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	<title>Masiar Sabok Sir, Autor bei sportärztezeitung</title>
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	<description>Sportmedizin für Ärzte, Therapeuten &#38; Trainer</description>
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	<title>Masiar Sabok Sir, Autor bei sportärztezeitung</title>
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	<item>
		<title>Von der Muskelverletzung zur Prähabilitation</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/22850/von-der-muskelverletzung-zur-praehabilitation/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dr. med. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt,&#160;Niklas Haberstroh,&#160;Dr. med. Andreas Schubert,&#160;Dr. med. Alexander-Stephan Henze,&#160;Robert Erbeldinger&#160;,&#160;Masiar Sabok Sir]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Sep 2026 09:25:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[03/26]]></category>
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					<description><![CDATA[Muskelverletzungen gehören seit Jahrzehnten zu den prägenden Themen der Sportmedizin. Die Münchner Konsensus-Klassifikation auf Basis von Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrts Pionierarbeit markierte dabei einen entscheidenden Schritt: Sie entstand aus klinischer Erfahrung [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Muskelverletzungen gehören seit Jahrzehnten zu den prägenden Themen der Sportmedizin. </b><b>Die Münchner Konsensus-Klassifikation </b><b>auf Basis von Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrts Pionierarbeit markierte dabei einen entscheidenden Schritt: Sie entstand aus klinischer Erfahrung für die klinische Praxis und bildet bis heute eine wichtige Grundlage für Diagnostik, konservative Therapie und wissenschaftliche Weiterentwicklung.</b></p>
<figure id="attachment_22851" aria-describedby="caption-attachment-22851" style="width: 755px" class="wp-caption alignnone"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-large wp-image-22851" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/09/MuskelverletzungPraehabilitationMuellerWohlfahrt-1024x512.jpg" alt="" width="755" height="378" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/09/MuskelverletzungPraehabilitationMuellerWohlfahrt-1024x512.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/09/MuskelverletzungPraehabilitationMuellerWohlfahrt-300x150.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/09/MuskelverletzungPraehabilitationMuellerWohlfahrt-768x384.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/09/MuskelverletzungPraehabilitationMuellerWohlfahrt-1536x768.jpg 1536w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/09/MuskelverletzungPraehabilitationMuellerWohlfahrt-150x75.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/09/MuskelverletzungPraehabilitationMuellerWohlfahrt-450x225.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/09/MuskelverletzungPraehabilitationMuellerWohlfahrt-1200x600.jpg 1200w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/09/MuskelverletzungPraehabilitationMuellerWohlfahrt.jpg 1556w" sizes="(max-width: 755px) 100vw, 755px" /><figcaption id="caption-attachment-22851" class="wp-caption-text">© sportärztezeitung</figcaption></figure>
<p>Seit vielen Jahren arbeitet die sportärzte­zeitung gemeinsam mit Spezialisten und Anwendern aus dem universitären und klinischen Bereich, erfahrenen Mannschaftsärzten sowie weiteren Partnern an der Entwicklung der konservativen Sportmedizin. Beispiele hierfür sind die seit 2014 etablierte CME-zertifizierte Ausbildung in der Stoßwellentherapie sowie Kongresse und Symposien, die sich zuletzt neben Verfahren zur physikalischen Therapie und Trainingstherapie auch zunehmend mit der Rolle der Ernährung in Therapie, Prähabilitation und Rehabilitation im Sinne einer <a href="https://www.youtube.com/watch?v=hIV7lWwIoWw&amp;t=2581s">Targeted Nutrition</a> sowie den weiteren Bausteinen (z. B. Mind-Body-Medizin) dieser interdisziplinären Bereiche befassten. Eine fundierte Fortbildung soll dabei die Grundlage für eine moderne und zukunftsorientierte Patientenversorgung liefern. Pionierarbeiten – u. a. aus dem Umfeld des 1. FSV Mainz 05 – sowie zahlreiche wissenschaftliche Beiträge und klinische Erfahrungen aus Universitäten, Praxen und dem Spitzensport haben diesen Weg entscheidend mitgestaltet. Der in diesem Jahr in der <a href="https://www.fr.de/sport/fussball/stosswellentherapie-macht-mainz-05-zum-pionier-bei-muskelverletzungen-93986365.html">Frankfurter Rundschau veröffentlichte Artikel</a> über die Arbeit der sportärztezeitung griff diesen Zusammenhang bereits auf: Anhand der wissenschaftlichen Arbeiten zur <a href="https://academic.oup.com/bmb/article/155/1/ldaf009/8245774?login=false">Stoßwellentherapie bei Muskelverletzungen</a> – unter Bezug auf die Münchner Klassifikation – wurde die Entwicklung der konservativen Sportmedizin eingeordnet. Vor diesem Hintergrund erhielt der Dialog mit Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt und seinem Team, <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/9702/update-muskelverletzungen/">fünf Jahre, nachdem wir das erste Mal mit ihm gesprochen hatten</a>, eine besondere Bedeutung. Die Quintessenz dieser von Respekt und Tatendrang geprägten Diskussion war eindeutig: Entscheidend sind nicht allein neue Verfahren, sondern ihre wissenschaftliche Einordnung, die strukturierte Ausbildung und vor allem die klinische Erfahrung in der täglichen Versorgung.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<hr />
<p>Es gibt Momente in einem Gespräch, in denen deutlich wird, dass es eigentlich um mehr geht als um das ursprüngliche Thema. So ist es auch an diesem Tag in München. Ausgangspunkt ist die Frage zu Muskelverletzungen – doch schon nach wenigen Minuten entwickelt sich eine viel grundlegendere Diskussion: über die Zukunft der Sportmedizin, über verlorengegangenes Wissen, über die Bedeutung der klinischen Untersuchung und über die Frage, wie Ärzte künftig ausgebildet werden müssen. Nach fünf Jahren diskutierten Robert Erbeldinger, Dr. Alexander-Stephan Henze und Masiar Sabok Sir wieder mit Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt und seinem Ärzteteam, Niklas Haberstroh und Dr. Andreas Schubert in seiner Münchner Praxis. Dabei wird schnell klar: Es geht nicht um einen Gegensatz zwischen moderner Technik und klinischer Erfahrung. Es geht um die richtige Reihenfolge. Und um die Frage, ob der Mensch wieder vor dem Bild stehen muss. „Ich glaube dem, was ich fühle“, sagt Müller-Wohlfahrt irgendwann im Verlauf des Gesprächs. Ein Satz, der zunächst einfach klingt, aber den Kern der gesamten Diskussion trifft.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<h2><b>Die verlorene Sprache der Hände</b></h2>
<p>Wenn er über seine medizinische Entwicklung spricht, kommt er schnell auf eine prägende Begegnung zurück. In den 1970er-Jahren lernte er den Physiotherapeuten Hans Montag kennen – zunächst als Kontrahenten, später als Freund und wichtigen Lehrer. Diese Erfahrung wurde zur Grundlage eines Denkens, das die Münchner Praxis bis heute prägt: Der Körper muss verstanden werden, bevor man ihn behandelt. Hierbei sehen alle im Raum eine große Lücke in der medizinischen Ausbildung. „Die funktionelle Orthopädie wird in der Schulmedizin nicht wirklich gelehrt“, sagt Haberstroh. „Die Zusammenhänge zwischen Wirbelsäule, Gelenkfunktion und muskulärer Steuerung spielen in der klassischen Facharztausbildung kaum eine Rolle.“ Dabei seien gerade diese Zusammenhänge entscheidend. Ein Sportler verletze sich nicht, weil ein Muskel „zu schwach“ sei. Häufig sei das Gegenteil der Fall: Ein Muskel stehe bereits vor der Belastung unter zu hoher Spannung, weil die Steuerung im System nicht funktioniere. Blockierungen im Sprunggelenk, Funktionsstörungen der Wirbelsäule oder Einschränkungen der Beweglichkeit führen dazu, dass bestimmte Muskelgruppen permanent kompensieren müssten. „Diese funktionellen Zusammenhänge werden in der Ausbildung zu wenig vermittelt“, ergänzt Schubert. „Und was nicht gelehrt wird, wird später häufig auch nicht erkannt.“</p>
<h2><b>Ein Mensch ist nicht bloß ein Bild</b></h2>
