<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Prof. Dr. med. Elmar Wienecke, Autor bei sportärztezeitung</title>
	<atom:link href="https://sportaerztezeitung.com/author/wienecke-elmar/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://sportaerztezeitung.com/author/wienecke-elmar/</link>
	<description>Sportmedizin für Ärzte, Therapeuten &#38; Trainer</description>
	<lastBuildDate>Tue, 30 Nov 2021 15:33:37 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.4</generator>

<image>
	<url>https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/08/cropped-s_icon_square@2x-32x32.png</url>
	<title>Prof. Dr. med. Elmar Wienecke, Autor bei sportärztezeitung</title>
	<link>https://sportaerztezeitung.com/author/wienecke-elmar/</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Regulationsmedizin</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/ernaehrung/5583/regulationsmedizin/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Prof. Dr. med. Elmar Wienecke]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Feb 2021 09:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[02/19]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://sportaerztezeitung.com/?p=5583</guid>

					<description><![CDATA[Die Basis für eine individualisierte Mikronährstoffrezeptur ist ein optimiertes Ernährungsverhalten und die richtige umfassende zelluläre Analytik. Bis heute existieren weltweit keine leistungsphysiologischen Daten zur praktischen Überprüfung der klinischen Relevanz bisheriger [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Die Basis für eine individualisierte Mikronährstoffrezeptur ist ein optimiertes Ernährungsverhalten und die richtige umfassende zelluläre Analytik. Bis heute existieren weltweit keine leistungsphysiologischen Daten zur praktischen Überprüfung der klinischen Relevanz bisheriger Dosierungsempfehlungen bei Leistungs- und Spitzensportlern. Diese leiten sich aus nur aus dem Energieverbrauch und dem Nährstoffbedarf ab.<br><br>(Zitat: &#8222;Sportmedizin für Ärzte&#8220;, Deutscher Ärzte-Verlag 2010.)&nbsp;</strong></p>



<p>Langjährige Untersuchungen mithilfe der FACE Methode (Free-Air Carbon dioxide Enrichment) von Myers / Smith am 27. August 2018 von der Harvard University zeigen in 151 Ländern den Zusammenhang von CO2-Anstieg und hierdurch entstehenden zunehmenden Mikronährstoffverlusten in unseren Pflanzen [1]. Unsere langjährigen Untersuchungsergebnisse konstatieren, dass trotz individualisierter optimierter Ernährung bei Spitzensportlern der Bedarf an Mikronährstoffen nicht im Laufe einer Saison abgedeckt werden konnte. In der retrospektiv evidenz-basierten Studie werden die Ergebnisse von 144 Profi-Fußballspielern über einen Zeitraum von zwei Jahren dargestellt. Im Zeitraum der Untersuchung erfolgte die Ernährungsanalyse mit der Opti-Diet Software. In beiden Jahren ernährten sich die Spieler nach jeweiligen Vorgaben der einzelnen Ernährungswissenschaftler. In der 2. Saison erfolgt zusätzlich eine individuell zusammengestellte Mikronährstoffrezeptur. Das Ernährungsverhalten wird den Trainings- und Wettkamphasen angepasst (Kohlenhydratmodifiziert in intensiven Trainings- Wettkampfphasen, Eiweißreich und Fettoptimiert) nach den Grundprinzipien des Glykoplans von Dr. Kurt Mosetter.&nbsp;</p>



<p><strong>Erstellung der individualisierten Mikronährstoffrezepturen</strong></p>



<p>Die Erstellung der individualisierten Mikronährstoffrezepturen erfolgt aus einer Vielzahl von Blut- und Urinanalysen: zelluläre (intraerythrozytäre) Blutanalysen der Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, funktioneller Energiestoffwechsel, Pyridinium Crosslinks, Messung der 48-Stunden-Herzratenvariabilität (pNN50, LF /HF-Ratio, Stressindex) zu unterschiedlichen Messzeitpunkten und den entsprechend aufgeführten Befindlichkeitsstörungen der Sportler. Auf eine Vollblutanalyse wird verzichtet, da diese kurzfristigen Ernährungseinflüssen unterliegt. Neben einer differenzierten Laboranalytik liefert der Abgleich mit den Referenzwerten von mehr als 60.000 untersuchten Personen davon 13.500 Leistungs- und Spitzensportlern in einer weltweit einmaligen Datenbank zusätzliche Indikatoren für Mikronährstoff-Rezepturen, die auf jeden Einzelnen abgestimmt werden.&nbsp;</p>



<p><strong>Paradigmenwechsel gegenüber der bisherigen Labordiagnostik&nbsp;</strong></p>



