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	<title>Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. M. SC. Christian Schubert, Autor bei sportärztezeitung</title>
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	<description>Sportmedizin für Ärzte, Therapeuten &#38; Trainer</description>
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	<title>Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. M. SC. Christian Schubert, Autor bei sportärztezeitung</title>
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		<title>5. Psychoneuroimmunologie-Kongresses (PNI) 2026</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/psychologie/21638/5-psychoneuroimmunologie-kongresses-pni-2026/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. M. SC. Christian Schubert]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Feb 2026 10:30:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Therapie]]></category>
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					<description><![CDATA[Sehr verehrte Damen und Herren, es freut mich sehr, Ihnen mitteilen zu können, dass zwischen dem 2. und dem 4. Oktober 2026 im Congress Innsbruck der 5. Kongress „Psychoneuroimmunologie im [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span class="fontstyle0">Sehr verehrte Damen und Herren,</span></p>
<p><span class="fontstyle0">es freut mich sehr, Ihnen mitteilen zu können, dass zwischen dem 2. und dem 4. Oktober 2026 im Congress Innsbruck der <a href="https://www.psychoneuroimmunologie-kongress.at/">5. Kongress „Psychoneuroimmunologie im Lauf des Lebens“</a> stattfinden wird. Das Motto diesmal: „Mensch beweg Dich!“.</span></p>
<p><span class="fontstyle0">Die Psychoneuroimmunologie, kurz PNI, ist eine faszinierende und aufstrebende Wissenschaftsdisziplin, die sich anschickt, gängige Ansichten von Gesundheit und Krankheit im wahrsten Sinne des Wortes auf den Kopf zu stellen. Ein Bereich, der in diesem Zusammenhang besondere Aufmerksamkeit verdient, ist die Sportmedizin.<br />
</span></p>
<p><span class="fontstyle0">Im Rahmen unseres 5. PNI-Kongresses werden eine Reihe von renommierten Referentinnen und Referenten der Sportmedizin, Sportpsychologie und Sportmedien versuchen, Antworten auf folgende Fragen zu geben: Wie wirkt sich stressbedingte Entzündung auf die Performance im Breiten- und Leistungssport aus? Wie kann man das Immunaltern durch Bewegung beeinflussen? Wie lässt sich durch „Prähabilitation“ der Heilungserfolg bei Sportverletzungen verbessern? Was macht ein Sportpsychologe im Leistungssport?<br />
</span></p>
<p><span class="fontstyle0">Das diesjährige Kongressmotto „Mensch beweg dich“ ist aber auch gesellschaftskritisch zu verstehen. Wie konnte der Sportler zum Instrument der Leistungsgesellschaft und damit zur Ware werden? Wie wird dieser Status medial gefördert und aufrechterhalten? Was braucht es in Zukunft, um wieder mehr Ganzheitlichkeit und Menschlichkeit in den (Leistungs)sport zu bringen.  </span><span class="fontstyle0">Kurz gesagt: Es wird auf dem 5. Kongress „Psychoneuroimmunologie im Lauf des Lebens“ erneut um die entscheidende Frage gehen, nämlich wie der Materialismus in Medizin und Gesellschaft überwunden werden kann.</span></p>
<p><span class="fontstyle0">Immer mehr Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus verschiedenen Bereichen des Gesundheitswesens (u.a. Medizin, Psychologie, Psychotherapie, Heilpraktik) nahmen 2016, 2018, 2022 und 2024 an den ersten vier Kongressen „Psychoneuroimmunologie im Lauf des Lebens“ in Innsbruck teil. Das steigende rege Interesse freut uns sehr und macht klar, dass der „Aufbruch in eine neue Medizin“ von vielen gewünscht wird und<br />
begleitet werden will. Mittlerweile hat unser Kongress ein Alleinstellungsmerkmal in der deutschsprachigen Kongresslandschaft errungen, welches nicht zuletzt durch Ihr Interesse an unserem Thema begründet ist.<br />
</span></p>
<p><span class="fontstyle0">Ich lade Sie wie immer herzlich ein, nach Innsbruck ins Herz der Alpen zu kommen und dort auf dem 5. Kongress „Psychoneuroimmunologie im Lauf des Lebens“ aufregende Tage ganzheitlicher Wissenschaft zu erleben.</span></p>
<p><span class="fontstyle0">Ihr Christian Schubert</span></p>
<p><a href="https://www.psychoneuroimmunologie-kongress.at/"> <span class="fontstyle0">www.psychoneuroimmunologie-kongress.at</span> </a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&#8222;<span class="fontstyle0"><strong>PREHAB NEEDS YOU!“</strong><br />
</span><span class="fontstyle2">Wir freuen uns sehr, im Rahmen des </span><span class="fontstyle0">5. PsychoneuroimmunologieKongresses (PNI) 2026 in Innsbruck </span><span class="fontstyle2">(Leitung Prof. Dr. Dr. Christian Schubert), am Samstag, den 03.10.2026 einen Vortragsblock zum Thema „Prähabilitation und Psychoneuroimmunologie“ anzubieten. Als Kooperationspartner der Veranstaltung möchten wir Ihnen gemeinsam mit unseren Referenten zeigen, wie dies zusammenpasst. Referenten: Robert Erbeldinger, Dr. Alexander-Stephan Henze, Dr. Robert Percy Marshall, Prof. Dr. Götz Welsch, PD Dr. Felix Post</span></p>
<p>Ihr thesportgroup academy Team</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Immunsystem neu gedacht.</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/uncategorized/20137/20137/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. M. SC. Christian Schubert]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Jul 2025 12:42:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Psychoneuroimmunologe Christian Schubert erklärt eine ganzheitliche Sicht auf das Immunsystem, die nicht nur für die Gesundheit, sondern auch für das Miteinander und die Interaktion in der Gesellschaft relevant ist. [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der <strong>Psychoneuroimmunologe Christian Schubert </strong>erklärt eine ganzheitliche Sicht auf das Immunsystem, die nicht nur für die Gesundheit, sondern auch für das Miteinander und die Interaktion in der Gesellschaft relevant ist. Er zeigt auf, wie wir auf unser natürliches und ganzheitliches Immunsystem vertrauen, sodass wir im Alltag umsichtiger, nachhaltiger und gesünder agieren können.</p>
