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	<title>PD Dr. med. Felix Post, Autor bei sportärztezeitung</title>
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	<description>Sportmedizin für Ärzte, Therapeuten &#38; Trainer</description>
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	<title>PD Dr. med. Felix Post, Autor bei sportärztezeitung</title>
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	<item>
		<title>Hafer und Herzgesundheit</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/ernaehrung/19698/hafer-und-herzgesundheit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[PD Dr. med. Felix Post]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 May 2025 12:36:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[02/25]]></category>
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					<description><![CDATA[Hafer (Avena sativa) erfährt gerade eine deutliche Aufwertung durch sein Potenzial als natürlicher Senker des LDL-Cholesterins. Hafer ist aber ein Phytopharmakon, das noch deutlich mehr kann, als das LDL-Cholesterin zu [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Hafer (Avena sativa) erfährt gerade eine deutliche Aufwertung durch sein Potenzial als natürlicher Senker des LDL-Cholesterins. Hafer ist aber ein Phytopharmakon, das noch deutlich mehr kann, als das LDL-Cholesterin zu beeinflussen. Bei Phytopharmaka handelt es sich um Wirkstoffe rein pflanzlicher Herkunft, die seit Menschengedenken zur Behandlung von Krankheiten eingesetzt werden.</b></p>
<p>Wie alle Phytopharmaka ist auch der Hafer ein Vielstoffgemisch, dessen Wirkung auf vielen verschiedenen Inhaltsstoffen beruht und von dem aktuell noch gar nicht alle Wirkungen klar definiert sind. Es zeigt sich jedoch immer mehr, dass Hafer sich positiv auf die Herzgesundheit auswirkt. Es unterscheidet sich von anderen Getreiden insbesondere durch seine hohe Konzentration spezifischer funktioneller Bestandteile:</p>
<ul>
<li>Beta-Glucane (lösliche Ballaststoffe)</li>
<li>Avenanthramide (Antioxidantien)</li>
<li>Ungesättigte Fettsäuren (besonders Linolsäure)</li>
<li>Mikronährstoffe wie Magnesium, Kalium, Zink und Vitamin E</li>
</ul>
<h2><b>Beta-Glucane</b></h2>
<p>Bei Beta-Glucanen handelt es sich um lösliche Ballaststoffe, für die in Studien nachgewiesen werden konnte, dass der Cholesterinspiegel günstig beeinflusst wird. Genauer formuliert handelt es sich um hochmolekulare Polysaccharide, die im Duodenum eine visköse Matrix bilden. Im Gegensatz zum Wirkmechanismus von Statinen, die im Mevalon­säure­stoffwechsel das Enzym HMG-CoA-­Reduktase hemmen und so auch die Q10-Produktion hemmen, verzögert diese Beta-Glucan- Matrix die Resorption von Cholesterin und gesättigten Fetten, bindet Gallensäuren und erhöht deren Ausscheidung. Die gesteigerte Gallensäureausscheidung wiederum zwingt die Leber, vermehrt Cholesterin in Gallensäuren umzuwandeln, was die Expression des LDL-Rezeptors (LDLR) auf Hepatozyten über eine SREBP-2-vermittelte Signaltransduktion erhöht. Dadurch wird vermehrt LDL-Cholesterin aus dem Blut entfernt [1]. Studien konnten diesbezüglich zeigen, dass eine tägliche Aufnahme von etwa 3 Gramm Beta-Glucanen aus Hafer den LDL-Cholesterinspiegel um 5 – 10 %, in manchen Fällen um bis zu 20 % reduzieren kann [2]. Zudem verzögern Beta-Glucane die postprandiale Lipidresorption, was den Anstieg von Triglyzeriden und Chylomikronen im Blut reduziert. Dies verringert oxidative Belastungen, die durch postprandiale Lipidspitzen entstehen können – ein Risikofaktor für Endothelschäden und Atherosklerose [3].</p>
<h2><b>Avenanthramide</b></h2>
<p>Hafer enthält einzigartige Antioxidantien, sogenannten Avenanthramide, die entzündungshemmende und vasoprotektive Eigenschaften besitzen. Avenanthramide sind spezifische Polyphenole im Hafer, die besonders potente Wirkungen auf vaskuläre Endothelzellen entfalten. Nie et al. (2006) konnten zeigen, dass Avenanthramide die Expression von Adhäsionsmolekülen an Endothelzellen hemmen, was die Entstehung von Atherosklerose verlangsamen könnte [4]. Oxidativer Stress, ein Schlüsselfaktor bei der Schädigung der Gefäßwände, wird durch diese Antioxidantien signifikant reduziert. Avenanthramide hemmen die Aktivität der NADPH-Oxidase, eines Hauptproduzenten freier Radikale in Gefäßzellen [5]. Dadurch wird die oxidative Modifikation von LDL verhindert, ein entscheidender Schritt in der Pathogenese der Atherosklerose. Zudem konnte in vitro und in vivo gezeigt werden, dass Avenanthramide die Expression von VCAM-1 und ICAM-1 auf Endothelzellen reduzieren, wodurch die Adhäsion von Leukozyten an das Gefäßendothel unterbunden wird [4]. Dies unterdrückt die frühe Entzündungsreaktion bei Atherosklerose. Schließlich stimulieren Avenanthramide die endo­theliale NO-Synthase (eNOS), was die Produktion von Stickstoffmonoxid (NO) erhöht. NO wirkt vasodilatierend, senkt den Blutdruck und verbessert die endo­theliale Funktion [6].</p>
<h2><b>Einfluss auf Diabetes mellitus &amp; Blutdruck</b></h2>
<p>Obwohl Hafer einen hohen Kohlen­hydratanteil hat, führt die Einnahme zu einer verbesserten glykämischen Kontrolle, da β-Glucan die Magenentleerung verlangsamt, weil es im Darm, wie oben beschrieben, eine visköse Matrix bildet, die die Aufnahme von Glukose verzögert. Hierdurch sind postprandiale Blutzuckerspitzen deutlich reduziert. In Studien konnte so eine langfristige Senkung des HbA1c-Wertes um etwa 0,3 – 0,5 % nachgewiesen werden. Außerdem fördern die Ballaststoffe durch eine Veränderung des Mikrobioms eine Reduktion inflammatorischer Prozesse, was wiederum in mehreren Studien zu einer verbesserten Insulinsensitivität nach 4 – 12 Wochen führt. Ein weiterer kardioprotektiver Effekt von Hafer ist die blutdrucksenkende Wirkung. Eine Metaanalyse von systolischem und diastolischem Blutdruck durch das American Journal of Clinical Nutrition (2020) kam zu dem Schluss, dass regelmäßiger Haferkonsum, insbesondere durch Beta-­Glucane, eine moderate Senkung des Blutdrucks bewirken kann. Der hohe Mag­nesium- und Kaliumgehalt im Hafer unterstützt zusätzlich die Relaxation der Blutgefäße. Ein weiteres Review aus dem Jahr 2022 in Nutrients bestätigte diese Aussage. Hafer ist ein bedeutender Lieferant an Magnesium (ca. 177 mg / 100 g) und Kalium (ca. 429 mg / 100 g), was eine membranstabilisierende Wirkung hat und so ebenfalls die Regulierung des Blutdrucks beeinflusst. Dies wiederum wird langfristig mit einem niedrigeren Risiko für Bluthochdruck und Schlaganfall assoziiert [7].</p>
<h2><b>Einfluss auf das Mikrobiom</b></h2>
<p>Neuere Studien belegen, dass Hafer-Beta-­Glucane als präbiotische Substrate dienen und die Produktion kurzkettiger Fettsäuren (z. B. Butyrat) durch die Darm­mikrobiota fördern. Butyrat wirkt entzündungshemmend und hat systemische Effekte auf den Stoffwechsel, einschließlich einer Verbesserung der Insulinsensitivität und Lipidprofile [8].<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<h2><b>Health Claims auf dem Boden klinischer Studien</b></h2>
<p>Basierend auf der klinischen Evidenz haben internationale Gesundheitsbehörden, wie die US Food and Drug Administration (FDA), bereits 1997 zugelassen, dass Produkte, die ausreichend Hafer-Beta-Glucane enthalten, mit einem Hinweis auf die Reduktion des Risikos von Herzkrankheiten versehen werden dürfen. Die European Food ­Safety Authority (EFSA) bestätigte 2010 ebenfalls diese gesundheitsbezogene Angabe. Dies bedeutet, dass im Gegensatz zu anderen Supplementen und Phytopharmaka mit dieser gesundheitsbezogenen Aussage sogar geworben werden darf. In klinischen Studien wie der „Oatmeal Cholesterol Study“ konnte demonstriert werden, dass Probanden, die regelmäßig Haferprodukte konsumierten, nicht nur bessere Cholesterinwerte, sondern auch ein verbessertes Lipidprofil und geringere Entzündungsmarker aufwiesen.</p>
<h2><b>Fazit</b></h2>
<p>Zusammenfassend lässt sich sagen, dass aufgrund der Vielzahl synergetischer Wirkungen, von der Cholesterinsenkung über die Verbesserung der Endothelfunktion, bis hin zur Reduktion systemischer Entzündungen, Hafer ein evidenzbasiertes, einfach umsetzbares Instrument zur Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen darstellt. Regelmäßiger Verzehr von Haferprodukten kann einen messbaren Beitrag zur kardiovaskulären Gesundheit leisten, wobei eine tägliche Zufuhr von mindestens 3 Gramm Beta-Glucanen angestrebt werden sollte, was etwa einer Portion Haferflocken (ca. 40 – 50 g) entspricht. Hafer ist damit nicht nur ein vielseitiges Nahrungsmittel, sondern auch ein wichtiger Baustein für eine herzgesunde Ernährung.</p>
<p style="font-weight: 400;">Literatur</p>
<p style="font-weight: 400;">[1] Maki et al., 2012</p>
<p style="font-weight: 400;">[2] Whitehead et al., 2014</p>
<p style="font-weight: 400;">[3] Keogh et al., 2003</p>
<p style="font-weight: 400;">[4] Nie et al., 2006</p>
<p style="font-weight: 400;">[5] Liu et al., 2011</p>
<p style="font-weight: 400;">[6] Chen et al., 2004</p>
<p style="font-weight: 400;">[7] D&#8217;Elia et al., 2011</p>
<p style="font-weight: 400;">[8] Martínez et al., 2013</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Weitere Anmerkungen und Lesetipps der Redaktion</h3>
<p><a href="https://berlin.immanuel.de/person/andreas-michalsen/">Prof. Dr. Andreas Michalsen</a>, Ernährungsmediziner und Chefarzt Innere Medizin &#8211; Naturheilkunde, Immanuel Krankenhaus Berlin,  hat sich im Jahr 2024 mehrfach positiv über Haferflocken geäußert. In einem  Vortrag mit dem Titel „Ernährung – meine Quintessenz“ betonte er die Bedeutung einer pflanzenbasierten Ernährung für gesundes Altern und Langlebigkeit. Dabei hob er hervor, dass Haferflocken aufgrund ihres hohen Ballaststoffgehalts, insbesondere der Beta-Glucane, einen positiven Einfluss auf die Darmgesundheit und den Blutzuckerspiegel haben können. (Quelle: wndn.de)</p>
<p>Siehe hierzu auch ein Interview mit Prof. Michalsen im NDR-Format &#8222;DAS!&#8220; : <a href="https://www.ardmediathek.de/video/das/das-mit-ernaehrungsmediziner-prof-dr-andreas-michalsen/ndr/Y3JpZDovL25kci5kZS9wcm9wbGFuXzE5NjM2NzUwMl9nYW56ZVNlbmR1bmc?utm_source=chatgpt.com">HIER</a></p>
<p>Zusätzlich sei auf einen Podcast der Frankfurter Allgemeinen Zeitung verwiesen, in dem Prof. Michalsen über die gesundheitlichen Vorteile von Haferflocken spricht und die Verteufelung von Haferflocken in sozialen Medien durch Influenecern verurteilt. Den Podcast finden Sie <a href="https://www.youtube.com/watch?v=aMbWxyPjh48">HIER</a></p>
<p>Ein weiteres interessantes Video, indem auch auf die Wirkung von Haferflocken (Minute 10:10) eingegangen wird, finden Sie von Dr. Julia Fischer auf ARD Gesund: <a href="https://www.youtube.com/watch?v=CZHHA33_94I">Cholesterin senken ohne Medikamente: HDL, LDL und Ernährung.</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Studie: Propionat und Butyrat als epigenetische Regulatoren</strong></p>
<p>Die Studie analysiert die Rolle der kurzkettigen Fettsäuren Propionat und Butyrat als epigenetische Regulatoren, die durch Veränderungen in der Histonbindung, Chromatin-Zugänglichkeit und Genexpression wirken. Bei der Verdauung von Ballaststoffen produziert das Darm-Mikrobiom als Nebenprodukt in großen Mengen kurzkettige Fettsäuren. Die häufigsten sind die oben genannten. Die Ergebnisse zeigen, dass sowohl Propionat als auch Butyrat im Verdauungsprozzess  signifikante Auswirkungen auf die Genaktivität und die epigenetische Regulation haben, was sie zu potentiell wichtigen Mediatoren in der Verbindung von Diät und genetischem Verhalten macht. Diese Erkenntnisse könnten bedeutende Implikationen für ernährungsbasierte Ansätze zur genetischen Prävention und Therapie haben.</p>
<p><em>Auf den Punkt:</em></p>
<ul>
<li>Epigenetische Modulation: Propionat und Butyrat führen zu spezifischen chemischen Modifikationen an Histonen, beeinflussen die Chromatinzugänglichkeit und regulieren die Genexpression.</li>
<li>Mikrobiom-Interaktion: Diese Fettsäuren entstehen als Nebenprodukte der Fermentation von Ballaststoffen durch das Darmmikrobiom und wirken lokal sowie systemisch.</li>
<li>Therapeutisches Potenzial: Die epigenetischen Effekte dieser Metaboliten könnten für die Entwicklung neuer ernährungsbasierter Therapien genutzt werden.</li>
</ul>
