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	<title>Dr. med. Christoph Lukas, Autor bei sportärztezeitung</title>
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	<description>Sportmedizin für Ärzte, Therapeuten &#38; Trainer</description>
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	<title>Dr. med. Christoph Lukas, Autor bei sportärztezeitung</title>
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		<title>Basketball-Sportmedizin</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/training/20397/basketball/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dr. med. Christoph Lukas]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Oct 2025 08:00:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Training]]></category>
		<category><![CDATA[03/25]]></category>
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					<description><![CDATA[Basketball wurde 1891 von Dr. James Naismith erfunden. Ziel war es, eine verletzungsarme Hallensportart zu schaffen, die spannend genug war, um die Studenten zu begeistern. Den Präventionsgedanken setzte er um, [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Basketball wurde 1891 von Dr. James Naismith erfunden. Ziel war es, eine verletzungsarme Hallensportart zu schaffen, die spannend genug war, um die Studenten zu begeistern. Den Präventionsgedanken setzte er um, indem er das Ziel horizontal gestaltete, um Wucht aus den Würfen zu nehmen. Das Laufen mit dem Ball wurde verboten, um Rudelbildungen zu vermeiden. Körperkontakt wurde fast vollständig ausgeschlossen.<span class="Apple-converted-space"> </span></b></p>
<p>Im Verlauf wurden die Regeln immer wieder adaptiert, z. B. wurde das Dribbeln zum Bewegen des Balles erlaubt. 1979 wurde der Dreipunktwurf in der NBA, 1984 im Weltbasketball eingeführt, um das Spiel zu entzerren und vom Korb zu entfernen.<span class="Apple-converted-space">  </span>Heute ist Basketball eine der weltweit populärsten Sportarten, die von ca. 450 Millionen Menschen gespielt wird.</p>
<h2><b>Merkmale</b></h2>
<p>Typisch ist der stetige, schnelle Wechsel zwischen Angriff und Verteidigung und Beschleunigen /Abbremsen. Pro Spiel werden 4,5 bis 7,5 km zurückgelegt, wovon 24 % gegangen, 65 % gelaufen und 14 % gesprintet werden (meist nur über eine kurze Distanz von 4 bis 9 Metern).  Kurze hochintensive Belastungen werden von Erholungsphasen unterbrochen. Das durchschnittliche Arbeitsintervall beträgt ca. 12 bis 20 Sekunden, vor entscheidenden Aktionen (Wurf, Rebound) erfolgt meist eine intensive Aktion (Antritt, Richtungswechsel, Sprung). Pro Spiel kommt es zu 750 – 2.750 verschiedenen Bewegungen, ca. 40 – 60 Sprüngen, &gt;200 Überkopfbewegungen, 32 Dribblings, 120 Ballannahmen, 80 Pässen und 15 Würfen. Ca. 620 Meter werden in tiefer Verteidigungshaltung zurückgelegt. Im Rahmen der NBA Combine Tests, bei denen die potenziellen Draft-Kandidaten vermessen und getestet werden, zeigte sich über die Zeitspanne 2000 bis 2015, dass der durchschnittliche Aufbauspieler inzwischen ca. 1,85 m und der durchschnittliche Center ca. 2,09 m groß ist. Durch europäische Einsätze und Länderspiele kommen auch europäische Basketballspieler inzwischen auf teilweise &gt; 80 Spiele pro Saison.</p>
<figure id="attachment_20402" aria-describedby="caption-attachment-20402" style="width: 755px" class="wp-caption alignnone"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-large wp-image-20402" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/09/Lukas_saez0325-1024x691.jpg" alt="" width="755" height="509" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/09/Lukas_saez0325-1024x691.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/09/Lukas_saez0325-300x202.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/09/Lukas_saez0325-768x518.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/09/Lukas_saez0325-150x101.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/09/Lukas_saez0325-450x303.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/09/Lukas_saez0325-1200x809.jpg 1200w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/09/Lukas_saez0325.jpg 1204w" sizes="(max-width: 755px) 100vw, 755px" /><figcaption id="caption-attachment-20402" class="wp-caption-text">DIe orthopädischen und internistischen Eingangsuntersuchungen helfen, Problemfelder rechtzeitig zu erkennen, um präventiv gegensteuern zu können.</figcaption></figure>
<h2><b>Verletzungen</b></h2>
<p>Im Vergleich zu den anderen großen Ballsportarten verletzen sich die Spieler laut VBG-Sportreport mit 1,47 Verletzungen pro Spieler und Saison etwas seltener, was sich sicherlich durch den Ursprungsgedanken des körperlosen Spiels, auch wenn dies heute bei weitem nicht mehr der Fall ist, erklären lässt. Die mit Abstand häufigste Verletzung ist die Außenbandverletzung am oberen Sprunggelenk, der klassische Verletzungsmechanismus hierfür ist die Landung auf einem gegnerischen Fuß unter dem Korb. Dies führt dazu, dass in der NBA Tape oder Orthese von den Versicherungen vorgeschrieben werden. Im Bundesliga Basketball wird dies ebenfalls regelmäßig von den Vereinen eingefordert, und auch von den Spielern gewünscht. Die höchsten Verletzungskosten und die längsten Ausfallzeiten hingegen entstehen durch Knie­verletzungen. Auch bei den Überlastungsbeschwerden liegt das Knie deutlich vorn, „schuld“ daran ist vor allem das Patellaspitzen-Syndrom, das im Basketball fast schon endemisch auftritt. Gold-Standard in der Therapie ist das exzentrische Training, idealerweise begleitet von physiotherapeutischen Maßnahmen, aber auch Stoßwelle oder PRP-Infiltrationen.</p>
<h2><b>Prävention</b></h2>
<p>Im Bereich der Prävention sollte man vier große Themen berücksichtigen:</p>
<p>1. Neuromuskuläres Training: Hier sollte vor allem auf die Rumpfstabilität sowie aktive Knie- und Sprunggelenksstabilisierung geachtet werden, um das Verletzungsrisiko zu reduzieren. Programme wie z. B. das FIFA 11 + Programm, konnten ihre Wirkung neben dem Fußball auch im Basketball nachweisen.</p>
<p>2. Belastungssteuerung: Bei den inzwischen maximal gefüllten Spiel­plänen muss genügend Raum für adäquate Regeneration geschaffen werden.</p>
<p>3. Hilfsmittel: neben Tape-Verbänden oder Orthesen für die Sprunggelenke, ist z. B. auch ein Zahnschutz zu erwähnen.</p>
<p>4. Medizinische Eingangsuntersuchungen: Diese sind auch in der Breite sinnvoll und zu fordern. Neben der orthopädischen und internistischen Untersuchung sollte immer auch eine Funktionstestung enthalten sein. Für die Prävention ist es unerlässlich, die gefundenen Mängel gezielt, mit individuellen Trainingsprogrammen, anzugehen.</p>
<h2><b>Fazit</b></h2>
<p>Trotz der überschaubaren Verletzungsrisiken bleibt Basketball eine attraktive, faszinierende Sportart, die, nicht zuletzt aufgrund der aktuellen Erfolge der deutschen Nationalteams, auch hierzulande zunehmend mehr Anhänger findet.</p>
<p><i>Der Artikel ist eine vom Autor für die sportärztezeitung erstellte kompakte Zusammenfassung des Beitrags „<a href="https://gots.org/fit-am-korb-belastungen-der-athleten-und-praevention-im-basketball/">Fit am Korb: Belastungen der Athleten und ­Prävention im Basketball</a>“ von Dr. med. Christoph Lukas, online erschienen im Newsletter der GOTS.</i></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Meniskusverletzung</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/17173/meniskusverletzung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dr. med. Christoph Lukas]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Sep 2024 08:00:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[03/24]]></category>
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					<description><![CDATA[In Anlehnung an die Ausführungen von Prof. Dr. Wolf Petersen zu Meniskusverletzungen stellt unser wiss. Beirat Dr. Christoph Lukas folgend sein eigenes und individuelles Vorgehen bei diesen Verletzungen ganz konkret [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>In Anlehnung an die Ausführungen von Prof. Dr. Wolf Petersen zu <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/17168/meniskusverletzung-handlungsalgorithmus/">Meniskusverletzungen </a>stellt unser wiss. Beirat Dr. Christoph Lukas folgend sein eigenes und individuelles Vorgehen bei diesen Verletzungen ganz konkret vor.</em></p>
<p><b><a href="https://sportaerztezeitung.com/wp-admin/post.php?post=17168&amp;action=edit" target="_blank" rel="noopener">Prof. Dr. Wolf Petersen</a> hat schön belegt, dass verschiedene randomisiert-kontrollierte Studien gezeigt haben, dass der Großteil, der nicht traumatischen Meniskusläsionen zunächst ohne Operation behandelt werden kann.</b></p>
<p>Vor allem bei frischen traumatischen Läsionen gilt natürlich weiterhin, dass wenn möglich der gerissene Meniskus genäht werden sollte, darum soll es hier aber nicht gehen. Vielmehr möchte ich aus Sicht des konservativen Orthopäden und Reha-Mediziners darauf eingehen, wie eine mögliche konservative Therapie aussehen kann.</p>
<p>Konservatives Vorgehen und OP sollten nicht als „Konkurrenz“ gesehen werden, sondern als Ergänzung des Spektrums. Kaum ein Patient ist wild darauf, operiert zu werden, daher werden die Patienten einen konservativen Therapieversuch meist sehr dankbar aufnehmen, gleichzeitig sollte man eine Deadline (meiner Erfahrung nach ca. drei Monate) setzen, um bei fehlgeschlagener Therapie die OP-Indikation doch noch einmal zu überdenken. Mein eigenes Vorgehen ist natürlich durch das Setting in der Privatpraxis und die fehlende Budgetierung im Vorteil, aber die Grundlagen lassen sich auch problemlos auf eine Kassenpraxis übertragen.</p>
<h2><b>Diagnostik &amp; Therapie</b></h2>
<p>Wenn ein Patient mit entsprechenden Beschwerden kommt und die Untersuchung den Verdacht auf eine Meniskusläsion mit oder ohne Knorpelschädigung ergibt, erfolgt meist das MRT des Knies zur Bestätigung der Diagnose und um die Art des Meniskusrisses sowie eventuelle Begleitverletzungen genauer beurteilen zu können. Nahezu alle Patienten bekommen als Grundlage der Behandlung manuelle Therapie und Krankengymnastik am Gerät rezeptiert, um das Knie möglichst schnell wieder reizfrei und gut beweglich zu bekommen und zudem die kniegelenkstabilisierende Muskulatur zu optimieren und Dysbalancen auszugleichen. Elektrotherapie als Ergänzung wird von den Patienten als Schmerzerleichterung oft dankbar angenommen. Die enge Verzahnung mit den Physio- und Sporttherapeuten im Reha-Zentrum ist besonders hilfreich, da der schnelle und unkomplizierte interprofessionelle Austausch die Arbeit erleichtert und optimiert.</p>
<p>Begleitend empfehle ich meist eine Infiltrationsserie mit PRP oder Hyaluronsäure. Bei Meniskusläsion bevorzuge ich das PRP, da aber die Studienlage noch überschaubar ist, legen sich auch die privaten Kassen teilweise quer, so dass ich gegebenenfalls auf Hyaluron ausweiche, wenn der Patient die PRP Behandlung nicht selbst übernehmen möchte. Vor allem bei starker Schmerzsymptomatik hat sich auch Akupunktur gut bewährt, ähnlich wie bei reinen Arthrosebeschwerden. Auch die hyperbare CO2-Kryotherapie ist im Rahmen der Akutbeschwerden sehr hilfreich.</p>
<p>Steht die Schwellneigung im Vordergrund beginne ich meist mit einem Kinesiotape / Lymphtape und rezeptiere parallel eine Kniegelenksbandage. Aktuell ist auch die extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) zur Behandlung der Arthrose in der Diskussion, hier habe ich allerdings noch keine eigenen Erfahrungen, noch weniger, ob die ESWT auch bei Meniskusläsionen hilfreich ist. Auch Laserbehandlungen biete ich in meiner Praxis nicht an, Kollegen berichten hier allerdings häufiger von guten Behandlungserfolgen. Für die Patienten, die nichts unversucht lassen möchten, kann man noch Chondroitin /Glucosamin als Nahrungsergänzung ins Spiel bringen, man sollte aber unbedingt auf die noch sehr überschaubare Studienlage hinweisen.</p>
<p>Auch Training auf dem Alter G Laufband ist eine gute Option, die Patienten früher wieder zum Joggen zu bringen, da unter der Gewichtsentlastung eine geringere Belastung der gereizten Strukturen besteht und das Rennen früher schmerzfrei möglich ist. Nicht zuletzt sollte man immer die Option einer ambulanten Reha-Maßnahme im Hinterkopf behalten. Gerade bei den Limitierungen im Kassenbereich bietet die Rehabilitation über Kasse / DRV eine Möglichkeit der intensiven multimodalen Therapie, ohne das Budget zu belasten.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Topische Behandlung</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/16096/topical-treatment-is-effective-and-safe-for-acute-ankle-sprains-the-multi-center-double-blind-randomized-placebo-controlled-traumed-trial/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dr. med. Christoph Lukas]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Jul 2024 08:00:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[02/24]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://sportaerztezeitung.com/?p=16096</guid>