<p><strong>Eine revolutionäre Perspektive für ein gesünderes Leben – im Alltag der einzelnen Menschen ebenso wie in der Gesellschaft.</strong></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Stress, Autonomes Nervensystem &#038; Bindegewebe</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/19849/stress-autonomes-nervensystem-biomechanische-veraenderungen-des-bindegewebes/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Andreas Brandl&#160;,&#160;Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. M. SC. Christian Schubert]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Jun 2025 08:00:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[02/25]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Haltung im performance-orientierten Sportklettern adaptiert mit der Zeit. Die thorakolumbale Faszie wirkt dabei neben ihrem Beitrag zur Leistungsentwicklung der Muskulatur potenziell schmerzfördernd. Neuere Forschung zeigt auf, dass ebensolche fasziale [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Die Haltung im performance-orientierten Sportklettern adaptiert mit der Zeit. Die thorakolumbale Faszie wirkt dabei neben ihrem Beitrag zur Leistungsentwicklung der Muskulatur potenziell schmerzfördernd. Neuere Forschung zeigt auf, dass ebensolche fasziale Strukturen unter negativen emotionalen Einflüssen versteifen. Nachfolgende integrative Einzelfallstudie stellt die komplexe Verknüpfung dieser Parameter naturalistisch anhand eines Sportkletterers dar.</b></p>
<p>Die Gleitfähigkeit und Verformbarkeit der thorakolumbalen Faszie (TLF) sind unter pathologischen Umständen erheblich reduziert, was in dem reichlich innervierten Gewebe zur Reizung freier nozizeptiver Nervenenden führt [1, 2]. Etwa 40 % der gesamten TLF-Innervation besteht aus postganglionären sympathischen Fasern, die vasokonstriktorisch wirken und unter negativen emotionalen Einflüssen die biomechanischen Eigenschaften verändern könnten [3]. So zeigten sich bei Menschen mit Major Depression eine reduzierte Elastizität und höhere Steifigkeit des myofaszialen Gewebes [4]. Es gibt vermehrt Hinweise darauf, dass die TLF nicht nur bei pathologischen Bedingungen eine wichtige Rolle spielt, sondern auch einen erheblichen Performancefaktor im Sport darstellt [5, 6]. Nach Stand der Forschung stellt sich die Frage, ob hier Verbindungen zwischen Stress, dem Autonomen Nervensystem (ANS) und der TLF bestehen. Bisherige Arbeiten zeigten, dass Stressreaktionen des ANS hochdynamisch und nicht zeitlich synchron auftreten [7]. Darüber hinaus reagiert ein lebendiger Organismus anders in seinem natürlichen Umfeld, als im Laborsetting [8]. Seit Ende der 1990er Jahre existiert mit der „Integrativen Einzelfallstudie“ ein Forschungsansatz, der eigens zur Untersuchung komplexer psychoneuroimmunologischer Zusammenhänge unter Echtzeitbedingungen des Alltags („Life as it lived“) entwickelt wurde. Dieses For­schungsdesign basiert auf der Annahme, dass ein naturalistischer n-of-one Ansatz validere Einblicke in die komplexen psychosomatischen Dynamiken ermöglicht, als dies z. B. konventionelle Forschungsdesigns (z. B. RCT) können, die auf psychologisch normierte und zeitsynchrone Zusammenhänge fokussieren [9].</p>
<h2><b>Fallschilderung</b></h2>
<p>Der Studienteilnehmer war ein 50-jähriger (25 Jahre Klettererfahrung; Größe: 1,85 m; Gewicht: 74 kg; BMI: 21,62 kg/m<sup>2</sup>; Körperfettanteil: 11,5 %) moderat performance-orientierter Sportkletterer. Seine Maximalleistung im UIAA (Union Internationale des Associations d‘Alpinisme) Klettergrad betrug 9. Der Beobachtungszeitraum umfasste 30 Tage und korrespondierte mit einem Meso-Trainingszyklus mit einem wöchent­lichen Umfang von 14 ± 1.2 Stunden (jeweils 3 Stunden Seilklettern; 2 x 2,5 Stunden Bouldern; 3 Stunden Krafttraining; 1 Stunde Ausgleichstraining; 2 Stunden Grundlagenausdauer). Der Studienteilnehmer wurde dabei täglich zu­sätzlich zu einer morgendlichen Ruhe-­Herzfrequenz-Variabilitäts (HRV)-Messung zu Stressoren befragt (Daily Inventory of Stressful Events; DISE) und die Gleit- und Deformierfähigkeit der TLF (TLFD) mittels Ultraschall erfasst. Zusätzlich dokumentierte er die tägliche Trainingsbelastung (Rating of Perceived Exertion; RPE).</p>
<h2><b>Datenauswertung und Analyse</b></h2>
<p>Anhand der HRV-Messungen wurden Parametercluster gebildet, die prädominant parasympathische und sympathische Nervensystemaktivität repräsentierten. Die einzelnen Zeitreihen (DISE, TLFD, RPE, HRV) wurden mit Kreuzkorrelationsanalysen hinsichtlich signifikanter Beziehungen, unter Berücksichtigung potenzieller zeitlicher Ver­zö­ge­rungseffekte, ausgewertet.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Für signifikante Korrelationen wurde mittels einer Mediationsanalyse untersucht, inwieweit ein Effekt des DISE über das ANS auf die TLFD vermittelt wird. In anderen Worten, ob Alltagsstress womöglich die sympathischen Nerven­fasern innerhalb der Faszien aktiviert und deren Gleit- und Deformierfähigkeit herabsetzt.</p>
<h2><b>Ergebnisse</b></h2>
<p>Sowohl das sympathische als auch das parasympathische Nervensystem waren mit der TLFD und dem DISE kreuzkorreliert. Eine höhere sympathische Aktivität reduzierte unmittelbar die TLFD (r -0,50 – -0,65; alle p &lt; 0,002; Abb. 1) und mediierte dabei den Effekt eines Stressereignisses (DISE-Score = 16) mit einer zweitägigen Verzögerung (Anteil Mediation: 98 %; p = 0,020). Sieben Tage nach einem Stressereignis mediierte die parasympathische Koaktivierung eine gesteigerte TLFD (Anteil Mediation: 90 %; p = 0,048). Die RPE zeigte keine signifikanten Kreuzkorrelationen mit der TLFD oder dem DISE auf (alle p &gt; 0,05).</p>