<p>Die Ergebnisse des funktionellen Energiestoffwechsels zeigen eine spezielle Dysfunktion der Mitochondrien im Zitronensäurezyklus bei bestehenden Defiziten an Aminosäuren, Vitaminen und Mineralien. Die gezielte Zufuhr fehlender Mikronährstoffe normalisieren die Carbonsäuren (Zitronensäure, Cis-Aconitsäure, Alpha-Ketoglutarsäure, Bernsteinsäure, Fumarsäure und einen möglicherweise erhöhten Laktat-Pyruvat-Ratio). Die Pyridinium-Crosslinks zeigen, wie stark körpereigene Strukturproteine energetisch beansprucht worden sind. Die genaue intraerthrozytäre Analyse der Mikronährstoffkonzentrationen ermöglicht dann die Erstellung der individuellen Mikronährstoffrezepturen. Mithilfe unterschiedlicher Parameter (u. a. Zonulin, Calprotectin) werden Permeabilitätsstörungen des Mikrobioms analysiert und gegebenenfalls therapiert. Tab. 1 und Abb. 1 zeigen den Einfluss der optimierten Ernährung mit und ohne individualisierte Mikronährstoffrezeptur. Im Laufe von zwei Jahren bei 144 Profi-Fußball-­Spielern auf die psycho-/physische Leistungsfähigkeit. Mit der 48-Stunden-HRV-­Analysen werden zu unterschiedlichen Messzeitpunkten die Parameter Stressindex, pNN50, HF (High Frequency), LF (Low Frequency, LF / HF-Ratio) bestimmt. Außerdem erhalten die Spieler einen speziellen Fragebogen. Die Messungen erfolgten vor Beginn der Vorbereitung, nach sechs Wochen, Ende der Hinserie und Ende der Rückserie.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="672" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Wienecke_AbbTabelle_saez0219-1-e1613386475568-1024x672.jpg" alt="" class="wp-image-5587" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Wienecke_AbbTabelle_saez0219-1-e1613386475568-1024x672.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Wienecke_AbbTabelle_saez0219-1-e1613386475568-300x197.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Wienecke_AbbTabelle_saez0219-1-e1613386475568-768x504.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Wienecke_AbbTabelle_saez0219-1-e1613386475568-150x98.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Wienecke_AbbTabelle_saez0219-1-e1613386475568-696x457.jpg 696w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Wienecke_AbbTabelle_saez0219-1-e1613386475568-1068x701.jpg 1068w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Wienecke_AbbTabelle_saez0219-1-e1613386475568-640x420.jpg 640w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Wienecke_AbbTabelle_saez0219-1-e1613386475568-741x486.jpg 741w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Wienecke_AbbTabelle_saez0219-1-e1613386475568.jpg 1161w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Tab.1 Parameter des 48-Stunden-HRV-Analyse bei Profi-Fußball-Spielern (n=144) zu unterschiedlichen Zeitpunkten der Saison ohne und mit gezielter Mikronährstoffzufuhr</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="663" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Wienecke_AbbTabelle_saez0219-2-e1613386527837-1024x663.jpg" alt="" class="wp-image-5586" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Wienecke_AbbTabelle_saez0219-2-e1613386527837-1024x663.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Wienecke_AbbTabelle_saez0219-2-e1613386527837-300x194.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Wienecke_AbbTabelle_saez0219-2-e1613386527837-768x497.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Wienecke_AbbTabelle_saez0219-2-e1613386527837-150x97.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Wienecke_AbbTabelle_saez0219-2-e1613386527837-696x451.jpg 696w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Wienecke_AbbTabelle_saez0219-2-e1613386527837-1068x692.jpg 1068w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Wienecke_AbbTabelle_saez0219-2-e1613386527837-649x420.jpg 649w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Wienecke_AbbTabelle_saez0219-2-e1613386527837.jpg 1098w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Abb.1 Einfluss eines optimierten Ernährungsverhaltens und die gezielte Mikronährstoffzufuhr im Summenscore bei Profi-Fußballspielern ohne (N = 144) und mit (N = 144) gezielten Mikronährstoffen während einer Saison im Zusammenhang mit einigen Parametern der 48-Stunden-HRV-Messung.</figcaption></figure>



<p><strong>Ergebnisse der Mikronährstoffrezepturen </strong><strong>auf die psychisch / physische Leistungsfähig</strong><strong>keit</strong></p>



<p>Die 48-Stunden-HRV-Analyse ermöglicht Erkenntnisse über die Balance zwischen Sympathikus und Parasympathikus, über die Leistungsbereitschaft, über die Entspannungsfähigkeit sowie über Schlaf- und Stressbelastungen. Aus Tab. 1 lassen sich die positiven Einflüsse der individualisierten Mikronährstoffrezepturen auf die folgenden Parameter erkennen: Der Parameter pNN50 stellt den Prozentsatz der benachbarter RR-Intervalle, die mehr als 50 ms voneinander in der gesamten Aufzeichnung abweichen, dar. Dieser Wert wird als stabiler Indikator für die Parasympathikusaktivität verwendet. Ein pNN50 &gt;­  10 % und &lt; 25 % zeigt eine sehr gute Aktivität des Parasympathikus. Der pNN50 zeigt einen hochsignifikanten Anstieg von 89,96 % (p &lt; 0,001) von 7,27 +- 0,61 vor Beginn der Vorbereitung bis zum Ende der Rückserie auf 13,81 +- 1,27 mit individualisierter Mikronährstoffrezeptur (i. M.), während die Spieler in der Saison ohne individualisiert Mikronährstoffrezeptur (o. M.) nur einen Anstieg von 6,63 % erzielen konnten. Der Stressindex (SI) ist eine mathematische Größe, die sensitiv auf Verschiebungen des vegetativen Gleichgewichts reagiert. Der Stressindex reduzierte sich bei gleichen Ausgangsniveau hochsignifikant um 52,12 (p &lt; 0,001) bei den Spielern mit Mikronährstoffrezeptur von 365,85 auf 171,35 am Ende der Hinserie, während bei den Spielern ohne Mikronährstoffrezeptur ein hochsignifikanter Anstieg (p &lt; 0,001) von 3,95 % erkennbar wird. Der LF / HF-Ratio als vegetativer Quotient reduzierte sich hochsignifikant um 76,95 % (von 7,31 +- 0,61 auf 1,78 +- 0,21) bei Spielern mit Mikronährstoffrezeptur, während die Spieler ohne Mikronährstoffrezeptur eine hochsignifikante Reduzierung&nbsp; von nur 14,94 % (7,26 +- 1,15 auf 6,16 +- 1,21) aufweisen.&nbsp;</p>



