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	<title>02/26 Archive - sportärztezeitung</title>
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	<description>Sportmedizin für Ärzte, Therapeuten &#38; Trainer</description>
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		<title>Guided medical education</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alexander Ablaß]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Jun 2026 15:08:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[02/26]]></category>
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					<description><![CDATA[Am 25. März 2026 reiste ich nach Miami, Florida, um an einer Fachfortbildung teilzunehmen, deren Schwerpunkt auf fortgeschrittenen Anwendungen der Stoßwellentherapie (ESWT), insbesondere im Leistungs- und Profisport, lag. Ziel der [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Am 25. März 2026 reiste ich nach Miami, Florida, um an einer Fachfortbildung teilzunehmen, deren Schwerpunkt auf fortgeschrittenen Anwendungen der Stoßwellentherapie (ESWT), insbesondere im Leistungs- und Profisport, lag. Ziel der Reise war es, aufbauend auf die guided medical education (gme) der thesportgroup academy, die praktischen und theoretischen Kenntnisse sowohl der radialen als auch der fokussierten Stoßwellentherapie zu vertiefen sowie Fachwissen mit internationalen Experten auszutauschen.<span class="Apple-converted-space"> </span></b></p>
<p>Einen Tag später reiste ich von Miami nach Delray Beach, um Dr. Erich Menge zu besuchen. Der Tag war einer intensiven praktischen Schulung gewidmet, die sowohl die radiale als auch die fokussierte Stoßwellentherapie umfasste. Der Kontakt zu Dr. Erich Menge wurde bereits 2022 im Rahmen eines persönlichen Besuchs durch Robert Erbeldinger, Verleger der sportärztezeitung, hergestellt und vermittelt. Dies erfolgte im Kontext der Entwicklung einer globalen Education sowie einer gezielten Spezialisierung auf den US-Markt zur Unterstützung der dortigen Medical Education im Bereich non-surgical sports medicine approaches for athletes.</p>
<p>Im Mittelpunkt der Schulung standen klinische Protokolle, der Umgang mit den Geräten, die Parametereinstellung sowie Behandlungsstrategien, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der Anwendung bei Hochleistungs- und Profisportlern lag. Hierbei konnte ich einen Transfer von den Vorlagen und Erfahrungen der seit 2014 stattfindenden und CME-zertifizierten deutschen Workshopkursen „Stoßwellentherapie &amp; alternierende Verfahren“, veranstaltet von thesportgroup academy unter wiss. Leitung von Univ.-Prof. Dr. Christoph Schmitz (LMU München), bilden, zu deren Anwenderboard (Scientific Medical Education Board) ich bis heute angehöre. Im Rahmen des deutschen Kurses hat eine kontinuierliche Weiterentwicklung stattgefunden. Aus Off-Label ist Evidenz erwachsen. Aufbauend auf der radialen Stoßwellentherapie wurde das Programm stetig ausgebaut, um das gesamte Potenzial einer Superior Combination Therapy aufzuzeigen.</p>
<p>Während der praktischen Einheit in Delray Beach wurden Behandlungen an Profisportlern durchgeführt, was die Anwendung in der Praxis sowie die Erör­terung individueller Therapieansätze ermöglichte. Zu den behandelten Sportlern gehörten die UFC-Kämpfer Kamaru Usman (Abb. 1 + 2), der bereits seit über 10 Jahren von Dr. Menge behandelt wird und Michael Johnson sowie der ehemalige Profi-Footballspieler Anquan Boldin. Diese Fälle lieferten wertvolle Einblicke in die Behandlung von chronischen Überlastungssyndromen, Weichteilverletzungen und leistungsbezogenen Erkrankungen des Bewegungsapparats bei Spitzensportlern. Themen, die natürlich auch nach den aktiven Karrieren in Form anhaltender Probleme, bedingt durch hohe Belastungen aus dem Hochleistungssport, von Bedeutung sind. Im Anschluss an