					<description><![CDATA[Ludger Gerdesmeyer, Johannes Vester, Christian Schneider, Britt Wildemann J. Clin. Med. 2024, 13(3), 841; https://doi.org/10.3390/jcm13030841 Bandverletzungen am Sprunggelenk sind häufig, was sich in mehr als einer Millionen Arztbesuche pro Jahr weltweit [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://doi.org/10.3390/jcm13030841" target="_blank" rel="noopener">Ludger Gerdesmeyer, Johannes Vester, Christian Schneider, Britt Wildemann J. Clin. Med. 2024, 13(3), 841; https://doi.org/10.3390/jcm13030841</a></p>
<p><b>Bandverletzungen am Sprunggelenk sind häufig, was sich in mehr als einer Millionen Arztbesuche pro Jahr weltweit und täglich 8.000 OSG-Distorsionen in Deutschland niederschlägt. Ein Großteil davon ist sportbedingt und sowohl für den Sportler als auch für den Verein ist ein möglichst schnelles Ausheilen der Verletzung von großem Interesse.<span class="Apple-converted-space"> </span></b></p>
<p>Neben dem klassischen PECH-Schema finden häufig auch Salben zur Abschwellung und Schmerzreduktion Verwendung, insbesondere da orale NSAR ein nicht unerhebliches Nebenwirkungs-/Komplikationsprofil aufweisen und zu dem in letzter Zeit auch aufgrund der zu starken Entzündungshemmung statt -auflösung weniger eingesetzt werden. Der letzte Punkt gilt auch für topische NSAR wie z. B. Diclofenac-Gel, dem bisherigen Goldstandard. Aktuell wird sich mehr und mehr auf die beschleunigte Entzündungsauflösung fokussiert, statt die damit verbundenen Entzündungswege unphysiologisch z. B. mit NSAR zu hemmen. Traumeel-Gel ist ein etabliertes Komplexpräparat bestehend aus 14 natürlichen Komponenten, das diese entzündungsauflösenden Wege auf mehreren Ebenen unterstützt. Die vorliegende Studie sollte die Wirksamkeit und Sicherheit von Traumeel Gel (Traumed) im Vergleich zu Diclofenac und Placebo untersuchen.</p>
<h2><b>Methodik</b></h2>
<p>Es handelt sich um eine multizentrische, prospektive, randomisierte, doppelblinde konfirmatorische Studie mit 3 Armen. Untersucht wurden die Auswirkungen einer siebentägigen topischen Behandlung mit den beiden genannten Wirkstoffen und Placebo bei akuten Bandverletzungen Grad 1 und 2 am Sprunggelenk. 3 g der verblindeten Präparate wurden 3x täglich 7 Tage lang aufgetragen. Der Krankheitsverlauf wurde insgesamt 14 Tage dokumentiert. Aufgrund der frischen Verletzung erhielten alle Teilnehmer einen elastischen Verband und für 4 Tage wurde die Verwendung von Gehstützen empfohlen. Ab dem 7. Tag wurde bei Grad 2 Verletzungen gegebenenfalls auch eine semi-rigide Orthese verwendet. Bis zu 3 Elemente der Pechbehandlung durften verwendet werden.</p>
<h2><b>Ergebnisse</b></h2>
<p>Es zeigte sich, dass Traumeel Gel bezüglich der Schmerzreduktion nach 4 und 7 Tagen gegenüber Placebo überlegen, gegenüber Diclofenac-Gel nicht unterlegen bzw. sogar überlegen war. Auch die VAS-Werte bei passiver Bewegung verbesserten sich signifikant im Vergleich zu Placebo-Gel und Diclofenac-Gel. Tr14 Gel verbesserte die absoluten VAS-Werte für Schmerzen im Ruhezustand während der Studie im Vergleich zu Placebo-Gel. Im Vergleich zu Diclofenac war Tr14 nicht unterlegen. Die Gelenkfunktion (FAAM ADL) zeigte eine signifikante Verbesserung nach Anwendung von Traumeel Gel im Vergleich zu Placebo-Gel und war nicht unterlegen gegenüber Diclofenac-Gel.</p>
<p>Für die Schmerzen bei passiver Bewegung betrug die Zeit bis zur 50 %-igen Verbesserung 6,0 Tage in der Traumeel-Gel-Gruppe und 7,1 Tage in der Placebo-Gel-Gruppe. Im Vergleich Traumeel vs. Diclofenac betrug die Zeit bis zur 50 %-igen Verbesserung 6,0 Tage bzw. 7,0 Tage. Für Schmerzen im Ruhezustand betrug die Zeit bis zur 50 %-igen Verbesserung 4,0 Tage in der Traumeel-Gel-Gruppe und 6,0 Tage in der Placebo-­Gel-Gruppe, der Vergleich Traumeel vs. Diclofenac zeigte einen ähnlichen Unterschied (4:6 Tage), der jedoch nicht signifikant war. Somit waren die Patienten mit Traumeel Gel im Schnitt schneller signifikant schmerzreduziert.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<h2><b>Sicherheit</b></h2>
<p>Bei 18 der 625 Patienten traten 20 Nebenwirkungen eher geringen Ausmaßes, auf, wovon die häufigsten nicht Präparat assoziierte Symptome wie Kopfschmerzen und trockene Haut waren. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Studienarmen waren eher auf zufällige Variationen zurückzuführen.</p>
<h2><b>Kommentar</b></h2>
<p>Die Studie zeigt, dass Traumed Gel eine statistisch signifikante Schmerzlinderung bewirkt, die sogar klinische Relevanz hat. Die Studie bestätigt den aktuellen Trend in der Sportmedizin, dass es bei Verletzungen weniger darauf ankommt, die Entzündungsentstehung zu hemmen, sondern vielmehr die physiologische und für den Körper notwendige Entzündungsreaktion unterstützend wieder rascher aufzulösen. Daher sollten NSAR möglichst nur in der Initialphase der Verletzung gegeben werden, wenn überhaupt erforderlich, um dann die Entzündungsauflösung und somit die Heilung nicht zu verzögern.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Diabetes Typ 1</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/kardiologie/13231/diabetes-typ-1/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dr. med. Christoph Lukas]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Jan 2023 09:01:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kardiologie]]></category>
		<category><![CDATA[Online]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://sportaerztezeitung.com/?p=13231</guid>

					<description><![CDATA[Fabian Bleck ist seit Jahren als Flügelspieler in der Easy-Credit BBL aktiv, aktuell bei den Hakro Merlins Crailsheim. Und das auf einem Niveau, das ihn bis in den erweiterten Kreis [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="font-weight: 400;"><strong>Fabian Bleck ist seit Jahren als Flügelspieler in der Easy-Credit BBL aktiv, aktuell bei den Hakro Merlins Crailsheim. Und das auf einem Niveau, das ihn bis in den erweiterten Kreis der deutschen Nationalmannschaft brachte. Was viele nicht wissen: Er ist Typ I Diabetiker und muss dadurch einiges beachten, um seinen Sport ohne Risiko ausüben zu können. Für die Sportärztezeitung nahm er sich nun die Zeit, ein paar Fragen zum Thema zu beantworten.</strong></p>
<h3 style="font-weight: 400;"><strong>Seit wann bist Du Diabetes-Patient und wie hast Du es damals bemerkt?</strong></h3>
<p style="font-weight: 400;">Meine Typ-1 Diagnose habe ich im Februar 2005 bekommen, kurz vor meinem 12 Geburtstag. Ich hatte damals die typischen Symptome, dass ich sehr, sehr durstig war, häufig auf Toilette musste und zunehmend müder wurde. Aufgrund der Symptome haben wir damals einen normalen Blutzucker Test gemacht, der allerdings nur die Buchstaben „HI“ für High angezeigt hat. Daraufhin ging es für mich ins Krankenhaus wo im Labor ein Wert von über 800 mg/dl festgestellt worden ist.</p>
<h3 style="font-weight: 400;"><strong>Hast Du damals bereits Basketball gespielt? Wie lange musstest Du pausieren und was haben Deine Internisten zum Sport gesagt?</strong></h3>
<p style="font-weight: 400;">Ja, ich habe damals schon Basketball gespielt. Nach der Diagnose war ich für etwa 4-5 Tage im Krankenhaus um die allgemeinen Dinge über den Diabetes erklärt zu bekommen, auch wie ich meinen Blutzucker vor, während und nach dem Sport zu managen habe. Eine der wichtigsten Informationen war damals für mich, dass der Arzt und die ausgebildeten Diabetes Betreuer/innen mir gesagt haben, dass ich ganz normal weiter Sport machen kann und es gut für meinen Körper ist. Dementsprechend habe ich direkt nach der „Entlassung“ in meinem Team weiter trainiert.</p>
<h3 style="font-weight: 400;"><strong>Wie wirst Du momentan behandelt? Und wie wirken sich Deine Krankheit beziehungsweise Deine Therapie auf deinen Sport und die Leistungsfähigkeit aus?</strong></h3>
<p style="font-weight: 400;">Zurzeit trage ich eine Insulinpumpe die zusammen mit einem Sensor in einem „closed-loop-System“ arbeiten. Das bedeutet, dass die Werte (Gewebszucker) von meinem Sensor direkt an die Pumpe geschickt werden. Diese kann dadurch meinen Grundbedarf (Basalrate) an Insulin besser steuern. Wenn ich esse muss ich allerdings die Kohlenhydrate noch selber berechnen und dementsprechend einen Mahlzeiten Bolus (Insulin) über die Pumpe abgeben lassen. Für mein Training muss ich in der Pumpe rechtzeitig die „Basalrate“ herunterdrehen, sonst gerate ich während des Trainings in den Unterzucker und müsste während des Trainings pausieren. Daher peile ich vor dem Training leicht erhöhte Werte an und versuche darauf zu achten, dass nicht zu viel aktives Insulin (Wirkzeit etwa 2-5 Stunden, je nach Menge) im Körper ist. Durch den Sport nimmt die Insulinsensitivität der Muskelzellen zu und mehr Zucker gelangt aus dem Blut in die Zellen. Daher kommt es generell dazu, dass der Blutzucker während des Sports sinken kann. Bei Spielen ist es ein wenig anders, da kann durch den Stress und dem Adrenalin der Blutzucker auch gerne mal ansteigen. Deshalb muss ich meine Therapie beim Training und Spiel anders handhaben. Allgemein kann ich sagen, dass ich mit guten Werten genau so leistungsfähig bin wie alle anderen, schlechte Werten können meiner Performance aber schaden.</p>
<h3 style="font-weight: 400;"><strong>Insulin steht per se auf der Dopingliste. Was musst Du hier beachten?</strong></h3>
<p style="font-weight: 400;">Da Insulin auf der Dopingliste muss ich jedes Jahr eine Ausnahmegenehmigung für die NADA/WADA beantragen. Mit den Bescheinigungen von meinen behandelnden Ärzten ist das aber kein Problem.</p>
<h3 style="font-weight: 400;"><strong>Du hast Deine Ernährung im Somme rauf vegan umgestellt. Inwieweit beeinflusst das Deine Werte/Therapie?</strong></h3>
<p style="font-weight: 400;">Die Umstellung auf eine vegane Ernährung hat meine Therapie und meine Werte gar nicht beeinflusst.</p>
<p style="font-weight: 400;"><strong>Fabian, vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, uns ein paar Einblicke zu geben. Wer mehr dazu erfahren möchte, dem sei die Fortbildungswoche „ASM &#8211; angewandte Sportmedizin“ im Robinson Club Carla Serena vom 30. April bis 6. Mai 2023 ans Herz gelegt, dieses Jahr ist einer der Themenblöcke „Sportmed Handikap“. Unter anderem wird auch Fabian Bleck einen Vortrag über seine Diabeteserkrankung halten.</strong></p>
<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="WwVdy5ouMt"><p><a href="https://fomed.de/event/asm-angewandte-sportmedizin-2023/">ASM &#8211; Angewandte Sportmedizin 2023</a></p></blockquote>
<p><iframe class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8222;ASM &#8211; Angewandte Sportmedizin 2023&#8220; &#8212; FOMED – Fortbildung Medizin" src="https://fomed.de/event/asm-angewandte-sportmedizin-2023/embed/#?secret=dexVZcjeF7#?secret=WwVdy5ouMt" data-secret="WwVdy5ouMt" width="600" height="338" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Veröffentlicht 27.01.2023</em></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Alter G-Laufband in der Rehabilitation</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/training/12098/alter-g-laufband-in-der-rehabilitation/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dr. med. Christoph Lukas]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Aug 2022 12:46:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Training]]></category>
		<category><![CDATA[AlterG]]></category>
		<category><![CDATA[sportlerzeitung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://sportaerztezeitung.com/?p=12098</guid>

