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	<title>Dr. med. Alexander-Stephan Henze, Autor bei sportärztezeitung</title>
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	<description>Sportmedizin für Ärzte, Therapeuten &#38; Trainer</description>
	<lastBuildDate>Tue, 16 Dec 2025 08:17:35 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Dr. med. Alexander-Stephan Henze, Autor bei sportärztezeitung</title>
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	<item>
		<title>Prävention, konservative Therapie und Rehabilitation</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/20878/praevention-konservative-therapie-und-rehabilitation/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dr. med. Alexander-Stephan Henze]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Nov 2025 09:00:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[04/25]]></category>
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					<description><![CDATA[Auch in der Orthopädie und Unfallchirurgie sind die Bereiche Prävention, konservative Therapie und Rehabilitation inhaltlich eng miteinander verknüpft und bilden gemeinsam mit dem chirurgischen Kern das gesamte Fachgebiet ab. Umso [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Auch in der Orthopädie und Unfallchirurgie sind die Bereiche Prävention, konservative Therapie und Rehabilitation inhaltlich eng miteinander verknüpft und bilden gemeinsam mit dem chirurgischen Kern das gesamte Fachgebiet ab. Umso erfreulicher ist es, dass sich innerhalb der stetig wachsenden medizinischen Fachgesellschaften in O &amp; U in Deutschland zunehmend Arbeitsgruppen diesen zentralen Themen widmen.</b></p>
<p>Die Gesellschaft für Arthroskopie und Gelenkchirurgie (AGA), die mit über 6.200 Mitgliedern die größte Sektion innerhalb der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) und zugleich Europas größte Fachgesellschaft für Arthroskopie darstellt, verantwortet mit dem Komitee „Prävention, konservative Therapie und Rehabilitation“ die Weiterentwicklung dieser essenziellen Aspekte unseres Fachs. Dabei zeigt sich, dass die engagierten Mitglieder immer häufiger den sprichwörtlichen Blick über den Tellerrand wagen und innovativ denken.</p>
<h2><b>Diagnostik, Therapie &amp; Education</b></h2>
<p>Im Bereich der Diagnostik steht neben der bildgebenden Beurteilung anatomischer Strukturen zunehmend die funktionelle Analyse im Fokus. Moderne, häufig tragbare und kabellose Technologien ermöglichen heute eine objektive Erfassung von Bewegung, neuromuskulärer Funktion, Kraft sowie Schnelligkeit oder Agilität. Diese funktionelle Diagnostik bietet im therapeutischen Setting einen erheblichen Mehrwert – sie erlaubt eine gezielte Planung individueller Behandlungsstrategien sowie eine objektive Verlaufskontrolle, die selbst kleinste Fortschritte auf dem Weg zu einem beschwerdefreien Leben sichtbar machen kann.</p>
<p>Auch in der Therapie rücken – neben den stetig weiterentwickelten traditionellen nicht-invasiven Verfahren (z. B. Manuelle Medizin, physikalische Therapie, Hilfsmittelversorgung mit Orthesen oder Einlagen) und invasiven Techniken wie Injektionen – zunehmend die grundlegenden Säulen Bewegung, Sport, Ernährung und auch die mentale Gesundheit im biopsychosozialen Kontext in den Mittelpunkt. Ein wesentlicher Schwerpunkt des Komitees liegt daher in der Erarbeitung konkreter Empfehlungen: Der bloße Appell zu „mehr Bewegung und ausgewogener Ernährung“ genügt längst nicht mehr.</p>
<p>Darüber hinaus wird der Verbesserung der ärztlichen Aus- und Weiterbildung, der kontinuierlichen Fortbildung sowie dem interdisziplinären Austausch große Bedeutung beigemessen – sowohl im Hinblick auf neue wissenschaftliche Erkenntnisse als auch auf den Transfer in die tägliche Praxis.</p>
<h2><b>DVSE</b></h2>
<p>Auch innerhalb noch spezialisierterer orthopädisch-chirurgischer Fachgesellschaften, etwa der D-A-CH-Vereinigung für Schulter- und Ellenbogenchirurgie (DVSE), werden diese Themen aktiv vorangetrieben – beispielsweise in den DVSE-Kommissionen „Rehabilitation“ und „Konservative Therapie“, die mit ihrer Arbeit wichtige Impulse für die Weiterentwicklung der Patientenversorgung setzen. Der in verschiedenen Fachgebieten zunehmend in den Fokus rückende Ansatz der Prähabilitation – insbesondere im Kontext physiopsychologisch beanspruchender Thera­pieformen wie Operationen oder Chemo­therapien – vereint die oben genannten Säulen und bietet damit eine hervorragende Blaupause für eine zeitgemäße, holistische und evidenzbasierte Behandlung, bei der die zu behandelnde Person zum aktiven Mitglied ihres eigenen Behandlungsteams wird.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Integrative Arthrose-Therapie</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/20867/integrative-arthrose-therapie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Erbeldinger,&#160;Dr. med. Alexander-Stephan Henze&#160;,&#160;Prof. Dr. med. Götz Welsch]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Nov 2025 08:00:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[04/25]]></category>
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					<description><![CDATA[Die überarbeitete S3-Leitlinie zur Gonarthrose [1] als wichtigste deutschsprachige Handlungsempfehlung hat gemischte Reaktionen hervorgerufen und im Hinblick auf die empfohlenen Therapieverfahren reichlich Anlass zur Diskussion geboten [2, 3]. Beim aufmerksamen [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Die überarbeitete <a href="https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/187-050">S3-Leitlinie zur Gonarthrose</a> [1] als wichtigste deutschsprachige Handlungsempfehlung hat gemischte Reaktionen hervorgerufen und im Hinblick auf die empfohlenen Therapieverfahren reichlich Anlass zur Diskussion geboten [2, 3].</b></p>
<p>Beim aufmerksamen Lesen fallen jedoch bereits in der Kurzfassung folgende „starke“ Empfehlungen auf, denen in diesem Beitrag besondere Beachtung geschenkt werden soll:</p>
<p>„Für eine nachhaltigere Gesundheitsversorgung empfehlen wir die: […]</p>
<ul>
<li>Förderung umweltfreundlicher Lebensstile: Aufklärung und Beratung zu pflanzenbasierter Ernährung, aktiver Mobilität (wie Gehen und Radfahren) und nachhaltigen Alltagspraktiken.</li>
<li>Priorisierung ressourcensparender Behandlungsoptionen (bei ­Gleichwertigkeit der Therapie): Empfehlung nicht operativer Maßnahmen wie Bewegungs­therapie, Verhaltensanpassung und Gewichtsmanagement, bevor invasive Verfahren in Betracht gezogen werden.“ [1]</li>
</ul>
<p>Neben der Förderung eines aktiven Lebensstils mit Fokus auf Mobilität (z. B. Gehen und Radfahren im Alltag, Treppensteigen statt Aufzugfahren) kommt der Bewegungstherapie als evidenz­basierter Behandlungsmethode eine unstrittig grundlegende Bedeutung zu, der nun in der Versorgungspraxis endlich Rechnung getragen werden sollte. Doch wie genau sollte diese Bewegungstherapie aussehen? Um diesem originär sportmedizinischen und zugleich hoch translationalen Bereich mehr Kontur zu verleihen, lohnt sich ein Blick in die kürzlich erschienene systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse von Yan et al. [4]. Das Autorenteam verglich dabei sechs Trainingsmethoden hinsichtlich ihrer Wirkung auf Schmerzreduktion, Funktion, Gangbild und Lebensqualität. Unter diesen schnitt Aerobic exercise (Gehen, Laufen, Radfahren, Schwimmen) als First-Line-Treatment am besten ab. Darüber hinaus wurden auch Kräftigungs-, Flexibilitäts- und Koordinationsübungen sowie so genannte <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/training/20038/mind-body-exercises/">Mind-­Body-Exercises</a> [5] untersucht und als positiv eingestuft. Die letzt­genannte Übungsform als Teil der <a href="https://www.the-mind.org/the-mind/issue-7/opinion/">Mind-Body-Medizin</a> [6], die bereits in früheren Arbeiten zur Gonarthrose berücksichtigt wurde [7, 8], kann einen wertvollen Beitrag zur Behandlung von Arthrosebeschwerden leisten und dabei den Blick vom schmerzhaften Knie­gelenk auf die ganze Person lenken. Ganz im Sinne des holistischen Konzepts der <a href="https://www.nccih.nih.gov/health/whole-person-health-what-it-is-and-why-its-important">Whole-Person-Health</a> [9], das auch im Rahmen der <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/20728/praehabilitation-praehab/">Prähabilitation</a> [10] immer bedeutsamer wird. Dabei wird die betroffene Person zum aktiven Teil des Behandlungsteams, womit Selbstwirksamkeit und Teamwork in den Mittelpunkt rücken sowie Adhärenz gefördert wird. Interventionen aus der Mind-Body-Medizin können gerade dann auch zum Einsatz kommen, wenn „traditionelle“ Therapieansätze wie Aerobic exercise aufgrund der körperlichen Verfassung oder anderer Hindernisse nicht durchgeführt werden können.</p>
