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	<title>Dr. med. Thomas Schreyer, Autor bei sportärztezeitung</title>
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	<description>Sportmedizin für Ärzte, Therapeuten &#38; Trainer</description>
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	<title>Dr. med. Thomas Schreyer, Autor bei sportärztezeitung</title>
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		<title>Mut und Beharrlichkeit</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/20913/mut-und-beharrlichkeit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dr. med. Thomas Schreyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Dec 2025 09:00:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[04/25]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Elisabethenstift in Darmstadt, in dem am 14.02.2026 der „Kongress Prähabilitation: Konservative Therapie und Orthopädie in der Sportmedizin“ der thesportgroup academy stattfinden wird, bietet nicht nur medizinische Versorgung, sondern hat [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Das Elisabethenstift in Darmstadt, in dem am 14.02.2026 der „Kongress Prähabilitation: Konservative Therapie und Orthopädie in der Sportmedizin“ der thesportgroup academy stattfinden wird, bietet nicht nur medizinische Versorgung, sondern hat auch Medizingeschichte geschrieben.<span class="Apple-converted-space"> </span></b></p>
<p>Es war der Ort, an dem Prof. Dr. Wolfgang Rückert 1938 eine Operation durchführte, die heute als Meilenstein der Endoprothetik gelten kann – lange bevor dieser Begriff überhaupt etabliert war. Rückert implantierte einem Patienten eine künstliche Hüftgelenkkugel aus Plexiglas – inspiriert von einer Türklinke mit kugelförmigem Griff (siehe Abb.). Die biomechanische Ähnlichkeit war frappierend. Mit Unterstützung der Firma Röhm &amp; Haas ließ er Kugeln aus Plexiglas fertigen. Die erste Implantation war erfolgreich – der Patient konnte wieder gehen. Doch die wissenschaftliche Anerkennung blieb aus. Seine Habilitationsschrift wurde abgelehnt – mit der Begründung, die Methode sei „unchirurgisch“ – er sei in der Chirurgie ein toter Mann, wenn das veröffentlicht würde. Rückert ließ sich davon nicht entmutigen. Er dokumentierte seine Arbeit akribisch, veröffentlichte Artikel, führte Korrespondenzen – und verfolgte seine Idee weiter. Nicht aus Trotz, sondern aus Überzeugung. Weniger bekannt, aber ebenso visionär war Rückerts Einsatz eines künstlichen Kniegelenks bei einer jungen Frau mit einem Knochensarkom. Nach der Resektion ersetzte er den lateralen Tibiakopf durch eine Teilprothese aus Plexiglas. Die Patientin – eine Journalistin – konnte über Jahre hinweg beschwerdefrei gehen. Radiologisch und histologisch war der Fall sauber dokumentiert. Prof. Rückert beschäftigte sich aber nicht nur mit den operativen Themen – auch die Prävention einer Arthrose durch Bewegung thematisierte er und<span class="Apple-converted-space">  </span>stellte bereits die Bedeutung einer gesunden Ernährung und die Vermeidung von Übergewicht heraus. Damit war Rückert seiner Zeit weit voraus!</p>
<p>Warum schreibe ich das hier und warum werde ich am 14.02. auf dem Kongress Prähabilitation darüber sprechen? Seine Geschichte ist eine Denkanstoß an alle, die neue Wege in der Medizin beschreiten. Rückert verfolgte seine Idee weiter, obwohl sie nicht in die Lehrmeinung passte. Später baute er medizinische Fakultäten in Algerien auf und wurde für seine Verdienste mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. In einem seiner Briefe schrieb er: „Ich hätte mich melden sollen, als die Hüftprothese ihren Siegeszug antrat.