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	<title>Simon Roth, Autor bei sportärztezeitung</title>
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	<description>Sportmedizin für Ärzte, Therapeuten &#38; Trainer</description>
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	<title>Simon Roth, Autor bei sportärztezeitung</title>
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	<item>
		<title>Einsatz von EMG im Profifußball</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/training/15972/einsatz-von-emg-im-profifussball/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Thomas Blobel,&#160;Simon Roth&#160;,&#160;Ines Willeke]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 May 2024 10:47:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Training]]></category>
		<category><![CDATA[02/24]]></category>
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					<description><![CDATA[Während die Elektromyographie (EMG) traditionell aus wissenschaftlichen Studien oder technisch aufwändigen Tests in Bewegungslaboren bekannt ist, wird die Technologie zunehmend für schnelle Analysen und als Trainings­werkzeug im Profisport eingesetzt. Die [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Während die <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/training/2976/elektromyografie/">Elektromyographie (EMG)</a> traditionell aus wissenschaftlichen Studien oder technisch aufwändigen Tests in Bewegungslaboren bekannt ist, wird die Technologie zunehmend für schnelle Analysen und als Trainings­werkzeug im Profisport eingesetzt. Die neue Ära der EMG-Analyse beruht auf drahtlosen Bluetooth-Sensoren in Kombination mit benutzerfreundlichen Softwarelösungen für Tablets.</b></p>
<p>Da die Anwendung von EMG in ihren Einsatzbereichen stark variiert, wurde eine allgemeine Unterscheidung in Tabelle 1 skizziert. Das hier beschriebene Beispiel betrifft die Anwendungsfälle A und B. Ein EMG-Mapping vergleicht drei Aktivitätszustände: Den „Ruhetonus“, die „willkürliche Aktivierung“ und die „unwillkürliche Aktivierung“.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<figure id="attachment_15975" aria-describedby="caption-attachment-15975" style="width: 1600px" class="wp-caption aligncenter"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-full wp-image-15975" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/05/RothTab1_seaz0224.jpg" alt="" width="1600" height="563" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/05/RothTab1_seaz0224.jpg 1600w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/05/RothTab1_seaz0224-300x106.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/05/RothTab1_seaz0224-1024x360.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/05/RothTab1_seaz0224-768x270.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/05/RothTab1_seaz0224-1536x540.jpg 1536w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/05/RothTab1_seaz0224-150x53.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/05/RothTab1_seaz0224-450x158.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/05/RothTab1_seaz0224-1200x422.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1600px) 100vw, 1600px" /><figcaption id="caption-attachment-15975" class="wp-caption-text">Tab. 1 Differenzierung der EMG-Komplexität und der enutzerszenarien</figcaption></figure>
<p>Der<span class="Apple-converted-space">  </span>„Ruhetonus“ wird im Stehen gemes­sen und sollte eine maximale Aktivität von 20 µV nicht überschreiten (Ausnahmen: Beckenboden / M. Transversus abdominis und M. soleus). Wenn Abnormalitäten im Sinne einer Hyperaktivität festgestellt werden, sollten detonisierende Maßnahmen in Betracht gezogen werden. Auch eine intensive Aktivierung der betroffenen Muskelgruppen kann helfen den gemessenen Tonus zu reduzieren. Die „willkürliche Aktivierung“ oder die Fähigkeit, einen Muskel bewusst zu aktivieren, verbessert die Kontrolle eines Athleten über sein Kraftpotential und kann bereits nach wenigen Trainingseinheiten signifikant verbessert werden. Die „unwillkürliche Aktivierung“ visualisiert die Muskelökonomie während der Bewegung. Hohe Aktivitätswerte, die bei dieser Bewegungsaufgabe erreicht werden, sind nicht pauschal als „gut“ zu bewerten. Sie können auch auf eine Schwäche hinweisen, die durch eine hohe Anstrengung /Aktivierung kompensiert wird. Die unwillkürliche Aktivität sollte daher immer im Verhältnis zum Ruhetonus und zur willkürlichen Aktivierung interpretiert werden. Zusätzlich hilft die Berechnung eines Balance Scores inter- &amp; intramuskuläre Differenzen zu detektieren.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Auffällige Ergebnisse des Mappings sollten zu einem anschließenden Biofeedback-Training führen, um sowohl die willkürliche als auch die unwillkürliche Aktivierung zu verbessern. Dabei ist zu beachten, dass die muskelspezifische Aktivität nur verbessert werden kann, wenn zusätzliche Parameter wie der volle Bewegungsumfang (ROM) und der angepasste Widerstand gemäß dem individuellen Kraftziel berücksichtigt werden. Dynamische Trainingsübungen sind ebenso wichtig, um eine gezielte und schnelle Muskelaktivierungsfähigkeit in sportartspezifischen Bewegungen zu gewährleisten.</p>
<h2><b>Die Bedeutung des M. gluteus medius (GM)</b></h2>
<p>Der GM ist entscheidend für die Stabilisierung des Beckens, die Hüftaußenrotation und die Unterstützung des unteren Rückens, was zu einer verbesserten Haltung (Kontrolle des Beckens und Stabilität der Hüfte) und Effizienz in der Bewegungsausführung führt. Seine ordnungsgemäße Funktion kann Verletzungen, bspw. in Situationen einseitiger Belastung vorbeugen. Die Analyse von EMG-Untersuchungen an 48 männlichen Fußballspielern aus Deutschlands drei Top-Ligen ergab Unterschiede in der willkürlichen Akti­vierung des GM (Durchschnitt: 430 µV [± 215 µV], Bereich: 140 – 1133 µV). Ähnliche Muster wurden in der unwillkürlichen Aktivierung beobachtet (Durchschnitt: 449 µV [±168 µV], Bereich: 219 – 1116 µV), wobei die höchsten Durchschnittswerte bei Spielern in der ersten Bundesliga festgestellt wurden. Diese Daten dienen als Orientierungshilfe und beanspruchen keine strenge wissenschaftliche Gültigkeit.</p>
<h2><b>Beispiel: Belastungsabhängige Hüftschmerzen<span class="Apple-converted-space"> </span></b></h2>
<p>Die folgende Fallstudie veranschaulicht das Zusammenspiel von Screenings und Biofeedback-Trainingseinheiten des GM anhand eines Spielers mit belastungsabhängigen Hüftschmerzen. Beim Fußball ist insbesondere im Standbein die sagittale Stabilität entscheidend, um eine optimale Leistung und Bewegungsökonomie zu gewährleisten. Die Bewertung der neuromuskulären Funktion des GM dient in diesem Zusammenhang als wichtiger Parameter.</p>
<h2><b>Initiales Mapping des M. gluteus medius (Abb. 2 a)<span class="Apple-converted-space"> </span></b></h2>
<p>Das standardisierte Mapping des GM besteht insgesamt aus sechs Übungen und beginnt immer mit der Ruhepositionsmessung, die in diesem Fall Ergebnisse unterhalb der Richtlinie von 20 µV zeigte. Die zweite Übung besteht darin, beide Gesäßmuskeln gleichzeitig anzuspannen (willkürliche Aktivierung).</p>
<p>Hier erreicht der Spieler einen Balance Score von 74 % und lag damit leicht unter dem Symmetrieziel von 80 %. Ein signifikanter Unterschied zeigte sich in den einseitig isolierten Aktivierungsübungen drei und vier. Der linke GM kann „isoliert“ angesprochen werden und erreichte bei einem Balance Score von 89 % eine Aktivität von 119 µV. Der rechte GM erreichte einen Balance Score von 55 %, bei kompensatorischer gleichzeitiger Aktivierung des linken GM 62 µV). Die letzte Übung „Einbeinstand links und rechts“ zielt auf die unwillkürliche, stabilisierende Aktivierung ab und war mit Werten von 400 µV unauffällig.</p>
<figure id="attachment_15884" aria-describedby="caption-attachment-15884" style="width: 1600px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" class="size-full wp-image-15884" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/04/Roth2a_saezINT24.jpg" alt="" width="1600" height="914" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/04/Roth2a_saezINT24.jpg 1600w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/04/Roth2a_saezINT24-300x171.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/04/Roth2a_saezINT24-1024x585.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/04/Roth2a_saezINT24-768x439.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/04/Roth2a_saezINT24-1536x877.jpg 1536w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/04/Roth2a_saezINT24-150x86.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/04/Roth2a_saezINT24-450x257.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/04/Roth2a_saezINT24-1200x686.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1600px) 100vw, 1600px" /><figcaption id="caption-attachment-15884" class="wp-caption-text"><b>Abb. 2 </b>Überblick der Testergebnisse der drei EMG Mappings. <br /><b>A</b> Initales Mapping des M. gluteus medius</figcaption></figure>
<h2><b>Biofeedback-Training</b></h2>
<p>Im Biofeedback-Trainingsmodus sieht der Spieler die Muskelaktivitätswerte der EMG-Sensoren vor sich auf einem Tablet-Bildschirm und visuelle Ziele in der EMG-Skala können individuell festgelegt werden (externer Fokus). Diese Einstellung hilft dem Athleten, ein grundlegendes Gefühl dafür zu entwickeln, seinen GM anzusteuern, und bildet die Grundlage zur Verbesserung der willkürlichen und „isolierten“ willkürlichen Aktivierung. Die visuelle Rückmeldung in Echtzeit verbessert das Körperbewusstsein und die Motivation des Athleten sowie die Compliance, was alles wichtige Voraussetzungen für die kommenden Übungen sind. Um das Gelernte auf unwillkürliche Bewegungen zu übertragen, wurden Einbeinstand-Übungen mit Hüftaußenrotation des angeho­benen Spielbeins durchgeführt. Es ist entscheidend, sicherzustellen, dass der Athlet einen stabilen, kontrollierten und sicheren Einbeinstand hat. Wenn die EMG-Aktivität während der Übung abnimmt oder stagniert, deutet dies auf eine Kompensation durch andere Muskeln hin. Die willkürliche (isolierte) Aktivierung und einbeiniges Stehen mit Hüftaußenrotation sind einfache Übungen für zu Hause oder zum Aufwärmen, um die bewusste willkürliche Aktivierung des GM zu verbessern. Verbesserungen sollten bereits nach der ersten Trainingseinheit spürbar sein, spätestens jedoch nach einigen Tagen aktiver Übung.</p>
<h2><b>Targeting Tricks</b></h2>
<p>Athleten können bei ihrem Verständnis für die willkürliche Aktivierung des GM mit zwei einfachen Tricks unterstützt werden. Trainer können den Muskel lokalisieren und den Athleten anleiten mit ihrem Daumen darauf zu drücken, während der Athlet versucht, den Daumen aktiv wegzudrücken. Zusätzlich kann es dabei von Vorteil sein, die Muskelkontraktion erst einmal durch eine Hüftaußenrotation des angehobenen Spielbeins während des einbeinigen Stehens einzuleiten. Der GM wird bei einer Hüftaußenrotation des angehobenen Spielbeins von etwa 30° spürbar.</p>
<h2><b>Kontinuierlicher Einsatz im Athletiktraining</b></h2>
<p>Der Athletiktrainer fügte nach dem EMG-Screening des Athleten Übungen für den GM im individuellen Trainingsplan hinzu. Die EMG-Messung während der Kraftübungen gewährleistete eine korrekte Ausführung und verbesserte die Effizienz der durchgeführten Übungen. Zum Beispiel kann eine vollständige Beckenstreckung während eines Seitstützes die Aktivierung um bis zu 200 µV erhöhen, was die Bedeutung kleiner Ausführungsanpassungen verdeutlicht. Eine EMG-Messung hilft auch dabei, Kompensationsmuster zu identifizieren, indem z. B. zusätzlich während der Übung die Akti­vität von Muskeln wie dem M. tensor fasciae latae und dem M. biceps femoris überwacht wird, was es Trainern / Therapeuten ermöglicht, entsprechende Korrekturen vorzunehmen.</p>
<h2><b>Ergebnisse der ersten Phase (Abb. 2 b)<span class="Apple-converted-space"> </span></b></h2>
<p>Nach drei Wochen Trainings-Intervention blieb der Ruhetonus unauffällig und die willkürliche Aktivierung (Squeeze Your Glutes) wurde beidseits erheblich von 100 µV auf über 600 µV verbessert. Da ein Krafttraining in der Wettkampfphase nur begrenzt durchgeführt werden kann, wird diese Zunahme weniger auf Kraftzuwächse zurückgeführt, sondern vielmehr durch eine deutlich verbesserte willkürliche Aktivierung erklärt. Dies zeigt sich auch in der isolierten willkürlichen Aktivierung (Squeeze Your Left /Right Glute) mit höheren µV-Werten und besseren Balance Scores. Auch die unwillkürlichen Übungen (Einbeinstand) verzeichneten höhere Werte, mit einer Asymmetrie von 69 % im Balance Score, die in der nächsten Trainingsphase adressiert wurde.</p>
