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	<title>Dr. Karl Ulrich Volz, Autor bei sportärztezeitung</title>
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	<description>Sportmedizin für Ärzte, Therapeuten &#38; Trainer</description>
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	<title>Dr. Karl Ulrich Volz, Autor bei sportärztezeitung</title>
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	<item>
		<title>Entzündungen</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/13828/oralen-infektionen-biokorrosion-und-systemischer-gesundheit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Prof. Dr. med. dent. Etyene Schnurr&#160;,&#160;Dr. Karl Ulrich Volz]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 May 2023 07:00:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[02/23]]></category>
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					<description><![CDATA[Zusammenfassungen Ein hohes Lebensalter prädisponiert ältere Erwachsene für chronische Krankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck, Arthrose, Osteoporose, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und zerebrovaskuläre Erkrankungen. Diese Patienten benötigen eine besondere zahnärztliche Betreuung und ein besseres Verständnis [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Zusammenfassungen</strong></p>
<p>Ein hohes Lebensalter prädisponiert ältere Erwachsene für chronische Krankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck, Arthrose, Osteoporose, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und zerebrovaskuläre Erkrankungen. Diese Patienten benötigen eine besondere zahnärztliche Betreuung und ein besseres Verständnis der Wechselwirkungen zwischen oralen Infektionen und chronischen systemischen Erkrankungen, die ihre Behandlung erschweren können. Orale Erkrankungen stehen in engem Zusammenhang mit systemischen Erkrankungen, und eine schlechte Mundgesundheit kann die Auswirkungen systemischer Erkrankungen verschlimmern. Wir befassen uns mit klinischen Erkenntnissen auf der Grundlage eines multidisziplinären Behandlungskonzepts, das als ALL-in-One bekannt ist und bei dem die oralen Infektionsherde auf einmal beseitigt werden, wodurch der Druck auf das Immunsystem verringert wird. Die Behandlung konzentriert sich auf die Wiederherstellung der Okklusion nach dem Ersatz von Metalllegierungen und Titanimplantaten, die im Laufe der Zeit Biokorrosion und chronische Entzündungen des periimplantären Gewebes verursachen, wodurch die systemische Kontamination verringert wird. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Rehabilitation mit Keramikimplantaten und metallfreiem Zahnersatz die zelluläre Leistung durch zwei Biomarker verbessert: 1. mitochondrialer bioenergetischer Index und 2. Zunahme der Telomerlänge nach der Behandlung, was die Bedeutung der Kontrolle oraler Infektionen für die Qualität der Immunreaktion, Gewebe- und Knochenregeneration unterstreicht.</p>
<h3><strong>Einleitung</strong></h3>
<p>Der Mund erfüllt wichtige Funktionen, die sich auf die Gesundheit des gesamten Körpers auswirken. Er spielt nicht nur eine grundlegende Rolle beim Sprechen, Kauen und Atmen, sondern ist auch der größte Hohlraum des Körpers, der in direktem Kontakt mit der Umwelt steht und als Einfallstor für Bakterien und andere gesundheitsschädliche Mikroorganismen dient.</p>
<p>Metallablagerungen können sowohl eine Ursache als auch eine Folge des Alterns und altersbedingter Krankheiten sein. Während des Osseointegrationsprozesses von Zahnimplantaten aus Titan bildet sich eine Oxidschicht, die unter bestimmten oralen Bedingungen wie der lokalen Mikrobiota, Schwankungen des Wasserstoffpotenzials (pH) und Speichel instabil wird. Diese Instabilität macht Titan anfällig für biologischen Abbau und Korrosion. Im Laufe der Zeit hinterlässt die Korrosion Rückstände, die sich in den umliegenden Geweben ablagern und eine periimplantäre Entzündungsreaktion auslösen. Während der Entzündungsreaktion steigt die Produktion von reaktiven Sauerstoffspezies (ROS) und Zytokinen in den Geweben an, was die Lebensfähigkeit und die Proliferation der Zellen beeinträchtigt und zu einer anschließenden Apoptose und Genotoxizität führt. (Romanos et al., 2021, Müller-Heupt et al., 2022)</p>
<p>Umweltfaktoren mit ihren saisonalen und geografischen Variationsmustern haben die Entwicklung, den Schweregrad und das Fortschreiten von Krankheiten beeinflusst. Zu diesen Einflüssen gehören die chronischen Krankheiten Multiple Sklerose (MS), nicht-kutane Schübe des systemischen Lupus erythematodes (SLE), Psoriasis und rheumatoide Arthritis (RA). Diese jahreszeitlichen Schwankungen sind für Veränderungen unserer Autoimmunität (Rosen et al., 2016), Infektionen in Verbindung mit der Vitamin-D-Aufnahme (Gatti et al., 2016) sowie der Menge des produzierten Melatonins verantwortlich. (Galbo &amp; Kall, 2016)</p>
<p>Der Zusammenhang zwischen Vitamin D und Parathormon wurde erkannt, da es eine Rolle bei der Regulierung der Mineral- und Knochenhämostase spielt (Ghanaati et al., 2020). Dabei wirkt die aktive Form von Vitamin D, das Calcitriol (1,25 (OH) 2D), auf verschiedene Mechanismen zur Aufrechterhaltung des Calciumspiegels. Darüber hinaus aktiviert es die Knochenbildung und -regeneration, indem es die Zelldifferenzierung unterstützt und die Kalzium- und Phosphatkonzentration im Serum erhöht (Gil et al., 2018). Es wird auch berichtet, dass der Serumspiegel von Vitamin D3 mit einer monatlichen oralen Dosis von 60.000 IU die Telomeraseaktivität von peripheren mononukleären Blutzellen (PBMC) um 19,2 % erhöhen kann (Zarei et al., 2021)</p>
<p>Die moderne Lebensweise kann jedoch das reibungslose Funktionieren des Körpers und des Immunsystems gefährden. Zum Beispiel könnten die künstlichen elektromagnetischen Felder und Mobiltelefone, die zwischen 2017 und 2018 eingeführt wurden, eine Rolle bei der Zunahme von psychischen Erkrankungen, Nerven- und Empfindungsstörungen und einer Hypersensibilisierung der Haut gespielt haben. (Lehmann et al., 2011, Bortkiewicz et al., 2017) Kürzlich bestätigte eine Studie, dass die Nähe zu Mobiltelefonen die Rekrutierung von polymorphkernigen Leukozyten (Neutrophilen) lokal erhöht und eine Entzündungsreaktion um das Zahnimplantat herum auslöst, die zu Knochenunregelmäßigkeiten und einer reduzierten Osseointegration führt. (Kavyashree et al., 2019)</p>
<p>In diesem Artikel befassen wir uns mit klinischen Belegen für den Einfluss von Vitamin D und Zahnbehandlungen auf den Zellstoffwechsel, indem wir den bioenergetischen Gesundheitsindex (BHI) und die Telomerlänge messen. Beides sind empfindliche Indikatoren für die Reaktion der Immunzellen auf das durch anhaltende Entzündungen im Mund verursachte energetische Ungleichgewicht. Auch die Regulierung des autonomen Nervensystems und der Einfluss auf die Knochen- und Gewebereparatur des Patienten wurden berücksichtigt. Das Wissen über die Rolle der Mundgesundheit für das biologische Alter und die systemische Gesundheit wird beschrieben.</p>
<h3><strong>Material und Methoden</strong></h3>
<p>&nbsp;</p>
<ol>
<li>Zirkoniumdioxid-Implantate</li>
</ol>
<p>Es wurden einteilige oder zweiteilige Zirkonoxidimplantate (SDS®, Swiss Dental Solution, Kreuzlingen, Schweiz) verwendet. Die Implantate wurden mit einem maximalen Drehmoment von 35 N/cm mit einem chirurgischen Zahnimplantatmotor (W&amp;H Implantmade Plus, Bürmoos, Österreich) eingesetzt. Die SDS Implantate haben eine koronale Tulpenform, die die Form des natürlichen Zahns nachahmt und das Weichgewebe stützt, indem sie einen Kollaps des marginalen Lappens verhindert. Die Verbindung zwischen Zirkoniumdioxid und Gingiva erfolgte während der Einheilung. SDS-Implantate haben apikal so genannte Dynamic Threads®, deren Tiefe und Abwinkelung Raum für eine ausreichende Blut- und Zellperfusion bieten, die als kleine Heilungsregionen fungieren und so eine neue Knochenbildung ermöglichen.</p>
<ol start="2">
<li>Chirurgische Verfahren: Das All-in-One-Konzept</li>
</ol>
<p>Nach der klinischen Untersuchung wurden die Patienten einer Computertomographie (CBCT) unterzogen, um den Schweregrad der Knochenatrophie zu überprüfen. Mineralien und Vitamine wurden zwei bis vier Wochen vor der Operation verabreicht und in den folgenden vier Wochen beibehalten. (Tabelle 1) Dabei wurde die tägliche Zufuhr von Magnesium, Vitamin C, D3, K2/mk7 und Omega 3 in einfach zu dosierenden Blisterbeuteln verabreicht. Die Nutrabeads™-Kügelchen (ca. 2,5 mm Durchmesser) gewährleisteten eine kontrollierte Wirkstoffabgabe und waren leicht zu schlucken, was die Therapietreue der Patienten erhöhte. (Big 5 &#8211; Swiss Dental Solutions GmbH, Konstanz, Deutschland). Besonderes Augenmerk wurde auf die Plasmakonzentrationen von Vitamin D und sein Verhältnis zur Vitamin K2/mk7-Konzentration gelegt (Vitamin D 10.000 IU zu 100 μg K2/mk7). Bei Vitamin-D-Werten unter 40 ng/ml wurde keine Operation durchgeführt, um die systemischen Bedingungen für die Knochenheilung zu optimieren. (Ghanaati et al., 2020)</p>