<p><strong>Fazit&nbsp;</strong></p>



<p>Aus Abb. 1 lassen sich die Veränderungen der zellulären Mikronährstoffkonzentrationen durch die individualisierten Mikronährstoffrezepturen (Beispiel: Tab. 2) und deren positiven Einfluss auf die psycho-/physische Leistungsfähigkeit erkennen. Die individuelle Mikronährstoffrezeptur führte zu einer verbesserten Regulation der Schilddrüsenhormone. Die Spieler zeigten in der Saison mit individualisierter Mikronährstoffrezeptur eine konstant gute Leistungsfähigkeit und nur einen Infekt bedingten Trainingsausfall von 5,2 %, während die Spieler in der Saison ohne Mikronährstoffrezeptur eine sehr schwankende Leistungsfähigkeit und Infekt bedingte Trainingsausfälle von 63,7 % aufweisen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="644" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Wienecke_AbbTabelle_saez0219-3-e1613386582248-1024x644.jpg" alt="" class="wp-image-5585" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Wienecke_AbbTabelle_saez0219-3-e1613386582248-1024x644.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Wienecke_AbbTabelle_saez0219-3-e1613386582248-300x189.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Wienecke_AbbTabelle_saez0219-3-e1613386582248-768x483.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Wienecke_AbbTabelle_saez0219-3-e1613386582248-150x94.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Wienecke_AbbTabelle_saez0219-3-e1613386582248-696x438.jpg 696w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Wienecke_AbbTabelle_saez0219-3-e1613386582248-1068x672.jpg 1068w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Wienecke_AbbTabelle_saez0219-3-e1613386582248-668x420.jpg 668w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Wienecke_AbbTabelle_saez0219-3-e1613386582248.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Tab. 2 Fallbeispiel – Fußball-Profi und Mannschaftskapitän in der 1. Bundesliga</figcaption></figure>



<p><em>Literatur</em></p>



<p><em>[1] Smith, M. ; Myers S. “Impact of anthropogenic CO2 emissions on global human nutrition”. Nature Climate Change 8, pages 834–839 (2018). https://doi.org/10.1038/s41558-018-0253-3</em></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Aminosäuren</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/ernaehrung/4263/aminosaeuren/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Prof. Dr. med. Elmar Wienecke&#160;,&#160;Rabea Herbst]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 27 Dec 2020 09:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[02/20]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://sportaerztezeitung.com/?p=4263</guid>

					<description><![CDATA[Randomisierte Doppelblindstudie mit Aminosäuren zeigt außergewöhnliche Ergebnisse und spannende Tendenzen im wissenschaftlichen Kontext. Die mentale/physische Leistungsfähigkeit und das myofasziale System werden durch die vielfältig beanspruchten Bindegewebs­strukturen entscheidend beeinflusst.  Eine gute [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Randomisierte Doppelblindstudie mit Aminosäuren zeigt außergewöhnliche Ergebnisse und spannende Tendenzen im wissenschaftlichen Kontext. Die mentale/physische Leistungsfähigkeit und das myofasziale System werden durch die vielfältig beanspruchten Bindegewebs­strukturen entscheidend beeinflusst. </strong></p>



<p>Eine gute Versorgung mit qualitativ hochwertigen Kollagenpeptiden ist der Garant für einen optimal funktionierenden Gehirnstoffwechsel, die Sehnen, Muskel, Knorpel-, Knochenstrukturen, das komplexe Immunsystem* und die Elastizität des gesamten myofaszialen Systems. Die extrazelluläre Matrix besteht aus Fasern: Kollagen-/retikuläre und elastische Fasern, der Grundsubstanz bestehend aus Glykosamino­glykan, Proteoglykan, Glykoprotein und Wasser. Die Faszien setzen sich zusammen aus den Fibroblasten und der umgebenen Matrix. Die strukturelle und funktionelle Vielfalt der Aminosäuren (AS) verdeutlicht ihre hohe Relevanz für diverse somatische und psychische Prozesse des menschlichen Organismus. Dies gilt gerade für die wichtigen Aminosäuren Phenylalanin, Tryptophan, Tyrosin und Taurin, die für den Gehirnstoffwechsel und für die Emotionen der Sportler von besonderer Bedeutung sind. Die Aminosäuren wie Arginin, Prolin, Methionin, Glycin, die speziell für die Elastizität und der Funktionserhaltung des myofaszialen Systems von elementarer Bedeutung sind, unterstützen die Fibroblasten bei der Synthese der Kollagenfasern in der extrazellulären Matrix. Erste Interventionsstudien zeigen nachweisliche positive Effekte des myofazialen Systems durch die gezielte Zufuhr von Aminosäuren.</p>



<p><strong>Individualisierte Zufuhr von Aminosäuren</strong></p>



<p>Evidenz-basierte retrospektive Studien bei Leistungs- und Spitzensportler zeigen selbst bei einem optimierten Ernährungsverhalten (Nährwertberechnung erfolgte mit Hilfe des Opti Diet der GOE) die Notwendigkeit der in­dividualisierten Zufuhr von Amin­säuren. Die hier erfassten 144 Profi-Fußball Spieler (28,0 +– 3,5 Jahre) und 158 Marathonläufer (29,1 +– 3,9 Jahre) zeigen den positiven Effekt einer gezielten individualisierten Mikronährstoffzufuhr, insbesondere der Aminosäuren auf die Balance des vegetativen Nervensystems mit Hilfe der 48-Stunden Herz-raten­variabilitätsmessung. Der pNN50 (Parameter für den Parasympathikus) steigt kontinuierlich an; LF/HF-Ratio (der vegetative Quotient) und der Stress­index konnte durch die gezielte Zufuhr statisch signifikant reduziert werden. Die Sportler haben sehr gut geschlafen, konnten sich besser konzentrieren und haben sich subjektiv viel ausgeglichener gefühlt (siehe Sportärztezeitung 02/2019).</p>



<p><strong>Masterarbeit: Einfluss von Aminosäuren auf die Schmerzsymptomatik und das allgemeine Wohlbefinden</strong></p>



