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	<title>Dr. med. Ralf Schauer, Autor bei sportärztezeitung</title>
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	<title>Dr. med. Ralf Schauer, Autor bei sportärztezeitung</title>
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		<title>Blickpunkt Wasserball</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dr. med. Ralf Schauer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 Jan 2021 09:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Training]]></category>
		<category><![CDATA[03/19]]></category>
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					<description><![CDATA[In den 1980igern erschien im Playboy Magazin ein Artikel über Wasserball mit dem Titel, „Wenn Dir oben einer ins Gesicht lächelt und Dir unten in die Hoden tritt, das ist [...]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>In den 1980igern erschien im Playboy Magazin ein Artikel über Wasserball mit dem Titel, „Wenn Dir oben einer ins Gesicht lächelt und Dir unten in die Hoden tritt, das ist Wasserball“. Dieses Bild herrscht heutzutage noch immer vor und regt die Phantasien der Gesprächspartner an. Wasserball -ach so mit einem Niveaball-, das ist eine Sportart? Was ist denn nun eigentlich Wasserball?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wasserball wurde um 1870 in England erfunden, um Schwimmveranstaltungen attraktiver zu gestalten. 1885 erfolgte die Anerkennung als eigenständige Sportart durch den englischen Schwimmverband. In Deutschland wurde Wasserball erstmals 1894 in Berlin gespielt und 1912 die erste Deutsche Meisterschaft ausgetragen. Wasserball ist die älteste olympische Mannschaftssportart und kam erstmals 1904 in St. Louis USA ins olympische Programm.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Definition &amp; Regeln</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wasserball ist ein Ballspiel im Wasser, bei dem die Spieler zweier Mannschaften versuchen, durch geschicktes Abspielen und Freischwimmen, den Ball ins gegnerische Tor zu Treffen.</p>



<ul class="wp-block-list"><li>eine Mannschaft besteht aus 13 Spielern, von denen 7 Spieler (1 Torhüter, 6 Feldspieler) im Wasser sind</li><li>die Spielzeit beträgt 4 x 8 Minuten (reine Spielzeit)</li><li>zwischen ersten und zweiten Viertel sowie zwischen dritten und vierten Viertel sind 2 Minuten Pause, zwischen zweiten und dritten Viertel 5 Minuten Pause. In dieser Pause erfolgt der Seitenwechsel.</li><li>der Gastgeber spielt in weißen Kappen, der Gast in blauen Kappen</li><li>das Spielfeld ist 30 x 20m groß, bei Frauen, Jugendlichen und Senioren 25 x 20m, die Tore sind 3 m breit und 90cm hoch</li><li>die Wassertiefe sollte durchgehend 2 m betragen</li><li>Strafwurf wird von der 5 m Linie ausgeführt</li><li>geleitet wird das Spiel von 2 Schiedsrichtern</li><li>der Ball ist 450 g schwer und hat die Größe eines Fußballs, bei Frauen und bis D-Jugend etwas kleiner. Er ist aus Kunststoff, früher aus Leder</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph">Wasserball kann von der E-Jugend U11 und jünger bis ins hohe Alter gespielt werden, Voraussetzung ist Gesundheit und körperliche Fitness. Masters AK beginnen bei 30 und enden bei 70 Jahren.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="236" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schauer_saez0319-6-1024x236.jpg" alt="" class="wp-image-4680" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schauer_saez0319-6-1024x236.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schauer_saez0319-6-300x69.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schauer_saez0319-6-768x177.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schauer_saez0319-6-150x35.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schauer_saez0319-6-450x104.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schauer_saez0319-6-696x160.jpg 696w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schauer_saez0319-6-1068x246.jpg 1068w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schauer_saez0319-6.