<figure id="attachment_15883" aria-describedby="caption-attachment-15883" style="width: 1600px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" class="size-full wp-image-15883" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/04/Roth2b_saezINT24.jpg" alt="" width="1600" height="2082" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/04/Roth2b_saezINT24.jpg 1476w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/04/Roth2b_saezINT24-231x300.jpg 231w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/04/Roth2b_saezINT24-787x1024.jpg 787w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/04/Roth2b_saezINT24-768x999.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/04/Roth2b_saezINT24-1180x1536.jpg 1180w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/04/Roth2b_saezINT24-1574x2048.jpg 1574w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/04/Roth2b_saezINT24-150x195.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/04/Roth2b_saezINT24-450x586.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/04/Roth2b_saezINT24-1200x1562.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1600px) 100vw, 1600px" /><figcaption id="caption-attachment-15883" class="wp-caption-text"><b>Abb. 2 B </b>Zweites Mapping (nach drei Woche)</figcaption></figure>
<h2><b>Re-Test in Mid-Season Screening (Abb. 2 c)</b></h2>
<p>Nach einer Phase ohne intensive EMG-Überwachung und Mapping wurde der hier vorgestellte Athlet während des Mid-Season Screenings des Teams erneut untersucht. Die willkürliche Aktivierung blieb gut, zeigte jedoch ein linksdominantes Ungleichgewicht und eine leicht erhöhte Aktivität des passiven Muskels auf jeder Seite. Diese Muster könnten auf das Fehlen gezielter Trainings zur bewussten willkürlichen Aktivierung zurückzuführen sein. Bemerkenswert war ein signifikanter Rückgang der unwillkürlichen Aktivierung des GM während des Einbeinstandes auf der rechten Seite, der auf den Wert des initialen Mappings zurückfiel (Abb. 2 A). Dies verdeutlicht, wie schnell sich die Muskelaktivierung verändern kann. Sie kann ohne regelmäßiges Training verlernt werden, aber entsprechend auch durch gezieltes Biofeedback-Training wieder rasch verbessert werden. Abbildung 3 zeigt diese Entwicklung über die drei verschiedenen Messungen für die Übung „Squeeze Your Right Glute“. Sie zeigt den Anstieg nach drei Wochen Intervention und einen leichten Rückgang nach sechs Monaten.</p>
<figure id="attachment_15880" aria-describedby="caption-attachment-15880" style="width: 1600px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-15880" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/04/Roth2c_saezINT24.jpg" alt="" width="1600" height="2044" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/04/Roth2c_saezINT24.jpg 1503w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/04/Roth2c_saezINT24-235x300.jpg 235w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/04/Roth2c_saezINT24-802x1024.jpg 802w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/04/Roth2c_saezINT24-768x981.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/04/Roth2c_saezINT24-1202x1536.jpg 1202w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/04/Roth2c_saezINT24-150x192.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/04/Roth2c_saezINT24-450x575.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/04/Roth2c_saezINT24-1200x1533.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1600px) 100vw, 1600px" /><figcaption id="caption-attachment-15880" class="wp-caption-text"><b>Abb. 2 C</b> Mid-Season Screening (nach sechs Wochen)</figcaption></figure>
<p>&nbsp;</p>
<figure id="attachment_15881" aria-describedby="caption-attachment-15881" style="width: 1600px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-15881" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/04/Roth3_saezINT24.jpg" alt="" width="1600" height="1322" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/04/Roth3_saezINT24.jpg 1600w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/04/Roth3_saezINT24-300x248.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/04/Roth3_saezINT24-1024x846.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/04/Roth3_saezINT24-768x635.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/04/Roth3_saezINT24-1536x1269.jpg 1536w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/04/Roth3_saezINT24-150x124.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/04/Roth3_saezINT24-450x372.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/04/Roth3_saezINT24-1200x992.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1600px) 100vw, 1600px" /><figcaption id="caption-attachment-15881" class="wp-caption-text"><b>Abb. 3</b> Drei Mappings der Übung 4: Squeeze Your Right Glute im zeitlichen Verlauf.<span class="Apple-converted-space">  © MYOact GmbH</span></figcaption></figure>
<figure id="attachment_15976" aria-describedby="caption-attachment-15976" style="width: 1600px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-15976" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/05/RothTab2_seaz0224.jpg" alt="" width="1600" height="496" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/05/RothTab2_seaz0224.jpg 1600w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/05/RothTab2_seaz0224-300x93.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/05/RothTab2_seaz0224-1024x317.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/05/RothTab2_seaz0224-768x238.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/05/RothTab2_seaz0224-1536x476.jpg 1536w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/05/RothTab2_seaz0224-150x47.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/05/RothTab2_seaz0224-450x140.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/05/RothTab2_seaz0224-1200x372.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1600px) 100vw, 1600px" /><figcaption id="caption-attachment-15976" class="wp-caption-text">Tab. 2 Übersicht des Mappings des M. gluteus medius, Richtlinien und Interventionsratschläge</figcaption></figure>
<h2><b>Fazit<span class="Apple-converted-space"> </span></b></h2>
<p>EMG-Untersuchungen bieten Einblicke in die Muskelaktivität und unterstützen die individuelle Diagnostik. Biofeedback-Training verbessert die Fähigkeit zur Muskelaktivierung und kann den Athleten bei der effizienten Ausführung von Übungen unterstützen.</p>
<p>Angesichts der Vielzahl von Diagnostikverfahren, mit denen Athleten konfrontiert werden, kann es eine Herausforderung darstellen, ihr Engagement und ihre Motivation zu gewinnen. Biofeedback-Training, das ein direktes visuelles Feedback bietet und positive Veränderungen zeigt, kann dabei eine unterstützende Wirkung haben.</p>
<p>Die erfolgreiche Integration von EMG in den sportlichen Alltag erfordert benutzerfreundliche, intuitive, vorzugsweise drahtlose Systeme für einen flexi­blen und effektiven Einsatz. Die Mög­­lichkeit, Daten schnell zu erheben und aussagekräftig zu interpretieren, ist im Profisport entscheidend.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Monitoring muscle activity in pro football</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/15876/monitoring-muscle-activity-in-pro-football/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Thomas Blobel,&#160;Simon Roth&#160;,&#160;Ines Willeke]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 May 2024 10:00:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[INT 24]]></category>
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					<description><![CDATA[While Electromyography (EMG) has been traditionally known from scientific studies or tech heavy tests in movement labs, the technology is increasingly used for rapid analysis and as a training tool [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>While Electromyography (EMG) has been traditionally known from scientific studies or tech heavy tests in movement labs, the technology is increasingly used for rapid analysis and as a training tool in professional sports. The new era of muscle activity analysis through EMG, is based on wireless bluetooth sensors in combination with user-friendly tablet-based software solutions.<span class="Apple-converted-space"> </span></b></p>
<p>As the EMG application differs greatly in its areas of use, a general distinction has been outlined in Table 1. The use case described here addresses use cases A and B. An EMG mapping compares three activity states. The “Resting tone” is measured while standing and should not exceed a maximum activity of 15 µV (exept for pelvic floor/transversus area and the soleus muscle). If abnormalities are found, detonic measures should be considered and intensive activation can help. “Voluntary activation”, or the ability to intentionally activate a muscle, enhances an athlete’s control over their strength and can be significantly improved in just a few training sessions. “Involuntary activation” visualizes the muscle economy during movement and is mostly displayed as a balance score. High activity values reached in this test are not necessarily “good”. They may indicate weakness compensated by high effort (high activity). Therefore involuntary activity should always be interpreted in relation to resting tone and voluntary activation.</p>
<figure id="attachment_15885" aria-describedby="caption-attachment-15885" style="width: 1600px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-15885" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/04/Roth1_saezINT24.png" alt="" width="1600" height="590" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/04/Roth1_saezINT24.png 1600w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/04/Roth1_saezINT24-300x111.png 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/04/Roth1_saezINT24-1024x378.png 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/04/Roth1_saezINT24-768x283.png 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/04/Roth1_saezINT24-1536x566.png 1536w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/04/Roth1_saezINT24-150x55.png 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/04/Roth1_saezINT24-450x166.png 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/04/Roth1_saezINT24-1200x443.png 1200w" sizes="(max-width: 1600px) 100vw, 1600px" /><figcaption id="caption-attachment-15885" class="wp-caption-text">Tab. 1 Differentiation of EMG complexity and user scenarios</figcaption></figure>
<p>Mapping results should always lead to biofeedback training to improve both voluntary and involuntary activation. Muscle-specific strength can only be enhanced considering additional para­meters such as full ROM and adjusted resistance according to the individual strength goal. Dynamic training exercises are equally important to ensure targeted and rapid muscle activation ability in sport-specific movement. This should be illustrated using the selected use case for the gluteus medius of a professional football player.</p>
<h2><b>The Importance of Gluteus medius</b></h2>
<p>The GM is crucial for stabilizing the pelvis and supporting the lower back, leading to improved posture (pelvic control and hip stability) and movement efficiency. Its proper function can help prevent injuries in unilateral loading situations. The analysis of EMG scree­nings of 48 male football players from Germany’s top three leagues revealed significant variability in the voluntary activation of the gluteus medius (average: 430 µV [± 215 µV], range: 140 – 1133 µV). Similar patterns were observed in involuntary activation (average: 449 µV [± 168 µV], range: 219 – 1116 µV), with the highest averages found among players in the first Bundesliga. These data serve as guidance and do not claim strict scientific validity.</p>
<h2><b>Case: exertion-dependent hip pain</b></h2>
<p>The following case study illustrates the interplay of mappings and biofeedback training sessions of the gluteus medius based on an athlete with exertion-­dependent hip pain. In football, especially in the supporting leg, sagittal stability is crucial to ensure optimal performance and economy. Evaluating the neuromuscular function of the gluteus medius serves as an important para­meter in this regard.</p>
<h2><b>Initial gluteus medius mapping (see Fig. 2 a)</b></h2>