<p>Infolgedessen bietet die Forschung hinsichtlich präventiver und therapeutischer Aspekte im Zusammenhang mit Aminosäuren viel Potenzial, welches im Rahmen der durchgeführten Masterarbeit im Bereich Mikronährstofftherapie und Regulationsmedizin an der FHM Bielefeld erforscht worden ist. Das Ziel dieser Masterarbeit war, den Einfluss von Aminosäuren auf die Schmerzsymptomatik und das allgemeine Wohlbefinden empirisch anhand einer Experimental-Doppelblindstudie zu untersuchen. Die Intervention wurde für einen Zeitraum von acht Wochen durchgeführt. Während dieser Periode wurden die Probanden instruiert, täglich 16 Presslinge eines hydrolysierten Erbsenproteins des Aminosäuren-Komplexes respektive des Placebos einzunehmen. Als Präparat für die Kontrollgruppe ist mikrokristalline Cellulose in Tablettenform verwendet worden. Die Einnahme ist in drei Einzeldosen über den Tag verteilt erfolgt (Dosierung der Aminosäuren s. Tab. 1). Vorzugsweise sollten je 2 x 6 Presslinge morgens und mittags sowie am Abend 1 x 4 Presslinge jeweils vor der Hauptmahlzeit eingenommen werden. Alle Probanden trainieren seit vielen Jahren unter medizinischer und sportwissenschaft­licher Kontrolle drei bis vier Stunden in der Woche. Eine Kombination aus funktionellem Training, apparativen Kraft- und Ausdauertraining mit individualisierter Herzfrequenzvorgabe. Alle Probanden haben seit Jahren leichte Beschwerden im aktiven und passiven Bewegungsapparat, die sich im Laufe der Jahre durch das Training verbessert haben. Die Ergebnisse dieser Masterarbeit stehen im Gegensatz zu bisherigen postulierten Aussagen von Experten, dass die gezielte Zufuhr von Aminosäuren abzulehnen ist und zu keiner nachweislichen Verbesserung der Lebensqualität führen kann. In der Tabelle 2 werden die an­thropometrischen Daten der Probanden erfasst (Auszug aus der Masterarbeit). Zur Prüfung auf Strukturgleichheit der Untersuchungsgruppen, wurden die Probandenkollektive hinsichtlich ihrer zentralen Tendenz analysiert. Verglichen wurden die arithmetischen Gruppenmittel der in der Eingangsuntersuchung erhobenen Basisdaten. Außerdem wurde der Parameter Ernährungsverhalten zusätzlich innerhalb der Gruppen auf das Vorliegen signifikanter Unterschiede von T1 zu T2 geprüft. Nachfolgend werden relevante deskriptive Maßzahlen für beide Probandenkollektive sowie die Auswertungsergebnisse der statistischen Tests veranschaulicht und beschrieben.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="638" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Wienecke1_saez0220-1024x638.jpg" alt="" class="wp-image-4269" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Wienecke1_saez0220-1024x638.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Wienecke1_saez0220-300x187.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Wienecke1_saez0220-768x479.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Wienecke1_saez0220-150x94.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Wienecke1_saez0220-450x281.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Wienecke1_saez0220-696x434.jpg 696w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Wienecke1_saez0220-1068x666.jpg 1068w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Wienecke1_saez0220-674x420.jpg 674w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Wienecke1_saez0220.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Gezielte Zufuhr von Aminosäuren von nur 8 Gramm Kollagenpeptiden eines 
hydrolisierten Erbsenproteins (s. Tab.1) führt bei Freizeitsportlern in einer Altersstruktur von 40 bis 65 Jahren (s. Tab. 2) zu einem deutlich besseren Wohlbefinden und reduzierten Schmerzempfinden</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="454" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/WieneckeTab2_saez0220-1024x454.jpg" alt="" class="wp-image-4268" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/WieneckeTab2_saez0220-1024x454.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/WieneckeTab2_saez0220-300x133.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/WieneckeTab2_saez0220-768x340.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/WieneckeTab2_saez0220-150x67.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/WieneckeTab2_saez0220-450x200.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/WieneckeTab2_saez0220-696x309.jpg 696w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/WieneckeTab2_saez0220-1068x473.jpg 1068w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/WieneckeTab2_saez0220-947x420.jpg 947w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/WieneckeTab2_saez0220.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Tab. 1 Gegenüberstellung der Dosierung des Aminosäuren-Studienpräparats* und des entsprechenden Anteils am Tagesbedarf nach DGEb 
(eigene Darstellung)</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="612" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/WieneckeTab1_saez0220-1024x612.jpg" alt="" class="wp-image-4267" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/WieneckeTab1_saez0220-1024x612.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/WieneckeTab1_saez0220-300x179.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/WieneckeTab1_saez0220-768x459.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/WieneckeTab1_saez0220-150x90.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/WieneckeTab1_saez0220-450x269.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/WieneckeTab1_saez0220-696x416.jpg 696w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/WieneckeTab1_saez0220-1068x638.jpg 1068w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/WieneckeTab1_saez0220-703x420.jpg 703w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/WieneckeTab1_saez0220.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Tab. 2 Deskriptive Statistik der Basisdaten zur Eingangsuntersuchung (eigene Darstellung) </figcaption></figure>