<p>Das Infusionsprotokoll am Tag des Eingriffs bestand aus 2,4 g Co-Amoxicillin in 50-100 ml NaCl und 8 mg Dexamethason. In den 72 Stunden nach der Operation erhielt der Patient täglich Infusionen mit 15 g Vitamin C (2x 7,5 g Pascorbin), Procain (2 ml, 2% in 500 ml Ringer B. Braun), Magnesiumsulfat (20% 8 mmol Bichsel), Natriumbicarbonat (8,4% Sintetica) und Vitamin B12 (1 ml/mg Sintetica). (In Übereinstimmung mit dem SWISS BIOHEALTH CONCEPT® 2020). Die Schmerzen wurden bei Bedarf mit 1 g Paracetamol kontrolliert.</p>
<p>Die Implantation wurde unter Narkose mit einer einfachen, minimal traumatischen Technik durchgeführt. Vertikale Inzisionen zur Freisetzung wurden weggelassen. Die Operationsstellen wurden gründlich inspiziert und kürettiert und mit festem PRF (A-PRF) gefüllt, was nach dem Low-Speed Centrifugation Concept (LLCC) (Mectron Deutschland Vertriebs GmbH, Köln, Deutschland) hergestellt wurde. (Ghanaati et al., 2014; Choukroun et al., 2018) Die Augmentation (autologer Knochen) erfolgte entsprechend der Defektgröße. Eine nicht resorbierbare monofile Naht (Atramat® 5-0, Mednaht GmbH, Bochum, Deutschland) wurde verwendet, um die Matrizen zu fixieren und den Lappen zu schließen.</p>
<p>Die Implantate mussten 4 bis 8 Wochen einheilen, bevor sie mit Prothesen belastet wurden. Schwellungen, Schmerzlinderung, Hämatome und Entzündungen wurden über 72 Stunden durch eine kühlende Gesichtsmaskentherapie mit einem Gesichtsmaskengerät (Hilotherm von Medos, Österreich) kontrolliert. Die Kühlung reduzierte den Sauerstoff- und Nährstoffbedarf der Operationsstellen, die Stoffwechselrate, Überhitzung und Entzündung. (Esperland et al., 2022) Die Körpertemperatur wurde um 20°C verringert (Beispiel: von 37°C Körpertemperatur auf 17°C).</p>
<ol start="3">
<li>Analyse des autonomen Systems</li>
</ol>
<p>Die Analyse des autonomen Systems (ANS) bewertete die kurzfristige Herzfrequenzvariation (HRV) mittels hochauflösender bipolarer Brustgurterfassung. (Weippert et al., 2010) Die in der ANS verwendete bipolare Brustgurt-Detektionsstelle bietet eine RR-Detektion mit einer Genauigkeit von ± 1 ms und erfüllt die Richtlinien für eine valide HRV-Analyse auch bei kleinen RR-Schwankungen. (Berntson et al., 1997) Die ANS-Analyse berechnet relevante HRV-Indizes: die mittlere Herzfrequenz (HR), die Standardabweichung aller normal-zu-normalen RR-Intervalle (SDNN, Maß für die Gesamtvariabilität), die Quadratwurzel aus dem Mittelwert der Summe der Quadrate der Differenzen zwischen benachbarten RR-Intervallen (RMSSD, Maß für die parasympathische Aktivität), den Stressindex als Index für das Verhältnis zwischen Höhe und Breite der RR-Verteilung (SI, Maß für die sympathische Aktivität) und Alpha 1 der detrendierten Fluktuationsanalyse (Maß für die Selbstähnlichkeit und fraktale Organisation des ANS). Die ANS-Analyse-Software wurde durch den regelmäßigen Vergleich der HRV-Indizes des Systems (einschließlich Artefaktkorrektur) mit einer wissenschaftlichen Referenzsoftware sichergestellt. (Tarvainen et al., 2014)</p>
<p>&nbsp;</p>
<ol start="4">
<li>Fragebogen zu medizinischen Symptomen, biologisches Alter und Telomerlänge</li>
</ol>
<p>Die Patienten wurden zu zwei Zeitpunkten, vor und nach der Operation, untersucht. Ein Fragebogen zu den medizinischen Symptomen (MSQ) diente dazu, die zugrunde liegenden Ursachen der Krankheit zu ermitteln und den Verlauf der Krankheit im Laufe der Zeit zu verfolgen. Der MSQ gab Aufschluss über den aktuellen Funktionszustand des Patienten und über das Ausmaß der durch die Behandlung zu erwartenden Verbesserung. Die Patienten wurden aufgefordert, jedes der angegebenen Symptome auf der Grundlage ihres Gesundheitsprofils über einen Zeitraum von 30 Tagen zu bewerten. Ein Kriterium, um am Fragebogen teilzunehmen war, bei der Bewertung vor der Operation 30 oder mehr Punkte zu erreichen. Darüber hinaus analysierten wir das biologische Alter und die Telomeraseaktivität sowie den bioenergetischen Gesundheitsindex (BHI) aus peripheren mononukleären Blutzellen (PBMC). Der BHI hat das Potenzial, als funktioneller Biomarker für die Auswirkungen des systemischen oxidativen Stresses bei Patienten mit Stoffwechselstörungen zu dienen. Die Verkürzung der Telomere gilt als Kennzeichen sowohl der zellulären Seneszenz als auch des Alterns im Körper. (Chacko et al., 2015)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Tabelle 1: Vor und nach der Operation verabreichte Mineral- und Vitaminsupplemente.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td width="185">Nutrient</td>
<td width="190">Pro Sachet</td>
<td width="181">% NRV*</td>
</tr>
<tr>
<td width="185">Vitamin C</td>
<td width="190">450 mg</td>
<td width="181">563</td>
</tr>
<tr>
<td width="185">Vitamin D3</td>
<td width="190">25 µg (1000 I.E.)<sup>#</sup></td>
<td width="181">500</td>
</tr>
<tr>
<td width="185">Vitamin K2</td>
<td width="190">12 µg</td>
<td width="181">16</td>
</tr>
<tr>
<td width="185">Magnesium</td>
<td width="190">250 mg</td>
<td width="181">67</td>
</tr>
<tr>
<td width="185">Omega-3-Fettsäuren</td>
<td width="190">250 mg</td>
<td width="181">**</td>
</tr>
<tr>
<td width="185">davon EPA Ethylester</td>
<td width="190">140 mg</td>
<td width="181">**</td>
</tr>
<tr>
<td width="185">davon DHA Ethylester</td>
<td width="190">60 mg</td>
<td width="181">**</td>
</tr>
<tr>
<td width="185">Sonstige</td>
<td width="190">Calciumascorbat, Cholecalciferol, Menachinon-7, Gelatine, mikrokristalline Cellulose, Ethylcellulose, Fruchtaroma</td>
<td width="181">**</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>*NRV: Nährstoff-Referenzwert. Referenzwerte gemäß VO (EU) Nr. 1169/2011</p>
<p>** keine Referenzmenge verfügbar</p>
<p># Internationale Einheit</p>
<p>Quelle: Herstellerangaben &#8211; Swiss Dental Solutions GmbH, Deutschland</p>
<p>&nbsp;</p>
<ol start="5">
<li>Ergänzende Empfehlungen</li>
</ol>
<p>Während der Biohealth-Woche umfasste die Behandlung Entgiftungsverfahren wie Craniosacral-Therapie und Lymphdrainage, Hyperbarkammer (HBOT), autologe Ozon-Hämotherapie, Photon-Wave-Magnetfeld, Fußbad, Colon-Hydro-Therapie und neural-lymphatische Gürteltherapie. Außerdem wurden prä- und postoperative Kontrollverfahren durchgeführt:</p>
<ol>
<li>a) Infrarotsauna</li>
</ol>
<p>30-40 Minuten langes Saunabad bei 40-50 Grad Celsius, gefolgt von einer 30-minütigen Ruhepause in einer warmen Umgebung, fünfmal wöchentlich, 2 bis 4 Wochen lang, vor und nach der Operation.</p>
<ol>
<li>b) Kryotherapie-Kammern:</li>
</ol>
<p>Die Ganzkörperkältetherapie sollte die postoperative Entzündungsreaktion abschwächen. Das Bad wurde für 2 bis 4 Minuten pro Zyklus bei einer Temperatur von -85 C durchgeführt.</p>
<ol>
<li>c) Therapeutische Apherese:</li>
</ol>
<p>Die therapeutische Apherese (INUSpherese®) ermöglichte die Entfernung von metabolischen, entzündlichen, immunologischen und umweltbedingten Faktoren, die zum Krankheitsprozess beitragen. Während des Verfahrens wurden die Patienten vom medizinischen Team der Swiss Biohealth Clinic begleitet.</p>
<h3><strong>Ergebnisse</strong></h3>
<figure id="attachment_13908" aria-describedby="caption-attachment-13908" style="width: 1200px" class="wp-caption aligncenter"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-full wp-image-13908" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/05/Schnurr1_saez0223.jpg" alt="" width="1200" height="684" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/05/Schnurr1_saez0223.jpg 1200w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/05/Schnurr1_saez0223-300x171.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/05/Schnurr1_saez0223-1024x584.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/05/Schnurr1_saez0223-768x438.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/05/Schnurr1_saez0223-150x86.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/05/Schnurr1_saez0223-450x257.jpg 450w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><figcaption id="caption-attachment-13908" class="wp-caption-text">Abbildung 1 Einfluss des All-in-One-Konzepts auf die medizinischen Symptome der Patienten:<br />Panoramaröntgenaufnahmen zeigen Röntgenbefunde (a) vor der Operation und (b) Schema des Operationsplans. Gelbe Markierungen in (a) kennzeichnen kanalbehandelte Zähne mit Bildern, die auf Granulome oder Zysten hindeuten. Blaue Pfeile weisen auf Knochenverluste im Zusammenhang mit dem Titanimplantat (Periimplantitis) oder dem natürlichen Zahn (Parodontalerkrankung) hin. In (b) zeigen die rot umrandeten Bilder das Vorhandensein von FDOK und die X Weisheitszähne, die extrahiert werden müssen. In (c) zeigt die Grafik die Durchschnittswerte der Medical Symptoms Questionnaires (MSQ) von 17 Patienten vor (Pre) und nach (Pos) der Durchführung des All-in-One-Konzepts. Je niedriger der gemessene Wert ist, desto geringer ist die Symptombelastung, was auf eine bessere allgemeine Gesundheitsqualität schließen lässt. Der statistische Unterschied (T-Test pared p 0,0021) definiert eine Verbesserung des allgemeinen Gesundheitszustandes der Patienten nach der Behandlung. In (d) zeigt die Grafik für jedes Geschlecht die vor der Behandlung ermittelten oralen Störfelder. Es besteht ein direkter Zusammenhang zwischen den Werten der MSQ-Indizes und der Anzahl der oralen Störfelder. Je höher der MSQ-Index (91,41), desto größer ist die Anzahl der oralen Störfelder.</figcaption></figure>