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Fotos: © Ralf Schauer</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verletzungen im Wasserball</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wasserball ist eine sehr trainingsintensive Sportart und schon in der Jugend ist ein dreimaliges Training pro Woche Normalität. Dies erweitert sich auf 5 – 8mal im Bundesligabereich und bis zu zehnmal pro Woche im internationalen Vergleich. Führende Nationen sind Serbien, Kroatien, Ungarn, Italien bei den Männern und USA, Niederlande, Russland, Italien, Spanien bei den Frauen. Der Deutsche Wasserball ist international etwas ins Hintertreffen geraten, wobei er in früheren Zeiten international sehr erfolgreich war. Im Laufe der Zeit wurden die Regeln immer wieder geändert, wodurch sich Wasserball von einem Schwimm-Spiel zu einem Schwimm- und Körperbetonten-Spiel entwickelt hat. Die Athletik hat im Laufe der Jahre zugenommen. Dies hatte zur Folge, dass sich die Verletzungsmuster von Platzwunden durch Ellbogenchecks und Faustschlägen, hin zu Überlastungsschäden mit Sehnen- und Gelenkverletzungen verschoben haben. Legendär war das Spiel bei Olympia 1958 Ungarn gegen Russland, bei dem politische Interessen im Wasser ausgefochten wurden.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Welche Körperteile bzw. Gelenke stehen im Vordergrund der Verletzungsmuster? Wasserball zählt zu den Überkopfsportarten, womit man die Schulter an erster Stelle nennen muss. Sie ist Dreh- und Angelpunkt sowohl beim Schwimmen als auch beim Werfen. Vergleicht man Wasserball mit anderen Überkopfsportarten wie Handball, Volleyball, Baseball und Schwimmen zeigt sich ein gleiches Verletzungs- und Überlastungsmuster (siehe dazu auch Artikel von Dr. Kass (S.20) in dieser Ausgabe).</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Schulterverrenkung oder Schulterluxation </strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie entsteht beim Wasserball, wenn in 90° Abduktion und Außenrotation, bei der Beschleunigungsphase des Wurfes in den Arm gegriffen wird bzw. der Wurfarm von vorne direkt geblockt wird. Beim Hineingreifen in den Arm kommt es zu einer vorderen Luxation, beim Blocken zu einer hinteren Luxation. Hierbei kann es zusätzlich zu einer Verletzung der Rotatorenmanschette kommen und zu einer Bankartläsion (einem knöchernen Ausriss des Labrums).</p>



<figure class="wp-block-gallery columns-3 is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex"><ul class="blocks-gallery-grid"><li class="blocks-gallery-item"><figure><img decoding="async" width="1024" height="608" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schauer_Schulter1_saez0319-1024x608.jpg" alt="" data-id="4683" data-full-url="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schauer_Schulter1_saez0319.jpg" data-link="https://sportaerztezeitung.com/?attachment_id=4683" class="wp-image-4683" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schauer_Schulter1_saez0319-1024x608.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schauer_Schulter1_saez0319-300x178.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schauer_Schulter1_saez0319-768x456.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schauer_Schulter1_saez0319-150x89.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schauer_Schulter1_saez0319-450x267.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schauer_Schulter1_saez0319-696x413.jpg 696w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schauer_Schulter1_saez0319-1068x634.jpg 1068w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schauer_Schulter1_saez0319-708x420.jpg 708w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schauer_Schulter1_saez0319.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/SLAP2_saez0319-1024x683.jpg" alt="" data-id="4682" data-full-url="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/SLAP2_saez0319.jpg" data-link="https://sportaerztezeitung.com/?attachment_id=4682" class="wp-image-4682" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/SLAP2_saez0319-1024x683.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/SLAP2_saez0319-300x200.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/SLAP2_saez0319-768x512.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/SLAP2_saez0319-150x100.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/SLAP2_saez0319-450x300.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/SLAP2_saez0319-696x464.jpg 696w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/SLAP2_saez0319-1068x712.jpg 1068w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/SLAP2_saez0319-630x420.jpg 630w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/SLAP2_saez0319.