<p><strong>Fazit</strong></p>



<p>Nach der 8-wöchigen Interventionszeit kam ein signifikant positiver Effekt auf das Schmerzempfinden der Probanden der ­Verumgruppe verglichen mit der Placebogruppe zum Vorschein (p &lt; 0,05). Das allgemeine Wohlbefinden der Verumgruppe konnte im Vergleich zur Placebogruppe zwischen den beiden Messzeitpunkten zwar deskriptiv sichtbar gesteigert werden, allerdings ohne den Nachweis durch statistische Signifikanz (p > 0,05), was nicht bedeutet, dass den Beobachtungen keine Relevanz beigemessen werden kann. Im Laufe der Masterarbeit wird eingangs dazu bereits der Dualismus von klinischer und statistischer Relevanz verdeutlicht. Gestützt werden die subjektiv erhobenen Daten durch die objektiven Variablen der Aminosäuren-Messwerte: Die Einnahme des Aminosäuren-Präparats spiegelte sich messbar in der Veränderung der Aminosäuren-Serumspiegel der Verumgruppe im Vergleich zur Placebogruppe wieder, insbesondere für die Aminosäuren Methionin, Phenylalanin, Tryptophan und Valin (p &lt; 0,05; s. Abb. 2). Zusammenfassend wird mit dieser Arbeit herausgestellt, dass Aminosäuren einen positiven Einfluss auf die Schmerzsympto­matik haben können. Zudem werden im Rahmen der Intervention Tendenzen aufgezeigt, die auf eine Verbesserung des allgemeinen Wohlbefindens hindeuten. Damit die erzielten Ergebnisse abgesichert werden können, wird Forschungsbedarf für die Zukunft ausgesprochen. Insbesondere sollte die Fallzahl in künftigen Studien größer und der Interventionszeitraum länger gestaltet werden. Darüber hinaus sind in vitro Studien notwendig, die sich mit den biochemischen Wirkmechanismen befassen, die den beobachteten Ergebnissen zugrunde liegen und sich mit der Frage der Kausalität befassen. Weitere Details der Masterarbeit können Sie in der Schriftenreihe der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) Bielefeld, Heft 12 Meilensteine in der Gesundheitsmedizin erhalten (auch per Online-abrufbar).</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="616" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Wienecke2_saez0220-1024x616.jpg" alt="" class="wp-image-4266" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Wienecke2_saez0220-1024x616.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Wienecke2_saez0220-300x181.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Wienecke2_saez0220-768x462.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Wienecke2_saez0220-150x90.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Wienecke2_saez0220-450x271.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Wienecke2_saez0220-696x419.jpg 696w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Wienecke2_saez0220-1068x643.jpg 1068w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Wienecke2_saez0220-698x420.jpg 698w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Wienecke2_saez0220.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Abb. 2 Prozentuale Änderung der Aminosäuren-Konzentrationen von T1 zu T2
in der Verumgruppe und Placebogruppe (eigene Darstellung) </figcaption></figure>



<p></p>



<p><strong>Immunsystem*</strong> Ein gutes Niveau bestimmter Aminosäuren insbesondere Arginin und<br>Glutamin können nachweislich die Immunkompetenz der NK-und T-Zellen erhöhen und somit die Abwehrkräfte gegenüber viralen und bakteriellen Infektionen stärken.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Mikronährstoff­konzentrationen</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/ernaehrung/4168/mikronaehrstoffkonzentrationen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Prof. Dr. med. Elmar Wienecke]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Dec 2020 09:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[04/19]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://sportaerztezeitung.com/?p=4168</guid>

					<description><![CDATA[Die Basis für individualisierte Mikronährstoffkonzentrationen ist ein optimiertesErnährungsverhalten und die richtige und umfassende möglichst zelluläre Blutanalytik sowie Bewertung der Analysedaten. Bis heute existieren weltweit noch keine validen leistungsphysiologischen Daten zur [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Die Basis für individualisierte Mikronährstoffkonzentrationen ist ein optimiertes<br>Ernährungsverhalten und die richtige und umfassende möglichst zelluläre Blutanalytik sowie Bewertung der Analysedaten. Bis heute existieren weltweit noch keine validen leistungsphysiologischen Daten zur praktischen Überprüfung bis­heriger Dosierungsempfehlungen von Mikronährstoffen bei Leistungs- und Spitzensportlern.</strong></p>



<p><br>Dies hat verschiedene Ursachen:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Die Referenzdaten der einzelnen Labore weisen große Unterschiede auf.</li><li>Die Messmethodik der Mikronährstoffe wird aus unterschiedlichen Kompartimenten des Blutes gewonnen (auf der Serum-, Vollblut- und intraerythrozytären Ebene).&nbsp;</li></ul>



<p>Referenzwerte und Referenzbereiche sind ein wesentliches Grundelement in der Labor gestützten Medizin. Im Leistungs- und Spitzensport sind nach unseren Erfahrungen die zellulären Blutanalysen in den Erythrozyten den Blutanalysen im Vollblut vorzuziehen, da diese einen Langzeitparameter darstellen und nicht kurzfristigen Ernährungseinflüssen unterliegen. Weitere Infos können sie in dem Artikel der Sportärztezeitung 2016 Ausgabe 3 „Mikronährstoffdefizite“ entnehmen.</p>



<p><strong>Paradigmenwechsel gegenüber der bisherigen Labordiagnostik</strong></p>



<p>Europaweit zeigen sich gravierende Unterschiede bei den Referenzbereichen der einzelnen Labore. Diese Referenzbereiche unterliegen einer kritischen Prüfung, da es zurzeit ein untragbarer Zustand in der Evidenz-basierten Medizin ist, dass jedes Labor seine eigenen Referenzbereiche definiert, was zum Teil kuriose Auswirkungen in der Mikronährstoff-Therapie hat. Die Referenzbereiche der Labore sind häufig völlig losgelöst von gruppenspezifischen Betrachtungen (Befindlichkeitsstörungen, möglichen Erkrankungen, sportlichen Aktivitäten etc.). Die Labore analysieren wissenschaftlich mit einer hohen Validität und Reliabilität, aber ohne weitere Informationen über den Kunden/Patienten/Sportler zu haben. Betrachtet man die Untersuchungsergebnisse, dann wird einem bewusst, dass zwar die Parameter überall gleich sind, nicht aber deren Interpretation, weil überall andere „Maßstäbe“ angelegt werden. Wann liegt eine optimale Versorgung mit Mikronährstoffen vor? Wie sind die Werte zu interpretieren? Was ist gut – Was nicht? Wer beurteilt dies?</p>



<p><strong>Weltweit einmalige Datenbank eröffnet neue Möglichkeiten in der Mikronährstoffmedizin</strong></p>