<div class="citation-text"><em>Nshanian M, Gruber JJ, Geller BS, Chleilat F, Lancaster SM, White SM, Alexandrova L, Camarillo JM, Kelleher NL, Zhao Y, Snyder MP. Short-chain fatty acid metabolites propionate and butyrate are unique epigenetic regulatory elements linking diet, metabolism and gene expression. Nat Metab. 2025 Jan;7(1):196-211. doi: 10.1038/s42255-024-01191-9. Epub 2025 Jan 9. PMID: 39789354; PMCID: PMC11774759.</em></div>
<p>Die vollständige Studie finden Sie <a href="https://www.nature.com/articles/s42255-024-01191-9">HIER</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Studie: Hafer und Herz-Kreislauf-Erkrankungen</strong></p>
<p>In dieser systematischen Übersichtsarbeit wurden 74 randomisierte kontrollierte Studien (RCTs) mit insgesamt 4937 Teilnehmern untersucht. Die Ergebnisse zeigen signifikante Verbesserungen bei den Cholesterinwerten (gesamt und LDL), dem Körpergewicht und dem Taillenumfang bei den Teilnehmern, die Hafer-Supplementierungen (Oat supplementation interventions (OSIs)) erhielten, verglichen mit Kontrollgruppen ohne Hafer. Zusätzliche Effekte auf Markern der Entzündung und oxidativen Stress waren unzureichend belegt.  <span class="Y2IQFc" lang="de">Interventionen zur Haferergänzung (OSI) können sich positiv auf das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen (HKE) auswirken. </span><span class="Y2IQFc" lang="de">Diätetische OSIs führten zu niedrigeren Blutfettwerten und Verbesserungen der anthropometrischen Parameter bei Teilnehmern mit überwiegend leichten Stoffwechselstörungen, unabhängig von der Ernährungsumstellung oder -kontrolle. Weitere hochwertige Studien sind erforderlich, um den Einfluss von OSIs auf Blutdruck, Glukosehomöostase und Entzündungsmarker zu untersuchen.</span></p>
<p><em>Llanaj, E., Dejanovic, G.M., Valido, E. et al. Effect of oat supplementation interventions on cardiovascular disease risk markers: a systematic review and meta-analysis of randomized controlled trials. Eur J Nutr <b>61</b>, 1749–1778 (2022). https://doi.org/10.1007/s00394-021-02763-1</em></p>
<p>Die vollständige Studie finden Sie <a href="https://link.springer.com/article/10.1007/s00394-021-02763-1">HIER</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Phytopharmaka und phytogene Ernährung</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/ernaehrung/13777/phytopharmaka-und-photogene-ernaehrung-aktuelle-orientierung-4-2023/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Erbeldinger,&#160;Prof. Dr. med. Götz Welsch,&#160;Dr. med. Andree Ellermann,&#160;Dr. med. Christoph Michlmayr,&#160;PD Dr. med. Felix Post,&#160;Dr. med. Kurt Mosetter,&#160;Peter Stiller&#160;,&#160;Masiar Sabok Sir]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Apr 2023 09:34:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[01/23]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://sportaerztezeitung.com/?p=13777</guid>

					<description><![CDATA[Der Einsatz konservativer physikalischer Therapieoptionen und regenerativer Therapien hat in den letzten Jahren in der Sportmedizin einen enormen Bedeutungszuwachs erhalten. Es geht auch darum, Regenerationsbedingungen zu erhalten und zu fördern [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Der Einsatz konservativer physikalischer Therapieoptionen und regenerativer Therapien hat in den letzten Jahren in der Sportmedizin einen enormen Bedeutungszuwachs erhalten. Es geht auch darum, Regenerationsbedingungen zu erhalten und zu fördern (siehe dazu auch Artikel von Prof. Dr. Burkart sowie </b><b><a href="https://www.uni-jena.de/230106-entzuendungshemmerweihrauch" target="_blank" rel="noopener">Uni Jena &#8222;Entzündungen per Schalter einfach auflösen&#8220;</a></b><b>, Abbildung). Hierfür stehen Ärzten und Therapeuten mittlerweile eine Vielzahl interessanter Therapien zur Verfügung, deren Wirkung gerade durch gezielte Kombination enormes Potenzial bietet und gesteigert werden kann.</b></p>
<p>Gerade hier muss Ernährung / Ernährungsmedizin, Natural Treatment &amp; Phytopharmaka mehr geordnete Gewichtung erhalten bzw. konkret inte­griert werden <i>(siehe hierzu auch „<a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/12118/phytopharmaka-und-extrakorporale-stosswellen-bei-tendinopathien/">Phyto</a></i><i>pharmaka und Extrakorporale Stoßwellen bei Tendinopathien“, Shakibaei et al., sportärztezeitung 03/22 </i><i>). </i></p>
<p>Phytopharmaka in der Sportmedizin als emergente Ergänzung bzw. Hilfsmittel wie Alternative im Entzündungsmanagement. Von der Natur ursprünglich nur als Prophylaxe gesehen (Epigenetik), stellt sie neben Sport &amp; Bewegung eine adäquate Erweiterung der grundlegenden, klassischen Therapie dar (multi-target in der Zelle) <i>(<a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/10903/natural-treatment-conservative-treatment-first/" target="_blank" rel="noopener">siehe hierzu auch „Natural treatment &amp; conservative treatment first – Aktuelle Gedanken zur Leitlinie Gonarthrose von Robert Erbeldinger,</a></i><i> Dr. Gerd Rauch und Prof. Dr. Götz Welsch“, sportärztezeitung 01/22 &amp; <a href="https://www.dak.de/dak/gesundheit/versorgungsreport-2022-knieschmerz--gonarthrose-2590288.html#/" target="_blank" rel="noopener">„Versorgungsreport 2022: Knieschmerz / Gon­arthrose – DAK 2022</a>“</i><i>).</i><b><i> </i></b>In Zukunft wird der prophylaktische Einsatz auch in der Sportmedizin und darüber hinaus an Bedeutung gewinnen <i>(<a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36112254/" target="_blank" rel="noopener">siehe hierzu auch „Stem Cells and Natural Agents in the Management of Neurodegenerative Diseases: A New Approach“, Brockmueller et al. Neurochem Res 2023</a> </i><i>).</i></p>
<p>Effektiv angewendet erzeugt dies einen gegenseitigen Nutzen / „Symbiose“, was mittlerweile an Evidenz gewinnt. Weitere Informationen dazu finden Sie in unserer Studien / Literatur-Auflistung am Ende dieses Artikels. Neue Entwicklungen zeigen, z. B. bei dem anstehenden Updaten der AWMF-Leitlinie Gonarthrose, dass neben einer Betonung der Ernährung / Gewichtsmanagement speziell auch der Einsatz bzw. die Empfehlung bestimmter Phytopharmaka &amp; Natural Treatment einen hohen Stellenwert erhält und im Umfeld des „First Line Treatment“ eingesetzt werden kann. Exemplarisch sei hier auf eine <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32926799/" target="_blank" rel="noopener">Studie</a> verwiesen, in der auf die Wirksamkeit von Kurkuma (Curcuma longa) eingegangen wird.</p>
<p>Möglich ist so ein zielgerichteter Einsatz der Phytopharmaka-Therapie („Entzündungsmanagement“ – treatment of inflammation, swelling and pain – unveiling inflammation, resolution of inflammation / influence resolution – inhibit and modulate of inflammation), subsequent auch als Einstieg in das Gewichtsmanagement. Dies stellt eine konkrete Hilfe des Arztes in Form einer natür­lichen Unterstützung zur Linderung der Beschwerden / Schmerzen dar <i>(siehe</i><i> hierzu auch: &#8222;<a href="https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1836955317300 978">Adults attending private physiotherapy practices seek diagnosis, pain relief, improved function, education and prevention: a survey</a>&#8222;, McRae, Hancock, Jpurnal of Physiotherapy 2017)</i>, welche er gemeinsam mit dem Patienten umsetzen kann und was dann zu einer Motivationssteigerung des Patienten führt. Im nächsten Schritt kann, unter Anleitung eines Physiotherapeuten / Trainers, also gelernt, Sport und Bewegung (self management) folgen. In jedem Fall ist es wichtig, den Patienten die Komplexität des Problems klar zu machen und ihnen aufzuzeigen, dass es z. B. nicht nur das zu behandelte Knie ist, sondern eben auch das Übergewicht, die mangelnde Bewegung, die schlechte Ernährung usw. Genauso wichtig ist es, dass die Patienten wissen, warum sie gewisse Pflanzenstoffe nehmen sollen.</p>
<p>In dem oben genannten Artikel von Prof. Dr. Shakibaei betonen die Autoren am Beispiel von Tendinopathien, dass u. a. Bromelain, Curcumin und Weihrauch gut und effektiv in der ersten Phase, nämlich der Bekämpfung von Entzündung und Schmerz, wirken. Weniger bekannt sind dagegen die (negative / positive) Wirkungen der von den Autoren genannten Therapieformen und Medikamente (NSAIDs / ESWT, Phytopharmaka – Liste nicht vollständig – weitere u.a. im Artikel von Prof. Dr. Werz) in der zweiten Phase der effektiven Sehnenregeneration, was insbesondere für Kom­binationstherapien von entscheidender Bedeutung ist <i><a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/11325/natural-treatment-bei-gonarthrose/" target="_blank" rel="noopener">(siehe hierzu auch „Natural Treatment bei Gonarthrose“, Dr. Paul Klein</a>, sportärztezeitung online &amp; <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/12160/inflammation-resolution/" target="_blank" rel="noopener">„Inflammation ­Resolution“, Dr. Ralf Doyscher, sportärztezeitung 03/22</a></i><i>).</i></p>
<p>Die Forschungen zu Naturstoffen, Natural Treatment, Phyto­pharmakas / Phytotherapeutika haben eine große Anzahl an Literatur, Studien und Fakten hervorgebracht. Neben den schon erwähnten Artikeln sei auch auf den aktuellen und fundierten Beitrag von Prof. Dr. Werz zum Thema „<a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/ernaehrung/13552/neue-strategien-der-entzuendungstherapie/">Neue Strategien der Entzündungstherapie – Entzündungen mit Hilfe von Naturstoffen auflösen</a>“ hingewiesen, bei dem er u. a. auf die Bedeutung von Boswellia und weiteren Phytopharmakas / Phytotherapeutika eingeht. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit möchten wir in diesem kurzen Positionspapier auf weitere Ergebnisse hinweisen:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://www.dak.de/dak/gesundheit/versorgungsreport-2022-knieschmerz--gonarthrose-2590288.html#/">Versorgungsreport 2022: Knieschmerz / Gonarthrose</a></p>
<p><a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC9510077/">Combination of Enzymes and Rutin to Manage Osteoarthritis Symptoms: Lessons from a Narrative Review of the Literature</a></p>
<p><a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/16539815/">Efficacy and tolerance of an oral enzyme combination in painful osteoarthritis of the hip. A double-blind, randomised study comparing oral enzymes with non-steroidal anti-inflammatory drugs</a></p>
<p><a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31200464/">Accelerating Recovery from Exercise-Induced Muscle Injuries in Triathletes: Considerations for Olympic Distance Races</a></p>
<p><a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/ernaehrung/2708/alternative-zu-nsar-schmerzmittel/">Alternative zu NSAR/Schmerzmittel</a></p>
<p><a href="https://bmjopensem.bmj.com/content/2/1/e000191">Effects of a systemic enzyme therapy in healthy active adults after exhaustive eccentric exercise: a randomised, two-stage, double-blinded, placebo-controlled trial</a></p>
<p><a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5104298/">Efficacy, tolerability, and safety of an oral enzyme combination vs diclofenac in osteoarthritis of the knee: results of an individual patient-level pooled reanalysis of data from six randomized controlled trials</a></p>
<p><a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/12160/inflammation-resolution/">Inflammation Resolution</a></p>
<p><a href="https://www.mdpi.com/2072-6643/14/10/2030">Modulation of Inflammation by Plant-Derived Nutraceuticals in Tendinitis</a></p>
<p><a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/12309/leitliniengerechte-behandlung/">Update Leitlinie Gonarthrose</a></p>
<p><a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/12692/ultraschallgesteuerte-galvanische-elektrolysetherapie/">Ultraschallgesteuerte galvanische Elektrolysetherapie</a></p>
<p><a href="https://www.frontiersin.org/articles/10.3389/fonc.2022.962066/full">Multifunctionality of Calebin A in inflammation, chronic diseases and cancer</a></p>
<p><a href="https://www.mdpi.com/1422-0067/23/3/1695">Calebin A, a Compound of Turmeric, Down-Regulates Inflammation in Tenocytes by NF-κB/Scleraxis Signaling</a></p>
<p><a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32926799/">Effectiveness of Curcuma longa Extract for the Treatment of Symptoms and Effusion-Synovitis of Knee Osteoarthritis : A Randomized Trial</a></p>
