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	<title>Dr. med. Christian Schneider, Autor bei sportärztezeitung</title>
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	<description>Sportmedizin für Ärzte, Therapeuten &#38; Trainer</description>
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	<title>Dr. med. Christian Schneider, Autor bei sportärztezeitung</title>
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	<item>
		<title>Radiofrequency Echographic Multi Spectrometry (REMS)</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/22256/radiofrequency-echographic-multi-spectrometry-rems-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dr. med. Christian Schneider&#160;,&#160;PD Dr. med. Anna Schreiner]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Apr 2026 12:09:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[01/26]]></category>
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					<description><![CDATA[Die REMS-Technologie (Radiofrequency Echographic Multi Spectrometry) ist ein innovatives, ultraschallbasiertes Verfahren zur Beurteilung der Knochenmineraldichte und der Knochenstruktur, das zum Screening von Knochengesundheit sowie unterstützend zur Diagnose und Verlaufskontrolle von [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Die REMS-Technologie (Radiofrequency Echographic Multi Spectrometry) ist ein innovatives, ultraschallbasiertes Verfahren zur Beurteilung der Knochenmineraldichte und der Knochenstruktur, das zum Screening von Knochengesundheit sowie unterstützend zur Diagnose und Verlaufskontrolle von Osteopenie und Osteoporose eingesetzt werden kann [1]. Anders als bei der herkömmlichen DXA-Messung (Dual Energy X-ray Absorptiometry), die bislang als Goldstandard in der Osteoporosediagnostik gilt, basiert REMS auf der Analyse ungefilterter Ultraschalldaten, die mithilfe spezieller Algorithmen spektralanalytisch ausgewertet werden, wodurch nicht nur die Knochendichte (BMD), sondern auch die strukturelle Qualität des Knochens beurteilt werden kann [1, 2].<span class="Apple-converted-space"> </span></b></p>
<p>Pro Scanlinie werden aus diesen spektralen Signaturen Spektren erzeugt, die wiederum mit Referenzdaten von gesunden als auch osteoporotischen Knochen verglichen werden [1]. Anschließend erfolgte eine Übertragung der daraus berechneten BMD-Werte (in g /cm<sup>2</sup>) mittels linearer Transformationen in T- und Z-Scores [1]. Herkömmlichen Ultraschallverfahren im Vergleich dazu beruhen in der Regel nur auf reinen Bildinformationen (B-Mode) [1].<span class="Apple-converted-space">  </span>Die auf dieser Technologie basierenden Geräte, wie etwa die von Firma Echolight entwickelten Modelle, ermöglichen eine präzise, schnelle und reproduzierbare Messung direkt am Lendenwirbelbereich (L1–L4) und am Schenkelhals – analog den DXA-Regionen. Dabei wird eine kleine Ultraschallsonde auf der Haut platziert, die Messung dauert ca. 10 Minuten und ist schmerz- und strahlungsfrei. Zusätzlich zum klassischen T- und Z-Score bzw. BMD-Wert kann das System auch Informationen zur mikrostrukturellen Knochenqualität /-­Integrität über den so genannten Fragility Score – ein Parameter, der das individuelle Risiko für osteoporotische Frakturen besser abbilden soll – sowie ergänzend noch BIA-ähnliche Body Composition Daten liefern [1 – 4].<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Diese Geräte kommen inzwischen in unterschiedlichen Bereichen zum Einsatz: in spezialisierten Facharztpraxen (z. B. Orthopädie, Endokrinologie, ­Gynäkologie), Kliniken, Gesundheitszentren sowie zunehmend auch in Apotheken oder im Rahmen mobiler Screening-Angebote. Aufgrund ihrer Mobilität und einfachen Handhabung eignen sie sich besonders gut für Prävention und Früherkennung, etwa bei Frauen nach der Menopause oder bei Patienten mit Risikofaktoren für Knochenschwund, aber auch Athleten z. B. zur Trainingssteuerung bei Überlastungsschäden trotz (scheinbar) guter Knochendichte/-gesundheit oder zum präventiven Erkennen eines ossären Defizites mit weiterem Abklärungsbedarf [5, 6]. Auch in der Forschung sowie für Verlaufskontrollen – beispielsweise bei medikamentöser Osteoporose Therapie – gewinnt REMS zunehmend an Bedeutung.</p>
<h2><b>Vorteile</b></h2>