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/SLAP1_saez0319-1024x683.jpg" alt="" data-id="4681" data-full-url="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/SLAP1_saez0319.jpg" data-link="https://sportaerztezeitung.com/?attachment_id=4681" class="wp-image-4681" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/SLAP1_saez0319-1024x683.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/SLAP1_saez0319-300x200.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/SLAP1_saez0319-768x512.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/SLAP1_saez0319-150x100.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/SLAP1_saez0319-450x300.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/SLAP1_saez0319-696x464.jpg 696w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/SLAP1_saez0319-1068x712.jpg 1068w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/SLAP1_saez0319-630x420.jpg 630w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/SLAP1_saez0319.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure></li></ul></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>SLAP-Läsion und Rotatorenmanschettenverletzung</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier kommt es zu einem vorderen, hinteren oder einem korbhenkelartigen Ausriss des Labrum supraglenoidale. Die Verletzung kommt beim Griff in den Wurfarm akut traumatisch zustande. Die häufigere Version sind kontinuierliche Mikroverletzungen bei andauernder Überbelastung der Schulter durch Wurfbelastungen. Die Rotatorenmanschettenverletzung hat das gleiche Verletzungsmuster wie oben bereits beschrieben. Sie kann auch eine Begleitverletzung im Rahmen einer Schulterluxation sein und bei starken Krafteinwirkungen auf die Schulter isoliert traumatisch auftreten. Die häufigste Ursache sind jedoch degenerative Veränderungen im Rahmen von Mikroverletzungen bei Überlastungsschäden der Schulter durch jahrelanges Training oder falsche Wurftechnik und muskuläre Dysbalancen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Bizepssehnenläsion</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bizepssehne ist durch ihre anatomische Situation eine sehr gefährdete Struktur bei Überkopfsportarten. Die lange Bizepssehne verläuft durch das Gelenk und dient als Depressor für den Oberarmkopf. Beim Werfen, speziell in der Endphase, kommt es zu einem Anschlagen der Bizepssehne am Acromion und damit zu einer chronischen Reizung. Der sogenannte Pulley (eine sehnige Führungssscheide) für die Sehne wird zunehmend geschädigt und reißt im Laufe der Zeit. Es herrscht nun eine instabile Situation der Sehne mit Luxationen aus dem Sulcus, welche zu chronischen Reizungen und mechanischen Entzündungen der Sehne mit begleitender Entzündung des subacromialen Schleimbeutels führen. Damit wird der Raum unter dem Schulterdach eng und es kommt zu einer Einklemmung, dem sogenannten Impingement. Dieses führt zu einer schmerzhaften Bewegungseinschränkung der Schulter und kann bei wiederkehrenden Entzündungen schlimmstenfalls zu einem Riss der Sehne führen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weitere Verletzungen&nbsp;</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Verletzungen, die jedoch nicht so häufig auftreten sind Hüftbeschwerden, bedingt durch angeborene Fehlstellungen und technisch inkorrektes Wassertreten. Dies kann letztendlich eine frühzeitige Arthrose des Hüftgelenkes bedingen. Beim Spiel selbst treten Fingerverletzungen mit Sehnen- und Bandrupturen oder Fingerknochenbrüche durch Halten an den Händen auf. Platzwunden, Nasenbeinbrüche und Jochbeinbrüche sowie Verletzungen des knöchernen Augapfels (Orbitaboden) treten meist durch Faust und Ellbogenchecks auf. Ebenso Netz- und Hornhautverletzungen des Auges.Trommelfellverletzungen sind durch Einführung der Ohrenschützer deutlich rückläufig, treten aber immer noch bei Schlägen und Tritten auf das Ohr auf, wenn diese unter Wasser ausgeführt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Prävention</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Schulter ist beim Wasserball das am häufigsten in Mitleidenschaft gezogene Gelenk. Das liegt daran, dass Wasserball eine sehr körperbetonte Sportart ist, somit findet der größte