<figure id="attachment_13907" aria-describedby="caption-attachment-13907" style="width: 1200px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" class="size-full wp-image-13907" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/05/Schnurr2_saez0223.jpg" alt="" width="1200" height="1421" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/05/Schnurr2_saez0223.jpg 1200w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/05/Schnurr2_saez0223-253x300.jpg 253w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/05/Schnurr2_saez0223-865x1024.jpg 865w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/05/Schnurr2_saez0223-768x909.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/05/Schnurr2_saez0223-150x178.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/05/Schnurr2_saez0223-450x533.jpg 450w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><figcaption id="caption-attachment-13907" class="wp-caption-text">Abbildung 2: Die Biohealth-Woche und das All-in-One-Konzept beeinflussen das biologische Alter und die Telomerlänge: In (a) zeigen grüne Rechtecke die Nahrungsergänzung und zwingende Ernährung während der Behandlung. Rote Rechtecke zeigen die Entbehrungen, die für eine bessere Gewebeerholung, das Gleichgewicht des autonomen Systems und die Dekompression des Immunsystems erforderlich sind. Gelbe Rechtecke zeigen relevante Pflege und Verfahren für eine bessere chirurgische Vorbereitung und postoperative Genesung. Die Zeitleiste gibt einen Überblick über das gesamte Konzept, beginnend vier Wochen vor (4W), dem Tag der Operation (OP) und den Tagen nach der Operation (1-4 T). In (b), (c) und (d) wurden Röntgenbilder und die dazugehörigen klinischen Bilder zu verschiedenen Zeitpunkten aufgenommen: (a) vor der Operation, (b) unmittelbar nach der Operation und (c) nach der Wiederherstellung des Kausystems. (e) Telomerlänge im Verhältnis zum biologischen Alter vor und nach der All-in-One-Behandlung.</figcaption></figure>
<p>&nbsp;</p>
<p>1) Identifizierung und Beseitigung von oralen Störfeldern</p>
<p>Amalgamrestaurationen, die anorganisches Quecksilber (Hg), eine für Körper und Gewebe giftige Substanz, enthalten, sowie Kronen und Brücken aus Schwermetalllegierungen (Chrom, Kobalt, Nickel&#8230;) wurden entfernt und durch langlebige Provisorien ersetzt. Bei der Entfernung wurde die Aufnahme von Metallpartikeln über die Schleimhäute und den Magen-Darm-Trakt vermieden. Ohne besondere Betreuung hätten die Patienten eventuell nach der Entfernung über neurologische Symptome, chronische Müdigkeit, Gelenk- und Muskelschmerzen berichtet. (Abbildung 1)</p>
<p>Die Titanimplantate wurden sofort durch Keramikimplantate ersetzt. Die Entfernung der Implantate erfolgte mit einem speziellen System (Implant Removal Set®, Neobiotech), das die Implantate ohne Beschädigung aus dem Knochen herausschrauben ließ. Durch das sofortige Einsetzen von Zirkoniumdioxid-Implantaten, einem neutralen Biomaterial, wurde die zuvor beobachtete Rötung um die Titanimplantate herum reduziert. Die Rötung zusammen mit dem Knochenverlust deutete darauf hin, dass die Titanimplantate eine Überempfindlichkeits- und Unverträglichkeitsreaktion des Immunsystems ausgelöst hatten, die als Periimplantitis bezeichnet wird. (Abbildung 1 a blauer Pfeil)</p>
<p>Bei wurzelbehandelten Zähnen kam es zu einer Entzündung des umliegenden Gewebes, die sich in Form einer Zyste oder eines Granuloms manifestierte. Nach der Zahnextraktion wurde dieses Gewebe entfernt und die Alveole akribisch kürettiert. Die Zähne wurden am Knochen ankylosiert und zur Extraktion wurden die Wurzeln mit Bohrern abgetrennt oder zerstört, ohne Schädigung des Knochens oder des Weichgewebes. Das parodontale Ligament wurde ebenfalls vollständig entfernt, wobei darauf geachtet wurde, dass die befestigte Gingiva so weit wie möglich erhalten blieb. Die Sofortimplantation in diese Alveolen wurde sorgfältig durchgeführt. (Abbildung 2)</p>
<p>Bei allen Patienten wurde in den vier Quadranten eine degenerative Fettosteolyse des Kiefers (FDOK) festgestellt. (Abbildung 1 b, rot umrandete Bilder) Die Hohlräume im Bereich der Weisheitszähne wurden geöffnet und mit Ozon (2 Minuten) desinfiziert. Im Allgemeinen sind die gefundene Fettgewebsbildung und die trabekulären nekrotischen Spuren eine Folge der Heilung in zweiter Absicht, die nach der Entfernung der Weisheitszähne stattfindet. Das Fehlen der keratinisierten Gingiva beeinträchtigte die Abdichtung zwischen dem Zahn und dem Zahnhalteapparat, was eine Kontamination und eine ständige Aktivierung des Immunsystems fördert. FDOKs wurden auch in der Umgebung von Fremdkörpern, Wurzelresten und kleinen Amalgamfragmenten gefunden, die sich im Schleimhautgewebe einiger Patienten befanden. Nach der Reinigung und Desinfektion wurden diese Bereiche mit festen A-PRF-Matrizen gefüllt.</p>
<p>2) Die Aktivierung des Parasympathikus ist mit der Geweberegeneration verbunden</p>
<p>Entzündungen, die durch Zähne mit apikaler Infektion, fetthaltiger degenerativer Osteonekrosen, Periimplantitis um Titanimplantate und Metallrestaurationen verursacht werden, aktivieren den Sympathikus (SI) und verursachen ein Ungleichgewicht mit dem Parasympathikus (RMSSD). Vor der Behandlung sank der durchschnittliche SI-Wert der Patienten von 280,25 ± 7,92 signifikant auf 183,54 ± 4,48 (P 0,0065, Mittelwert ± SD, T-Test parametrisch). Das Gleichgewicht des autonomen Systems wurde erneut überprüft, da der Mittelwert für RMSSD nach der Behandlung signifikant anstieg. Die Werte für RMSSD stiegen von 24,64 ± 0,96 vor der Behandlung auf 35,89 ± 0,65 (P &lt; 0,0001).</p>
<p>3) Das All-in-One-Konzept erhöhte den BHI und die Telomerlänge</p>
<p>Je höher die Herzfrequenzvariabilität (HRV), desto größer ist die Anpassungsfähigkeit des Immunsystems und der Gesundheit. Diese Regulierung ist wichtig, um die Schwere chronischer Krankheiten zu verhindern. Der Einfluss von Vitamin D und Zahnbehandlung auf den Zellstoffwechsel wurde durch Messung des bioenergetischen Gesundheitsindex (BHI) und der Telomerlänge analysiert. Der mittlere BHI-Index lag vor der Behandlung bei 0,71 bei einem optimalen Zielwert von über 2,5. Nach der Behandlung stieg der BHI-Index auf 1,19, was einer besseren Leistung (65 %) entspricht. Die Telomerlänge erhöhte sich nach der zahnärztlichen Behandlung signifikant um durchschnittlich 19,35 %. (Abbildung 2 e)</p>
<h3><strong>Diskussion</strong></h3>
<p>Die als All-in-One bekannte Behandlung wurde von Dr. Karl Ulrich Volz und Dr. Dietrich Klinghardt (The Swiss Biohealth Concept®) definiert. Sie basiert auf dem Konzept von 4 Phasen, wobei jede Phase in einer Sitzung und vorzugsweise an zwei bis drei aufeinanderfolgenden Tagen durchgeführt wird. Der Ablauf ist standardisiert und so festgelegt, dass das Infektionsrisiko minimiert wird. Die Behandlungssequenz besteht aus der Entfernung der Amalgamfüllungen unter besonderem Schutz (Chorella vulgaris-Tisch / alle 8 h für 14 Tage, Roeko-Flexidam ohne Silikonlatex, Absaugvorrichtung, Verwendung von Hartmetallfräsern, FFP3 goldbeschichtete Nasenschutzmasken, iQ-Air-Umgebungsaustauscher so nah an der Mundhöhle wie möglich), um systemische Toxizität zu vermeiden. Anschließend werden metallhaltige Kronen/Brücken und Implantataufbauten aus Titan ebenfalls unter Kofferdam Schutz entfernt und die Zähne mit Keramik- oder Langzeitprovisorien versorgt.</p>
<p>Die Patienten wurden klinischen, röntgenologischen und labortechnischen Untersuchungen unterzogen, die auf einen chronischen Entzündungsprozess hinwiesen und behandelt wurden. Körperliche Ermüdung, Muskelschäden und neurologische Veränderungen stehen im Zusammenhang mit Metallablagerungen im Körper. (Geier et al., 2021) Metallrückstände, die entlang der Gingiva und in den Weichgeweben um Titanimplantate herum entstehen, können Überempfindlichkeitsreaktionen auslösen. (Müller-Heupt et al., 2022) Durch die Entfernung der Titanimplantate konnte die Fremdkörperreaktion eingedämmt werden, wodurch sich der Zellstoffwechsel verbesserte und das Immunsystem entlastet wurde. Dies kann durch die Messungen des präoperativen bioenergetischen Gesundheitsindex (BHI) gestützt werden, der stark erniedrigt war (0,71) und einen gestörten Zellstoffwechsel bei einem postoperativen Anstieg (1,19) anzeigte und eine verbesserte zelluläre Leistung aufwies. Die Telomerlänge ist auch ein Biomarker für die Zellalterung und wurde mit dem Krankheitsrisiko und der Sterblichkeit in Verbindung gebracht. (Harley et al., 2015) Da die Telomerlänge nach der Behandlung zunahm, kann dies als positiver Einfluss des zahnärztlichen Eingriffs auf den Zellstoffwechsel und die Reaktion der Immunzellen auf oxidativen Stress gewertet werden. Diese Ergebnisse könnten auf eine der schnellen, nicht-genomischen Reaktionen des aktiven Vitamin-D-Metaboliten im Plasma (1,25(OH)2D) hinweisen, der spannungsabhängige Rezeptor-assoziierte Kanäle (VDR) induziert, die sich in den Einstülpungen der Zellmembran befinden. Daher ist es wichtig, die Vitamin-D-Konzentration im Plasma vor zahnärztlichen Eingriffen zu messen, die bei 70-90 ng/ml liegen sollte. (Pusceddu et al., 2015; Cong et al., 2020)</p>