“ Heute stehen wir vor einer ähnlichen Situa­tion: Die Prähabilitation – also die gezielte Vorbereitung von Patienten auf eine Operation – zeigt in Studien klare Vorteile. Verbesserte funktionelle Ergebnisse, kürzere Liegezeiten, weniger Kom­plikationen. Prähabilitation geht für mich noch weiter: Sie umfasst heute auch die strukturierte Vorbereitung auf alle nicht-chirurgischen Interventionen, medizinischen Behandlungen sowie auf diagnostische oder therapeutische Belastungen des Organismus (<a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/20728/praehabilitation-praehab/" target="_blank" rel="noopener">z. B. Injektionen, Implantationen, Strahlentherapie oder intensive konservative Behandlungsprogramme)</a>. Und doch ist sie vielerorts noch nicht etabliert. Die strukturelle Umsetzung bleibt lückenhaft, die Finanzierung unklar, die interdisziplinäre Zusammenarbeit oft unzureichend. Wie Rückert damals, stehen wir heute vor der Frage: Lohnt sich der Einsatz für eine Maßnahme, die noch nicht im Leitlinien-Mainstream angekommen ist? Ich sage: Ja. Denn evidenzbasierte Medizin ist zweifellos das Fundament unseres Handelns. Aber medizinischer Fortschritt entsteht nicht allein durch Evidenz, sondern auch durch Mut und Beharrlichkeit. Rückert war kein Außenseiter – er war ein Vorläufer. Seine Geschichte ist keine Fußnote, sondern ein Fundament. Und sie erinnert uns daran, dass es manchmal Mut braucht, um das Richtige zu tun, bevor es als solches vollständig anerkannt wird. Lassen Sie uns diesen Mut auch heute aufbringen – für unsere Patienten, für die Medizin und für die Ideen, die ihrer Zeit voraus sind.</p>
<p><a href="https://sportaerztezeitung.com/event/prehab-kongress-konservative-therapie-und-orthopaedie-in-der-sportmedizin/" target="_blank" rel="noopener"><b>Hören Sie mehr dazu und zu weiteren innovativen Themen rund um die Prähabilitation<br />
auf unserem „Kongress Präha­bilitation: Konservative Therapie und Orthopädie in der Sportmedizin“ am 14.02.2026 im Elisabethenstift Darmstadt.</b></a></p>
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		<title>Knorpeltherapie am Kniegelenk</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/operation/3990/knorpeltherapie-am-kniegelenk/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dr. med. Thomas Schreyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 20 Dec 2020 09:01:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Operation]]></category>
		<category><![CDATA[04/19]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Behandlung von Knorpelschäden in unseren Gelenken stellt nach wie vor eine große Herausforderung für Behandler und Patienten dar. Am häufigsten betroffen ist aufgrund seines komplizierten Bewegungsablaufes und seiner Belastung, [...]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Behandlung von Knorpelschäden in unseren Gelenken stellt nach wie vor eine große Herausforderung für Behandler und Patienten dar. Am häufigsten betroffen ist aufgrund seines komplizierten Bewegungsablaufes und seiner Belastung, insbesondere auch beim Sport, das Kniegelenk.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Es konnte gezeigt werden, dass unbehandelte Knorpelschäden zur Arthrose des Gelenkes führen können. Dies zu verhindern und beim Sportler möglichst auch den „return to sport“ zu ermöglichen, ist das Ziel der modernen Knorpeltherapie. Der Londoner Anatom und Chirurg Sir William Hunter stellte 1773 fest: „Ein geschädigter Knorpel kann allgemein als beschwerliche Erkrankung angesehen werden; dies verlangt zur Heilung Komplexeres als bei einem brüchigen Knochen und ist, wenn einmal zerstört, nicht mehr zu reparieren.“ Durch Fortschritte der operativen Therapien ist diese Aussage heute so nicht mehr haltbar. Unsere Gelenke&nbsp; benötigen hyalinen (gläserner) Knorpel, um die Belastungen auf Dauer aushalten zu können. Unser Körper ist aber nur in der Lage, mit mechanisch weniger belastbarem Faserknorpel auf den Schaden zu reagieren. Hier sind, insbesondere im operativen Bereich, große Fortschritte erzielt worden. Ziel ist es, möglichst hyalinen Knorpel zu regenerieren.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="751" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schreyer_Abb1_saez0419-1024x751.jpg" alt="" class="wp-image-3991" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schreyer_Abb1_saez0419-1024x751.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schreyer_Abb1_saez0419-300x220.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schreyer_Abb1_saez0419-768x563.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schreyer_Abb1_saez0419-150x110.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schreyer_Abb1_saez0419-450x330.