					<description><![CDATA[Im Spitzensportbereich wird das Anti Schwerkraft Laufband Alter G schon seit vielen Jahren erfolgreich eingesetzt. Wir sind der Meinung, dass ein solch hocheffektives Therapie-Gerät auch im „normalen“ Rehabilitationsbereich viele Vorteile [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Im Spitzensportbereich wird das Anti Schwerkraft Laufband Alter G schon seit vielen Jahren erfolgreich eingesetzt. Wir sind der Meinung, dass ein solch hocheffektives Therapie-Gerät auch im „normalen“ Rehabilitationsbereich viele Vorteile bietet.</strong></p>
<p>In unserer orthopädischen Rehabilitation setzen wir das Alter G schon seit Jahren erfolgreich ein, insbesondere bei Patienten, die nach einer Operation der unteren Extremität noch eine Teilbelastung vorgegeben haben, bei Patienten mit Fußheber-Paresen nach Bandscheibenvorfällen, aber auch bei Sportverletzungen wie zum Beispiel einer Ruptur des vorderen Kreuzbandes.</p>
<p>In unserer neurologischen Rehabilitation können Patienten mit Paresen oder auch Schwindelsymptomatik therapiert werden, bei denen ansonsten das Gangbild zu unsicher und sturzgefährdet ist.</p>
<p>Die Patienten sind mit der Therapie hochzufrieden, auch weil sie über die Selbstbeobachtung über die Kameras aktiv zu ihrer Genesung beitragen können. Für viele Ballsportler ist es zudem ein erhebendes Gefühl, wieder joggen zu können, wenn auch nur mit Gewichtsreduktion. Für sie ist es oft eine „Strafe“, wenn sie in der Rehabilitation auf dem Ergometer fahren müssen, statt rennen zu dürfen.</p>
<p>Ein weiterer Vorteil der Rehabilitation mit dem Alter G ist, dass der Patient nach einer kurzen Einführung selbstständig an seinem Gangbild arbeiten kann und die knappe Ressource Therapeut geschont werden kann.</p>
<p>Im Vergleich zum Gehen an Unterarmgehstützen oder dem Rollator und auch im Vergleich zu Wassergymnastik/Aquajogging ist das Gehen unter Gewichtsreduktion im Alter G Laufband um ein Vielfaches näher am physiologischen Gangbild, was Themen wie das Mitschwingen der Arme und auch die beanspruchte Beinmuskulatur angeht.</p>
<p>Durch das Ausdauertraining auf dem Alter G kann somit hervorragend die beim Gehen benötigte Muskulatur gezielt und an den aktuellen Zustand des Patienten angepasst auftrainiert werden.</p>
<p>Da die meisten Patienten von dem Alter G Training sehr angetan sind, bleiben viele dem Reha-Zentrum im Anschluss als Kunden erhalten, indem sie eine Zehnerkarte für das Training erwerben.</p>
<p>Zum Abschluss möchte ich noch den Leiter des Strength &amp; Conditioning-Trainings der NBA-Mannschaft Chicago Bulls zitieren, den ich im Frühjahr 2022 besuchen durfte: „Wenn ich mich für ein Therapiegerät in der Rehabilitation entscheiden müsste, wäre es eindeutig das Alter G.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=3t1lUKEY6CA&amp;t=8s">VIDEO ALTERG IN DER REHABILITATION</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Veröffentlicht 04.08.2022</em></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ambulante Jugend-Reha</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/11030/ambulante-jugend-reha/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dr. med. Christoph Lukas]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Mar 2022 09:00:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[Online]]></category>
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					<description><![CDATA[Aktuell werden in Deutschland ca. 35.000 Kinder und Jugendliche pro Jahr einer Reha-Maßnahme zugeführt. Asthma Bronchiale, Adipositas, aber auch psychische Erkrankungen sind die häufigsten Indikationen, um eine Rehabilitation einzuleiten. Bei [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Aktuell werden in Deutschland ca. 35.000 Kinder und Jugendliche pro Jahr einer Reha-Maßnahme zugeführt. Asthma Bronchiale, Adipositas, aber auch psychische Erkrankungen sind die häufigsten Indikationen, um eine Rehabilitation einzuleiten. Bei den Maßnahmen handelt es sich nicht um so genannte Mutter-Kind-Kuren, sondern es steht ganz klar die medizinische Problematik der Kinder im Vordergrund.</b></p>
<p>Ziel der Reha für Kinder und Jugendliche ist die Beseitigung von gesundheitlichen Einschränkungen, um ihnen so die Teilhabe an der Schule und die Möglichkeit einer Ausbildung zu sichern. Früher gestaltete es sich teilweise sehr komplex, eine Rehamaßnahme für jugendliche Patienten „durchzuboxen“. Im Jahr 2016 wurde dann das Flexirentengesetz verabschiedet, wodurch viele Dinge im Rehabereich spürbar erleichtert wurden. Durch das neue Gesetz wurde die Kinder- und Jugend-Reha eine Pflichtleistung der deutschen Rentenversicherung, der Indikationskatalog fiel weg und auch der Vierjahreszeitraum, bis eine Neubeantragung möglich ist. Außerdem wurde es durch das Flexirentengesetz möglich, auch Kinder und Jugendliche ambulant zu rehabilitieren. Der Bedarf und Wunsch der Patienten ist hierbei für die Entscheidung, ob ambulant oder stationär, entscheidend.</p>
<h2><b>Ambulante Kinder- und Jugendlichen-Rehabilitation</b></h2>
<p>Wie sieht das Setting für die ambulante Rehabilitation konkret aus? Grundsätzlich muss sich auch die ambulante ­Rehabilitation an den stationären Stand­ards orientieren, sodass z. B. ein hauptamtlich angestellter Pädiater gefordert wird. Da es momentan nahezu keine ambulanten Einrichtungen gibt, die ausschließlich Kinder behandeln und es, allein aufgrund der Patientenzahlen, wirtschaftlich nicht möglich ist, sich neben der „normalen“ indikationsspezifischen Fachärzten in der Rehabilitation auch einen hauptamtlichen Pädiater zu leisten, stellt diese Forderung einen sehr großen Hemmschuh für die ambulante Kinder- und Jugendlichen Rehabilitation dar. Wenn, dann ist dies im Bereich der Adipositas oder psychosomatischer Erkrankungen möglich. Für unsere Einrichtung, ambulante orthopädische und neurologische Rehabilitation, haben wir daher mit der DRV ein Modellprojekt für die ambulante Jugend-Reha gestartet. Kinder unter 14 Jahren werden (zunächst) ausgeklammert, um Probleme mit der Aufsichtspflicht auf dem Weg zu Reha und während des Tagesablaufs zu vermeiden. Um dem pädiatrischen Gedanken gerecht zu werden, müssen die Jugend­lichen mit Beginn der Rehabilitation entweder von ihrem behandelnden Pädiater oder einem pädiatrischen Kollegen, der mit unserer Reha-Einrichtung kooperiert, die internistische Reha-Fähigkeit bescheinigt bekommen. Bei den orthopädischen Indikationen dominieren neben den Skoliosen, die u. a. nach Katharina Schroth behandelt werden, die Sportverletzungen, z. B. Patienten nach vorderer Kreuzbandplastik. Gerade für diese Patienten ist das ambulante Setting ideal, da nach einer initialen ganztägigen Rehabilitation zeitnah auf einen Modus mit 2 – 4 mal pro Woche 2 – 3-stündiger Behandlung gewechselt wird, die Intensität der Therapie orientiert sich hier auch an der schulischen Belastung der Jugendlichen. Auch wenn der Unterricht auch in der stationären Rehabilitation gesichert wird, ist es für die Jugendlichen auch mental von großem Vorteil, wenn sie weiterhin in ihrer Familie, ihrem Klassenverband und ihren sozialen Gruppen bleiben können. Für viele wird dadurch die Hemmschwelle, eine Rehabilitation überhaupt zu beantragen, deutlich erniedrigt. Die Expertise, die unsere Einrichtung sowohl auf dem orthopädischen als auf dem neurologischen Fachgebiet besitzt, ermöglicht es uns zudem, eine ambulante Rehabilitation auch für komplexere neue orthopädische Erkrankungen, wie z. B. infantile Cerebralparesen oder Meningomyelozelen anzubieten. Wohnortnah können hier Mutter oder Vater die Therapie begleiten, um dem Jugendlichen zum einen die Angst vor dem neuen Umfeld zu nehmen und zum anderen selbst in Therapiemöglichkeiten angeleitet zu werden.</p>
<figure id="attachment_11031" aria-describedby="caption-attachment-11031" style="width: 1200px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" class="size-full wp-image-11031" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/03/Lukas_Abb2_saez0421.jpg" alt="" width="1200" height="757" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/03/Lukas_Abb2_saez0421.jpg 1200w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/03/Lukas_Abb2_saez0421-300x189.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/03/Lukas_Abb2_saez0421-1024x646.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/03/Lukas_Abb2_saez0421-768x484.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/03/Lukas_Abb2_saez0421-150x95.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/03/Lukas_Abb2_saez0421-450x284.jpg 450w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><figcaption id="caption-attachment-11031" class="wp-caption-text">Beispiel für den Effekt von Übungen nach K. Schroth bei Skoliose</figcaption></figure>
<h2><b>Ablauf der Reha</b></h2>
<p>Wie bei jeder Rehabilitation ist der erste Programmpunkt für den Patienten immer die ärztliche Aufnahmeuntersuchung. Hier wird nach ausführlicher Anamnese und gründlicher Untersuchung des gesamten Patienten, dessen Problemlage erfasst und gemeinsam mit ihm das Ziel der Rehabilitation festgelegt. Anhand des Zieles wird dann gemeinsam der Therapieplan individuell erstellt. Die Ziele können hierbei ganz unterschiedlich sein. Je nach Ausgangslage des Patienten möchte beispielsweise der verletzte jugendliche Leistungssportler die vollständige Wiederherstellung seiner sportlichen Leistungsfähigkeit und Rückkehr auf das ursprüngliche Leistungsniveau, während eventuell die Mutter des mehrfach behinderten Kindes die Rehabilitation bereits als erfolgreich bewertet, wenn die Pflege des Kindes erleichtert wird, in dem z. B. ein reduzierter Tonus der Adduktoren das Wechseln der Windeln wieder besser möglich macht.</p>
<p>Im Rahmen der Rehabilitation sollen die Jugendlichen möglichst getrennt von den Erwachsenen therapiert werden, was sowohl Umkleidekabinen, das Gerätetraining aber auch Gruppen­therapien betrifft. Da die Anzahl der jugendlichen Rehabilitanden (noch) überschaubar ist, werden dadurch Gruppenbehandlungen maximal erschwert. Die Patienten werden daher überwiegend individuell im eins zu eins Kontakt behandelt, sowohl in der Physiotherapie, als auch beim Sport. Zudem gilt es, Therapieformen zu finden, welche die Motivation und Begeisterung der jugendlichen Patienten für die Behandlung fördern. Hierfür wird neben klassischen Therapieformen wie Physiotherapie oder Gerätetraining z. B. auch mit Tischtennisplatte oder einer Wii mit Balance Board gearbeitet. Neben der klassischen Therapie geht es im Rahmen der Rehabilitation auch um die Schulung der Patienten, insbesondere bei chronischen Krankheiten wie z. B. einer Skoliose muss auch das Wissen um das Krankheitsbild gefördert werden. Um auch die Akzeptanz der Krankheit bzw. der Patienten in ihrem Umfeld zu fördern, bieten wir in diesem Rahmen auch Vorträge im Rahmen des Schulunterrichts in der Klasse der Patienten an, wenn dies von den Jugendlichen gewünscht wird.</p>
<figure id="attachment_11032" aria-describedby="caption-attachment-11032" style="width: 1200px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" class="size-full wp-image-11032" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/03/Lukas_Abb3_saez0421.jpg" alt="" width="1200" height="2370" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/03/Lukas_Abb3_saez0421.jpg 972w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/03/Lukas_Abb3_saez0421-152x300.jpg 152w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/03/Lukas_Abb3_saez0421-518x1024.jpg 518w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/03/Lukas_Abb3_saez0421-768x1517.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/03/Lukas_Abb3_saez0421-778x1536.jpg 778w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/03/Lukas_Abb3_saez0421-1037x2048.jpg 1037w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/03/Lukas_Abb3_saez0421-150x296.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/03/Lukas_Abb3_saez0421-450x889.jpg 450w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><figcaption id="caption-attachment-11032" class="wp-caption-text">Propriozeptionsübungen an der Wii</figcaption></figure>
<p>Durch die mögliche Individualisierung in der Jugend-Reha ist es zum einen sehr gut möglich, bei chronischen Krankheitsbildern die Therapiedauer in die Länge zu ziehen, umso nachhaltig Erfolge zu erzielen, aber auch Verhaltensänderungen zu bewirken und diese im Alltag zu festigen. Zum anderen ist es, beispielsweise bei frisch operierten Sportverletzungen möglich, in einem relativ kurzen Intervall schulbegleitend und trotzdem hochintensiv zu thera­pieren. Gerade bei Sportverletzungen ermöglicht die ambulante Rehabilitation vielen Patienten erst die Option einer Rehabilitation, da diese sonst, bei wohnortferner Behandlung, oft nicht auf die Idee zur Rehabilitation gekommen wären.</p>
<h2><b>Fazit</b></h2>
<p>Insgesamt ist die ambulante Jugend-­Reha ganz klar ein Erfolgsmodell, das weitere Nachahmer finden sollte, um flächendeckend ambulante Versorgung zu ermöglichen. Von den Kostenträgern sollte der Zugang der Therapie­einrichtungen zur Jugend-Reha erleichtert werden, z. B. ist das Vorhalten eines Pädiaters fachspezifischer Erkrankungen unbedingt zu hinterfragen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Veröffentlicht 03.03.2022</em></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Update Handball- und Basketballmedizin</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/training/4911/update-handball-und-basketballmedizin/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dr. med. Christoph Lukas&#160;,&#160;PD Dr. med. Kai Fehske]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 Jan 2021 09:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Training]]></category>
		<category><![CDATA[01/19]]></category>
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					<description><![CDATA[Insbesondere im professionellen Bereich von Basketball und Handball sind Verletzungen alles andere als selten. Der Sportreport der Verwaltungsberufsgenossenschaft aus dem Herbst 2018 zeigt erneut, dass sich in der Handball- und [...]]]></description>
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<p><strong>Insbesondere im professionellen Bereich von Basketball und Handball sind Verletzungen alles andere als selten. Der Sportreport der Verwaltungsberufsgenossenschaft aus dem Herbst 2018 zeigt erneut, dass sich in der Handball- und Basketball-Bundesliga jede Saison über 70 % der eingesetzten Spieler verletzen.&nbsp;</strong></p>