<p><a href="https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/advs.202205604">Allosteric Activation of 15-Lipoxygenase-1 by Boswellic Acid Induces the Lipid Mediator Class Switch to Promote Resolution of Inflammation</a></p>
<p><a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36112254/">Stem Cells and Natural Agents in the Management of Neurodegenerative Diseases: A New Approach</a></p>
<p><a href="https://www.omundernaehrung.com/sekundaere-pflanzenstoffe-und-ihre-synergien.html">Sekundäre Pflanzenstoffe und ihre Synergien</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>EDUCATION-VIDEOS:</strong></p>
<p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=q7plx_aZ2Iw&amp;t=16s">Schmerz &amp; Erkrankungen der Achillessehne</a></p>
<p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=AI-IoBW912I&amp;t=366s">Entzündungshemmende Ernährung und Proteine in der Orthopädie und im Leistungssport</a></p>
<p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=0BQDAm8J4Gg&amp;t=315s">Entzündungshemmende und regenerative Ernährung 2022 Teil 1</a></p>
<p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=TwO_MqRm674">Entzündungshemmende und regenerative Ernährung 2022 Teil 2</a></p>
<p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=rWCUk9R2Ip4&amp;t=1167s">Ernährungsmanagement in der modernen Sportmedizin Teil 1</a></p>
<p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=3lExWazfC3I">Ernährungsmanagement in der modernen Sportmedizin Teil 2</a></p>
<h4></h4>
<h4></h4>
<h4 class="style-scope ytd-watch-metadata"><a href="https://insumed-shop.de/phytoshake-kakao-zimt/" target="_blank" rel="noopener">Zum INSUMED PHYTOSHAKE&#8230;</a></h4>
<p>&nbsp;</p>
<h1 style="vertical-align: baseline; margin: 11.25pt 0cm 11.25pt 0cm;"><span style="font-family: 'var(--title-font)',serif; letter-spacing: -.05pt;"> </span></h1>
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<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Ashwagandha</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/ernaehrung/13595/ashwagandha-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[PD Dr. med. Felix Post]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Mar 2023 14:22:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Video-Education]]></category>
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					<description><![CDATA[Welchen Einfluss hat Ashwagandha (Schlafbeere) auf die Regeneration? Warum ist eine Entzündung im Körper per se nichts Schlechtes? PD Dr. med. Felix Post beschreibt die Zusammenhänge und verdeutlicht die Funktionsweise [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><iframe title="Ashwagandha – Wirkung &amp; Einsatz" width="755" height="425" src="https://www.youtube.com/embed/nS1MoryTSTQ?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen></iframe></p>
<p><span class="yt-core-attributed-string yt-core-attributed-string--white-space-pre-wrap" role="text"><strong>Welchen Einfluss hat Ashwagandha (Schlafbeere) auf die Regeneration? Warum ist eine Entzündung im Körper per se nichts Schlechtes? PD Dr. med. Felix Post beschreibt die Zusammenhänge und verdeutlicht die Funktionsweise von Ashwagandha anhand von Studien (u.a. Schlaf, Muskelkraft, Potenz).</strong> </span></p>
<p><em>Vortrag auf der thesportgroup academy Fortbildung &#8220; <span class="fontstyle0">Ernährung, regenerative- und konservative Therapie in der Orthopädie &amp; Unfallchirurgie&#8220; am 18.02.2023 in der MEWA Arena in Mainz.</span></em></p>
<p><span class="yt-core-attributed-string yt-core-attributed-string--white-space-pre-wrap" role="text">Inflammation gilt als normale körpereigene Reaktion, wenn der Körper schädlichen Reizen ausgesetzt wird. Nur durch diese Reaktion können Verletzungen/Wunden heilen. Dieses Prinzip wird im Training zur Leistungssteigerung angewandt. Eine langfristige Entzündung, die nicht kontrollierbar ist, kann jedoch dem Körper schaden. Hier ist die Kompetenz des Immunsystems gefragt. Das Immunsystem steht in Abhängigkeit mit der Regeneration und sollte grundlegender Bestandteil von jedem sinnvollen Training und jeder sinnvollen Art von Belastung sein. Mithilfe von Ashwagandha (Schlafbeere) kann die Regeneration unterstützt werden. Denn sie beeinflusst nachweislich Schlafqualität und Stressreduktion.<br />
</span></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Phytopharmaka – Eine kompakte Orientierung</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/ernaehrung/13445/phytopharmaka-eine-kompakte-orientierung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Erbeldinger,&#160;Prof. Dr. med. Götz Welsch,&#160;Dr. med. Andree Ellermann,&#160;Dr. med. Christoph Michlmayr,&#160;PD Dr. med. Felix Post,&#160;Dr. med. Kurt Mosetter,&#160;Peter Stiller&#160;,&#160;Masiar Sabok Sir]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Feb 2023 12:00:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[01/23]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Einsatz konservativer physikalischer Therapieoptionen und regenerativer Therapien hat in den letzten Jahren in der Sportmedizin einen enormen Bedeutungszuwachs erhalten. Es geht auch darum, Regenerationsbedingungen zu erhalten und zu fördern [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Der Einsatz konservativer physikalischer Therapieoptionen und regenerativer Therapien hat in den letzten Jahren in der Sportmedizin einen enormen Bedeutungszuwachs erhalten. Es geht auch darum, Regenerationsbedingungen zu erhalten und zu fördern (siehe dazu auch Artikel von Prof. Dr. Burkart sowie </b><b><a href="https://www.uni-jena.de/230106-entzuendungshemmerweihrauch" target="_blank" rel="noopener">Uni Jena &#8222;Entzündungen per Schalter einfach auflösen&#8220;</a></b><b>, Abbildung). Hierfür stehen Ärzten und Therapeuten mittlerweile eine Vielzahl interessanter Therapien zur Verfügung, deren Wirkung gerade durch gezielte Kombination enormes Potenzial bietet und gesteigert werden kann.</b></p>
<p>Gerade hier muss Ernährung / Ernährungsmedizin, Natural Treatment &amp; Phytopharmaka mehr geordnete Gewichtung erhalten bzw. konkret inte­griert werden <i>(siehe hierzu auch „<a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/12118/phytopharmaka-und-extrakorporale-stosswellen-bei-tendinopathien/">Phyto</a></i><i>pharmaka und Extrakorporale Stoßwellen bei Tendinopathien“, Shakibaei et al., sportärztezeitung 03/22 </i><i>). </i></p>
<p>Phytopharmaka in der Sportmedizin als emergente Ergänzung bzw. Hilfsmittel wie Alternative im Entzündungsmanagement. Von der Natur ursprünglich nur als Prophylaxe gesehen (Epigenetik), stellt sie neben Sport &amp; Bewegung eine adäquate Erweiterung der grundlegenden, klassischen Therapie dar (multi-target in der Zelle) <i>(<a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/10903/natural-treatment-conservative-treatment-first/" target="_blank" rel="noopener">siehe hierzu auch „Natural treatment &amp; conservative treatment first – Aktuelle Gedanken zur Leitlinie Gonarthrose von Robert Erbeldinger,</a></i><i> Dr. Gerd Rauch und Prof. Dr. Götz Welsch“, sportärztezeitung 01/22 &amp; <a href="https://www.dak.de/dak/gesundheit/versorgungsreport-2022-knieschmerz--gonarthrose-2590288.html#/" target="_blank" rel="noopener">„Versorgungsreport 2022: Knieschmerz / Gon­arthrose – DAK 2022</a>“</i><i>).</i><b><i> </i></b>In Zukunft wird der prophylaktische Einsatz auch in der Sportmedizin und darüber hinaus an Bedeutung gewinnen <i>(<a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36112254/" target="_blank" rel="noopener">siehe hierzu auch „Stem Cells and Natural Agents in the Management of Neurodegenerative Diseases: A New Approach“, Brockmueller et al. Neurochem Res 2023</a> </i><i>).</i></p>
<p>Effektiv angewendet erzeugt dies einen gegenseitigen Nutzen / „Symbiose“, was mittlerweile an Evidenz gewinnt. Weitere Informationen dazu finden Sie in unserer Studien / Literatur-Auflistung am Ende dieses Artikels. Neue Entwicklungen zeigen, z. B. bei dem anstehenden Updaten der AWMF-Leitlinie Gonarthrose, dass neben einer Betonung der Ernährung / Gewichtsmanagement speziell auch der Einsatz bzw. die Empfehlung bestimmter Phytopharmaka &amp; Natural Treatment einen hohen Stellenwert erhält und im Umfeld des „First Line Treatment“ eingesetzt werden kann. Exemplarisch sei hier auf eine <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32926799/" target="_blank" rel="noopener">Studie</a> verwiesen, in der auf die Wirksamkeit von Kurkuma (Curcuma longa) eingegangen wird.</p>
<p>Möglich ist so ein zielgerichteter Einsatz der Phytopharmaka-Therapie („Entzündungsmanagement“ – treatment of inflammation, swelling and pain – unveiling inflammation, resolution of inflammation / influence resolution – inhibit and modulate of inflammation), subsequent auch als Einstieg in das Gewichtsmanagement. Dies stellt eine konkrete Hilfe des Arztes in Form einer natür­lichen Unterstützung zur Linderung der Beschwerden / Schmerzen dar <i>(siehe</i><i> hierzu auch: &#8222;<a href="https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1836955317300 978">Adults attending private physiotherapy practices seek diagnosis, pain relief, improved function, education and prevention: a survey</a>&#8222;, McRae, Hancock, Jpurnal of Physiotherapy 2017)</i>, welche er gemeinsam mit dem Patienten umsetzen kann und was dann zu einer Motivationssteigerung des Patienten führt. Im nächsten Schritt kann, unter Anleitung eines Physiotherapeuten / Trainers, also gelernt, Sport und Bewegung (self management) folgen. In jedem Fall ist es wichtig, den Patienten die Komplexität des Problems klar zu machen und ihnen aufzuzeigen, dass es z. B. nicht nur das zu behandelte Knie ist, sondern eben auch das Übergewicht, die mangelnde Bewegung, die schlechte Ernährung usw. Genauso wichtig ist es, dass die Patienten wissen, warum sie gewisse Pflanzenstoffe nehmen sollen.</p>
<p>In dem oben genannten Artikel von Prof. Dr. Shakibaei betonen die Autoren am Beispiel von Tendinopathien, dass u. a. Bromelain, Curcumin und Weihrauch gut und effektiv in der ersten Phase, nämlich der Bekämpfung von Entzündung und Schmerz, wirken. Weniger bekannt sind dagegen die (negative / positive) Wirkungen der von den Autoren genannten Therapieformen und Medikamente (NSAIDs / ESWT, Phytopharmaka – Liste nicht vollständig – weitere u.a. im Artikel von Prof. Dr. Werz) in der zweiten Phase der effektiven Sehnenregeneration, was insbesondere für Kom­binationstherapien von entscheidender Bedeutung ist <i><a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/11325/natural-treatment-bei-gonarthrose/" target="_blank" rel="noopener">(siehe hierzu auch „Natural Treatment bei Gonarthrose“, Dr. Paul Klein</a>, sportärztezeitung online &amp; <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/12160/inflammation-resolution/" target="_blank" rel="noopener">„Inflammation ­Resolution“, Dr. Ralf Doyscher, sportärztezeitung 03/22</a></i><i>).</i></p>
<p>Die Forschungen zu Naturstoffen, Natural Treatment, Phyto­pharmakas / Phytotherapeutika haben eine große Anzahl an Literatur, Studien und Fakten hervorgebracht. Neben den schon erwähnten Artikeln sei auch auf den aktuellen und fundierten Beitrag von Prof. Dr. Werz zum Thema „<a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/ernaehrung/13552/neue-strategien-der-entzuendungstherapie/">Neue Strategien der Entzündungstherapie – Entzündungen mit Hilfe von Naturstoffen auflösen</a>“ hingewiesen, bei dem er u. a. auf die Bedeutung von Boswellia und weiteren Phytopharmakas / Phytotherapeutika eingeht. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit möchten wir in diesem kurzen Positionspapier auf weitere Ergebnisse hinweisen:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://www.dak.de/dak/gesundheit/versorgungsreport-2022-knieschmerz--gonarthrose-2590288.html#/">Versorgungsreport 2022: Knieschmerz / Gonarthrose</a></p>
<p><a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC9510077/">Combination of Enzymes and Rutin to Manage Osteoarthritis Symptoms: Lessons from a Narrative Review of the Literature</a></p>