<figure id="attachment_19850" aria-describedby="caption-attachment-19850" style="width: 755px" class="wp-caption alignnone"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-large wp-image-19850" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/06/SchubertBrandl1_saez0225-1024x1024.jpg" alt="" width="755" height="755" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/06/SchubertBrandl1_saez0225-1024x1024.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/06/SchubertBrandl1_saez0225-300x300.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/06/SchubertBrandl1_saez0225-150x150.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/06/SchubertBrandl1_saez0225-768x768.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/06/SchubertBrandl1_saez0225-1536x1536.jpg 1536w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/06/SchubertBrandl1_saez0225-70x70.jpg 70w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/06/SchubertBrandl1_saez0225-450x450.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/06/SchubertBrandl1_saez0225-1200x1200.jpg 1200w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/06/SchubertBrandl1_saez0225-120x120.jpg 120w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/06/SchubertBrandl1_saez0225.jpg 1600w" sizes="(max-width: 755px) 100vw, 755px" /><figcaption id="caption-attachment-19850" class="wp-caption-text">Abb. 1 Der sympathische HRV-Parametercluster zeigte unmittelbar eine negative Korrelation mit der TLFD zu Lag 0 (ohne zeitlicher Verzögerung). Er zeigte jedoch eine positive Korre­lation mit der TLFD zu Lag 5 (fünf Tage verzögert). SNS: Sympathisches Nervensystem, TLFD: Deformation der thorakolumbalen Faszie, SDNN: Standardabweichung der RR Intervalle, SD2: parallele Standardabweichung des Poincaré-Plots, LF: Power des niedrigen Frequenzbandes.</figcaption></figure>
<h2><b>Diskussion</b></h2>
<p>Während eines Mesozyklus eines Sportkletterers, der im Rahmen dieser integra­tiven Einzelfallstudie untersucht wurde, konnte zum Teil eine dramatische Reduktion der TLFD von 19 mm von einem auf den anderen Tag beo­bachtet werden, die mit einer dreifach erhöhten sympathischen Aktivität einherging. Es ist bekannt, dass eine sympathikotone Verschiebung im ANS die vaskuläre Permeabilität innerhalb des subkutanen Fettgewebes verändert, was mit hoher Wahrscheinlichkeit die Gleiteigenschaften der TLF gegenüber ihrer umliegenden Gewebe beeinträchtigt [10]. So könnte u. a. ein Verlust an Interzellularflüssigkeit die Viskosität von Hyaluronan, welches in den losen Bindegewebsschichten für gute Gleiteigen­schaften sorgt, reduzieren und hydrodynamisch mehr Reibung bei Bewe­gungen, z. B. zwischen der TLF und dem M. erector spinae oder den darüberliegenden Schichten aus Haut und Unterhautfettgewebe, erzeugen [11]. Überraschend kam es fünf Tage nach der ersten Gewebereaktion auf eine sympathische Aktivierung zu einer Zunahme der TLFD, was so, nach Wissen der Autoren, bisher noch in keiner Studie zu beobachten war. Dieser Effekt wurde vor allem durch die parasym­pathische Koaktivierung bedingt. Hier könnte eine parasympathikusvermittelte Flüssikeitszunahme im Interstitium mit verbesserten Gewebegleiteigenschaften eine Gegenreaktion dar­stellen, die als eine Art Superkompensation beschrieben werden kann [12].</p>
<figure id="attachment_19851" aria-describedby="caption-attachment-19851" style="width: 755px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="size-large wp-image-19851" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/06/SchubertBrandl2_saez0225-1024x378.jpg" alt="" width="755" height="279" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/06/SchubertBrandl2_saez0225-1024x378.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/06/SchubertBrandl2_saez0225-300x111.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/06/SchubertBrandl2_saez0225-768x283.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/06/SchubertBrandl2_saez0225-1536x566.jpg 1536w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/06/SchubertBrandl2_saez0225-150x55.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/06/SchubertBrandl2_saez0225-450x166.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/06/SchubertBrandl2_saez0225-1200x443.jpg 1200w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/06/SchubertBrandl2_saez0225.jpg 1600w" sizes="(max-width: 755px) 100vw, 755px" /><figcaption id="caption-attachment-19851" class="wp-caption-text">Abb. 2 Schematische Darstellung der Veränderungen des ANS und der TLFD. Tag 0: Belastendes Ereignis, Tag 2: Reaktion des ANS/TLFD, Tag 7: TLFD Superkompensation. ANS: Autonomes Nervensystem, TLFD: Deformation der thorakolumbalen Faszie, SNS: Sympathisches Nervensystem, PNS: Parasympathisches Nervensystem. * Signifikanter Zusammenhang zwischen SNS und niedrigerer TLFD mit einer Verzögerung von 0 Tagen; † Signifikanter Zusammenhang zwischen höherem PNS und höherer TLFD mit einer Verzögerung von 5 Tagen. ‡ Das SNS vermittelte signifikant die negative Wirkung des Stressereignisses auf die TLFD 2 Tage später (Reaktion); das PNS vermittelte signifikant den positiven Effekt des Stressereignisses auf die TLFD 7 Tage später (Superkompensation). (Die Abbildung wurde modifiziert aus OpenStax College (2013). Anatomie und Physiologie. http:// cnx.org/ conte nt/ col11 496/ latest. CC BY 4.0 Lizenz.)</figcaption></figure>
