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	<description>Sportmedizin für Ärzte, Therapeuten &#38; Trainer</description>
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		<title>Meine Erkrankung, der tiefe Fall</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dr. med. Sibylle Walther]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 12 Nov 2022 09:00:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
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					<description><![CDATA[Im Juni 2019 erlitt ich einen wirklich sehr rasanten und plötzliche Leistungsabfall, den ich erst gar nicht wahrnehmen wollte, da ich gerade auf dem absoluten Höhepunkt meines Privat – und [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Im Juni 2019 erlitt ich einen wirklich sehr rasanten und plötzliche Leistungsabfall, den ich erst gar nicht wahrnehmen wollte, da ich gerade auf dem absoluten Höhepunkt meines Privat – und Arbeitslebens stand. Halsschmerzen und ein Lymphknoten, mehr nicht.</strong></p>
<p>Mein erster Gedanke war: Geh zum HNO, lass Dir das Ding an einem Donnerstag wegoperieren, dann kann ich die Praxis am Montag wieder öffnen. Im Rückblick lässt sich feststellen, dass dies eine absolute Verdrängung des eigenen Krankheitsgefühls und Zustands war. Das Untersuchungsergebnis war ernüchternd: Kein Lymphknoten, sondern Metastasen. Keine Halsschmerzen, sondern Doble HITT Hodgkin Lymphom. Was folgte war das „große Programm“: Chemotherapie, Antikörpertherapie, Immuntherapie, Radio­therapie. Dann auch noch Komplikationen in Form eines eitrigen Abszesses im Hals, bis ins Rückenmark reichend. Das bedeutete eine nächtliche Not-OP, Reserveantibiotika, Iso-station, Schmerzmittel bis hin zu Morphium! Alles zusammen eine fast 6-monatige stationäre Behandlung an der Uniklinik Son Espaces, Palma, mit wenigen Unterbrechungen zu Hause. Die fachliche Betreuung war sehr gut, auch die Nachsorge. Allerdings gibt es in Spanien keine anschließende Reha bzw. Kur.</p>
<p>Meine größte Sorge zur damaligen Zeit bestand darin, dass ich kaum laufen konnte. Nach der Chemotherapie hatte ich eine Arthrose im Knie sowie in der rechten Hand und die vorbestehende Spondylolisthesis im LWS Bereich verschlechterte sich extrem. Schlimmer noch sind die Polyneuropathien an beiden Füßen und Händen, die schon nach der ersten Chemotherapie auftraten und sich aber progressiv ausgebreitet haben. Für die Hände helfen Handarbeiten. Ich bin immer noch dabei, Schreiben zu lernen, denn mein Schriftbild ist unleserlich. Für die Füße helfen Medikamente, Sensibilitätsübungen, orthopädische Schuhe und ganz wichtig: Nicht verzagen und die Zuversicht verlieren!</p>
<h2>Die ersten Schritte</h2>
<p>Kontrollbedürftig entlassen und mit Schmerzmitteln, die ich als Arzt vertrauenswürdig selbst dosieren sollte, mehr oder weniger allein gelassen. Auf die Frage, welchen Sport ich jetzt machen durfte, bekam ich die Antwort „Sport? Sie ruhen sich aus und machen nur noch, was Ihnen Spaß macht.“ Der Radiologe machte den Witz „Schach sei ja ein knochenschonender Kampfsport“. Mit diesen unbefriedigten Antworten machte ich mich auf eigene Faust auf den Weg, engagierte einen sehr guten Physiotherapeuten und fing mit Pilates bei einer Personal Trainerin an. Zusätzlich begann ich mit leichten Bewegungsübungen und Koordination im Wasser sowie Spaziergänge mit Nordic-Walking-Stöcken. Morphium habe ich abgelehnt, als Ersatz kurzzeitig THC, später runter auf Tramal, dann Deyketoprofen und Pregabalin. Im März 2020 kam dann die Info vom Orthopäden: „die LWS sei operationspflichtig, aber der Allgemeinzustand ließe dies nicht zu. Bitte machen Sie Sport, empfohlene Schrittmenge 3.000 – 4.000 pro Tag“, was ich als extrem anstrengend empfand.</p>
<h2>Der Geist spielt mit</h2>