<p><a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/16539815/">Efficacy and tolerance of an oral enzyme combination in painful osteoarthritis of the hip. A double-blind, randomised study comparing oral enzymes with non-steroidal anti-inflammatory drugs</a></p>
<p><a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31200464/">Accelerating Recovery from Exercise-Induced Muscle Injuries in Triathletes: Considerations for Olympic Distance Races</a></p>
<p><a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/ernaehrung/2708/alternative-zu-nsar-schmerzmittel/">Alternative zu NSAR/Schmerzmittel</a></p>
<p><a href="https://bmjopensem.bmj.com/content/2/1/e000191">Effects of a systemic enzyme therapy in healthy active adults after exhaustive eccentric exercise: a randomised, two-stage, double-blinded, placebo-controlled trial</a></p>
<p><a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5104298/">Efficacy, tolerability, and safety of an oral enzyme combination vs diclofenac in osteoarthritis of the knee: results of an individual patient-level pooled reanalysis of data from six randomized controlled trials</a></p>
<p><a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/12160/inflammation-resolution/">Inflammation Resolution</a></p>
<p><a href="https://www.mdpi.com/2072-6643/14/10/2030">Modulation of Inflammation by Plant-Derived Nutraceuticals in Tendinitis</a></p>
<p><a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/12309/leitliniengerechte-behandlung/">Update Leitlinie Gonarthrose</a></p>
<p><a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/12692/ultraschallgesteuerte-galvanische-elektrolysetherapie/">Ultraschallgesteuerte galvanische Elektrolysetherapie</a></p>
<p><a href="https://www.frontiersin.org/articles/10.3389/fonc.2022.962066/full">Multifunctionality of Calebin A in inflammation, chronic diseases and cancer</a></p>
<p><a href="https://www.mdpi.com/1422-0067/23/3/1695">Calebin A, a Compound of Turmeric, Down-Regulates Inflammation in Tenocytes by NF-κB/Scleraxis Signaling</a></p>
<p><a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32926799/">Effectiveness of Curcuma longa Extract for the Treatment of Symptoms and Effusion-Synovitis of Knee Osteoarthritis : A Randomized Trial</a></p>
<p><a href="https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/advs.202205604">Allosteric Activation of 15-Lipoxygenase-1 by Boswellic Acid Induces the Lipid Mediator Class Switch to Promote Resolution of Inflammation</a></p>
<p><a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36112254/">Stem Cells and Natural Agents in the Management of Neurodegenerative Diseases: A New Approach</a></p>
<p><a href="https://www.omundernaehrung.com/sekundaere-pflanzenstoffe-und-ihre-synergien.html">Sekundäre Pflanzenstoffe und ihre Synergien</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>EDUCATION-VIDEOS:</strong></p>
<p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=q7plx_aZ2Iw&amp;t=16s">Schmerz &amp; Erkrankungen der Achillessehne</a></p>
<p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=AI-IoBW912I&amp;t=366s">Entzündungshemmende Ernährung und Proteine in der Orthopädie und im Leistungssport</a></p>
<p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=0BQDAm8J4Gg&amp;t=315s">Entzündungshemmende und regenerative Ernährung 2022 Teil 1</a></p>
<p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=TwO_MqRm674">Entzündungshemmende und regenerative Ernährung 2022 Teil 2</a></p>
<p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=rWCUk9R2Ip4&amp;t=1167s">Ernährungsmanagement in der modernen Sportmedizin Teil 1</a></p>
<p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=3lExWazfC3I">Ernährungsmanagement in der modernen Sportmedizin Teil 2</a></p>
<h1 class="style-scope ytd-watch-metadata"></h1>
<p>&nbsp;</p>
<h1 style="vertical-align: baseline; margin: 11.25pt 0cm 11.25pt 0cm;"><span style="font-family: 'var(--title-font)',serif; letter-spacing: -.05pt;"> </span></h1>
<h1></h1>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>COVID-19 infection in professional athletes &#8211; Expert Talk</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/kardiologie/11446/covid-19-infection-in-professional-athletes-expert-talk/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[PD Dr. med. Felix Post&#160;,&#160;Dr. med. Jochen Veit]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 May 2022 06:30:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kardiologie]]></category>
		<category><![CDATA[01/22]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://sportaerztezeitung.com/?p=11446</guid>

					<description><![CDATA[Our scientific advisor, Felix Post MD, Medical Director of Internal Medicine/Cardiology at the Catholic Hospital of Coblenz-Montabaur, where he is also the head of the Corona task force, had the [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Our scientific advisor, Felix Post MD, Medical Director of Internal Medicine/Cardiology at the Catholic Hospital of Coblenz-Montabaur, where he is also the head of the Corona task force, had the opportunity to read the article by Jochen Veit MD before publication and discussed it with him, as one expert to another.</b></p>
<p><b>Felix Post (FP) </b>Hello Jochen, I was lucky enough to read your article before it was published in the sportärztezeitung. Congratulations! The data are really interesting and should really interest any practi­sing team doctor.</p>
<p><b>Jochen Veit (JV) </b>Thank you. I simply wanted to know what effect Covid has on athletes who are asymptomatic. Does asymptomatic really mean that it has no effect whatsoever? Unfortunately, I discovered evidence of changes even in asymptomatic athletes.</p>
<p><b>FP </b>You even visited players when they were in quarantine, which allowed you to obtain data, such as elevated troponin. What did that exactly involve?</p>
<p><b>JV </b>It wasn’t an easy job. I had to visit each player in quarantine, as they were not allowed to visit me. I had to perform the examination in full PPE. That is no routine matter. The data did surprise me though and of course also had consequences. Many players required further cardiac evaluation, in some cases even cardiac MRI.</p>
<p><b>FP </b>You write that virtually all the players suffered some impairment, or performed worse than in their preseason fitness physical, albeit still within the normal range. What does this tell us about the sometimes very early return to play of professional athletes after Covid infection?</p>
<p><b>JV </b>That is hard to say. On the positive side, there are as yet no known cases of players suffering harm after apparently returning to play too early after Covid. That does not mean, however, that no such cases exist. Looking at my players, I did discover one case of pericardial effusion and that only happened because I was more thorough in my testing than required. I would not be happy with a player with pericardial effusion being considered as “fit for return to competition” after 7 – 10 days’ quarantine.</p>
<p><b>FP </b>That is the way I see it too. But what about all the amateur athletes? Sometimes they train just as hard as professional athletes and in lower divisions loads during play are often also just as high.</p>
<p><b>JV </b>That is indeed a problem. I would really advise any dedicated athlete to have a proper medical check-up before they resume training. But I am also aware that in individual cases it can be hard to get a prompt appointment. And if we are also talking about an echocardiography, then that is virtually impossible.</p>
<p><b>FP </b>As we are on the subject of problems, one problem that I have at the moment in supporting clubs is that not all the players live in the same administrative district. This means that the responsible health departments are not the same for all the players and so the quarantine regulations differ too. This is baffling for players and makes things complicated. So much for German federalism.</p>
<p><b>JV </b>Luckily, it’s not a problem I share; all the players I support live in the same area. But the different quarantine regulations of the different health departments are really a problem in the league.</p>
<p><b>FP </b>Many athletes who are either asymptomatic or have few symptoms nevertheless carry out gentle cardio exercises in quarantine to stay in condition. How do you view that?</p>
<p><b>JV</b> I have urged my players to stop all sport and I think my results also back this up. Many players, even those who were asymptomatic, had blood count changes suggesting viraemia. Doing any sport would be counterproductive.</p>
<p><b>FP</b> I can understand that. Finally, a look into the glass ball. What do you think will happen next with Covid?</p>
<p><b>JV</b> I am not sure how to answer that. Can anybody answer that? The Omicron wave will pass and I think the numbers will go down in March. I also think things will get better in the summer. But nobody can say what will happen in the autumn and how we will deal with it. COVID and the restrictions imposed by it are a major burden, in professional sports too. It is particularly the inability to plan ahead that is a major challenge for many clubs, both logistically and also, of course, financially.</p>
<p><b>FP </b>Thank you for talking to me. Please continue exactly as you are doing. Sport and athletes deserve motivated team doctors such as yourself.</p>
<h2><b>Final question from the editors</b></h2>
<p>Should amateur/recreational athletes self-monitor their pulse rate during and after return to sport? And would it also be advisable, for example, to dispense with stimulating, distracting music in this phase to increase self-awareness through to prophylaxis training?</p>
<p><b>JV </b>Yes, in my opinion it is very important to monitor the pulse using an HR belt or smartwatch. With some devices it is also possible to make an ECG recording. This allows early detection of extrasystoles and arrhythmias. Any background music should also be initially avoided during workouts to allow more focused listening to the body. In general, I would also recom­mend amateur athletes to gradually increase loading in steps as laid out in the return to play protocol (see the sportärztezeitung). If in doubt, be mindful that it is better to take one or two steps back than to progress too fast to maximum loading and be exposed to all the health risks that may entail.</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>COVID-19 Infektionen bei Profisportlern &#8211; Expertengespräch</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/kardiologie/10950/covid-19-infeltionen-bei-profisportlern_experten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[PD Dr. med. Felix Post&#160;,&#160;Dr. med. Jochen Veit]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 13 Mar 2022 11:59:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kardiologie]]></category>
		<category><![CDATA[01/22]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://sportaerztezeitung.com/?p=10950</guid>

					<description><![CDATA[Unser wissenschaftlicher Beirat PD Dr. med. Felix Post, Chefarzt der Inneren Medizin/Kardiologie am Katholischen Klinikum Koblenz-Montabaur, wo er zusätzlich die Corona-Taskforce leitet, hat sich den Artikel von Dr. med. Jochen Veit [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Unser wissenschaftlicher Beirat PD Dr. med. Felix Post, Chefarzt der Inneren Medizin/Kardiologie am Katholischen Klinikum Koblenz-Montabaur, wo er zusätzlich die Corona-Taskforce leitet, hat sich den Artikel von Dr. med. Jochen Veit schon vorab angeschaut und sich mit ihm darüber von Experte zu Experte unterhalten.</b></p>
<p><b>Felix Post (FP)</b> Hallo Jochen, ich hatte das Glück, Deine Arbeit noch vor der Veröffentlichung in der sportärztezeitung zu lesen. Herzlichen Glückwunsch! Das sind wirklich interessante Daten, die wirklich jeden aktiven Mannschaftsarzt interessieren sollten.</p>
<p><b>Jochen Veit (JV) </b>Vielen Dank. Ich war einfach interessiert, was COVID mit Sportlern macht, die asymptomatisch sind. Heißt asymptomatisch wirklich nicht betroffen? Leider musste ich feststellen, dass auch asymptomatische Sportler Veränderungen aufwiesen.</p>