<p>Viele Ärzte haben umfangreiche Erfahrung in operativen Verfahren, verfügen aber nur über begrenzte Möglichkeiten, komplexe funktionelle Zusammenhänge zu beurteilen. Gerade das Erkennen von Fehlfunktionen erfordert jedoch Erfahrung. Palpation, das gezielte Ertasten von Strukturen und Spannungsverhältnissen, lässt sich nicht ausschließlich theoretisch erlernen. „Palpation kann man nicht erklären, man muss sie zeigen“, sagt Müller-Wohlfahrt. „Man muss dem jungen Arzt zeigen, was man fühlt und warum man es fühlt.“ Hierbei wird auch auf ein fehlendes Vertrauen auf die eigenen Fähigkeiten junger Kollegen hingewiesen. Die Folge sei eine zunehmende Abhängigkeit von apparativer Diagnostik. „Wenn man sich nur auf Bilder verlässt, ist man bei Muskelverletzungen verloren“, sagt ­Haberstroh. Und genau hierbei sehen die Gesprächspartner einen großen Handlungsbedarf. Die konservative Sportmedizin müsse stärker an Universitäten, in Fortbildungen und auf Kongressen verankert werden. Dabei geht es nicht darum, ältere Methoden zu bewahren. Es geht darum, eine medizinische Kompetenz zu erhalten und weiterzuentwickeln, die durch moderne Diagnostik nicht ersetzt werden kann. Die Bildgebung kann krankhafte Strukturveränderungen zeigen, jedoch nicht die Funktionsstörung, die dazu geführt hat. Auch wenn betont wird, dass Magnetresonanztomografie (MRT) und andere bildgebende Verfahren wichtige Werkzeuge sind, so wird darauf hingewiesen, dass es problematisch wird, wenn aus einem Bild automatisch eine Diagnose und daraus wiederum eine Therapieentscheidung abgeleitet wird. Nicht jede Beschwerdesymptomatik entsteht durch einen sichtbaren strukturellen Schaden. Funktionsstörungen der Wirbelsäule, Bewegungseinschrän­kungen von Gelenken oder fehlerhafte muskuläre Steuerungen können erhebliche Pro­bleme verursachen, ohne dass die Bildgebung eine eindeutige Ursache liefert. Eine gestörte Beweglichkeit oder eine Reizung neuraler Strukturen kann dazu führen, dass Muskeln dauerhaft unter erhöhter Spannung stehen. Der Muskel wird anfälliger, die Belastbarkeit sinkt und Verletzungen entstehen. Diese Prozesse lassen sich häufig nicht in der Bildgebung erkennen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Die MRT-Diagnose wird häufig so überbewertet, dass dem Spieler / Sportler eine Verletzung diagnostiziert wird, die dazu führt, dass er eine lange Ausfallzeit hat und dass er vielleicht sogar unnötig operiert wird“, so Haberstroh. Schubert nennt in diesem Zusammenhang ein einfaches Beispiel: „Man muss unterscheiden zwischen Schmerzen im Knie und Schmerzen am Knie. Im Knie kann beispielsweise ein Meniskusproblem verantwortlich sein. Am Knie kann aber auch ein Muskel oder eine funktionelle Störung die Ursache sein.“ Wenn ausschließlich das Bild behandelt werde, bestehe die Gefahr, dass operiert wird, während die eigentliche Beschwerdeursache bestehen bleibt. Es sollten die Ursachen, statt die Symptome behandelt werden. „Wir behandeln nicht nur einen Muskel. Wir behandeln einen Menschen, der diesen Muskel mitbringt“, beschreibt Haberstroh. Auch psychologische Aspekte dürfen nicht außer Acht gelassen werden: „Viele Patienten glauben mittlerweile, dass es besser wäre, vor dem ersten Arztbesuch schon MRT-Aufnahmen in der Tasche zu ­haben und mittels KI vorab Infos zur Diagnose-Stellung und potenziellen Therapie zu erhalten. Meiner Ansicht nach fatal, niemand weiß, was sowas mit einem macht. Der Patient weiß doch gar nicht, wie er reagieren soll, wenn er solche Infos und „Befunde“ ungefiltert erhält“, betont Erbeldinger.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Ein zentrales Beispiel für den Unterschied zwischen rein struktureller Betrachtung und funktionellem Verständnis ist die Münchner Konsensus-Klassifikation der Muskelverletzungen. Entstanden aus jahrzehntelanger praktischer Erfahrung, verfolgt sie einen Ansatz, der die klinische Untersuchung und die tatsächliche Funktion des Muskels in den Mittelpunkt stellt. „Diese Klassifikation ist praxisnah“, sagt Müller-Wohlfahrt. „Das andere ist oft reine Theorie.“ Besonders deutlich wird die Bedeutung der muskuloskelettalen Funktionsdiag­nostik beim Thema Rücken. Bei Rückenschmerzen stößt eine rein strukturelle Betrachtung häufig an ihre Grenzen. „Die Wirbelsäule ist die Schaltzentrale“, erklärt Müller-Wohlfahrt. Eine funktionelle Störung der Wirbelsäule führt dazu, dass Nerven gereizt werden und einzelne Muskeln in eine dauerhafte Überakti­vität geraten. Dadurch können Schmerzen entstehen und Bewegungsmuster verändern sich. Gerade im Sport ist dieser Zusammenhang entscheidend. Ein Athlet kann an einer scheinbaren Muskelverletzung leiden, obwohl die Ursache in einer funktionellen Störung der Wirbelsäule, des Beckens oder eines Gelenks liegt. Hier zeigt sich die Stärke einer auf die gesamte Person ausgerichteten Therapie: Sie behandelt nicht nur den Ort des Schmerzes, sondern sucht nach dem Auslöser.</p>
<h2><b>Konservative Therapie – First line treatment statt bloßer Alternative</b></h2>
<p>Wenn über Aus- und Fortbildung gesprochen wird, muss differenziert werden. Während die operative Ausbildung in Deutschland international einen hervorragenden Ruf genießt und ein hohes Maß an fachlicher Kompetenz vermittelt, zeigt sich im Bereich der konser­vativen Sportmedizin, dass Nachholbedarf vorhanden ist und es Mut braucht, neue Wege zu gehen. Für Henze ist der Begriff „konservativ“ nicht unproblematisch und kann häufig missverstanden werden: „Es klingt verstaubt, weniger innovativ und eher wie eine Alternative. Es ist aber keine Alternative, sondern first line treatment.“ Eine zeitgemäße konservative Therapie verbindet klinische Erfahrung mit wissenschaftlichen Erkenntnissen und moderner Technologie. Sie nutzt funktionelle Diagnostik, apparative Unterstützung, Trainingstherapie, Physiotherapie, Osteopathie und gezielte regenerative Verfahren. Entscheidend ist dabei immer der Blick auf den gesamten Menschen – ganz im Sinne des Whole-Person-Health-Ansatzes. Nicht der einzelne Befund steht im Mittelpunkt, sondern die Frage: ­Warum hat dieser Mensch diese Beschwerden entwickelt? Genau darin liegt eine der größten Stärken der konservativen Medizin – und gleichzeitig eine ihrer größten Herausforderungen. Denn diese Form der Medizin benötigt Zeit. Zeit für die Anamnese, Zeit für die Untersuchung, Zeit für Erklärung und Kommunikation. Elemente, die in einem zunehmend standardisierten Gesundheitssystem schwer abzubilden sind. „Die Anfangsuntersuchung ist unsere größte Stärke, bei der wir viel Zeit investieren. Konzentration und Ruhe, da wird richtig geschaut – diagnostiziert“, beschreibt Müller-Wohlfahrt die Bedeutung. Gerade diese intensive Auseinandersetzung mit dem Patienten werde jedoch nicht ausreichend berücksichtigt und gewürdigt, dabei sei das doch die Basis der Medizin. Immer wieder kommt der Dialog auf den Patienten zu sprechen. Man merkt, dass alle Beteiligten die Bedeutung des Patienten für den gesamten Therapieerfolg als sehr groß bemessen. Eine nicht oft anzutreffende Patientenzentrierung, die konkrete, individuelle Interaktion, Empathie und Kommunikation zwischen Behandler und Patient betont. „Das ist ein grundsätzliches Problem der Orthopädie geworden. Ich weiß nicht, wie es in anderen Fachbereichen ist, aber dass dem Patienten nicht mehr zugehört wird, sondern er sofort zur apparativen Diagnostik geschickt wird, ist für mich unverständlich“, so Haberstroh.</p>
<h2><b>Prähabilitation: Der nächste Schritt einer modernen Medizin</b></h2>