<p>Im Vergleich zur klassischen DXA bietet REMS folgende Vorteile: Die Untersuchung ist strahlungsfrei, mobil und wiederholt einsetzbar, zeitsparend, ohne Bedenken auch zum Monitoring geeignet und liefert zusätzliche Informationen zur Knochenarchitektur und Frakturgefährdung. Damit stellt die REMS-Technologie eine vielversprechende Alternative bzw. Ergänzung zur etablierten Knochendichtemessung dar und erweitert die Möglichkeiten in der modernen Osteoporose-Diagnostik erheblich [1, 7, 8]. Studien belegen eine hohe diagnostische Übereinstimmung zwischen beiden Verfahren und zeigen, dass REMS eine zuverlässige Alternative zur DXA in der Osteoporose-Diagnostik darstellen kann [1]. Es fehlt jedoch noch die Etablierung im Sinne einer Gleichwertigkeit zum Goldstandard. Des Weiteren ist die Validität bei Patienten mit Endoprothesen, Skoliosen oder Adipositas per magna (BMI &gt; 40) eingeschränkt und die klinische Anwendung erfordert durchaus ein gewisses Training.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>In UK ist die REMS-Technologie ein fester Bestandteil der Initiative „Screen my Bones“ <a href="https://www.screenmybones.com" target="_blank" rel="noopener">(www.screenmybones.com/)</a>. In Deutschland setzt sich v. a. Prof. Kurth, Frankfurt, wissenschaftlich mit der Methode auseinander [1, 8].<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Bisher ist die Technologie in Deutschland erst in wenigen Praxen verfügbar – z. B. im Orthopädiezentrum Theresie in München (Dr. C. Schneider) (Abb. 1), in Montabaur (Hr. M. Hötzel) bzw. auch als Screening-Tool an einigen Biogena-Standorten.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<figure id="attachment_22088" aria-describedby="caption-attachment-22088" style="width: 277px" class="wp-caption alignnone"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-22088" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Schneider1_saez0126-277x300.jpg" alt="" width="277" height="300" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Schneider1_saez0126-277x300.jpg 277w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Schneider1_saez0126-944x1024.jpg 944w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Schneider1_saez0126-768x833.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Schneider1_saez0126-1416x1536.jpg 1416w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Schneider1_saez0126-150x163.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Schneider1_saez0126-450x488.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Schneider1_saez0126-1200x1302.jpg 1200w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Schneider1_saez0126.jpg 1500w" sizes="(max-width: 277px) 100vw, 277px" /><figcaption id="caption-attachment-22088" class="wp-caption-text">Abb. 1 REMS-Gerät bei Dr. Christian Schneider im Orthopädiezentrum Theresie, München</figcaption></figure>
<h2><b>Fälle aus der Praxis</b></h2>
<p><strong>45-jährige Profi-Tennisspielerin</strong> mit aktivierter Gonarthrose inkl. Knochenmarködem medialer Femurkondylus. Kein Trauma und bisher keine Abklärung ihrer Knochengesundheit, da sie noch nicht in der Menopause ist. Bisher erfolgte auch keine Supplementierung mit Vitamin D. Neben der Knietherapie erfolgte daher ergänzend orientierend ein Knochengesundheitsscreening mittels REMS. Hier zeigte sich eine Osteopenie (T – 1,3) femoral gemessen bei einem T-Score von – 0,6 im Bereich der LWS. Neben einer Trainingsanpassung erfolgt nun auch eine Vitamin-D-Sub­stitution nach Leitlinie. Verlaufskontrolle mittels REMS in einem Jahr geplant und bei Bedarf entsprechend eine erweiterte Diagnostik.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><strong>22-jährige Profi-Eistänzerin</strong> mit diversen, rezidivierenden muskuloskelettalen Beschwerden; aktuell führend waren die LWS-Beschwerden bei einem Knochenmarködem / Stressfraktur im Wirbelbogen LWK 5 bds. inkl. Umgebungsreaktion. Ein Teil der Diagnostik umfasste auch die Ultraschall basierte Knochendichtemessung. Hier zeigte sich eine normwertige LWS jedoch ein T-Score von – 2,3 femoral mit einem erhöhten 5-Jahres-Hüftfrakturrisiko im Fracture Risk Assessment. Es erfolgte insgesamt die Empfehlung zum Core- und Stabi­litätstraining mit partiellem Orthesensupport lumbal, Kinesiotaping und Wärme- / Kältetherapie, Fortsetzen des exzentrischen Trainings (betr. der Kniebeschwerden) sowie eine selektive periradikuläre Injektion im Bereich der LWS, Kernspinresonanz-Therapie (MBST®) der Wirbelsäule sowie die Verabreichung von 100.000 I.E. Vitamin D3 i.m. (alle drei Monate). Verlaufskontrolle mittels REMS nach sechs Monaten geplant und bei Bedarf entsprechend eine erweiterte Diagnostik und Trainingsanpassung.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><strong>79-jährige Patientin</strong> mit Klopf- und Druckschmerz im Bereich der oberen LWS ohne Trauma oder anamnestisch bekannter Osteoporose. In der Bildgebung (Röntgen Becken und LWS sowie MRT LWS) zeigte sich der Z. n. symphy­sen­naher Schambeinastfraktur, eine insg. degenerativ, teils aktiviert veränderte Wirbelsäule sowie frische Deckplatteneinbrüche LWK 1+2. Die Osteodensitometrie mit REMS ergab einen T-Score von – 3.0 (LWS) und – 2,9 (Femur) mit einem deutlich erhöhten Frakturrisiko bei einer normwertigen Body Composition (Abb. 2). Es erfolgte die Verabreichung von Denosumab und Festsetzung einer festen Vitamin-D-Substitution. Die Patientin ist in regelmäßiger physiotherapeutischer Behandlung, im Alltag gut mobil und beschwerdefrei. Neuerliche Kontrolle in sechs Monate mittels REMS geplant und ggf. DXA im Verlauf.