<p><b>FP</b> Du hast ja sogar Spieler während ihrer Quarantäne besucht und konntest so Daten, z. B. ein erhöhtes Troponin, gewinnen. Wie genau lief das ab?</p>
<p><b>JV </b>Das war wirklich aufwändig. Ich musste jeden Spieler in seiner Quarantäne besuchen, da er mich ja nicht besuchen durfte. Die Untersuchung fand unter Vollschutz statt. Routinemäßig wäre das schwer umsetzbar. Trotzdem haben mich die Daten überrascht und sie hatten ja auch Konsequenzen. Viele Spieler mussten kardial weiter abgeklärt werden, z. T. bis hin zur Durchführung eines Kardio-MRTs.</p>
<p><b>FP</b> Du schreibst, dass nahezu alle Spieler leichte Einschränkungen aufwiesen, bzw. schlechter als bei ihrem Preseason-Check waren, wenn auch noch im Normbereich. Was sagt das über die teilweise sehr frühen Einsätze von Profisportlern nach COVID-Infektionen aus?</p>
<p><b>JV</b> Das ist schwer zu sagen. Positiv ist, dass bisher keine Fälle bekannt geworden sind, bei denen Sportler durch einen vermeintlich zu frühen Einsatz nach COVID zu Schaden gekommen sind. Was jedoch nicht heißt, dass es solche Fälle nicht gibt. Wenn ich meine Spieler anschaue, habe ich immerhin einen Spieler mit einem Perikarderguss gefunden und das auch nur, weil ich gründlicher untersucht habe, als zwingend vorgeschrieben ist. Ich hätte schon ein Problem damit, wenn ein Spieler nach 7 – 10 Tagen Quarantäne mit einem Perikarderguss als „return-to-competition“ klassifiziert wird.</p>
<p><b>FP </b>Das sehe ich genauso. Aber was machen wir dann mit den ganzen Amateursportlern? Teilweise trainieren sie genauso hart wie Profis und in unteren Klassen ist die Belastung während eines Spiels häufig auch nicht geringer.</p>
<p><b>JV </b>Das ist tatsächlich ein Problem. Eigentlich würde ich jedem ambitionierten Sportler raten, sich vor Wiederaufnahme des Trainings ärztlich checken zu lassen. Ich weiß aber auch, dass es im Einzelfall schwer sein kann, zeitnah Termine zu bekommen. Wenn es dann tatsächlich auch noch ein Echo sein soll, wird die zeitnahe Untersuchung fast unmöglich.</p>
<p><b>FP </b>Da wir schon bei Problemen sind. Ein Problem, das ich gerade bei der Betreuung von Vereinen habe, ist, dass nicht alle Spieler im gleichen Landkreis wohnen. Das hat zur Folge, dass unterschiedliche Gesundheitsämter zuständig sind, die unterschiedliche Quarantäneanordnungen aussprechen. Das führt zu Unverständnis bei Spielern und macht es kompliziert. Typisch für deutschen Föderalismus.</p>
<p><b>JV</b> Das Problem habe ich zum Glück nicht, alle von mir betreuten Spieler wohnen im gleichen Ort. In der Liga sind aber unterschiedliche Quaran­täneanordnungen unterschiedlicher Ge­sundheitsämter tatsächlich ein Pro­blem.</p>
<p><b>FP </b>Viele Sportler, die asymptomatisch oder wenig symptomatisch sind, machen trotzdem leichtes Cardiotraining während ihrer Quarantäne, um keine konditionellen Einbußen zu haben. Wie stehst Du dazu?</p>
<p><b>JV</b> Ich habe meinen Spielern einen kompletten Sportverzicht nahegelegt und ich denke, meine Ergebnisse geben das auch her. Viele Spieler, auch asymptomatische, hatten Blutbildveränderungen, die eine Virämie nahe­legen. Da wäre Sport kontraproduktiv.</p>
<p><b>FP </b>Das kann ich nachvollziehen. Zuletzt noch ein Blick in die Glaskugel. Wie geht es aus deiner Sicht weiter mit COVID?</p>
<p><b>JV </b>Wie soll ich das beantworten? Kann das jemand beantworten? Die Omikron-Welle wird vorbeigehen und ich denke schon, dass im März die Zahlen sinken werden. Ich denke auch, dass der Sommer wieder besser wird. Es kann aber keiner sagen, was im Herbst passieren wird und was wir daraus machen. COVID und die dadurch bedingten Einschränkungen sind eine große Belastung, auch für den Profisport. Gerade die fehlende Planbarkeit stellt viele Vereine vor große logistische und nicht zuletzt auch finanzielle Probleme.</p>
<p><b>FP</b> Vielen Dank für das Gespräch. Mach bitte genau so weiter, wie du es jetzt tust. Der Sport und die Sportler verdienen so motivierte Mannschaftsärzte wie Dich.</p>
<p><b>Abschließende Frage der Redaktion:<span class="Apple-converted-space">  </span></b>Sollten Amateure / Freizeitsportler wäh­rend und nach dem Wiedereinstieg zur Selbstüberprüfung auf ihre Pulsfrequenz achten? Und wäre es z. B. auch empfehlenswert, in dieser Phase auf stimulierende, ablenkende Musik zu verzichten, um die Selbstwahrnehmung zu steigern, bis hin zur Prophylaxe-Schulung?</p>
<p><b>JV</b> Ja, den Puls mittels Pulsgurt oder Smartwatch zu überwachen, halte ich für sehr wichtig. Einige Devices bieten darüber hinaus bereits die Möglichkeit einer EKG-Aufzeichnung. So können Extrasystolen und Rhythmusstörungen frühzeitig entdeckt werden. Ebenfalls sollte man auf die musika­lische Untermalung bei Workouts zunächst verzichten, um etwas genauer in den Körper hinein zu hören. Generell würde ich eben auch Amateursportlern eine langsame Aufbelastung gemäß dem Return-to-Play Protokoll in Schritten empfehlen (Nachzulesen in der sportärztezeitung). Im Zweifel gilt: lieber ein bis zwei Stufen zurück, als zu schnell zur maximalen Belastung bei vollem Risiko.</p>
<p>Den vollständigen Artikel von Dr. Jochen Veit zu Covid-19 Infektionen im Leistungssport finden Sie <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/kardiologie/10939/covid-19-infektionen-bei-profisportlern/">HIER</a></p>
<p>Einen weiteren interessanten Artikel von Prof. Dr. Jürgen Scharhag und Dr. Therese Hofbauer zu Return-to-Sport nach Covid-19 Infektionen finden Sie <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/kardiologie/10914/return-to-sport-nach-covid-19/">HIER</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Plötzlicher Herztod</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/kardiologie/7344/ploetzlicher-herztod/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[PD Dr. med. Felix Post&#160;,&#160;Dr. med. Kathrin Stelzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Jun 2021 13:21:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kardiologie]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://sportaerztezeitung.com/?p=7344</guid>

					<description><![CDATA[Trotz aller medizintechnischen ­Möglichkeiten, Vorerkrankungen zu erkennen und Spieler zu reanimieren, sterben noch immer Fußballer auf dem Platz. Das wäre vermeidbar. Doch eine funktionierende Prävention scheitert ebenso an der Unkenntnis [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Trotz aller medizintechnischen ­Möglichkeiten, Vorerkrankungen zu erkennen und Spieler zu reanimieren, sterben noch immer Fußballer auf dem Platz. Das wäre vermeidbar. Doch eine funktionierende Prävention scheitert ebenso an der Unkenntnis der Verant­wortlichen wie an der ­Unvernunft der Betroffenen. In vielen deutschen Vereinen fehlt es noch an Notfall­konzepten. PD Dr. Felix Post und Dr. Kathrin Stelzer klären auf.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Sicherlich auch wegen des weltweiten Interesses am Fußball liest man jeden Monat von Spielern, die auf dem Platz ihr Leben verloren haben. Es scheint, als nähme die Zahl solcher Ereignisse zu. Seriöse Studien gehen von einer Prävalenz von 1:40.000 bis zu 1:80.000 Fälle aus. Angesichts von weltweit etwa 250 Millionen Spielern ist die Zahl an publizierten Todesfällen also nicht überraschend. Dennoch ist es dramatisch, wenn junge Spieler vor laufenden Kameras sterben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Hohe Burst-Belastung</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Warum kommt es zum plötzlichen Herztod beim Spiel? Generell haben Sportler, die jünger als 35 Jahre sind, im Vergleich zu Nichtsportlern ein etwa 2,8-fach erhöhtes Risiko, am plötzlichen Herztod zu sterben – was allgemein wenig bekannt ist. Sportarten mit einer hohen Burst-Belastung (schnelle Beschleunigung und/­ oder abruptes Abbremsen) – und dazu gehört Fußball – weisen ein besonders hohes Risiko auf. In den allermeisten Fällen traten diese Ereignisse zwar ohne Prodromi (Vorzeichen) auf, dennoch lag bei den meisten Athleten eine kardiale Grunderkrankung vor, die in der Regel noch nicht diagnostiziert worden war oder in ihrer Ausprägung unterschätzt wurde. In mehr als einem Drittel der Fälle handelt es sich bei dieser Erkrankung um eine hypertrophe Kardiomyopathie (krankhafte Verdickung der Herzmuskulatur der linken Herzkammer).Auch in den meisten anderen Fällen ging es um zumeist angeborene Erkrankungen. Eine Myokarditis (entzündliche Erkrankungen des Herz­mus­kels) ist nur im einstelligen Pro­zent­bereich der Fälle  verantwortlich. Bei Athleten, die älter als 35 Jahre sind, ist der plötzliche Herztod in den allermeisten Fällen durch das Vorliegen einer ­relevanten koronaren Herzerkrankung (Erkrankung der Herzkranzgefäße) bedingt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Interessant ist u.a., dass sich die Prävalenz von plötzlichem Herztod anhand der Position der Spieler unterscheidet. Eine aktuelle Arbeit, die Todesfälle aus den Jahren 2000 bis 2013 untersuchte, fand ein deutlich erhöhtes Risiko bei Mittelfeldspielern gegenüber Verteidigern oder Stürmern. Es fanden sich keine Todesfälle bei Torhütern. Feldspieler laufen während eines 90-minütigen Spiels zwischen zehn und zwölf Kilometern (die Distanz hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen), Torhüter nur etwa vier Kilometer.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Spieler im Grenzbereich</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Feldspieler (und hier besonders die Mittelfeldspieler) sprintet ca. alle 90 Sekunden für drei bis fünf Sekunden. Die Burst-Belastungen sind also entsprechend hoch und naturgemäß schlechter dosiert als in einem strukturierten Training. Die Spieler bewegen sich teilweise in Grenzbereichen: Der Fußball hat sich von einem Ausdauersport zu einem Sprintsport mit vielen Antritten und Richtungswechseln entwickelt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele der zugrunde liegenden Erkran­kun­gen sind durch Untersuchungen zu diag­­nostizieren, weshalb die Deutsche Fußball Liga (DFL) im Bereich des Profi­­fuß­balls eine jährliche Tauglichkeitsprüfung inklusive kardio­logischem Check mit EKG, Belastungs-EKG und Echokardiografie vor­-<br />schreibt. Diese Tests sind zeitaufwendig und kostenintensiv. Auch wenn die Echokardiografie nur in hohen Spielklassen gefordert ist, sollte sie als weitere diagnostische Maßnahme bei Auffälligkeiten in Anamnese oder EKG auch in unteren Ligen durchgeführt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zahlreiche Auffälligkeiten</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwei Untersuchungen aus dem vergangenen Jahr, die Ruhe-EKGs bei „high-­level junior players“ bzw.  bei „male soccer players“ auswerteten, zeigen, dass man, wenn man das EKG nach den Kriterien der ESC (European Society of Cardiology) beurteilt, in 33 bzw. 29 Prozent der Fälle Auffälligkeiten findet. Diese Zahl kann zwar durch Einsatz der Seattle-EKG-Kriterien reduziert werden, beträgt jedoch immer noch mehr als elf Prozent. Aus Kostengründen werden aber in niedrigeren Spielklassen und in vielen anderen Sportarten keine Echokardiografie und nicht einmal ein EKG durchgeführt. So können wichtige Befunde nicht erhoben werden, und Erkrankungen werden den Mannschaftsärzten nicht bekannt. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ein Fallbeispiel aus der eigenen Praxis:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein 16 Jahre altes Mädchen möchte in der A-Junioren Bundesliga spielen. Wir führen bei allen diesen Spielern, obwohl nicht zwingend vorgeschrieben, eine Echokardiografie durch. Bei der körperlichen Untersuchung war bereits ein Systolikum (Strömungsgeräusch des Herzens – weist in der Regel auf ein Krankheitsbild hin) aufgefallen. Echokardiografisch zeigte sich nun eine membranöse Subaortenstenose (angeborene Herzerkrankung) mit einem mittleren Gradienten über der Stenose von 48 mm Hg. Auf Nachfrage teilte die Mutter mit, der Befund sei bekannt und durch einen Kinderkardiologen diagnostiziert. Dieser habe eine operative Sanierung an- und dringend von sportlicher Betätigung abgeraten. Bisher sei „aber immer alles gut gegangen“. Wir teilten der Mutter und der Spielerin mit, dass eine Sporttauglichkeit nicht besteht. Die Mutter sagte daraufhin, dass sie zu einem anderen Verein gehen werde, der „nicht so pingelig“ sei.