<p>Die Mediationsanalyse zeigte, dass die vorgenannten ANS-Reaktionen durch erhebliche Stressoren ausgelöst wurden. Der Sportkletterer, der hier untersucht wurde, hatte während des Studienzeitraumes zwei emotional belastende Auseinandersetzungen mit engen Familienmitgliedern, die im DISE mit einem Score von 16 zwei erhebliche Peaks darstellten und sich deutlich von anderen Messungen unterschieden. Der darauffolgende massive Verlust der Fähigkeit der Faszien zu deformieren und gegenüber ihren umliegenden Geweben frei zu gleiten, wurde dabei zu 98 % von der emotionalen Belastung bedingt. Dieser Mechanismus war jedoch begleitet von einer Koaktivierung des parasympathischen Nervensystems, welche zu 90 % eine Verbesserung der biomechanischen Gleiteigenschaften der Gewebe sieben Tage nach dem Stressereignis mediierte. Eine solche Reaktion geht mit großer Wahrscheinlichkeit mit einer Reduktion proinflammatorischer Zytokine wie Interleukin-6 (IL-6), Interleukin-1ß (IL-1ß) und Tumor-Nekrose-Faktor (TNF) einher [13]. Die Autoren vermuten hier eine parasympathische Gegenreaktion zur Eindämmung eines stressorgetriebenen systemischen Entzündungsgeschehens. Diese Erkenntnisse stärken frühere Studien, die die TLF bzw. das Fasziensystem als Performancefaktor im Sport identifizierten und zeigen deutlich den Einfluss von Stressereignissen [5, 6]. Diese beeinflussen nicht nur negativ die Leistung, sondern erhöhen das Verletzungsrisiko und die Anfälligkeit gegenüber Infektionen. Betreuende sowohl im ambitionierten Hobbysport wie auch insbesondere im Leistungssport sollten sich daher der psychoneuroimmunologischen Mechanismen von ANS und Gewebe bewusst sein.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Ermöglicht wurden die Ergebnisse dieser Forschungsarbeit durch eine spezifische biopsychosoziale Herangehensweise, die unter ökologisch höchst validen Bedingungen Bedeutung und Dynamik von Lebensprozessen am Einzelfall untersuchte.</p>
<p>Wir sind davon überzeugt, dass die wissenschaftliche Untersuchung komplexer Zusammenhänge in der Sportmedizin – und nichts anderes sollte deren Agenda sein – in idiografisch-induktiver Weise erfolgen muss, um belastbare Erkenntnisse zu ermöglichen. Mit dem Design der integrativen Einzelfallstudie haben wir einen ersten Vorschlag für die empirische Umsetzung dieses neuen Forschungsparadigmas gemacht [9].</p>
<p><i>Dieser Beitrag ist eine Zusammenfassung des Artikels: Brandl A, Engel R, Egner C, Schleip R, Schubert C. Relations between daily stressful events, exertion, heart rate variability, and thoracolumbar fascia deformability: a case report. J Med Case Reports. 2024;18:589.</i></p>
<p style="font-weight: 400;">Literatur</p>
<ol>
<li style="font-weight: 400;">Wilke J, Schleip R, Klingler W, Stecco C. The Lumbodorsal Fascia as a Potential Source of Low Back Pain: A Narrative Review. BioMed Research International. 2017;2017:1–6.</li>
<li style="font-weight: 400;">Tesarz J, Hoheisel U, Wiedenhöfer B, Mense S. Sensory innervation of the thoracolumbar fascia in rats and humans. Neuroscience. 2011;194:302–8.</li>
<li style="font-weight: 400;">Mense S. Innervation of the thoracolumbar fascia. Eur J Transl Myol. 2019;29:151–8.</li>
<li style="font-weight: 400;">Michalak J, Aranmolate L, Bonn A, Grandin K, Schleip R, Schmiedtke J, et al. Myofascial Tissue and Depression. Cogn Ther Res. 2022;46:560–72.</li>
<li style="font-weight: 400;">Bojairami I, Driscoll M. Coordination Between Trunk Muscles, Thoracolumbar Fascia, and Intra-Abdominal Pressure Toward Static Spine Stability. Spine. 2022;47:E423.</li>
<li style="font-weight: 400;">Brandl A, Wilke J, Egner C, Reer R, Schmidt T, Schleip R. Thoracolumbar fascia deformation during deadlifting and trunk extension in individuals with and without back pain. Front Med. 2023;10:1177146.</li>
<li style="font-weight: 400;">Miyatsu T, Smith BM, Koutnik AP, Pirolli P, Broderick TJ. Resting-state heart rate variability after stressful events as a measure of stress tolerance among elite performers. Frontiers in Physiology. 2023;13.</li>
<li style="font-weight: 400;">De Calheiros Velozo J, Vaessen T, Lafit G, Claes S, Myin-Germeys I. Is daily-life stress reactivity a measure of stress recovery? An investigation of laboratory and daily-life stress. Stress and Health. 2023;39:638–50.</li>
<li style="font-weight: 400;">Schubert C. The Integrative Single-Case Design as a Biosemiotic-Systemic Research Tool in Psychoneuroimmunology. In: Yan Q, editor. Psychoneuroimmunology: Methods and Protocols. 3rd ed. New York, NY: Springer; 2024.</li>
<li style="font-weight: 400;">Bartness TJ, Liu Y, Shrestha YB, Ryu V. Neural Innervation of White Adipose Tissue and the Control of Lipolysis. Front Neuroendocrinol. 2014;35:473–93.</li>
<li style="font-weight: 400;">Fede C, Angelini A, Stern R, Macchi V, Porzionato A, Ruggieri P, et al. Quantification of hyaluronan in human fasciae: variations with function and anatomical site. Journal of Anatomy. 2018;233:552–6.</li>
<li style="font-weight: 400;">Stanley J, Peake JM, Buchheit M. Cardiac Parasympathetic Reactivation Following Exercise: Implications for Training Prescription. Sports Med. 2013;43:1259–77.</li>
<li style="font-weight: 400;">Pereira MR, Leite PEC. The Involvement of Parasympathetic and Sympathetic Nerve in the Inflammatory Reflex. J Cell Physiol. 2016;231:1862–9.</li>
</ol>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Psychoneuro­immunologie</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/16063/psychoneuroimmunologie-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. M. SC. Christian Schubert&#160;,&#160;Masiar Sabok Sir]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Jun 2024 08:00:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[02/24]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Psychoneuroimmunologie, kurz PNI, verfügt mittlerweile über eine breite empirische Evidenzlage, wenn es um die Frage geht, was den Menschen gesund hält und was ihn krank macht. Somit ist dies [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Die Psychoneuroimmunologie, kurz PNI, verfügt mittlerweile über eine breite empirische Evidenzlage, wenn es um die Frage geht, was den Menschen gesund hält und was ihn krank macht. Somit ist dies auch ein extrem spannendes Feld für die Sportmedizin. Wir sprachen über Schnittstellen, Potenziale und Perspektiven mit Prof. Dr. Dr. Christian Schubert von der Medizinischen Universität Innsbruck und gingen auch der Frage nach, was es mit dem „heilenden Geist“ auf sich hat.</b></p>