<p>Genau hier schließt sich das nächste Thema des Dialogs an – die <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/22442/praehabilitation-3/">Prähabi­litation</a>. Während Rehabilitation nach einer Verletzung oder Operation längst etabliert ist, setzt die Prähabilitation früher an: vor dem Eingriff. Die Idee dahinter ist einfach: Je besser ein Patient körperlich, mental und auch emotional vorbereitet ist, desto größer sind die Chancen auf ein gutes Behandlungsergebnis – egal ob es sich bei der maßgeblichen Therapie um eine OP oder eine andere beanspruchende therapeutische Intervention handelt. Es entsteht zwischen Diagnosestellung und der geplanten therapeutischen Intervention ein Open Window, ein wichtiges Zeitfenster, in dem die aus der Prävention, konservativen Therapie und Rehabilitation bekannten Behandlungsverfahren kompakt und zielgerichtet eingesetzt werden können. Diese Zeit kann zugleich als ein Window of Opportunity in der Arzt-Patienten-Beziehung angesehen werden, in dem die Edukation auf offene Ohren stößt und konkret umgesetzt wird, am und mit dem Patienten. Bewegung, Training, Ernährung, Stressmanagement und funktionelle Therapie können genutzt werden, um die Ausgangssituation zu verbessern. In diesem Zusammenhang betont Erbeldinger die größere Rolle der Sportmedizin: „Sie ist nicht nur dafür da, Sportverletzungen zu behandeln, sie hat einen gesamtgesellschaftlichen Auftrag – Gesundheit zu fördern und zu erhalten! Die Prähabilitation ist eine historische Chance, dies umzusetzen. Wenn man dieses Zeitfenster nutzt, kann man den Raum gemeinsam mit dem Patienten ausfüllen.“ Diese Perspektive verändert auch die Rolle des Patienten – körperlich, mental und funktionell. Konservative Medizin funktioniert nicht ausschließlich durch eine einzelne Maßnahme. Sie lebt von aktiver Mitarbeit. Übungen, Training und Veränderungen im Alltag gehören zum Behandlungskonzept. Der Patient wird vom passiven Empfänger einer Therapie zum aktiven Partner und maßgeblichen Teil seines eigenen Behandlungsteams. Am Uniklinikum Ulm, wo Alexander-Stephan Henze als Oberarzt tätig ist, blickt man auf positive Erfahrungen aus der Onkologie, wo präoperative Assessments, Bewegungsinterventionen und Trainingsprogramme, Ernährung (Targeted Nutrition) und Inhalte der Mind-Body-­Medizin bereits stärker integriert werden und positives Feedback erzeugen. „Warum sollte dieses Prinzip nicht auch im muskuloskelettalen Bereich funktionieren?“ fragt sich Henze. Die Idee dahinter, welche die Prävention und Prähabilitation verbindet: Nicht erst behandeln, wenn ein Problem maximal ausgeprägt ist, sondern möglichst frühzeitig Ressourcen schaffen.</p>
<h2><b>Die strukturellen Probleme: Anerkennung, Finanzierung und Zugang</b></h2>
<p>Trotz dieses Potenzials steht die konservative Medizin vor erheblichen Herausforderungen. Eine davon ist die fehlende Gleichstellung mit operativen Verfahren. Operationen sind seit Jahrzehnten fester Bestandteil medizinischer Strukturen. Sie verfügen über etablierte Ausbildungswege, klare Qualitätsstandards und entsprechende Vergütungsmodelle. Die konservative Medizin hat diese Strukturen vielerorts noch nicht in gleicher Weise entwickelt. Das zeigt sich auch bei der Kostenübernahme. Viele konservative Verfahren, die im klinischen Alltag erfolgreich eingesetzt werden, sind nicht oder nur eingeschränkt Bestandteil der Regelversorgung. Gleichzeitig werden operative Maßnahmen häufig selbstverständlich finanziert. Dabei könnte eine hochwertige konservative Versorgung nicht nur medizinisch sinnvoll sein, sondern auch wirtschaftliche Vorteile bieten. Wenn Beschwerden früh erkannt und behandelt werden, lassen sich möglicherweise invasive Eingriffe vermeiden oder hinauszögern. „Ich habe schon das Gefühl, dass all die konservativen Maßnahmen, sei es apparativer Natur, sei es Anfassen u. w. auch von den Patienten eingefordert werden, denn sie wollen sich nicht unbedingt operieren lassen und suchen nach Alternativen zur OP“, so Henze. Dafür braucht es jedoch einen Perspektivwechsel im Gesundheitssystem. Konservative Therapie darf nicht als Zusatzleistung verstanden werden, sondern als wesentlicher Bestandteil moderner Medizin – egal ob es sich dabei um Verfahren der manuellen Medizin / Therapie und Osteopathie, physikalischen Therapieverfahren (z. B. hochenerge­tische Stoßwellentherapie, gepulste LASER-Therapie, magnetfeldbasierte Verfahren), Injektionen (mit z. B. Actovegin, Eigenblutderivaten wie PRP und ACS, Stammzellentherapie wie SVF, Hyaluronsäure…), Targeted Nutrition oder die so elementare Trainingstherapie handelt. Einiges davon wird auch in der Münchner Praxis erfolgreich angewendet: „Du musst nicht Wunder bewirken, aber du musst Engagement zeigen“, bringt es Müller-Wohlfahrt auf den Punkt. Und konservative Medizin braucht Sichtbarkeit: „Wir müssen ausbilden, fortbilden und Wissen weitergeben. Daran führt kein Weg vorbei“, so Erbeldinger. Darin sind sich alle an diesem Tag einig.</p>
<h2><b>Die Zukunft: Verbindung statt Gegensatz</b></h2>
<p>Die Zukunft der konservativen Sportmedizin liegt nicht in der Rückkehr zu früheren Zeiten. Sie liegt in der Verbindung von Erfahrung und Innovation. Palpation und moderne Bildgebung schließen sich nicht aus. Anamnese und künstliche Intelligenz schließen sich nicht aus. Klinische Erfahrung und wissenschaftliche Evaluation schließen sich nicht aus. Entscheidend ist, wie diese Möglichkeiten eingesetzt werden. Die Sportmedizin kann hier eine Vorreiterrolle einnehmen. Denn gerade der Sport zeigt täglich, wie wichtig funktionelle Zusammenhänge sind. Belastung, Regeneration, Prävention und Leistungsfähigkeit lassen sich nicht auf einzelne Strukturen reduzieren. Die Herausforderung der kommenden Jahre wird deshalb sein, die konservative Medizin stärker in Ausbildung, Forschung und Versorgung zu integrieren. Dazu braucht es mehr Fortbildungen, mehr praktische Ausbildung, mehr Austausch zwischen erfahrenen Ärzten, Therapeuten und Nachwuchsmedizinern. Und es braucht ein neues Verständnis davon, was moderne Medizin leisten kann. Denn gute Medizin beginnt nicht mit einem Gerät und endet nicht mit einem Eingriff. Sie beginnt mit dem Menschen. Mit Zuhören, Verstehen und Untersuchen. Und mit der Fähigkeit, Zusammenhänge zu erkennen. Genau darin liegt die große Chance der konservativen Sportmedizin: Nicht nur Verletzungen zu behandeln, sondern Gesundheit zu fördern und zu erhalten. Die zentrale Botschaft aller Gesprächspartner lautet: Die Medizin muss den Menschen wieder im Ganzen betrachten. Vielleicht ist deshalb der Satz von Müller-Wohlfahrt mehr als nur eine persönliche Haltung: „Ich glaube dem, was ich fühle.“</p>
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<hr />
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<p>Ergänzung <a href="https://sportaerztezeitung.com/author/froelich-thomas/">Dr. med. Thomas Frölich</a>:</p>
<p><b>Hands On </b>Unser Kollege H.-W.-Müller -Wohlfahrt hat bereits vor Jahrzehnten zusammen mit Hansi Montag, der uns leider viel zu früh verlassen hat, die Diagnostik und Therapie von Muskelverletzungen revolutioniert. Die Basis ist bei der Diagnostik wie bei der Therapie manuelles Ertasten und Erfühlen des Befundes. Auch aktuelle wiss. Arbeiten unterstreichen die Bedeutung manueller Verfahren in der Rehabilitation von Muskelverletzungen. Eine 2026 publizierte <a href="https://journal.igiinsight.com/index.php/IgiActivein/article/view/108">systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse</a> von 47 Studien mit insgesamt 3.284 Athleten zeigte signifikante Effekte der Massagetherapie auf Schmerz, Beweglichkeit und muskuläre Erholungsparameter; insbesondere tiefengewebige Techniken zeigten deutliche Effekte auf die Schmerz­reduktion.</p>
<p>Unsere eigenen jahrzehntelangen Erfahrungen mit Hochleistungssportlern kommen zu demselben Ergebnis. Tiefe Querfriktionen bei Muskelverletzungen in Kombination mit sportartspezifischen, dem Behandlungsverlauf angepassten Belastungen stellen die Basistherapie dar und sind der Schlüssel zu schnellem und vor allem nachhaltigen Erfolg. Eine eingehende Anamneseerhebung und manuelle Untersuchung sind ebenfalls die Basis bei der Diagnosefindung und können bei Bedarf durch Sono und MRT ergänzt werden. Die Therapie sollte zeitnah nach der Ersten Hilfe und Diagnosestellung beginnen. Auch eine operative Indikation sollte bei ausgedehnten Verletzungen mit Sehnenbeteiligung von einem erfahrenen Team überprüft werden. Die überwiegende Mehrzahl auch der myotendinösen Verletzungen kann konservativ behandelt werden. Spätestens jetzt beginnt die anstrengende Arbeit für die Therapeuten, da manuelle Querfriktionen kräftezehrend sind, auch wenn sie ergänzend mit Handballen, Unterarm oder Ellenbogen ausgeführt werden können. Wir bevorzugen mehrere kürzere Therapiesitzungen am Tag, immer ergänzt durch befundgerechte, sportartpezifische leichte Belastungseinheiten. Generelle Regel: je schwerer die Verletzung, je langsamer tasten wir uns physio- und trainingstherapeutisch an die Verletzung heran.</p>
<p><b><a href="https://sportaerztezeitung.com/author/froelich-thomas/">Dr. med. Thomas Frölich</a>, Sporttraumatologie Südwest (Böblingen), langjähriger Teamarzt des VfB Stuttgart und der TSG 1899 Hoffenheim</b></p>
<hr />