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Empfehlungen der FIFA</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Um den Anforderungen und Gefahren gerecht zu werden, hat der Weltfußballverband  FIFA einen 11-Punkteplan zur Prävention des plötzlichen Herztods beim Fußball publiziert. Er enthält Empfehlungen zur Prävention (Scre­ening), Training und Ausrüstung (z. B. Reanima­tionstraining, FIFA medical emergency bag), med. Versorgung und Ausrüstung am Platz sowie die Ausführung des med. Notfallplans (u.a. Einsatz eines Automatisierten Externen Defibrilators (AED)). Auch wenn diese Forderungen schon länger veröffentlich sind, so fehlt es weiterhin an einer konsequenten Umsetzung. Im Jahr 2013 untersuchte die Arbeitsgruppe um FIFA-Chefarzt Jiri Dvorak kardiale Ereignisse im Fußball und Strategien für Ersthelfer. Hierbei zeigte sich, dass nur bei 68 Prozent der offiziellen Spiele ein AED verfügbar war. Nationale Register zur Untersuchung des plötzlichen Herztods im Fußball gibt es nur bei etwas mehr als 18 Prozent der Organisationen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Einsatz von AEDs</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine konsequente Umsetzung der Forderungen der FIFA existiert vor allem in England. Spätestens seit dem Herzstillstand von Fabrice Muamba (Bolton Wanderers) im Spiel des FACups (Football Association Challenge Cup) gegen Tottenham Hotspur, den er nach 78 Minuten Reanimation überlebte, war die Versorgung des plötzlichen Herztods ein Thema mit großer öffentlicher Wahrnehmung. Muamba beendete hiernach seine sportliche Karriere, setzte sich aber für eine Kampagne ein, die AEDs bei öffentlichen Spielen förderte. Als dann ein Jahr später West Ham United gegen den 1. FSV Mainz 05 ein Freundschaftsspiel in Deutschland bestritt, konnte das Spiel erst angepfiffen werden, nachdem den Offiziellen des englischen Vereins der AED und derRettungswagen gezeigt worden waren. Dies ist vorbildlich. Bei Mainz 05 wurde ein solches Konzept ebenfalls umgesetzt. Bei jedem Spiel und Training ist ein AED vorhanden. Beim Verein sind AEDs sowohl für die Profimannschaft als auch für das Nachwuchsleistungszentrum vorhanden. Es wurde ein Ersthelfer-Trainingsprogramm entwickelt, das das Kurskonzept des ERC (European Resuscitation Council) für Basic Life Support (BLS) für den Fußball adaptiert und hierbei dem Funktionsteam das für den Verein entwickelte Notfallkonzept vorstellt. Wünschenswert wäre, in einem solchen Konzept alle Spieler zu schulen. Solch eine Schulung könnte auch als Teambuilding-Maßnahme funktionieren. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Fazit</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Fußball hat sich in den vergangenen 150 Jahren gewandelt und damit auch die Risiken. Während es vor 150 Jahren vor allem zu traumatischen und infektiösen Todesfällen kam, stehen heutzutage kardiale Todesfälle im Vordergrund. Ursächlich sind vor allem vorbestehende, häufig angeborene, strukturelle Herzer­krankungen oder Erkrankungen der kardialen Reizleitung. Durch gründliche Prävention und insbesondere Tauglichkeitsuntersuchungen können Risiken detektiert und gemindert werden. Hierbei kommen EKG und Echokardiografie Schlüsselrollen zu.Doch trotz aller Prävention werden solche Fälle weiter auftreten. Hier gilt es, individualisierte Notfallpläne für Vereine zu entwickeln, die die Notfallversorgung beschreiben. Der strukturierten Ersthelfer-Schulung und dem Einsatz des AEDs kommt eine besondere Rolle zu. Auch wenn solche Ereignisse insgesamt selten sind, zeigen Register­daten, dass im heutigen Fußball, nicht zuletzt aufgrund der weltweit hohenPopularität mit zahlreichen aktiven Spielern, besonders viele Fälle auftreten. Diese Zahl zu senken ist all die notwendigen Anstrengungen wert.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Veröffentlicht 15.06.2021</em></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Regenerationsunterstützung: Sportkardiologie und Back to sports</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/ernaehrung/5390/regenerationsunterstuetzung-und-back-to-sports/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[PD Dr. med. Felix Post]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Feb 2021 09:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[01/19]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://sportaerztezeitung.com/?p=5390</guid>

					<description><![CDATA[„No pain, no gain!“ Es gibt kaum einen Sportler, der diesen Sport nicht kennt und leider wird dieser Slogan, der in den 1980er Jahren durch Jane Fonda bekannt wurde, auch [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">„No pain, no gain!“ Es gibt kaum einen Sportler, der diesen Sport nicht kennt und leider wird dieser Slogan, der in den 1980er Jahren durch Jane Fonda bekannt wurde, auch geglaubt. Dennoch ist die Aussage, dass Muskelschmerzen Ausdruck eines besonders guten, bzw. effektiven Trainings sei, nicht richtig. Häufig ist es einfach Ausdruck eines überharten Trainings, bzw. ein Zeichen dafür, dass der Athlet eben noch nicht Fit im Sinne von „Back to Sports“ oder „Back to Activity“ ist. Leider führt diese Fehlannahme dazu, dass neben Schmerzen auch Schmerzmittel im Sport alltäglich sind. Teilweise werden Schmerzmittel sogar „präventiv“ vor Wettkämpfen eingesetzt, um einen Schmerz zu behandeln, bevor ein solcher überhaupt erst eingetreten ist. Eine Untersuchung beim Bonn-Marathon zeigte, dass bis zu 50 % der Läufer bereits vor dem Start Schmerzmittel einsetzten, obwohl zunächst gar kein Schmerz vorlag; der Anteil an Sportlern mit Schmerzmitteleinnahme stieg mit der Erfahrung der Läufer. Das dies sogar gesundheitlich hochbedenklich ist, ist die Tatsache, dass bei Sportlern mit Schmerzmitteleinnahme die Rate an Darmkrämpfen und Blutungen siebenmal häufiger auftrat und die Rate an kardialen Komplikationen bis hin zum Herztod fünffach erhöht war. Im letzten Jahr äußerte Niko Kovac, damals noch Trainer von Eintracht Frankfurt: „Im Fußball geht es nicht ohne Schmerzmittel.“ Wahrscheinlich hat er mit dieser Aussage Recht. Dies heißt jedoch nicht, dass der Einsatz von Schmerzmittel unbedenklich ist, bzw. selbst im Fußball nicht deutlich reduziert werden könnte. Im Amateursport und in der Rehabilitation haben Schmerzmittel tatsächlich gar nichts zu suchen. Neben den bekannten Risiken im kardiovaskulären, gastrointestinalen und nephrologischen Bereich verzögern NSARs sogar den Heilungsprozess bei Muskelverletzungen und wirken somit einem „Back-to-sports“ entgegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Förderlich hingegen sind nichtpharmakologische Unterstützungen durch Enzymtherapie und Obst- und Pflanzenstoffe, welche die Heilung fördern. Die richtige Ernährung sollte integraler Bestandteil jeder Form von Regeneration sein. Zusätzlich fördern vegetativ dämpfende Maßnahmen den Prozess der Rehabilitation. Hier ist die Palette von Meditation, frequenzmodulierte Musik, stimulierende Maßnahmen durch Therapeuten und eine Schlafhygiene breit. Entscheidend ist, dass der Therapeut oder Arzt weiß, wovon er spricht und seine Empfehlungen und Maßnahmen an den Patienten und dessen Bedürfnisse anpasst und nicht versucht, den Patienten an das anzupassen, was der Therapeut beherrscht. Regenerationsunterstützung sollte „tailored-fit“ sein, ist aber leider viel zu oft „one-size-fits-all“.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Update Sportkardiologie</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/kardiologie/2989/update-sportkardiologie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[PD Dr. med. Felix Post,&#160;Prof. Dr. med. Jürgen Scharhag&#160;,&#160;Dr. med. Kathrin Stelzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Nov 2020 09:01:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kardiologie]]></category>
		<category><![CDATA[01/18]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://sportaerztezeitung.com/?p=2989</guid>

					<description><![CDATA[Unser Beirat PD Dr. med. Felix Post hat sich in den vergangenen Wochen mehrmals mit Prof. Dr. med. Jürgen Scharhag, Sportkardiologe an der TU München und Mannschaftsarzt der DFB U21-Nationalmannschaft [...]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Unser Beirat PD Dr. med. Felix Post hat sich in den vergangenen Wochen mehrmals mit Prof. Dr. med. Jürgen Scharhag, Sportkardiologe an der TU München und Mannschaftsarzt der DFB U21-Nationalmannschaft und Dr. med. Katrin Stelzer, Universitätsmedizin Mainz und Mannschaftsärztin beim 1. FSV Mainz 05, unter­halten. Die Idee war, für unsere neue chinesische Sonderausgabe der sportärztezeitung, die im April erscheinen wird, einen Überblick Sportkardiologie zu erstellen. Während den Gesprächen haben jedoch alle gemerkt, dass die angesprochenen Themen nach wie vor auch für Deutschland relevant sind. Ein tragisches Beispiel ist der verstorbene Fußballer Abdelhak Nouri, bei dem offensichtlich kardiale Auffälligkeiten bekannt waren, aber den Eltern des damals noch minderjährigem Spieler nicht mitgeteilt wurde. So entwickelte sich ein interessantes Gespräch über die Bedeutung und Relevanz der Sportkardiologie.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><span class="has-inline-color has-vivid-red-color">Was ist Sportkardiologie?</span></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Felix Post (FP): </strong>Sportkardiologie hat zwei Aspekte. Wie kann ich Sport für aus kardiologischer Sicht sicher gestalten und wie kann ich Sport bei Patienten mit kardialen Erkrankungen nutzen. Es reicht nicht zu sagen: Mach Sport! Man muss P­a­tienten genau sagen, welchen Sport er in welcher Dosis betreiben soll, um optimale Ereignisse zu erzielen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Katrin Stelzer (KS):</strong> Sportkardiologie ist aus meiner Sicht essenzieller Bestandteil internistischer Sportmedizin. Es werden nicht nur Leistungssportler untersucht, sondern auch Patienten und Breitensportler. Viele ärztliche Kollegen denken, dass Sport bei Herzerkrankungen kontraindiziert ist. Dies ist falsch und stiehlt Patienten therapeutische Optionen und Lebensqualität.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jürgen Scharhag (JS):</strong> Bei der Sportkardiologie kann man 3 Teilbereiche unterscheiden: Leistungssportkardiologie, Präventivsportkardiologie und Rehabilitationssportkardiologie. Für alle 3 Teilbereiche sind neben den kardiologischen Kenntnissen auch leistungsphysiologische Kenntnisse der Sportmedizin essenziell.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><span class="has-inline-color has-vivid-red-color">Gibt es sportkardiologisch Unterschiede zwischen der Betreuung von Spitzensportlern und Breitensportlern?</span></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>JS:</strong> Von den Untersuchungsinhalten gibt es keine wesent­lichen Unterschiede. Da es beim Leistungssportler jedoch um Leistung ggf. in der Ausübung als Beruf mit öffent­licher Aufmerksamkeit geht, ist der Druck und damit das Risiko einer gesundheitlichen Gefährdung – insbesondere im Falle unzureichender Regenerationsmöglichkeiten – höher als im Breitensport, bei dem der Spaß am Sport und der Bewegung im Vordergrund stehen sollten. Deshalb ist es im Breitensport einfacher, Pausen einzulegen und das Risiko einer gesundheitlichen Gefährdung oder Schädigung geringer als im Profisport. Insofern ist beim (Hoch-)Leistungssportler ein größerer medizinischer Betreuungsaufwand gerechtfertigt, wenn man die Sportmedizin als Betriebsmedizin für Profisportler betrachtet.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>KS:</strong> Das sehe ich anders. Breitensportler sollten sogar genauer untersucht und betreut werden, da diese ihre Grenzen in der Regel weniger gut kennen. Hier treten die meisten Komplikationen auf. Aus Unwissen und Übermut.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>F</strong><strong>P: </strong>Aus meiner Sicht gibt es kaum Unterschiede. Es gibt ein paar wenige Erkrankungen, wie die Philipides-Kardiomyopathie, die eigentlich nur bei Spitzensportlern auftritt. Trotzdem ist die Kardiologie die Gleiche. Hauptunterschied ist, dass bei Betreuung von Spitzensportlern mehr Geld im Spiel ist und die Betreuung besser strukturiert ist. Das sollte nicht so sein. Corrado hat gezeigt, dass man mit einfachen strukturierten Maßnahmen Leben retten kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><span class="has-inline-color has-vivid-red-color">Welche Bedeutung hat Sportkardiologie bei der Betreuung von Patienten? Was hat sich in den letzten Jahren geändert?