<p>Vitamin D sollte über einen längeren Zeitraum mit Vitamin K2 (mk-7) kombiniert werden. Das Verhältnis der beiden Vitamine sollte 100 μg Vitamin K2 zu 10.000 IU Vitamin D betragen. Vitamin K2 verstärkt den genetischen Induktionsprozess von Osteocalcin, der zunächst durch Vitamin D3 beeinflusst wird. Es wurde beobachtet, dass Vitamin K2 Gene beeinflusst, die an Zellwachstum und -differenzierung beteiligt sind, darunter der Wachstumsdifferenzierungsfaktor 10 (GDF10) und der insulinähnliche Wachstumsfaktor 1 (IGF1). Die gleichzeitige Gabe von Vitamin K2-mk7 beeinflusste die Induktion von vaskulären endothelialen Wachstumsfaktoren (VEGFA) zusammen mit dem Rezeptortyp Tyrosinkinase 1 (FLT1); FLT1 spielt sowohl bei angiogenen als auch osteogenen Prozessen eine Rolle. Bei den Genen, die an der Knochenbildung und -mineralisierung beteiligt sind, verstärkte Vitamin K2-7 die Induktion des Vitamin-D3-Gens in Osteocalcin. Somit hat die Strategie der Ko-Supplementierung das Potenzial, zu einer besseren Knochenentwicklung beizutragen und knochenbezogene Störungen zu verringern (Jadhav et al., 2022).</p>
<p>Die Knochenresorption/der Knochenumbau ist also ein dynamischer und energetisch anspruchsvoller Prozess. Die Regulierung erfolgt über das sympathische Nervensystem, verschiedene Transkriptionsfaktoren (z. B. Peroxisom-Proliferator-aktivierte Rezeptoren (PPAR) oder Adiponektin&#8230;) und sekretierte Moleküle, die den Weg der Differenzierung mesenchymaler Zellen vor allem in Adipozyten vorgeben. Die Adipogenese im Knochenmark wird bei Alterung, Osteoporose und Stoffwechselstörungen begünstigt. Dies führt zu einer geringen Knochendichte und einem erhöhten Risiko für Knochenbrüche und die für Knochen charakteristische degenerative Fettosteonekrose (FDOK.) (Tencerova &amp; Kassem, 2016)</p>
<p>Kürzlich wurden in einer Studie Patienten mit Brustkrebs oder chronischer Müdigkeit und Patienten mit Vitamin-D-Rezeptor-Deaktivierung in Verbindung mit dem Vorhandensein von FDOK untersucht. Die Expression von Entzündungszytokinen der Akutphase war gering (TNF alpha, IL1 und IL6), während das am meisten exprimierte Chemokin RANTES (regulated on activation, normal T cell expressed and secreted)/CCL5 war. Dieses Chemokin wird auch mit der Entwicklung chronischer Krankheiten wie Atherosklerose, Multiple Sklerose, Lupus und anderen Immunkrankheiten in Verbindung gebracht. (Lechner et al., 2018)</p>
<p>Diese Signalmuster bei Patienten mit systemischen Pathologien sind wichtig, da FDOK oft asymptomatisch ist, aber zu einer erhöhten Expression von Mediatoren beitragen kann, die chronische Krankheiten verschlimmern. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, der Osteoimmunologie im Ober- und Unterkiefer und ihrer Rolle bei der Mundgesundheit und ihren Auswirkungen auf die systemische Gesundheit und das biologische Alter Aufmerksamkeit zu schenken.</p>
<p>Zu keinem Zeitpunkt wurden Anzeichen von Infektionen, Nekrosen oder anderen unerwünschten Reaktionen beobachtet. Während der Heilungsphase kam es zu keinem Materialverlust oder ungewöhnlichen, vorzeitigen chirurgischen Eingriffen. Die Wundheilung war bei allen Patienten gleichmäßig. Die gleichzeitige Gabe von Vitaminen unterstützte den Knochenheilungsprozess, indem sie die Expression von Genen modulierte, die sowohl an der Mineralisierung als auch an der Angiogenese beteiligt sind.</p>
<p>Als 3-4 Monate nach dem Eingriff die Stabilität der Keramikimplantate erneut überprüft wurde, definierten Werte über 60 (IST-Skala) eine ausreichende Stabilität, um definitive Keramikkronen zu zementieren und die Okklusionsfunktion wiederherzustellen.</p>
<p>Wir postulierten, die Okklusionshöhe zunächst mit einem Provisorium wiederherzustellen. Wenn die Okklusionshöhe bis zur maximalen Interkuspation wiederhergestellt ist, ermöglicht dies eine physiologische Lymphzirkulation und Drainage im Kopf- und Halsbereich. Darüber hinaus fördert die Infrarotsauna nach zwei Wochen auch die Entgiftung mit einer signifikanten Senkung des natriuretischen Peptids vom Typ B und einer Verbesserung der Herzdurchblutung, ohne jedoch den systolischen oder diastolischen Blutdruck zu verändern. (Källström et al., 2018, Hussain et al., 2022, Mason et al., 2021) Die therapeutische Apherese hat jedoch präzise Ergebnisse bei der Beseitigung von Stoffwechselabfällen, Entzündungsmediatoren, immunologischen und umweltbedingten Faktoren, die zum Krankheitsprozess beitragen, gebracht, was die schnelle Genesung der Patienten beeinflusst. (Straube et al. 2019, Bornstein et al., 2022, Walther et al., 2022, Tseke et al., 2022)</p>
<p>Die Bewertung des autonomen Nervensystems (ANS) durch die (kurzfristige) Herzfrequenzvariabilität (HRV) ist ein etabliertes klinisches und analytisches Instrument (Billman, 2011, Sassi et al., 2015). Die HRV bewertet die Schlag-zu-Schlag-Variabilität von aufeinanderfolgenden R-Wellen, die aus EKG-Messungen innerhalb eines bestimmten Zeitraums abgeleitet werden. Die HRV-Analyse gilt als nicht-invasives, evidenzbasiertes quantitatives Mittel zur Bewertung der kardiovaskulären autonomen Funktion (Task Force, 1996; Berntson, 1997).</p>
<p>Chronische Entzündungskrankheiten wie die koronare Herzkrankheit, das Lungenemphysem und die multiple Sklerose weisen einen Zusammenhang mit oralen Störherden auf, da durch Immunreaktionen vermittelte endogene Abbauwege (z. B. Proteinasewege) zur Freisetzung zerstörerischer zellulärer Moleküle sowohl von ansässigen als auch von eingewanderten Zellen führen. (Lordén et al., 2022) Das Ergebnis ist bei jeder Krankheit die Anhäufung und Degranulation von Neutrophilen an Entzündungsherden, offenbar als Folge einer frustrierten Phagozytose und einer spezifischen Aktivierung dieser phagozytischen Zellen aufgrund der Anhäufung von Fremdmaterial.</p>
<p>Bakterien oder bakterielle Bestandteile, die bei Entzündungen von behandelten Wurzelzähnen vorhanden sind, gelangen in den Blutkreislauf (bakterielle Translokation) und wurden als Endotoxinämie (erhöhte Konzentrationen von Endotoxinen im Blut) gemessen. Diese anhaltende Exposition löst im Körper geringgradige, aber chronische Entzündungsprozesse aus, die als &#8222;stille Entzündung&#8220; bezeichnet werden.</p>
<p>Die Behandlung zielt darauf ab, das vegetative oder autonome Nervensystem zu regulieren, indem alle äußeren und inneren Einflüsse, die die Funktion beeinflussen, ausgeschaltet werden. Die Herzfrequenzvariabilität (HRV) bestimmt das Gleichgewicht des peripheren Nervensystems (Sympathikus und Parasympathikus). Auf dieser Grundlage hält eine stille Entzündung, die ihren Ursprung in der Mundhöhle hat, die sympathische Aktivität aufrecht, was zu Funktionsstörungen und langfristig zu strukturellen und metabolischen Störungen führt.</p>
<h3><strong>Fazit</strong></h3>
<p>Keramikimplantate sind Teil des Wissen um die biologischen Systeme der Mundhöhle und die damit verbundenen Krankheiten. Diese Studie zeigt auch, dass wir uns auf Studien konzentrieren müssen, die Krankheiten im Zusammenhang mit dem Stützgewebe verhindern, insbesondere die kurz- und langfristigen Reaktionen des Weichgewebes um das Implantat herum. Wenn diese Schwerpunkte kontrolliert werden, werden auch systemische Krankheiten kontrolliert, und der allgemeine Gesundheitszustand des Patienten verbessert sich.</p>
<p><i>Acknowledgements: Dieses Dokument wurde mit Unterstützung der Ceramics &amp; Biological Dentistry Foundation (CBDF) erstellt.</i></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Referenzen</strong></p>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Funktionelle Atmung (Atemhygiene)</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/training/6904/funktionelle-atmung-atemhygiene/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Karl Ulrich Volz]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 16 May 2021 08:00:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Training]]></category>
		<category><![CDATA[Online]]></category>
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					<description><![CDATA[In dem Buch &#8222;Longevity Fast Track Guide&#8220; (Swiss Biohealth, Dr. Volz) werden dem Leser „Do`s and Dont`s“ &#8211; Kurz-Anleitung für Reverse-Aging – Performance – Vitalität und ein ultra-starkes Immunsystem an [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>In dem Buch &#8222;Longevity Fast Track Guide&#8220; (Swiss Biohealth, Dr. Volz) werden dem Leser „Do`s and Dont`s“ &#8211; Kurz-Anleitung für Reverse-Aging – Performance – Vitalität und ein ultra-starkes Immunsystem an die Hand gegeben. Hier werden Ihnen die Inhalte des Kapitels &#8222;Atmung&#8220; vorgestellt werden.</strong></p>