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schreyer_Abb1_saez0419-696x510.jpg 696w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schreyer_Abb1_saez0419-1068x783.jpg 1068w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schreyer_Abb1_saez0419-573x420.jpg 573w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schreyer_Abb1_saez0419-80x60.jpg 80w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schreyer_Abb1_saez0419.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Schema Knorpeltherapie</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Konservative &amp; Operative Maßnahmen</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit konservativen&nbsp; Maßnahmen wie Physiotherapie und Gewichtsabnahme kann der Fortgang eines Knorpelschadens zu einer Arthrose verlangsamt werden. Weitere Therapieansätze sind: entzündungshemmende, schmerzlindernde, abschwellende und knorpelstabilisierende Medikamente, Knorpelschutzbehandlung mit Hyaluronsäure, biologische Therapieverfahren, Hilfsmittel wie Orthesen, Bandagen und Schuhzurichtungen, Krankengymnastik, Kinesiotaping und physikalische Therapie. Auch heute werden in Deutschland nur etwa 10 % der geeigneten Patienten einer regenerativen Knorpeltherapie zugeführt. Intakter hyaliner Knorpel ermöglicht ein nahezu widerstandsloses Gleiten der Gelenkpartner und sorgt für eine Absorption der auftretenden Kräfte. Hyaliner Knorpel besteht zum größten Teil aus der Knorpelmatrix (ca. 95 %). Diese besteht aus Kollagenfasern, Proteoglykanen und Hyaluronsäure sowie ca. 70 % aus Wasser. Nur etwa 1–3 % Prozent machen die zellulären Bestandteile wie Chondrozyten aus. Knorpel ist nicht durchblutet; er wird durch Diffusion aus der Gelenksflüssigkeit (Synovia) ernährt. Dies erklärt zum Teil die&nbsp; schlechte Regenerationsfähigkeit des Knorpels. Knorpelschäden treten infolge von Traumen (lokalisiert), häufiger aber im Rahmen degenerativer Veränderungen auf.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Immer deutlicher wird die Bedeutung einer Mitbeteiligung des darunterliegenden Knochens. Mechanische Ursachen wie Bandinstabilitäten, Beinachsenfehlstellungen oder Meniskusschäden oder -defekte sind in die Behandlung mit einzubeziehen (MRT präoperativ). Die arthroskopische Klassifikation von Knorpelschäden geschieht nach der&nbsp; International Cartilage Repair Society ICRS von 2003, eine Weiterentwicklung der vierstufigen Klassifikation von Outerbridge aus dem Jahr 1961. Eine stadiengerechte operative Behandlung der Knorpeldefekte umfasst heute das Debridement, knochenmarkstimulierende Verfahren (Mikrofrakturierung, Nanofakturierung) jeweils mit oder ohne abdeckende Matrix, die Knorpel-Knochen-Transplantation und die zellbasierten Verfahren der Knorpeltransplantation (MACT Matrixassozierte autologe Chondrozytentransplantation).&nbsp; Ein vielversprechender neuer Ansatz ist das Verfahren „minced cartilage“. Grundsätzlich sollten nur symptomatische Knorpelschäden 3. und 4. Grades nach ICRS behandelt werden. Allerdings ist beim ersten Auftreten von Symptomen die Behandlung rasch indiziert, da sich die Behandlungsergebnisse mit zunehmender Dauer der Symptome deutlich verschlechtern. Zur Wahl des OP-Verfahrens existiert die Empfehlung der AG Klinische Geweberegeneration der DGOU. Knorpelschäden unter 2,5 cm² werden mit den kno­chenmarkstimulierenden Verfahren Mikrofakturierung/Nanofrakturierung versorgt. Prinzip ist die Eröffnung des subchondralen Knochens mit Austritt von „pluripotenten Zellen“, die stimulierend und regenerativ auf das umliegende Knorpelgewebe wirken sollen. Die erstmalige Beschreibung eines knochenmarkstimulierenden Verfahrens erfolgte 1959 durch Pridie, in den 1990er Jahren wurde die Mikrofakturierung durch Steadman eingeführt. Durch Bohrungen mit kleinem Durchmesser aber größerer Tiefe (1 mm bzw. 9 mm) können bessere Ergebnisse erzielt werden [1]. Diese&nbsp; Technik der Nanofrakturierung&nbsp; ist ein patentiertes Verfahren, bei dem der Draht (1mm) in den Knochen gestoßen und nicht gebohrt wird. Diese Verfahren werden heute zum Teil mit Auflage eines azellulären Implantates (Membran aus Kol­lagen/Hyaluronsäure etc.) kombiniert, um die Zellen vor Ort zu halten. Die mechanischen Eigenschaften des entstehenden Faserknorpels sind&nbsp; für kleine Defekte mittelfristig zufriedenstellend.</p>