<h4><b>» </b><b>Herr Professor Schubert, Sie sind Universitätsprofessor an der Klinik für Psychiatrie, Psycho­therapie, Psychosomatik und Medizinische Psychologie der Medizinischen Universität Innsbruck. Dort leiten Sie ein Labor für Psychoneuroimmunologie (PNI). Wie passen PNI und Sportmedizin zusammen bzw. wie können sie voneinander profitieren?</b></h4>
<p>Die Psychoneuroimmunologie, kurz PNI, kann sich mittlerweile einer breiten empirischen Evidenz bedienen, wenn es um die Frage geht, was den Menschen gesund hält und was ihn krank macht. Zahlreiche Studien konnten zeigen, dass das soziale Umfeld eines Menschen, insbesondere emotional nahegehende Beziehungen, wie jene zu den Eltern, Partnern und eigenen Kindern, nicht nur enormen Einfluss auf die psychische, sondern dadurch vermittelt auch auf die immunologische und damit gesamtkörperliche Befindlichkeit eines Menschen haben. Dies ist von enormer Rele­vanz für die Sportmedizin, da ja auch Sportler Menschen sind, die in emotional bedeutsamen Kontexten leben und damit der ständigen Einflussnahme persönlicher psychosozialer Faktoren ausgesetzt sind. In vielen Fällen sind Ihnen diese Einflussfaktoren gar nicht bewusst. Körper, Seele, Geist und soziale Beziehungen sind untrennbar und dieses ganzheitliche Wissen zu nutzen, eröffnet völlig neue Wege für die sportmedizinische Diagnostik und Behandlung und damit für die nachhaltige Leistungs­fähigkeit des Sportlers. Interessanterweise hat die PNI seit ihren Anfängen Mitte der 1970-er Jahre aber auch zeigen können, dass umgekehrt Immunfaktoren, z. B. pro-inflammatorische Zytokine, mit dem Gehirn interagieren und sich im Erleben und Verhalten bemerkbar machen. Ist das zelluläre Immunsystem z. B. durch eine gröbere Verletzung akti­viert, führt dies zu Erschöpfung, Schmerz, Stimmungstief und sozialem Rückzug. Wir sprechen dabei von Sickness Behavior, einem Phänomen, das vom Immunsystem eingesetzt wird, um über ein verändertes Erleben und Verhalten Energie für den Heilungsprozess einzusparen und sich von der Verletzungsquelle fernzuhalten bzw. vor möglichen Infektionen zu schützen. Beschwerden sind so gesehen klug ein­-<br />
gesetzte Warnsignale des Organismus und nicht einfach Ärgernisse, die es schnell zu beseitigen gilt. Auch von diesem PNI-Wissen sollte die Sportmedizin daher enorm profitieren können, da selbst bei Mikroverletzungen Immunaktivität bei guter Selbstwahrnehmung wahrgenommen und somit rechtzeitig für Regeneration gesorgt werden kann, bevor es zu spät ist und der Schaden überhandgenommen hat.</p>
<h4><b>» </b><b>Vom 4. – 6. Oktober 2024 veranstalten Sie in Innsbruck den <a href="https://www.psychoneuroimmunologie-kongress.at/">4. PNI-Kongress</a> unter dem Motto: Psychoneuroimmunologie im Lauf des Lebens – Der Heilende Geist. Was ist die Idee hinter dem<br />
Kongress, an wen richten Sie sich und welche Rolle kann der Geist denn bei der Heilung von<br />
Erkrankungen spielen?</b></h4>
<p>Die Idee hinter dem Kongress hat schon eine gewisse Geschichte. 2016 veranstalteten wir das erste Mal den Kongress „Psychoneuroimmunologie im Lauf des Lebens“, damals unter dem Motto „Aufbruch in eine neue Medizin“. Wir möchten mit dieser Kongressreihe einen anderen, ganzheitlichen Weg in der medizinischen Kongresslandschaft gehen. Nicht zuletzt dadurch, dass wir genügend Diskussionszeit einräumen. damit das Auditorium in Beziehung treten kann: miteinander, mit dem Referenten und mit dem Thema. Debatten sind ausdrücklich erwünscht. Ich erinnere mich noch gut an unseren ersten Kongress, wie die Leute teils lautstark für ihre Sache eintreten konnten. Das ist Wissenschaft. Kein Dogma, kein wissenschaftlicher Elfenbeinturm, jeder Referent stellt sich der Auseinandersetzung, teils auch mit Nicht-Wissenschaftlern, mit Klinikern, die täglich in der Praxis stehen und sich durchaus oft darüber wundern, was ihnen da die mechanistisch-reduktionistische Wissenschaft an Evidenz vorgibt, die dann in Leitlinien gegossen wird. Es gibt noch so viel zu tun, bis wir eine wirklich ganzheitliche Sichtweise in der Medizin etabliert haben. Und so hatte dann 2018 der 2. Kongress PNI im Lauf des Lebens das Motto „Das Unsichtbare hinter dem Sichtbaren“. Dabei ging es besonders um das Unbewusste in der PNI. Endlich, möchte man sagen, denn allzu oft werden solche komplexen Themen von der mechanistischen Mainstream-Psychologie verdrängt. 2022 folgte dann unser 3. PNI-Kongress „Gesundheitselixier Beziehung“, bei dem es, wie der Titel schon sagt, um den mächtigen Einfluss der sozialen Beziehungen auf das Immunsystem ging. Diesen Herbst findet nun der 4. Kongress „Psychoneuroimmunologie im Lauf des Lebens statt, er trägt das Motto „Der Heilende Geist“.</p>
<h4><b>» </b><b>Können Sie uns auch einen kleinen inhaltlichen Einblick über die Themen und die Ausrichtung geben?</b></h4>
<p>Gerne. Die PNI hat über die Jahrzehnte ihres Schaffens deutlich zeigen können, dass die geistige Aktivität des Menschen eine entscheidende Rolle nicht nur für die Erhaltung von Gesundheit, sondern auch bei der Heilung von Erkrankungen spielt. Man spricht in diesem Zusammenhang auch gerne von Mind-Body-Medizin. Auf dem Kongress werden wir uns mit unterschiedlichen Bereichen beschäftigen, die den Zusammenhang zwischen Mind-Body-Medizin und PNI betreffen. Wie etwa sehen die physiologischen und immunologischen Prozesse aus, die der Geist einsetzt, um Heilungsvorgänge zu unterstützen? Welche Rolle spielt dabei die Außenwelt, beispielsweise der Behandler und die individuelle Bedeutung, die der Patient dem Behandler und der Intervention zuschreibt. Hiermit eng verbunden sind Begriffe wie Placebo und Nocebo, auch deren psychoimmunologischen Wirkmechanismen werden wir im Rahmen unseres Kongresses auf den Grund gehen. Weiterhin werden wir uns der Frage zuwenden, warum