patient) for anticipated stressors*, but also for unexpected events and functional impairments related to pending treatments (in this context, Motivational Interviewing (12) proves to be an appropriate method, which can subsequently be transferred into the setting of Shared Medical Appointments (11) to enhance both effectiveness and cost-efficiency). It is tailored to personal needs, conditions, requirements and capacities, and is applied independently of whether the therapeutic pathway involves surgery or non-surgical interventions.</em></p>
<p><em>Furthermore a structured, individualized prophylaxis (12) can evolve in non-patients (12) through regular screenings, as exemplified by dental care. This approach not only maintains health but also co-develops with the adaptive <strong>immune system</strong> (13) along the lifespan, enabling specific protective responses to emerge and strengthen over time.</em></p>
<h3><em>&#8222;Education (14) is an essential component of translational sports medicine prehabilitation, as it paves the way for self-management (patient) and thus creates the basis for prophylaxis (12) and self-care (16) – non-patient (12).&#8220;</em></h3>
<p><em>* Surgical intervention is of particular relevance to prehabilitation, as it reprents a controlled trauma that triggers a post-aggression metabolism, requiring targeted consideration of physical, psychological and psychosocial dimensions.</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Literature</strong></p>
<ol>
<li><a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/19447/prehabilitation-als-biologische-vorbereitung-des-patienten/?utm_source=chatgpt.com">Schek, A., &amp; Erbeldinger, R. (2025).<em>Prähabilitation als biologische Vorbereitung des Patienten: Einfluss von Exercise &amp; Nutrition bei orthobiologisch regenerativen Therapien</em>. sportärztezeitung</a></li>
<li><a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/training/2465/prehabilitation/?utm_source=chatgpt.com">Bloch, W. (02/17).<em>Prehabilitation</em>. sportärztezeitung</a></li>
<li><a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/18993/praehabilitation-des-vorderen-kreuzbandes/?utm_source=chatgpt.com">Valle et. al  (01/25) <em>Prähabilitation des vorderen Kreuzbandes</em>. sportärztezeitung</a></li>
<li><a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/20530/vorbereitung-auf-die-hueft-op/?utm_source=chatgpt.com">Beardi, J. (03/25).<em>Precare – Vorbereitung auf die Hüft-OP: Welche prähabilitativen Maßnahmen sind sinnvoll?</em>sportärztezeitung</a></li>
<li><a href="https://www.youtube.com/watch?v=BE4wV2J0Ph8">sportärztezeitung (2024). <b>Prehabilitation des vorderen Kreuzbandes – Fokus Ernährung</b> </a>YouTube</li>
<li><a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/training/20510/praehabilitation-in-der-orthopaedie/?utm_source=chatgpt.com">Sattler, C., &amp; Gatzka, C. (03/25). <em>Prähabilitation in der Orthopädie (Target Action Before Orthopedic Surgery, TABOS)</em>. sportärztezeitung</a></li>
<li><a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/training/14228/praehabilitation/?utm_source=chatgpt.com">Gränicher, P. (02/23). <em>Prähabilitation – Einsatz vor VKB-Rekonstruktion</em>. sportärztezeitung</a></li>
<li><a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/18823/effektivitaet-von-praehabilitationsinterventionen-vor-operationen/?utm_source=chatgpt.com">Marshall, R. P. (2025).<em>Effektivität von Prähabilitationsinterventionen vor Operationen</em>. sportärztezeitung</a></li>
<li><a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/training/19836/praehabilitation-2/?utm_source=chatgpt.com">Schmid, A., &amp; Gränicher, P. (02/25). <em>Prähabilitation – individualisiertes präoperatives Trainingsprogramm</em>. sportärztezeitung</a></li>
<li><a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/20586/fast-track-und-praehabilitation/">Grifka, J (03/25). Fast track und Prähabilitation. sportärztezeitung</a></li>
<li><a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/20203/group-medical-visits/?utm_source=chatgpt.com">Erbeldinger, R. (2025).<em>Group Medical Visits: SMA Shared Medical Appointments – Zukunft der Prävention, Prophylaxe und Lifestylemedizin in der Sportmedizin</em>. sportärztezeitung</a></li>