<h2><b>Targeted Nutrition</b></h2>
<p>Neben Bewegung als Therapie und Verhaltensanpassung im Sinne einer Stärkung der Selbstwirksamkeit erwähnt die S3-Leitlinie auch explizit die pflanzenbasierte Ernährung [1] als wichtigen Bestandteil der Arthrose-Behandlung – sie hebt damit das Konzept einer <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/ernaehrung/20110/targeted-nutrition/">Targeted Nutrition</a> [11] hervor. Zu den zentralen Aspekten gehören eine ausreichende Proteinzufuhr mit gezielter Aminosäuren-Zusammensetzung, die Zufuhr von Kollagen [12, 13] und Ballaststoffen [14, 15] sowie ergänzend die systemische Enzymtherapie [12, 13, 16, 17], Vielstoffgemische [18] und Phytopharmaka. Besonders Curcuma [19 – 24] kommt hierbei eine zunehmend wissenschaftlich belegte Rolle in der Schmerzreduktion und Funktionsverbesserung bei degenerativen Erkrankungen wie der Arthrose zu.</p>
<p>Dieses Wissen verdient es, in der täglichen Versorgung Beachtung zu finden und praktisch erprobt zu werden – nicht als Ersatz, sondern als Ergänzung etablierter Therapieformen. Wir sollten die Chance nutzen, solche Ansätze weiter zu prüfen, anzuwenden und kritisch zu beobachten, um das Feld der konservativen und regenerativen Medizin um wertvolle biologische Optionen zu erweitern.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<h2><b>Mind-Body-Medizin und Shared Medical Appointments</b></h2>
<p>Der Mind-Body-Medizin wird zusätzliche Bedeutung hinsichtlich der Reduktion inflammatorischer Biomarker [25] sowie im individuellen Umgang mit psychosozialem Stress [26] beigemessen. Self-Management und Patientenedukation sind individuell und eng mit der Life­style-Medicine verknüpft. Sie erfordern sowohl für Patienten als auch für Therapeuten gezielte Aus- und Weiterbildungsstrategien. Diese Ansätze müssen nun konsequent in die reale Versorgung integriert werden – analog zur bereits etablierten Sport- und Bewegungstherapie. Die Onkologie liefert mit dem Konzept der Exercise Oncology [27] einen interessanten, differenzierten und präzisen Weg, während die sich derzeit weiterentwickelnde Prähabilitation [10] als Rahmen (Framework) dienen kann. Das dabei in Bezug auf die Prähab entstehende „Open Window“ bietet die Möglichkeit, diese innovativen Ansätze nachhaltig zu verankern. Nutzen wir es und lassen die notwendigen Veränderungen in der medizinischen Versorgung Realität werden. Wie bereits in dem Fachartikel von Lison &amp; Lison betont, sind all diese Entwicklungen nahezu alternativlos [28].<span class="Apple-converted-space">  </span>Das salutogenetische Pote­n­zial ist bei weitem noch nicht ausgeschöpft – es ebnet vielmehr den Weg in eine neue Ära der medizinischen Versorgung, ganz im Sinne der auch von <a href="https://bensonhenryinstitute.org/about-us-dr-herbert-benson/">Professor Herbert Benson</a> und <a href="https://jonkabat-zinn.com/">Professor Jon Kabatt-Zinn</a> [29] geprägten Mind-Body-Medizin [6, 30].</p>
<p>Zukunftsweisend erscheint explizit in diesem Zusammenhang auch das kosteneffiziente Konzept der <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/20203/group-medical-visits/">Shared Medical Appointments (SMA)</a> [31, 32]. Dieses Modell gemeinsamer medizinischer Konsultationen [29] ermöglicht eine effiziente, interdisziplinäre und teamorientierte Umsetzung von Mind-Body-Ansätzen wie auch Lifestyle-Medicine – mit den Patienten als aktiven Mitgliedern ihres therapeutischen Prozesses.</p>
<hr />
<p>In dem aktuellen Artikel „Ärzte-Bashing statt Wissenschaft“, erschienen in der Orthopädie und Unfallchirurgie 2025 15(5), betonen die Autoren Dr. Burkhard Lembeck (Präsident der BVOU) und Janosch Kuno (Presse BVOU), „dass ­Patienten zu Recht von ihren Behandelnden erwarten, dass ehe operiert wird, vorher alle konservativen Therapien ausgeschöpft werden, auch wenn die Evidenz dafür schwach ist. Das gelte insbesondere bei chronischen Beschwerden wie Arthrose oder Sehnenreizungen, wenn Standardtherapien nicht helfen.“ Gerade auch unter diesem Gesichtspunkt erscheint uns der Artikel „Integrative Arthrose-Therapie“ aktueller und wichtiger denn je. Wir freuen uns auf die weitere Entwicklung auf diesem Gebiet.</p>
<p><span class="Apple-converted-space"> </span>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;</p>
<p>„Es zeigt sich, dass die Medizin in den vergangenen 30 Jahren erkannt hat, dass das mysteriöse dynamische Gleichgewicht, das wir Gesundheit nennen, sowohl Körper als auch Geist umfasst und durch bestimmte Qualitäten der Aufmerksamkeit gestärkt werden kann – Qualitäten, die nährend, regenerierend und heilend wirken können. Wir alle besitzen diese Fähigkeit – setzen wir sie ein.“ Jon Kabat-Zinn aus dem Buch „Coming to Our Senses” (2005)</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;</p>
<p><b>Aktueller Studientipp</b> Tai Chi hilf bei Knieschmerzen und verbessert die Kniefunktion bei Menschen mit Kniearthrose. Zhu SJ, et al. Online Unsuper­vised Tai Chi Intervention for Knee Pain and Function in People With Knee Osteoarthritis: The RETREAT Randomized Clinical Trial. JAMA Intern Med. Publi­shed online October 27, 2025. doi:10.1001/jamainternmed.2025.5723</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;</p>
<p><strong>Literatur</strong></p>
<p>[1] Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie e.V.: Prävention und Therapie der Gonarthrose Version 5.0, 15.07.2024: <a href="https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/187-050">https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/187-050</a></p>
<p>[2] Stellungnahme des BVOU zur Kritik an IGeL-Leistungen. BVOU 2025 <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/20313/stellungnahme-des-bvou-zur-kritik-an-igel-leistungen/">https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/20313/stellungnahme-des-bvou-zur-kritik-an-igel-leistungen/</a></p>
<p>[3] Hyaluron-Spritzen bei Kniearthrose. Nutzen und Risiko. NDR Visite 02.09.2025. <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/20498/hyaluron-spritzen-bei-kniearthrose/">https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/20498/hyaluron-spritzen-bei-kniearthrose/</a></p>
<p>[4] Yan L. et al. Comparative efficacy and safety of exercise modalities in knee osteoarthritis: systematic review and network meta-analysis. BMJ. 2025 Oct 15;391:e085242. doi: 10.1136/bmj-2025-085242. PMID: 41093618; PMCID: PMC12522397.</p>
<p>[5] Mind-body Exercises. sportärztezeitung online. <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/training/20038/mind-body-exercises/">https://sportaerztezeitung.com/rubriken/training/20038/mind-body-exercises/</a></p>
<p>[6] Erbeldinger, R. (2025). Mind-Body Medicine Completes Sports Medicine: Development of a Prophylaxis Model Through Sports Medicine. THE MIND Bulletin on Mind-Body Medicine Research, 7, 23-30. <a href="https://doi.org/10.61936/themind/202504306">https://doi.org/10.61936/themind/202504306</a></p>
<p>[7] Kessler CS. et al. Effectiveness of an Ayurveda treatment approach in knee osteoarthritis &#8211; a randomized controlled trial. Osteoarthritis Cartilage. 2018 May;26(5):620-630. doi: 10.1016/j.joca.2018.01.022. Epub 2018 Feb 7. PMID: 29426006.</p>
<p>[8] Lim WB, Al-Dadah O. Conservative treatment of knee osteoarthritis: A review of the literature. World J Orthop. 2022 Mar 18;13(3):212-229. doi: 10.5312/wjo.v13.i3.212. PMID: 35317254; PMCID: PMC8935331.</p>
<p>[9] Whole Person Health: What It Is and Why It&#8217;s Important. National Center for Complementary and Integrative Health. <a href="https://www.nccih.nih.gov/health/whole-person-health-what-it-is-and-why-its-important">https://www.nccih.nih.gov/health/whole-person-health-what-it-is-and-why-its-important</a></p>
<p>[10] Erbeldinger R, Roßberg M, Hub S, Henze A. Prähabilitation (Prähab). sportärztezeitung online. <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/20728/praehabilitation-praehab/">https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/20728/praehabilitation-praehab/</a></p>
