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	<title>Prof. Dr. med. Dennis Liem, Autor bei sportärztezeitung</title>
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	<description>Sportmedizin für Ärzte, Therapeuten &#38; Trainer</description>
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	<title>Prof. Dr. med. Dennis Liem, Autor bei sportärztezeitung</title>
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	<item>
		<title>Rotatorenmanschetten-Rekonstruktion</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/operation/13023/rotatorenmanschetten-rekonstruktion/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Prof. Dr. med. Dennis Liem]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Jan 2023 10:36:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Operation]]></category>
		<category><![CDATA[04/22]]></category>
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					<description><![CDATA[Für Sportler bedeuten Läsionen der Rotatorenmanschette häufig eine Einschränkung oder ein Pausieren der sportlichen Betätigung. Bei ausbleibender Besserung der Beschwerden unter nicht-operativer Therapie besteht, insbesondere bei sportlich aktiven Patienten, oft [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Für Sportler bedeuten Läsionen der Rotatorenmanschette häufig eine Einschränkung oder ein Pausieren der sportlichen Betätigung. Bei ausbleibender Besserung der Beschwerden unter nicht-operativer Therapie besteht, insbesondere bei sportlich aktiven Patienten, oft die Indikation zur Rekonstruktion der Rotatorenmanschette. Für den Sportler </b><b>bedeutet eine Operation in der Regel eine lange Rehabilitationsphase mit der Frage, ob und auf welchem Niveau zum Sport zurückgekehrt werden kann.<span class="Apple-converted-space"> </span></b></p>
<p><b>Indikationsstellung</b></p>
<p>Läsionen der Rotatorenmanschette sind eine häufige Ursache für Schulterschmerzen. Ihre Inzidenz nimmt mit dem Alter deutlich zu. Drei wichtige Unterscheidungskriterien sind:<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<ul>
<li>das Alter des Betroffenen,<span class="Apple-converted-space"> </span></li>
<li>die Lokalisation und das Ausmaß der Läsion (welche Sehne(n) sind betroffen/Partial- vs. Komplettruptur) und<span class="Apple-converted-space"> </span></li>
<li>die Ätiologie der Läsion: traumatisch vs. degenerativ<span class="Apple-converted-space"> </span></li>
</ul>
<p>Im Kollektiv der Amateur- und Leistungssportler finden sich überdurchschnittlich häufig traumatische Läsionen, auch zum Teil bei sehr jungen Patienten. Die meisten Läsionen, die im Alltag versorgt werden, sind, entsprechend der Inzidenz in der Allgemeinbevölkerung, degenerative Läsionen der Supraspinatussehne, die zwar am Sport hindern, aber nicht zwingend durch diesen entstanden sind. Der klinische Verlauf ist häufig schleichend. Davon zu unterscheiden sind traumatische Läsionen, die häufig bei Kontakt- und Risikosportarten durch z. B. Sturz auf den Arm oder Luxationen der Schulter entstehen. Hierbei handelt es sich häufiger um anterosuperiore Läsionen mit Beteiligung der Sehne des M. subscapularis. Klinisch ist in diesen Fällen häufig ein akuter Funktionsverlust zu beobachten. Hier sind eine zügige Diagnostik und dann operative Versorgung wichtig.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<h2><b>Nicht jede Rotatorenmanschetten-Läsion ist pathologisch</b></h2>
<p>Im speziellen Kollektiv der Überkopf- und Wurfsportler können partielle Läsionen Teil der Anpassungsreaktion der Schulter auf das repetitive Mikrotrauma der Wurf-/Schlagbewegung sein. Im Rahmen eines posterosuperioren Impingements kommt es durch eine massiv erhöhte Außenrotation zu einem pathologischen Kontakt der Supra- und Infraspinatussehne mit dem superioren Glenoid. Hier kommt es in diesem Bereich zu den artikularseitigen Läsionen. Hier kann eine operative Versorgung dieser Läsionen zwar zu einer Ausheilung führen, aber den Sportler gleichzeitig an der vollständigen Ausführung der Wurfbewegung hindern. Dies kann die Rückkehr auf das ursprüngliche Leistungsniveau verhindern. Im operativen Vorgehen kann speziell bei Wurfsportlern auf hohem Leistungsniveau daher auch bei tiefen Partialläsionen das Debridement der Sehne einer Rekonstruktion vorgezogen werden [1] (Abb. 1 a/b).</p>