<li><a href="https://www.the-mind.org/the-mind/issue-7/opinion/">Erbeldinger, R. (2025). Mind-Body Medicine Completes Sports Medicine: Development of a Prophylaxis Model Through Sports Medicine.<em>THE MIND Bulletin on Mind-Body Medicine Research</em>, 7, 23-30.</a> <a href="https://doi.org/10.61936/themind/202504306">https://doi.org/10.61936/themind/202504306</a></li>
<li>Schubert, C. (2025). <em>Immunsystem neu gedacht</em>. Arkana, S. 89.</li>
<li><a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28967562/">McRae M, Hancock MJ. Adults attending private physiotherapy practices seek diagnosis, pain relief, improved function, education and prevention: a survey. J Physiother. 2017 Oct;63(4):250-256.</a> doi: 10.1016/j.jphys.2017.08.002. Epub 2017 Sep 28. PMID: 28967562.</li>
<li>Schubert, C. (2025). <em>Immunsystem neu gedacht</em>. Arkana, S. 86.</li>
<li><a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/8820316/">Benson H. Commentary: self-care, the three-legged stool, and remembered wellness. J Cardiovasc Nurs. 1996 Apr;10(3):1-3.</a> doi: 10.1097/00005082-199604000-00002. PMID: 8820316.</li>
</ol>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Veröffentlicht 29.08.2025</em></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Prähabilitation (Prähab)</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/20728/praehabilitation-praehab/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Erbeldinger,&#160;Dr. med. dent. Matthias Roßberg,&#160;Dr. med. Stephan Hub&#160;,&#160;Dr. med. Alexander-Stephan Henze]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Aug 2025 12:33:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[Online]]></category>
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					<description><![CDATA[„Prehabilitation is defined as a structured process that aims to increase an individual’s functional capacity—including psychoneuroimmunological functions—prior to an anticipated medical or surgical intervention“ In Ergänzung an den Artikel Mind-Body [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3><em>„Prehabilitation is defined as a structured process that aims to increase an individual’s functional capacity—including psychoneuroimmunological functions—prior to an anticipated medical or surgical intervention“</em></h3>
<p><strong>In Ergänzung an den Artikel <a href="https://www.the-mind.org/the-mind/issue-7/opinion/">Mind-Body Medicine Completes Sports Medicine</a> (Erbeldinger, R. 2025, erschienen in THE MIND Bulletin on Mind-Body Medicine Research, 7, 23-30) (12) möchten wir Ihnen an dieser Stelle unsere Definition für den immer mehr an Bedeutung gewinnenden Begriff der Prähabilitation (Prähab / Prehab) vorstellen, um Ihnen eine Orientierung bieten zu können:</strong></p>
<p><em><a href="https://www.the-mind.org/the-mind/issue-7/opinion/">Prähabilitation</a> (Prehab 1-10) beim ersten medizinischen Kontakt / Besuch ist ein <strong>proaktiver</strong></em> (15) und<em> individueller Ansatz, der jeden Patienten – ebenso wie den Nicht-Patienten (non-Patient) – auf erwartbare Belastungen*, aber auch unerwartete Geschehnisse und funktionelle Einschränkungen im Zusammenhang mit anstehenden Behandlungen edukativ vorbereitet (in diesem Kontext erweist sich Motivational Interviewing (12) als geeignete Methode, die in einem weiteren Schritt in das Setting von Shared Medical Appointments (11) überführt werden kann, um Wirksamkeit und Kosteneffizienz zu steigern). Sie wird an persönliche Bedürfnisse, Bedingungen, Anforderungen und Kapazitäten angepasst und findet unabhängig davon Anwendung, ob der therapeutische Weg chirurgisch oder nicht-chirurgisch ist.</em></p>
<p><em>Darüber hinaus kann sich bei Nicht-Patienten (non-Patient (12)) durch regelmäßige Screenings – wie etwa in der Zahnmedizin – eine strukturierte, individuelle Prophylaxe (12) entwickeln. Dieser Ansatz dient nicht nur der Gesunderhaltung, sondern entwickelt sich im Verlauf des Lebens auch gemeinsam mit dem adaptiven <strong>Immunsystem</strong> (13) weiter. So können spezifische Schutzreaktionen entstehen und sich mit der Zeit gezielt verstärken. </em></p>
<h3><em>&#8222;Education (14) ist ein essenzieler Bestandteil der translationalen sportmedizinischen Prähabilitation, da sie den Weg zum Self-Management (patient) ebnet und somit die Grundlage für Prophylaxe (12) und Selbstfürsorge (Self-Care (16) &#8211; non patient (12)) schafft.&#8220;</em></h3>