<p>At the beginning, a standardized mapping of the gluteus medius was done with the athlete. The mapping consists of 6 exercises in total and always starts with the rest position, which in this case showed good results far below the guideline of 20 µV. The second exercise is squeezing both glutes (voluntary activation) in which the player reached a balance score of 74 % ending up slightly below the symmetry goal of 80 %.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>A significant difference showed up in the unilaterally isolated activation exercises three and four. The left gluteus can be addressed «alone” and reached 119 µV at a balance score of 89 %. But the right gluteus only reached a 55 % balance score, as the left gluteus compensates when the athlete is asked to individually squeeze his right muscle.</p>
<p>The last exercise “one leg stands left and right” aim at the involuntary activation and have been unremarkable as they nearly reached the 400 µV guideline each side.</p>
<h2><b>Biofeedback Training</b></h2>
<p>In biofeedback training mode the player sees the muscle activity values of the EMG sensors in front of him on a tablet screen and visual goals in the EMG scale can be set (external focus). This setting helps the athlete to develop a basic sense of targeting his gluteus medius and is the basis to improve voluntary and “isolated” voluntary activation. The real time visual feedback enhances body awareness and the athlete`s motivation and compliance, all of which are important requirements for the exercises to come.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>To transfer learnings to involuntary movements, single-leg standing with external rotation of the raised leg have been introduced. It is crucial to ensure that the athlete can control the weight. If activity decreases or stagnates with increasing additional weights, it indicates compensation by other muscles. Voluntary (isolated) activation and single-leg standing with external rotation are excellent simple exercises for home or pre-training use to enhance conscious voluntary activation of the gluteus medius. Improvements should be noticeable with the first training session, at the latest after a few days of active practice.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<h2><b>Targeting Tricks</b></h2>
<p>Athletes can be assisted with their understanding of voluntary activation of the gluteus medius with two simple tricks. Trainers can locate the muscle and then press down with their thumb while athletes try to push it away actively. Additionally, initiating muscle contraction with external rotation of the leg during single-leg standing, can be beneficial. The gluteus medius becomes noticeably palpable at an external rotation of the lifted leg at approximately 30 degrees.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<h2><b>Continuous use in Athletic Training</b></h2>
<p>The athletic trainer added gluteus medius exercises to the athlete’s individual training plan. Measuring activation during strength exercises ensured correct execution and enhanced exercise efficiency. For example, during a side plank, complete pelvic thrusting often increases activation by up to 200 µV, highlighting the importance of small execution adjustments. EMG also aids in identifying compensatory patterns by monitoring the activity of muscles such as the tensor fasciae latae and biceps femoris, allowing trainers/therapists to make appropriate corrections.</p>
<figure id="attachment_15884" aria-describedby="caption-attachment-15884" style="width: 1600px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" class="size-full wp-image-15884" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/04/Roth2a_saezINT24.jpg" alt="" width="1600" height="914" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/04/Roth2a_saezINT24.jpg 1600w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/04/Roth2a_saezINT24-300x171.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/04/Roth2a_saezINT24-1024x585.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/04/Roth2a_saezINT24-768x439.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/04/Roth2a_saezINT24-1536x877.jpg 1536w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/04/Roth2a_saezINT24-150x86.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/04/Roth2a_saezINT24-450x257.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/04/Roth2a_saezINT24-1200x686.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1600px) 100vw, 1600px" /><figcaption id="caption-attachment-15884" class="wp-caption-text">Fig. 2 Overview of the athletes’ test results of the three EMG mappings. (A) Initial gluteus medius mapping</figcaption></figure>
<h2><b>First phase results (Fig. 2 b)</b></h2>
<p>After three weeks of intervention, the resting tone of the athlete remained stable, and voluntary activation (Squeeze Your Glutes) has been significantly improved from 100 µV to 600 µV both sides. Since strength training is limited in the competition phase, this increase is less attributed to strength gains but rather can be explained by a considerably better voluntary activation. This is also evident in isolated voluntary activation (Squeeze Your Left/Right Glute) with higher µV values and better balance scores. The involuntary exercises (One Leg Stand) also recorded higher values but an asymmetry of 69% balance score occurred, which has been addressed in the next training phase.</p>
<figure id="attachment_15883" aria-describedby="caption-attachment-15883" style="width: 1600px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" class="size-full wp-image-15883" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/04/Roth2b_saezINT24.jpg" alt="" width="1600" height="2082" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/04/Roth2b_saezINT24.jpg 1476w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/04/Roth2b_saezINT24-231x300.jpg 231w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/04/Roth2b_saezINT24-787x1024.jpg 787w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/04/Roth2b_saezINT24-768x999.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/04/Roth2b_saezINT24-1180x1536.jpg 1180w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/04/Roth2b_saezINT24-1574x2048.jpg 1574w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/04/Roth2b_saezINT24-150x195.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/04/Roth2b_saezINT24-450x586.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/04/Roth2b_saezINT24-1200x1562.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1600px) 100vw, 1600px" /><figcaption id="caption-attachment-15883" class="wp-caption-text">Fig. 2 (B) 2nd Mapping (after 3 weeks)</figcaption></figure>
<h2><b>Re-Test in Mid-Season Screening (Fig. 2 c)</b></h2>
<p>After a period without intensive EMG supervision and mapping, the presented athlete was reexamined during the team’s mid-season screening. Voluntary activation remained good but showed a left-dominant imbalance and slightly increased activity of the passive muscle on each side. These patterns may have developed due to the absence of targeted training for conscious voluntary activation. Remarkably, there was a significant decrease in the involuntary activation of the gluteus medius during the One Leg Stand on the right, returning to the value of the initial mapping (see Fig. 2 A). This highlights how quickly muscle activation can change. It can be unlearned without regular training but also rapidly improved again by targeted biofeedback training. Figure 3 shows this development over the three different measurements of the athlete for the exercise Squeeze Your Right Glute. It shows the increase after 3 weeks intervention and a slight decrease after 6 months.</p>
<figure id="attachment_15880" aria-describedby="caption-attachment-15880" style="width: 1600px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-15880" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/04/Roth2c_saezINT24.jpg" alt="" width="1600" height="2044" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/04/Roth2c_saezINT24.jpg 1503w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/04/Roth2c_saezINT24-235x300.jpg 235w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/04/Roth2c_saezINT24-802x1024.jpg 802w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/04/Roth2c_saezINT24-768x981.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/04/Roth2c_saezINT24-1202x1536.jpg 1202w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/04/Roth2c_saezINT24-150x192.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/04/Roth2c_saezINT24-450x575.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/04/Roth2c_saezINT24-1200x1533.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1600px) 100vw, 1600px" /><figcaption id="caption-attachment-15880" class="wp-caption-text">Fig. 2 (C) Mid-season screening (after 6 months)</figcaption></figure>
<figure id="attachment_15882" aria-describedby="caption-attachment-15882" style="width: 1600px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-15882" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/04/RothTab2_saezINT24.jpg" alt="" width="1600" height="469" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/04/RothTab2_saezINT24.jpg 1600w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/04/RothTab2_saezINT24-300x88.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/04/RothTab2_saezINT24-1024x300.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/04/RothTab2_saezINT24-768x225.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/04/RothTab2_saezINT24-1536x450.jpg 1536w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/04/RothTab2_saezINT24-150x44.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/04/RothTab2_saezINT24-450x132.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/04/RothTab2_saezINT24-1200x352.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1600px) 100vw, 1600px" /><figcaption id="caption-attachment-15882" class="wp-caption-text">Tab. 2 Overview glutes medius mapping, guidelines and intervention advice</figcaption></figure>
<figure id="attachment_15881" aria-describedby="caption-attachment-15881" style="width: 1600px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-15881" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/04/Roth3_saezINT24.jpg" alt="" width="1600" height="1322" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/04/Roth3_saezINT24.jpg 1600w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/04/Roth3_saezINT24-300x248.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/04/Roth3_saezINT24-1024x846.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/04/Roth3_saezINT24-768x635.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/04/Roth3_saezINT24-1536x1269.jpg 1536w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/04/Roth3_saezINT24-150x124.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/04/Roth3_saezINT24-450x372.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/04/Roth3_saezINT24-1200x992.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1600px) 100vw, 1600px" /><figcaption id="caption-attachment-15881" class="wp-caption-text">Fig. 3 Three mappings of exercise 4: Squeeze your Right Glute in comparison over time of the athlete. Source: MYOact GmbH</figcaption></figure>
<h2><b>Conclusion</b></h2>
<p>EMG screenings provide deep insights into muscle activity and support indivi­dual diagnostics. Biofeedback training improves the muscle activation ability and assists the athlete intuitively with the efficient execution of exercises.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>With the multitude of diagnostics presented to athletes, it can be challenging to stimulate their engagement and motivation. Biofeedback training, offering immediate visual feedback and showing positive changes, can have a positive supportive effect.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Successful integration of EMG into athletic routines requires user-friendly, intuitive, preferably wireless systems for flexible and effective use. The opportunity to rapidly collect and interpret data is crucial in professional sports.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Patellafraktur</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/4173/patellafraktur/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Simon Roth&#160;,&#160;Dr. med. Stephan Hub]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Dec 2020 09:01:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[02/20]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://sportaerztezeitung.com/?p=4173</guid>