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<figure id="attachment_22087" aria-describedby="caption-attachment-22087" style="width: 755px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="size-large wp-image-22087" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Schneider2_saez0126-931x1024.jpg" alt="" width="755" height="830" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Schneider2_saez0126-931x1024.jpg 931w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Schneider2_saez0126-273x300.jpg 273w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Schneider2_saez0126-768x844.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Schneider2_saez0126-1397x1536.jpg 1397w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Schneider2_saez0126-150x165.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Schneider2_saez0126-450x495.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Schneider2_saez0126-1200x1319.jpg 1200w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Schneider2_saez0126.jpg 1500w" sizes="(max-width: 755px) 100vw, 755px" /><figcaption id="caption-attachment-22087" class="wp-caption-text">Abb. 2 Darstellung von BMD und T- / Z-Score in der REMS-Messung (Schenkelhals und LWS) sowie Frakturrisiko-Bewertung (Bem.: Der Fragilitäts-Score ist ein Indikator für die Qualität der<br />Knochenstruktur, unabhängig von der Knochendichte (BMD)).</figcaption></figure>
<p>Literatur</p>
<p style="font-weight: 400;">[1] Kurth A, Kocijan R. Ultraschallbasierte REMS-Technologie in der Diagnostik der Osteoporose und der Beurteilung des Frakturrisikos. Osteologie 2025; 34: 184–191. Doi 10.1055/a-2650-1677</p>
<p style="font-weight: 400;">[2] Messina C, Fusco S, Gazzotti S, et al. DXA beyond bone mineral density and the REMS technique: new insights for current radiologists practice. <em>Radiol Med</em>. 2024;129(8):1224-1240. doi:10.1007/s11547-024-01843-6</p>
<p style="font-weight: 400;">[3] Pisani P, Conversano F, Muratore M, et al. Fragility Score: a REMS-based indicator for the prediction of incident fragility fractures at 5 years. <em>Aging Clin Exp Res</em>. 2023;35(4):763-773. doi:10.1007/s40520-023-02358-2</p>
<p style="font-weight: 400;">[4] Diez-Perez A, Brandi ML, Al-Daghri N, et al. Radiofrequency echographic multi-spectrometry for the in-vivo assessment of bone strength: state of the art-outcomes of an expert consensus meeting organized by the European Society for Clinical and Economic Aspects of Osteoporosis, Osteoarthritis and Musculoskeletal Diseases (ESCEO). <em>Aging Clin Exp Res</em>. 2019;31(10):1375-1389. doi:10.1007/s40520-019-01294-4</p>
<p style="font-weight: 400;">[5] Bischoff E, Popova-Belova S, Bischoff F, Kirilov N. Physical Performance of Geriatric Women and Its Impact on Fracture Risk and Bone Mineral Density Assessed with Radiofrequency Echographic Multispectrometry (REMS). <em>Life (Basel)</em>. 2024;14(12):1579. Published 2024 Dec 1. doi:10.3390/life14121579</p>
<p style="font-weight: 400;">[6] Bobelyak M, Vaculik J, Stepan JJ. Bone mineral density assessment using radiofrequency echographic multispectrometry (REMS) in patients before and after total hip replacement. <em>Osteoporos Int</em>. Published online September 10, 2025. doi:10.1007/s00198-025-07685-w</p>
<p style="font-weight: 400;">[7] Borsoi L, Armeni P, Brandi ML. Cost-minimization analysis to support the HTA of Radiofrequency Echographic Multi Spectrometry (REMS) in the diagnosis of osteoporosis. <em>Glob Reg Health Technol Assess</em>. 2023;10:1-11. Published 2023 Feb 6. doi:10.33393/grhta.2023.2492</p>
<p style="font-weight: 400;">[8] Kurth A, Optimierung der Versorgung von Patienten mit Fragilitätsfrakturen: Die Rolle von REMS in Tertiären Präventionsprogrammen (z.B. FLS). Osteologie 2025; 34(02): 137-138. doi:  10.1055/s-0045-1804956</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Radiofrequency Echographic Multi Spectrometry (REMS)</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/22086/radiofrequency-echographic-multi-spectrometry-rems/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dr. med. Christian Schneider&#160;,&#160;PD Dr. med. Anna Schreiner]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Apr 2026 08:00:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[01/26]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://sportaerztezeitung.com/?p=22086</guid>

					<description><![CDATA[REMS (Radiofrequency Echographic Multi Spectrometry) technology is an innovative, ultrasound-based method for assessing bone mineral density and bone structure that can be used to screen bone health and support the [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>REMS (Radiofrequency Echographic Multi Spectrometry) technology is an innovative, ultrasound-based method for assessing bone mineral density and bone structure that can be used to screen bone health and support the diagnosis and monitoring of osteopenia and osteoporosis [1]. Unlike conventional DXA measurement (dual energy X-ray absorptiometry), which has been considered the gold standard in osteoporosis diagnostics to date, REMS is based on the analysis of unfiltered ultrasound data, which is evaluated using special algorithms for spectral analysis, allowing not only bone mineral density (BMD) but also the structural quality of the bone to<br />