<p><em>* Der operative Eingriff ist im Kontext der Prähabilitation von besonderer Bedeutung, da er als kontrolliertes Trauma einen Postaggressionsstoffwechsel auslöst, dessen körperliche, psychische und psychosoziale Dimensionen gezielt adressiert werden müssen.</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Literatur</strong></p>
<ol>
<li><a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/19447/prehabilitation-als-biologische-vorbereitung-des-patienten/?utm_source=chatgpt.com">Schek, A., &amp; Erbeldinger, R. (2025).<em>Prähabilitation als biologische Vorbereitung des Patienten: Einfluss von Exercise &amp; Nutrition bei orthobiologisch regenerativen Therapien</em>. sportärztezeitung</a></li>
<li><a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/training/2465/prehabilitation/?utm_source=chatgpt.com">Bloch, W. (02/17).<em>Prehabilitation</em>. sportärztezeitung</a></li>
<li><a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/18993/praehabilitation-des-vorderen-kreuzbandes/?utm_source=chatgpt.com">Valle et. al  (01/25) <em>Prähabilitation des vorderen Kreuzbandes</em>. sportärztezeitung</a></li>
<li><a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/20530/vorbereitung-auf-die-hueft-op/?utm_source=chatgpt.com">Beardi, J. (03/25).<em>Precare – Vorbereitung auf die Hüft-OP: Welche prähabilitativen Maßnahmen sind sinnvoll?</em>sportärztezeitung</a></li>
<li><a href="https://www.youtube.com/watch?v=BE4wV2J0Ph8">sportärztezeitung (2024). <b>Prehabilitation des vorderen Kreuzbandes – Fokus Ernährung</b> </a>YouTube</li>
<li><a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/training/20510/praehabilitation-in-der-orthopaedie/?utm_source=chatgpt.com">Sattler, C., &amp; Gatzka, C. (03/25). <em>Prähabilitation in der Orthopädie (Target Action Before Orthopedic Surgery, TABOS)</em>. sportärztezeitung</a></li>
<li><a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/training/14228/praehabilitation/?utm_source=chatgpt.com">Gränicher, P. (02/23). <em>Prähabilitation – Einsatz vor VKB-Rekonstruktion</em>. sportärztezeitung</a></li>
<li><a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/18823/effektivitaet-von-praehabilitationsinterventionen-vor-operationen/?utm_source=chatgpt.com">Marshall, R. P. (2025).<em>Effektivität von Prähabilitationsinterventionen vor Operationen</em>. sportärztezeitung</a></li>
<li><a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/training/19836/praehabilitation-2/?utm_source=chatgpt.com">Schmid, A., &amp; Gränicher, P. (02/25). <em>Prähabilitation – individualisiertes präoperatives Trainingsprogramm</em>. sportärztezeitung</a></li>
<li><a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/20586/fast-track-und-praehabilitation/">Grifka, J (03/25). Fast track und Prähabilitation. sportärztezeitung</a></li>
<li><a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/20203/group-medical-visits/?utm_source=chatgpt.com">Erbeldinger, R. (2025).<em>Group Medical Visits: SMA Shared Medical Appointments – Zukunft der Prävention, Prophylaxe und Lifestylemedizin in der Sportmedizin</em>. sportärztezeitung</a></li>
<li><a href="https://www.the-mind.org/the-mind/issue-7/opinion/">Erbeldinger, R. (2025). Mind-Body Medicine Completes Sports Medicine: Development of a Prophylaxis Model Through Sports Medicine.<em>THE MIND Bulletin on Mind-Body Medicine Research</em>, 7, 23-30.</a> <a href="https://doi.org/10.61936/themind/202504306">https://doi.org/10.61936/themind/202504306</a></li>
<li>Schubert, C. (2025). <em>Immunsystem neu gedacht</em>. Arkana, S. 89.</li>
<li><a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28967562/">McRae M, Hancock MJ. Adults attending private physiotherapy practices seek diagnosis, pain relief, improved function, education and prevention: a survey. J Physiother. 2017 Oct;63(4):250-256.</a> doi: 10.1016/j.jphys.2017.08.002. Epub 2017 Sep 28. PMID: 28967562.</li>
<li>Schubert, C. (2025). <em>Immunsystem neu gedacht</em>. Arkana, S. 86.</li>
<li><a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/8820316/">Benson H. Commentary: self-care, the three-legged stool, and remembered wellness. J Cardiovasc Nurs. 1996 Apr;10(3):1-3.</a> doi: 10.1097/00005082-199604000-00002. PMID: 8820316.</li>
</ol>
<p style="margin: 0cm 0cm 9.0pt 0cm;">