<p>Im Basketball kommt es durchschnittlich zu knapp 30 Verletzungen, im Handball zu knapp 55 Verletzungen pro Team. In der Saison 2016 / 17 fiel jeder eingesetzte Handball Spieler rund 30 Tage verletzungsbedingt aus. Mit Ermüdungserscheinungen zu spielen, scheint ein weiterer Hauptrisikofaktor zu sein, die meisten Verletzungen passieren in den letzten zehn Minuten jeder Halbzeit. Auch die relativ kurzen Vorbereitungsphasen, mit schnellen Anstieg der Trainings- und Spielbelastung, erhöhen das Verletzungsrisiko, ein nicht unerheblicher Anteil der Verletzungen ereignet sich bereits vor der eigentlichen Saison. Ein weiterer Faktor ist die zunehmende Spielbelastung, was sich sehr schön an eine Studie von Luig zeigen lässt, die eine deutliche Zunahme der Verletzungen der zweiten Handball-­Bundesliga zeigte, nachdem diese auf eine deutschlandweite Liga umstrukturiert worden war und damit die Spielbelastung spürbar angestiegen war.</p>



<p><strong>Prävention tut not!</strong></p>



<p>Bei den verletzten Körperregionen sind in beiden Sportarten Knie und Sprunggelenk führend, gefolgt von muskulären Verletzungen am Oberschenkel. Im Handball zeigt sich dann noch ein nicht unerheblicher Anteil an Schulterverletzungen, die im Basketball bei geringerem Körperkontakt eine kleinere Rolle spielen. Neben den individuellen Folgen für den verletzten Spieler, stellen die Verletzungen auch einen deutlichen wirtschaftlichen Faktor für den Verein sowie die Berufsgenossenschaft dar. Prävention tut daher Not. Um Verletzungen zu vermeiden, müssen zunächst potenzielle Risikofaktoren erkannt werden. Verletzungen durch direkten Kontakt, z. B. bei einem Foul, werden sich nie vollständig ausschließen lassen, bei auffälligen Häuf­ungen muss hier gegebenenfalls über Anpassungen im Regelwerk nachgedacht werden. Ein Großteil der Verletzungen im Handball und Basketball entsteht jedoch ohne direkten Kontakt, häufig stellen muskuläre Dysfunktionen einen Faktor dar, die aus Vorverletzungen, nicht ausreichender Kondition oder Konstitution sowie Insuffizienz der Regeneration / Rehabilitation resultieren können.</p>



<p>Da Verletzungen des vorderen Kreuzbandes lange Ausfallzeiten und hohe Verletzungskosten nach sich ziehen, wurde hier in der Vergangenheit gerade wissenschaftlich eine besonderer Fokus auf die Identifikation von Risikofaktoren gelegt, um eine Verletzung durch gezielte Prävention möglichst zu vermeiden. Ein Hauptrisikofaktor, der inzwischen erkannt wurde, ist die fehlende Beinachsenstabilität mit Valgus-Tendenz vor allem bei Landungen. Dies lässt sich im Drop-Jump Test, vor allem mit begleitender Video-­Zeitlupe, hervorragend darstellen. Da­rauf aufbauend wurden etliche Präventionsprogramme entwickelt, die neben der Rumpfkräftigung insbesondere auch die Kräftigung der Hüft-Abduktoren und der ischiocruralen Muskulatur sowie die neuromuskuläre Ansteuerung im Fokus haben. In zahlreichen Studien wurde die positive Wirkung dieser Programme auf die Verletzungszahlen belegt. Insbesondere für das von der FIFA entwickelte 11+-Programm ist eine Reduktion der Kreuzbandverletzungen belegt, unter anderem auch für Basketball. Auch einzelne Übungen wie beispielweise der Nordic Hamstring können Verletzungszahlen reduzieren. Für eine erfolgreiche Verletzungsprävention sind jedoch vor allem zwei Faktoren entscheidend:&nbsp;</p>



<p>1.Die Übungen müssen regelmäßig, mehrmals pro Woche durchgeführt werden, idealerweise werden sie in das Aufwärmprogramm integriert.&nbsp;</p>



<p>2. Die Programme müssen kontinuierlich fortgeführt werden. Werden die Übungen nicht mehr durchgeführt, steigt das Verletzungsrisiko wieder an.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="589" height="1024" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/01/Lukas1_saez0119-589x1024.jpg" alt="" class="wp-image-4913" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/01/Lukas1_saez0119-589x1024.jpg 589w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/01/Lukas1_saez0119-172x300.jpg 172w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/01/Lukas1_saez0119-768x1336.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/01/Lukas1_saez0119-883x1536.jpg 883w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/01/Lukas1_saez0119-1177x2048.jpg 1177w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/01/Lukas1_saez0119-150x261.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/01/Lukas1_saez0119-450x783.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/01/Lukas1_saez0119-300x522.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/01/Lukas1_saez0119-696x1211.jpg 696w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/01/Lukas1_saez0119-1068x1858.jpg 1068w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/01/Lukas1_saez0119-241x420.jpg 241w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/01/Lukas1_saez0119.jpg 1103w" sizes="(max-width: 589px) 100vw, 589px" /><figcaption>Valguskollaps</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="914" height="1024" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/01/Lukas2_saez0119-914x1024.jpg" alt="" class="wp-image-4914" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/01/Lukas2_saez0119-914x1024.jpg 914w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/01/Lukas2_saez0119-268x300.jpg 268w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/01/Lukas2_saez0119-768x860.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/01/Lukas2_saez0119-150x168.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/01/Lukas2_saez0119-450x504.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/01/Lukas2_saez0119-300x336.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/01/Lukas2_saez0119-696x780.jpg 696w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/01/Lukas2_saez0119-1068x1196.jpg 1068w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/01/Lukas2_saez0119-375x420.jpg 375w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/01/Lukas2_saez0119.jpg 1200w" sizes="(max-width: 914px) 100vw, 914px" /><figcaption>Nordic Hamstring</figcaption></figure>