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Von der Idee zur Umsetzung</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/22839/von-der-idee-zur-umsetzung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Erbeldinger&#160;,&#160;Masiar Sabok Sir]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Sep 2026 08:31:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[Training]]></category>
		<category><![CDATA[03/26]]></category>
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					<description><![CDATA[Vor exakt 20 Jahren haben wir unsere erste sportmedizinische Publikation veröffentlicht und uns auf einen Pfad begeben, dessen Bedeutung und Zielsetzung wir nie aus den Augen verloren haben. Vor der [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Vor exakt 20 Jahren haben wir unsere erste sportmedizinische Publikation veröffentlicht und uns auf einen Pfad begeben, dessen Bedeutung und Zielsetzung wir nie aus den Augen verloren haben. Vor der Umsetzung standen monatelange Vorbereitungen, viele Gespräche und eine Menge Ideen im Raum. Dabei spielte München von Anfang an eine Rolle. Dort besuchten wir 2006 mit der ISPO eine Messe, die gerade begonnen hatte, Health &amp; Fitness miteinander zu verbinden und sportmedizinische Themen zu forcieren. Auch wenn an der Umsetzung nicht alles ideal war, haben wir erkannt, dass sich die Sportmedizin für die gesamte Gesellschaft öffnen muss, um neue Zugänge zu schaffen und ihr Potenzial für eine moderne, ganzheitliche Versorgung zu entfalten. 20 Jahre später durften wir einen interessanten Medizin-Dialog in der Praxis von Dr. Müller-Wohlfahrt in München führen – das Ergebnis lesen Sie <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/22850/von-der-muskelverletzung-zur-praehabilitation/">HIER</a></p>
<p>Von Anfang an wollten wir etwas entwickeln, das die Versorgung verbessert und einen konkreten Nutzen für Ärzte, Therapeuten und Patienten schafft. Rückblickend sind wir dankbar für diesen Weg – für die vielen Begegnungen, Diskussionen, Ideen und vor allem für die Menschen, die ihn mit uns gegangen sind. Heute hat sich die Versorgungsrealität weiter verändert – und viele der bestehenden Probleme haben sich sogar verschärft. Strukturen sind komplexer geworden, Anforderungen gestiegen und Ressourcen begrenzt. Gleichzeitig wissen wir: Alles hängt miteinander zusammen. Prävention / Prophylaxe, Diagnostik, Therapie, Rehabilitation, Prähabilitation, Ernährung – Targeted Nutrition, Training und die Aus- und Fortbildung derjenigen, die diese Bereiche gestalten, dürfen nicht isoliert betrachtet werden. Genau hier setzen wir an: Angebote und Lösungen aufzeigen, weiterentwickeln und in die Versorgung integrieren.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Unser Ziel ist eine auf den Menschen zentrierte und effiziente Sportmedizin – mit einem gesamtgesellschaftlichen Benefit. Wir wollen neue Versorgungsräume schaffen – in den Köpfen, aber ebenso in der konkreten Umsetzung. Denn Veränderung beginnt mit der Möglichkeit, Dinge anders zu denken, und wird erst dann wirksam, wenn daraus konkrete Strukturen und Angebote entstehen. Jeder Einzelne trägt dazu bei. Hindernisse werden dabei immer auftreten. Entscheidend ist jedoch die Entschlossenheit, sie zu überwinden. Hannibal soll vor der Überquerung der Alpen gesagt haben: „Aut viam inveniam aut faciam“ – Entweder wir finden einen Weg, oder wir machen einen! Darin steckt eine Haltung, die auch für die Sportmedizin heute wichtiger denn je ist: Nicht aufgeben, wenn ein Plan sich nicht direkt umsetzen lässt oder auf Gegenwind stößt, sondern selbst und gemeinsam aktiv eine Lösung erschaffen.</p>
<p>In diesem Zusammenhang entwickeln wir auch unser Fortbildungsangebot im kommenden Jahr konsequent weiter. Neben Symposium, Kongressen und Workshops werden wir insbesondere im Bereich Targeted Nutrition und Prähabilitation neue Formate präsentieren – live vor Ort und ebenso digital. Von der Idee zur Umsetzung bedeutet für uns: Räume für Veränderungen schaffen. Für eine Sportmedizin, die Versorgung nicht nur begleitet, sondern aktiv gestaltet.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Scientific Medical Education Board 2026</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/22394/scientific-medical-education-board-2026/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Erbeldinger&#160;,&#160;Masiar Sabok Sir]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Apr 2026 12:25:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[Online]]></category>
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					<description><![CDATA[Die sportärztezeitung entwickelt ihren klassischen „wissenschaftlichen Beirat“ bewusst weiter zu einem Scientific Medical Education Board. Im Mittelpunkt steht dabei nicht die formale Repräsentation, sondern eine klare Ausrichtung auf Education, Anwendungskompetenz [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die sportärztezeitung entwickelt ihren klassischen „wissenschaftlichen Beirat“ bewusst weiter zu einem <strong data-start="83" data-end="113">Scientific Medical Education Board</strong>. Im Mittelpunkt steht dabei nicht die formale Repräsentation, sondern eine klare Ausrichtung auf Education, Anwendungskompetenz und klinische Relevanz innerhalb der Sportmedizin.</p>
<p data-start="296" data-end="927">Die Besetzung erfolgt strukturiert und eigenständig anhand nachvollziehbarer Kriterien: fachliche Qualität, praktische Erfahrung im konservativen, physikalischen und sportmedizinischen Kontext sowie die aktive Bereitschaft, Wissen zu vermitteln und weiterzuentwickeln. Ergänzend ist das <strong data-start="583" data-end="655">Engagement im Dienst der Sportmedizin – regional wie international –</strong> ein zentraler Maßstab. Gemeint ist der konkrete Beitrag zur Weiterentwicklung von Anwendung, Ausbildung und Patientenversorgung. Dabei haben <strong data-start="797" data-end="832">immaterielle medizinische Werte</strong> wie Haltung, Integrität, Verlässlichkeit und kollegialer Austausch einen festen Stellenwert.</p>
<p data-start="929" data-end="1223">Die Mitgliedschaft ist dynamisch angelegt und wird regelmäßig neu bewertet. Entscheidend ist nicht die formale Zugehörigkeit, sondern der kontinuierliche Beitrag zur Sache: eine praxisnahe, evidenzinformierte und umsetzbare Sportmedizin. Die Teilnahme an unseren Fortbildungen – nicht nur als Referent –, die Erstellung von Fachartikeln sowie der direkte edukative Austausch bilden die Grundlage für Auswahl und Weiterentwicklung des Boards. Ergänzend berücksichtigen wir Empfehlungen aus dem Kreis aktiver Mediziner, Therapeuten und Wissenschaftler.</p>
<p data-start="1541" data-end="1953">Die sportärztezeitung übernimmt dabei bewusst die kuratierende und gestaltende Rolle: als Plattform, die Inhalte bündelt, einordnet und in die Anwendung bringt. Auf dieser Basis treffen wir die finalen Entscheidungen über Aufnahme, Fortführung oder Beendigung einer Zusammenarbeit – klar orientiert an Qualität, Aktivität und dem konkreten Beitrag zur Education im konservativen und sportmedizinischen Kontext.</p>
<p data-start="1955" data-end="2038" data-is-last-node="" data-is-only-node=""><strong data-start="1955" data-end="2038" data-is-last-node="">Unsere Mission ist die globale GME – Guided Medical Education der Sportmedizin.</strong></p>
<p data-start="1955" data-end="2038" data-is-last-node="" data-is-only-node="">Weitere Infos dazu folgen in den nächsten Wochen</p>
<p data-start="1955" data-end="2038" data-is-last-node="" data-is-only-node=""><em>Veröffentlicht: 30.04.2026</em></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Verbinden, was zusammenpasst</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/21739/verbinden-was-zusammenpasst/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Erbeldinger&#160;,&#160;Masiar Sabok Sir]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Mar 2026 10:00:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[01/26]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://sportaerztezeitung.com/?p=21739</guid>