Mitgefühl und Empathie wesentlich sind, wenn es um die Heilkraft des Geistes geht, und wie diese Emotionen neurobiologisch verankert sind. Zwei störungsspezifische Themenschwerpunkte werden im Kongressprogramm immer wieder aufscheinen: Die Darm-Hirn-Achse sowie die Alzheimer-­Erkrankung. Und wie immer bei unseren Kongressen darf auch die kritische Auseinandersetzung mit gesellschaftlich relevanten Themen nicht fehlen: Lassen sich die vielen neurobiologischen Erkenntnisse der letzten Jahrzehnte nicht nur für die Gesundheit des Menschen nutzen, sondern auch gegen sie einsetzen? Wie ist es überhaupt um unserer Gesellschaft im Gesamten bestellt? Ist sie womöglich erkrankt? Wenn ja, woran? Und kann sie durch die Kraft unseres Geistes geheilt werden? Dabei komme ich schon zu einem weiteren Highlight unserer Kongressreihe: Der Kunst, und hierbei insbesondere der Musik. Mir ist es als Musikfreak gelungen, Stefan Betke aka Pole nach Innsbruck auf unseren Kongress einzuladen. Er ist eine der prägendsten Figuren der deutschen Elek­tronikmusikgeschichte und ich freue mich sehr auf seinen Auftritt im Congress Innsbruck.</p>
<h4><b>» </b><b>Das sind Themen, die auch eine gesellschaftliche Relevanz haben. Welche Rolle geben Sie der PNI auch perspektivisch in der Medizin (und Sportmedizin) und in der Gesellschaft bzw. was wünschen Sie sich und was sehen Sie als realistisch für die nahe Zukunft an?</b></h4>
<p>Die PNI kann als empirische Realisation des biopsychosozialen Modells angesehen werden, einer Mitte der 1970er Jahre entwickelten Sichtweise, die einen Paradigmenwechsel in der Medizin einläutete. Weg vom Bild des Menschen als Maschine, hin zu einer ganzheitlichen Sichtweise, in der der Mensch in seine Umgebung untrennbar eingewoben ist und wo höher komplexe Entitäten wie Psyche, Soziales und Kulturelles in der medizinischen Sicht wirkmächtiger sind als stoffliche Entitäten wie Gene, Moleküle und Zellen. Leider sind wir noch längst nicht am Ziel angekommen, wie uns insbesondere die letzten drei Pande­miejahre zeigten, in denen man vergeblich versucht hat, den Menschen mit rein technischen und linearen Maßnahmen vor Infektionen zu schützen. Ich würde mir wünschen, dass wir als Gesellschaft dem reduk­tiven Materialismus in Menschenbild und in der Art, wie wir unser Leben leben, abschwören. Es ist falsch, zu glauben, dass man Körper, Geist und Seele voneinander trennen kann und es ausreicht, in der medizinischen Forschung, die kleinsten Bausteine des Menschen zu untersuchen, um Gesundheit und Krankheit zu verstehen. Und es ist auch falsch, alles und jedes – selbst den Menschen – zu Geld zu machen und das Geld wie ein Heiligtum anzubeten. Spätestens am Ende des Lebens wird den meisten bekanntlich klar, dass der Sinn im Leben in den emotional bedeutsamen Beziehungen liegt, für die man sich Zeit nehmen sollte, solange es geht.</p>
<p><b>Vielen Dank für das interessante Gespräch.</b></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>KONGRESS-TIPP</strong></p>
<h3><strong>4. PNI Kongress 2024</strong></h3>
<p>Psychoneuroimmunologie im Lauf des Lebens &#8211; Der Heilende Geist</p>
<p>4.-6.10.2024 Innsbruck</p>
<p><a href="https://www.psychoneuroimmunologie-kongress.at/">www.psychoneuroimmunologie-kongress.at/</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Zum Weiterlesen</strong></p>
<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="QyT2vYcrVD"><p><a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/15431/psychoneuroimmunologie/">Psychoneuro­immunologie</a></p></blockquote>
<p><iframe class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8222;Psychoneuro­immunologie&#8220; &#8212; sportärztezeitung" src="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/15431/psychoneuroimmunologie/embed/#?secret=pEUjAjwuTP#?secret=QyT2vYcrVD" data-secret="QyT2vYcrVD" width="600" height="338" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe></p>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Psychoneuro­immunologie</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/15431/psychoneuroimmunologie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. M. SC. Christian Schubert]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Mar 2024 09:00:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[01/24]]></category>
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					<description><![CDATA[Das derzeit in der Medizin prädominierende reduktiv-materialistische Menschenbild geht davon aus, dass der Mensch rein aus stofflichen Entitäten (u. a. Gene, Moleküle, Zellen) besteht. Geist und Seele sind demnach lediglich Epiphänomene [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Das derzeit in der Medizin prädominierende reduktiv-materialistische Menschenbild geht davon aus, dass der Mensch rein aus stofflichen Entitäten (u. a. Gene, Moleküle, Zellen) besteht. Geist und Seele sind demnach lediglich Epiphänomene neuronaler Aktivität und ver­nachlässigbar, wenn es um die Frage geht, was den Menschen krank macht und was ihn heilt [1].</b></p>
<p>An diesen erkenntnistheoretischen Prämissen orientiert sich auch die medizinische Forschung. Sie bevorzugt Tier und Zelle als Material der Erkenntnis und untersucht menschliches Leben hauptsächlich außerhalb natürlicher Lebenskontexte unter kontrollierten Bedingungen, vorzugsweise im Laborexperiment. Dieses Menschenbild stellt die Psychoneuroimmunologie (PNI) mit ihrem Fokus auf die wechselseitigen Effekte von Psyche und Immunsystem fundamental in Frage. Die PNI steht in der Tradition der biopsychosozialen Sichtweise von Gesundheit und Krankheit, die Mitte der 1970er Jahre entwickelt wurde, um das medizinische Denken und Handeln insbesondere im Hinblick auf chronische Krankheiten zu revolutionieren [2]. Schon früh hat sich die PNI mit der rheumatoiden Arthritis (RA) auseinandergesetzt, einer chronischen Autoimmunerkrankung des Bindegewebes, die mit der Zerstörung von Knorpel- und Knochensubstanz, aber auch mit extra-artikulären Manifestationen (u. a. Vaskulitis, Pericarditis, Rheuma assoziierte Lungenerkrankungen) einhergehen kann [3].</p>