<h4 class="wp-block-heading">Tiefe Bauch-Atmung</h4>



<p>Grundsätzlich atmen wir alle zu flach und zu sehr im Brustbereich. Eine gebückte Haltung, der Blick nach unten und die Schultern nach vorn produzieren sofort diese schlechte und unvollständige Atmung. Sobald wir nach oben schauen, uns aufrichten und die Arme zurück oder noch besser nach hinten oben nehmen, wandert die Atmung in den tiefen Bauchbereich. Diese Übung sollten wir mehrmals täglich durchführen, um dies als feste Gewohnheit zu etablieren. Grundsätzlich fördert jede Bewegung wie Joggen, Wandern oder Spaziergang die tiefe Bauchatmung. Die tiefe Bauchatmung versorgt die Zellen mit mehr Sauerstoff und verbessert die Beladung der roten Blutkörperchen. Darüber hinaus beugt sie einer Azidose (Übersäuerung) vor und fördert einen alkalischen pH-Wert.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Wim-Hof-Methode</h4>



<p>Diese Methode basiert auf einer kontrollierten Hyperventilation, indem man 30 bis 40 sehr tiefe und forcierte Atemzüge einatmet, aber jeweils etwas zu wenig ausatmet. Dann hält man so lange als möglich die Luft an, atmet dann stark aus und wieder ein und hält die Luft nochmals 15 Sekunden an. Danach geht man in eine zweite und dritte Runde. Jedes Mal kann man die Luft länger anhalten und nach kurzer Zeit des Trainings wird man mühelos mindestens 2 Minuten, eher sogar 3 bis 4 Minuten die Luft anhalten können. Je besser man regeneriert ist, desto länger kann man die Luft anhalten. Die Atemübung aktiviert und verbessert zusätzlich die Regeneration, was man einfach über eine Vitalmonitor-Messung vor und nach der Übung überprüfen kann.</p>



<p><a href="https://www.wimhofmethod.com" target="_blank" rel="noreferrer noopener">www.wimhofmethod.com</a></p>



<p>Einerseits kann man über einen pH-Teststreifen durch Messung des pH-Wertes von Speichel oder Urin erkennen, dass nach der Atemübung (3 Durchgänge) der pH-Wert für mindestens 5 Stunden alkalisch wird, was automatisch bedeutet, dass wir in die Regeneration und in den Parasympathikus (Antistress-Mode) gehen. Ein alkalisches Niveau ist immer auch anti-entzündlich. Dies ist sehr viel effektiver als beispielsweise Basenpulver einzunehmen, was tatsächlich kontraproduktiv ist, da der Magen keinesfalls basisch, sondern maximal sauer mit einem pH-Wert von 1,5 sein soll. Eher würde man über Basenbäder mit Epsom-Salz (Magnesium-Sulfat) über die Hautoberfläche als Resorptionsorgan einen echten alkalischen Zustand herbeiführen.</p>



<p>Andererseits wird das Immunsystem extrem aktiviert, was in Studien nachgewiesen wurde: die Wim-Hof-Gruppe konnte im Gegensatz zur Kontrollgruppe nicht mit E. Coli infiziert werden: <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/24799686/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">www.pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/24799686/</a></p>



<p>Weiterhin wird, vor allem in Kombination mit der Wim-Hof-Kälteanwendung das Herz-Kreislaufsystem gestärkt, u.a. durch die Ausbildung von Kollateralen, sodass das Risiko eines Herzinfarktes oder Schlaganfalls fast auf null reduziert wird. Eine sehr effektive Methode, wenn man bedenkt, dass Herzerkrankungen immer noch Todesursache Nummer 1 weltweit sind.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Zusammenfassung</h4>



<ul class="wp-block-list">
<li>Sport zur Verbesserung des Lungenvolumens</li>
<li>Aufrichten und Arme nach oben hinten zur bewussten Bauchatmung</li>
<li>Wim-Hof-Atemtechnik: 30 &#8211; 40 x hyperventilieren, Luft 2-4 Minuten anhalten, einatmen + nochmals 15 Sekunden anhalten, 2x wiederholen</li>
</ul>



<p>&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio">
<div class="wp-block-embed__wrapper">https://youtu.be/vPEzRRk8RP8</div>
</figure>



<p>Das vollständige Buch finden Sie hier: <a href="https://www.swissdentalsolutions.com/longevity-buch-bestellen">Longevity Buch von Dr. Ulrich Volz | SDS (swissdentalsolutions.com)</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Veröffentlicht 16.05.2021</em></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Biologische Zahnheilkunde</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/6066/biologische-zahnheilkunde/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Karl Ulrich Volz]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 Mar 2021 08:59:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[Online]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://sportaerztezeitung.com/?p=6066</guid>

					<description><![CDATA[Bis zu 70 % aller chronischen Erkrankungen stehen in Zusammenhang mit Störfeldern in der Mundhöhle. Die umfassende, dentale Sanierung bildet daher den Schwerpunkt des SWISS BIOHEALTH CONCEPT. Mit seinen ganzheitlichen Therapieplänen [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Bis zu 70 % aller chronischen Erkrankungen stehen in Zusammenhang mit Störfeldern in der Mundhöhle. Die umfassende, dentale Sanierung bildet daher den Schwerpunkt des <a href="https://www.swiss-biohealth.com/swiss-biohealth-concept/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">SWISS BIOHEALTH CONCEPT</a>. Mit seinen ganzheitlichen Therapieplänen und Protokollen ist das Konzept wegbereitend für eine neue Zukunft der Biologischen Zahnmedizin.</strong></p>