<p>SALUTO – Kompetenzzentrum für Gesundheit und Fitness im westfälischen Halle – hat gemeinsam mit der Stiftung für Mikronährstoffe – Prävention, Gesundheit, Lebensqualität (SfMPGL) eine weltweit einmalige Datenbank mit Analysewerten von über 60.000 Personen, davon 14.450 Leistungs- und Spitzensportlern (Tab. 1) entwickelt. Dieser ­Abgleich mit mehr als 10.500 Ziel-Referenzwerten von Mikronährstoffkonzen­trationen und anderen Blutwerten in fast 300 Kategorien (differenziert nach Alter, Geschlecht, Befindlichkeitsstörungen, Vorerkrankungen und sportlicher Aktivität) ermöglicht eine differenzierte Bewertung der Mikronährstoffkonzentrationen und der sich hieraus ergebenen Therapieempfehlungen. Diese Datenbank ist u. a. die Basis für den Masterstudiengang Mikronährstofftherapie und Regulationsmedizin und für die Bewertung und Interpretation gemessener Mikronährstoffanalysen. In Tab. 1 sind die Ergebnisse der Leistungs- und Spitzensportlern (differenziert nach Alter, Geschlecht, Sportart) dargestellt.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="804" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Wienecke_Tab_saez0419-1024x804.jpg" alt="" class="wp-image-4171" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Wienecke_Tab_saez0419-1024x804.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Wienecke_Tab_saez0419-300x236.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Wienecke_Tab_saez0419-768x603.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Wienecke_Tab_saez0419-150x118.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Wienecke_Tab_saez0419-450x353.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Wienecke_Tab_saez0419-696x546.jpg 696w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Wienecke_Tab_saez0419-1068x838.jpg 1068w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Wienecke_Tab_saez0419-535x420.jpg 535w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Wienecke_Tab_saez0419.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Tab. 1 14.450 Leistungs- und Spitzensportler im Zeitraum von 1994 bis 2018</figcaption></figure>



<p><strong>Beispiel aus dem Leistungs- und Spitzensport zeigt die Problematik und die Herausforderung der Zukunft</strong></p>



<p>Beispiel eines 23jährigen Profi-Fußballspielers aus der Champions-League. Neben den ganzheitlichen Blut- und Urinanalysen und der Anamnese ergibt sich folgendes Bild: häufige mentale und physische Leistungsschwankungen, nächtliches Schwitzen, schlechter Schlaf, Hausstaub-Pollenallergie, häufige kleinere Infekte mit Trainingsunterbrechungen und lange Regenerationszeit nach intensiven Trainings-/Spielbelastungen. Die gemessenen Werte der Pyridinium-­Crosslinks (PD-Werte mit 102,1 nmol/mmol Kreatinin, DPD-Wert mit 25,2 nmol/mmol Kreatinin) zeigen eine starke Beanspruchung körpereigener Strukturproteine am Energiestoffwechsel. Dies führt nachweislich zu einer Überlastungsreaktion der biochemischen Reaktionskette. Betrachten wir jetzt das zelluläre Mikronährstoffprofil aus den Erythrozyten (siehe Abb. 1) und die Referenzbereiche des Labors, so lassen sich keine realen Bewertungen vornehmen. Aus unserer Datenbank und Software werden jetzt 459 vergleichbare Spieler mit ähnlichen Befindlichkeitsstörungen herausselektiert. Erst jetzt erfolgt eine Bewertung der Ergebnisse, die Sie in Abb. 1 erkennen. Oberhalb von 20 % der Ziel-Referenzdaten vergleichbarer Spieler liegen keine Aktivitätseinschrän­kungen bestimmter Enzyme mehr vor. Gleichzeitig zeigen neben den anderen Blutergebnissen aber vor allem die Ergebnisse des funktionellen Energiestoffwechsels (Analyse der organische Säuren und Metabolite) die in Abb. 2 gemessenen Werte des Labors. Eine Bewertung dieser Ergebnisse erfolgt mit vergleichbaren Spielern durch die Datenbank. In diesem Fall sind die Zitronensäure und Alpha-Ketoglutarsäure erhöht und zeigen eine biochemische Dysfunktion auf. Nach gezielter individu­alisierter Mikronährstoffzufuhr normalisieren sich diese nachweislich, die Pyridinium-Crosslinks reduzieren sich nach ca. vier Wochen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="600" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Wienecke1_saez0419-1024x600.jpg" alt="" class="wp-image-4169" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Wienecke1_saez0419-1024x600.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Wienecke1_saez0419-300x176.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Wienecke1_saez0419-768x450.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Wienecke1_saez0419-150x88.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Wienecke1_saez0419-450x264.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Wienecke1_saez0419-696x408.jpg 696w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Wienecke1_saez0419-1068x626.jpg 1068w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Wienecke1_saez0419-717x420.jpg 717w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Wienecke1_saez0419.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="597" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Wienecke2_saez0419-1024x597.jpg" alt="" class="wp-image-4170" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Wienecke2_saez0419-1024x597.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Wienecke2_saez0419-300x175.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Wienecke2_saez0419-768x448.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Wienecke2_saez0419-150x88.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Wienecke2_saez0419-450x263.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Wienecke2_saez0419-696x406.jpg 696w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Wienecke2_saez0419-1068x623.jpg 1068w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Wienecke2_saez0419-720x420.jpg 720w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Wienecke2_saez0419.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p><strong>Fazit</strong></p>