					<description><![CDATA[In aktuellen Zeiten wie diesen ist es wichtig, dass gewisse Schlüsselpositionen unserer Gesellschaft weiterhin funktionieren. Das Personal, welches diese Positionen innehat muss funktionieren. Was ist, wenn die Funktion nicht mehr [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>In aktuellen Zeiten wie diesen ist es wichtig, dass gewisse Schlüsselpositionen unserer Gesellschaft weiterhin funktionieren. Das Personal, welches diese Positionen innehat muss funktionieren. Was ist, wenn die Funktion nicht mehr gewährleistet ist? Ein Unfall o.ä. kann schnell dazu führen, dass reibungslose Abläufe gestört oder aufgehoben werden.&nbsp;</strong></p>



<p>Wie kann nun die Funktion wieder schnellstmöglich hergestellt werden, wenn eine Operation nicht indiziert oder aufgrund der Notsituation nicht priorisiert ist? Hier bedarf es der kreativen Umsetzung aller konservativ schaffenden Mediziner und Therapeuten. Social Distancing hat seine Grenzen und zwar genau dann, wenn wir gezwungen werden, gewisse Besuche zu tätigen. Wer möchte heutzutage gerne stundenlang in einem überfüllten Wartezimmer beim Arzt sitzen, um im Anschluss ein paar Fragen zu klären und die Überweisung für den Radiologen oder den Physiotherapeuten abzuholen?&nbsp;</p>