<p><em>Veröffentlicht 29.08.2025</em></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Practical nutritional recovery strategies for elite soccer  players when limited time separates repeated matches</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/ernaehrung/15067/practical-nutritional-recovery-strategies-for-elite-soccer-players-when-limited-time-separates-repeated-matches/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dr. med. Alexander-Stephan Henze]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Dec 2023 09:00:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[04/23]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://sportaerztezeitung.com/?p=15067</guid>

					<description><![CDATA[Mayur Krachna Ranchordas, Joel T. Dawson and Mark Russell / J Int Soc Sports Nutr. 2017; 14: 35. doi: 10.1186/s12970-017-0193-8. / PMCID: PMC5596842 PMID: 28919844 Enger Spielplan, lange Reisen zu den Auswärtsspielen, [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mayur Krachna Ranchordas, Joel T. Dawson and Mark Russell / J Int Soc Sports Nutr. 2017; 14: 35. doi: 10.1186/s12970-017-0193-8.<span class="Apple-converted-space"> / </span>PMCID: PMC5596842 PMID: 28919844</p>
<p><b>Enger Spielplan, lange Reisen zu den Auswärtsspielen, wenig Zeit zur Erholung – die Belastungen im Spitzenfußball sind hoch. Europäische Fußballmannschaften bestreiten heute bis zu 60 Pflichtspiele pro Saison. In manchen Wochen finden bis zu 3 Pflichtspiele an verschiedenen Orten und vor allem aus Marketinggründen zu unterschiedlichen Tageszeiten statt.<span class="Apple-converted-space"> </span></b></p>
<p>Beträgt der zeitliche Abstand zwischen zwei Spielen weniger als 96 Stunden, häufen sich die Ermüdungserscheinungen und das Verletzungsrisiko steigt. Dies gilt insbesondere für überlastungsassoziierte Verletzungen wie Muskelverletzungen, die im Fußball an der Spitze der sogenannten „Time-loss injuries“ stehen. Regenerationsmaßnahmen spielen daher eine wichtige Rolle, um die zur Verfügung stehende Zeit optimal zu nutzen und damit das Verletzungsrisiko zu reduzieren. Die vorliegende Übersichtsarbeit liefert Ernährungsempfehlungen für eine optimale Regeneration zwischen eng aufeinander folgenden Pflichtspielen.</p>
<h2><b>Methodik</b></h2>
<p>In der vorliegenden narrativen Übersichtsarbeit werden die Datenbanken MEDLINE über PubMed, SPORTDiscus (jeweils von 1966  – 2016) und Google Scholar (1980 – 2015) sowie die Literaturverzeichnisse der erhaltenen Suchergebnissen mit verschiedenen Suchbegriffen aus dem Bereich Fußball – Regeneration – Ernährung durchsucht und ausschließlich Studien am Menschen eingeschlossen.</p>
<h2><b>Ergebnisse</b></h2>
<p>Während eines 90-minütigen Fußballspiels legen die Spieler in der Regel Distanzen von 9 – 12 km zurück und absolvieren dabei zahlreiche schnelle Bewegungsabläufe mit bis zu 220 hochintensiven Läufen. Dabei verbrauchen die Spieler schätzungsweise durchschnittlich ~ 1106 kcal. Bei erwachsenen Profispielern wird der durchschnittliche tägliche Energieverbrauch auf 3439 bis 3822 kcal geschätzt, wobei es deutliche interindividuelle Unterschiede gibt, zu denen neben den Belastungsparametern auch Umweltfaktoren beitragen. Eine im Vergleich zum Energieverbrauch unzureichende Energiezufuhr, wie sie z. B. bei jugendlichen Fußballspielern beobachtet wurde (Energiedefizit von 310 ± 399 kcal/Tag bis 502 ± 533 kcal/Tag), kann das Immunsystem schwächen und das Verletzungsrisiko erhöhen. Ein Grund dafür kann eine verminderte muskuläre Glykogenspeicherung zu Beginn der Belastung sein. Daher sollte die Energiezufuhr unter Berücksichtigung der fußballspezifischen Anforderungen, des individuellen Bedarfs und des richtigen Zeitpunkts erfolgen, um die Regeneration bestmöglich zu unterstützen. Die folgenden Handlungsempfehlungen können als Orientierung dienen:</p>
<h3><b>Kohlenhydrate &amp; Proteine</b></h3>
<p>Frühe Phase (0 – 4 h) / „Refueling“: Unmittelbar bzw. innerhalb der ersten 20 min nach Belastungsende auf dem Feld oder in der Umkleide Aufnahme von 1 – 1,5 g/kg Körpermasse Kohlenhydrate mit hohem glykämischen Index (GI) in fester oder flüssiger Form. Danach stündliche Aufnahme der gleichen Kohlenhydratmenge, idealerweise in festen, kürzeren Zeitabständen (z. B. alle 30 min). Zusätzlich Aufnahme von anfänglich 30 – 40 g Eiweiß (mit 6 – 9 g essentiellen Aminosäuren, insbesondere Leucin), nach 3 h Aufnahme von 20 – 25 g.</p>
<p>Späte Phase binnen 24 h: Alle 3 h Aufnahme von 20 – 25 g Proteinen, zuletzt vor dem Nachtschlaf (hier vorzugsweise mit Kasein).</p>