<p>Nach erfolgter ganzheitlicher Analyse und Anam­nese kann eine reale Bewertung der<br>Laborparameter erst erfolgen, wenn ein differenzierter Vergleich, hier der von Sportlern, erfolgt. Dies gilt natürlich auch für die Mikronährstofftherapie bei allen anderen Personengruppen mit unterschiedlichen Befindlichkeiten. Für diese Bewertung ist eine umfassende Datenbank notwendig. Laboreinrichtungen bewerten die Analysen nach Geschlecht und Alter, da sie über keine weiteren Informationen verfügen. Aufgrund dessen unterliegen diese Analysen fehlerhafter Interpretationen.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Schilddrüse</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/ernaehrung/3100/schilddruese/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Prof. Dr. med. Elmar Wienecke]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Nov 2020 09:01:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[02/18]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://sportaerztezeitung.com/?p=3100</guid>

					<description><![CDATA[Evidenzbasierte retrospektive Studien­ergebnisse zeigen u.a. an Profi-Fußball­spielern (N=125), Marathonläufern (N=144) und weiteren Leistungssportlern (N=520) die außergewöhnliche Bedeutung der Schilddrüsenhormone. Diese liegt in der Teilung und Wachstum aller Zellen, dem Kohlenhydrat-, [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Evidenzbasierte retrospektive Studien­ergebnisse zeigen u.a. an Profi-Fußball­spielern (N=125), Marathonläufern (N=144) und weiteren Leistungssportlern (N=520) die außergewöhnliche Bedeutung der Schilddrüsenhormone. Diese liegt in der Teilung und Wachstum aller Zellen, dem Kohlenhydrat-, Eiweiß- und Fettstoffwechsel, der Regulation der Körpertem­peratur und dem Energiestoffwechsel. </strong></p>



<p>Jegliche Störung in der Produktion der Schilddrüsenhormone wirkt sich auf den Organismus aus. Die untersuchten Spitzensportler weisen vielfältige Befindlichkeitsstörungen auf, die aber nach klinischem Verständnis bisher zu keinen Handlungsanweisungen führen. Nach neusten Erkenntnissen gelten TSH-basal-Werte bei Personen von 0,5 – 2,5 µIU/ml als schilddrüsen­gesund (euthyreot). Mit der Bestimmung der Antikörper (TPO, TRAK) lassen sich mögliche Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse frühzeitig ausschließen. Genetische/epigenetische Faktoren können neben gezielten Mikronährstoffdefiziten nachweislich eine zunehmende Dysregulation der Schilddrüsenhormone hervorrufen. Langjährige Erfahrungen zeigen, dass die Auswirkungen der Schilddrüsenhormone schon in „normalen“ Bereichen von 0,5 – 2,5  µIU/ml zwar als schilddrüsengesund gelten, aber vielfältige Befindlichkeitsstörungen hervorrufen können. Gerade im Bereich der Trainingssteuerung und Regeneration sind diese Aspekte von entscheidender Bedeutung.</p>



<p><strong>Latente Symptome schon lange vorhanden – bisher allerdings ohne klinische Relevanz</strong></p>



<p>Die Auswirkungen der Schilddrüsenhormone auf die mentale und psychisch/physische Leistungsfähigkeit lassen sich heute mit den Parametern des vegetativen Nervensystems (u.a. pNN50, Ratio LF/HF, Stressindex) durch die 24-Stunden HRV-Messungen optimal ermitteln. Die Messungen bei den durchgeführten retrospektiven Studien erfolgten mit dem Gerät Faros 90 der Firma Mega in Finnland. Die 24-HRV-Messungen haben mittlerweile in der Wissenschaft mit 452 Publikationen einen hohen Stellenwert erzielen können und gelten international als das Messinstrumentarium für die Erfassung der Leistungsbereitschaft, Entspannungsfähigkeit, Schlafarchitektur, Stressbelastung und der Balance zwischen Sympathikus und Parasympathikus. Aus den gesamten retrospektiven Ergebnissen bei den untersuchten Spitzensportlern (N=789) mit den beschriebenen unterschiedlichen Befindlichkeitsstörungen sind die Bewertungskriterien bei den TSH-basal-Werten und den gemessenen fT3, fT4-Werten entstanden.</p>



<p>Wichtiger Hinweis: Die Schilddrüsen­hormone sind häufig belastungsbedingt nach intensiven Trainings- undoder Spielbelastungen am anderen Morgen deutlich erhöht. Aus diesem Grunde sind Schilddrüsenhormonanalysen nur sinnvoll, wenn keine direkte intensive sportliche Belastung am Vortag erfolgt ist. </p>



<p>Aus der Abb. 1 können Sie das Spektrum und die Streuung der TSH-basal-Werte bei den Spitzensportlern erkennen. Dies hat vielfältige Auswirkungen auf die mentale und physische Leistungsfähigkeit. Interessanterweise zeigen häufig die sehr schnellkräftigen Leistungssportler eine vermehrte Sympathikotonie bei TSH-Werten von &lt; 1,3 µIU/ml. Diese Sportler benötigen eine deutlich längere Regenera­tionszeit für die Auffüllung der Glykogenspeicher in der Leber und Mus­kulatur. Aus den retrospektiven Studienergebnissen und den 24-Stunden-­HRV-Messungen bei den Spitzensportlern haben sich interessante Aspekte ergeben.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="644" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Wienecke1_saez0218-1024x644.jpg" alt="" class="wp-image-3102" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Wienecke1_saez0218-1024x644.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Wienecke1_saez0218-300x189.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Wienecke1_saez0218-768x483.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Wienecke1_saez0218-150x94.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Wienecke1_saez0218-450x283.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Wienecke1_saez0218.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Abb. 1</figcaption></figure>



<p><strong>Einfluss der Schilddrüsenhormone (hier die TSH-basal-Werte) auf einige Parameter des vegetativen Nervensystems mit Hilfe der 24–Stunden-HRV-Messung.&nbsp;</strong></p>