<p>[11] Erbeldinger R. Targeted Nutrition – Nutritional Education. sportärztezeitung online. <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/ernaehrung/20110/targeted-nutrition/">https://sportaerztezeitung.com/rubriken/ernaehrung/20110/targeted-nutrition/</a></p>
<p>[12] Wild-Bode C. Kollagen und Enzyme. sportärztezeitung 02/25. <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/19713/kollagen-und-enzyme/">https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/19713/kollagen-und-enzyme/</a></p>
<p>[13] Niemeyer P, Herbort M, Post F. Nahrungsergänzung – Was kann ich bei Knorpelschaden oder Arthrose in Bezug auf Ernährung und Nahrungsergänzung tun? Podcast Listen2Science. 29.11.2024. <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/ernaehrung/18261/ernaehrungstherapie-und-nahrungsergaenzung/">https://sportaerztezeitung.com/rubriken/ernaehrung/18261/ernaehrungstherapie-und-nahrungsergaenzung/</a></p>
<p>[14] Pang A. et al. Short-chain fatty acids from gut microbiota restore Th17/Treg balance in rheumatoid arthritis: Mechanisms and therapeutic potential. Journal of Translational Autoimmunity, Volume 11, December 2025, 100316. <a href="https://doi.org/10.1016/j.jtauto.2025.100316">https://doi.org/10.1016/j.jtauto.2025.100316</a></p>
<p>[15] Häger J. et al. The Role of Dietary Fiber in Rheumatoid Arthritis Patients: A Feasibility Study. Nutrients 2019, 11, 2392. <a href="https://doi.org/10.3390/nu11102392">https://doi.org/10.3390/nu11102392</a></p>
<p>[16] Henrotin Y. et al. Oral enzyme combination therapy reduces systemic inflammation, urinary CTXII and pain in knee osteoarthritis: a proof-of-mechanism, randomised, crossover, double-blind, placebo-controlled trial. RMD Open. 2025 Aug 12;11(3):e005433. doi: 10.1136/rmdopen-2025-005433. PMID: 40803821; PMCID: PMC12352264.</p>
<p>[17] Klein G. et al. Efficacy and tolerance of an oral enzyme combination in painful osteoarthritis of the hip. A double-blind, randomised study comparing oral enzymes with non-steroidal anti-inflammatory drugs. Clin Exp Rheumatol. 2006 Jan-Feb;24(1):25-30. PMID: 16539815.</p>
<p>[18] Post F. Hafer und Herzgesundheit. sportärztezeitung 02/25. <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/ernaehrung/19698/hafer-und-herzgesundheit/">https://sportaerztezeitung.com/rubriken/ernaehrung/19698/hafer-und-herzgesundheit/</a></p>
<p>[19] Zeng L. et al. Efficacy and Safety of Curcumin and Curcuma longa Extract in the Treatment of Arthritis: A Systematic Review and Meta-Analysis of Randomized Controlled Trial. Front Immunol. 2022 Jul 22;13:891822. doi: 10.3389/fimmu.2022.891822. PMID: 35935936; PMCID: PMC9353077.</p>
<p>[20] Montagnino J. et al. Optimizing orthobiologic therapies with exercise, diet, and supplements. PM R. 2025 Apr;17(4):452-462. doi: 10.1002/pmrj.13320. Epub 2025 Jan 24. PMID: 39853939.</p>
<p>[21] Brockmüller A, Shakibaei M. Epigenetische Wirksamkeit von Curcumin. sportärztezeitung 04/23. <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/ernaehrung/15026/epigenetische-wirksamkeit-von-curcumin/">https://sportaerztezeitung.com/rubriken/ernaehrung/15026/epigenetische-wirksamkeit-von-curcumin/</a></p>
<p>[22] Kuptniratsaikul V. et al. Efficacy and safety of Curcuma domestica extracts compared with ibuprofen in patients with knee osteoarthritis: a multicenter study. Clin Interv Aging. 2014 Mar 20;9:451-8. doi: 10.2147/CIA.S58535. PMID: 24672232; PMCID: PMC3964021.</p>
<p>[23] Peng Y. et al. Anti-Inflammatory Effects of Curcumin in the Inflammatory Diseases: Status, Limitations and Countermeasures. Drug Des Devel Ther. 2021 Nov 2;15:4503-4525. doi: 10.2147/DDDT.S327378. PMID: 34754179; PMCID: PMC8572027.</p>
<p>[24] Bittel M. et al. Kurkuma- und Curcuminoid-Behandlung bei Gonarthrose. Zeitschrift für Phytotherapie 2022; 43(06): 243-249 doi: 10.1055/a-1924-9460</p>
<p>[25] Mehta D. et al. Turning Down the Heat: Mind-Body Strategies Against Inflammaging. Journal of Integrative and Complementary MedicineVol. 31, No. 10. Published Online: 14 October 2025. <a href="https://doi.org/10.1177/27683605251383711">https://doi.org/10.1177/2768360525138371</a></p>
<p>[26] Denninger JW. et al. Psychological assessments, allostatic load and gene expression analyses in a randomized controlled trial comparing meditation, yoga, and stress education. Front Psychol. 2025 Sep 12;16:1653242. doi: 10.3389/fpsyg.2025.1653242. PMID: 41020112; PMCID: PMC12463968.</p>
<p>[27] Voland, A. et al. Update onkologische Sport- und Bewegungstherapie. Fokus Onkol 28, 40–47 (2025). <a href="https://doi.org/10.1007/s15015-025-4316-9">https://doi.org/10.1007/s15015-025-4316-9</a></p>
<p>[28] Lison A, Lison D. Teilhaben. Sportmedizin und Rehabilitation. sportärztezeitung 04/25</p>
<p>[29] Michalsen A. Ordnungstherapie, Stressreduktion und Mind-Body-Medizin – Begleittherapien bei chronischen Nierenerkrankungen. Dialyse aktuell 2015; 19(5): 264-269. DOI: 10.1055/s-0035-1556951</p>
<p>[30] Dossett ML, Fricchione GL, Benson H. A New Era for Mind-Body Medicine. N Engl J Med. 2020 Apr 9;382(15):1390-1391. doi: 10.1056/NEJMp1917461. PMID: 32268025; PMCID: PMC7486127.</p>
<p>[31] Erbeldinger R. Group Medical Visits. sportärztezeitung online. <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/20203/group-medical-visits/">https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/20203/group-medical-visits/</a></p>
<p>[32] Branch A. How to use shared medical appointments in under-resourced communities. September 4, 2025. <a href="https://lifestylemedicine.org/how-to-use-shared-medical-appointments-in-under-resourced-communities/">https://lifestylemedicine.org/how-to-use-shared-medical-appointments-in-under-resourced-communities/</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Prehabilitation (Prehab)</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/20731/prehabilitation-prehab/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Erbeldinger,&#160;Dr. med. dent. Matthias Roßberg,&#160;Dr. med. Stephan Hub&#160;,&#160;Dr. med. Alexander-Stephan Henze]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Aug 2025 12:41:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[Online]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://sportaerztezeitung.com/?p=20731</guid>

					<description><![CDATA[„Prehabilitation is defined as a structured process that aims to increase an individual’s functional capacity—including psychoneuroimmunological functions—prior to an anticipated medical or surgical intervention“ In addition to the article Mind-Body [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3><em>„Prehabilitation is defined as a structured process that aims to increase an individual’s functional capacity—including psychoneuroimmunological functions—prior to an anticipated medical or surgical intervention“</em></h3>
<p><b>In addition to the article </b><a href="https://www.the-mind.org/the-mind/issue-7/opinion/"><b>Mind-Body Medicine Completes Sports Medicine</b></a><b> (Erbeldinger, R. 2025, published in THE MIND Bulletin on Mind-Body Medicine Research, 7, 23-30) (12), we would like to take this opportunity to present our definition of the increasingly important term “prehabilitation” (prehab) in order to provide you with some guidance:</b></p>
<p><em><a href="https://www.the-mind.org/the-mind/issue-7/opinion/">Prehabilitation</a> (Prehab 1-10) during the first medical encounter / visit is a <strong>proactive</strong> (15) and individualized approach that prepares </em><em>educationally </em><em>each patient (non-patient) for anticipated stressors*, but also for unexpected events and functional impairments related to pending treatments (in this context, Motivational Interviewing (12) proves to be an appropriate method, which can subsequently be transferred into the setting of Shared Medical Appointments (11) to enhance both effectiveness and cost-efficiency). It is tailored to personal needs, conditions, requirements and capacities, and is applied independently of whether the therapeutic pathway involves surgery or non-surgical interventions.</em></p>