Teil der Wurfbewegung unter der Störung eines Gegners statt. Damit ist eine technisch korrekte Wurfausführung meistens nicht möglich. Findet die Störung in der Beschleunigungsphase statt, potenzieren sich die Kräfte auf die Muskeln und das Sehnengewebe. Hierbei entstehen die meisten Läsionen der Schulter. Bettin konnte schon 1993 in einer Studie zeigen, dass der Bewegungsschmerz in der Schulter hauptsächlich bei hoher Außenrotation am Ende der Ausholphase und in Beugung und Innenrotation am Ende des Wurfes auftritt. Um das Verletzungsrisiko zu minimieren, benötigt der Spieler eine gute Schulterbeweglichkeit und eine gute Muskelkraft und Balance, um den Oberarmkopf während der Wurfbewegung zentriert zu halten. Des Weiteren ist eine gute Rumpf und Beinkraft nötig, um den Körper im Wasser zu stabilisieren und Kraft hinter den Ball zu bekommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Medium Wasser bedingt eine gute Rumpfstabiltät und Rumpfkraft, damit sich der Spieler, sowohl bei der Durchführung von Wurfbewegungen, als auch Angriffs- und Verteidigungsspiel möglichst stabil im Wasser fortbewegen kann. Hier sollte bei der Basisausbildung der jungen Spieler sehr viel Wert auf Koordinations- und Beweglichkeitsübungen gelegt werden. Die Kraft beim Werfen sollte aus den Beinen, der Hüft- und Körperrotation mit der nötigen Kraft erfolgen und nicht ausschließlich aus der Schulter. In eigenen Untersuchungen konnten wir zeigen, dass Spieler mit einer guten Körperrotation und Stabilität weniger Schulterprobleme aufweisen, als Spieler, die hier deutliche Defizite haben. Centerspieler sind besonders anfällig, da sie meist nicht in der Lage sind, aufgrund der Gegnereinwirkung den Wurf aus dem gesamten Körper zu gestalten, sondern hauptsächlich aus der Schulter.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Exkurs Concussion</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Thematik wird in der letzten Zeit auch im Wasserballsport diskutiert. Dies dient der Sensibilisierung der Spieler für dieses Syndrom. Die Torhüter müssen dahingehend geschult werden, dem Gegenspieler die Stirn zu bieten und eine Grundspannung bei der Ballabwehr inne zu haben. Gehirnerschütterungen dürfen nicht unterschätzt werden, auch ohne Bewusstseinsverlust. Trainern und Betreuern obliegt eine Sorgfaltspflicht. Ein Spieler sollte bei Symptomen, zum eigenen Schutz, aus dem Spiel genommen werden. Posttraumatisch empfohlen werden in diesem Fall Ruhe, Schonung, keine Nutzung multimedialer Geräte, kein Lesen, keine geistige und körperliche Überanstrengung, Analgesie. Langsames Heranführen bzw. Belastungsaufbau in Schule und Training. Trainingsfreigabe sollte durch den Teamarzt erfolgen. Prävention: Tragen einer Schutzkappe unter der Torhüterkappe.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Fazit</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wasserball ist ein sehr körperbetonter und anstrengender Sport, der hohe Anforderungen an Kraft, Beweglichkeit und Koordination des Spielers stellt. Der Spieler ist durch das Schwimmen und das Werfen selbst, doppelt in der Schulter belastet, sowie durch die Einwirkung des Gegenspielers. Beim Schwimmen hat der Spieler eine andere Wasserlage als der Wettkampfschwimmer. Durch die hohe Oberkörperlage ist eine Rotation im BWS-Bereich nicht gut durchführbar und erfordert hier eine höhere Schulterbeweglichkeit, welche wiederum zu Mikrotraumata durch Überlastung führen kann. Das Werfen selbst und hier mit Gegner stellt nochmals erhöhte Anforderungen an Koordination und Beweglichkeit, um den Wurf technisch korrekt und kraftvoll auszuführen. </p>



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		<title>Hüftbeschwerden bei Wasserballspielern</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/training/4243/hueftbeschwerden-bei-wasserballspielern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dr. med. Ralf Schauer&#160;,&#160;Marc Schauer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Dec 2020 09:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Training]]></category>