<p>Zeit zwischen zwei kurz aufeinander folgenden Spielen (24 – 72 h) mit Belastungs- und Regenerationsphasen / „Refueling / Pre-loading“: Tägliche bedarfsgerechte Zufuhr von 6 – 10 g/kg Körpermasse Kohlenhydrate in 3 – 4 Hauptmahlzeiten und „Snacks“. Tägliche Zufuhr von 1,5 – 2 g/kg Körpermasse Eiweiß in 6 Portionen zu je 20 – 25 g alle 3 h.</p>
<h3><b>Flüssigkeitszufuhr</b></h3>
<p>Während des Spiels: Aufnahme von 200 – 300 ml elektrolythaltiger Flüssigkeit in der Halbzeitpause und bei anderen Gelegenheiten (offizielle Trinkpausen/Verletzungsunterbrechungen).</p>
<p>Frühphase (0 – 6 h) / „Rehydration“: Dem geschätzten Flüssigkeitsverlust (indi­viduelle Schweißraten von 1,1 – 3,1 l in 90 min) angepasste Zufuhr von elektrolythaltiger Flüssigkeit (mindestens 40 – 50 mmol/l Natrium-chlorid; optimal: 50 – 80 mmol/l Natrium). Kein Alkohol.</p>
<h3><b>Supplemente</b></h3>
<p>Kreatin (3 g/Tag) kann dazu dienen, die bei intensiver sportlicher Betätigung entleerten Speicher wieder aufzufüllen und bei Schlafentzug durch Einnahme vor der Belastung dessen negative Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit aufzuheben.</p>
<p>Die gleichzeitige Einnahme von Kohlenhydraten und Koffein kann zu einer erhöhten Glykogenakkumulation nach dem Sport innerhalb von 4 Stunden führen, weshalb diese Strategie besonders bei frühen Spielen angewendet werden kann. Lebensmittel (z. B. Kirsch- und Granatapfelsaft) und Nahrungsergänzungsmittel (z. B. theaflavinreicher Schwarztee-Extrakt), die Antioxidantien und Polyphenole enthalten, können einen wichtigen Beitrag zur Regeneration leisten, da sie u. a. Muskel­schmerzen reduzieren können. Sie sollten jedoch gezielt und keinesfalls dauerhaft eingenommen werden. Die Zufuhr von 1,8 bis 3 g Omega-3-Fettsäuren, die natürlicherweise in fettem Fisch wie Lachs, Makrele und Sardinen vorkommen und in konzentrierter Form als Nahrungsergänzungsmittel erhältlich sind, soll insbesondere während intensiver Spielphasen zur Muskelerholung beitragen.</p>
<h2><b>Fazit</b></h2>
<p>Die Ernährung kann insbesondere in intensiven Saisonphasen einen wichtigen Beitrag zur Regeneration leisten. Für die Menge und Zusammensetzung der Nährstoffe sowie die optimalen Zeitfenster gibt es konkrete Handlungsempfehlungen. Um diese Vorgaben im Spitzenfußball erfolgreich umzusetzen, muss der Betreuerstab am Spielfeldrand und in der Kabine verschiedene Formen anbieten und neben aktuellen Umweltfaktoren, individueller Belastung (Daten aus dem heute üblichen External Load Monitoring) und Schweißraten auch Nahrungsmittelunverträglichkeiten sowie kulturelle und persönliche Gewohnheiten und Vorlieben berücksichtigen.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Light Energy Emitted by Near-Infrared Laser Therapy Devices Used to Treat Musculoskeletal</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/14835/more-than-ninety-percent-of-the-light-energy-emitted-by-near-infrared-laser-therapy-devices-used-to-treat-musculoskeletal-disorders-is-absorbed-within-the-first-ten-millimeters-of-biological-tissue/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dr. med. Alexander-Stephan Henze]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Nov 2023 08:56:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[01/23]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://sportaerztezeitung.com/?p=14835</guid>

					<description><![CDATA[More than Ninety Percent of the Light Energy Emitted by Near-Infrared Laser Therapy Devices Used to Treat Musculoskeletal Disorders Is Absorbed within the First Ten Millimeters of Biological Tissue Kaub, [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>More than Ninety Percent of the Light Energy Emitted by Near-Infrared Laser Therapy Devices Used to Treat Musculoskeletal Disorders Is Absorbed within the First Ten Millimeters of Biological Tissue</strong></p>
<p>Kaub, L., Schmitz, C.<span class="Apple-converted-space"> </span>Biomedicines 2022, 10(12), 3204; <a href="https://doi.org/10.3390/biomedicines10123204">https://doi.org/10.3390/biomedicines10123204</a></p>
<p><b>Zur Behandlung muskuloskelettaler Erkrankungen werden in der Praxis zunehmend Lasertherapiegeräte eingesetzt, um Schmerzen und Entzündung zu reduzieren und die Geweberegeneration zu fördern. Dabei hängt die Wirkung maßgeblich von den physikalischen Eigenschaften der applizierten Nah-Infrarot-Laserstrahlung ab. Beim Blick in die Literatur fällt auf, dass in vielen Studien Angaben zur genauen Charakterisierung der untersuchten Laserstrahlen fehlen und in der Diskussion der Ergebnisse die Geräteunterschiede nicht ausreichend berücksichtigt werden.</b></p>