<p><em>Furthermore a structured, individualized prophylaxis (12) can evolve in non-patients (12) through regular screenings, as exemplified by dental care. This approach not only maintains health but also co-develops with the adaptive <strong>immune system</strong> (13) along the lifespan, enabling specific protective responses to emerge and strengthen over time.</em></p>
<h3><em>&#8222;Education (14) is an essential component of translational sports medicine prehabilitation, as it paves the way for self-management (patient) and thus creates the basis for prophylaxis (12) and self-care (16) – non-patient (12).&#8220;</em></h3>
<p><em>* Surgical intervention is of particular relevance to prehabilitation, as it reprents a controlled trauma that triggers a post-aggression metabolism, requiring targeted consideration of physical, psychological and psychosocial dimensions.</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Literature</strong></p>
<ol>
<li><a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/19447/prehabilitation-als-biologische-vorbereitung-des-patienten/?utm_source=chatgpt.com">Schek, A., &amp; Erbeldinger, R. (2025).<em>Prähabilitation als biologische Vorbereitung des Patienten: Einfluss von Exercise &amp; Nutrition bei orthobiologisch regenerativen Therapien</em>. sportärztezeitung</a></li>
<li><a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/training/2465/prehabilitation/?utm_source=chatgpt.com">Bloch, W. (02/17).<em>Prehabilitation</em>. sportärztezeitung</a></li>
<li><a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/18993/praehabilitation-des-vorderen-kreuzbandes/?utm_source=chatgpt.com">Valle et. al  (01/25) <em>Prähabilitation des vorderen Kreuzbandes</em>. sportärztezeitung</a></li>
<li><a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/20530/vorbereitung-auf-die-hueft-op/?utm_source=chatgpt.com">Beardi, J. (03/25).<em>Precare – Vorbereitung auf die Hüft-OP: Welche prähabilitativen Maßnahmen sind sinnvoll?</em>sportärztezeitung</a></li>
<li><a href="https://www.youtube.com/watch?v=BE4wV2J0Ph8">sportärztezeitung (2024). <b>Prehabilitation des vorderen Kreuzbandes – Fokus Ernährung</b> </a>YouTube</li>
<li><a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/training/20510/praehabilitation-in-der-orthopaedie/?utm_source=chatgpt.com">Sattler, C., &amp; Gatzka, C. (03/25). <em>Prähabilitation in der Orthopädie (Target Action Before Orthopedic Surgery, TABOS)</em>. sportärztezeitung</a></li>
<li><a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/training/14228/praehabilitation/?utm_source=chatgpt.com">Gränicher, P. (02/23). <em>Prähabilitation – Einsatz vor VKB-Rekonstruktion</em>. sportärztezeitung</a></li>
<li><a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/18823/effektivitaet-von-praehabilitationsinterventionen-vor-operationen/?utm_source=chatgpt.com">Marshall, R. P. (2025).<em>Effektivität von Prähabilitationsinterventionen vor Operationen</em>. sportärztezeitung</a></li>
<li><a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/training/19836/praehabilitation-2/?utm_source=chatgpt.com">Schmid, A., &amp; Gränicher, P. (02/25). <em>Prähabilitation – individualisiertes präoperatives Trainingsprogramm</em>. sportärztezeitung</a></li>
<li><a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/20586/fast-track-und-praehabilitation/">Grifka, J (03/25). Fast track und Prähabilitation. sportärztezeitung</a></li>
<li><a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/20203/group-medical-visits/?utm_source=chatgpt.com">Erbeldinger, R. (2025).<em>Group Medical Visits: SMA Shared Medical Appointments – Zukunft der Prävention, Prophylaxe und Lifestylemedizin in der Sportmedizin</em>. sportärztezeitung</a></li>
<li><a href="https://www.the-mind.org/the-mind/issue-7/opinion/">Erbeldinger, R. (2025). Mind-Body Medicine Completes Sports Medicine: Development of a Prophylaxis Model Through Sports Medicine.<em>THE MIND Bulletin on Mind-Body Medicine Research</em>, 7, 23-30.</a> <a href="https://doi.org/10.61936/themind/202504306">https://doi.org/10.61936/themind/202504306</a></li>
<li>Schubert, C. (2025). <em>Immunsystem neu gedacht</em>. Arkana, S. 89.</li>
<li><a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28967562/">McRae M, Hancock MJ. Adults attending private physiotherapy practices seek diagnosis, pain relief, improved function, education and prevention: a survey. J Physiother. 2017 Oct;63(4):250-256.</a> doi: 10.1016/j.jphys.2017.08.002. Epub 2017 Sep 28. PMID: 28967562.</li>
<li>Schubert, C. (2025). <em>Immunsystem neu gedacht</em>. Arkana, S. 86.</li>
<li><a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/8820316/">Benson H. Commentary: self-care, the three-legged stool, and remembered wellness. J Cardiovasc Nurs. 1996 Apr;10(3):1-3.</a> doi: 10.1097/00005082-199604000-00002. PMID: 8820316.</li>
</ol>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Prähabilitation (Prähab)</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/20728/praehabilitation-praehab/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Erbeldinger,&#160;Dr. med. dent. Matthias Roßberg,&#160;Dr. med. Stephan Hub&#160;,&#160;Dr. med. Alexander-Stephan Henze]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Aug 2025 12:33:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[Online]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://sportaerztezeitung.com/?p=20728</guid>

					<description><![CDATA[„Prehabilitation is defined as a structured process that aims to increase an individual’s functional capacity—including psychoneuroimmunological functions—prior to an anticipated medical or surgical intervention“ In Ergänzung an den Artikel Mind-Body [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3><em>„Prehabilitation is defined as a structured process that aims to increase an individual’s functional capacity—including psychoneuroimmunological functions—prior to an anticipated medical or surgical intervention“</em></h3>
<p><strong>In Ergänzung an den Artikel <a href="https://www.the-mind.org/the-mind/issue-7/opinion/">Mind-Body Medicine Completes Sports Medicine</a> (Erbeldinger, R. 2025, erschienen in THE MIND Bulletin on Mind-Body Medicine Research, 7, 23-30) (12) möchten wir Ihnen an dieser Stelle unsere Definition für den immer mehr an Bedeutung gewinnenden Begriff der Prähabilitation (Prähab / Prehab) vorstellen, um Ihnen eine Orientierung bieten zu können:</strong></p>
<p><em><a href="https://www.the-mind.org/the-mind/issue-7/opinion/">Prähabilitation</a> (Prehab 1-10) beim ersten medizinischen Kontakt / Besuch ist ein <strong>proaktiver</strong></em> (15) und<em> individueller Ansatz, der jeden Patienten – ebenso wie den Nicht-Patienten (non-Patient) – auf erwartbare Belastungen*, aber auch unerwartete Geschehnisse und funktionelle Einschränkungen im Zusammenhang mit anstehenden Behandlungen edukativ vorbereitet (in diesem Kontext erweist sich Motivational Interviewing (12) als geeignete Methode, die in einem weiteren Schritt in das Setting von Shared Medical Appointments (11) überführt werden kann, um Wirksamkeit und Kosteneffizienz zu steigern). Sie wird an persönliche Bedürfnisse, Bedingungen, Anforderungen und Kapazitäten angepasst und findet unabhängig davon Anwendung, ob der therapeutische Weg chirurgisch oder nicht-chirurgisch ist.</em></p>
<p><em>Darüber hinaus kann sich bei Nicht-Patienten (non-Patient (12)) durch regelmäßige Screenings – wie etwa in der Zahnmedizin – eine strukturierte, individuelle Prophylaxe (12) entwickeln. Dieser Ansatz dient nicht nur der Gesunderhaltung, sondern entwickelt sich im Verlauf des Lebens auch gemeinsam mit dem adaptiven <strong>Immunsystem</strong> (13) weiter. So können spezifische Schutzreaktionen entstehen und sich mit der Zeit gezielt verstärken. </em></p>
<h3><em>&#8222;Education (14) ist ein essenzieler Bestandteil der translationalen sportmedizinischen Prähabilitation, da sie den Weg zum Self-Management (patient) ebnet und somit die Grundlage für Prophylaxe (12) und Selbstfürsorge (Self-Care (16) &#8211; non patient (12)) schafft.&#8220;</em></h3>
<p><em>* Der operative Eingriff ist im Kontext der Prähabilitation von besonderer Bedeutung, da er als kontrolliertes Trauma einen Postaggressionsstoffwechsel auslöst, dessen körperliche, psychische und psychosoziale Dimensionen gezielt adressiert werden müssen.</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Literatur</strong></p>
<ol>