<h2><b>Positive Effekte psychologischer Interventionen<span class="Apple-converted-space"> </span></b></h2>
<p>Über mehrere Wochen dauernde PNI-Verlaufsstudien an RA-Patienten zeigten, dass vermehrte psychische Belastung im Alltag mit erhöhten Werten inflammatorischer Zytokine (u. a. Interleukin-6 [IL-6], löslicher Interleukin-2-Rezeptor [sIL-2R]), aktivierten T-Lymphozyten (DR+CD3), verstärkter Glucokortikoidrezeptor-Resistenz und vermehrten RA-Krankheitszeichen sowie Gelenkschmerzen verbunden ist [4, 5]. Die PNI wies aber auch umgekehrt nach, dass positive psychologische Faktoren (z. B. heiteres Lachen) einen entzündungshemmenden Einfluss auf die Stresssystemaktivität bei RA ausüben (z. B. [6]). Solche Erkenntnisse legen nahe, dass psychologische Interventionen eine grundlegende Behandlungsmaßnahme bei RA darstellen können. Dies ist vor dem Hintergrund bedeutsam, dass ein Drittel der RA-Patienten trotz der durchaus wirksamen pharmakologischen Interventionen (u. a. Methotrexat, Tumor-Nekrose-Faktor [TNF]-α-Hemmer, Januskinase-­Inhibitor) weiterhin an Schmerzen, Erschöpfung und psychi­scher Belastung leiden und Medikamente gegen RA teils schwere Nebenwirkungen (u. a. Hepatotoxizität, Infektanfällig­keit) mit sich bringen, besonders, wenn sie über eine lange Zeit eingenommen werden [7].</p>
<p>In einer Übersichtsarbeit analysierten Prothero et al. (2018) die Wirkung psychologischer Interventionen (v. a. kognitiv-behavioral) auf RA-Patienten (8 Übersichtsarbeiten; 66 Studien; 7.279 Patienten) und stellten unmittelbar nach der Intervention eine leichte Verbesserung einer Reihe von RA-assoziierten Beschwerden (funktionelle Beeinträchtigung, Schmerz, Erschöpfung, Angst, Depression) fest [8]. Diese positive Wirkung war für manche Aspekte (z. B. Bewältigungsverhalten, Depression, körperliche Aktivität) auch noch bei den Follow-Up-­Untersuchungen bis zu 15 Monate nach einer Intervention zu beobachten. Was die rein körperliche Ebene<span class="Apple-converted-space">  </span>(Krankheitsaktivität/-schwere, schmerzhafte oder geschwollene Gelenke) betrifft, war nicht unmittelbar nach der Therapie, sondern erst nach 10 Wochen und 8,5 Monaten eine Verbesserung festzustellen. Diese längerfristige Wirkung könnte, ganz im Sinne der PNI, durch die sukzessive, vorteilhafte Entwicklung psychologischer Variablen (z. B. Bewältigungsverhalten, Selbstwirksamkeit) vermittelt worden sein.</p>
<h2><b>PNI-Groẞprojekt PETRA</b></h2>
<p>Solche Daten nahm ein Konsortium verschiedener deutscher und österreichischer universitärer sowie gesundheitsbezogener Einrichtungen unter der Leitung des BKK-Landesverbands Bayern zum Anlass, ein vom Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses unterstütztes PNI-Großprojekt durchzuführen: Die Personalisierte Therapie bei Rheumatoider Arthritis (PETRA) [9]. Dieses derzeit laufende Projekt beabsichtigt, mittels einer prospektiven, randomisiert-kontrollierten Studie (RCT) bei insgesamt 440 RA-Patienten (n = 220 Interventionsgruppe, n = 220 Kontrollgruppe) zu untersuchen, inwieweit ein neun Monate andauerndes psychotherapeutisch angeleitetes, gruppenbasiertes Interventionsprogramm die sozialen, emotionalen und Problemlösungskompetenzen sowie den Funktionsstatus des Stresssystems bei RA verbessern kann. Die verschiedenen Ergebnisvariablen aus dem biopsychosozialen Spektrum (u. a. RA-Krankheitsaktivität, Aktivität des Stresssystems, psychischer Zustand, laufende Gesundheitskosten) werden bei allen Patienten in regelmäßigen Abständen vor der Intervention (Baseline), während der 9-monatigen Intervention (fünf Zeitpunkte) und während einer 9-monatigen Nachbeobachtungsphase (drei Zeitpunkte) gemessen, sodass eine umfassende Verlaufsanalyse von Effekten innerhalb der Patienten und zwischen den Patienten der Interventions- und Kontrollgruppen möglich ist.</p>
<p>Zusätzlich sollen unter der konsortialen Leitung der Medizinischen Universität Innsbruck zehn integrative Einzelfallstudien (n = 5 aus der Interventionsgruppe, n = 5 aus der Kontrollgruppe) [10, 11] durchgeführt werden, um die Auswirkungen der Intervention auf die Funktionsweise des Stresssystems im gelebten Lebensalltag („life as it is lived“) von RA-Patienten zu untersuchen. Dabei sammeln RA-Patienten jeweils einen Monat vor und nach der 9-monatigen Intervention ihren gesamten Harn in 12-Stunden-Abständen, beantworten alle zwölf Stunden Fragebögen und nehmen an wöchentlichen Interviews teil, damit emotional bedeutsame positive und negative Alltagsereignisse ermittelt werden können. Mit Hilfe von Zeitreihenanalysen wird daraufhin untersucht, ob und wie sich die Funktion des Stresssystems bei diesen RA-Patienten durch die angewandte Intervention im Alltag verändert hat.</p>
<p>Erste Ergebnisse einer integrativen Einzelfallstudie an einer 59-jährigen RA-Patientin, die 30 Tage bzw. 60 12-Stunden-Intervalle an der Studie teilnahm, ermöglichen neue Einblicke in die Routinebehandlung und -diagnostik von RA-Krankheitsschüben. In dieser Studie stieg die RA-Krankheitsaktivität der Patientin (gemessen mit SDAI, CDAI, DAS28-CRP/-ESR) in den ersten zwölf Tagen der Studie unerwartet an, weshalb während der Studie eine Änderung des Medikationsregimes erfolgen musste (Dosiserhöhung von Prednisolon von 1 – 2 mg auf 5 mg täglich, Absetzen des Sulfasalazins, wöchentliche Injektion von 7,5 mg Methotrexat). Obwohl es durch diese Medikationsänderung erwartungsgemäß zu einer objektiven Verringerung der RA-Krankheitsaktivität kam und sich auch die subjektiven Beschwerden der Patientin deutlich verbesserten, veränderten sich die Harn-Konzentrationen der klassischen Entzündungsmarker Neopterin, Orosomucoid-2 und IL-6 überraschenderweise weder während des Krankheitsschubes noch unter der Medikation. Diese Ergebnisse machen deutlich, wie wichtig die Prozessanalyse zur Evaluierung therapeutischer Maßnahmen ist und dass die subjektiven Einschätzungen von Patienten in der ambulanten Überwachung der RA-Krankheitsaktivität üblichen objektiven Biomarkern überlegen sein können (Seizer et al., zur Publikation eingereicht). Ein weiteres vorläufiges Ergebnis dieser Studie betrifft die gesundheitsförderlichen Effekte der Haus­tierhaltung. Die Patientin hatte einen Hund, mit dem sie während der Studie regelmäßig Personensuchtrainings absolvierte. Diese emotional bedeutsamen Erlebnisse mit dem eigenen Hund führten bei der Patientin zu ­zyklischen Veränderungen ihrer Urin-Neopterinkonzentrationen mit ultimativen Verrin­ge­rungen des Entzündungs­markers 4,5 Tage (108 – 120 Stunden) nach den Trainingseinheiten.</p>