<figure class="wp-block-gallery columns-2 is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex"><ul class="blocks-gallery-grid"><li class="blocks-gallery-item"><figure><img decoding="async" width="1024" height="768" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schreyer_Abb2_saez0419-1024x768.jpg" alt="" data-id="3992" data-full-url="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schreyer_Abb2_saez0419.jpg" data-link="https://sportaerztezeitung.com/?attachment_id=3992" class="wp-image-3992" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schreyer_Abb2_saez0419-1024x768.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schreyer_Abb2_saez0419-300x225.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schreyer_Abb2_saez0419-768x576.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schreyer_Abb2_saez0419-150x113.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schreyer_Abb2_saez0419-450x338.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schreyer_Abb2_saez0419-696x522.jpg 696w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schreyer_Abb2_saez0419-1068x801.jpg 1068w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schreyer_Abb2_saez0419-560x420.jpg 560w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schreyer_Abb2_saez0419-80x60.jpg 80w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schreyer_Abb2_saez0419-265x198.jpg 265w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schreyer_Abb2_saez0419.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="blocks-gallery-item__caption">Knorpeltranspla­ntation arthroskopisch mit novocart inject, Fa. TETEC</figcaption></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><img decoding="async" width="1024" height="768" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schreyer_Abb3_saez0419-1024x768.jpg" alt="" data-id="3993" data-full-url="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schreyer_Abb3_saez0419.jpg" data-link="https://sportaerztezeitung.com/?attachment_id=3993" class="wp-image-3993" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schreyer_Abb3_saez0419-1024x768.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schreyer_Abb3_saez0419-300x225.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schreyer_Abb3_saez0419-768x576.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schreyer_Abb3_saez0419-150x113.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schreyer_Abb3_saez0419-450x338.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schreyer_Abb3_saez0419-696x522.jpg 696w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schreyer_Abb3_saez0419-1068x801.jpg 1068w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schreyer_Abb3_saez0419-560x420.jpg 560w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schreyer_Abb3_saez0419-80x60.jpg 80w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schreyer_Abb3_saez0419-265x198.jpg 265w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schreyer_Abb3_saez0419.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="blocks-gallery-item__caption">Knorpeltransplantation arthroskopisch 
mit Spherox, Fa. codon</figcaption></figure></li></ul></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="819" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schreyer_Abb4_saez0419-1024x819.jpg" alt="" class="wp-image-3994" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schreyer_Abb4_saez0419-1024x819.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schreyer_Abb4_saez0419-300x240.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schreyer_Abb4_saez0419-768x614.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schreyer_Abb4_saez0419-150x120.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schreyer_Abb4_saez0419-450x360.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schreyer_Abb4_saez0419-696x557.jpg 696w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schreyer_Abb4_saez0419-1068x854.jpg 1068w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schreyer_Abb4_saez0419-525x420.jpg 525w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schreyer_Abb4_saez0419.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Minced cartilage Verfahren vor Abdeckung © Dr. Kniffler, Kelkheim</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Knorpelschäden über 2,5 cm² (hoher Aktivitätsgrad oder junger Patient) oder über 3 – 4 cm (niedriger oder mittlerer Aktivitätsgrad) sind die Domäne der zellbasierten Therapien, der autologen Chrondrozytentransplantation ACT. Die erste ACT wurde 1987 von Peterson in Schweden durchgeführt. 