</span></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>FP:</strong> Leider zu wenig. Sportkardiologie muss sich überlegen, ob sie erkennbar werden oder verschwinden will. Es gibt wenige gute Gruppen an spezialisierten Zentren. Sportkardiologie ist mehr als Betreuung von Herzsportgruppen. Als Sportkardiologe kann man nur neidisch auf die Orthopädie schauen, wo seit Jahren unglaublich viel bewegt wird. Mittlerweile denken die meisten Patienten und sogar Kollegen, dass ein Sportmediziner ein spezialisierter Orthopäde ist. Hieran sind wir Internisten selbst Schuld. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>JS:</strong> Es wurden verschiedene Studien zu Intervalltrainings durchgeführt, die z. T. methodische Mängel aufweisen (kleine Gruppen, fraglich fehlende Ausbelastung im Eingangstest, ungenaue Trainingssteuerung), weshalb die beschriebenen Effekte des Intervalltraining bei Patienten kritisch hinterfragt werden sollten. Ein Beispiel ist die Smart-Ex-Studie, die Ergebnisse der Studie von Wisloff et al. in einer größeren Studie nicht reproduzieren konnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>KS:</strong> Wir müssen neben Forschung auch an Patienten denken. Ihnen muss die Angst vor&nbsp; Bewegung genommen werden. Die Meinung, Sport sei nicht gut für das Herz ist nicht nur falsch, sie ist gefährlich. In den vergangenen Jahren hat sich viel getan. Prof. Halle, München, konnte zeigen, dass selbst Patienten mit einer hochgradig eingeschränkten Herzleistung, teils durch Kunstherzen versorgt, trainieren können.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><span class="has-inline-color has-vivid-red-color">Gibt es Besonderheiten bei der Betreuung von jugendlichen Sportlern?</span></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>KS:</strong> Absolut. Aus sportkardiologischer Sicht müssen nicht nur die pädiatrischen Merkmale in die Begutachtung einbezogen werden. Auch müssen sportmedizinische Grundlagen wie angepasste EKG- und Echokardiographie-Kriterien beachtet werden.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>FP:</strong> Bei Jugendlichen muss das Risiko noch weiter minimiert werden. Die Kardiologie ist die Gleiche, bis auf ein paar unterschiedliche Referenzwerte und etwas andere Häufigkeiten beim Auftreten von Erkrankungen und Syndromen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>JS: </strong>Ja, hier sind aus sportkardiologischer Sicht dringend körperdimensionsbezogene und sportartbezogene (Ausdauer, Kraft, Spiel, Sonstiges) Grenzwerte für die kardialen Dimensionen heranzuziehen. Darüber hinaus ist es wichtig, Sportler und Eltern darauf hinzuweisen, dass Hochleistungssport ein hartes Brot ist und fehlendes Talent nicht mit übertriebenen und pathologischen Ehrgeiz kompensiert werden sollte. Wichtig ist, dass trotz der notwendigen hohen Trainingsbelastungen die Jugend mit schulischer Ausbildung und Erhalt/Aufbau eines sozialen Netzwerkes nicht zu kurz kommt. Nicht jeder kann Olympiasieger werden und Geld mit dem Sport verdienen. Deshalb sind neben dem Sport noch andere Dinge wichtig.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><span class="has-inline-color has-vivid-red-color">Bei der Betreuung von Sportlern gibt es einen großen Mix an Kompetenzen. Allgemeinmediziner, Sportmediziner, Orthopäden, Sportorthopäden, Internisten, Kardio­logen, Sportkardiologen, um nur einige zu nennen. Ist dies eine Bereicherung oder eher ein großes Durcheinander?</span></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>JS:</strong> Am besten wäre ein Facharzt für Sportmedizin oder seitens der deutschen Sportmedizin über die DGSP ein neu überarbeitetes Curriculum mit entsprechenden Qualifikationsstufen, ggf. auch mit einigen wenigen sinnvollen Spezialisierungen für die Bereiche Allgemeinmedizin/­Innere Medizin (z. B. Sportkardiologie, Sporternährung, Sportimmunologie) und Orthopädie.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>KS:</strong> Es macht Sinn, dass jedes Fachgebiet sein Gebiet betreut. Im Alltag ist es leider manchmal so, dass ein Orthopäde meint, er könne ein EKG befunden, es aber nicht verlässlich kann. Im Umkehrschluss ist es genauso bei der Untersuchung eines Knies durch Internisten. Für den Athleten ist dies dann problematisch.&nbsp; Ich persönlich habe bisher nur positive Erfahrungen im Austausch mit Kollegen gemacht.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>FP:</strong> Selbstverständlich ist Vielfalt eine Bereicherung. Niemand kann alles beherrschen. Es muss jedoch gut gebündelt und koordiniert werden. Jeder sollte seine Limitationen kennen. Missachtung oder Unkenntnis der Leistungen und Fähigkeiten kann in Funktionsteams zu Konflikten führen. Dies habe ich leider&nbsp; auch schon erlebt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><span class="has-inline-color has-vivid-red-color">Die Sterblichkeit bei jungen Sportlern ist höher als die von Nichtsportlern. Einige Sportkardiologen (z. B. Prof. Corrado) fordern deshalb einen kardiologischen Minimalcheck-up bei allen jungen Sportlern. Was haltet Ihr davon?</span></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>JS: </strong>Sinnvoll, denn die Sterblichkeit ist nur für nicht untersuchte Sportler erhöht. Für untersuchte Sportler ist die Sterblichkeit sogar geringer. Deshalb: Unbedingt sport­medizinische Tauglichkeitsuntersuchung mit Ruhe-EKG, Bel.-EKG und zumindest einmaliger Echokardiographie bei der Erstuntersuchung.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>FP: </strong>Eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Der Check, den Corrado durchführt ist sehr basal und überall durchführbar. Mir ist nicht einmal klar, ob dies von Krankenkassen gezahlt werden soll. Eltern geben so viel Geld für den Sport ihrer Kinder aus. Ein einmaliger einfacher Check kann Leben retten und ist nicht kostenaufwändig.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>KS:</strong> Sicher ist die Dunkelziffer bei Nichtsportlern unklar. Allerdings halte ich einen Minimal-check auch bei jungen Sportlern für zwingend notwendig. Eine gute Anamnese, kör-<br>perliche Untersuchung und EKG können viel Information liefern und helfen, die Sterblichkeit zu minimieren.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><span class="has-inline-color has-vivid-red-color">Wie kommt es, dass gerade im Fußball besonderes viele Fälle von plötzlichem<br>Herztod gemeldet werden?</span></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>JS:</strong> Hier muss man vorsichtig interpretieren. Fußball hat kein höheres Risiko als andere vergleichbare Sportarten. Es spielen nur sehr viele Menschen Fußball und die mediale Aufmerksamkeit ist beim Fußball am größten. In einer Studie Ende der 70er Jahre war die Sportart mit den höchsten Zahl an Todesfällen gemessen an den Vereins- bzw. Verbandsmitgliedern das Kegeln!</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>FP:</strong> Ich bin mir da nicht so sicher. Bisher dachte ich, dass dies etwas mit der großen Öffentlichkeit und den vielen Sportlern zu tun hat, die Fussball spielen. Ich bin mir hier nicht mehr so sicher. Generell ist der Aufwand und die Konkurrenz im Fußball sehr hoch. Zumindest trainieren im Fußball ungleich mehr Athleten auf einem professionellen Niveau als in anderen Sportarten. Oft ist hier jedoch eine adäquate sportkardiologischen Betreuung (und die Todesfälle sind in den meisten Fällen kardiologischer Genese) gar nicht gegeben.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><span class="has-inline-color has-vivid-red-color">Was kann getan werden, um dies zu verbessern? Gibt es sportartspezifische Besonderheiten im Fußball?</span></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>JS:</strong> Nein, die Belastungen sind in anderen Sportarten genau so hoch oder für das Herz-­Kreislauf-System noch höher (z. B. Marathon, Ironman). Regelmäßige Sporttauglichkeitsuntersuchungen und Verbesserungen der Sekundärprävention mit Schulung von Ersthelfern und Ausstattung mit AEDs an Sportstätten sind sinnvolle Maßnahmen. Wünschenswert ist die Einrichtung eines Schulungs- oder Akademieprogramms für Sportmediziner über die DGSP zum BLS oder ALS für betreuende Mannschaftsärzte. Ggf. könnte ein solches Programm auch in Zusammenarbeit mit der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft (DVS) für Sportwissenschaftler oder mit Physiotherapeuten erfolgen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>KS:</strong> Jeder Spieler einer Mannschaft sollte verpflichtet werden, einmal jährlich eine sportmedizinische Untersuchung zu durchlaufen. Vom Schwimmen kenne ich es bereits aus jüngsten Jahren. Eine Wettkampfteilnahme ist nur möglich, wenn man ein ärztliches Attest vorweist. Es muss auch diskutiert werden, wer dieses Attest ausstellt. Dies sollte aus meiner Sicht ein Sportmediziner sein.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>FP:</strong> Gegen Herztod hilft vor allem gutes Screening. Hier ist sich der Fußball seiner Vorreiterrolle bewusst. Leider wird dies in Deutschland häufig von „Einzelkämpfern“ durchgeführt. England ist hier viel weiter. Sicherlich gibt es sportartspezifische Besonderheiten. Man wird einen Athleten mit Marfan-Syndrom eher beim Basketball oder Volleyball finden und ein Athlet mit HOCM wird eher Ringer, Sprinter oder Fussballer als Marathonläufer. Dennoch muss immer alles abgeklärt werden und dies nicht erst im Erwachsenenalter.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><span class="has-inline-color has-vivid-red-color">Wenn Ihr Euer perfektes Funktionsteam zusammenstellen könntet, wie groß ist es und welche Kompetenzen umfasst es?</span></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>JS: &nbsp;</strong>Internist/Allgemeinmediziner, Orthopäde, Physiotherapeut(en), Sportwissenschaftler als Funktionstrainer, gut geschulte Trainer.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>FP:</strong> Orthopäde/Unfallchirurgie, Innere Medizin/Kardiologie, Physiotherapie, Ernährungsspezialist, Athletiktrainer, Rehatrainer, Osteopath, Psychologe. Das wäre sicherlich zu groß, es können jedoch Kompetenzen gebündelt oder externalisiert werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>KS:</strong> Für eine Profimannschaft 12 Personen: 4 Physiotherapeuten, 2 Reha-/Athletiktrainer, 2 Orthopäden, 2 Internisten, 1 Sportpsychologe, 1 Ernährungsberater.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><span class="has-inline-color has-vivid-red-color">Welche Tests (z. B. Bluttests, EKG, Sono­graphie) hättet Ihr gerne im Trainingslager?</span></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>JS:</strong> Kleines Labor (insb. CRP, ggf. Blutbild), Ultraschall für Orthopädie und innere Organe.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>KS:</strong> Für serologische Untersuchungen genügt ein nahegelegenes Krankenhaus. Im Hotel EKG und Sonographie mit Echo-, Linear- und Abdomenschallkopf.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>FP:</strong> Wünschen kann man Vieles. EKG, Sonographie incl. Echokardiographie sind sinnvoll. Als POCT-Bluttests können neben Blutzucker und Laktat auch CRP, BGA und BNP sinnvoll sein. Wünschen würde ich mir eine BIA-Messung und die Möglichkeit zur HRV-Messung. Gerade bei langen und intensiven Trainings­lagern bietet dies mir mehr Möglichkeiten. Das ist natürlich in Summe viel, aber Wünschen ist ja erlaubt. Zwingend ist eine Notfallausrüstung inklusive AED.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><span class="has-inline-color has-vivid-red-color">Was haltet Ihr als Sportkardiologen von neuen Trends wie z. B. Crossfit bei Breitensportlern? Ist dies eher gefährlich oder einfach nur sehr effektiv?</span></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>JS: </strong>Hierzu sind mir bisher keine Untersuchungen bekannt. Wie bei allen Sportarten, halte ich eine Sporttauglichkeitsuntersuchung insb. vor intensiven Belastungen für wichtig.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>FP: </strong>Generell bin ich ein großer Fan von HIIT, hierzu gehört auch Crossfit. Aus medizinischer Sicht muss ich allerdings sagen, dass sich hier viele Hobbysportler auf einem Belastungsniveau bewegen, das in vielen Belangen für sie nicht mehr gesund ist. Gut dosiert können aber hervorragende Ergebnisse erzielt werden. Man muss den Sportler nur&nbsp; langsam an ein hohes Leistungsniveau heranführen. Ob dies in großen Trainingsgruppen (wie z. B. Spinninggruppen, die auf maximale Schweiss­produktion ausgelegt sind) gut gelingen kann, bezweifele ich.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>KS: </strong>Die Empfehlungen der DGSP sollten besser umgesetzt werden. Trends werden oft von Sportlern praktiziert, die längere Zeit keinen Sport gemacht haben. Die DGSP empfiehlt nach sechsmonatiger Sportpause oder einem Alter von über 35 Jahren, einen sportmedizinischen Check. Darüber hinaus existiert auf der Homepage ein Fragebogen mit sieben Fragen. Wird eine oder mehrere Fragen mit „ja“ beantwortet, wird eine sportmedizinische Vorstellung empfohlen. Dies halte ich für sinnvoll. Ebenso sollte die Voraussetzung zur Teilnahme z. B. an Halbmarathons oder Marathons ein ärztliches Attest sein.&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Gemeinsam gegen plötzlichen Herztod</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/kardiologie/3131/gemeinsam-gegen-ploetzlichen-herztod/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[PD Dr. med. Felix Post]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Nov 2020 08:59:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kardiologie]]></category>