					<description><![CDATA[Eine der größten Entwicklungschancen der modernen Sportmedizin liegt darin, das miteinander zu verbinden, was längst zusammenpasst. Wenig muss neu erfunden werden, ganz im Gegenteil. Wissen, Erfahrung, Methoden, Erkenntnisse und Perspektiven [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Eine der größten Entwicklungschancen der modernen Sportmedizin liegt darin, das miteinander zu verbinden, was längst zusammenpasst. Wenig muss neu erfunden werden, ganz im Gegenteil. Wissen, Erfahrung, Methoden, Erkenntnisse und Perspektiven – vieles ist schon längst vorhanden und wird mit großem Engagement von Ärzten, Therapeuten, Sportwissenschaftlern und weiteren Akteuren vorangetrieben. Oft geschieht dies allerdings noch zu sehr nebeneinander, statt miteinander. Gerade auch zwischen den medizinsichen Fachgebieten ist der Austausch ausbaufähig. Und zu oft wird vorhandenes Wissen nicht interdisziplinär geteilt, sondern bleibt in seiner Nische. Das Problem hierbei ist der Mensch als Person und weniger die Institutionen. Teams und Kooperativen sind rar, obwohl wir soziale Wesen sind.</strong></p>
<p>Wir sind überzeugt: Die Zukunft gehört der medizinischen Kooperation – medical social education, eine Agenda die im Werden ist. Der bewussten Gestaltung von Schnittstellen und der Förderung von Interaktionen. Die intelligente Kombination bewährter Ansätze, um daraus etwas noch Wirksameres entstehen zu lassen, birgt enormes Potenzial. Nicht als Selbstzweck, sondern für eine Medizin, die den Menschen in seiner Gesamtheit betrachtet und begleitet – von der Prävention / Prophylaxe über die Prähabilitation bis hin zur Therapie und Rehabilitation.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Wer etwas miteinander verbindet, muss offen sein. Offen für neue Wege, für manchmal vielleicht ungewohnte Denkansätze und für interdisziplinäre Perspektiven. Was gestern noch belächelt wurde, kann heute und morgen schon zur neuen Medizin gehören. Das erfordert Mut und den Willen, über eigene Fachgrenzen hinauszuschauen.</p>
<p>Doch genau darin liegt das Angebot – für die Sportmedizin als Fachgebiet, für die Qualität der täglichen Arbeit und nicht zuletzt für das Wohl der Patienten sowie der Gesellschaft insgesamt. Heute ist das wichtiger denn je.</p>
<p>Wir verstehen uns als Plattform und System mit multidirektioanler Wechselwirkung für diesen Dialog, indem wir Inhalte, Ergebnisse und Erkenntnisse zusammenführen, miteinander verbinden, einordnen und auch formell weiterentwickeln. Umso mehr freut es uns, dass unsere Beiträge / Content zunehmend aufgegriffen, geteilt und in anderen Kanälen weiterverbreitet werden. Das zeigt, dass unsere mit Ihnen entwickelten Inhalte relevant sind – und dass sie etwas bewegen. Gleichzeitig möchten wir an einen einfachen, aber wichtigen Grundsatz erinnern: Wer Inhalte weiterverwendet, sollte ihre Herkunft transparent machen. Es ist eine Frage des Anstands und der Fairness gegenüber den Autoren, Referenten und uns – und nicht zuletzt auch der rechtlichen Sorgfalt –, die Originalquelle zu nennen. Wenn unsere Inhalte dazu beitragen, Diskussionen anzustoßen und Wissen zu verbreiten, dann ist das ausdrücklich erwünscht. Bitte tun Sie dies – aber verweisen Sie dabei stets auf uns als ursprüngliche Quelle.</p>
<p>Und vielleicht möchten auch Sie selbst einmal zur Originalquelle werden. Wenn Sie Ideen haben und ein geeignetes Thema vorstellen möchten, das in das Bild einer modernen, zukunftsfähigen Sportmedizin passt, dann melden Sie sich bei unserer Redaktion.</p>
<p>Denn am Ende geht es um genau das: zusammenbringen, was zusammengehört – und gemeinsam etwas schaffen, das größer ist als die Summe seiner Teile.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>„Mutig an’s Werk!“</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/20875/mutig-ans-werk/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Erbeldinger&#160;,&#160;Masiar Sabok Sir]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Nov 2025 11:32:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[04/25]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://sportaerztezeitung.com/?p=20875</guid>

					<description><![CDATA[Eine der essenziellen Aufgaben einer modernen Sportmedizin ist es, praxisnahe und wirksame Angebote zu entwickeln und in die Versorgung zu bringen. Um individualisierte und zugleich pragmatische Behandlungsstrategien zu integrieren, muss [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Eine der essenziellen Aufgaben einer modernen Sportmedizin ist es, praxisnahe und wirksame Angebote zu entwickeln und in die Versorgung zu bringen. Um individualisierte und zugleich pragmatische Behandlungsstrategien zu integrieren, muss der Anspruch an wissenschaftliche Sorgfalt mit der Versorgungsrealität verbunden werden.</b></p>
<p>Ein Unterfangen, das Mut verlangt – um neue Wege einzuschlagen, aber auch, um nach Hilfe zu fragen. Nicht jeder muss in allen Bereichen Experte sein, doch es ist entscheidend zu wissen, wo Expertise verfügbar ist und wie sie in die Behandlung integriert werden kann. Mut, um Hilfe zu bitten, ist kein Zeichen von Schwäche, sondern Ausdruck professioneller Haltung – für Ärzte ebenso wie für Therapeuten und Patienten. Ebenso wichtig ist es, sich zu fragen, was man eigentlich will: Was sind die eigenen Ziele, wohin soll der Weg führen, ist vielleicht die Zeit für ein Umdenken gekommen? Fragen, die manchmal schmerzhaft sind, für die weitere Entwicklung jedoch äußerst fruchtbar.</p>
<p>Verantwortung muss auch dort übernommen werden, wo die Evidenzlage noch schwach oder im Aufbau ist. Der Berufsverband für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU) betont in einem aktuellen Artikel, dass „vor einer OP alle konservativen Therapien ausgeschöpft werden sollten, auch wenn die Evidenz dafür schwach ist.“Medizinische Maßnahmen, die teilweise alternativlos sind und die ganze Person des Patienten umfassen, müssen mit Beharrlichkeit umgesetzt werden – ein Zögern hilft weder den Patienten noch der Weiterentwicklung unseres Faches. Damit physikalische, regenerative und konservative Therapien als Bestandteile einer modernen Sportmedizin wirksam werden, sind fundierte Ausbildung, strukturierte Fort- und Weiterbildung sowie kollegialer Austausch notwendig. Der operative Bereich, als ebenso wichtiger Teil der Sportmedizin, macht es vor. Aus-, Fort- und Weiterbildung ist dort auf einem High-Level. Hier knüpfen wir an und freuen uns, dass unsere Angebote – wie das 15. Symposium der sportärztezeitung im November, das schon Wochen vor Beginn ausgebucht war – von Ihnen so gut angenommen werden. Das bestärkt uns und motiviert zur ständigen Weiterentwicklung. Auch für uns selbst bleibt kontinuierliche Fortbildung zentral, nur so sichern wir die Qualität unseres Handelns. Ein Beispiel dafür ist die 2. Emirates Sports Medicine Conference 2025, die aktuelle Entwicklungen und internationale Perspektiven in Sport- und orthopädischer Medizin zusammenführte. Wir waren persönlich und mit unserer Sonderpublikation sports.medicine.newspaper emirates vor Ort und haben wertvolle Eindrücke und Denkanstöße erhalten.</p>
<p>Entscheidend ist, dass wir nicht auf Veränderungen „von außen“ warten, sondern selbst aktiv in die Versorgung gehen. Wir müssen das anbieten, was den Patienten tatsächlich nützt. Moderne Sportmedizin bedeutet, Verantwortung zu übernehmen, Entscheidungen zu treffen – und entschlossen voranzugehen. Der Mut sollte uns dabei nicht verlassen, denn schon der chinesische Philosoph Laozi sagte: „Wer sein Ziel kennt, findet den Weg.“ Oder, um mit dem großen deutschen Dichter Friedrich Schiller zu schließen: „Frisch also! Mutig an’s Werk!“</p>
<blockquote><p><i>„Bei Muskel-Sehnen-Verletzungen macht es auch im Hinblick auf die Prognose Sinn, eine „muskelspezifische“ Klassifikation anzuwenden, in der unterschiedliche Eigenschaften genauer berücksichtigt und typische Verletzungsmuster sowie Verletzungsausmaße noch präziser abgebildet werden können.“ </i>Sebastian Kunz, MD, am 01.11.2025 auf der 2. Emirates Sports Medicine Conference</p></blockquote>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Danke</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/20357/danke/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Erbeldinger&#160;,&#160;Masiar Sabok Sir]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Sep 2025 06:00:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[03/25]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://sportaerztezeitung.com/?p=20357</guid>

					<description><![CDATA[2015, vor über 10 Jahren, erschien die erste Ausgabe der sportärztezeitung*. Dies ist ein guter Anlass, uns explizit bei Ihnen zu bedanken – dafür, dass Sie diesen Weg mit uns [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>2015, vor über 10 Jahren, erschien die erste Ausgabe der sportärztezeitung*. Dies ist ein<br />