		<category><![CDATA[02/20]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie in der Übersichtsarbeit zu sportmedizinischen Aspekten des Wasserballs (Sportärztezeitung 03/19) gezeigt wurde, ist das Schultergelenk das Gelenk, was vorrangig beim Wasserball belastet wird. Infolge­dessen gerät das mindestens ebenso wichtige [...]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie in der Übersichtsarbeit zu sportmedizinischen Aspekten des Wasserballs (Sportärztezeitung 03/19) gezeigt wurde, ist das Schultergelenk das Gelenk, was vorrangig beim Wasserball belastet wird. Infolge­dessen gerät das mindestens ebenso wichtige Hüftgelenk jedoch zunehmend außer Beachtung. Im folgenden Artikel sollen Hüftprobleme anhand zweier Fallbeispiele von Juniorenwasserball­spielern vorgestellt werden, die primär als Adduktorenzerrungen behandelt wurden, sowie eine Möglichkeit der Prophylaxe.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die primäre Hüftbelastung eines Wasserballspielers entsteht durch den stetigen Versuch sich über Wasser zu halten und im Zweikampf gegen den Gegner zu bestehen. Hierfür bedient sich der Spieler des sog. Wassertretens (engl. egg­beater kicking). Mittels dieser Bewegung, die vorrangig durch eine technisch saubere und kraftintensive Beinarbeit gewährleistet wird, führt der Spieler sämtliche Sprung-, Start- und Stoppbewegungen aus, die im Rahmen der Abwehrarbeit, Konterabwehr und zur Durchführung der Wurfbewegung benötigt werden. Hiervon betroffen sind insbesondere Torhüter, da diese vorrangig aus den Beinen arbeiten, um im Tor zu springen und die Bälle abzuwehren, weshalb das Wassertreten für diese eine Grundvoraussetzung darstellt. Hierzu ist eine sehr gute Hüftbeweglichkeit erforderlich. Das liegt daran, dass bei umso besserer Hüftbeweglichkeit, die Wasserlage umso höher ausfällt. Zu diesem Zwecke schaffen gute Torhüter fast einen Männerspagat. Ist diese Voraussetzung erfüllt, können gute Torhüter sich dieser Technik optimal bedienen und schaffen es dadurch bis über die Oberschenkelansätze aus dem Wasser zu kommen und sich auch einige Zeit weit über Wasser zu halten. Das Wassertreten erfordert hierfür neben einer sauberen und technisch versierten Durchführung auch viel hartes Training, wodurch der Spieler einer hohen Hüftbelastung ausgesetzt wird (siehe Abb. 1a – c). In Untersuchungen wurde festgestellt, dass insbesondere die Wasserballspieler kein korrektes Wassertreten beherrschen, die keine technisch korrekte Brustgrätsche ausführen können und mithin einen Scherenbeinschlag aufweisen. Des Weiteren stellt die Tatsache, dass immer weniger Kinder technisch richtig schwimmen können, ein großes Problem für die Nachwuchsarbeit der Vereine dar.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="282" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schauer1_saez0220-1024x282.jpg" alt="" class="wp-image-4250" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schauer1_saez0220-1024x282.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schauer1_saez0220-300x83.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schauer1_saez0220-768x211.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schauer1_saez0220-150x41.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schauer1_saez0220-450x124.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schauer1_saez0220-696x191.jpg 696w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schauer1_saez0220-1068x294.jpg 1068w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schauer1_saez0220.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Abb. 1 a – c</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Case I – 19-jähriger Wasserballer (U19 Nationalmannschaft, Torhüter)</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li>Trainingshäufigkeit pro Woche 5 x Wasser-, 2 x Krafttraining</li><li>Klagt über Hüftbeschwerden und OS Beschwerden nach Belastung durch Wassertreten mit und ohne Gewichts­belastung, sowie über LWS Beschwerden</li><li>Diagnose Adduktorenzerrung, Schonung sechs Wochen, Analgesie, danach wieder Trainingsaufnahme, nach zwei Tagen erneute Beschwerden, Arztbesuch, dieselbe Diagnose, wieder Schonung, keine weitere bildgebende Diagnostik. Spieler quält sich durch die Trainingseinheiten, mit mal mehr, mal weniger Beschwerden</li><li>Im August 2015 Vorstellung in unserer Klinik wegen bevorstehendem Vereinswechsel zu Bundesligamannschaft</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Untersuchung ergab folgenden Befund (siehe Abb. 2 a + b):</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li>Hüfte links: Ex/Flex 