<p><strong>Return to play &amp; Medical Checks</strong></p>



<p>Ein weiterer, nicht unwichtiger Risikofaktor für Verletzungen, sind nicht ausgeheilte Vorverletzungen. Daher wird das Augenmerk vermehrt auf Rehabilitation und Return-to-play gerichtet. Individualisierte Reha-Programme sollen individuelle Risikofaktoren reduzieren, eine zu frühe Rückkehr vermeiden und optimaler Weise einen besseren Zustand herstellen, als der vor der Verletzung gegebene. Von zeitlichen Vorgaben für die Rückkehr hat man sich inzwischen abgewendet, sie dienen lediglich als grobe Orientierung. Stattdessen werden funktionelle Ziele gesetzt, insbesondere weil die Datenlage für die zeitliche Festlegung eines „return to sport“ rar ist. Eine erste Untersuchung, die mit in diesen Kontext fällt, ist die medizinische Eingangsuntersuchung, die auch für die unteren Ligen gefordert werden sollte. Im Rahmen des Medical-Checks soll die Eignung und die Belastbarkeit für die gewählte Sportart festgestellt, und mögliche Risikofaktoren für Verletzungen erkannt werden, um bleibende Schäden zu vermeiden. Die Vereinigungen der Mannschaftsärzte im Profibereich, die BasketDocs bzw. die Handballärzte Deutschland, haben hierfür in Kooperation mit der VBG abgestufte Untersuchungsbögen in Abhängigkeit von der Ligazugehörigkeit entwickelt, die kostenlos zum Download bei der VBG verfügbar sind. Als Besonderheit im Vergleich zu anderen Sportarten wird auch ein Funktionstest, z. B. der Präventionscheck der VBG vorgegeben. Dieser Check ermöglicht in der Reha­bilitation den Vergleich der erreichten Funktion mit dem Status vor der Verletzung. Die geforderten Untersuchungsumfänge stellen selbstverständlich nur einen Minimalstandard dar, der eingehalten werden sollte, bezüglich des Umfangs sind dem Untersucher nach oben hin keine Grenzen gesetzt.</p>



<p><strong>Fazit</strong></p>



<p>Diese Eckdaten, Präventionsmaßnahmen, Erkennen und Behandeln der Risikofaktoren und Return to play nach funktionellen Kriterien, sollten bei allen Verletzungen im Basketball und Handball, unabhängig von der gewählten Therapiemethode, operativ oder konservativ, Berücksichtigung finden.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Rückenschmerzen im Wachstumsalter</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/3901/rueckenschmerzen-im-wachstumsalter/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dr. med. Christoph Lukas&#160;,&#160;Dr. med. Micha Langendörfer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Dec 2020 09:02:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[02/20]]></category>
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					<description><![CDATA[Lange Zeit galt die Regel, dass Rückenschmerzen im Kindes- und Jugendlichen­alter eher selten seien. Wenn es zu Schmerzepisoden kam, wurde angenommen, dass schwerwiegendere Ursachen zu Grunde liegen, keine funktionellen Beschwerden. [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Lange Zeit galt die Regel, dass Rückenschmerzen im Kindes- und Jugendlichen­alter eher selten seien. Wenn es zu Schmerzepisoden kam, wurde angenommen, dass schwerwiegendere Ursachen zu Grunde liegen, keine funktionellen Beschwerden. Laut einer Statistik des Robert-Koch-Instituts zeigt sich jedoch, dass auch Kinder immer häufiger über Rücken­schmerzen klagen [1]. </strong></p>



<p>Die erste Erklärung hierfür, die sich aufdrängt, ist die Tatsache, dass sich unsere Kinder zu wenig bewegen und zu lange sitzen. In der Schule, bei den Hausaufgaben, beim Fernsehen, an der Playstation oder über dem Smartphone. Die Rumpfmuskulatur wird geschwächt, einseitig belastet sowie verkürzt und kann somit den Kinderrücken nicht mehr richtig stützen und schützen. Schon Hippokrates von Kos bemerkte im fünften Jahrhundert vor Christus: „was benutzt wird, entwickelt sich. Was ungenutzt bleibt, verkümmert“. Sport erscheint also zwingend erforderlich, es bleiben die Fragen was und wie viel an Belastung sinnvoll und empfehlenswert ist und welche Belastung Beschwerden eventuell vermehrt.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="707" height="1024" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Lukas1_saez0220-707x1024.jpg" alt="" class="wp-image-3909" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Lukas1_saez0220-707x1024.jpg 707w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Lukas1_saez0220-207x300.jpg 207w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Lukas1_saez0220-768x1112.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Lukas1_saez0220-1061x1536.jpg 1061w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Lukas1_saez0220-150x217.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Lukas1_saez0220-450x652.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Lukas1_saez0220.jpg 1200w" sizes="(max-width: 707px) 100vw, 707px" /><figcaption>Ausgeprägte Schonhaltung bei stationär aufgenommenen Jungen
mit massiven Lumbalgien</figcaption></figure>



<p><strong>Häufigkeit</strong></p>



<p>Roth-Isigkeit fand 2004 mittels Fragebögen heraus, dass 85 % der befragten 10- bis 18-jährigen Schüler in den letzten drei Monaten unter Schmerzen litten, bei knapp 39 % war hier für die Lendenwirbelsäule verantwortlich [2]. Beija zeigte an tunesischen Kindern, dass lumbale Rückenschmerzen für 23 % der Schulfehltage und 29 % der Ausfälle beim Sportunterricht verantwortlich waren [3].</p>



<p><strong>Ursachen</strong></p>



<p>Hier sind zum einen funktionelle Beschwerden, Fehlhaltungen, Haltungsinsuffizienzen und daraus resultierende Muskelverspannungen zu nennen, schmerzhafte Erkrankungen wie Entzündungen oder Tumore dürfen jedoch nicht übersehen werden. Auch Deformitäten der Wirbelsäule wie Skoliosen und Kyphosen, egal ob angeboren oder erworben, oder Spondylolisthesen müssen erkannt und abgeklärt werden.</p>



<p><strong>Risikofaktoren für Rückenschmerzen im Kindes-/Jugendalter</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li>Szita filterte 2018 sieben Risikofaktoren heraus [4]:</li><li>Alter > zwölf Jahre</li><li>Lernen > 2 Stunden pro Tag</li><li>Fernsehen > 2 Stunden pro Tag</li><li>unkomfortabler Schultisch</li><li>Schlafprobleme</li><li>genereller Stress</li><li>familiäre Vorbelastung</li></ul>



<p>Es zeigt sich also wieder, dass „Sitzen das neue Rauchen ist“. Man könnte schlussfolgern, dass Sport essenziell ist, um dem Sitzen entgegenzuwirken sowie Stress und Schlafprobleme zu bekäm­pfen. Yabe untersuchte 2018 Athleten im Schulalter, 5 % litten an Schmerzen im unteren Rückenbereich [5]. Spannend an dieser Studie war jedoch vor allem, dass spätes Zubettgehen, kurze Schlafenszeit und langes Videospielen als Risikofaktoren herauskristallisiert werden konnten. Der Zeitpunkt des morgendlichen Aufstehens und der Fernsehkonsum hatten hingegen keinen Einfluss. Ein Grund mehr, bei Sportlern auf ausreichende Regenerationszeiten und einen gesunden Lebensstil zu Drängen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="465" height="1024" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Lukas2_saez0220-465x1024.jpg" alt="" class="wp-image-3903" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Lukas2_saez0220-465x1024.jpg 465w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Lukas2_saez0220-136x300.jpg 136w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Lukas2_saez0220-768x1693.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Lukas2_saez0220-697x1536.jpg 697w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Lukas2_saez0220-929x2048.jpg 929w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Lukas2_saez0220-150x331.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Lukas2_saez0220-450x992.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Lukas2_saez0220-scaled.jpg 871w" sizes="(max-width: 465px) 100vw, 465px" /><figcaption>Spondylolisthese L5/S1 beim jugend­lichen Patienten 
im seitlichen Röntgenbild</figcaption></figure>



<p><strong>Ist der Schulranzen an allem schuld?</strong></p>



<p>In der Saarbrücker Schulranzen Studie zeigte sich, dass das Gewicht der Schulranzen durchschnittlich deutlich über den, in der DIN Norm 58124 geforderten, 10 % des Körpergewichts liegt [6]. In der Studie wurde jedoch auch gezeigt, dass die Kinder auch 20 % des Körpergewichts auf dem Rücken gut kompensieren können. Hierfür beugen sie sich etwas weiter nach vorne, was kaum zusätzliche Energie kostet, wie EMG Messungen zeigten. Ihre Haltung verschlechterten die Kinder ansonsten jedoch nicht, wie auch eine Nachfolgestudie aus Tübingen zeigte [7]. Problematisch scheint eher die schlechte muskuläre Situation der Kinder zu sein. Allerdings wurde auch ein simulierter 15-minütiger Schulweg ohne Einbußen in der Körperhaltung absolviert, sodass die These der zu schweren Schulranzen wohl nicht haltbar ist. Übrigens: die DIN Norm stammt aus der Zeit vor dem 1. Weltkrieg und bezieht sich auf das Gewicht der Tornister eines Rekruten für Märsche über 20 km. Aprile hingegen konnte 2016 zeigen, dass die Tragedauer des Schulranzens ein deutlich stärkerer Prädiktor für Rückenschmerzen ist [8].</p>



<p><strong>Hypermobilität und Rückenschmerz</strong></p>



<p>Muskuläre Überlastung ist ein anerkannter Faktor, der Rückenschmerzen beim Heranwachsenden provozieren kann. Eine Möglichkeit, wie es zu einer muskulären Überlastung kommen kann, ist die Hypermobilität, bei der die fehlende Stabilität durch Muskelspannung ausgeglichen werden muss. Überbeweglichkeit tritt bei Patienten mit Rückenschmerzen deutlich gehäuft auf, 55 % der unter 30-jährigen Patienten mit Lumbalgien sind hypermobil. In diesen Fällen muss vorrangig versucht werden, die Stabilität zu verbessern, um so die Beschwerden der Patienten zu lindern.</p>



<p><strong>Sport und strukturelle Wirbelsäulenschäden</strong></p>



<p>Während sich bei Adoleszenten mit Lumbalgien degenerative Veränderungen der Bandscheibe in vergleichbarer Häufung bei Sportlern und Nicht-Athleten finden, zeigt die Spondylolyse mit einer Prävalenz von 32 % beim Athleten versus 2 % bei nicht sportlich aktiven eine ausgeprägte Häufung im Sport. Der Frage, ob die asymmetrische Belastung der Wirbelsäule beim Tennis zu einer Häufung von Lumbalgien oder strukturellen Problemen führt, ging Zaina mit seiner Arbeitsgruppe 2016 nach, konnte jedoch bei insgesamt 300 untersuchten zwölfjährigen keine Häufung der Beschwerden bei den Tennisspielern finden [9]. Shimozaki veröffentlichte 2018 eine Verlaufsstudie an Gewichthebern. Zwölf Sportler wurden erstmals im Alter von durchschnittlich elf Jahren untersucht, keiner der Sportler hatte Lumbalgien, nur zwei von zwölf zeigten Auffälligkeiten im MRT. Drei Jahre später klagten bereits drei Sportler über Lum­balgien, bei elf von zwölf fanden sich auffällige MRT Befunde (2x Spondylodese 2x Protrusio/NPP, 9x Bandscheibendegeneration) [10]. Für Leistungsturnerinnen ist schon lange bekannt, dass es gehäuft zu Spondylolysen und Spondylolisthesen kommt. Konservativ behandelte Spondylolysen zeigen jedoch ein sehr gutes Outcome, Sousa konnte 2017 zeigen, dass 82 % der konservativ behandelten Patienten zu voller sportlichen Belastbarkeit zurückkehren [11].</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="797" height="1024" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Lukas3_saez0220-797x1024.jpg" alt="" class="wp-image-3902" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Lukas3_saez0220-797x1024.jpg 797w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Lukas3_saez0220-234x300.jpg 234w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Lukas3_saez0220-768x986.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Lukas3_saez0220-1196x1536.jpg 1196w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Lukas3_saez0220-150x193.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Lukas3_saez0220-450x578.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Lukas3_saez0220.jpg 1200w" sizes="(max-width: 797px) 100vw, 797px" /><figcaption>Thorakale 
Seitausschwingung der Wirbelsäule 
mit asymmetrischen Schulterblättern bei beschwerdefreiem Patient</figcaption></figure>