<h2><b>Fazit</b></h2>
<p>Die bisherigen Erfolge der PNI sind unübersehbar, besonders im Bereich der chronischen Erkrankungen, wo das reduktiv-materialistische Menschenbild der Medizin längst an seine Grenzen gestoßen ist [12]. Auch die Sportmedizin ist angehalten, vieles bis dato Unhinterfragte neu zu überdenken. Dazu gehört auch, die subjektive Realität des Patienten als Ideengeber für eine neue Medizin zu nutzen [13]. Hierzu passt gut, dass ausgerechnet der in den letzten Jahren wegen seiner medizinischen Haltung in Verruf geratene Novak Djoković schon seit Längerem auf die heilende Wirkung ganzheitlicher PNI-Interventionen schwört (<a href="https://tennistrainingpro.com/en/home-en/" target="_blank" rel="noopener">tennistrainingpro.com</a>). Sollte er am Ende doch Recht behalten haben?</p>
<p><iframe title="Sportmedizin &amp; Psychoneuroimmunologie" width="755" height="425" src="https://www.youtube.com/embed/BwwuA22yXyc?start=456&#038;feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
<p style="font-weight: 400;">Literatur</p>
<p style="font-weight: 400;">[1] Schubert C, Amberger M. Was uns krank macht – was uns heilt: Aufbruch in eine neue Medizin. Munderfing: Fischer &amp; Gann, 2016.</p>
<p style="font-weight: 400;">[2] Engel GL. The need for a new medical model: a challenge for biomedicine. Science 1977; 196: 129–136. doi: 10.1126/science.847460.</p>
<p style="font-weight: 400;">[3] Hochberg MC, Silman AJ, Smolen JS, Weinblatt ME, Weisman MH (Hrsg.). Rheumatoid Arthritis: A Companion to Rheumatology. London: Mosby, 2008.</p>
<p style="font-weight: 400;">[4] Zautra AJ, Hoffman J, Potter P, Matt KS, Yocum D, Castro L. Examination of changes in interpersonal stress as a factor in disease exacerbations among women with rheumatoid arthritis. Ann Behav Med 1997; 19: 279–286. doi: 10.1007/BF02892292.</p>
<p style="font-weight: 400;">[5] Davis MC, Zautra AJ, Younger J, Motivala SJ, Attrep J, Irwin MR. Chronic stress and regulation of cellular markers of inflammation in rheumatoid arthritis: implications for fatigue. Brain Behav Immun 2008; 22: 24–32. doi: 10.1016/j.bbi.2007.06.013.</p>
<p style="font-weight: 400;">[6] Matsuzaki T, Nakajima A, Ishigami S, Tanno M, Yoshino S. Mirthful laughter differentially affects serum pro- and anti-inflammatory cytokine levels depending on the level of disease activity in patients with rheumatoid arthritis. Rheumatology (Oxford) 2006; 45: 182–186. doi: 10.1093/rheumatology/kei081.</p>
<p style="font-weight: 400;">[7] Smolen JS, Landewé RBM, Bijlsma JWJ, Burmester GR, Dougados M, Kerschbaumer A, McInnes IB, Sepriano A, van Vollenhoven RF, de Wit M, Aletaha D, Aringer M, Askling J, Balsa A, Boers M, den Broeder AA, Buch MH, Buttgereit F, Caporali R, Cardiel MH, De Cock D, Codreanu C, Cutolo M, Edwards CJ, van Eijk-Hustings Y, Emery P, Finckh A, Gossec L, Gottenberg JE, Hetland ML, Huizinga TWJ, Koloumas M, Li Z, Mariette X, Müller-Ladner U, Mysler EF, da Silva JAP, Poór G, Pope JE, Rubbert-Roth A, Ruyssen-Witrand A, Saag KG, Strangfeld A, Takeuchi T, Voshaar M, Westhovens R, van der Heijde D. EULAR recommendations for the management of rheumatoid arthritis with synthetic and biological disease-modifying antirheumatic drugs: 2019 update. Ann Rheum Dis 2020; 79: 685–699. doi: 10.1136/annrheumdis-2019-216655.</p>
<p style="font-weight: 400;">[8] Prothero L, Barley E, Galloway J, Georgopoulou S, Sturt J. The evidence base for psychological interventions for rheumatoid arthritis: A systematic review of reviews. Int J Nurs Stud 2018; 82: 20–29. doi: 10.1016/j.ijnurstu.2018.03.008.</p>
<p style="font-weight: 400;">[9] Seizer L, Huber E, Schirmer M, Hilbert S, Wiest EM, Schubert C. Personalized therapy in rheumatoid arthritis (PETRA): a protocol for a randomized controlled trial to test the effect of a psychological intervention in rheumatoid arthritis. Trials 2023; 24: 743. doi: 10.1186/s13063-023-07707-0.</p>
<p style="font-weight: 400;">[10] Schubert C, Lampe A, Rumpold G, Fuchs D, König P, Chamson E, Schüssler G. Daily psychosocial stressors interfere with the dynamics of urine neopterin in a patient with systemic lupus erythematosus: an integrative single-case study. Psychosom Med 1999; 61: 876–882. doi: 10.1097/00006842-199911000-00024.</p>
<p style="font-weight: 400;">[11] Schubert C, Geser W, Noisternig B, Fuchs D, Welzenbach N, König P, Schüßler G, Ocaña-Peinado FM, Lampe A. Stress system dynamics during &#8222;life as it is lived&#8220;: an integrative single-case study on a healthy woman. PLoS One 2012; 7(3):e29415. doi: 10.1371/journal.pone.0029415.</p>
<p style="font-weight: 400;">[12] Schubert C. Psychoneuroimmunologie körperlicher Erkrankungen. In: Schubert C (Hrsg.): Psychoneuroimmunologie und Psychotherapie. 2. Auflage. Stuttgart, New York: Schattauer, 2015, 68–116.</p>
<p style="font-weight: 400;">[13] Schubert C. »Der Tod hält mich wach«. Die Symbolik des Joseph Beuys als Ideengeber für eine neue Medizin. Analyt Psychologie 2023; 199: 131–150. DOI 10.30417/ap-54-199.</p>
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