0/0/120, Aro/Iro 30/0/15 endgradig schmerzhaft, Abd/Add 30/0/30</li><li>Leistendruckschmerz, kein Trochanterdruck- und Klopfschmerz </li><li>Kein Zug-,Stauch-, Wackelschmerz</li><li>DMS peripher intakt, BL gleich, Trendelenburg negativ</li><li>LWS: Druck- und Klopfschmerz über Dornfortsätzen der LWS</li><li>Druckschmerz über den Lig lumbale bds., DS über den ISG Gelenken, ausgeprägter paravertebraler Hartspann bds. LWS mit tastbaren Myogelosen, pos. Valleixsche Druckpunkte li, DMS peripher intakt</li><li>Hüftdysplasie mit ca. 1/3 Überdachung</li><li>Deutliche Sklerosierung und Gelenkspaltverschmälerung</li><li>CCD-Winkel re 134,3°, li 141,3° (Coxa valga) </li></ul>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="551" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schauer2_saez0220-1024x551.jpg" alt="" class="wp-image-4249" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schauer2_saez0220-1024x551.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schauer2_saez0220-300x162.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schauer2_saez0220-768x413.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schauer2_saez0220-150x81.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schauer2_saez0220-450x242.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schauer2_saez0220-696x375.jpg 696w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schauer2_saez0220-1068x575.jpg 1068w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schauer2_saez0220-780x420.jpg 780w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schauer2_saez0220.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Abb. 2 a + b</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Therapie erfolgte konservativ mit Krankengymnastik und Rückenstabi­lisierung. Die Trainingsbelastungen wurden auf Wassertreten ohne Gewichts­belastung reduziert. Zudem wurde bei weiteren Beschwerden die operative Abtragung des Bumps empfohlen. Der Spieler hat das Training wieder aufgenommen, selbiges aber wegen weiterer Beschwerden im Rahmen des Wasserballs als Leistungssport aufgehört. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Case II – 16-jähriger Juniorennationalspieler mit ähnlicher Symptomatik</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch hier wurde auf Adduktorenzerrung behandelt, ohne eine bildgebende Diagnostik.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Vorstellung ergab sich folgendes Bild:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>16-jähriger U17 Nationalspieler (Feldspieler) klagt über Hüft­beschwerden rechts nach Training</li><li>Trainingshäufigkeit/Woche 4 x Wasser- und 2 x Krafttraining</li><li>Auffällig nach Schulsport und Training teilweise hinkendes Gangbild</li><li>Bisher dito keine bildgebende Diagnostik, Therapie bisher Schonung, Analgesie</li><li>Vorstellung in unserer Klinik, da seit einem Jahr keine Besserung </li><li>Diagnosen: Coxa valga rechts et antetorta &amp; re Hüftdysplasie mit Gelenkspaltverschmälerung cranial. Therapie ebenfalls konservativ:</li><li>KG und MT Verbesserung Beweglichkeit und Kapseldetonisierung</li><li>Schuherhöhung von 1 cm zum Längenausgleich auch für Sportschuh</li><li>Vermeidung von Wassertreten mit hohen Gewichten vor und über dem Körper (Hantelscheiben, Medizinbälle)</li><li>Keine Exzentrischen Übungen im Krafttraining an Land</li><li>Bei fortbestehenden Beschwerden kann nach Wachstumsende eine prophylaktische Umstellungsosteotomie in Betracht gezogen werden</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph">Dem Spieler geht es derzeit gut, er nimmt voll am Trainingsbetrieb teil und die zu vermeidenden Belastungen werden, nach Rücksprache mit dem Trainer, eingehalten. Nach vollständigem Verschluss der Wachstumsfugen wird eine Umstellungsosteotomie empfohlen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="269" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schauer3_saez0220-1024x269.jpg" alt="" class="wp-image-4248" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schauer3_saez0220-1024x269.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schauer3_saez0220-300x79.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schauer3_saez0220-768x202.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schauer3_saez0220-150x39.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schauer3_saez0220-450x118.