be assessed [1, 2].</b></p>
<p>For each scan line, spectra are generated from these spectral signatures, which are then compared with reference data from healthy and osteoporotic bones [1]. The BMD values calculated from this (in g/cm2) are then converted into T and Z scores using linear transformations [1]. In comparison, conventional ultrasound methods are usually based solely on pure image information (B-mode) [1].<span class="Apple-converted-space">  </span>Devices based on this technology, such as the models developed by Echolight, enable precise, fast, and reproducible measurements directly on the lumbar spine (L1 – L4) and femoral neck – analogous to the DXA regions. A small ultrasound probe is placed on the skin, and the measurement takes about 10 minutes and is painless and radiation-free. In addition to the classic T- and Z-scores and BMD values, the system can also provide information on microstructural bone quality / integrity via the so-called fragility score – a para­meter that is intended to better reflect the individual risk of osteoporotic fractures – as well as supplementary BIA-like body composition data [1 – 4].</p>
<p>These devices are now used in a variety of settings: in specialized medical practices (e.g., orthopedics, endocrinology, gynecology), clinics, health centers, and increasingly in pharmacies or as part of mobile screening services. Due to their mobility and ease of use, they are particularly well suited for prevention and early detection, for example in postmenopausal women or patients with risk factors for bone loss, but also in athletes, e.g. for training control in cases of overload damage despite (apparently) good bone density / health, or for the preventive detection of an osseous deficit requiring further clarification [5, 6]. REMS is also becoming increasingly important in research and for follow-up checks, for example in drug-based osteoporosis therapy.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<h2><b>Advantages</b></h2>
<p>Compared to classic DXA, REMS offers the following advantages: The examination is radiation-free, mobile, and reu­sable, saves time, is also suitable for monitoring without any concerns, and provides additional information on bone architecture and fracture risk. REMS technology thus represents a promising alternative or supplement to established bone density measurement and significantly expands the possibilities in modern osteoporosis diagnostics [1, 7, 8].<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Studies confirm a high degree of diagnostic agreement between the two methods and show that REMS can be a reliable alternative to DXA in osteoporosis diagnostics [1]. However, it has not yet been established as equivalent to the gold standard. Furthermore, its validity is limited in patients with endoprostheses, scoliosis, or severe obesity (BMI &gt; 40), and its clinical application requires a certain amount of training.</p>
<p>In the UK, REMS technology is an integral part of the “Screen my Bones” initiative (<a href="https://www.screenmybones.com" target="_blank" rel="noopener">www.screenmybones.com/</a>). In Germany, Prof. Kurth, Frankfurt, is one of the leading scientific experts on the method [1, 8].</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-22088" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Schneider1_saez0126-277x300.jpg" alt="" width="277" height="300" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Schneider1_saez0126-277x300.jpg 277w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Schneider1_saez0126-944x1024.jpg 944w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Schneider1_saez0126-768x833.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Schneider1_saez0126-1416x1536.jpg 1416w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Schneider1_saez0126-150x163.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Schneider1_saez0126-450x488.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Schneider1_saez0126-1200x1302.jpg 1200w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Schneider1_saez0126.jpg 1500w" sizes="(max-width: 277px) 100vw, 277px" /></p>
<p>Fig. 1 REMS device at Christian Schneider&#8217;s Orthopedic Center Theresie, Munich</p>
<h2><b>Cases from practice</b></h2>