guter Anlass, uns explizit bei Ihnen zu bedanken – dafür, dass Sie diesen Weg mit uns gehen, für Ihre aktive Beteiligung, Ihr Vertrauen und Ihre Bereitschaft, die Sportmedizin mit uns gemeinsam zu verändern sowie voranzubringen.</b></p>
<p>Wir engagieren uns seit Jahren dafür, die Sportmedizin weiterzuentwickeln und beschreiten dazu immer wieder neue Pfade. Dabei integrieren und entwickeln wir fortlaufend Themenzusammenhänge sowie Formate – und stärken die bereichsübergreifende Zusammenarbeit. Gleichzeitig legen wir Wert auf eine Reduktion der Komplexität. Prozesse, Informationen und Entscheidungen müssen einfacher, übersichtlicher und verständlicher gestaltet werden. Ziel ist es, Therapien und Entscheidungsprozesse nachvollziehbar, effizient und patientenzentriert zu erstellen, ohne notwendige Qualität oder Evidenz zu kom-<br />
promittieren. Dabei gilt es, klare Strukturen zu schaffen und Fehlinterpretationen zu vermeiden. Wir setzen uns dafür ein, Komplexität zu verringern, statt sie zu erhöhen – damit Therapien verständlich bleiben, Entscheidungen transparent sind und Patienten aktiv mitgestalten können.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Hierbei ist auch der Bereich der Fortbildungen extrem wichtig: Nutztengerechte Formate wie kompakte Fortbildungen, praxisnahe Fallbeispiele und interaktive Lernformate statt rein theoretischer Vorträge. Bereits vor über zehn Jahren haben wir z. B. mit der medizinischen Abteilung des 1. FSV Mainz 05 die systematische Kombination physikalischer Verfahren gemeinsam eingeführt, weiterentwickelt und im Rahmen mehrerer Kongresse und Fort­bildungen vermittelt wie auch ausgebildet. Genau diese Ausbildung wollen wir fördern und weiter ausbauen. Dafür startet zeitnah die neue Gui­ded Medical Education Plattform der sportärztezeitung in Kooperation mit der thesportgroupacademy – weitere Infos dazu folgen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>In all dem stehen Ihre Bedürfnisse in der täglichen Arbeit im Mittelpunkt: die Verknüpfung von Evidenz, klinischem Können und patientenzentrierter Betreuung. Wir bieten Ihnen Formate, die informieren und befähigen – mit konkreten Handlungsanleitungen, praxisnahen Fallbeispielen und interaktiven Lernformaten. Wir öffnen Türen, setzen aber auch Filter: Nicht jede Neuerung passt in jede Praxis, in jedes Team. Die Kunst liegt darin, Relevantes zu erkennen, sinnvoll zu integrieren und die Versorgung effektiv sowie nachhaltig zu verbessern. Unterschiedliche Perspektiven sollten dabei genutzt, Barrieren abgebaut werden. Der Fokus bleibt immer auf besserer Versorgung und Verständnis der Patientenbedürfnisse.</p>
<p>Vielen Dank für Ihr Engagement, Ihr Vertrauen und Ihre Bereitschaft, mit uns gemeinsam diese neuen Pfade zu gehen. Wir freuen uns darauf, Sie auch künftig auf diesem Weg zu begleiten – mit klaren Standards, praxisnahem Lernen und einem offenen Austausch – Feedback willkommen, konstruktiv und respektvoll. Bleiben Sie uns treu.</p>
<p>*Dabei handelte es sich um einen Neuanfang. Start und Meilenstein war die erste Ausgabe der medicalsportsnetwork 2006, ursprünglich konzipiert als Businessplan (2004/2005) im Schwerpunkt Ökonomie &amp; Management im Rahmen des sportwissenschaftlichen Studiums von Robert Erbeldinger.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Renaissance der technischen Orthopädie</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/20213/renaissance-der-technischen-orthopaedie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Masiar Sabok Sir]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 26 Jul 2025 09:49:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[Aspen Medical Products]]></category>
		<category><![CDATA[Online]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://sportaerztezeitung.com/?p=20213</guid>

					<description><![CDATA[In der aktuellen gesundheitspolitischen und medizinischen Diskussion mehren sich Stimmen, die auf die zunehmende Bedeutung der technischen Orthopädie hinweisen. Ob Orthetik, Bandagen oder moderne Orthesen – diese traditionellen Instrumente der [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="margin: 0cm 0cm 9.0pt 0cm;"><strong><span style="font-size: 15.0pt; font-family: 'Times New Roman',serif;">In der aktuellen gesundheitspolitischen und medizinischen Diskussion mehren sich Stimmen, die auf die zunehmende Bedeutung der technischen Orthopädie hinweisen. Ob Orthetik, Bandagen oder moderne Orthesen – diese traditionellen Instrumente der Versorgung erleben derzeit eine neue Wertschätzung, nicht nur bei Ärzten, sondern auch in der Wahrnehmung von Patienten.</span></strong></p>
<p style="font-variant-caps: normal; font-width: normal; font-size-adjust: none; font-kerning: auto; font-variant-alternates: normal; font-variant-ligatures: normal; font-variant-numeric: normal; font-variant-east-asian: normal; font-variant-position: normal; font-variant-emoji: normal; font-feature-settings: normal; font-optical-sizing: auto; font-variation-settings: normal; -webkit-text-stroke-width: 0px; -webkit-text-stroke-color: #000000; min-height: 13.8px; margin: 0cm 0cm 9.0pt 0cm;"><span style="font-size: 9.0pt; font-family: 'Times New Roman',serif;"> </span></p>
<p style="font-variant-caps: normal; font-width: normal; font-size-adjust: none; font-kerning: auto; font-variant-alternates: normal; font-variant-ligatures: normal; font-variant-numeric: normal; font-variant-east-asian: normal; font-variant-position: normal; font-variant-emoji: normal; font-feature-settings: normal; font-optical-sizing: auto; font-variation-settings: normal; -webkit-text-stroke-width: 0px; -webkit-text-stroke-color: #000000; margin: 0cm 0cm 9.0pt 0cm;"><span style="font-kerning: none;"><span style="font-size: 15.0pt; font-family: 'Times New Roman',serif;">Besonders auffällig ist dies bei Rückenschmerzen und Bandscheibenvorfällen, wo die Kombination aus Stabilität, Bewegungslenkung und Sicherheitsempfinden durch technische Hilfsmittel zunehmend als Teil eines multimodalen Therapiekonzepts betrachtet wird, siehe hierzu auch <a href="https://sportaerztezeitung.com/sports-research/orthesen-bei-wirbelsaeulen-verletzungen-und-rueckenschmerzen/">&#8222;Orthesen bei Wirbelsäulen-Verletzungen und Rückenschmerzen&#8220;. </a></span></span><span style="font-kerning: none;"><span style="font-size: 15.0pt; font-family: 'Times New Roman',serif;">Aber auch im Bereich des Kniegelenks – etwa bei Gonarthrose – zeigt die <a href="https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/187-050">aktuelle S3-Leitlinie</a>, dass Orthesen nicht nur passive Hilfsmittel, sondern aktive Elemente der konservativen Therapie darstellen können. </span></span></p>
<p style="font-variant-caps: normal; font-width: normal; font-size-adjust: none; font-kerning: auto; font-variant-alternates: normal; font-variant-ligatures: normal; font-variant-numeric: normal; font-variant-east-asian: normal; font-variant-position: normal; font-variant-emoji: normal; font-feature-settings: normal; font-optical-sizing: auto; font-variation-settings: normal; -webkit-text-stroke-width: 0px; -webkit-text-stroke-color: #000000; margin: 0cm 0cm 9.0pt 0cm;"><span style="font-kerning: none;"><span style="font-size: 15.0pt; font-family: 'Times New Roman',serif;"><a href="https://sportaerztezeitung.com/author/lukas-christoph/">Dr. Christoph Lukas</a> betont in seinem Artikel zu <a href="https://gots.org/fit-am-korb-belastungen-der-athleten-und-praevention-im-basketball/">&#8222;Belastungen der Athleten und Prävention im Basketball&#8220;</a>, dass beispielsweise in der NBA eine Orthese von den Versicherungen vorgeschrieben wird, dies im Bundesliga Basketball ebenfalls regelmäßig von den Vereinen eingefordert wird und auch die Spieler es wünschen. </span></span></p>