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schauer3_saez0220-696x183.jpg 696w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schauer3_saez0220-1068x280.jpg 1068w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schauer3_saez0220.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Abb. 3 a – c</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="271" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schauer4_saez0220-1024x271.jpg" alt="" class="wp-image-4247" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schauer4_saez0220-1024x271.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schauer4_saez0220-300x80.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schauer4_saez0220-768x204.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schauer4_saez0220-150x40.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schauer4_saez0220-450x119.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schauer4_saez0220-696x184.jpg 696w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schauer4_saez0220-1068x283.jpg 1068w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schauer4_saez0220.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Abb. 4 a – c</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Trainingsaufwand und Trainingsformen</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Wassertreten per se stellt hohe Anforderungen an die Gelenkbeweglichkeit und deren Belastbarkeit. Aus diesem Grund entstehen erhöhte Anforderungen an Trainingsaufwand und -intensität, um bei korrekter Technik und Kraft hoch aus dem Wasser zu springen bzw. sich als Torhüter auch über Wasser zu halten. Hierzu sind Trainingsformen mit Gewichtsbelastungen erforderlich, die durch die Nutzung von Medizinbällen, Hantelscheiben und Gewichtswesten gewährleistet und unterstützt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die italienische Nationalmannschaft nutzt hierfür ein speziell entwickeltes Gurtsystem (Abb. 5 a + b). Infolgedessen entsteht beim Wassertreten die Gefahr der Überlastung, wenn das Gewicht zu hoch gewählt und/oder nicht korrekt über dem Körper gehalten wird. Hierbei kommt es zu Fehlbelastungen durch Überlastung und daraus resultierenden Beschwerden wie bspw. der Reizung der Gelenkschleimhaut, Trochanterbursitiden und im schlimmsten Fall zu Knorpelschäden. Aus diesen Gründen ist eine korrekte Durchführung des Wassertretens, wie auch in Abb. 6 b gezeigt, unerlässlich, nicht so wie in Abb. 6 a.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="779" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schauer5_saez0220-1024x779.jpg" alt="" class="wp-image-4246" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schauer5_saez0220-1024x779.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schauer5_saez0220-300x228.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schauer5_saez0220-768x584.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schauer5_saez0220-150x114.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schauer5_saez0220-450x342.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schauer5_saez0220-696x530.jpg 696w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schauer5_saez0220-1068x813.jpg 1068w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schauer5_saez0220-552x420.jpg 552w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schauer5_saez0220-80x60.jpg 80w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schauer5_saez0220.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Abb. 5 a + b</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="665" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schauer6_saez0220-1024x665.jpg" alt="" class="wp-image-4245" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schauer6_saez0220-1024x665.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schauer6_saez0220-300x195.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schauer6_saez0220-768x499.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schauer6_saez0220-150x97.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schauer6_saez0220-450x292.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schauer6_saez0220-696x452.jpg 696w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schauer6_saez0220-1068x693.jpg 1068w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schauer6_saez0220-647x420.jpg 647w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schauer6_saez0220.