die praktischen Behandlungen fand eine ausführliche Schulung statt, in der die zugrunde liegende Technologie sowohl von radialen als auch von fokussierten Stoßwellensystemen behandelt wurde. Dabei wurden, ganz im Sinne der guided medical education (gme), physikalische Grundlagen, die Behandlungstiefe, Energieeinstellungen, Indikationen, Kontraindikationen, der klinische Arbeitsablauf und die Einbindung in umfassende Therapiekonzepte erörtert. Die Teilnehmer zeigten großes Interesse und Engagement und das Feedback fiel durchweg sehr positiv aus. Besondere Begeisterung riefen die vielfältigen Möglichkeiten, die sich aus der Kombination der radialen und fokussierten Stoßwellentherapie mit anderen regenerativen und rehabilitativen Ansätzen ergeben, hervor.</p>
<figure id="attachment_22492" aria-describedby="caption-attachment-22492" style="width: 755px" class="wp-caption alignnone"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-large wp-image-22492" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/06/Ablass2_saez0226-1024x911.jpg" alt="" width="755" height="672" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/06/Ablass2_saez0226-1024x911.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/06/Ablass2_saez0226-300x267.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/06/Ablass2_saez0226-768x683.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/06/Ablass2_saez0226-150x133.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/06/Ablass2_saez0226-450x400.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/06/Ablass2_saez0226-1200x1067.jpg 1200w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/06/Ablass2_saez0226.jpg 1500w" sizes="(max-width: 755px) 100vw, 755px" /><figcaption id="caption-attachment-22492" class="wp-caption-text">Abb. 2 Behandlung mit der fokussierten Stoßwelle</figcaption></figure>
<p>Am 27. und 28. März 2026 wurde die Fortbildung in Sunrise, Florida, im Rahmen der von Anatome Lab organisierten und von Jeff Rubinoff und Joel Suraci geleiteten Veranstaltung „Stoßwellentherapie und ergänzende Verfahren“ fortgesetzt. Rund 50 Teilnehmer aus allen Teilen der Vereinigten Staaten nahmen an dem zweitägigen Fortbildungsprogramm teil. Im Mittelpunkt standen umfassende Fortbildungen zu den Themen radiale und fokussierte Stoßwellentherapie, diagnostischer und therapeutischer Ultraschall sowie Orthobiologika. Im Mittelpunkt des Programms stand die synergetische Nutzung dieser Methoden und ihre kombinierte Anwendung in der Muskel-Skelett-­Medizin und im Leistungssport.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Die Teilnehmer erhielten sowohl theoretischen Unterricht als auch praktische Vorführungen, einschließlich Protokollen zur Behandlung des gesamten Bewegungsapparates (Muskelverletzungen, Frakturen, Weichteilproblematiken, Muskelketten und vieles mehr), Geräteauswahl und Integration in die klinische Praxis.</p>
<p>Ein besonderer Schwerpunkt lag auf Kombinationstherapien (Superior Combination Therapy), wobei aufgezeigt wurde, wie die Stoßwellenbehandlung effektiv mit ultraschallgeführten Eingriffen und orthobiologischen Verfahren kombiniert werden kann, um die Behandlungsergebnisse für die Patienten zu optimieren. Anhand von klinischen Fallbeispielen und Behandlungsalgorithmen wurden die Entschei­dungsprozesse und die individuelle Behandlungsplanung ausführlich erörtert, sodass die Teilnehmer ein besseres Verständnis dafür erlangten. Diese Thematik werden wir im Rahmen der deutschen CME-Kurse mit der sportärztezeitung in Zukunft weiter ausbauen. Vor allem die Potenziale der Superior Combination Therapy, hier auch mit HGC (cryolight), NMRT (MBST, siehe S. 46), Laser (EMS), Tiefenwärme u. w. sollten dabei in den Vordergrund gestellt werden.</p>