<p>45-year-old professional tennis player with activated OA of the knee including bone marrow edema of the medial femoral condyle. No trauma and no assessment of her bone health to date, as she has not yet reached menopause. No vitamin D supplementation has been given to date. In addition to knee therapy, a bone health screening using REMS was therefore carried out as a supplementary measure. This revealed osteopenia (T –1.3) measured in the femur with a T-score of –0.6 in the lumbar spine. In addition to adjusting her training regimen, vitamin D supplementation is now being administered in accordance with guidelines. Follow-up using REMS is planned in one year, with further diag­nostics as needed.</p>
<p>22-year-old professional ice dancer with various recurrent musculoskeletal complaints; currently leading were lumbar spine complaints with bone marrow edema / stress fracture in the vertebral arch LWK 5 both sides incl. surrounding reaction. Part of the diagnostics also included ultrasound-based bone density measurement. This showed a normal lumbar spine but a T-score of –2.3 femoral with an increased 5-year hip fracture risk in the fracture risk assessment. The overall recommendation was core and stability training with partial lumbar orthotic support, kinesiotaping and heat / cold therapy, continuation of eccentric training (regarding knee complaints), as well as selective periradicular injection in the lumbar spine area, magnetic resonance therapy (MBST®) of the spine, and administration of 100.000 I.U. vitamin D3 intramuscularly (every three months). Follow-up using REMS planned after six months and, if necessary, extended diagnostics and training adjustments.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>79-year-old female patient with tapping and pressure pain in the upper lumbar spine area without trauma or a history of osteoporosis. Imaging (pelvic and lumbar spine X-ray and lumbar spine MRI) revealed a symphysis-related pubic bone fracture, a degenerative, partially activated spine, and fresh upper plate fractures in L1+2. Osteodensitometry with REMS yielded a T-score of –3.0 (lumbar spine) and –2.9 (femur) with a significantly increased risk of fracture and normal body composition (Fig. 2). Denosumab was administered and a fixed vitamin D substitution was prescribed. The patient is undergoing regular physiotherapy, is mobile in everyday life, and has no complaints. A follow-up examination using REMS is planned in six months and, if necessary, DXA during the course of treatment.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<figure id="attachment_22087" aria-describedby="caption-attachment-22087" style="width: 755px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="size-large wp-image-22087" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Schneider2_saez0126-931x1024.jpg" alt="" width="755" height="830" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Schneider2_saez0126-931x1024.jpg 931w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Schneider2_saez0126-273x300.jpg 273w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Schneider2_saez0126-768x844.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Schneider2_saez0126-1397x1536.jpg 1397w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Schneider2_saez0126-150x165.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Schneider2_saez0126-450x495.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Schneider2_saez0126-1200x1319.jpg 1200w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Schneider2_saez0126.jpg 1500w" sizes="(max-width: 755px) 100vw, 755px" /><figcaption id="caption-attachment-22087" class="wp-caption-text">Fig. 2 Representation of BMD and T-score/Z-score in REMS measurement (femoral neck and lumbar spine) and fracture risk assessment (note: the fragility score is an indicator of bone structure quality, independent of bone mineral density (BMD)).</figcaption></figure>
<p>Literature</p>
<p style="font-weight: 400;">[1] Kurth A, Kocijan R. Ultraschallbasierte REMS-Technologie in der Diagnostik der Osteoporose und der Beurteilung des Frakturrisikos. Osteologie 2025; 34: 184–191. Doi 10.1055/a-2650-1677</p>
<p style="font-weight: 400;">[2] Messina C, Fusco S, Gazzotti S, et al. DXA beyond bone mineral density and the REMS technique: new insights for current radiologists practice. <em>Radiol Med</em>. 2024;129(8):1224-1240. doi:10.1007/s11547-024-01843-6</p>
<p style="font-weight: 400;">[3] Pisani P, Conversano F, Muratore M, et al. Fragility Score: a REMS-based indicator for the prediction of incident fragility fractures at 5 years. <em>Aging Clin Exp Res</em>. 2023;35(4):763-773. doi:10.1007/s40520-023-02358-2</p>
<p style="font-weight: 400;">[4] Diez-Perez A, Brandi ML, Al-Daghri N, et al. Radiofrequency echographic multi-spectrometry for the in-vivo assessment of bone strength: state of the art-outcomes of an expert consensus meeting organized by the European Society for Clinical and Economic Aspects of Osteoporosis, Osteoarthritis and Musculoskeletal Diseases (ESCEO). <em>Aging Clin Exp Res</em>. 2019;31(10):1375-1389. doi:10.1007/s40520-019-01294-4</p>