<h2><b>Material und Methodik</b></h2>
<p>In der vorliegenden Originalarbeit werden Laserstrahlen von zwei im Handel erhältlichen Lasertherapiegeräten zur Behandlung von Erkrankungen des Bewegungsapparats (Dolorclast High Power Laser, Electro Medical Systems, Schweiz, im Folgenden EMS-Laser genannt; Cube-4, Eltech K-Laser, Italien, im Folgenden K-Laser genannt) untersucht. Nach der Bestimmung der physikalischen Eigenschaften der möglichst identisch gepulst applizierten Laserstrahlung (Wellenlänge: 905 nm; Durchmesser: 15 mm; durchschnittliche Input-­Leistung: ca. 1 W; maximale Wiederholungsrate: EMS-Laser: 40 kHz, K-Laser: 20 kHz) durch temporale Pulsmessung und kamerabasierte Strahlprofilmessung wird die Eindringtiefe in verschiedenem tierischem Gewebe (Haut, Fett, Muskel, Sehne, Knochen von Huhn, Schwein und Rind) mit einem thermischen Leistungssensor beurteilt. Da der Versuchsaufbau im Gegensatz zur therapeutischen Anwendung am Menschen durch das obligate Vorhandensein einer zweiten Luft-Gewebe-Grenze mit größeren Reflexionsverlusten einhergeht, korrigieren die Autoren ihre Transmissionskurvenberechnung anhand einer Schätzmethode.</p>
<h2><b>Ergebnisse und Diskussion</b></h2>
<p>Bei der Überprüfung der räumlichen und zeitlichen Charakteristika der Laserstrahlen der untersuchten Geräte zeigen sich deutliche Unterschiede, insbesondere bezüglich der die Pulse definierenden Parameter. Der EMS-Laser verabreicht sehr kurze Pulse (100 ns) mit einer sehr hohen Spitzenleistung (250-mal höher als die durchschnitt­liche Leistung) und langen Pausen zur thermischen Erholung der Gewebeoberfläche. Dagegen weisen die 25 µs langen Pulse des K-Lasers im Vergleich zur durchschnittlichen Leistung eine doppelt so hohe Spitzenleistung auf. Zudem weist der EMS-Laser eine nahezu perfekte Top-hat-Verteilung der Leistungsdichte auf, wohingegen das Strahlprofil des K-Lasers bei deutlich vermehrtem Rauschen eher einer Gaußschen Verteilung gleicht. Diese Charakteristika beeinflussen maßgeblich die Eindringtiefe ins Gewebe. Bei 905 nm Wellenlänge werden 90 % der initial applizierten Strahlenenergie in den meisten Gewebearten bereits nach ca. 7 mm absorbiert, in Knochengewebe früher als in Muskelgewebe. Dabei werden tiefere Gewebeschichten durch sehr kurze Pulse mit hoher Spitzenleistung besser erreicht.</p>
<h2><b>Fazit</b></h2>
<p>Die vorliegende Studie verdeutlicht gerätespezifische Unterschiede hinsichtlich der für die therapeutische Anwendung wichtigen physikalischen Eigenschaften gepulster Laserstrahlen und zeigt, dass über 90 % der Energie dieser Strahlen in tierischem Gewebe bereits bei einer Eindringtiefe von 10 mm absorbiert wird.</p>
<p><i>Meinungsartikel des Autors</i></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Belastungs- und Regenerationsmanagement</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/training/13527/belastungs-und-regenerationsmanagement/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dr. med. Alexander-Stephan Henze]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Mar 2023 09:00:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Training]]></category>
		<category><![CDATA[01/23]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://sportaerztezeitung.com/?p=13527</guid>

					<description><![CDATA[Handball ist schnell, stark, straight forward – und birgt ein hohes Verletzungsrisiko! Dazu tragen neben der für komplexe Sportspiele typischen Vielzahl an hochintensiven Bewegungsabläufen auch die ständigen, teilweise sehr unkontrolliert [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Handball ist schnell, stark, straight forward – und birgt ein hohes Verletzungsrisiko! Dazu tragen neben der für komplexe Sportspiele typischen Vielzahl an hochintensiven Bewegungsabläufen auch die ständigen, teilweise sehr unkontrolliert einwirkenden Körperkontakte bei. Ein weiterer ernstzunehmender Faktor ist die zunehmende Wettkampfdichte, die im Spitzenhandball bis zu 70 Einsätze pro Saison für Verein und Nationalmannschaft betragen kann.<span class="Apple-converted-space"> </span></b></p>