1994 erfolgte die erste Veröffentlichung durch Brittberg. In einem zweizeitigen Verfahren wird beim ersten Eingriff an einer unbelasteten Stelle des Gelenkes&nbsp; Knorpel entnommen, in Speziallaboratorien erfolgt dann eine Kultivierung der Knorpelzellen. Nach drei bis&nbsp; sechs Wochen erfolgt in einer zweiten Operation das Einbringen der gezüchteten Knorpelzellen, inzwischen&nbsp; mitsamt deren Matrix (MACT, Beimpfte Membran, eigene produzierte extrazelluläre Matrix der Zellen). Aktuell wenden wir die vierte Generation der Knorpelzelltransplantation an. Diese ist in vielen Fällen arthroskopisch möglich. Hiermit können nahezu alle Lokalisationen innerhalb des Kniegelenkes erreicht werden. Es entsteht hyaliner bzw. hyalin- artiger Knorpel, der in seinen mechanischen Eigenschaften dem ursprünglichen Knorpel sehr nahe kommt und eine dauerhafte Lösung im Sinne einer Regeneration des Knorpelgewebes verspricht. Die Ergebnisse der ACT sind&nbsp; in 85-90% gut bis sehr gut. Entscheidend ist die richtige Indikationsstellung durch einen erfahrenen Anwender. In Fällen, in denen der subchondrale Knochen Ursache für den Knorpelschaden (z. B. Osteochondrosis dissecans) ist, ist es bei kleinen Defekten möglich, Knorpelknochenzylinder in den Defekt einzubringen, die an anderer unbelasteter Stelle des Kniegelenkes entnommen werden. Bei größeren Defekten sind&nbsp; eine Auffüllung des Knocheneffektes mit autologer Spongiosa und eine ACT indiziert. Mit dem „minced cartilage“–Verfahren rückt zunehmend ein vielversprechendes einzeitiges Verfahren für kleinere Knorpelschäden in den Fokus des Interesses. Hierbei wird Knorpelmaterial aus anderer Stelle des Gelenkes mechanisch zerkleinert und in den Defekt eingebracht. Die Fixation kann auf mit Fibrinkleber oder abdeckenden Membranen erfolgen. Erste Ergebnisse zeigen gutes Regeneratgewebe mit guten klinischen und mechanischen Eigenschaften. Knorpeltherapien mit Stammzellen zeigen in Grundlagenforschungen vielversprechende Ergebnisse auf, sind in Deutschland&nbsp; aber nicht zugelassen. Durch die Etablierung des weltweit ersten Knorpelregisters 2013 in Deutschland stehen heute große Fallzahlen zur wissenschaftlichen Auswertung zur Verfügung. Die Knorpelzelltransplantation ist mit 16 Level I Studien mittlerweile das am besten untersuchte Verfahren in der gesamten Orthopädie/Unfallchirurgie.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Beispiel &amp; weitere Faktoren</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Freizeitfußballer F.W. (Nr.147) zog sich 2008 beim Fußball einen 6cm<sup>2</sup> großen 4.gradigen Defekt an der äußeren Femurrolle zu. Durch die ACT erlangte er den „return to sport“ nach einem Jahr. Seither spielt er beschwerdefrei auf Wettbewerbsniveau. Jährliche klinische Kontrollen dokumentieren seither das hervorragende Langzeitergebnis.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ernährung spielt bei akuten Knorpelschäden derzeit noch keine große Rolle, wird aber zunehmend erforscht. Wahrscheinlich ist aber, das Gelenkmilieu günstig zu beeinflussen, was die Heilung unterstützt. Bei Arthrose wird der Einfluss der Ernährung immer deutlicher. Calciumreiche Nahrungsmittel, ungesättigt Fettsäuren (Olivenöl), fettarme Milchprodukte sowie bestimmte Inhaltsstoffe von Knoblauch, Zwiebeln und auch Lauchgemüse zeigen knorpelprotektive Wirkungen. Die Vermeidung von Gewichtszunahme entlastet und schützt so den Knorpel. &nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Fazit&nbsp;</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Behandlung von Knorpelschäden stehen uns heute vielfältige Verfahren zur Verfügung, die, bei korrekter Indikation und Anwendung gute bis sehr gute Ergebnisse auch im Langzeitverlauf zeigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Literatur</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>[1] Benthien et al. Reviewing Subchondral Cartilage Surgery: Considerations for Standardised and Outcome Predictable Cartilage Remodelling: A Technical Note &#8211; PubMed Labs , Int Orthop. Nov 2013&nbsp;</em></p>
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