<p>Während der gesamten Zeit hatte ich eigentlich keine starken Depressionen. Ich fühlte mich eher oft enttäuscht. Wollte mehr und bekam zu wenig. Gerade von fachlicher Seite manchmal nicht die erhoffte Hilfe, nach dem Motto „Du bist ja eine Kollegin, Du kannst das ja selber“. Dabei war es gerade die neue Erfahrung, Hilfe anzunehmen, ob von Freunden oder Kollegen, die mich stärker werden ließ und mir sehr half. Zu merken, dass hinter mir ein ganzes perfektes Netzwerk stand, war die wundervollste Erfahrung. Die Tennistrainerin brachte mir den aufrechten Gang bei, die Pilatestrainerin brachte mich in Bewegung und Freunde und Familie taten den Rest.</p>
<h2>Die Kombi macht es</h2>
<p>Im Juni 2021 wagte ich den Versuch, wieder „normal am Leben teilzunehmen“: Halbtagsarbeit in der Praxis, ­Physiotherapie, Pilatestraining, Wassergymnastik. Verordnete Medikamente: Furosemid; Tramal 150mg; Pregabalin 300 mg, Dexketoprofen bei bed.; Escitalopram gegen Depressionen; Vitamin D; Alopurinol100; Artovastatin 20 mg, bei Bed Tavor zur Beruhigung und natürlich noch Magenschutz und Antiemetika.</p>
<p>Tatsächliche Medikamente / Nahrungsergänzungsmittel (NEMs): Furosemid, <a href="https://www.kappabio.com" target="_blank" rel="noopener">Vitamin D3 + K2</a>, Omega 3; Thioctacid 600, seit 7/21 <a href="https://www.uc-ii.com" target="_blank" rel="noopener">UC-II</a> (nicht-denaturiertes Typ-2-Collagen). Außerdem achtete ich auf eine eiweißreiche und zuckerarme Ernährung: morgens <a href="https://sportaerztezeitung.com/applications/insumed-gmbh/" target="_blank" rel="noopener">INSUMED Basic-Shake</a>; nach dem Sport<a href="https://sportaerztezeitung.com/applications/insumed-gmbh/" target="_blank" rel="noopener"> INSUMED BESTFORM</a>. Dazu kamen noch mentales Training, Mindfullness sowie Dankbarkeitsübungen (erlernt von Beate Preisler). Außerdem noch Selbsthypnose und Meditationsübungen.</p>
<h2>Und wie ging es weiter?</h2>
<p>Die Einnahme von <a href="https://www.uc-ii.com" target="_blank" rel="noopener">UC-II</a> in Verbindung mit Thioctacid brachte Wunder. Nach drei Wochen konnte ich laufen, ohne darüber nachdenken zu müssen, mit einem deutlich reduzierten Schmerzlevel. Sogar freihändiges Treppensteigen war möglich. So konnte ich die Schmerzmittel deutlich reduzieren. Das gab mir Antrieb auf der ganzen Linie, also beschloss ich für mich, <a href="https://www.uc-ii.com" target="_blank" rel="noopener">UC-II</a> nicht nur für die empfohlenen drei Monate, sondern länger einzunehmen. Nebenwirkungen bemerkte ich nicht, ausgenommen positiver Side-effects: Nach der Chemotherapie verbesserte sich mein Hautbild, der Haarwuchs kam besser und die Onycholyse an den Zehen­nägeln heilte ab. Im Mai 2022 dann die letzte engmaschige Kontrolle beim ­Onkologen – als geheilt entlassen! Im Übermut habe ich sofort wieder zu viel gearbeitet und mich übernommen. Als mein Vorrat mit NEMs und <a href="https://www.uc-ii.com" target="_blank" rel="noopener">UC-II</a> zu Ende ging, hab ich auch prompt damit aufgehört. Nach weniger als drei Wochen kam die Rechnung in Form von Erschöpfung und Körperschmerzen.</p>
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<h2>Fazit</h2>
<p>Nach so einer schwerwiegenden Diagnose und Erkrankung ist die Eigenfürsorge ein Leben lang wichtig. Man sollte über den Tellerrand schauen und Empfehlungen annehmen. Für mich ist die Kombination aus Schulmedizin, moderner Forschung (sich auch was trauen) und Komplementärmedizin der Schlüssel zum Erfolg. Ich habe immer noch Restbeschwerden, mit denen ich mich arrangiert habe, diese bestimmen aber nicht mein Leben. <a href="https://www.uc-ii.com" target="_blank" rel="noopener">UC-II</a>, Thioctacid und co. nehme ich weiterhin, außerdem gehört Sport und ausreichend Bewegung mit Spaß zu meinem Leben dazu.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Ich hasse aber z. B. die Werbung, in der es heißt „Renn deinem Krebs davon“, denn das funktioniert nicht.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Veröffentlicht 12.11.2022</em></p>
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