<p><strong>Moderne Technik als Chance</strong></p>



<p>Hier greift die moderne Technik. Mit Hilfe der Telemedizin kann sich der Arzt via Videochat direkt an den Patienten zu Hause wenden. Fragen können geklärt und Überweisungen ausgestellt werden. Was tun, wenn es aber einer spezifisch klinischen Untersuchung bedarf? Es ist nun einmal auch der besondere diagnostische Griff notwendig, um eine adäquate Aussage über eine Struktur zu bekommen. Ist der Patient sowieso bei einem gut ausgebildeten Therapeuten in Behandlung, kann dieser als „verlängerter Arm“ des Arztes dienen<sup>*</sup>. Interdisziplinäre Zusammenarbeit und Transparenz inklusive. Der Therapeut setzt das um, was der Arzt via Video untersucht haben möchte. Ist der Physiotherapeut entsprechend ausgebildet und ausgestattet, kann er sogar die MSK Sonographie übernehmen. Gerade hier zeigt sich, dass wir in Zukunft vermehrt in diesem Sektor auf innovative Fort- und Ausbildungen zurückgreifen müssen. Mit portablen Ultraschallgeräten können Physiotherapeuten unter Anleitung der Ärzte via Telemedizin diagnostische Unterstützung erfahren und somit unnötige Gänge zu überfüllten Praxen vermeiden. Die therapeutischen Interventionen sollten sich auf das minimal Notwendigste konzentrieren. So viel wie nötig, so wenig wie möglich,wie beispielsweise manuelle Therapie oder auch physikalische Therapiemaßnahmen (Abb. 1). Übungen können ebenfalls über Videochat angeleitet und kontrolliert werden (Abb. 2). Ängste werden durch einfache Erklärungen genommen. Vor allem in der Akutphase nach einer Verletzung oder Operation, haben viele Patienten Hemmungen, diverse Strukturen adäquat zu belasten. Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass Angststörungen sogar die Wundheilung negativ beeinflussen können [1]. Es ist nicht unüblich, dass nach einer Bandverletzung im Fuß auch gerne die Hüfte oder das Knie geschont wird. Die Folgen aus einer solchen langfristigen Kompensation sind bekannt. Der Hinweis des Therapeuten kann in diesem Fall schon relevante Folgeschäden verhindern.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="898" height="1024" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Roth_Abb1_saez0220-898x1024.jpg" alt="" class="wp-image-4175" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Roth_Abb1_saez0220-898x1024.jpg 898w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Roth_Abb1_saez0220-263x300.jpg 263w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Roth_Abb1_saez0220-768x876.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Roth_Abb1_saez0220-150x171.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Roth_Abb1_saez0220-450x513.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Roth_Abb1_saez0220-300x342.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Roth_Abb1_saez0220-696x793.jpg 696w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Roth_Abb1_saez0220-1068x1218.jpg 1068w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Roth_Abb1_saez0220-368x420.jpg 368w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Roth_Abb1_saez0220.jpg 1200w" sizes="(max-width: 898px) 100vw, 898px" /><figcaption>Abb. 1 Extrazell zur Vorbereitung auf schmerz­adaptierte Ansteuerung der Quadricepsmuskulatur</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="485" height="1024" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Roth_Abb2_saez0220-485x1024.jpg" alt="" class="wp-image-4177" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Roth_Abb2_saez0220-485x1024.jpg 485w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Roth_Abb2_saez0220-142x300.jpg 142w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Roth_Abb2_saez0220-768x1620.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Roth_Abb2_saez0220-728x1536.jpg 728w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Roth_Abb2_saez0220-971x2048.jpg 971w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Roth_Abb2_saez0220-150x316.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Roth_Abb2_saez0220-450x949.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Roth_Abb2_saez0220-300x633.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Roth_Abb2_saez0220-696x1468.jpg 696w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Roth_Abb2_saez0220-1068x2253.jpg 1068w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Roth_Abb2_saez0220-199x420.jpg 199w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Roth_Abb2_saez0220.jpg 910w" sizes="(max-width: 485px) 100vw, 485px" /><figcaption>Abb. 2 Telemedi­zinischer Kontroll­termin mit Dr. Hub und Simon Roth </figcaption></figure>



<p><strong>Fallbeispiel Patellafraktur nach Sturz, männlich 59 Jahre alt</strong></p>



<p><strong>Bildgebung &nbsp;</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li>Röntgen Knie in zwei Ebenen + Patella-Defilé (Abb. 3 a + b)&nbsp;</li><li>MRT zur Unterscheidung zwischen Patella bipartita oder frischer, knöcherner Verletzung</li></ul>



<p><strong>Versorgung</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li>OP nicht indiziert(sofern keine Dislokation und/oder Gelenkbeteiligung vorliegen)</li><li>konservativ Physiotherapie (manuelle Therapie, EMG gestützte Trainingstherapie) &nbsp;</li><li>Orthese&nbsp; &nbsp;</li><li>MBST</li></ul>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="666" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Bildschirmfoto-2020-12-11-um-09.43.31-1024x666.jpg" alt="" class="wp-image-4176" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Bildschirmfoto-2020-12-11-um-09.43.31-1024x666.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Bildschirmfoto-2020-12-11-um-09.43.31-300x195.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Bildschirmfoto-2020-12-11-um-09.43.31-768x499.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Bildschirmfoto-2020-12-11-um-09.43.31-150x98.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Bildschirmfoto-2020-12-11-um-09.43.31-450x293.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Bildschirmfoto-2020-12-11-um-09.43.31-696x452.jpg 696w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Bildschirmfoto-2020-12-11-um-09.43.31-1068x694.jpg 1068w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Bildschirmfoto-2020-12-11-um-09.43.31-646x420.jpg 646w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Bildschirmfoto-2020-12-11-um-09.43.31.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Abb. 3 a + b  Röntgen Knie in zwei Ebenen + Patella-Defilé</figcaption></figure>



<p><strong>Vorgehen</strong></p>



<p>Nach der notwendigen Erstvorstellung in einer unfallchirurgisch/orthopädischen Praxis oder Klinik, bedarf es in diesem Fall zu den angefertigten Röntgenbildern einer zusätzlichen Bildgebung CT oder MRT, um den möglichen strukturellen Schaden zu dokumentieren. Mit der entsprechenden Überweisung und dem MRT kam es zu einer Vorstellung beim Physiotherapeuten. Der Patient war zu diesem Zeitpunkt bereits mit einer Orthese versorgt, die konservative Therapie wurde ebenfalls schon eingeleitet. Um die Frakturheilung zusätzlich zu stimulieren, wurde eine MBST-Therapie (9 Sitzungen – Kernspinnresonanz) bereits zu Beginn eingeleitet. Diese erste Aufnahme konnte komplikationslos via Videochat stattfinden. Erste Anweisungen, wie der Patient sich in der akuten Phase der Verletzung zu verhalten hat, wurden geklärt und Fragen beantwortet. Zur Unterstützung dieser Maßnahmen ist in diesem Fall die Versorgung mit einer Orthese essenziell (in diesem Beispiel auf 20° Flexion limitiert, nach ca. 3 Wochen auf 40° erweitert). Bei geringeren Beschwerdebildern kann z.B. eine funktionelle Bandage von Vorteil sein. Hierbei geht es nicht primär um die mechanische Stabilität oder Ähnliches. Vielmehr geht es um eine bewusste Wahrnehmung der verletzten Region. Es schafft subjektive Sicherheit und mahnt gleichzeitig vor Bagatellisierung. Der Patient braucht etwas an der „Hand“, um sich versorgt zu fühlen [2]. In der Folge war der Gang zum Physiotherapeuten unabdingbar. Gezielte Griffe zur Mobilisation diverser kontrakter oder hypomobiler Strukturen waren nötig, um eine Dysbalance zu verhindern. Die Anleitung von Übungen auf dysfunktionalen Strukturen (z. B. hypomobilen Gelenken), kann zu einem unphysiologischen neuromuskulären Muster führen und Folgeschäden mit sich bringen [3].</p>