<p>Die Teilnehmer zeigten während der gesamten Veranstaltung großes Interesse und waren hochmotiviert, ihr Wissen über die radiale und fokussierte Stoßwellentherapie zu erweitern. Die interaktiven Diskussionen und praktischen Übungen trugen zu einer dynamischen Lernatmosphäre bei. Viele Teilnehmer zeigten sich begeistert davon, die vorgestellten Techniken in ihrer eigenen Praxis anzuwenden. Diese präzise Ausbildung (hands-on) in kleinen edukativen Gruppen, die einer Art Prehospitation entsprechen, wurde sehr gut angenommen. Digital erweitert wird dieses Konzept ebenfalls durch Angebote der thesportgroup academy (Eduaction-Plattform www.thesportgroup­academy.com).</p>
<figure id="attachment_22493" aria-describedby="caption-attachment-22493" style="width: 755px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="size-large wp-image-22493" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/06/Ablass3_saez0226-1024x371.jpg" alt="" width="755" height="274" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/06/Ablass3_saez0226-1024x371.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/06/Ablass3_saez0226-300x109.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/06/Ablass3_saez0226-768x278.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/06/Ablass3_saez0226-150x54.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/06/Ablass3_saez0226-450x163.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/06/Ablass3_saez0226-1200x434.jpg 1200w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/06/Ablass3_saez0226.jpg 1500w" sizes="(max-width: 755px) 100vw, 755px" /><figcaption id="caption-attachment-22493" class="wp-caption-text">Teilnehmer der Fortbildung in Sunrise, Florida</figcaption></figure>
<p>Insgesamt bot die Fortbildungsreise wertvolle klinische Einblicke in fortgeschrittene Anwendungen der Stoßwellentherapie im Spitzensport, stärkte den fachlichen Austausch mit internationalen Experten und vermittelte umfassende Kenntnisse über kombinierte Therapieansätze. Die Kombination aus praktischer Athletenbehandlung, Techniktraining und strukturierten Fortbildungssitzungen führte zu einer äußerst produktiven und erfolgreichen Fortbildungserfahrung. Ich freue mich schon auf meine bevorstehenden Reisen in die Vereinigten Staaten im <b>Juli (23.7 Treffen mit Dr. Menge in Delray Beach zur Behandlung weiterer Sportler, sowie Besuch der Universität, 24.7 +</b><b>     </b><b>25.7. Anatome Lab, Stoßwellentherapie &amp; </b><b>ergänzende Verfahren, Sunrise Florida),</b><b> September (23.9. – 26.9. HHPF Con</b><b>ference Core of regenerative medicine,</b><b> Stoßwellentherapie, Prolotherapy &amp; musculoskeletal pain therapy, Pyle Center, University of Wisconsin, Ma</b><b>dison) und November (5.11. Dr. Menge</b><b> in Delray Beach, 6.11. + 7.11. Anatome </b><b>Lab, Stoßwellentherapie &amp; ergänzende</b><b> Verfahren Sunrise Florida)</b>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Innovation, Prävention und Athletenmanagement</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/22434/innovation-praevention-und-athletenmanagement/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Prof. Dr. med. Florian Pfab]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 May 2026 18:57:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[02/26]]></category>
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					<description><![CDATA[Das von der Firma Arthrex veranstaltete. Symposium Professional Sports Treatment unter der organisatorischen Leitung von Max Rauffer und meiner wissenschaftlichen Leitung fand erstmalig mit einer Beteiligung von Sportmedizinern aus über [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="font-weight: 400;"><strong>Das von der Firma Arthrex veranstaltete. Symposium Professional Sports Treatment unter der organisatorischen Leitung von Max Rauffer und meiner wissenschaftlichen Leitung fand erstmalig mit einer Beteiligung von Sportmedizinern aus über 25 Nationen im SAP Sports Garden in München, statt.</strong></p>