<p><strong>Warum Biologische Zahnmedizin?</strong></p>



<p>SWISS BIOHEALTH® steht für eine Zahnheilkunde, welche den Bioorganismus „Mensch“ ganzheitlich und „bio-logisch“ betrachtet. Neben der Mundgesundheit wird auch die allgemeine Gesundheit sowie das Immunsystem des Patienten miteinbezogen. Anorganische und organische Störfelder werden beseitigt und durch natürliche Stoffe ersetzt. Die allumfassende Genesung ist das Ziel. Ihre nachhaltige Gesundheit steht in der Biologischen Zahnmedizin im Vordergrund.</p>



<p><strong>Biologische Medizin</strong></p>



<p>Chronische Leiden sind die häufigste Todesursache. Der Anstieg dieser Krankheiten in den vergangenen Jahrzehnten ist immens. Die Biologische Medizin stellt den einzigen Ansatz dar, dieser Entwicklung effektiv entgegenzutreten. Die Stärkung des Immunsystems ist dabei zielführend. Durch die Entfernung der Störfelder und die Sanierung des Mund- und Kieferbereichs wird dafür die Grundlage geschaffen. Die positiven Effekte auf die Heilung und ganzheitliche Gesundheit sind beeindruckend und langfristig.</p>



<p><strong>Konsequent metallfreie Zahnmedizin</strong></p>



<p>Die <a href="https://www.swiss-biohealth.com/swiss-biohealth-clinic/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Swiss Biohealth Clinic</a> bietet die einzigartige Möglichkeit, der komplexen Sanierung der Mund- Kieferpartie nach dem <a href="https://www.swiss-biohealth.com/swiss-biohealth-concept/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ALL IN ONE CONCEPT</a>. Im Rahmen der <a href="https://www.swiss-biohealth.com/ab-2019-kostengarantie-fuer-patienten/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">MY BIOHEALTH WEEK</a> erhalten Sie in wenigen Tagen metallfreie, feste Zähne. Die zur Anwendung kommenden <a href="https://www.swiss-biohealth.com/behandlungen/keramikkronen-zirkonkronen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Keramikimplantate</a> wurden „hier“ erfunden.</p>



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<div class="wp-block-button"><a class="wp-block-button__link" href="https://www.swiss-biohealth.com/swiss-biohealth-concept/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Weitere Informationen zum Concept</a></div>
</div>



<p><strong>Die Swiss Biohealth Clinic</strong></p>



<p>In der <a href="https://www.swiss-biohealth.com/swiss-biohealth-clinic/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Swiss Biohealth Clinic </a>in Kreuzlingen am wunderschönen Bodensse erfahren Sie eine exzellente Zahnbehandlung durch unsere Zahnmediziner. Dank mehr als 25-jähriger Erfahrung in der Biologischen Zahnheilkunde, können wir einen auf Sie zugeschnittenen Therapieansatz erarbeiten. Die nachhaltige Aufhebung aller Stressquellen und die Wiederherstellung Ihrer Lebensqualität und Ihre Funktionsfähigkeit sind unser Anliegen.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio">
<div class="wp-block-embed__wrapper">https://youtu.be/ev1CyGl_-Nc</div>
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<div> </div>
<div><em>Veröffentlicht 06.03.2021</em></div>
]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Biologische Zahnmedizin</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/6059/biologische-zahnmedizin/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Karl Ulrich Volz]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Mar 2021 16:03:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[Online]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://sportaerztezeitung.com/?p=6059</guid>

					<description><![CDATA[Bis zu 70 % aller chronischen Erkrankungen stehen in Zusammenhang mit Störfeldern in der Mundhöhle. Die umfassende, dentale Sanierung bildet daher den Schwerpunkt des SWISS BIOHEALTH CONCEPT. Mit seinen ganzheitlichen Therapieplänen [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Bis zu 70 % aller chronischen Erkrankungen stehen in Zusammenhang mit Störfeldern in der Mundhöhle. Die umfassende, dentale Sanierung bildet daher den Schwerpunkt des <a href="https://www.swiss-biohealth.com/swiss-biohealth-concept/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">SWISS BIOHEALTH CONCEPT</a>. Mit seinen ganzheitlichen Therapieplänen und Protokollen ist das Konzept wegbereitend für eine neue Zukunft der Biologischen Zahnmedizin.</strong></p>



<p><strong>Warum Biologische Zahnmedizin?</strong></p>



<p>SWISS BIOHEALTH® steht für eine Zahnheilkunde, welche den Bioorganismus „Mensch“ ganzheitlich und „bio-logisch“ betrachtet. Neben der Mundgesundheit wird auch die allgemeine Gesundheit sowie das Immunsystem des Patienten miteinbezogen. Anorganische und organische Störfelder werden beseitigt und durch natürliche Stoffe ersetzt. Die allumfassende Genesung ist das Ziel. Ihre nachhaltige Gesundheit steht in der Biologischen Zahnmedizin im Vordergrund.</p>



<p><strong>Biologische Medizin</strong></p>



<p>Chronische Leiden sind die häufigste Todesursache. Der Anstieg dieser Krankheiten in den vergangenen Jahrzehnten ist immens. Die Biologische Medizin stellt den einzigen Ansatz dar, dieser Entwicklung effektiv entgegenzutreten. Die Stärkung des Immunsystems ist dabei zielführend. Durch die Entfernung der Störfelder und die Sanierung des Mund- und Kieferbereichs wird dafür die Grundlage geschaffen. Die positiven Effekte auf die Heilung und ganzheitliche Gesundheit sind beeindruckend und langfristig.</p>



<p><strong>Konsequent metallfreie Zahnmedizin</strong></p>



<p>Die <a href="https://www.swiss-biohealth.com/swiss-biohealth-clinic/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Swiss Biohealth Clinic</a> bietet die einzigartige Möglichkeit, der komplexen Sanierung der Mund- Kieferpartie nach dem <a href="https://www.swiss-biohealth.com/swiss-biohealth-concept/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ALL IN ONE CONCEPT</a>. Im Rahmen der <a href="https://www.swiss-biohealth.com/ab-2019-kostengarantie-fuer-patienten/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">MY BIOHEALTH WEEK</a> erhalten Sie in wenigen Tagen metallfreie, feste Zähne. Die zur Anwendung kommenden <a href="https://www.swiss-biohealth.com/behandlungen/keramikkronen-zirkonkronen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Keramikimplantate</a> wurden „hier“ erfunden.</p>



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<p><strong>Die Swiss Biohealth Clinic</strong></p>



<p>In der <a href="https://www.swiss-biohealth.com/swiss-biohealth-clinic/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Swiss Biohealth Clinic </a>in Kreuzlingen am wunderschönen Bodensse erfahren Sie eine exzellente Zahnbehandlung durch unsere Zahnmediziner. Dank mehr als 25-jähriger Erfahrung in der Biologischen Zahnheilkunde, können wir einen auf Sie zugeschnittenen Therapieansatz erarbeiten. Die nachhaltige Aufhebung aller Stressquellen und die Wiederherstellung Ihrer Lebensqualität und Ihre Funktionsfähigkeit sind unser Anliegen.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio">
<div class="wp-block-embed__wrapper">https://youtu.be/ev1CyGl_-Nc</div>
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<div><em>Veröffentlicht 04.03.2021</em></div>
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		<title>Schlüsselelement Vitamin D</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/ernaehrung/2925/schluesselelement-vitamin-d/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Prof. Dr. mult. Sharam Ghanaati,&#160;Dr. Karl Ulrich Volz,&#160;Dr. Sarah Al-Maawi&#160;,&#160;Dr. Christfried Preußler]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Nov 2020 09:02:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[04/20]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://sportaerztezeitung.com/?p=2925</guid>

					<description><![CDATA[Innerhalb der großen Gruppe der Mikronährstoffe hat Vitamin D in jüngerer Zeit eine besondere Beachtung erfahren. Es hat in seiner biologisch aktiven Form den Charakter eines Hormons und ist an [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Innerhalb der großen Gruppe der Mikronährstoffe hat Vitamin D in jüngerer Zeit eine besondere Beachtung erfahren. Es hat in seiner biologisch aktiven Form den Charakter eines Hormons und ist an einer Vielzahl von Schlüsselfunktionen beteiligt, die auch für die Sportmedizin von großer Bedeutung sind.</strong></p>



<p><strong>Lange Zeit im Fokus: die skelettale Bedeutung des Vitamin D</strong></p>