		<category><![CDATA[02/16]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://sportaerztezeitung.com/?p=3131</guid>

					<description><![CDATA[PD Dr. med. Felix Post, Prof. Dr. med. Jürgen Scharhag, Dr. med. Werner Krutsch, Dr. med. Volker Krutsch, Volker Krutsch, Dipl. Psych. Gerhard Müller, Robert Erbeldinger Jährlich sterben in Deutschland [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><span class="has-inline-color has-vivid-red-color"><strong>PD Dr. med. Felix Post, Prof. Dr. med. Jürgen Scharhag, Dr. med. Werner Krutsch, Dr. med. Volker Krutsch, Volker Krutsch, Dipl. Psych. Gerhard Müller</strong>, <strong>Robert Erbeldinger</strong></span></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jährlich sterben in Deutschland fast 100.000 Menschen am plötzlichen Herztod („Sudden Cardiac Death“, SCD). Sportler unter 35 Jahren haben gegenüber Nichtsportlern im selben Alter sogar ein um das fast Dreifache erhöhte Risiko, einen SCD zu erleiden. Aber auch außerhalb des Spielfelds ist es ein ernstzunehmendes Problem, wie erst jüngst wieder die Herzinfarkte der Fans von Borussia Dortmund und Leicester City im und vor dem Stadion gezeigt haben.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielen, die sich mit Sportmedizin beschäftigen, ist dieses Problem im wahrsten Sinne des Wortes eine Herzensangelegenheit. Aus diesem Grund hatte der Verein thesportgroup e.V. für Ende Februar 2016 zu einer interdisziplinären Expertenrunde nach Würzburg geladen. Thesportgroup ist ein Verein, in dem sich Gleichgesinnte aus dem Bereich der Sportmedizin vernetzt haben, um Erfahrungen, Ideen und Kontakte auszutauschen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die leitenden Fragen des jüngsten Treffens waren: Was kann, was muss man machen angesichts der immer noch viel zu hohen Fallzahlen? Was können einzelne Akteure leisten, was die Gruppe? Welche Empfehlungen kann man geben, und wie organisieren wir den notwendigen Austausch zwischen den Fachdisziplinen? Folgende Punkte, wir haben sie „Pfade“ genannt, wurden in der Gruppe erarbeitet, weitere Schritte sind geplant.</p>



<figure class="wp-block-gallery columns-2 is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex"><ul class="blocks-gallery-grid"><li class="blocks-gallery-item"><figure><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1200" height="1400" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Herztod2_saez0216.jpg" alt="" data-id="3149" data-full-url="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Herztod2_saez0216.jpg" data-link="https://sportaerztezeitung.com/?attachment_id=3149" class="wp-image-3149" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Herztod2_saez0216.jpg 1200w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Herztod2_saez0216-257x300.jpg 257w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Herztod2_saez0216-878x1024.jpg 878w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Herztod2_saez0216-768x896.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Herztod2_saez0216-150x175.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Herztod2_saez0216-450x525.jpg 450w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><img decoding="async" width="1251" height="1270" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Herztod3_saez0216-Kopie-1.jpg" alt="" data-id="3152" data-full-url="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Herztod3_saez0216-Kopie-1.jpg" data-link="https://sportaerztezeitung.com/?attachment_id=3152" class="wp-image-3152" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Herztod3_saez0216-Kopie-1.jpg 1251w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Herztod3_saez0216-Kopie-1-296x300.jpg 296w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Herztod3_saez0216-Kopie-1-1009x1024.jpg 1009w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Herztod3_saez0216-Kopie-1-768x780.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Herztod3_saez0216-Kopie-1-70x70.jpg 70w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Herztod3_saez0216-Kopie-1-150x152.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Herztod3_saez0216-Kopie-1-450x457.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Herztod3_saez0216-Kopie-1-1200x1218.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1251px) 100vw, 1251px" /></figure></li></ul></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Schulung</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Pfad I: Gemeinsame Basisausbildung –&nbsp;Schulungen</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li>Trainer, Betreuer, Eltern, Mitspieler und Schiedsrichter sollten in der Lage sein, richtig und effektiv zu handeln, wenn ein Spieler Symp­tome eines Herzanfalls zeigt.&nbsp;</li><li>Das nötige Wissen muss vermittelt werden, evtl. in Form von Workshops und Fortbildungsangeboten. Eine Basisausbildung für Trainer und Physiotherapeuten sollte entwickelt werden.</li><li>Im Besonderen sollten in den Vereinen Schulungen am Defibrillator stattfinden. Das kostet nicht viel, ist kein großer zeitlicher Aufwand und hat als positiven Nebeneffekt sogar noch eine gute Außenwirkung. Somit stellen diese Schulungen eine Win-win-Situation für alle Beteiligten dar. Letztlich könnten sie sogar als Teambuilding-Maßnahme ins Training integriert werden.&nbsp;</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Aufklärung</strong>&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Pfad II: Richtige Aufklärung – Screening&nbsp;</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li>Sinnvolles Screening ist unerlässlich, da viele angeborene Herzerkrankungen bzw. -fehler, die möglicherweise zu einem SCD führen, mittels einer einmaligen Untersuchung diagnostiziert werden können.&nbsp;</li><li>Nach den Empfehlungen der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) genügt ein Ruhe-EKG als Mindestanforderung, optimal wäre jedoch die Ergänzung durch eine Echokardiografie.</li><li>Eine Sporttauglichkeitsuntersuchung sollte je nach Sportart und Belastung erstmals im Alter zwischen 10 und 14 Jahren stattfinden. So werden beispielsweise Kaderathleten durch die Landessportbünde lizensierten sportmedizinischen Untersuchungszentren zugeführt, an den Eliteschulen des Sports erfolgen vor Eintritt in den Sportzweig sportmedizinische Gesundheitsuntersuchungen. Hierbei sollte unbedingt auch der Impfstatus überprüft werden.&nbsp;</li><li>Wichtig ist eine Checkliste, was bei Kindern (J1) und was bei über 35-Jährigen getestet werden muss (s. Leitlinien für Ärzte der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention, DGSP).&nbsp;</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Umgang mit Infekten</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Pfad III: Umgang mit Infekten</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li>Bei Infekten sollte in der Frage der Wiederaufnahme des Sports im Zweifelsfall der Hausarzt aufgesucht werden, der einen Bluttest durchführen und ggf. weitere Untersuchungen veranlassen kann (z. B. EKG, Ultraschall).&nbsp;</li><li>Die Aussage, dass man nur an den Start gehen sollte, wenn man vollständig fit ist, darf nicht infrage gestellt werden. Wichtig ist, dass ein Infekt richtig auskuriert wird.&nbsp;</li><li>Im Zweifelsfalle sollte die Sporttauglichkeit nach einem Infekt (“Return to Play“) durch einen Sportarzt beurteilt werden.</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Sinnvolle Untersuchungen</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Pfad IV: Welche Untersuchungen sind überhaupt sinnvoll bzw. notwendig?</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li>Die Unterscheidung zwischen Profi- und Amateurbereich sollte in diesem Zusammenhang aufgehoben werden. Denn prinzipiell wäre auch für Amateure eine Untersuchung wie im Profifußball mit einer ausführlichen orthopädischen und internistischen Untersuchung inklusive EKG, Belastungs-EKG, Echokardiografie und Blutuntersuchung wünschenswert. Eine solche Maximalforderung ist kaum umzusetzen.</li><li>Die kostenlosen gesetzlichen Vorsorgeuntersuchungen, wie die J1-Untersuchung als Basisuntersuchung bei den Juniorensportlern, sollten genutzt werden.</li><li>Zu begrüßen ist, dass bereits in vielen ­Bereichen das mobile Ultraschallgerät Einzug ins Trainingslager gehalten hat. Durch Point-of-Care-Geräte (POCT) können ­Bluttests wie CRP zur Infektdiagnostik oder kardiale Marker) vor Ort rasch bestimmt werden.</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Awareness schaffen</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Pfad V: Ausblick – Awareness schaffen</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Problem erkannt, Problem gebannt? So einfach ist es bei dieser Thematik leider nicht. Das Ziel muss sein, Awareness für das Thema zu schaffen. Der Arzt ist da, um dem Spieler und Sportler zu helfen. In diesem Sinne ist auch ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen Arzt und Trainer enorm wichtig.&nbsp; Aufklärung, Schulungen, Übungen, Workshops, eine Kampagne können dazu beitragen. Es lohnt sich auch, dem Bereich „Teambuilding“ Aufmerksamkeit zu schenken: Wenn alle – also Ärzte, Physiotherapeuten, Trainer und vielleicht sogar Sportler bzw. Patienten – einmal im Jahr gemeinsam üben würden, wäre das praktisch und auch psychologisch ein guter Entwicklungsschritt.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Fazit</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Treffen unter dem Dach des Vereins thesport­group sind viele interessante Ansätze und Ideen diskutiert und geplant worden. Es gilt, sie sinnvoll umzusetzen. Das Meeting war hierzu nur der erste Schritt. Weitere sollen rasch folgen. Lesen Sie mehr dazu in den folgenden Ausgaben der sportärztezeitung.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="428" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Herztod_saez0216-1024x428.jpg" alt="" class="wp-image-3148" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Herztod_saez0216-1024x428.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Herztod_saez0216-300x125.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Herztod_saez0216-768x321.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Herztod_saez0216-150x63.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Herztod_saez0216-450x188.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Herztod_saez0216.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
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