<p>Es ist daher nachvollziehbar, dass einige der weltbesten Handballspieler (w und m) in jüngerer Vergangenheit mahnend ihre Hand erhoben haben. Ein Paradebeispiel ist der deutsche Abwehrriese Hendrik Pekeler. Der 2020 als bester Spieler des Champions League Final4 und Deutschlands Handballer des Jahres ausgezeichnete Kreisläufer hatte mehrfach öffentlichkeitswirksam die zu hohe Belastung in der LIQUI MOLY Handball Bundesliga angeprangert und letztlich auch seine persönliche Kon­sequenz gezogen, indem er aus der Nationalmannschaft zurücktrat, um das Pensum auf Vereinsebene stemmen zu können. Dennoch verletzte er sich im Mai 2022 schwer und feierte erst kürzlich sein vielumjubeltes Comeback.</p>
<h2><b>Reduzierung des Verletzungsrisikos</b></h2>
<p>Eine Modifikation der Wettkampfpläne hätte das Potenzial, das Verletzungsrisiko zu reduzieren. Ein möglichst individualisiertes Monitoring als Basis für ein adäquates Belastungs- und Regenera­tionsmanagement hat das auch. Monitoring bedeutet in diesem Zusammenhang das systematische Erfassen von ausgewählten Parametern, um die eigentliche Belastung und durch sie verursachten individuellen Beanspruchungs- und Erholungsprozesse zu messen. Daraus soll der akute Regenerationsbedarf und die Bereitschaft für die nächste Trainings- oder Wettkampf­belastung (engl. Readiness oder Preparedness) abgeleitet werden. Doch welche Parameter sind gerade im Handball wichtig? Und wie misst man sie möglichst richtig?</p>
<p>Das direkte Umfeld beim Handball als Indoor-Sportart erschwert das Belastungsmonitoring in Training und Wettkampf erheblich. Während im Fußball seit vielen Jahren verschiedenste Parameter zur Erfassung der sportlichen Belastung (engl. External load) durch GPS-gestützte mikrotechnologische Wearables erhoben werden, wartet dieser Bereich im Handball noch auf seinen flächendeckenden Durchbruch. Jüngere Studien zeigten Möglichkeiten auf, um gerade die sportartspezifischen Wurfbelastungen beispielsweise mit kleinen Sensoren am Handgelenk zu tracken. Sie können vielleicht dabei helfen, auch nicht so finanzstarken Teams ein Belastungsmonitoring zu ermöglichen, das bislang vor allem mit der Ultra-Breitband-Technologie (UWB, engl. Ultra-wideband) bei den absoluten Spitzenmannschaften für laufbasierte Belastungen zum Einsatz kommt. Forschungsbedarf besteht insbesondere für die Erfassung von Belastungen, die nicht mit einem Positionswechsel einhergehen (z. B. überwiegend isometrische Arbeit der Kreispieler).<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<figure id="attachment_13529" aria-describedby="caption-attachment-13529" style="width: 1200px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" class="size-full wp-image-13529" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/03/Henze1_saez123.jpg" alt="" width="1200" height="800" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/03/Henze1_saez123.jpg 1200w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/03/Henze1_saez123-300x200.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/03/Henze1_saez123-1024x683.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/03/Henze1_saez123-768x512.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/03/Henze1_saez123-150x100.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/03/Henze1_saez123-450x300.jpg 450w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><figcaption id="caption-attachment-13529" class="wp-caption-text">Tracking © Kinexon</figcaption></figure>
<p>Dem Monitoring der Beanspruchung, der im Englischen als „Internal load“ bezeichneten individuellen physiologischen und psychologischen Antwort auf eine bestimmte Belastung, kommt nicht nur im Handball eine entscheidende Bedeutung zu. Dabei gilt insbesondere die im Sportkontext gut untersuchte, von Carl Foster eingeführte Session-RPE-Methode (Rating of perceived exertion) als Grundpfeiler eines Beanspruchungsmonitorings. Dabei handelt es sich genau genommen um eine Kombination aus Belastung und Beanspruchung, da der ca. 30 Minuten nach Belastungsende mit einer CR10 (Category Ratio)- oder auch CR100-Skala abgefragte subjektive Anstrengungsgrad durch die vorausgegangene Trainingseinheit (sessionRPE, sRPE) mit deren Dauer multipliziert wird. Beim Thema Belastungs- und Beanspruchungsmonitoring stößt man zudem unweigerlich auf die von Tim Gabbett 2016 veröffentlichte Acute:Chronic Workload Ratio (ACWR), die sowohl mit sRPE-Werten als auch mit aus­gewählten Daten aus dem Belastungs­monitoring zur Abschätzung des akuten Verletzungsrisikos zum Einsatz kommt. Die Art der Anwendung und der tatsächliche Nutzen dieser auf Banisters Fitness-Fatigue-Modell basierenden Methode wurden in den letzten Jahren wissenschaftlich heiß diskutiert, ihr Einsatz zur Verletzungsprädiktion