<p style="font-weight: 400;">Es zeigte eindrucksvoll, wie stark sich die moderne Sportmedizin im Hochleistungsbereich weiterentwickelt: weg von isolierten Therapieentscheidungen, hin zu integrierten Versorgungskonzepten, datenbasiertem Monitoring und individualisierten Strategien für Training, Rehabilitation, Prävention, Therapie und Return to Play. Die Referenten beleuchteten das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven – von medizinischer Governance im Profifußball über neuromodulative Verfahren bis hin zu Präzisions-Ernährung und operativen Innovationen.</p>
<p style="font-weight: 400;">Den Auftakt bildete <strong>Daniel Schmieding</strong> mit dem Vortrag <strong>„Arthrex Vision and Innovation / Future of Sports Medicine“</strong>. Er stellte die Entwicklung von Arthrex als Innovations- und Ausbildungsplattform der orthopädischen Sportmedizin dar. Im Mittelpunkt standen nicht nur technische Produktentwicklungen, sondern vor allem der Anspruch, chirurgische Präzision, Medical Education und digitale Zukunftsformate enger miteinander zu verbinden. Mit Blick auf den geplanten Campus Munich 2028 wurde deutlich, dass moderne Sportmedizin zunehmend als Netzwerk aus Forschung, Weiterbildung, klinischer Anwendung und digitaler Unterstützung verstanden wird.</p>
<p style="font-weight: 400;">Einen praxisnahen Einblick in die medizinischen Strukturen des englischen Spitzenfußballs gab <strong>Prof. Dr. Mark Gillett</strong> in seinem Vortrag <strong>„Current Medical Standards &amp; Strengths in the Premier League“</strong>. Er zeigte, wie hoch die Anforderungen an medizinische Teams in der Premier League sind – insbesondere im Spannungsfeld zwischen Wettbewerbsdruck, Spielerwohl und medizinischer Unabhängigkeit. Themen wie Matchday-Standards, das Management von Kopfverletzungen, akute Notfallversorgung und Governance-Strukturen verdeutlichten, dass professionelle Sportmedizin heute weit über Diagnostik und Therapie hinausgeht. Entscheidend ist ein klar geregeltes System, das schnelle Entscheidungen ermöglicht und gleichzeitig die Gesundheit des Athleten konsequent priorisiert.</p>
<p style="font-weight: 400;">Mit <strong>Dr. Daniel Broman</strong> rückte anschließend die medizinische Versorgung innerhalb einer Multi-Club-Organisation in den Fokus. Sein Vortrag <strong>„Medical Services at a Multi-Club Organisation – City Football Group“</strong> zeigte, wie komplex medizinisches Arbeiten wird, wenn mehrere Vereine, Länder, Spielphilosophien und Belastungsprofile in einer gemeinsamen Struktur zusammengeführt werden. Broman erläuterte die Bedeutung von Surveillance, Significant Event Analysis und standardisierten Reha-Prozessen. Besonders praxisrelevant war der Ansatz einer zentral gesteuerten, Kriterien-basierten Rehabilitation, bei der objektive Return-to-Play-Kriterien ebenso berücksichtigt werden wie psychologische Readiness und die langfristige Belastbarkeit des Spielers.</p>
<p style="font-weight: 400;">Der Performance-Aspekt wurde durch <strong>Dan Lorang</strong> mit dem Vortrag <strong>„How to Reach Maximum Athlete’s Performance“</strong> vertieft. Lorang machte deutlich, dass maximale Leistungsfähigkeit nicht aus einem einzelnen Faktor entsteht, sondern aus dem Zusammenspiel von Trainingssteuerung, Monitoring, Regeneration, Ernährung, Hitzetraining und mentaler Stabilität. Moderne Technologien wie Artificial Intelligence oder Digital-Twin-Modelle können Prozesse unterstützen, ersetzen aber nicht das Fundament erfolgreicher Athletenbetreuung: Vertrauen, Kommunikation, Eigenverantwortung und ein tiefes Verständnis für den individuellen Sportler. Gerade dieser Transfer zwischen Datenanalyse und menschlicher Führung prägt die aktuelle Entwicklung im Hochleistungssport.</p>