<li><a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/19447/prehabilitation-als-biologische-vorbereitung-des-patienten/?utm_source=chatgpt.com">Schek, A., &amp; Erbeldinger, R. (2025).<em>Prähabilitation als biologische Vorbereitung des Patienten: Einfluss von Exercise &amp; Nutrition bei orthobiologisch regenerativen Therapien</em>. sportärztezeitung</a></li>
<li><a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/training/2465/prehabilitation/?utm_source=chatgpt.com">Bloch, W. (02/17).<em>Prehabilitation</em>. sportärztezeitung</a></li>
<li><a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/18993/praehabilitation-des-vorderen-kreuzbandes/?utm_source=chatgpt.com">Valle et. al  (01/25) <em>Prähabilitation des vorderen Kreuzbandes</em>. sportärztezeitung</a></li>
<li><a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/20530/vorbereitung-auf-die-hueft-op/?utm_source=chatgpt.com">Beardi, J. (03/25).<em>Precare – Vorbereitung auf die Hüft-OP: Welche prähabilitativen Maßnahmen sind sinnvoll?</em>sportärztezeitung</a></li>
<li><a href="https://www.youtube.com/watch?v=BE4wV2J0Ph8">sportärztezeitung (2024). <b>Prehabilitation des vorderen Kreuzbandes – Fokus Ernährung</b> </a>YouTube</li>
<li><a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/training/20510/praehabilitation-in-der-orthopaedie/?utm_source=chatgpt.com">Sattler, C., &amp; Gatzka, C. (03/25). <em>Prähabilitation in der Orthopädie (Target Action Before Orthopedic Surgery, TABOS)</em>. sportärztezeitung</a></li>
<li><a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/training/14228/praehabilitation/?utm_source=chatgpt.com">Gränicher, P. (02/23). <em>Prähabilitation – Einsatz vor VKB-Rekonstruktion</em>. sportärztezeitung</a></li>
<li><a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/18823/effektivitaet-von-praehabilitationsinterventionen-vor-operationen/?utm_source=chatgpt.com">Marshall, R. P. (2025).<em>Effektivität von Prähabilitationsinterventionen vor Operationen</em>. sportärztezeitung</a></li>
<li><a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/training/19836/praehabilitation-2/?utm_source=chatgpt.com">Schmid, A., &amp; Gränicher, P. (02/25). <em>Prähabilitation – individualisiertes präoperatives Trainingsprogramm</em>. sportärztezeitung</a></li>
<li><a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/20586/fast-track-und-praehabilitation/">Grifka, J (03/25). Fast track und Prähabilitation. sportärztezeitung</a></li>
<li><a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/20203/group-medical-visits/?utm_source=chatgpt.com">Erbeldinger, R. (2025).<em>Group Medical Visits: SMA Shared Medical Appointments – Zukunft der Prävention, Prophylaxe und Lifestylemedizin in der Sportmedizin</em>. sportärztezeitung</a></li>
<li><a href="https://www.the-mind.org/the-mind/issue-7/opinion/">Erbeldinger, R. (2025). Mind-Body Medicine Completes Sports Medicine: Development of a Prophylaxis Model Through Sports Medicine.<em>THE MIND Bulletin on Mind-Body Medicine Research</em>, 7, 23-30.</a> <a href="https://doi.org/10.61936/themind/202504306">https://doi.org/10.61936/themind/202504306</a></li>
<li>Schubert, C. (2025). <em>Immunsystem neu gedacht</em>. Arkana, S. 89.</li>
<li><a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28967562/">McRae M, Hancock MJ. Adults attending private physiotherapy practices seek diagnosis, pain relief, improved function, education and prevention: a survey. J Physiother. 2017 Oct;63(4):250-256.</a> doi: 10.1016/j.jphys.2017.08.002. Epub 2017 Sep 28. PMID: 28967562.</li>
<li>Schubert, C. (2025). <em>Immunsystem neu gedacht</em>. Arkana, S. 86.</li>
<li><a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/8820316/">Benson H. Commentary: self-care, the three-legged stool, and remembered wellness. J Cardiovasc Nurs. 1996 Apr;10(3):1-3.</a> doi: 10.1097/00005082-199604000-00002. PMID: 8820316.</li>
</ol>
<p style="margin: 0cm 0cm 9.0pt 0cm;">
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Practical nutritional recovery strategies for elite soccer  players when limited time separates repeated matches</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/ernaehrung/15067/practical-nutritional-recovery-strategies-for-elite-soccer-players-when-limited-time-separates-repeated-matches/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dr. med. Alexander-Stephan Henze]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Dec 2023 09:00:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[04/23]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://sportaerztezeitung.com/?p=15067</guid>

					<description><![CDATA[Mayur Krachna Ranchordas, Joel T. Dawson and Mark Russell / J Int Soc Sports Nutr. 2017; 14: 35. doi: 10.1186/s12970-017-0193-8. / PMCID: PMC5596842 PMID: 28919844 Enger Spielplan, lange Reisen zu den Auswärtsspielen, [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mayur Krachna Ranchordas, Joel T. Dawson and Mark Russell / J Int Soc Sports Nutr. 2017; 14: 35. doi: 10.1186/s12970-017-0193-8.<span class="Apple-converted-space"> / </span>PMCID: PMC5596842 PMID: 28919844</p>
<p><b>Enger Spielplan, lange Reisen zu den Auswärtsspielen, wenig Zeit zur Erholung – die Belastungen im Spitzenfußball sind hoch. Europäische Fußballmannschaften bestreiten heute bis zu 60 Pflichtspiele pro Saison. In manchen Wochen finden bis zu 3 Pflichtspiele an verschiedenen Orten und vor allem aus Marketinggründen zu unterschiedlichen Tageszeiten statt.<span class="Apple-converted-space"> </span></b></p>
<p>Beträgt der zeitliche Abstand zwischen zwei Spielen weniger als 96 Stunden, häufen sich die Ermüdungserscheinungen und das Verletzungsrisiko steigt. Dies gilt insbesondere für überlastungsassoziierte Verletzungen wie Muskelverletzungen, die im Fußball an der Spitze der sogenannten „Time-loss injuries“ stehen. Regenerationsmaßnahmen spielen daher eine wichtige Rolle, um die zur Verfügung stehende Zeit optimal zu nutzen und damit das Verletzungsrisiko zu reduzieren. Die vorliegende Übersichtsarbeit liefert Ernährungsempfehlungen für eine optimale Regeneration zwischen eng aufeinander folgenden Pflichtspielen.</p>
<h2><b>Methodik</b></h2>
<p>In der vorliegenden narrativen Übersichtsarbeit werden die Datenbanken MEDLINE über PubMed, SPORTDiscus (jeweils von 1966  – 2016) und Google Scholar (1980 – 2015) sowie die Literaturverzeichnisse der erhaltenen Suchergebnissen mit verschiedenen Suchbegriffen aus dem Bereich Fußball – Regeneration – Ernährung durchsucht und ausschließlich Studien am Menschen eingeschlossen.</p>
<h2><b>Ergebnisse</b></h2>
<p>Während eines 90-minütigen Fußballspiels legen die Spieler in der Regel Distanzen von 9 – 12 km zurück und absolvieren dabei zahlreiche schnelle Bewegungsabläufe mit bis zu 220 hochintensiven Läufen. Dabei verbrauchen die Spieler schätzungsweise durchschnittlich ~ 1106 kcal. Bei erwachsenen Profispielern wird der durchschnittliche tägliche Energieverbrauch auf 3439 bis 3822 kcal geschätzt, wobei es deutliche interindividuelle Unterschiede gibt, zu denen neben den Belastungsparametern auch Umweltfaktoren beitragen. Eine im Vergleich zum Energieverbrauch unzureichende Energiezufuhr, wie sie z. B. bei jugendlichen Fußballspielern beobachtet wurde (Energiedefizit von 310 ± 399 kcal/Tag bis 502 ± 533 kcal/Tag), kann das Immunsystem schwächen und das Verletzungsrisiko erhöhen. Ein Grund dafür kann eine verminderte muskuläre Glykogenspeicherung zu Beginn der Belastung sein. Daher sollte die Energiezufuhr unter Berücksichtigung der fußballspezifischen Anforderungen, des individuellen Bedarfs und des richtigen Zeitpunkts erfolgen, um die Regeneration bestmöglich zu unterstützen. Die folgenden Handlungsempfehlungen können als Orientierung dienen:</p>
<h3><b>Kohlenhydrate &amp; Proteine</b></h3>
<p>Frühe Phase (0 – 4 h) / „Refueling“: Unmittelbar bzw. innerhalb der ersten 20 min nach Belastungsende auf dem Feld oder in der Umkleide Aufnahme von 1 – 1,5 g/kg Körpermasse Kohlenhydrate mit hohem glykämischen Index (GI) in fester oder flüssiger Form. Danach stündliche Aufnahme der gleichen Kohlenhydratmenge, idealerweise in festen, kürzeren Zeitabständen (z. B. alle 30 min). Zusätzlich Aufnahme von anfänglich 30 – 40 g Eiweiß (mit 6 – 9 g essentiellen Aminosäuren, insbesondere Leucin), nach 3 h Aufnahme von 20 – 25 g.</p>
<p>Späte Phase binnen 24 h: Alle 3 h Aufnahme von 20 – 25 g Proteinen, zuletzt vor dem Nachtschlaf (hier vorzugsweise mit Kasein).</p>