<p><strong>Sport bei Skoliose</strong></p>



<p>Die Empfehlungen über die sportliche Belastbarkeit bei Patienten mit Skoliose sind teilweise noch unterschiedlich, zumeist wird jedoch keine grundsätzliche Einschränkung der Sportfähigkeit gesehen. Eine Ausnahme bildet eine Skoli­ose mit fortgeschrittener Krümmung, die zu kardiovaskulärer Funktionseinschränkung führt, hier sollte aus internistischer Sicht die Sportfähigkeit abgeklärt werden. Einseitige Belastung beim Sport scheint die Progression der Skoliose nicht zu verschlechtern. Da bei der Therapie der Skoliose die Korsettbehandlung ein wichtiger Baustein ist, stellt sich die Frage, ob Skoliose Patienten beim Sport das Korsett besser tragen oder ablegen sollen. Die meisten Experten und auch die offizielle Empfehlung der DGOT aus dem Jahr 1991 sowie die Checkliste Skoliose und Sport der GOTS empfehlen, das Korsett zum Sport abzulegen, die Zeit der sportlichen Aktivität darf jedoch auf die Tragezeit des Korsetts angerechnet werden [12, 13]. Von Deimling andererseits sah 1992 das Risiko der Beschwerdeverschlechterung durch Druck- und Beugebelastung und empfahl daher, beim Sport das Korsett zu tragen [14]. Hier kann gegebenenfalls als „salomonische Lösung“ eine geeignete Orthese für den Sport dienen, insbesondere, wenn die Patienten über Beschwerden bei sportliche Belastung klagen. Allgemein empfohlen werden Sportarten wie Joggen, Radfahren, Schwimmen, Klettern, Tanzen oder Reiten. Kritischer werden Sportarten mit einseitiger oder stoßartiger Belastung gesehen (z. B. Tennis, Trampolin, Gewichtheben). Falls die Skoliose eine operative Therapie erforderte, ist keine generelle Empfehlung möglich. Die sportliche Belastung muss sich hier nach der Länge der Skoliosestrecke und dem Zustand der angrenzenden Segmente richten und ist individuell mit dem Operateur zu diskutieren. Der Sport sollte jedoch frühestens ein Jahr postoperativ wieder aufgenommen werden.</p>



<p><strong>Fazit</strong></p>



<p>Rückenschmerzen im Wachstumsalter sind heutzutage leider keine Seltenheit mehr, oft sind muskuläre Überlastungen der Auslöser, nicht selten auf Grundlage einer Hypermobilität. Vor der Diagnose funktioneller Rückenschmerzen müssen strukturelle Schäden jedoch zwingend ausgeschlossen werden. Lifestyle Probleme wie zu späte Schlafenszeit oder gehäuftes Videospielen sowie allgemein Bewegungsmangel müssen als Mitverursacher angegangen werden. Es bleibt also dabei, dass Kinder zum Sport motiviert werden müssen, bei vorbestehenden Rückenschmerzen sollte auf geeignete Sportarten geachtet werden. Der zu schwere Schulranzen ist nicht Auslöser, zu lange Tragezeiten sollten jedoch vermieden werden. Bei einer Skoliose, die mit Korsett behandelt wird, sollte ebenfalls zum Sport motiviert werden, diese kann ohne Korsett durchgeführt werden, der Sport wird auf die Korsett-Tragezeit angerechnet.</p>



<p><em><br>Literatur</em></p>



<p><em>[1] Robert Koch-Institut (Hrsg) (2012) Rückenschmerzen. Gesundheitsberichterstattung des Bundes. Heft 53. RKI, Berlin </em></p>



<p><em>[2] Roth-Isigkeit et al: Reports of pain among German children and adolescents: an epidemiological study. Acta paediatr 2004; 93: 258 – 263</em></p>



<p><em>[3] Bejia, I., Abid, N., Salem, K.B. et al. Low back pain in a cohort of 622 Tunisian schoolchildren and adolescents: an epidemiological study. Eur Spine J 14, 331–336 (2005) </em></p>



<p><em>[4] Szita, J., Boja, S., Szilagyi, A. et al. Risk factors of non-specific spinal pain in childhood. Eur Spine J 27, 1119–1126 (2018)</em></p>



<p><em>[5] Yabe, Y., Hagiwara, Y., Sekiguchi, T. et al. Late bedtimes, short sleeping time, and longtime video-game playing are associated with low back pain in school-aged athletes. Eur Spine J 27, 1112–1118 (2018)</em></p>



<p><em>[6] Saarbrücker Schulranzenstudie: aus: http://www.kidcheck.­de/ergebn_f14.htm</em></p>



<p><em>[7] Wohlfahrt, A: Lot-und Profiländerung der Wirbelsäule durch das Tragen eines Schulranzens bei 11-bis 14-jährigen Kindern. Dissertation Universität Tübingen, 2018</em></p>



<p><em>[8] Aprile, I.; Di Stasio, E.; Vincenzi, M.T.; Arezzo, M.F.; De Santis, F.; Mosca, R.; Briani, C.; Di Sipio, E.; Germanotta, M.; Padua, L. The relationship between back pain and schoolbag use: A cross-sectional study of 5318 Italian students. Spine J. 2016, 16, 748 – 755</em></p>



<p><em>[9] Zaina, F., Donzelli, S., Lusini, M. et al. Tennis is not dangerous for the spine during growth: results of a cross-sectional study. Eur Spine J 25, 2938–2944 (2016). https://doi.org/10.1007/s00586-016-4452-1</em></p>



<p><em>[10] Shimozaki K, Nakase J, Yoshioka K, Takata Y, Asai K, Kitaoka K, et al. (2018) Incidence rates and characteristics of abnormal lumbar findings and low back pain in child and adolescent weightlifter: A prospective three-year cohort study. PLoS ONE 13(10): e0206125. https://doi.org/10.1371/journal.pone.0206125</em></p>



<p><em>[11] Sousa, T. et al: Benign History of Spondylosis in Adolecence With Midterm Follow-up. Spine Deformity 5, 134 – 138 (2017)</em></p>



<p><em>[12] Hopf Ch et al.: Empfehlungen zur sportlichen Betätigung von Patienten mit idiopathischen Skoliosen. Z Orthop Unfall 1991; 129(2): 204 – 207</em></p>



<p><em>[13] Richter K.: Skoliose und Sport. Sports Orthopaedics and Traumatology 35 (3): 309 – 311</em></p>



<p><em>[14] V. Deimling U et al: Erwiederung zur Arbeit von Hopf et al: Empfehlung zur sportlichen Betätigung von Patienten mit idiopathischen Skoliosen und Erwiederung zur Stellungnahme. Z Orthop Unfall 1992; 130(1): 79 – 81</em></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Medizinische Eingangs-Checks</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/training/3771/medizinische-eingangs-checks/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dr. med. Christoph Lukas&#160;,&#160;PD Dr. med. Kai Fehske]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 12 Dec 2020 09:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Training]]></category>
		<category><![CDATA[02/18]]></category>
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					<description><![CDATA[Die deutschen Basketballärzte e.V. (BasketDocs) haben sich die medizinischen Eingangs-Checks im Jugendbereich auf die Fahne geschrieben. Dr. med. Christoph Lukas und Dr. med. Kai Fehske berichten über die Rolle der [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Die deutschen Basketballärzte e.V. (BasketDocs) haben sich die medizinischen Eingangs-Checks im Jugendbereich auf die Fahne geschrieben. Dr. med. Christoph Lukas und Dr. med. Kai Fehske berichten über die Rolle der Vorsorgeuntersuchungen im Basketball und weshalb sie diese im Kinder- und Jugendbereich für absolut notwendig halten.</strong></p>



<p>Wir denken, dass die Vorsorgeuntersuchungen gerade im Kinder- und Jugendbereich extrem wichtig sind, da die Spieler zum einen sehr großen Belastungen ausgesetzt sind, da sie meist in zwei oder drei Mannschaften parallel spielen und sie zu dem eine große Trainingsbelastung haben. Die jeweiligen Trainer möchten die Spieler natürlich auch in „ihrem“ Training haben. Hinzu kommt, dass Jugendliche im Gegensatz zu den Profis, sich nicht ausschließlich auf ihren Sport konzentrieren können, sondern, statt zum Mittagsschlaf oder zur Rege­nerationsmaßnahmen, in die Schule müssen oder auf Klausuren lernen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass der Körper sich noch im Wachstum befindet, die Muskulatur noch nicht voll ausgebildet ist, Stabilität fehlt und die neuen, längeren Hebel oft noch nicht perfekt kontrolliert werden können. Da sind Jugendliche deutlich vulnerabler was Verletzungen, aber vor allem auch Überlastungsbeschwerden angeht.</p>



<p><strong>Ausweitung der Checks</strong></p>



<p>Mit den oben angeführten Argumenten versuchen wir, die Sinnhaftigkeit der Untersuchungen klarzumachen. Sei es bei Kongressen, Ärzte­treffen, aber auch bei Gesprächen mit dem Verband oder den Ligen. Die Bereitschaft für die Checks scheitert leider häufig an den Kosten. Es muss klar sein, dass auch ein Mannschaftsarzt keine 30 – 40 Jugendlichen der verschiedenen Mannschaften gratis untersuchen kann. Um eine möglichst breite Zielgruppe zu erreichen, haben die BasketDocs die Vorgaben für die Eingangsuntersuchung inzwischen in drei verschiedene Level unterteilt, so dass die Anforderungen im Jugendbereich deutlich geringer und somit auch günstiger sind, als in der ersten Liga. Dies soll nicht heißen, dass wir die Jugendlichen weniger schützen wollen, wir sehen aber nur so die Chance gegeben, dass die Eingangsuntersuchungen wenigstens in der JBBL/NBBL verpflichtend werden. Wir beschreiben bewusst Minimalstandards, so dass natürlich jeder Verein/jeder Spieler auch die weiteren Untersuchungen durchführen kann. Der weibliche Basketballbereich ist in Deutschland leider noch deutlich amateurhafter. Vielen Bundesligisten fehlt nach wie vor ein betreuender Mannschaftsarzt, Eingangschecks sind leider auch in der ersten Liga noch nicht flächendeckend etabliert. Im dem Bereich müssen wir deutlich aufholen.</p>



<p><strong>Anforderungen und Kriterien</strong></p>



<p>Die Anforderungen beinhalten für alle die komplette klinische Untersuchung, also einen orthopädischen Ganzkörperstatus, die internis­tische Anamnese und Untersuchung, Blutdruckmessung und Ruhe-EKG. Im Profibereich kommen dann noch Belastungs-EKG, Blutuntersuchungen und ein Herz-Echo dazu. Im Unterschied zu den anderen Ballsportarten ist im Basketball zudem ein Funktionstest obligatorisch, entweder der Präventionscheck der VBG oder der Functional Movement Screen. Wir beide waren 2015 bei einem Expertentreffen der VBG, bei der der aktuelle Stand der Eingangsuntersuchungen im Fußball, Handball, Eishockey und Basketball zusammengetragen wurde. Da im Fußball bereits seit längerem abgestufte Untersuchungen empfohlen werden, haben wir uns von dieser Idee inspirieren lassen. Den Funktionstest haben wir im Jugendbereich aus finanziellen, aber auch aus praktischen Gründen gestrichen, da hier häufig die entsprechend ausgebildeten Personen z. B. Athletiktrainer Physiotherapeuten usw. nicht vorgehalten werden. Da man mit der Untersuchung jedoch die Möglichkeit hat, drohende Beschwerden schon frühzeitig zu erkennen, wäre es natürlich super, wenn dieser Test im Jugendbereich durchgeführt würde.</p>