<p><strong>Anmerkung: </strong>Gleichzeitig sind auch noch fT3, fT4 und die Antikörper der Schilddrüse (TPO; TRAK) bestimmt worden. Die Blut-, Urin- und HRV-­Messungen sind immer nach einem trainingsfreien Tag durchgeführt worden. Es zeigen sich hochsignifikante Korrelationskoeffizienten in Abb. 3 (p &lt; 0,001) zwischen den unterschie­dlichen TSH-basal-Werten und den Parametern der 24-Stunden-HRV-Messung (s. Tab. 1 + Abb. 3). Die 197 Spitzensportler, die im arithmetischen Mittel TSH-­basal-Werte von 0,86 +– 0,39 µIU/ml (Tab. 1) aufweisen, haben einen hohen Stressindex mit 415,2 +– 61,9, einen vegetativen Quotienten LF/HF-Ratio von 7,31 +– 1,51 und einen pNN50 von 5,31 +– 1,51 (Indikator für die Aktivität des Parasympathikus). Analog zu diesen Ergebnissen zeigen auch die 457 Spitzensportler mit einem TSH-basal-Wert von 2,91 +– 0,49 einen hohen Stressindex von 445,9 +– 78,1 einen LF/HF-Ratio von 6,99 +– 1,73 und einen pNN50 von 8,13 +- 1,42 (Tab.1, Abb.3). Die 134 Spitzensportler, die einen TSH-basal-Wert von 1,95 +– 0,31 aufweisen, haben einen hochsignifikanten (p&lt;0,001) niedrigen Stressindex mit 168,3 +– 47,4 einen LF/HF-Ratio von 1,72 +– 0,19 und einen pNN50 von 14,98 +– 1,23. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="434" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Wienecke_Tab_saez0218-1024x434.jpg" alt="" class="wp-image-3101" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Wienecke_Tab_saez0218-1024x434.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Wienecke_Tab_saez0218-300x127.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Wienecke_Tab_saez0218-768x326.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Wienecke_Tab_saez0218-150x64.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Wienecke_Tab_saez0218-450x191.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Wienecke_Tab_saez0218.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Tab. 1 Zusammenhang zwischen Parametern der 24-Stunden-HRV-Analyse bei Spitzen­sportlern (insgesamt N=789; Profi-Fußballspielern N=125, Marathonläufern N=144; weitere Sportler N=520 wie Handball, Judo, Leichtathletik) und den TSH-basal-Werten</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="745" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Wienecke3_saez0218-1024x745.jpg" alt="" class="wp-image-3104" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Wienecke3_saez0218-1024x745.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Wienecke3_saez0218-300x218.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Wienecke3_saez0218-768x559.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Wienecke3_saez0218-150x109.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Wienecke3_saez0218-450x327.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Wienecke3_saez0218.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Abb. 3</figcaption></figure>



<p><strong>Fazit&nbsp;</strong></p>



<p>Von den 789 Spitzensportlern liegen nur 17 % (N=134) in dem wünschenswerten Referenzbereich 1,6 – 2,2 µIU/ml, in der eine optimale Trainierbarkeit gegeben ist, 25 % (N=197) in einem Referenzbereich 0,5 – 1,3 µIU/ml mit der beschriebenen HB-Männchen-Mentalität (Abb. 2) und 58 % (N=457) in einem Referenzbereich von 2,5 – 3,5 µIU/ml) mit der beschriebenen „Schlaftabletten-Mentalität“ (Abb. 2). Diese Ergebnisse dokumentieren eindeutig die Zusammenhänge der Schilddrüsenhormone, dem vegetativen Nervensystem und der mental/physischen Leistungs- und Regenerationsfähigkeit der Sportler. Die gezielte Zufuhr ­fehlender Mikronährstoffe kann die unterschiedlich beschriebenen Befindlichkeitsstörungen nachweislich verbessern, aber auch in Einzelfällen die bestehende „Dysregulation“ der Schilddrüsenhormone normalisieren. Eine Normalisierung der Schilddrüsenhormone bei Sportlern > 2,5 kann u. a. durch die gezielte Gabe von Jod und Selen normalisiert werden. Reicht dies nicht aus, dann wird die Gabe von z. B. L-Thyroxin in entsprechenden Dosierungen sinnvoll. Anzustrebender Zielbereich: 1,6 – 2,2 µIU/ml. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="712" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Wienecke2_saez0218-1024x712.jpg" alt="" class="wp-image-3103" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Wienecke2_saez0218-1024x712.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Wienecke2_saez0218-300x209.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Wienecke2_saez0218-768x534.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Wienecke2_saez0218-150x104.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Wienecke2_saez0218-450x313.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Wienecke2_saez0218.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Abb. 2</figcaption></figure>



<p><strong>Fallbeispiel</strong></p>



<p>Einfacher Lösungsansatz bei einem 20jährigen Profi-Fußballspieler in der Champions-League mit einem TSH-basal-Wert von 0,69 µIU/ml: Die gezielte Zufuhr von Magnesium über den Tag verteilt (morgens, mittags, abends) und die Zufuhr einer individualisierten Mikronährstoffrezeptur nach den Ergebnissen der zellulären Analyse, kann nachweislich das vegetative Nervensystem deutlich optimieren. Hat die Messung eine erniedrigte Aminosäure L-Tryptophan ergeben, erfolgt eine entsprechende Zufuhr, die abhängig von der Ausgangssituation ist. Die Ergebnisse des Stressindexes vor Zufuhr: 356,2 und nach gezielter Zufuhr: 152,4. Nach 8 Tagen ließ sich eine deutlich verbesserte Balance des vegetativen Nervensystems über den gesamten Tag erkennen (Ökonomisierung der stark ausgeprägten Sympathikotonie (Abb. 4).</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="288" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Wienecke4_saez0218-1024x288.jpg" alt="" class="wp-image-3105" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Wienecke4_saez0218-1024x288.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Wienecke4_saez0218-300x84.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Wienecke4_saez0218-768x216.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Wienecke4_saez0218-150x42.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Wienecke4_saez0218-450x126.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Wienecke4_saez0218.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Abb. 4</figcaption></figure>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