<p><strong>Beispiel einer möglichen Folgekette&nbsp;</strong></p>



<p>Aufgrund der frakturbedingten Flexionshemmung im Kniegelenk kommt es zwangsläufig zu einem unphysiologischem Gangmuster. Der Patient wird eine individuelle Strategie entwickeln, wie er aus der terminalen Standphase über die mittlere in die terminale Schwungphase kommt [4]. In den meisten Fällen geschieht dies über eine beckendominierte Kompensation. Durch eine Elevation des Iliums auf der Schwungbeinseite kommt es weiterlaufend zu einer einseitigen Lateralflexion in der LWS. Neuromuskulär bedeutet dies eine unilaterale Mehraktivität des M. quadratus lumborum, M. erector spinae u.a. Eine erworbene ISG Affektion kann die Folge sein. Diese ist nur eine von vielen möglichen Verläufen. Das erworbene Muster muss schnell aufgelöst werden, sobald sich die Flexion im Kniegelenk wieder erweitern lässt. Nicht selten bleiben Restkompen­sationen übrig, obwohl die Pathologie schon längst aufgehoben ist. Oft ist dies schon mit einem geübten Auge zu erkennen. Manchmal bedarf es spezieller Technologie, um einen genaueren Eindruck davon zu bekommen (z. B: EMG) (Abb. 4). Ein bekanntes Beispiel ist die Dysbalance zwischen vastus lateralis und vastus medialis.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="532" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Roth_Abb5_saez0220-1024x532.jpg" alt="" class="wp-image-4179" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Roth_Abb5_saez0220-1024x532.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Roth_Abb5_saez0220-300x156.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Roth_Abb5_saez0220-768x399.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Roth_Abb5_saez0220-150x78.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Roth_Abb5_saez0220-450x234.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Roth_Abb5_saez0220-696x362.jpg 696w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Roth_Abb5_saez0220-1068x555.jpg 1068w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Roth_Abb5_saez0220-808x420.jpg 808w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Roth_Abb5_saez0220.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Abb. 4 EMG: schmerzbedingte Hemmung des M. vastus medialis et lateralis 
auf der betroffenen Seite</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="503" height="1024" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Bildschirmfoto-2020-12-11-um-09.43.59-503x1024.jpg" alt="" class="wp-image-4178" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Bildschirmfoto-2020-12-11-um-09.43.59-503x1024.jpg 503w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Bildschirmfoto-2020-12-11-um-09.43.59-147x300.jpg 147w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Bildschirmfoto-2020-12-11-um-09.43.59-768x1562.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Bildschirmfoto-2020-12-11-um-09.43.59-755x1536.jpg 755w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Bildschirmfoto-2020-12-11-um-09.43.59-1007x2048.jpg 1007w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Bildschirmfoto-2020-12-11-um-09.43.59-150x305.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Bildschirmfoto-2020-12-11-um-09.43.59-450x915.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Bildschirmfoto-2020-12-11-um-09.43.59-300x610.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Bildschirmfoto-2020-12-11-um-09.43.59-696x1416.jpg 696w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Bildschirmfoto-2020-12-11-um-09.43.59-1068x2172.jpg 1068w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Bildschirmfoto-2020-12-11-um-09.43.59-206x420.jpg 206w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Bildschirmfoto-2020-12-11-um-09.43.59.jpg 944w" sizes="(max-width: 503px) 100vw, 503px" /><figcaption>BIA Messung vor und nach der Fraktur: Verlauf Gewicht, BCM (Körperzellmasse), 
FFM (Fettfreie Masse) und FM (Fettmasse) </figcaption></figure>



<p>Auch mit einer akuten Fraktur lassen sich ­angrenzende Gelenke und kompensations­betroffene Muskeln gezielt trainieren. Nicht zu vergessen ist hierbei die oft überbelastete kontralaterale Seite. So kann es vorkommen, dass aufgrund einer abrupten Entlastung eines Beines sich eine Tendopathie im anderen Bein entwickelt. Auch das oft erworbene Patellaspitzensyndrom nach einer Patellafraktur kann präventiv frühzeitig diagnostiziert (z. B. Sonographie) und dann gezielt behandelt werden. Ein essenzieller Teil ist die Aktivierung des M. gluteus medius. Dieser ist unabhängig von der Fraktur in verschiedenen Positionen trainierbar. Über eine Extension / Abduktion und Außenrotation in der Hüfte kann dies auch mit extendiertem und gegebenenfalls Orthesen versorgtem Knie geschehen. In Bauchlage oder eben auch im Stand und sowohl im Schwung- als auch im Standbein kann dies umgesetzt werden. Um eine übermäßige und für die Fraktur möglich kontraproduktive Aktivierung des M. quadriceps zu verhindern, kann via Biofeedback das EMG zum Einsatz kommen (Abb. 5). Um dies bestmöglich zu verhindern, können diverse manualtherapeutische Griffe und Anleitungen zur Eigenmobilisation spezieller Segmente in einer Sitzung angeleitet und per Handy des Patienten gefilmt werden. So entsteht schnell eine individuelle Datenbank aus Übungen und Handgriffen zur Unterstützung der Regeneration. Stay at home. Rehab at home.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="950" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Roth_Abb6_saez0220-1024x950.jpg" alt="" class="wp-image-4180" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Roth_Abb6_saez0220-1024x950.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Roth_Abb6_saez0220-300x278.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Roth_Abb6_saez0220-768x712.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Roth_Abb6_saez0220-150x139.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Roth_Abb6_saez0220-450x417.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Roth_Abb6_saez0220-696x646.jpg 696w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Roth_Abb6_saez0220-1068x991.jpg 1068w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Roth_Abb6_saez0220-453x420.jpg 453w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Roth_Abb6_saez0220.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Abb. 5 EMG Biofeedbacktraining zur Aktivierung des M. biceps femoris ohne Beteiligung 
des M. quadriceps femoris</figcaption></figure>



<p><strong>WICHTIG: Es muss verhindert werden, dass der Patient sich ungefiltert am Pool der Übungen sogenannter Influencer in den sozialen Medien bedient und damit gegebenenfalls mehr Schaden anrichtet, als sich selbst zu helfen!</strong></p>



<p>Der Kontakt mit dem Patienten bleibt eng. Rückmeldungen via E-Mail oder mobil messenger sind wichtig. In regelmäßigen Abständen werden Videochatsitzungen durchgeführt, um die Progression von Belastung und Übungen zu gewährleisten. Empfehlungen zur Verbesserung der Regeneration über Ernährung oder Supplemente können beim Arzt erfragt werden. Anleitungen zu speziellen Atemtechniken (Diaphragmaatmung) sorgen für einen verbesserten Stoffwechsel, Lymphfluss und unterstützen die Rumpfstabilität [4]. Mit diesen und ähnlichen Maßnahmen ist es möglich, die Grundversorgung zur Rehabilitation zu gewährleisten, ohne den Patienten unnötigen Aufwänden und „Gefahren“ der Infizierung auszusetzen. Individuell können weitere Maßnahmen implementiert werden. Immer nach dem Credo: So viel wie nötig, so wenig wie möglich. Im Besten Fall findet sich der Patient in diesen Zeiten nur einmal in einem Wartezimmer wieder.&nbsp;</p>



<p><strong>Fazit</strong></p>



<p>Jetzt wird beschleunigt, was wir in Zukunft brauchen. Big brother is watching you. Aber nur, wenn es vom Patienten auch gewollt ist. Monitoring als mögliches Werkzeug zur Überprüfung der in Eigenverantwortung übertra­genen Rehabilitationsmaßnahmen. Dabei nie vergessen: Der zwischenmenschliche Kontakt und taktile Reize sind wichtiger Bestandteil einer jeden Heilung. Die Technologie sollte langfristig nie die Arbeit eines Arztes oder Therapeuten ersetzen. Sie dient vielmehr als digitale Unterstützung und zwar nicht nur in Zeiten wie diesen.&nbsp;</p>