<p><strong>Es geht um die Gesundheit</strong></p>



<p>Leistungstests, wie z. B. der NBA-Combine Test oder auch Laktatdiagnostik sucht man bei den Checks vergeblich. Aus dem einfachen Grund, da dies ein komplett anderes Thema ist. Uns geht es im Rahmen der Eingangschecks ausschließlich um die Gesundheit. Es geht darum, die Spieler davor zu schützen, dass sie sich durch Sport schädigen und darum, drohende Verletzungen zu vermeiden. Leistungstests dienen eher der Standortbestimmung und dazu, die Trainingsplan zu optimieren. Auch das ist natürlich sinnvoll, sollte aber nicht vorgeschrieben sein, hier sollte jeder Verein entscheiden, was ihm wichtig ist und welche Daten der Trainer letztendlich auch nutzt. Wir haben in Würzburg den Vorteil, dass wir sehr eng mit dem Sportzentrum der Universität kooperieren und im Zuge dessen den NBA Combine Test in den letzten Jahren für alle Mannschaften, also auch die Jugendlichen durchgeführt haben. Hier zeigte sich, dass in vielen Fällen eine Korrelation zwischen mangelhafter Performance und Verletzungsrisiko bestand. Die abschließende Auswertung dieser Daten ist jedoch noch ausstehend.&nbsp;</p>



<p><strong>Kosten &amp; Ausblick</strong></p>



<p>Bei dem oben angegebenen Umfang kommt man nach GOÄ mit moderatem Steigerungsfaktor auf ca. 80 Euro pro Spieler. Wir haben zwischenzeitlich erreicht, dass medizinische Eingangs Untersuchungen in der zweiten Bundesliga im Erwachsenenbereich verpflichtend sind und kontrolliert werden, im männlichen Bereich ist das Thema zumindest weiterhin auf der Agenda der JBBL/NBBL. Die BBL empfiehlt ihren Vereinen, im Rahmen der Lizenzierungsbedingungen, medizinisch Eingangsuntersuchungen im männlichen Jugendbereich bis hinunter zur U14 durchzuführen, bzw. erwartet dies, obwohl es leider noch nicht verpflichtend ist.&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>BBL-Easycredit Turnier München</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/training/3719/bbl-easycredit-turnier-muenchen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dr. med. Marco Seita&#160;,&#160;Dr. med. Christoph Lukas]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Dec 2020 08:59:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Training]]></category>
		<category><![CDATA[Online]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://sportaerztezeitung.com/?p=3719</guid>

					<description><![CDATA[&#8230; Meldet Euch bitte sehr zeitnah, wenn Ihr Interesse habt!&#8230; so endete die Rundmail vom 12.5. an die BASKETDOCS! &#8230;“. Wie geil ist das denn? Das ist dein Ding, du [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><em>&#8230; Meldet Euch bitte sehr zeitnah, wenn Ihr Interesse habt!&#8230; so endete die Rundmail vom 12.5. an die BASKETDOCS! &#8230;“. Wie geil ist das denn? Das ist dein Ding, du bist der Richtige!“ jubelte der tief in mir verwurzelte Basketballer. Als ehemaliger Bundesligaspieler und Orthopäde/Sportarzt mit eigener kleinen Privatpraxis in Mallorca pochte mein Sportlerherz&#8230;</em></p>



<p>Die easyCredit Basketball Bundesliga beabsichtigte also tatsächlich unter der Situation einer weltweiten SARS-CoV19 Pandemie und seinen sozio-kulturellen-wirtschaftlichen Auswirkungen auf fast allen Ebenen des gesellschaftlichen-sozialen Lebens, in einem Sonderspielbetrieb die verbleibende Saison 19/20 in einer Turnierform zu Ende zu spielen. Das bis ins kleineste Detail entwickelte Konzept unter der Federführung von Dr. Florian Kainzinger entstand in seiner Urform wenige Wochen zuvor. Im Konzept mussten sämtliche Strukturen für die, dem Turnier vorangehende Trainingsphase implementiert werden, was bei den verschiedenen zuständigen Gesundheitsämtern nicht einfach war, und zum Teil lokale Anpassungen erforderte. Für das Turnier selbst mussten sämtliche Organisationsbereiche und damit verbunden interne Strukturen (Wettkampf-Halle/ Trainingsstätten/ Transport/ Unterkunft/ Versorgung/ Hygiene/ medizinische Versorgung, etc.) und alle hierzu eingeschlossenen internen Personen (Spieler/ Trainer/ Betreuer/ Schiedsrichter/ Medienleute/ Ärzte/ Hotelpersonal/ Orga-Team, etc.), aber auch notwendige externe Prozesse und Personen in kürzester Zeit unter der „Sonderstellung einer Quarantäne“ erstellt werden. </p>



<p><em>Nach kurzer positiver Rücksprache mit Familie und kooperierenden Kollegen vor Ort zur Praxisorganisation, galt es nun eine Vereinbarung zur Mitarbeit als „Turnierarzt“ mit dem BBL zu finden. Auch die schon bestehenden anderen „Privaten Termine“ im Frühsommer mussten eingeplant werden!&#8230; aber was war (ist!) schon planbar in diesem C(orona)haosjahr 2020&#8230;</em></p>



<p>Als Ausrichter wurde sich für München entschieden und das Turnier von 6.-28.6.2020 fixiert. Mit dem allgemeinmedizinischen Kollegen Jürgen Müller aus Paderborn und dem BasketDocs Vorsitzenden Kollegen Dr. Christoph Lukas als „Backup“ stand das „Interne-Quarantäne-Team“ schnell fest. Bayern Münchens Teamarzt Dr. Jochen Hahne und sein Praxiskollege Dr. Sebastian Torka mit ihrem lokal kooperierenden Netzwerk waren die wichtige medizinische Säule außerhalb der „Quarantäne-Blase“. Weiterführende diagnostische und therapeutische Maßnahmen ambulanter/ stationärer Verfahren wurden aufgestellt und auch der Kontakt zu einer Apotheke und dem orthopädischen Hilfsmittelversorgungsinstitut von der Praxis MH-Ortho München hergestellt. Mit Zimmer-Insports Medizinsysteme konnte eine medizinischer Komplettausstatter gewonnen werden, der das BBL Finalturnier wahrlich top professionell und kostenfrei ausstattete.</p>



<p><em>Mit der Zusage der BBL und dem genauen Zeitplan im Juni folgte die initiale Absprache der Aufgaben. Die eigenen sportmedizinischen Ideen brodelten in einem, „was man alles machen kann &amp; soll“ in einer so speziellen medizinischen Versorgungssituation. Es galt, eine kleine funktionelle medizinische Abteilung mit therapeutischen und diagnostischen Optionen aufzustellen. Kollege Müller übernahm hier die Organisation im allgemeinmedizinischen-internistischen Bereich und war der Hygienebeauftragte, der für alle Covid19 Testungen aller 270 Teilnehmer verantwortlich war. Kollege Lukas organisierte die berufsgenossenschaftlichen Angelegenheiten und rundete mit seiner Betreuungserfahrung und Verbindungen die initialen sportmedizinischen Konzepte ab. Ich durfte die „Praxis“ ausstatten und mir über orthopädisch-traumatologisch umsetzbare Konzepte Gedanken machen.</em></p>



<p>Final stand dann endlich die Zustimmung der VBG und das Hygienekonzept des verantwortlichen externen Koordinator Dr. Kainzinger &amp; Team, der auch bereits das Konzept der Fussball-Bundesliga entwickelt hat, fand die Zustimmung des aufgrund des Spielorts München zuständigen bayerischen Gesundheitsministeriums. Es durfte also wirklich losgehen!</p>



<p>Die 10 Teams, die sich zur Teilnahme bereiterklärt hatten, befanden sich zu diesem Zeitpunkt, je nach Zustimmung der lokalen Gesundheitsämter, bereits seit 8-20 Tagen im Mannschaftstraining an ihren Standorten, meist nach zuvor freigegebenem Individualtraining. Zu dieser Zeit erfolgten zwei PCR-Tests pro Woche, ins Training eingestiegen werden konnte erst nach 2 negativen Tests. In dieser Phase hatte jedes Team seine eigenen speziellen „Probleme“. Spieler konnten/wollten/sollten vertraglich nicht spielen oder hatten mit der Saison bereits abgeschlossen. Da daher etliche Spieler fehlten, wurden jedem Team zwei Nachverpflichtungen gestattet, was die meisten auch ausnutzten, sodass sich die Turnierkader zum Teil doch deutlich von der regulären Saison unterschieden.</p>



<p><em>Je näher der Beginn des Turniers, desto umfangreicher die Aufgaben, die plötzlich auf der Agenda erschienen! Schon mit der frühen Anreise von Kollege Müller und mir am Mittwoch vor dem ersten „Bubble“-Tag (= Donnerstag Abend erste Anreise eines Teams) wurde uns klar, dass der Umfang der Gesamtorganisation gigantisch war, und das „interne 4 köpfige BBL Orga-Team“ zahlenmässig und inhaltlich so sicherlich überfordert war. So entwickelte sich schnell ein sehr spezieller Team-Spirit mit gegenseitiger Hilfe und Unterstützung bei dem „Nicht-Sportler Team“ unter den Finalturnier Teilnehmern! Dieses Team setzte sich aus den Docs (2+1), Schiedsrichtern (12), Fernsehteams (3) und Fotografen (2) zusammen. Nicht zu vergessen die 24/7 ständig präsenten und hilfsbereiten Hotelmitarbeiter (3). Dieses gesamte „Special-Team“ lebte diese besonderen Quarantäne vor und organisierte auf allen Ebenen das Leben in dieser sehr eigenen &amp; speziellen Situation. </em></p>



<p>Mit fast täglichen Anpassungen und neuen „Bedürfnissen“ aus allen Ecken hatten die Organisatoren der BBL zu kämpfen und wir als „Medical Unit“ waren davon nicht ausgeschlossen. So wurde noch am Vorabend der Anreise von der bayerischen Regierung ein Hotel-internes Tracing System verpflichtend für alle Teilnehmer eingeführt und uns die Verantwortlichkeit der Durchführung auferlegt. Sicherlich bei der großen Unsicherheit und auch Angst der Spieler und Betreuer vor diesem, bis dato einmaligen Experiment, nicht bei allen mit großer Freude und Verständnis aufgenommen. Auch und gerade in dieser Phase der Kenntnisse um die Pandemie und der Gewissheit einer nicht existierenden „100%-Sicherheit“. Mit dem Hotel-Check-In und Eintritt in die &#8222;spezielle Turnierblase“ wurden von uns die Turnier Verhaltens- und Hygienevorgaben eingeführt, geschult und dokumentiert. Überall im Hotel wurde ferner um die Notwendigkeit der absoluten Compliance der Teilnehmer geschickt geworben. Nur bei seltenen Ausnahmen musste unter den Teilnehmern mit Mahnungen und Strafen „diszipliniert“ werden.</p>



<figure class="wp-block-gallery columns-2 is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex"><ul class="blocks-gallery-grid"><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="484" height="1024" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Seita1_ol-484x1024.jpg" alt="" data-id="3726" data-full-url="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Seita1_ol.jpg" data-link="https://sportaerztezeitung.com/?attachment_id=3726" class="wp-image-3726" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Seita1_ol-484x1024.jpg 484w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Seita1_ol-142x300.jpg 142w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Seita1_ol-768x1626.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Seita1_ol-725x1536.jpg 725w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Seita1_ol-967x2048.jpg 967w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Seita1_ol-150x318.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Seita1_ol-450x953.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Seita1_ol.jpg 907w" sizes="(max-width: 484px) 100vw, 484px" /><figcaption class="blocks-gallery-item__caption">Busfahrt zu Zeiten von Corona – <br>Immer mit 2 Reihen Abstand zum Fahrer</figcaption></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="484" height="1024" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Seita3_ol-484x1024.jpg" alt="" data-id="3724" data-full-url="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Seita3_ol.jpg" data-link="https://sportaerztezeitung.com/?attachment_id=3724" class="wp-image-3724" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Seita3_ol-484x1024.jpg 484w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Seita3_ol-142x300.jpg 142w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Seita3_ol-768x1626.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Seita3_ol-725x1536.jpg 725w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Seita3_ol-967x2048.jpg 967w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Seita3_ol-150x318.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Seita3_ol-450x953.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Seita3_ol.jpg 907w" sizes="(max-width: 484px) 100vw, 484px" /><figcaption class="blocks-gallery-item__caption">Der Arbeitsplatz der Docs, <br>bevor das Spiel losgeht, die Ruhe vor dem Sturm</figcaption></figure></li></ul></figure>