<p>Schon frühzeitig nach seiner Entdeckung vor knapp 100 Jahren wurde die große Bedeutung von Vitamin D für die Knochenbildung erkannt [1, 2]. Dies führte dazu, dass sich die Forschung auf die skelettale Gesundheit fokussierte und Vitamin D primär mit Knochengesundheit ­assoziiert wurde. In jüngerer Zeit zeigen allerdings immer mehr Studien die herausragende Bedeutung von Vitamin D für die allgemeine Körpergesundheit und den Zusammenhang mit einer Vielzahl chronischer Erkrankungen wie Diabetes mellitus Typ 2 oder Hypertonie und anderen kardiovaskulären Erkrankungen [3 – 6]. Vitamin D kann auf physiologische Weise im Körper hergestellt werden. Für diese endogene Synthese ist Sonnenlicht unverzichtbar. Nach Zwischenschritten in Haut und Leber entsteht in der Niere Calcitriol, die biologisch aktive Form des Vitamin D (Abb. 1). Als Transkriptionsfaktor reguliert es nach seiner Bindung an den Vitamin-D- Rezeptor die Expression unterschiedlicher Proteine in der Zelle.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="707" height="1024" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Volz1_saez0420-707x1024.jpg" alt="" class="wp-image-2785" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Volz1_saez0420-707x1024.jpg 707w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Volz1_saez0420-207x300.jpg 207w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Volz1_saez0420-768x1112.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Volz1_saez0420-1061x1536.jpg 1061w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Volz1_saez0420-150x217.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Volz1_saez0420-450x651.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Volz1_saez0420.jpg 1200w" sizes="(max-width: 707px) 100vw, 707px" /><figcaption>Abb. 1 Schema der endogenen Synthese und exogenen Einnahme von Vitamin D [aus 24]</figcaption></figure>



<p><strong>Booster des Immunsystems bei chronischen und infektiösen Erkrankungen</strong></p>



<p>Interessanterweise exprimiert die Mehrheit der Körperzellen Vitamin-D-Rezeptoren auf ihrer Oberfläche, was die Bedeutung von Vitamin D weit über das Skelettsystem hinaus aufzeigt. In seiner aktiven Form kann Vitamin D als Hormon in die Synthese unterschiedlicher Zytokine regulierend eingreifen [7]. Dabei inhibiert es die Produktion proinflammatorischer Zytokine, während es die Synthese antiinflammatorischer Signalmoleküle hochreguliert [8]. Es unterstützt die Differenzierung der Lymphozyten in Th2-Zellen und in regulatorische T-Zellen [7]. Diese antiinflammatorische und immunmodulierende Wirkung könnte seine Bedeutung für die Prävention und Therapie infektiöser und chronischer Erkrankungen erklären. Studien zeigen seine antivirale Wirkung im Zusammenhang mit Influenzainfektionen [9, 10]. Auch in der aktuellen COVID-19-Pandemie wird der Nutzen von Vita­min D zunehmend aufgezeigt [11, 12].</p>



<p><strong>Bedeutung von Vitamin D für die Sportmedizin</strong></p>



<p>Aus den dargestellten Aspekten ergeben sich wichtige Gesichtspunkte für die Sportmedizin. Die skelettale Wirkebene ist für einen stabilen Bewegungsapparat, der auch extremen Belastungen standhält, ebenso bedeutsam wie für eine rasche und vollständige Frakturheilung nach Verletzungen. Der antiinflammatorische Aspekt in Verbindung mit einem verringerten Entzündungsgrad der Muskulatur ist für eine rasche Heilung im Zusammenhang mit Mikroverletzungen bei hoher Trainings- und Wettkampfbelastung bedeutsam [13]. Auch die immunmodulatorische Ebene ist im Hinblick auf das besonders beanspruchte Immunsystem des Leistungssportlers von nicht zu unterschätzender Bedeutung, gerade im Hinblick auf virale Erkrankungen. Von speziellem Interesse für die Sportmedizin sind die Erhöhung der maximalen Sauerstoffaufnahme [14] und die verbesserte Belastbarkeit des kardiopulmonalen Systems [15]. Im Zusammenhang mit 0Aufbau und Leistungsfähigkeit der Muskulatur wird eine besondere Bedeutung für Muskel­fasern des Typs II herausgestellt, z. B. für Fußballer [16]. Insgesamt spricht vieles dafür, dass Vitamin D Leistung und Regeneration fördert und die Verletzungsanfälligkeit senkt (Abb. 2). Allerdings zeigen hier neuere Untersuchungen inkonsistente Ergebnisse, es besteht noch großer Forschungsbedarf. Unklarheit herrscht insbesondere in Bezug auf den individuell optimalen Vitamin-D-Status [17].</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Volz2_saez0420-1024x1024.jpg" alt="" class="wp-image-2782" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Volz2_saez0420-1024x1024.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Volz2_saez0420-300x300.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Volz2_saez0420-150x150.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Volz2_saez0420-768x768.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Volz2_saez0420-70x70.jpg 70w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Volz2_saez0420-450x450.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Volz2_saez0420.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Abb. 2 Sportmedizinisch relevante Organe, Systeme und Wirk­prinzipien von Vitamin D</figcaption></figure>



<p><strong>Bestimmung des Vitamin-D- Spiegels und die Definition einer Hypovitaminose</strong></p>



<p>Die dargestellten Erkenntnisse zeigen die Bedeutung eines angemessenen Vitamin-D-Spiegels. Zu seiner Bestimmung ist die 25[OH]D-Serumkonzentration als verlässlicher Marker anerkannt [18]. Je nach Untersuchungslabor wird die Vitamin-D-Konzentration in Nanogramm per Milliliter [ng/ml] oder in Nanomol per Liter [nmol/l] angegeben, wobei 1 nmol/l äquvalent ist zu 0,4 ng/ml. Die Definition eines gesunden Vitamin-D-Spiegels und einer Hypovitaminose wird kontrovers diskutiert. In der Literatur wird ein Spiegel von unter 30 ng/ml [75 nmol/l] als Vitamin-D-Mangel angesehen [19 – 21]. Viele Studien berichteten über einen allgemeinen Vitamin-D-Mangel in unterschiedlichen Ländern, auch in Deutschland [19, 22, 23]. In einer aktuellen Pilotstudie an medizinischem Personal einer Universitätsklinik hatten von 24 teilnehmenden Personen 85,7 % einen Vitamin-D-Mangel mit einem Wert von unter 30 ng/ml, wobei 45,8 % sogar einen Wert von unter 10 ng/ml hatten [24].&nbsp;</p>



<p><strong>Aktuelle Richtlinien für die Vitamin-D-Supplementierung</strong></p>



<p>Da die endogene Vitamin-D-Synthese in den meisten Fällen aufgrund limitierter Sonnen­bestrahlung unzureichend ist, sollte der Vitamin-D-Bedarf des Körpers exogen in Form von Nahrung oder Nahrungsergänzungsmitteln erfolgen. Allerdings reicht die Einnahme von Vitamin D über die Ernährung nicht aus, weshalb eine weltweite, meist unterschätzte Pandemie des Vitamin-D-Mangels besteht [18, 19]. Die Menge des aufgenommenen Vitamin D kann in zwei Einheiten ausgedrückt werden: Mikrogramm [µg] und Internationale Einheiten [IE]. Ein Mikrogramm ist äquivalent zu 40 internationalen Einheiten [1 µg entspricht 40 IE]. Die aktuellen Dosisempfehlungen nationaler und internationaler Einrichtungen basieren hauptsächlich auf einer Einschätzung des Bedarfs für die Knochengesundheit. Sie variieren stark und liegen im Bereich von 400 bis 4.000 IE/d [23, 25 – 27]. Die US-amerikanische Organisation GrassrootsHealth sammelte Daten über die Unbedenklichkeit einer täglichen ­Dosis von 10.000 IE/d, ohne unerwünschte Nebenwirkungen zu beobachten [28]. Auch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit ordnet eine tägliche Dosis von 10.000 IE/d als unbedenklich ein, empfiehlt aber, 4.000 IE/d nicht zu überschreiten [25]. Eine Sichtung der Sicherheitsdaten in randomisierten kontrollierten klinischen Studien mit einer Tagesdosis von 5.000 bis 10.000 IE/d zeigte keine Vitamin-D-Intoxikation. Lediglich in Studien aus den 1930er- und 1940er-Jahren mit extrem hohen Tagesdosen von Vitamin D zwischen 60.000 und 600.000 IE/d wurde über Hyperkalzämie als Folge der unphysiologisch hohen Dosen berichtet [24].</p>



<p><strong>Dosisempfehlung für gesunde Erwachsene</strong></p>



<p>Basierend auf den gesichteten Daten empfehlen die Autoren, einen Vitamin-D-Spiegel zwischen 40 und 80 ng/ml im Serum anzustreben. Die aktuelle Studienlage belegt mit zunehmender Evidenz, dass eine relativ hohe Tagesdosis notwendig ist, um diese Werte zu erreichen. Die Dosierung sollte individuell unter Laborkon­trolle erfolgen. Bei einem Vitamin-D-Mangel im Hinblick auf den genannten Grenzwert (weniger als 40 ng/ml) sollte eine tägliche Dosis von 10.000 IE/d für drei Monate verabreicht werden, um den Mangel auszugleichen. Als Erhaltungsdosis für einen Vitamin-D-Wert im Bereich von 40 bis 80 ng/ml eignet sich eine tägliche Dosis von 5.000 IE/d. Wenn es zu einer Überschreitung dieses Bereiches kommen sollte (&gt; 80 ng/ml), empfiehlt es sich, die Dosis auf 1.000 IE zu reduzieren. Der Vitamin-D-Wert sollte alle drei Monate kontrolliert werden, um die Dosis dem individuellen Bedarf anzupassen (Abb. 3). Im Falle von eingeschränkten Organfunktionen oder metabolischen Erkrankungen sollte die Dosis entsprechend individualisiert werden.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="636" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Volz3_saez0420-1024x636.jpg" alt="" class="wp-image-2784" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Volz3_saez0420-1024x636.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Volz3_saez0420-300x186.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Volz3_saez0420-768x477.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Volz3_saez0420-150x93.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Volz3_saez0420-450x279.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Volz3_saez0420.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Abb. 3 Dosisempfehlung für gesunde Erwachsene nach Vitamin-D-Test [aus 24]</figcaption></figure>