<p><strong>*Anmerkung der Redaktion: </strong>Siehe dazu auch <a href="https://www.fifamedicalnetwork.com/can-we-examine-a-players-hip-via-telehealth/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://www.fifamedicalnetwork.com/can-we-examine-a-players-hip-via-telehealth/. </a>Originalstudie: Owusu-Akyaw KA, Hutyra CA, Evanson RJ, et al Concurrent validity of a patient self-administered examination and a clinical examination for femoroacetabular impingement syndrome BMJ Open Sport &amp; Exercise Medicine 2019;5:e000574. doi: 10.1136/bmj-sem-2019-000574</p>



<p><em>Literatur</em></p>



<p><em>[1] British Journal of Surgery 2017; doi: 10.1002/bjs.10474</em></p>



<p><em>[2] </em><a href="http://www.germanjournalsportsmedicine.com/archiv/archiv-2010/heft-2/verbessern-kniebandagen-die-posturale-standfaehigkeit-bei-meniskusverletzungen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><em>www.germanjournalsportsmedicine.com/archiv/archiv-2010/heft-2/verbessern-kniebandagen-die-posturale-standfaehigkeit-bei-meniskusverletzungen/</em></a></p>



<p><em>[3] Daniel Wagner, Michael Liebensteiner 2017: Die degenerative Erkrankung des Patellofemoralgelenks: Diagnose und stadiengerechte Therapie AGA-Komitee-Knie-Patellofemoral. Pathogenese, Diagnosestellung und Klassifikation der Degeneration des Patellofemoralgelenks</em></p>



<p><em>[4] Kinesiology of the musculoskeletal system by Donald A. Neumann</em></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Elektromyografie</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/training/2976/elektromyografie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Simon Roth]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Nov 2020 09:01:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Training]]></category>
		<category><![CDATA[01/18]]></category>
		<category><![CDATA[menios]]></category>
		<category><![CDATA[Velamed]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://sportaerztezeitung.com/?p=2976</guid>

					<description><![CDATA[Welche Struktur steht beim Sport in­ ­jeglicher Hinsicht im Mittelpunkt? Richtig, die Muskulatur. Sie dient dem Sportler zur Umsetzung seines Talents als einfaches Werkzeug. Kommt es im Zuge dessen zu [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Welche Struktur steht beim Sport in­ ­jeglicher Hinsicht im Mittelpunkt? Richtig, die Muskulatur. Sie dient dem Sportler zur Umsetzung seines Talents als einfaches Werkzeug. Kommt es im Zuge dessen zu einer Verletzung, wird mithilfe eines professionellen Funktionsteams dieser Struktur wieder zu seiner alten Form verholfen.&nbsp;</strong></p>



<p>Radiologen leiten ein MRT ein, Ärzte setzen unter anderem gezielt eine oder mehrere Spritzen, Physiotherapeuten bedienen sich der Manuellen Therapie oder anderen Methoden zur Behandlung der betroffenen Struktur und der Athletiktrainer betreut den Wiedereinstieg in ein erfolgreiches Mannschaftstraining.&nbsp;</p>



<p><strong>Muskelverletzungen – Ursachen und Messungen</strong></p>



<p>Muskuläre Verletzungen machen die Mehrheit aller Sportverletzungen aus [1]. Hierbei sind externe Einwirkungen nicht immer der Grund für die Verletzung. Sogar in sportartspezifischen Alltagsbewegungen kommt es immer häufiger zu Verletzungen des Muskelapparats [1]. Diese reichen von den üblichen Distorsionen bis hin zu Muskelbündelrissen. Was ist die mögliche Ursache? Wie unter anderem im Artikel „moderne Fußballmedizin“ der Ausgabe 02/17 der sportärztezeitung erwähnt wird, ist die wachsende Belastung/Überlastung der Spieler eine vertretbare Hypothese, die den Grund dieser zweifelhaften Entwicklung darstellt. Dr. Kurt Mosetter beschreibt in seinem Beitrag hervorragend die Notwendigkeit, in einem gut organisierten interdisziplinären Umfeld handeln zu müssen, um den Spieler bestmöglich betreuen zu können [2]. Um dies zu gewährleisten, ist es essenziell, dass man in der Lage ist, die neusten Erkenntnisse und Technolo­gien mit den altbewährten Erfahrungen zu kombinieren und in diesem interdisziplinären Umfeld zu kommunizieren. Ein probates Mittel der Kommunikation stellen objektive Daten, aus beispielsweise einer biomechanischen Messung, dar.</p>



<p>Hierfür werden unter anderem bei arthrogenen Einschränkungen Gelenkwinkel gemessen. Anschließend wird mithilfe konservativer Maßnahmen, wie Manuelle Therapie oder Osteopathie [3], das System so verändert, dass im besten Fall die gewünschte Beweglichkeit erreicht wird. Um dies zu überprüfen wird anschließend eine Evaluation durchgeführt, bei welcher der Winkel erneut gemessen wird. Eine komplizierte Verletzung, die einen chirurgischen Eingriff benötigt, wird in jedem Fall vorher mit einer Bildgebung (Röntgen, MRT, CT, Ultraschalldiagnostik u. a.) dargestellt. In der Regel wird nach erfolgreichem Eingriff wieder ein neuer Befund erstellt. Eine bestmögliche Dokumentation wird nur über ein gleichbleibend bildgebendes Verfahren gewährleistet.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Roth1_saez0118-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-2889" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Roth1_saez0118-1024x768.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Roth1_saez0118-300x225.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Roth1_saez0118-768x576.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Roth1_saez0118-150x113.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Roth1_saez0118-450x338.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Roth1_saez0118.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Analysebesprechung mit dem Funktionsteam von Borussia önchengladbach</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-gallery columns-2 is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex"><ul class="blocks-gallery-grid"><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="532" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Roth3_saez0118-1024x532.jpg" alt="" data-id="2888" data-full-url="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Roth3_saez0118.jpg" data-link="https://sportaerztezeitung.com/roth3_saez0118/" class="wp-image-2888" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Roth3_saez0118-1024x532.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Roth3_saez0118-300x156.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Roth3_saez0118-768x399.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Roth3_saez0118-150x78.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Roth3_saez0118-450x234.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Roth3_saez0118.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="496" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Roth2_saez0118-1024x496.jpg" alt="" data-id="2887" data-full-url="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Roth2_saez0118.jpg" data-link="https://sportaerztezeitung.com/roth2_saez0118/" class="wp-image-2887" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Roth2_saez0118-1024x496.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Roth2_saez0118-300x145.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Roth2_saez0118-768x372.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Roth2_saez0118-150x73.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Roth2_saez0118-450x218.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Roth2_saez0118.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="blocks-gallery-item__caption">
</figcaption></figure></li></ul><figcaption class="blocks-gallery-caption"><em><strong>Spieler auf dem Laufband </strong>Laufanalyse nach rezidivierendem Supinationstrauma links ( 12. Wochen ). Verringerte Aktivität des M. peoneus longus links im Seitenvergleich messbar. <strong>Spieler vor dem Laufband während der Übung</strong> EMG Biofeedbacktraining mit Hilfe des Blackboards und eines Minibands, zur kontrollierten Ansteuerung der Zielmuskulatur. Hierbei wird der M. peroneus longus longus dynamisch und M. gluteus medius isometrisch angesteuert.</em><br><em><br></em></figcaption></figure>