wird mittlerweile nicht mehr empfohlen. Dafür sind andere Verfahren Bestandteil der aktuellen Forschung, um eine Vorhersage des Verletzungsrisikos zu ermöglichen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Neben einem subjektiven Beanspruchungsmonitoring existieren mit Biomarkern und herzfrequenzbasierten Verfahren auch objektive Möglichkeiten. Letztere gehen mit einem großen technischen Aufwand einher und erfordern viel Expertise bei der Analyse, ihr tatsächlicher Nutzen in Mannschaftssportarten scheint fraglich. Insbesondere trainingsbezogene Methoden wie die Trainingsherzfrequenz oder die Herzfrequenzerholung (HRR, engl. Heart Rate Recovery) könnten jedoch in einem multimodalen Monitoringansatz zum Einsatz kommen. Im Sportkontext gut untersuchte Biomarker können heute zumeist wenig invasiv aus Speichel oder Kapillarblut erhoben werden, jedoch schränkt die große interindividuelle Variabilität ihren Nutzen ein. Daher wurde im Rahmen des vom Bundesinstitut für Sportwissenschaft geförderten REGman-Projekts (Optimierung von Training und Wettkampf: Regenerationsmanagement im Spitzensport, 2012-2021) von Hecksteden et al. ein Algorithmus entwickelt, der wie der „Athlete Biological Passport“ auf einem bayesianischen Ansatz beruht und ausgehend von einer sportspezifischen Referenzpopulation durch schrittweisen Einschluss von Längsschnittdaten die Berechnung individualisierter Referenzbereiche ermöglicht. In einer eigenen prospektiven Längsschnittstudie mit Handballspielern einer deutschen Erstligamannschaft zeigten sich für die als entscheidenden Biomarker in Mannschaftssportarten geltende Creatinkinase (CK) vielversprechende Hinweise, dass die Anwendung des REGman-Algorithmus zu einer genaueren Beurteilung des Beanspruchungs- und Erholungszustands führen kann. Demnach scheint ein individualisiertes Monitoring der idealerweise aus Kapillarblut bestimmten CK ein vielversprechendes Verfahren zu sein, um die muskuläre Beanspruchung und Erholung bei Bedarf zusätzlich zur Psychometrie objektiv beurteilen zu können.</p>
<h2>Entscheidungsunterstützung</h2>
<p>Da Beanspruchungs- und Erholungsprozesse im mensch­lichen Organismus auf verschiedenen Ebenen stattfinden, gelten mehrdimensionale Fragebögen wie das im Rahmen des REGman-Projekts entwickelte „Akutmaß Erholung und Beanspruchung im Sport“ (AEB) sowie die daraus abgeleitete „Kurzskala Erholung und Beanspruchung“ (KEB) nach wie vor als Goldstandard zur Erfassung von Beanspruchung, Erholung und subjektivem Wohlbefinden. Während in der Sportpraxis bevorzugt einfache, meist eindimensionale Messinstrumente eingesetzt werden, sind aus wissenschaftlicher Sicht validierte mehrdimensionale psychometrische Verfahren zu empfehlen. Zudem sollte auch hier eine Individualisierung für jedes einzelne Item vorgenommen werden, um sinnvolle Informationen für die Entscheidungsfindung im täglichen Belastungs- und Regenerationsmanagement zu erhalten.</p>
<p>Es existieren mittlerweile verschiedene Softwarelösungen zur Aufnahme, Verarbeitung, Analyse und grafischen Darstellung der im Zuge des Monitorings anfallenden Datenmenge. Diese beinhalten idealerweise Systeme zur Entscheidungsunterstützung für die handelnden Trainer- und Betreuerteams – z. B. mittels eines Ampelsystems. Neben häufig kostspieliger kommerzieller Software stehen aber auch kostenlose Varianten wie das von der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG) als Träger der gesetzlichen Unfallversicherung für bezahlte Sportler in Deutschland entwickelte „Prevention Management Tool“ zur Verfügung, das bereits in der Ausgabe<span class="Apple-converted-space">  </span>01/2020 der sportärztezeitung vorstellt wurde.</p>
<h2><b>Fazit</b></h2>
<p>Der Blick in die Literatur und zahlreiche Gespräche mit betreuenden Personen im Spitzen-Handball machen deutlich, dass dem Thema „Athletenmonitoring“ im Handball gerade unter Berücksichtigung des technologischen Fortschritts in allen Bereichen mehr Beachtung geschenkt werden sollte. Daher wurde vom Autor mit Unterstützung der <a href="https://handballaerzte.de/">Handballärzte Deutschland e.V.</a> ein Projekt (ATHMON HB, Athlete Monitoring in Team Handball) initiiert, das unter Berücksichtigung der Sportpraxis und aktuellen Evidenzlage zu konsensbasierten Handlungsempfehlungen für diese spektakuläre Sportart führen soll.</p>
<p><i>Literatur beim Autor</i></p>
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