<p style="font-weight: 400;">Einen neurofunktionellen Blick auf Verletzungsentstehung und Leistungsoptimierung präsentierte <strong>Dr. Alejandro Elorriaga Claraco</strong> in <strong>„Neuromodulation Techniques for Optimization of Sports Performance and Injury Care“</strong>. Sein Ansatz stellte nicht allein die strukturelle Läsion in den Vordergrund, sondern die funktionelle Steuerung von Bewegung, Schmerz und Gewebespannung. Konzepte wie Force-Management-Systeme, neuromotorische Hemmungen, Neurofunctional Electroacupuncture und Soft Tissue Microconditioning wurden als mögliche Bausteine vorgestellt, um Bewegungsqualität, Schmerzkontrolle und Belastbarkeit zu verbessern. Der Vortrag unterstrich, dass nicht-traumatische Beschwerden im Sport häufig multifaktoriell entstehen und entsprechend differenziert adressiert werden müssen.</p>
<p style="font-weight: 400;">Mit <strong>Prof. Dr. Johannes Scherr</strong> kam ein weiterer zentraler Baustein moderner Athletenbetreuung zur Sprache: die Ernährung. In <strong>„Precision Nutrition for High Performance“</strong> stellte er die Grenzen klassischer One-size-fits-all-Empfehlungen heraus und zeigte, warum Ernährungsstrategien im Spitzensport zunehmend individualisiert werden müssen. Dabei ging es nicht um pauschale Supplementierung, sondern um datenbasierte Entscheidungen unter Berücksichtigung von Belastung, Stoffwechsel, Biomarkern und sportartspezifischen Anforderungen. Beispiele wie Vitamin D, Koffein und PRP verdeutlichten, dass personalisierte Ansätze vielversprechend sind, im Leistungssport aber weiterhin kritisch validiert und gezielt eingesetzt werden müssen.</p>
<p style="font-weight: 400;">Den operativ-konservativen Anschluss bildete <strong>Prof. Dr. Stefan Hinterwimmer</strong> mit <strong>„Innovative Strategies in Conservative and Operative Athlete’s Management“</strong>. Er stellte heraus, dass Athletenmanagement nicht nach starren Algorithmen funktionieren kann. Am Beispiel von Kreuzbandverletzungen und begleitenden Pathologien wurden konservative Therapieoptionen wie PRP oder Stammzelltherapien, operative Strategien, Fixationsinnovationen, LET-/ALL-Konzepte sowie knöcherne Korrekturen wie die Slope-Correction diskutiert. Entscheidend sei die individuelle Analyse von Verletzungsmuster, Sportart, Risikoprofil und Zielsetzung des Athleten.</p>
<p style="font-weight: 400;"><strong>Regenerative und orthobiologische Themen</strong> &#8211; PRP, Stammzellen, Nanoscope-Anwendungen und personalisierte Injektionsstrategien &#8211; werden über <strong>Dr. Vladimir Machacek</strong> adressiert. Er stellte u.a. heraus wie orthobiologische Verfahren wie ACP sinnvoll auch im operativen Setup eingesetzt und dadurch Ergebnisse verbessert werden können.</p>
<p style="font-weight: 400;">Zwei weitere große Highlights waren zum Einen ein <strong>Live Interview von den Olympischen Winterspielen</strong>Milano/Bormio mit <strong>Dr. Andrea Panzeri</strong>, der u.a. über die komplexe medizinische  Infrastruktur und hochmoderne Standards bei den Spielen berichtete.</p>
<p style="font-weight: 400;">Zum Anderen gab <strong>Harry Kane</strong> in einem erfrischend ehrlichen und sympathischen <strong>Interview Einblicke in die Denkweisen eines hochprofessionellen Athleten</strong>, bevor er am selben Abend maßgeblich zum Sieg des FC Bayern München im DFB Pokal gegen RB Leipzig beitrug.</p>
<p style="font-weight: 400;">Insgesamt machte das Symposium deutlich: Die Zukunft der Sportmedizin liegt in der präzisen Verzahnung von Innovation, klinischer Erfahrung und interdisziplinärer Zusammenarbeit. Erfolgreiches Athletenmanagement bedeutet heute, medizinische Exzellenz, Performance-Denken und langfristige Gesundheitsstrategien konsequent zusammenzuführen.</p>
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