<p>Zeit zwischen zwei kurz aufeinander folgenden Spielen (24 – 72 h) mit Belastungs- und Regenerationsphasen / „Refueling / Pre-loading“: Tägliche bedarfsgerechte Zufuhr von 6 – 10 g/kg Körpermasse Kohlenhydrate in 3 – 4 Hauptmahlzeiten und „Snacks“. Tägliche Zufuhr von 1,5 – 2 g/kg Körpermasse Eiweiß in 6 Portionen zu je 20 – 25 g alle 3 h.</p>
<h3><b>Flüssigkeitszufuhr</b></h3>
<p>Während des Spiels: Aufnahme von 200 – 300 ml elektrolythaltiger Flüssigkeit in der Halbzeitpause und bei anderen Gelegenheiten (offizielle Trinkpausen/Verletzungsunterbrechungen).</p>
<p>Frühphase (0 – 6 h) / „Rehydration“: Dem geschätzten Flüssigkeitsverlust (indi­viduelle Schweißraten von 1,1 – 3,1 l in 90 min) angepasste Zufuhr von elektrolythaltiger Flüssigkeit (mindestens 40 – 50 mmol/l Natrium-chlorid; optimal: 50 – 80 mmol/l Natrium). Kein Alkohol.</p>
<h3><b>Supplemente</b></h3>
<p>Kreatin (3 g/Tag) kann dazu dienen, die bei intensiver sportlicher Betätigung entleerten Speicher wieder aufzufüllen und bei Schlafentzug durch Einnahme vor der Belastung dessen negative Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit aufzuheben.</p>
<p>Die gleichzeitige Einnahme von Kohlenhydraten und Koffein kann zu einer erhöhten Glykogenakkumulation nach dem Sport innerhalb von 4 Stunden führen, weshalb diese Strategie besonders bei frühen Spielen angewendet werden kann. Lebensmittel (z. B. Kirsch- und Granatapfelsaft) und Nahrungsergänzungsmittel (z. B. theaflavinreicher Schwarztee-Extrakt), die Antioxidantien und Polyphenole enthalten, können einen wichtigen Beitrag zur Regeneration leisten, da sie u. a. Muskel­schmerzen reduzieren können. Sie sollten jedoch gezielt und keinesfalls dauerhaft eingenommen werden. Die Zufuhr von 1,8 bis 3 g Omega-3-Fettsäuren, die natürlicherweise in fettem Fisch wie Lachs, Makrele und Sardinen vorkommen und in konzentrierter Form als Nahrungsergänzungsmittel erhältlich sind, soll insbesondere während intensiver Spielphasen zur Muskelerholung beitragen.</p>
<h2><b>Fazit</b></h2>
<p>Die Ernährung kann insbesondere in intensiven Saisonphasen einen wichtigen Beitrag zur Regeneration leisten. Für die Menge und Zusammensetzung der Nährstoffe sowie die optimalen Zeitfenster gibt es konkrete Handlungsempfehlungen. Um diese Vorgaben im Spitzenfußball erfolgreich umzusetzen, muss der Betreuerstab am Spielfeldrand und in der Kabine verschiedene Formen anbieten und neben aktuellen Umweltfaktoren, individueller Belastung (Daten aus dem heute üblichen External Load Monitoring) und Schweißraten auch Nahrungsmittelunverträglichkeiten sowie kulturelle und persönliche Gewohnheiten und Vorlieben berücksichtigen.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Light Energy Emitted by Near-Infrared Laser Therapy Devices Used to Treat Musculoskeletal</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/14835/more-than-ninety-percent-of-the-light-energy-emitted-by-near-infrared-laser-therapy-devices-used-to-treat-musculoskeletal-disorders-is-absorbed-within-the-first-ten-millimeters-of-biological-tissue/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dr. med. Alexander-Stephan Henze]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Nov 2023 08:56:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[01/23]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://sportaerztezeitung.com/?p=14835</guid>

					<description><![CDATA[More than Ninety Percent of the Light Energy Emitted by Near-Infrared Laser Therapy Devices Used to Treat Musculoskeletal Disorders Is Absorbed within the First Ten Millimeters of Biological Tissue Kaub, [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>More than Ninety Percent of the Light Energy Emitted by Near-Infrared Laser Therapy Devices Used to Treat Musculoskeletal Disorders Is Absorbed within the First Ten Millimeters of Biological Tissue</strong></p>
<p>Kaub, L., Schmitz, C.<span class="Apple-converted-space"> </span>Biomedicines 2022, 10(12), 3204; <a href="https://doi.org/10.3390/biomedicines10123204">https://doi.org/10.3390/biomedicines10123204</a></p>
<p><b>Zur Behandlung muskuloskelettaler Erkrankungen werden in der Praxis zunehmend Lasertherapiegeräte eingesetzt, um Schmerzen und Entzündung zu reduzieren und die Geweberegeneration zu fördern. Dabei hängt die Wirkung maßgeblich von den physikalischen Eigenschaften der applizierten Nah-Infrarot-Laserstrahlung ab. Beim Blick in die Literatur fällt auf, dass in vielen Studien Angaben zur genauen Charakterisierung der untersuchten Laserstrahlen fehlen und in der Diskussion der Ergebnisse die Geräteunterschiede nicht ausreichend berücksichtigt werden.</b></p>
<h2><b>Material und Methodik</b></h2>
<p>In der vorliegenden Originalarbeit werden Laserstrahlen von zwei im Handel erhältlichen Lasertherapiegeräten zur Behandlung von Erkrankungen des Bewegungsapparats (Dolorclast High Power Laser, Electro Medical Systems, Schweiz, im Folgenden EMS-Laser genannt; Cube-4, Eltech K-Laser, Italien, im Folgenden K-Laser genannt) untersucht. Nach der Bestimmung der physikalischen Eigenschaften der möglichst identisch gepulst applizierten Laserstrahlung (Wellenlänge: 905 nm; Durchmesser: 15 mm; durchschnittliche Input-­Leistung: ca. 1 W; maximale Wiederholungsrate: EMS-Laser: 40 kHz, K-Laser: 20 kHz) durch temporale Pulsmessung und kamerabasierte Strahlprofilmessung wird die Eindringtiefe in verschiedenem tierischem Gewebe (Haut, Fett, Muskel, Sehne, Knochen von Huhn, Schwein und Rind) mit einem thermischen Leistungssensor beurteilt. Da der Versuchsaufbau im Gegensatz zur therapeutischen Anwendung am Menschen durch das obligate Vorhandensein einer zweiten Luft-Gewebe-Grenze mit größeren Reflexionsverlusten einhergeht, korrigieren die Autoren ihre Transmissionskurvenberechnung anhand einer Schätzmethode.</p>
<h2><b>Ergebnisse und Diskussion</b></h2>
<p>Bei der Überprüfung der räumlichen und zeitlichen Charakteristika der Laserstrahlen der untersuchten Geräte zeigen sich deutliche Unterschiede, insbesondere bezüglich der die Pulse definierenden Parameter. Der EMS-Laser verabreicht sehr kurze Pulse (100 ns) mit einer sehr hohen Spitzenleistung (250-mal höher als die durchschnitt­liche Leistung) und langen Pausen zur thermischen Erholung der Gewebeoberfläche. Dagegen weisen die 25 µs langen Pulse des K-Lasers im Vergleich zur durchschnittlichen Leistung eine doppelt so hohe Spitzenleistung auf. Zudem weist der EMS-Laser eine nahezu perfekte Top-hat-Verteilung der Leistungsdichte auf, wohingegen das Strahlprofil des K-Lasers bei deutlich vermehrtem Rauschen eher einer Gaußschen Verteilung gleicht. Diese Charakteristika beeinflussen maßgeblich die Eindringtiefe ins Gewebe. Bei 905 nm Wellenlänge werden 90 % der initial applizierten Strahlenenergie in den meisten Gewebearten bereits nach ca. 7 mm absorbiert, in Knochengewebe früher als in Muskelgewebe. Dabei werden tiefere Gewebeschichten durch sehr kurze Pulse mit hoher Spitzenleistung besser erreicht.</p>
<h2><b>Fazit</b></h2>
<p>Die vorliegende Studie verdeutlicht gerätespezifische Unterschiede hinsichtlich der für die therapeutische Anwendung wichtigen physikalischen Eigenschaften gepulster Laserstrahlen und zeigt, dass über 90 % der Energie dieser Strahlen in tierischem Gewebe bereits bei einer Eindringtiefe von 10 mm absorbiert wird.</p>
<p><i>Meinungsartikel des Autors</i></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Belastungs- und Regenerationsmanagement</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/training/13527/belastungs-und-regenerationsmanagement/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dr. med. Alexander-Stephan Henze]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Mar 2023 09:00:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Training]]></category>
		<category><![CDATA[01/23]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://sportaerztezeitung.com/?p=13527</guid>