<p style="font-weight: 400;">[5] Bischoff E, Popova-Belova S, Bischoff F, Kirilov N. Physical Performance of Geriatric Women and Its Impact on Fracture Risk and Bone Mineral Density Assessed with Radiofrequency Echographic Multispectrometry (REMS). <em>Life (Basel)</em>. 2024;14(12):1579. Published 2024 Dec 1. doi:10.3390/life14121579</p>
<p style="font-weight: 400;">[6] Bobelyak M, Vaculik J, Stepan JJ. Bone mineral density assessment using radiofrequency echographic multispectrometry (REMS) in patients before and after total hip replacement. <em>Osteoporos Int</em>. Published online September 10, 2025. doi:10.1007/s00198-025-07685-w</p>
<p style="font-weight: 400;">[7] Borsoi L, Armeni P, Brandi ML. Cost-minimization analysis to support the HTA of Radiofrequency Echographic Multi Spectrometry (REMS) in the diagnosis of osteoporosis. <em>Glob Reg Health Technol Assess</em>. 2023;10:1-11. Published 2023 Feb 6. doi:10.33393/grhta.2023.2492</p>
<p style="font-weight: 400;">[8] Kurth A, Optimierung der Versorgung von Patienten mit Fragilitätsfrakturen: Die Rolle von REMS in Tertiären Präventionsprogrammen (z.B. FLS). Osteologie 2025; 34(02): 137-138. doi:  10.1055/s-0045-1804956</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Hydration and Cooling</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/7077/hydration-and-cooling/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dr. med. Christian Schneider]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 06 Jun 2021 09:06:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[02/21]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://sportaerztezeitung.com/?p=7077</guid>

					<description><![CDATA[Auswirkung von Hitze auf sportliche Leistung, Körpergewicht und Körpertemperatur. Durch den Klimawandel steigen die Temperaturen und damit die Hitze. Verstärkt wird diese Problematik, wenn noch hohe Luftfeuchtigkeit dazu kommt, wie [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Auswirkung von Hitze auf sportliche Leistung, Körpergewicht und Körpertemperatur.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Durch den Klimawandel steigen die Temperaturen und damit die Hitze. Verstärkt wird diese Problematik, wenn noch hohe Luftfeuchtigkeit dazu kommt, wie bei der Leichtathletik-WM 2019 in Doha. Die Olympischen Spiele in Tokio werden bereits im Vorfeld als die heißesten Spiele der Geschichte gehandelt, weshalb ein Hitzemanagement essentiell sein kann, um die sportliche Leistung der Athleten im Wettkampf abzurufen und die Medaillenchancen zu erhöhen.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">In den Untersuchungen von 83 Athleten (36 Frauen, 47 Männer) in den Disziplinen Marathon und Gehen (20 km und 50 km) wurden verschiedene ­Hydratations- und Kühlstrategien in feucht-heißen Umgebungsbedingungen während der Leichtathletik-WM in Doha erfasst. Dabei wurden der Verlust an Körpergewicht sowie die Kern- und Hauttemperatur (T<sub>core</sub> / T<sub>sk</sub>) vor und nach dem Rennen gemessen und die Teilnehmer entsprechend ihrer Maßnahmen und Erfahrungen befragt. Selbstverständlich wurde auch die sportliche Leistung anhand der Zeitmessung und der Platzierung im Rennen dazugestellt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Trinkstrategie notwendig – brachte aber nicht die erhofften Ergebnisse</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die meisten Athleten hatten eine Trinkstrategie (Elektrolyte (83 %), Kohlenhydrate (81 %)), die allerdings rein auf deren persönlichen Erfahrungen basierte. Dabei setzten mehr Männer als Frauen auf diese Strategie (91 % – 93 % vs. 67 % – 72 %, p ≤ 0,029). Allerdings hatte weder das Flüssigkeitsvolumen noch die Verwendung von Elektrolyten oder Kohlenhydraten einen signifikanten Einfluss auf die Ergebnisse, obwohl die Einnahme davon während des Wettkampfs bei Elite-Ausdauersportler weit verbreitet ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Effektive Maßnahmen wie Pre- und Dura-Cooling mit Kühlwesten</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutlich mehr Athleten (80 %) als erwartet verwendeten Pre-Cooling Maßnahmen vor dem Rennen, wie Kühlwesten (53 %), kalte Handtücher (45 %), Halstücher (21 %) und Eis-Slurry (21 %) sowie Dura-Cooling-Maßnahmen, auch Percooling genannt, die während der Wettkämpfe durchgeführt wurden (93 %; Kopf-/Gesichtsübergießen (65 %) und Trinken von kaltem Wasser (52 %)). Fast alle Athleten (99 %), die Pre-Cooling Maßnahmen planten, setzten auch auf eine Kühlmaßnahme während des Rennens (Dura-Cooling). Die Anwendung von Kaltwasserimmersionen für die Beine war nicht mehr Mittel der Wahl. Diese Maßnahme reduzierte sich von 2015 zu 2019. Vermutlich ist dies auf die potenziell schädliche Auswirkung der Beinkühlung auf die Muskelfunktion zurückzuführen, die in Studien [2, 