<p style="font-variant-caps: normal; font-width: normal; font-size-adjust: none; font-kerning: auto; font-variant-alternates: normal; font-variant-ligatures: normal; font-variant-numeric: normal; font-variant-east-asian: normal; font-variant-position: normal; font-variant-emoji: normal; font-feature-settings: normal; font-optical-sizing: auto; font-variation-settings: normal; -webkit-text-stroke-width: 0px; -webkit-text-stroke-color: #000000; min-height: 13.8px; margin: 0cm 0cm 9.0pt 0cm;"><span style="font-size: 9.0pt; font-family: 'Times New Roman',serif;"> </span><span style="font-kerning: none;"><span style="font-size: 15.0pt; font-family: 'Times New Roman',serif;">Diese Entwicklung verweist auf eine Renaissance der technischen Orthopädie im eigentlichen Wortsinn: Die Rückbesinnung auf das ganzheitliche Zusammenspiel von Technik, Bewegung und Lebensstil. Gerade im Rahmen von Prehabilitation und Lifestyle-orientierten Therapien gewinnen Orthesen und Bandagen erneut an Bedeutung – als Brücke zwischen konservativer Medizin, funktionellem Training und gezielter Stabilisierung. </span></span></p>
<h4>Fortbildungstipp:</h4>
<p style="font-variant-caps: normal; font-width: normal; font-size-adjust: none; font-kerning: auto; font-variant-alternates: normal; font-variant-ligatures: normal; font-variant-numeric: normal; font-variant-east-asian: normal; font-variant-position: normal; font-variant-emoji: normal; font-feature-settings: normal; font-optical-sizing: auto; font-variation-settings: normal; -webkit-text-stroke-width: 0px; -webkit-text-stroke-color: #000000; min-height: 13.8px; margin: 0cm 0cm 9.0pt 0cm;"><span style="font-kerning: none;"><span style="font-size: 15.0pt; font-family: 'Times New Roman',serif;">Mehr zu dieser Thematik erleben Sie vom 19.-20.09.2025 in Leipzig auf der medizinischen Fortbildung <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/20075/ausflug-in-die-moderne-orthopaedie-multimodale-therapiekonzepte-2025/">&#8222;Ausflug in die moderne Orthopädie: Multimodale Therapiekonzepte 2025&#8220;</a>, veranstaltet von <a href="https://sportaerztezeitung.com/applications/aspen-medical-products-gmbh-2/">Aspen Medical Products GmbH</a> unter wiss. Leitung von <a href="https://sportaerztezeitung.com/author/catala-lehnen-philip/">Prof. Dr. Catalá-Lehnen</a>.</span></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Veröffentlicht 26.07.2025</em></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Neue Wege der Fortbildung</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/19703/neue-wege-der-fortbildung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Erbeldinger&#160;,&#160;Masiar Sabok Sir]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 May 2025 08:00:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Therapie]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://sportaerztezeitung.com/?p=19703</guid>

					<description><![CDATA[Die Herausforderungen in der medizinischen Weiterbildung – insbesondere in der Sportmedizin – lassen sich in ihrer Gesamtheit nicht mehr allein mit klassischen Kursformaten und Kongressen bewältigen. Wie im letzten Editorial [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Die Herausforderungen in der medizinischen Weiterbildung – insbesondere in der Sportmedizin – lassen sich in ihrer Gesamtheit nicht mehr allein mit klassischen Kursformaten und Kongressen bewältigen. Wie im letzten Editorial „Abseits des Lehrplans“ treffend beschrieben, fehlt es partiell an strukturell verankerter Ausbildung in konservativen Therapien, ebenso wie an zeitlich und inhaltlich nachhaltigen Fortbildungskonzepten.</b></p>
<p>Wir stehen an einem Wendepunkt: Mit zunehmender Anzahl an Veranstaltungen entstehen neue Herausforderungen. Der hohe Zeitaufwand und die große Arbeitsbelastung sowie die Tatsache, dass einige Kongresse keine praktische Ausbildung bieten, sondern sich auf Frontalvorträge beschränken, erschweren die Entscheidung, welche Fortbildungen besucht werden. Das kann dazu führen, dass selbst gut strukturierte und<span class="Apple-converted-space">  </span>inhaltlich hochwertige Kongresse und Vorträge mit weniger Teilnehmern rechnen müssen. Die Vielzahl an Veranstaltungen droht sich gegenseitig zu überholen – inhaltlich wie logistisch.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Auch zur zeitlichen und arbeitstechnischen Entlastung der Ärzte und Therapeuten sollte dementsprechend komplettierend, nicht ersetzend, ein System entstehen, das nicht nur frontales Wissen (Präsentation) vermittelt, sondern den Teilnehmern zuarbeitet, Kompetenzen entwickelt und im klinischen Alltag zur Anwendung bringt (translational wie anwendungssorientiert). Wir gehen diesen erweiterten Schritt: <b>Guided Sports Medical Education (sme) </b>– digital, praxisnah, individuell (physisch bleibt die Basis). Ergänzend und komplettierend Fortbildung konkret dort anbieten, wo sie gebraucht wird, PreSelect by sportärztezeitung – on demand, live, digital begleitet und orientiert am konkreten Bedarf der Anwender. Das Modell basiert auf Einzelmeetings, kleinen Gruppen, direkter Interaktion mit erfahrenen Praktikern sowie Wissenschaftlern und einem klaren Bezug zur Versorgungspraxis – vergleichbar mit Hospitation, aber flexi­bler, zielgerichteter und personalisiert.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<h2><b>Sportmedizin als Vorreiter – Prehospitation statt nur Präsentatio</b><b>n</b></h2>
<p>Den Anfang macht die Sportmedizin – aber nicht exklusiv. Drei Jahre nach Gründung der thesportgroup academy wird das translational gedachte Modell 2025 in die Praxis überführt – mit Angeboten zur <b>Guided Sports Medical Education</b> <b>(sme)</b>, in der Ärzte, Therapeuten und Trainer gemeinsam lernen. Der zentrale Gedanke: Fortbildung als Prehospitation – also als vorausschauende und handlungsorientierte Vorbereitung auf klinische Situationen. Ärzte und Therapeuten wählen gezielt ein Thema, finden passende Mentoren und entwickeln im strukturierten Austausch individuelle Lösungen mit Technologien und Partnern. Diese Fortbildungsform stellt eine Komplementierung zur evidenzbasierten Versorgung und zur Qualitätssicherung im Alltag dar. Hierbei kann theoretisches Wissen digital und praktisches Wissen physisch erlernt und erworben werden, die Hospitation wird personalisiert vorbereitet. Die Patientenedukation darf in diesem Zusammenhang nicht dem Zufall überlassen werden. Dem folgend entsteht eine digitale Plattform zur strukturierten Patientenedukation – guided, interaktiv und mit medizinischem Anspruch (Deutungshoheit). Damit wird dem wachsenden Bedarf nach Self-Management und Education des Patienten (zukünftige S3-Leitlinie Gonarthrose) Rechnung getragen, ohne die Patienten in die Hände informeller Informationsquellen (ausschließlich Social Media etc.) zu geben.</p>
<h2><b>Fazit: Fortbildung neu denken – </b><b>abseits des Lehrplans, aber mit CME</b></h2>
<p>Die medizinische Zukunft beginnt dort, wo Lehrpläne enden. Fortbildung muss flexibel, praxisnah, technologiegestützt und gleichzeitig beziehungsorientiert sein. <b>Guided Sports Medical Education</b><b> (sme) </b>ist dafür ein konkreter, zukunftsgerichteter Ansatz – und ein Aufruf, medizinische Bildung neu zu denken. PreSelect by sportärztezeitung steht für: Medical Value – Handarbeit – Anwendungsorientierung – Human – Kollegial und Patientenorientiert.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Veröffentlicht 21.05.2025</em></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Abseits des Lehrplans</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/18916/abseits-des-lehrplans/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Erbeldinger&#160;,&#160;Masiar Sabok Sir]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Mar 2025 08:18:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[01/25]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://sportaerztezeitung.com/?p=18916</guid>

					<description><![CDATA[Die Herausforderungen unserer Zeit (inkl. Zeitproblematik) sind politischer, wirtschaftlicher und sozialer Natur. Hier unterscheiden wir uns im Übrigen nicht von früheren Zeiten, nur werden uns aktuell viele Versäumnisse und Fehlentwicklungen [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Herausforderungen unserer Zeit (inkl. Zeitproblematik) sind politischer, wirtschaftlicher und sozialer Natur. Hier unterscheiden wir uns im Übrigen nicht von früheren Zeiten, nur werden uns aktuell viele Versäumnisse und Fehlentwicklungen der letzten Jahre schmerzlich bewusst, für die Antworten und Lösungen gefunden werden müssen.</strong></p>
<p>Ein zentraler Aspekt ist unser Gesundheitssystem, insbesondere die Ausbildung und Fortbildung des medizinischen Personals, das für den Erfolg des Systems entscheidend ist. Zunächst möchten wir betonen, dass die ärztliche Ausbildung in Deutschland insgesamt gut strukturiert ist und eine solide Grundlage für angehende Ärzte bildet. Dennoch gibt es eine Vielzahl von Herausforderungen, insbesondere in Bezug auf die praktische Aus- und Fortbildung, um die Qualität der medizinischen Versorgung in Deutschland langfristig zu sichern.</p>