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Abb. 6 a + b</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Eine optimale Trainingsform stellt das Training mit einem Gummiband dar, da der Spieler durch das Gummiband reglementiert wird. Je müder er wird, desto weniger Belastung ist er im Stande zu bewältigen. Abb. 7a – d zeigt die Anwendung des Gummibandes bei einem Jugendspieler.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="913" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schauer7_saez0220-1024x913.jpg" alt="" class="wp-image-4244" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schauer7_saez0220-1024x913.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schauer7_saez0220-300x268.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schauer7_saez0220-768x685.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schauer7_saez0220-150x134.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schauer7_saez0220-450x401.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schauer7_saez0220-696x621.jpg 696w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schauer7_saez0220-1068x952.jpg 1068w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schauer7_saez0220-471x420.jpg 471w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Schauer7_saez0220.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Abb. 7 a – d</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Fazit&nbsp;</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li>Hüftbeschwerden bei jungen Leistungs­wasserballern sollten einer bildgebenden Diagnostik zugeführt werden, um Fehl­stellungen und Dysplasien auszuschließen</li><li>Grundlage: technisch korrekt durchgeführtes Wassertreten</li><li>Wassertreten mit Gewichten (Hantelscheiben, Medizinbälle > 2 kg) sollte erst im Alter von 14 – 15 Jahren begonnen werden. Zu vorige Kraft­belastungen sollten mit Gummibändern gewährleistet werden, da dieses dynamisch ist, wodurch eine Überbelastung weitestgehend vermieden wird</li><li>Kraftbelastungen mit Gewicht sollten senkrecht auf den jugendlichen Körper wirken und nicht vor dem Körper um somit Fehlhaltungen und Fehlbelastungen gegenzuwirken</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph">Wird dieses Wissen bei der Trainingsgestaltung weitestgehend in Betracht gezogen, kann hierdurch weitestgehend Verletzungen infolge von Überlastungen vorgebeugt werden. Weiterhin sollte bei jungen Leistungssportlern, die Beschwerden aufweisen, auf eine bildgebende Diagnostik zurückgegriffen werden, um Fehlstellungen frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Aus diesem Grund verlangt der Deutsche Schwimmverband eine jährliche sportärztliche Untersuchung seiner Wasserballspieler. Hier sollten Hüftsonografiebilder der U1 Untersuchung mit herangezogen werden. Dante Dettamanti, seines Zeichens US Coach der Stanford University, sagte einmal, es sollte nicht der schlechteste Spieler ins Tor gestellt werden, sondern der, der laut Sonografie eine 1A Hüfte aufweist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir, als Sportmediziner, haben die verantwortungsvolle Aufgabe, die bestmögliche Behandlung und Betreuung der Leistungssportler zu gewährleisten, um diese&nbsp; von der Jugend bis Erwachsenenalter weitgehend verletzungsarm und gesund zu halten, damit sie in ihrem Sport erfolgreich sein können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hierfür ist erforderlich, sich mit den Bewegungsabläufen der Sportart bestmöglich vertraut zu machen, um eine richtige Therapie einzuleiten. Auch die Trainer müssen darauf achten, dass falsche Bewegungsabläufe korrigiert werden und sich nicht verselbständigen, da nur hierdurch erreicht werden kann, möglichst gesunde und erfolgreiche Sportler zu betreuen. Korrekte Technik und mit den richtigen Hilfsmitteln durchgeführtes Training führen auch zu einem guten Ergebnis.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Bezug auf den Wasserballsport heißt das: Zunächst ­Erlernen der korrekten Ausführungsweise, gefolgt von Ausdauer- und Krafttraining. So kann ein Wasserballer, über Wasser spielen und agieren, Tore schießen, Abwehrarbeit leisten und als Torhüter Tore verhindern.</p>
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