<p>Wenn Vitamin D über einen längeren Zeitraum gegeben wird, sollte es mit Vitamin K2 (MK-7) kombiniert werden, um die bei Vitamin D grundsätzlich mögliche Hyperkalzämie auszuschließen [29]. Vitamin K2 sorgt dafür, dass die von Vitamin D im Darm absorbierten und in den Nieren rückresorbierten Mineralien vom Blut in die Knochen gelangen. Das Verhältnis der beiden Vitamine sollte 100 μg Vitamin K2 auf 10.000 IE Vitamin D sein. Bisher ist wenig bekannt über das Ausmaß des kurzfristigen individuellen Bedarfs an Vitamin D in Extremsituationen. Hierzu gehören große Operationen, aber auch Phasen sportlicher Spitzenleistungen. Hier kann es sinnvoll sein, für einen begrenzten Zeitraum den genannten Dosisbereich deutlich zu überschreiten und Laborkontrollen in kürzeren Abständen durchzuführen.</p>



<p><em>Literatur</em></p>



<p><em>1 N. A. Barnicot, „Local action of calciferol and vitamin A on borne (5],“ Nature, vol. 162, no. 4126. pp. 848 – 849, 27-Nov-1948.</em></p>



<p><em>2 F. BODART, „[Deficiency diseases of the bone].,“ Wien. Med. Wochenschr., vol. 100, no. 33- 34, pp. 584-6, Sep. 1950.</em></p>



<p><em>3 B. Hintzpeter, G. Mensink, W. Thierfelder, M. MOiier, and C. Scheidt-Nave, „Vitamin D status and health correlates among German adults,“ Eur. J. Clin. Nutr., vol. 62, no. 9, pp. 1079 – 1089, 2008.</em></p>



<p>4 F. Gholami et al., „The association between circulating 25-hydroxyvitamin D and cardiovascular diseases: A meta-analysis of prospective cohort studies,“ BMC Cardiovasc. Disord., vol. 19, no. 1. p. 248, Nov. 2019.</p>



<p>5 N. Mirhosseini, H. Vatanparast. and S. M. Kimball, „The association between serum 25(0H)D status and blood pressure in participants of a community-based program taking vitamin D supplements,“ Nutrients, vol. 9, no. 11, Nov. 2017.</p>



<p>6 G. Pitlas et al., „Vitamin D supplementation and prevention of type 2 diabetes,“ N. Engl. J. Med., VOi. 381, no. 6, pp. 520-530, Aug. 2019.</p>



<p>7 A. Gil, J. Plaza-rnaz, and M. D. Mesa, ‚Vitamin D: Classic and Novel Actions,“ Ann. Nut,. Metab., vol. 72, no. 2, pp. 87-95, Mar. 2018.</p>



<p>8 E. Kocovska, F. Gaughran, A. Krivoy, and U. C. Meier, „Vitamin-D deficiency as a potential environmental risk factor in multiple sclerosis, schizophrenia, and autism,“ Frontiers in Psychiatry, vol. 8, no. MAR. Frontiers Research Foundation, 27-Mar-2017.</p>



<p>9 J. A. Beard, A. Bearden, and R. Striker, „Vitamin D and the anti-viral state,“ Journal of Clinical Virology, vol. 50, no. 3. pp. 194-200, Mar-2011.</p>



<p>10 M. Urashima. T. Segawa. M. Okazaki, M. Kurihara, Y Wada, and H. Ida, „Randomized trial of vitamin D supplementation to prevent seasonal influenza A in schoolchildren,“ Am. J. Clin. Nut, vol. 91, no. 5, pp.1255-1260, May 2010</p>



<p>11 Grant WB, Lahore H, McDonnell SL, Baggerly CA, French CB, Aliano JL, Bhattoa HP. Evidence that Vitamin D Supplementation Could Reduce Risk of Influenza and COVID-19 Infections and Deaths. Nutrients. 2020 Apr 2;12(4):988.</p>



<p>12 Z. Maghbooli et al., „Vitamin D sufficiency, a serum 25-hydroxyvitamin D at least 30 ng/mL reduced risk for adverse clinical outcomes in patients with COVID-19 infection,“ PLoS ONE 15(9): e0239799.</p>



<p>13 Barker T, Henriksen VT, Martins TB, Hill HR, Kjeldsberg CR, Schneider ED, Dixon BM, Weaver LK. Higher serum 25-hydroxyvitamin D concentrations associate with a faster recovery of skeletal muscle strength after muscular injury. Nutrients. 2013 Apr 17;5(4):1253-75.</p>



<p>14 Jastrzębski Z. Effect of vitamin D supplementation on the level of physical fitness and blood parameters of rowers during the 8-week high intensity training. Facicula Educ Fiz şi Sport. 2014;2:57–67.</p>



<p>15 Kaul A, Gläser S, Hannemann A, Schäper C, Nauck M, Felix SB, Bollmann T, Ewert R, Friedrich N. Vitamin D is associated with cardiopulmonary exercise capacity: results of two independent cohorts of healthy adults. Br J Nutr. 2016 Feb 14;115(3):500-8.</p>



<p>16 Koundourakis NE, Androulakis NE, Malliaraki N, Margioris AN. Vitamin D and exercise performance in professional soccer players. PLoS One. 2014 Jul 3;9(7):e101659. doi: 10.1371/journal.pone.0101659.</p>



<p>17 de la Puente Yagüe M, Collado Yurrita L, Ciudad Cabañas MJ, Cuadrado Cenzual MA. Role of Vitamin D in Athletes and Their Performance: Current Concepts and New Trends. Nutrients. 2020 Feb 23;12(2):579. doi: 10.3390/nu12020579.</p>



<p>18 A. Giustina et al., „Consensus statement from 2nd International Conference on Controversies in Vitamin D.,“ Rev. Endocr. Metab. Disord., Mar. 2020.</p>



<p>19 K. Amrein et al., „Vitamin D deficiency 2.0: an update on the current status worldwide,“ European Journal of Clinical Nutrition. Springer Nature. pp. 1-16, 20-Jan-2020.</p>



<p>20 Y C. Hu, W.W. Wang, W. Y Jiang, C. Q Li, J.C. Guo, and Y H. Xun, „Low vitamin D levels are associated with high viral loads in patients with chronic hepatitis B: A systematic review and meta-analysis,“ BMC Gastroenterol., vol. 19, no. 1, p. 84, Jun. 2019.</p>



<p>21 R. Dobson, H. R. Cock, P. Brex, and G. Giovannoni, „Vitamin D supplementation,“ Pract. Neurol., vol. 18, no. 1, pp. 35-42, Feb. 2018.</p>



<p>22 W. B. Grant et al., „Vitamin D Supplementation Could Prevent and Treat Influenza. Coronavirus, and Pneumonia Infections,“ Mar. 2020.</p>



<p>23 German Nutrition Society, „New reference values for Vitamin DGerrnany,“ Ann. Nut,. Metab., vol. 60, no. 4, pp 241-246, Jun. 2012.</p>



<p>24 S. Ghanaati et al., „One hundred years after Vitamin D discovery: Is there clinical evidence for supplementation doses?“, Int J Growth Factors Stem Cells Dent 2020;3:3-11.</p>



<p>25 J.-L. Bresson et al., „Scientific opinion on Dietary Reference Values for vitamin D,“ EFSA J., 2016.</p>



<p>26 A. C. Ross et al., „The 2011 Report on Dietary Reference Intakes for Calcium and Vitamin D from the Institute of Medicine: What Clinicians Need to Know,“ J. Clin. £ndocrinol. Metab., vol. 96, no. 1,pp. 53-58,Jan. 2011.</p>



<p>27 M. F. Holick et al., „Evaluation, treatment. and prevention of Vitamin D deficiency An endocrine society clinical practice guideline,“ Journal of Clinical Endocrinology and Metabolism, vol. 96, no. 7. PP. 1911-1930, 01-JUl-2011.</p>



<p>28 „Scientists‘ Call to D*action for Public Health &#8211; GrassrootsHealth.“ [Online]. Available: www.grassrootshealth.neVprojecVour-scientists/.<a href="http://www.grassrootshealth.neVprojecVour-scientists/"> </a>[Accessed: 21-Mar-2020].</p>



<p>29 M. F. Holick et al., “Evaluation, treatment, and prevention of vitamin D deficiency: An endocrine society clinical practice guideline,” Journal of Clinical Endocrinology and Metabolism, vol. 96, no. 7. pp. 1911–1930, 01-Jul-2011.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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