<p>Die Sportmedizin als interdisziplinäres Feld, das viele Fachbereiche umfasst, selbst aber kein eigenes Fachgebiet ist, hat dabei die besondere Aufgabe, Wissen und Techniken aus verschiedenen medizinischen Disziplinen zu integrieren und miteinander zu verbinden. In Deutschland haben wir im Bereich der orthopädisch-chirurgischen Aus- und Fortbildung einen hohen Standard, während die Ausbildung in konservativen Therapien oft vernachlässigt wird, trotz ihrer wachsenden Bedeutung. Im Weissbuch konservative Therapie in Orthopädie und Unfallchirurgie (Psczolla et al. 2017) steht im Vorwort: „Wer konservativ behandelt, ist kein Orthopäde oder Unfallchirurg zweiter Klasse.“ Gleichzeitig wird darin gefordert, dass Orthopäden und Unfallchirurgen operative und konservative Expertise erlangen sollen und diese Inhalte in der Weiterbildungsordnung zum Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie sinnvolll verankert werden müssten. Acht Jahre später ist dies aber nach wie vor nicht umgesetzt und kein echter Teil des Lehrplans. <a href="https://www.youtube.com/watch?v=vlpkJIlANOE">Im Januar diesen Jahres kritisierte Dr. Müller-Wohlfahrt in einem BR-Interview</a>, dass sich auf diesem Gebiet nichts tue: „Man geht in die Praxis und ist eigentlich Anfänger, muss sich das selbst beibringen.“ Aber welche Möglichkeiten hat man überhaupt, es sich selbst beizubringen?</p>
<p>Natürlich findet man in vielen Kongress- und Kursprogrammen konservative Themen, was zu begrüßen ist. Allerdings fehlt bei solchen „Kursausbildungen“ oft die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Arzt, Physiotherapeut und Sportwissenschaftler sowie innerhalb ärztlicher Fachbereiche. Wird dies nicht gefördert, erhalten die Teilnehmer keine umfassende Perspektive für eine effektive konservative Therapie. Natürlich sollten dabei auch aktuelle Forschungsergebnisse und evidenzbasierte Ansätze in der konser­vativen Therapie einbezogen werden. Wobei zu beachten ist, dass Evidenz manchmal aus Erfahrung entsteht und fehlende Evidenz nicht immer ein Ausschlusskriterium sein sollte. Eine häufige Problematik ist ebenfalls die unzureichende Integration von theoretischem Wissen und praktischen Fähigkeiten. Oft mangelt es an praktischen Übungen, die das Gelernte in realen Situationen anwendbar machen. Nur mitzuhören ist etwas anderes, als wirklich anzufassen und anzuwenden. Effiziente Fortbildungen sollten praktische Elemente enthalten, in denen Teilnehmer Techniken der konservativen Therapie direkt anwenden können. Das kann bei Workshops oder auch in Form von „guided education“ stattfinden, so wie wir es mit unseren Fortbildungen im Rahmen der thesportgroup academy anbieten und dabei konkrete Lösungen und Ansätze aufzeigen. Aktuelle Informationen zu unseren Fortbildungen finden Sie <a href="https://sportaerztezeitung.com/events/">HIER</a></p>
<p>Durch fundierte Fortbildungen können Ärzte und Therapeuten ihre Fähigkeiten in der konservativen Therapie verbessern und Hospitationsmöglichkeiten erkennen, was zu besseren Behandlungsergebnissen für die Patienten führt und somit auch eine erhöhte Patientenzufriedenheit bedeutet. Das schaffen wir nicht alleine, nur gemeinsam. Im Kontext der sich rasch entwickelnden Prähabiltation wird der Patient ebenfalls Edukation erleben dürfen oder müssen.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Viele Wege führen nach Rom</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/17018/viele-wege-fuehren-nach-rom/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Erbeldinger&#160;,&#160;Masiar Sabok Sir]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 17 Aug 2024 08:00:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[03/24]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://sportaerztezeitung.com/?p=17018</guid>

					<description><![CDATA[Wenn man es ganz genau nimmt, führen alle Wege nach Rom. Dass diese Aussage wahrscheinlich auf eine vergoldete Säule aus Bronze, dem Milarium Aureum, zurückzuführen ist, die Kaiser Augustus im [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Wenn man es ganz genau nimmt, führen alle Wege nach Rom. Dass diese Aussage wahrscheinlich auf eine vergoldete Säule aus Bronze, dem Milarium Aureum, zurückzuführen ist, die Kaiser Augustus im Jahre 20 v. Chr. auf dem Forum Romanum aufstellen ließ und auf der alle Hauptstädte der Provinzen mit ihren Entfernungen nach Rom aufgeführt waren, ist an dieser Stelle nicht weiter von Bedeutung.</b></p>
<p>Wichtiger im sportmedizinischen Kontext ist, dass es viele Möglichkeiten oder Wege gibt, zu einem gewünschten Ziel zu kommen. In der Medizin bestehen grob gesagt die Ziele darin, Gesundheit zu erhalten oder wiederherzustellen, das Lindern von Schmerz und Leid sowie Pflege, wenn Heilung nicht mehr möglich ist. Die Kernbotschaft des Hippokratischen Eids lautet, dass jeder Mediziner sein Leben und seine Arbeit in den Dienst der kranken Menschen und der Menschlichkeit stellt. Gerade in der Medizin bedeuten viele Wege auch viele Chancen. Dabei muss nicht alles immer sofort evidenz-basiert sein. Erfahrungsmedizin hat ihren Stellenwert und nach Reproduzierbarkeit der Ergebnisse kann Evidenz folgen.</p>
<p>Bei einem Rennen auf einer Laufbahn gibt es viele Bahnen, die alle ins Ziel führen. In der Medizin haben wir die Möglichkeiten, verschiedene Bahnen miteinander zu kombinieren und uns dadurch Vorteile zu verschaffen, um unser gewünschtes Ziel schnell und effektiv zu erreichen. Die unterschiedlichen Bahnen sind dabei keine Konkurrenten, sondern Verbündete, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten genutzt sich gegenseitig ergänzen können. Es geht nicht um ein Dagegen, sondern vielmehr um ein Dafür. Als Beispiel: Wenn ich mich bei der Behandlung eines Patienten auf der Bahn der konservativen Therapie befinde, kann ich bei Bedarf und passenden Fähigkeiten sowie ausgebildeten und erlernten Fertigkeiten, Netzwerk und Motivation immer einen Wechsel auf die Bahn der operativen Therapie vornehmen und natürlich auch umgekehrt. Je nach individuellem Bedarf und der Situation im Prozess. Genauso ist es mit einzelnen Verfahren. Wer auch hier nur auf einer Bahn beharrt, kann die Potenziale nicht ausschöpfen, die andere Bahnen ihm bieten. Eine flexible Kombination steigert die Chancen, mit einem besseren Ergebnis ins Ziel zu kommen und dass die eigene gewählte Therapie einen größeren Erfolg hat.</p>
<p>Letztendlich gehört auf dem Weg zur <b>comprehensive sports medicine</b> alles miteinander zusammen. Ob wir Rom am Ende des Rennes erreichen, hängt von vielen Faktoren ab. Neben den unterschiedlichen Therapieoptionen auch von den Rahmenbedingungen, die uns durch politische und wirtschaftliche Entscheidungen bzw. dem Gesetzgeber vorgegeben werden sowie den individuellen Beschaffenheiten (siehe dazu auch die Felder BioPsychoSozial &amp; MindBodyMedizin etc.), die es zu berücksichtigen gilt. Wichtig ist dabei allerdings immer, dass wir wissen, was wir tun. Hier helfen konkrete und evidenz-basierte Angaben, die reproduzierbar sind und allen Bahnen eine klare Struktur geben sowie mögliche Hindernisse beiseite schaffen. So ist es z. B. großartig, dass das halbe Internet von den Potenzialen der „richtigen Atmung“ spricht, nur bringt es überhaupt nichts, wenn man nicht weiß, wie solch eine Atmung überhaupt aussieht und wie man sie effektiv im medizinisch-therapeutischen Kontext einsetzen kann. Eine Überladung an Wissen oder Halbwissen ist nicht hilfreich, es muss auf der <b>praktisch alltäglichen Ebene</b> nützlich sein. Am Beispiel der Atmung verweisen wir auf das aktuelle Education-Video von Dr. Judy Lovas zum Diaphragmatic breathing (DB – „Zwerchfellatmung“), das wir mit ihr gemeinsam erstellt und für Sie zur Verfügung gestellt haben (siehe Seite 75) – evidence based und reproduzierbar.</p>
<p>Wenn wir das gewünschte Ziel erreichen und durch das Kombinieren der Bahnen es schaffen, dass wir auch zum Wohle der Patienten und einer neuen Medizin noch effizienter mit Klarheit und Ordnung behandeln können, haben wir definitiv den richtigen Weg oder besser, die richtigen Wege gewählt.</p>
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