<p><strong>EMG-Anwendung</strong></p>



<p>Das Zeitalter der Digitalisierung ermöglicht uns nicht erst seit heute den Blick in die so wichtige Struktur für den Athleten. Das neuro­muskuläre System [4] als Oberleitung eines komplexen Zusammenspiels vieler verschiedener muskulärer Verknüpfungen und Funktionseinheiten kann über die Elektromyografie (EMG) sichtbar dargestellt werden [5]. Seit nun mehr als sechs Jahren arbeite ich intensiv mit dem Oberflächen-EMG, da hiermit auch in der sportspezifischen Funktion eine optimale Ableitung der Muskelaktivität möglich ist, ohne eine Struktur verletzen zu müssen. Das Verfahren wurde mehr und mehr ein unverzichtbarer Gegenstand meiner Diagnostik, um eine handfeste Aussage des muskulären Status zu fällen. Hypothesen sollen dadurch zu validierten Fakten werden. Das EMG wird als Biofeedbackgerät, Analyse -und Befundtool für therapeutische Intervention verwendet.&nbsp;</p>



<p>Meine Erfahrung hat gezeigt, dass der Mensch mit seiner Komplexität nur dann muskulär auf höchstem Niveau begleitet werden kann, wenn seine Individualität nachhaltig analysiert, dokumentiert und kommuniziert wird. Detaillierte Diagnostik geschieht nur mit einem intraindividuellen Referenzwert. Individuell neuromuskuläre Aktivitätsmuster müssen erkannt und in der Folge berücksichtigt werden. Dies kann durch eine gezielte „Preseason Messung“ umgesetzt werden. Die Gewährleistung soll über einen einmaligen Einsatz betrieben werden, der gegenwärtig ohne großen Aufwand in jedem Profiverein umsetzbar wäre. Ein Vorbild hierfür stellt unter anderem Bayer 04 Leverkusen dar. Im Zuge meiner Arbeit als MYOact durfte ich die personell, strukturell und technologisch hoch professionelle Präventionsarbeit des Funktionsteams kennenlernen. Mit der gezielten Umsetzung eines durchdachten Betreuungskonzeptes konnte die Anzahl der muskulären Verletzung in der ersten Hälfte der Saison 2017/18 deutlich reduziert werden. Um diesem Beispiel zu folgen, gilt es, manche festgefahrene Strukturen aufzubrechen und sich aus der Komfortzone zu bewegen. Auch Borussia Mönchengladbach hat sich personell im Bereich der EMG-Anwendung gut aufgestellt und setzt es seit einiger Zeit um.&nbsp;</p>



<p><strong>Fenster zur neuromuskulären Ansteuerung öffnen</strong></p>



<p>Auch in der Betreuung diverser wissenschaftlicher Arbeiten (unter anderem Kooperation mit der Hochschule Osnabrück), habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, diese ergänzende Form der Sportler -/Patientenbetreuung evidenzbasiert zu untermauern. Ich sehe es als eine absolute Notwendigkeit, dass wir uns heute der modernen Technologie bedienen. Es muss einen tieferen Einblick in die Struktur, nicht nur für den Therapeuten, sondern auch für den Sportler geben. Immer wieder stellen sich Physiotherapeuten und Athletiktrainer die Frage, wie man einen spezifischen Zielmuskel optimal trainieren bzw. ansteuern kann. Wenn man sich nun der unzähligen Literatur bedient, findet man für jeden Muskel im Körper ein adäquates Übungsprogramm. Diese Erkenntnis gepaart mit der Erfahrung des Therapeuten/Trainers führt zu der entsprechenden Übungsauswahl für den Sportler. Doch woher können wir uns sicher sein, dass diese Übung auch wirklich den optimalen Effekt bei unserem individuellen Sportler hat? Könnte es vielleicht sein, dass ich in der empfindlichen Phase der Rehabilitation kontraproduktive Übungen anleite? All diese Fragen kann ich erst dann beantworten, wenn ich das Fenster zur neuromuskulären Ansteuerung öffne. Hierdurch erweitere ich meinen Blick in eine neue Welt hochrelevanter Informationen, die bei richtiger Bewertung meine Therapie -und Trainingsentscheidung wesentlich qualifizierter und nachvollziehbar macht.&nbsp;</p>



<p>In diesem Zusammenhang ist es wichtig zu erwähnen, dass das EMG alleinstehend keine hundertprozentige Aussagekraft in der Analytik besitzt, es dient allerdings als ergänzendes Mittel zur Verbesserung meiner Befundun gund Therapie-Intervention. Betrachtet man beispielsweise ein Röntgenbild ohne es in eine klinische Untersuchung einzubinden, könnte man dazu neigen, der dargestellten Kniearthrose die Ursache der Knieschmerzen zuzuschreiben. Dass dieses Symptom jedoch von einer anderen Struktur oder einer gewissen Segmenthöhe abhängt, kann ich erst beurteilen, wenn ich klinisch untersucht habe. Dies muss die Basis aller Analyseverfahren sein. Erst, wenn ich dann im EMG signifikante Dysbalancen [5] feststelle, plane ich meine Therapie und mein Training so, dass ich im Wiederbefund als erstes eine Symptomverbesserung mit zweitens einem angepassten EMG-Wert habe. Das hierfür nötige Training unterstütze ich zu jederzeit mithilfe des EMG Biofeedbacks. Es ermöglicht dem Sportler, seine Muskulatur bewusster anzusteuern und seine Individualität kennenzulernen. Der Trainer bekommt zudem ein ­visuelles Feedback, um im Falle einer Fehlsteuerung korrigierend eingreifen zu können. Somit werden Kompensationen aufgedeckt, die bisher kaum mit dem geübten Auge festgestellt werden konnten.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-gallery columns-2 is-cropped wp-block-gallery-2 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex"><ul class="blocks-gallery-grid"><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Roth4_saez0118-768x1024.jpg" alt="" data-id="2886" data-full-url="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Roth4_saez0118.jpg" data-link="https://sportaerztezeitung.com/roth4_saez0118/" class="wp-image-2886" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Roth4_saez0118-768x1024.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Roth4_saez0118-225x300.jpg 225w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Roth4_saez0118-1152x1536.jpg 1152w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Roth4_saez0118-150x200.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Roth4_saez0118-450x600.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Roth4_saez0118.jpg 1200w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Roth5_saez0118-768x1024.jpg" alt="" data-id="2884" data-full-url="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Roth5_saez0118.jpg" data-link="https://sportaerztezeitung.com/roth5_saez0118/" class="wp-image-2884" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Roth5_saez0118-768x1024.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Roth5_saez0118-225x300.jpg 225w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Roth5_saez0118-1152x1536.jpg 1152w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Roth5_saez0118-150x200.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Roth5_saez0118-450x600.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Roth5_saez0118.jpg 1200w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure></li></ul><figcaption class="blocks-gallery-caption"><em>Portables Equipment zur schnellen Anwendung einer Laufanalyse mit Hilfe zweier Kameras und dem EMG.&nbsp;</em></figcaption></figure>



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<p><strong>Fazit</strong></p>



<p>Es ist Zeit, dass das EMG vermehrt seinen Weg aus dem Labor auf die Trainings -und Therapiefläche findet. Der Spitzensport sollte Vorreiter in einer Entwicklung sein, bei der eine neue Generation sensorgestützter Therapeuten in der Lage ist, biomechanische Daten für die Optimierung der Therapie und des Trainings zu generieren und nutzbar zu machen. Mit MYOact betreue ich Profi -und Breitensportler sowie den „Alltagspatienten“, um mit Hilfe des EMGs, eine optimale neuromuskuläre Ansteuerung anzuleiten.&nbsp;</p>



<p><em>Liter</em><em>atur</em></p>



<p><em>[1] VBG Report 2017</em></p>



<p><em>[2] Mosetter, Kurt / Ellermann, Andree: Moderne Fußballmedizin. In: sportärztezeitung 02/17, S.4-9</em></p>



<p><em>[3] Langer, Werner / Hebgen, Eric: Lehrbuch Osteopathie 2. Auflage 2017, S. 55 ff.</em></p>



<p><em>[4] Müller-Wohlfahrt, Hans-Wilhelm/Ueblacker, Peter/Hänsel, Lutz: Muskelverletzung im Sport, 2. Auflage 2014, S. 61</em></p>



<p><em>[5] Konrad, Peter: EMG Fibel: Version 1.1 Januar 2011 (</em><a href="https://www.velamed.com/wp-content/uploads/2017/08/EMG-FIBEL-V1.1.pdf"><em>https://www.velamed.com/wp-content/uploads/2017/08/EMG-FIBEL-V1.1.pdf</em></a><em>), S. 5, S. 37</em></p>



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