3] gefunden wurden. Die Spitzenplatzierungen und die Rangfolge der Athleten, die Kühlwesten (18 ± 4) und kalte Handtücher (17 ± 12) einsetzten war besser, als die derjenigen, die diese Maßnahmen nicht durchführten (26 ± 14 bzw. 25 ± 14, p &lt; = 0,027). Ein niedrigerer Hauttemperaturwert (T<sub>sk</sub>) vor dem Rennen korreliert laut den Untersuchungen mit einem schnelleren Rennen (r = 0,32, p = 0,046) und Athleten, die das Rennen abbrechen mussten, hatten vor dem Rennen einen höheren T<sub>sk</sub>-Wert als die Finisher (33,8 °C ± 0,9 °C vs. 32,6 °C ± 1,4 °C, p = 0,014). Es wird vermutet, dass die Kühlung der Haut die kardiovaskuläre Belastung reduziert, indem sie den Temperaturgradienten zwischen Haut und Körperkern verbessert. Alle Strategien basieren überwiegend auf persönlichen Erfahrungen und zeigen, wie wichtig es ist, diese im Vorfeld außerhalb von Wettkämpfen zu erproben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Einfache Kühlung in der Praxis</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits seit einigen Jahren arbeiten bereits Athleten des DLV, BDR, DRV, DHB, Triathleten sowie Boxer und internationale Fußballvereine mit dem deutschen Kühlsystem von E.COOLINE®. Kühlwesten, Handtücher, Halstücher und kühlende Kopfbedeckungen in Kom­bination mit der Cool-to-go (Eis) – Strategie ermöglichen es, Kühlung schnell und mobil sowie jederzeit verfügbar den Athleten für Pre-Cooling und Dura-Cooling Maßnahmen zur Verfügung zu stellen. Auch Regenerations-Sets sind erhältlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Literatur</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>[1] Racinais S, Ihsan M., Taylor L, et al., Br J Sports Med 2021; Epub:<br>10.1136/bjsports-2020-103613.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>[2] Goulet EDB. Effective of exercise-induced dehydration on endurance performance: evaluating the impact of exercise protocols on outcomes using a meta-analytic procedure. Br J Sports Med 2013;47: 679 – 89.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>[3] Racinais S, Nichols D, Travers G, et al. Health status, heat preparation strategies and medical events among elite cyclists who competed in the heat at the 2016 UCI road world cycling Championships in Qatar. Br J Sports Med 2020;54:1003 – 7</em></p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://www.e-cooline.de/technologie/"><img decoding="async" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/05/Bildschirmfoto-2021-05-31-um-11.08.23-1024x1000.jpg" alt="" class="wp-image-7079" width="545" height="524"/></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Infekte &#038; Sport</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/training/5784/infekte-sport/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dr. med. Christian Schneider]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 27 Feb 2021 12:22:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Training]]></category>
		<category><![CDATA[02/19]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://sportaerztezeitung.com/?p=5784</guid>

					<description><![CDATA[Infektionskrankheiten können zu schwerwiegenden Problemen bei Sportlern führen. Seit 2007 treffen sich jährlich ca. 14 Sportmediziner zum Steinbach-Talk, um gemeinsam ein ausführliches Diagnose- und Therapieschema zu erarbeiten. Im Fokus stehen [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Infektionskrankheiten können zu schwerwiegenden Problemen bei Sportlern führen. Seit 2007 treffen sich jährlich ca. 14 Sportmediziner zum Steinbach-Talk, um gemeinsam ein ausführliches Diagnose- und Therapieschema zu erarbeiten. Im Fokus stehen hierbei klar Empfehlungen aus der Praxis für die Praxis, beispielsweise Tipps für Hygieneschutz, aber auch Informationen zu Diagnosetools und Injektionstechniken. Während sich die Experten1 größtenteils mit den vielfältigen Beschwerden des Bewegungsapparates beschäftigen, haben sie sich im letzten Jahr intensiv mit dem Thema „Vorbeugung und Behandlung von Infekten“ befasst. Masiar Sabok Sir sprach dafür mit Dr. med. Christian Schneider, der zum Expertengremium gehört.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Herr Dr. Schneider, welche Relevanz haben Atemwegsinfekte bei der Behandlung von Profi-Sportlern? Was ist das übergeordnete Therapieziel – um jeden Preis fit zu sein oder schonend auskurieren?</strong> Infekte der oberen Atemwege sind für etwa 75 % der Ausfälle im Leistungssport verantwortlich und damit hat dieses Thema eine hohe Relevanz für den Sportler und für die betreuenden Ärzte. Die sinnvolle eingehende Diagnostik, oftmals inklusive Laborparametern, ist notwendig, um so mögliche Folgeschäden (z. B. Myokarditiden) zu vermeiden. Das vollständige Auskurieren ist aufgrund eines extern vorgeschriebenen Wettkampfkalenders nicht immer zu gewährleisten – es geht auch im Hochleistungssport nicht nach der Devise „Fit um jeden Preis“.