<p><em>Die überall greifbare Nervosität und Unsicherheit aller Teilnehmer war sofort und allgegenwärtig spürbar, wich aber mit jeder Stunde der Eingewöhnung und Annahme der sehr speziellen Situationen um das Turnier. Und das Wesentliche, um das es eigentlich geht, der Sport, BASKETBALL spielen, nahm endlich bei allen (den meisten!?) wieder die zentrale Wichtigkeit auf. Kleinere organisatorische Probleme wurde vorbildlich angenommen, immer mehr akzeptiert und in diese spezielle sich entwickelnde Aura um die Finalturniertage in jedermanns Alltag integriert. Verspätete Labormitteilungen und damit auferlegten „Bewegungsrestriktionen“ bis zum belegten negativen Bescheid der Testperson/Team wurden problemlos mit Teambesprechungen und „Gaming“ angenommen. </em></p>



<p>Das herausragende Hotel Leonardo am Olympiapark München mit seinem sich aufopfernden „internem 3er Quarantäne Team“ und der jederzeit, vom Chef bis letzten Mitarbeiter, super agierenden Gesamtorganisation, bot eine absolute Perfektion. Und eine herausragende und mehr als ausreichende Versorgung vom Frühstück bis zum (gelegentlich auch) späten Service an der Bar. Jedes Team hatte seine eigene Etage mit Einzelzimmern, Team- &amp; Behandlungsraum. Es gab ausreichend Konferenzräume, Sozialmedia- und Fernsehaufnahmezonen, eine umfunktionierte kleine Trainings-/ Aufwärmzone. Ferner überall auch „Chill-Zonen“ und „Versorgungsstellen“ von Getränken und Snacks überall im Hotel. Ganz zu schweigen von der Gaming Halle mit Golfsimulator/ Dart- &amp; Basketballwand, Kartenspieltisch,Tischtennis, Fussball und vielem mehr.&nbsp;</p>



<p><em>Genug Platz und Raum für jeden und jederzeit auf bestem Niveau! &#8230;und ein Lächeln verdrängte langsam das Fragezeichen und den ängstlichen Blick im Gesicht aller! Basketball geht endlich los! &#8230;.</em></p>



<p>Zu unseren beiden Arbeitsräumen &#8211; die medizinische Abteilung BBL mit „Testing &amp; Treatment“ Zone. Alle drei Tage wurde bei jeweils der Hälfte der 270 Teilnehmer unter standardisierten Bedingungen ein PCR Test vom Kollegen Müller in der Testing Einheit durchgeführt. Vor-, Nach- und Aufbereitung des gesamten Covid-19 Testverfahrens in einer sehr knappen Zeitvorgabe, auch um den weiteren Planungen und Abläufen der verschiedenen Teams am jeweiligen Tag gerecht zu werden, war eine wirklich besondere Herausforderung. Und nur bei negativer Gesamttestung aller Teammitglieder wurde dem Tagesablauf und den unmittelbaren Planungen der nächsten Tage medizinisch-organisatorisch zugestimmt. In anderen Worten, das Turnier konnte fortgesetzt werden. Auch die Organisation plus der inhaltliche Aufbau der medizinischen Abteilung stand und alle Teambetreuer und Physios waren informiert über die zusätzlichen Möglichkeiten der Optimierung der medizinischen Versorgung.</p>



<p><em>Mit dem Eintritt in diese besondere Aura entwickelten (fast) alle Spieler und Betreuer eine täglich zunehmend zu verspürende nicht nur Akzeptanz der Situation, sondern fast „Jugendherbergs-/ Trainingslager“ Atmosphäre. Gespräche überall und miteinander Team-positionsübergreifend und gegenseitig aushelfend. Whatsapp-Gruppen zur einfachen internen Kommunikation und Organisation entstanden überall. In der eigenen „Physio’s &amp; Doc‘s Gruppe“ wurden Behandlungstermine, Vorstellungen und Absprachen untereinander organisiert. Schnell wurde man dann auch mal zum ärztlichen „Saunameister“, „Taxifahrer“ oder Vermittler von hausinternen medizinischen Angelegenheiten/ Dingen&#8230;&nbsp;</em></p>



<p>Mit Zimmer-InSport konnte ein sportmedizinischer Ausstatter gewonnen werden, der uns nur mit absoluten neusten Top Produkten und Materialien unterstütze. Des Weiteren statteten uns HBE HealthCare, TRB CHEMEDICA und VitOrgan mit einigem aus, was das „Sportarztherz“ so begehrt. Das Thema „was geht und ist auch erlaubt“ war natürlich immer präsent, gemeinsam besprochen und dann auch mittels NADAmed Datenbank abgeglichen und gegebenenfalls therapeutisch angepasst. Überraschend und recht unvorbereitet tauchten tatsachlich einmal in der Mitte des Turniers an einem Spieltag die Herren Beauftragten der Dopingkontrolle direkt in der Spielhalle auf. Dadurch kam es zu kurzen „Nachjustierungen“, wie die Kontrollen lege artis durchgeführt werden konnten, ohne das Bubble-Konzept zu verletzen, das eigentlich keinerlei Kontakt zwischen „drinnen“ und „draußen“ vorsah.</p>



<p>Das Sanitätshaus stellte uns ebenso auf Verrechnungsbasis ein Grundsortiment zur Verfügung, ergänzt durch Body-Loops und Fingerschienen von Krewi. Von der UA-Stütze über Schienen, Orthesen bis hin zu Kleinmaterialien war alles da oder konnte sofort bestellt/ geliefert werden. Im Vorfeld des Turniers waren alle Arzte und Therapeuten der Teams angeschrieben worden, um die Möglichkeit der Optimierung einer kontinuierlichen Weiterbehandlung von Verletzten/ Erkrankten zu gewährleisten. Die BasketDocs entschlossen sich zudem, eine Unfall-/Verletzungsliste zum Turnier zu erstellen, um zu sehen, ob es, unter den speziellen Bedingungen mit vielen Spielen in kurzer Zeit nach langer Pause mit nur kurzer Vorbereitung, gehäuft zu Verletzungen/Überlastungen kommt.</p>



<p><em>Mit dem ersten Kontakt der Teams und den drei BasketDocs entwickelte sich eine zunächst zögerliche, dann aber doch sehr zufriedenstellende Akzeptanz der BBL-Medizinabteilung. Spieler wurden vorgestellt, Behandlungskonzepte vorgeschlagen, fortgesetzt, eingeleitet oder unterstützt, Physios und Trainer/Betreuer über die lokalen Möglichkeiten informiert und auch in die vorhandenen Geräte zur selbstständigen Nutzung eingewiesen. Nicht alle Teams machten davon immer und jederzeit Gebrauch und waren zum Teil auch schon gut medizinisch ausgestattet und vorbereitet in das Turnier gekommen und sollten/wollten eventuell auch keine „externen medizinischen Kontakte“, aus welchen Gründen auch immer. </em></p>



<p><em>Allgemeinmedizinische Fragen von&nbsp;<strong>A</strong>llergie bis&nbsp;<strong>Z</strong>ahnschmerzen wurden beantwortet und Therapien sofort initiiert. Gezielte Bestellungen über die Apotheke dann auch schnell abgewickelt. Externe Untersuchungen &amp; Behandlungen konnten mit den externen Instituten kurzfristig organisiert und meist noch am selben Tag durchgeführt werden.&nbsp;</em></p>



<p>Das Beste vor ab zum Resümee! Im Turnier gab es keinen einzigen positiven Coronatest und das Turnier konnte organisatorisch und sportlich erfolgreich beendet werden. Lediglich ein positiver Fall bei abgelaufener Infektion mit positivem Test in der Vorbereitung führte bei einem Spieler zum Ausfall für das erste Match. Die nächste gute Nachricht: Kein Teilnehmer erkrankte schwer oder hatte eine schwerwiegende sportmedizinische Verletzung! Einige der, oft schon „chronischen“ Beschwerden, konnten mit den vorhandenen Möglichkeiten optimiert werden oder zumindest an behandelt und zur weiteren häuslichen Fortsetzung initiiert werden. Der enge Spielplan brachte hier einige vorhandene Beschwerden erst zum Vorschein. Sehr wenige der erlittenen Verletzungen beendeten das Turnier für den Sportler. </p>



<figure class="wp-block-gallery columns-2 is-cropped wp-block-gallery-2 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex"><ul class="blocks-gallery-grid"><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="766" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Seita6_ol-1024x766.jpg" alt="" data-id="3721" data-full-url="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Seita6_ol.jpg" data-link="https://sportaerztezeitung.com/?attachment_id=3721" class="wp-image-3721" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Seita6_ol-1024x766.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Seita6_ol-300x225.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Seita6_ol-768x575.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Seita6_ol-150x112.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Seita6_ol-450x337.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Seita6_ol-1200x898.jpg 1200w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Seita6_ol.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="blocks-gallery-item__caption">Auch die Docs kommen um die Abstriche nicht herum, die Pestmaske diente jedoch eher als Show-Element fürs Foto!</figcaption></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="484" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Seita5_ol-1024x484.jpg" alt="" data-id="3722" data-full-url="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Seita5_ol.jpg" data-link="https://sportaerztezeitung.com/?attachment_id=3722" class="wp-image-3722" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Seita5_ol-1024x484.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Seita5_ol-300x142.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Seita5_ol-768x363.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Seita5_ol-150x71.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Seita5_ol-450x213.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Seita5_ol.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="blocks-gallery-item__caption">Das Ärztetem: vl: Jürgen Müller, Marco Seita, Christoph Lukas</figcaption></figure></li></ul></figure>



<p>Alle allgemeinmedizinischen Behandlungen waren leichterer Art und konnten erfolgreich behandelt werden. Die von einzelnen Spielern ins Turnier getragenen Verletzungen mit schon laufender Behandlung konnten partiell weiter gelindert werden und einige Spieler wieder angepasst eingesetzt werden. Bei anderen war das Risiko der Progredienz oder erneuter Akzentuierung ihrer Beschwerden zu groß, auch und gerade hinsichtlich der eigenen sportlichen speziellen Zielsetzung und der bestehenden Teamambitionen im laufenden Turnier. Auch bestehende/ sich anbahnende Spielerverträge für 20/21 und die organisatorisch- rechtliche Unruhe in und um die Fortsetzung der Profiverträge unter den besonderen Corona Bedingungen, beeinflussten die Einsatz-/Spielfähigkeit einzelner Aktiver im Laufe des Turniers. </p>



<p>Interessant zu beobachten war, dass auch den Schiedsrichtern die intensive Belastung mit Spieleinsätzen alle 2 Tage und vorangegangener Pause anzumerken war. Hier traten zahlreiche Beschwerden auf, sodass fast alle Schiedsrichter die med. Betreuung in Anspruch nahmen. Leider war für die Refs kein eigener Physiotherapeut vorgesehen, sodass sie auf den „good will“ der Teamphysios und deren Zeit angewiesen waren. Insgesamt gesehen war das Turnier so erfolgreich, dass sich selbst die NBA vor ihrem eigenen „Bubble-Turnier“ in Florida das deutsche Konzept sehr genau ansah!</p>



<p><strong>Final: Ein tolles Turnier! Ganz viele Eindrücke und Erkenntnisse! Viele neue Kontakte und unterschiedlichste neue Erfahrungen. Ein Erfolg für die BBL, jedes Team und die meisten Teilnehmer!&nbsp;</strong></p>
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