					<description><![CDATA[Handball ist schnell, stark, straight forward – und birgt ein hohes Verletzungsrisiko! Dazu tragen neben der für komplexe Sportspiele typischen Vielzahl an hochintensiven Bewegungsabläufen auch die ständigen, teilweise sehr unkontrolliert [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Handball ist schnell, stark, straight forward – und birgt ein hohes Verletzungsrisiko! Dazu tragen neben der für komplexe Sportspiele typischen Vielzahl an hochintensiven Bewegungsabläufen auch die ständigen, teilweise sehr unkontrolliert einwirkenden Körperkontakte bei. Ein weiterer ernstzunehmender Faktor ist die zunehmende Wettkampfdichte, die im Spitzenhandball bis zu 70 Einsätze pro Saison für Verein und Nationalmannschaft betragen kann.<span class="Apple-converted-space"> </span></b></p>
<p>Es ist daher nachvollziehbar, dass einige der weltbesten Handballspieler (w und m) in jüngerer Vergangenheit mahnend ihre Hand erhoben haben. Ein Paradebeispiel ist der deutsche Abwehrriese Hendrik Pekeler. Der 2020 als bester Spieler des Champions League Final4 und Deutschlands Handballer des Jahres ausgezeichnete Kreisläufer hatte mehrfach öffentlichkeitswirksam die zu hohe Belastung in der LIQUI MOLY Handball Bundesliga angeprangert und letztlich auch seine persönliche Kon­sequenz gezogen, indem er aus der Nationalmannschaft zurücktrat, um das Pensum auf Vereinsebene stemmen zu können. Dennoch verletzte er sich im Mai 2022 schwer und feierte erst kürzlich sein vielumjubeltes Comeback.</p>
<h2><b>Reduzierung des Verletzungsrisikos</b></h2>
<p>Eine Modifikation der Wettkampfpläne hätte das Potenzial, das Verletzungsrisiko zu reduzieren. Ein möglichst individualisiertes Monitoring als Basis für ein adäquates Belastungs- und Regenera­tionsmanagement hat das auch. Monitoring bedeutet in diesem Zusammenhang das systematische Erfassen von ausgewählten Parametern, um die eigentliche Belastung und durch sie verursachten individuellen Beanspruchungs- und Erholungsprozesse zu messen. Daraus soll der akute Regenerationsbedarf und die Bereitschaft für die nächste Trainings- oder Wettkampf­belastung (engl. Readiness oder Preparedness) abgeleitet werden. Doch welche Parameter sind gerade im Handball wichtig? Und wie misst man sie möglichst richtig?</p>
<p>Das direkte Umfeld beim Handball als Indoor-Sportart erschwert das Belastungsmonitoring in Training und Wettkampf erheblich. Während im Fußball seit vielen Jahren verschiedenste Parameter zur Erfassung der sportlichen Belastung (engl. External load) durch GPS-gestützte mikrotechnologische Wearables erhoben werden, wartet dieser Bereich im Handball noch auf seinen flächendeckenden Durchbruch. Jüngere Studien zeigten Möglichkeiten auf, um gerade die sportartspezifischen Wurfbelastungen beispielsweise mit kleinen Sensoren am Handgelenk zu tracken. Sie können vielleicht dabei helfen, auch nicht so finanzstarken Teams ein Belastungsmonitoring zu ermöglichen, das bislang vor allem mit der Ultra-Breitband-Technologie (UWB, engl. Ultra-wideband) bei den absoluten Spitzenmannschaften für laufbasierte Belastungen zum Einsatz kommt. Forschungsbedarf besteht insbesondere für die Erfassung von Belastungen, die nicht mit einem Positionswechsel einhergehen (z. B. überwiegend isometrische Arbeit der Kreispieler).<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<figure id="attachment_13529" aria-describedby="caption-attachment-13529" style="width: 1200px" class="wp-caption aligncenter"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-full wp-image-13529" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/03/Henze1_saez123.jpg" alt="" width="1200" height="800" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/03/Henze1_saez123.jpg 1200w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/03/Henze1_saez123-300x200.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/03/Henze1_saez123-1024x683.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/03/Henze1_saez123-768x512.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/03/Henze1_saez123-150x100.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/03/Henze1_saez123-450x300.jpg 450w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><figcaption id="caption-attachment-13529" class="wp-caption-text">Tracking © Kinexon</figcaption></figure>
<p>Dem Monitoring der Beanspruchung, der im Englischen als „Internal load“ bezeichneten individuellen physiologischen und psychologischen Antwort auf eine bestimmte Belastung, kommt nicht nur im Handball eine entscheidende Bedeutung zu. Dabei gilt insbesondere die im Sportkontext gut untersuchte, von Carl Foster eingeführte Session-RPE-Methode (Rating of perceived exertion) als Grundpfeiler eines Beanspruchungsmonitorings. Dabei handelt es sich genau genommen um eine Kombination aus Belastung und Beanspruchung, da der ca. 30 Minuten nach Belastungsende mit einer CR10 (Category Ratio)- oder auch CR100-Skala abgefragte subjektive Anstrengungsgrad durch die vorausgegangene Trainingseinheit (sessionRPE, sRPE) mit deren Dauer multipliziert wird. Beim Thema Belastungs- und Beanspruchungsmonitoring stößt man zudem unweigerlich auf die von Tim Gabbett 2016 veröffentlichte Acute:Chronic Workload Ratio (ACWR), die sowohl mit sRPE-Werten als auch mit aus­gewählten Daten aus dem Belastungs­monitoring zur Abschätzung des akuten Verletzungsrisikos zum Einsatz kommt. Die Art der Anwendung und der tatsächliche Nutzen dieser auf Banisters Fitness-Fatigue-Modell basierenden Methode wurden in den letzten Jahren wissenschaftlich heiß diskutiert, ihr Einsatz zur Verletzungsprädiktion wird mittlerweile nicht mehr empfohlen. Dafür sind andere Verfahren Bestandteil der aktuellen Forschung, um eine Vorhersage des Verletzungsrisikos zu ermöglichen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Neben einem subjektiven Beanspruchungsmonitoring existieren mit Biomarkern und herzfrequenzbasierten Verfahren auch objektive Möglichkeiten. Letztere gehen mit einem großen technischen Aufwand einher und erfordern viel Expertise bei der Analyse, ihr tatsächlicher Nutzen in Mannschaftssportarten scheint fraglich. Insbesondere trainingsbezogene Methoden wie die Trainingsherzfrequenz oder die Herzfrequenzerholung (HRR, engl. Heart Rate Recovery) könnten jedoch in einem multimodalen Monitoringansatz zum Einsatz kommen. Im Sportkontext gut untersuchte Biomarker können heute zumeist wenig invasiv aus Speichel oder Kapillarblut erhoben werden, jedoch schränkt die große interindividuelle Variabilität ihren Nutzen ein. Daher wurde im Rahmen des vom Bundesinstitut für Sportwissenschaft geförderten REGman-Projekts (Optimierung von Training und Wettkampf: Regenerationsmanagement im Spitzensport, 2012-2021) von Hecksteden et al. ein Algorithmus entwickelt, der wie der „Athlete Biological Passport“ auf einem bayesianischen Ansatz beruht und ausgehend von einer sportspezifischen Referenzpopulation durch schrittweisen Einschluss von Längsschnittdaten die Berechnung individualisierter Referenzbereiche ermöglicht. In einer eigenen prospektiven Längsschnittstudie mit Handballspielern einer deutschen Erstligamannschaft zeigten sich für die als entscheidenden Biomarker in Mannschaftssportarten geltende Creatinkinase (CK) vielversprechende Hinweise, dass die Anwendung des REGman-Algorithmus zu einer genaueren Beurteilung des Beanspruchungs- und Erholungszustands führen kann. Demnach scheint ein individualisiertes Monitoring der idealerweise aus Kapillarblut bestimmten CK ein vielversprechendes Verfahren zu sein, um die muskuläre Beanspruchung und Erholung bei Bedarf zusätzlich zur Psychometrie objektiv beurteilen zu können.</p>
<h2>Entscheidungsunterstützung</h2>
<p>Da Beanspruchungs- und Erholungsprozesse im mensch­lichen Organismus auf verschiedenen Ebenen stattfinden, gelten mehrdimensionale Fragebögen wie das im Rahmen des REGman-Projekts entwickelte „Akutmaß Erholung und Beanspruchung im Sport“ (AEB) sowie die daraus abgeleitete „Kurzskala Erholung und Beanspruchung“ (KEB) nach wie vor als Goldstandard zur Erfassung von Beanspruchung, Erholung und subjektivem Wohlbefinden. Während in der Sportpraxis bevorzugt einfache, meist eindimensionale Messinstrumente eingesetzt werden, sind aus wissenschaftlicher Sicht validierte mehrdimensionale psychometrische Verfahren zu empfehlen. Zudem sollte auch hier eine Individualisierung für jedes einzelne Item vorgenommen werden, um sinnvolle Informationen für die Entscheidungsfindung im täglichen Belastungs- und Regenerationsmanagement zu erhalten.</p>