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Welche prophylaktischen Maßnahmen können berücksichtigt werden?</strong> Hygienemaßnahmen sind ein ganz wichtiger Baustein – häufiges Händewaschen und Desinfektion z. B. auch vor dem gemeinsamen Essen und die Reduktion von „Shake-hands“ sind selbstverständlich (besser „Fist-bump“). Gerade im Wintersport auf eine angemessen Bekleidung achten! Schleimhautpflege inklusive ausreichender Trinkmenge und frühzeitiges Auffüllen der Kohlenhydratspeicher nach Belastung gehören natürlich auch dazu.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Welche Rolle spielen natürliche Arzneimittel bei der Behandlung von Profisportlern?</strong> Natürliche Wirkstoffe sind bei Sportlern voll im Trend, da sie meist den gesamten Organismus im Blick haben. Meine Erfahrungen mit natürlichen Präparaten (z. B. Gripp-Heel, Engystol oder auch Euphorbium comp. Nasentropfen) zeigen über alle Sportarten, dass die Erholung schnell geht und Regenerationsphasen verkürzt werden können. Aktuelle Studien können diese Effekte auch belegen: natürliche Wirkstoffe aktivieren körpereigene Abwehrkräfte, Symptomlinderung und die Infektausheilung wird gefördert. Für den Leistungssport ganz wichtig sind dabei die natürlichen Inhaltsstoffen, die häufig nicht doping-relevant sind und ein geringes Risiko für Neben- und Wechselwirkungen haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Was gibt es bei anstehenden Impfungen von aktiven Sportlern zu beachten?&nbsp;</strong>Das wichtigste ist, bestehende Impflücken zu erkennen. Die Empfehlungen der ständigen Impfkommission STIKO sind natürlich zu beachten. Grundsätzlich empfehlen sich Impfungen in der wettkampf- und auch trainingsfreien Zeit. Impfungen sollten nicht direkt nach einer Belastung erfolgen und die nächste größere Belastung 24 Stunden später.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Es wird über eine steigende „Impffaulheit“ in der Bevölkerung geklagt. Wie sieht das bei Leistungssportlern aus?</strong> Durch die jährlichen Grunduntersuchungen im Leistungssport sollten Impflücken auffallen und dringend mit dem betroffenen Sportler über das Erkrankungsrisiko inkl. „Ausfallsrisiko“ gesprochen werden. Gerade im Leistungssport kann durch die Impfung von Personen des Umfeldes (Betreuer und Familie) der Schutz des Sportlers erhöht werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Vielen Dank für das Gespräch.</strong></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="812" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Schneider_abb-1024x812.jpg" alt="" class="wp-image-5785" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Schneider_abb-1024x812.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Schneider_abb-300x238.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Schneider_abb-768x609.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Schneider_abb-150x119.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Schneider_abb-696x552.jpg 696w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Schneider_abb-1068x846.jpg 1068w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Schneider_abb-530x420.jpg 530w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Schneider_abb.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<hr class="wp-block-separator"/>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Impfugen von (Leistungs-) Sportlern</strong> (Auszug aus dem Diagnose- und Therapieschema Steinbach-Talk „Vorbeugung und Behandlung von Infekten) Immunitäts-<br>lücken erkennen (frühzeitig, am besten in der Jugend)</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Titerkontrollen zur Impfindikation sinnvoll bei: Masern, Mumps, Röteln, Varizellen, Hepatitis A, Hepatitis B, in Endemiegebieten auch FSME</li><li>Titerkontrollen nach Impfung sinnvoll bei: Masern, Mumps, Hepatitis B</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zeitpunkt der Impfung:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li>Impfung in Wettkampf- / Trainingspause – z. B. Verletzungspause</li><li>wenn Impfung während Wettkampf oder Training notwendig, dann erst 24 Stunden nach Belastung und nicht direkt nach Belastung</li><li>Fast alle Impfungen haben nach Grundimmunisierung keine Auffrischung nötig, d. h. während des aktiven Sport sind in der Regel nur wenige Impfungen notwendig: jährlich Influenza, alle 5 Jahre FSME, alle 10 Jahre Tetanus / Pertussis / Diphterie</li><li>Immunität: Bei den meisten Impfungen 14 Tage nach der ersten Impfung, die weiteren Impfungen sind oft nur für den Langzeitschutz erforderlich</li><li>Die anderen Impfungen haben Schnellimpfschemata (FSME, Hepatitis B)</li><li>Der Schutz des Sportlers kann erhöht werden, indem die Umgebung geimpft wird (Betreuer, Familien)</li><li>Generell sind die Impfempfehlungen der STIKO zu beachten!</li></ul>
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