<p>Es existieren mittlerweile verschiedene Softwarelösungen zur Aufnahme, Verarbeitung, Analyse und grafischen Darstellung der im Zuge des Monitorings anfallenden Datenmenge. Diese beinhalten idealerweise Systeme zur Entscheidungsunterstützung für die handelnden Trainer- und Betreuerteams – z. B. mittels eines Ampelsystems. Neben häufig kostspieliger kommerzieller Software stehen aber auch kostenlose Varianten wie das von der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG) als Träger der gesetzlichen Unfallversicherung für bezahlte Sportler in Deutschland entwickelte „Prevention Management Tool“ zur Verfügung, das bereits in der Ausgabe<span class="Apple-converted-space">  </span>01/2020 der sportärztezeitung vorstellt wurde.</p>
<h2><b>Fazit</b></h2>
<p>Der Blick in die Literatur und zahlreiche Gespräche mit betreuenden Personen im Spitzen-Handball machen deutlich, dass dem Thema „Athletenmonitoring“ im Handball gerade unter Berücksichtigung des technologischen Fortschritts in allen Bereichen mehr Beachtung geschenkt werden sollte. Daher wurde vom Autor mit Unterstützung der <a href="https://handballaerzte.de/">Handballärzte Deutschland e.V.</a> ein Projekt (ATHMON HB, Athlete Monitoring in Team Handball) initiiert, das unter Berücksichtigung der Sportpraxis und aktuellen Evidenzlage zu konsensbasierten Handlungsempfehlungen für diese spektakuläre Sportart führen soll.</p>
<p><i>Literatur beim Autor</i></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
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		<title>An Evidence-Based Review of the Pathophysiology, Treatment, and Prevention of Exercise-Associated Muscle Cramps</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/13074/an-evidence-based-review-of-the-pathophysiology-treatment-and-prevention-of-exercise-associated-muscle-cramps/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dr. med. Alexander-Stephan Henze]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Dec 2022 09:44:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[Online]]></category>
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					<description><![CDATA[Trainingsassoziierte Muskelkrämpfe (Exercise-Associated Muscle Cramps, EAMCs) gehören zu den häufigeren klinischen Symptomen im Sport. Miller et al. haben in ihrer Übersichtsarbeit den Wandel im Verständnis der Pathophysiologie dargestellt und evidenzbasierte [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="font-weight: 400;"><strong>Trainingsassoziierte Muskelkrämpfe (Exercise-Associated Muscle Cramps, EAMCs) gehören zu den häufigeren klinischen Symptomen im Sport. Miller et al. haben in ihrer Übersichtsarbeit den Wandel im Verständnis der Pathophysiologie dargestellt und evidenzbasierte Handlungsempfehlungen zur Therapie und Prävention formuliert. </strong></p>
<h2><strong>Methodik</strong></h2>
<p style="font-weight: 400;">In der vorliegenden Übersichtsarbeit wurden PubMed, Cochrane, CINAHL, SPORTDiscus und PEDro auf in englischer Sprache zwischen 1990 und 2020 veröffentlichte Artikel zur Pathophysiologie, Therapie und Prävention von EAMCs computergestützt durchsucht. Daraus wurden 16 Empfehlungen zur Therapie und Prävention abgeleitet und mit der sogenannten „<em>Strength of Recommendation Taxonomy Grading Scale</em>“ bewertet.</p>
<h2 style="font-weight: 400;"><strong>Ergebnisse</strong></h2>
<h3 style="font-weight: 400;"><strong>Pathophysiologie </strong></h3>
<p style="font-weight: 400;">Über 60 Jahre lang galten durch Schwitzen verursachte Flüssigkeits- und Elektrolytverluste, anstrengende Arbeit von Personen, die nicht an Hitze gewöhnt seien und die hohen Temperaturen selbst als auslösende Faktoren für die Entstehung der EAMCs. Diese zum Teil widersprüchliche Theorie sei Anfang des 21. Jahrhunderts von der <em>Theorie der veränderten neuromuskulären Kontrolle</em> verdrängt worden, laut der vor allem die muskuläre Ermüdung und andere Risikofaktoren zu einem Ungleichgewicht zwischen exzitatorischen und inhibitorischen Reizen am Alpha-Motoneuron im Zielmuskel selbst und damit zum klinischen Bild des Krampfs führen. Dabei seien vor allem die mehrere Gelenke überspannenden Muskeln der unteren Extremität, die häufig in bereits verkürzter Stellung kontrahieren müssen, zum Ende eines Wettkampfs betroffen. Aufbauend auf dieser Theorie hat die Arbeitsgruppe um Miller und Schwellnus 2020 ein Modell vorgeschlagen, in dem das Zusammenwirken verschiedener Faktoren zu einer Kettenreaktion führt und bei Überschreiten einer Schwelle die veränderte neuromuskuläre Kontrolle verursacht.</p>
<h3 style="font-weight: 400;"><strong>Diagnostik und Therapie</strong></h3>
<p style="font-weight: 400;">Zur Diagnosesicherung der akut bei oder nach sportlicher Belastung auftretenden EAMCs ist eine sorgfältige klinische Untersuchung und Anamnese ausreichend. Der betroffene Muskel zeigt sich häufig sicht- und tastbar knotig oder strangartig verhärtet, wobei über den Muskel wandernde Faszikulationen möglich sind. Die klinischen Schweregrade reichen vom krampfanfälligen Zustand über gutartige mild bis moderate Krämpfe bis hin zu schweren Muskelkrämpfen als Zeichen einer systemischen Ursache, die notfallmäßig ärztlich abgeklärt werden sollten.</p>
<p style="font-weight: 400;">Bei fehlenden Hinweisen auf eine ernstzunehmende Erkrankung oder die Symptomatik auslösende Medikamenteneinnahme kann auch von nicht-ärztlichem Personal oder der betroffenen Person selbst mit der Akuttherapie begonnen werden, bei der sanftes statisches Dehnen als schnellste, sicherste und effektivste Behandlungsmethode gilt. Weiterhin soll die betroffene Person in einer für sie komfortablen Position gelagert werden, unterstützend können schmerzlindernde Verfahren wie Kryotherapie, Massage oder Elektro-Stimulationen angewendet werden. Während dieser bis zu einer Stunde dauernden Behandlungszeit können die möglichen extrinsischen und intrinsischen Risikofaktoren durch gezielte Fragen evaluiert werden. Eine begleitende, üblicherweise orale Flüssigkeitszufuhr mit Mineralwasser oder auch speziellen Kohlenhydrat-Elektrolyt-Getränken ist sinnvoll, wobei Letztere im Vergleich zum Blutplasma häufig hypoton sind und daher das Risiko einer lebensbedrohlichen Hyponatriämie durch eine zu große Plasmaverdünnung bei exzessiver Zufuhr beachtet werden soll. Ein intravenöser Flüssigkeitsersatz soll lediglich in Situationen unter Zeitdruck (&lt; 15 min) oder unter Umständen, die keine orale Zufuhr ermöglichen (z. B. zu große Schmerzen, wiederholtes Erbrechen), durchgeführt werden. Einen vielversprechenden Ansatz bieten essigsäurehaltige Flüssigkeiten oder sogenannte TRP (Transient receptor potential) -Agonisten, die jedoch nur bei fehlenden Nahrungsmittelunverträglichkeiten/Allergien und tolerierter Flüssigkeitszufuhr in Mengen kleiner als 100 ml eingenommen werden sollen. Bezüglich des in der Praxis manchmal beobachteten Verzehrs von Bananen existiere keine Evidenz, wohingegen chininhaltige Produkte nicht empfohlen werden.</p>
<h3 style="font-weight: 400;"><strong>Diagnostik und Therapie chronischer oder wiederkehrender EAMCs/Prävention</strong></h3>
<p style="font-weight: 400;">Bei wiederkehrenden bzw. chronischen EAMCs stehe die Anamnese zum Ausschluss etwaiger Risikofaktoren und deren gezielte Therapie im Vordergrund, bevor allgemeine Präventionsmaßnahmen ergriffen werden sollten. Bezüglich des weit verbreiteten Gebrauchs von Kohlenhydrat-Elektrolyt-Getränken fehle es an Evidenz, die prophylaktische intravenöse Flüssigkeitszufuhr sei nicht zu empfehlen. Bei Verdacht auf eine Störung des Flüssigkeitshaushalts sollte eine Schweißtestung durchgeführt werden. Im Gegensatz zu prophylaktischem Dehnen scheine ein gut dosiertes neuromuskuläres Training ein möglicher Präventionsansatz zu sein, wenn neuromuskuläre Ermüdung als Risikofaktor identifiziert worden sei. Generell sollen die Trainingsbedingungen den entsprechenden Wettkampfbedingungen angepasst werden.</p>
<h2 style="font-weight: 400;"><strong>Schlussfolgerungen</strong></h2>
<p style="font-weight: 400;">Zusammenfassend zeigt sich, dass sich das Verständnis der Pathophysiologie der EAMC in den letzten Jahren gewandelt hat und eine sehr gute Evidenz hinsichtlich der Akuttherapie existiert. Bei der Implementierung von Präventionsmaßnahmen wird ein an die individuell vorhandenen Risikofaktoren angepasstes Vorgehen empfohlen, da es an Evidenz für generelle Empfehlungen mangelt.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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