<figure id="attachment_13025" aria-describedby="caption-attachment-13025" style="width: 1200px" class="wp-caption aligncenter"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-full wp-image-13025" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/11/Liem1_saez0422.jpg" alt="" width="1200" height="631" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/11/Liem1_saez0422.jpg 1200w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/11/Liem1_saez0422-300x158.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/11/Liem1_saez0422-1024x538.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/11/Liem1_saez0422-768x404.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/11/Liem1_saez0422-150x79.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/11/Liem1_saez0422-450x237.jpg 450w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><figcaption id="caption-attachment-13025" class="wp-caption-text">Abb. 1 a/b MRT- und Arthroskopiebefund einer typischen posterosuperioren Rotatorenmanschetten­läsion bei einem 25-jährigen Profi-Werfer. Diese wurde debridiert und nicht rekonstruiert</figcaption></figure>
<h2><b>Rekonstruktionstechnik</b></h2>
<p>Zur Operationstechnik lässt sich festhalten, dass die arthroskopische Technik die offene vollständig abgelöst hat. Durch die minimal-invasive Technik und eine effektive perioperative Schmerztherapie ist die Durchführung eines solchen Eingriffs in der Regel auch ambulant möglich. Bei der Refixation der Rotatorenmanschette ist eine größtmögliche Stabilität der Rekonstruktion anzustreben. Hier bietet die Doppelreihen-Rekonstruktion aktuell eine optimale Versorgung. In der Analyse der Ergebnisse der letzten Jahre hat die Doppelreihen-Rekonstruktion eine verbesserte Einheilungsrate der Rotatorenmanschette nach der Operation gezeigt [2]. Diese ist insbesondere im Kollektiv der eher jüngeren Sportler anzuwenden (Abb. 2 a – c).</p>
<figure id="attachment_13026" aria-describedby="caption-attachment-13026" style="width: 807px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" class="size-full wp-image-13026" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/11/Liem2_saez0422-scaled.jpg" alt="" width="807" height="2560" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/11/Liem2_saez0422-scaled.jpg 605w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/11/Liem2_saez0422-95x300.jpg 95w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/11/Liem2_saez0422-323x1024.jpg 323w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/11/Liem2_saez0422-768x2436.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/11/Liem2_saez0422-484x1536.jpg 484w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/11/Liem2_saez0422-646x2048.jpg 646w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/11/Liem2_saez0422-150x476.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/11/Liem2_saez0422-450x1427.jpg 450w" sizes="(max-width: 807px) 100vw, 807px" /><figcaption id="caption-attachment-13026" class="wp-caption-text">Abb. 2 a-c Supraspinatus-Rekon­struktion in Doppelreihentechnik bei einem 36-jährigen Kontaktsportler</figcaption></figure>
<h2><b>Begleitverletzungen</b></h2>
<p>Zu den häufigsten Begleitverletzungen gehören die Pathologien im Verlauf der langen Bicepssehne. Hier sind besonders die ursprungsnahen SLAP-Läsionen zu nennen. SLAP-Läsionen sind nicht zwingend eine Indikation zur operativen Versorgung. Insbesondere beim älteren Überkopfsportler sind degenerative Veränderungen in diesem Bereich häufig und es muss genau geprüft werden, ob eine relevante Instabilität der Sehne vorliegt. Nur dann liegt eine klare Indikation zur operativen Versorgung vor. Hier hat sich insbesondere in Europa ein klarer Trend weg von der Refixation der SLAP-Läsionen am Glenoid hin zur Tenodese der langen Bicepssehne am Humerus gezeigt. Gründe sind neben einer postoperativen Bewegungseinschränkung auch eine bessere RTS-Rate in einigen Studien [3]. Im eigenen Vorgehen wird nur in absoluten Ausnahme­fällen eine Refixation einer SLAP-Läsion durchgeführt und quasi immer die ­Tenodese bevorzugt. Beim speziellen Kollektiv der Wurfsportler ist die Indikation, aufgrund des unklaren Beitrags der Sehne zur Propriozeption, kritisch zu prüfen.</p>
<h2><b>Nachbehandlung</b></h2>
<p>Bei der Nachbehandlung ist das primäre Ziel, zunächst optimale Voraussetzungen für die Einheilung der rupturierten Sehne zu schaffen und dabei soweit möglich eine frühestmögliche Mobilisation zu erlauben. Im Kollektiv der Sportler stellt dies durch die häufig hohe Motivation und der leistungsorientierten Einstellung eine besondere Herausforderung für den Arzt und besonders den Therapeuten dar. In aller Regel ist eine Phase der Immobilisation in einer Orthese zwischen drei und sechs Wochen unumgänglich. Trotzdem wird mit passiver Mobilisation direkt begonnen. Nach sechs Wochen wird mit aktiver Mobilisation gestartet und erste sportliche Betätigungen ohne Beteiligung der Schulter können vorsichtig begonnen werden. Wurf- und Überkopfsportarten werden in der Regel erst nach ca. sechs Monaten vollständig wieder erlaubt.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Die verwendeten Nachbehandlungspläne sind aus organisatorischen Gründen häufig starr und zielen sehr darauf ab, Komplikationen wie Rerupturen durch zu frühe Mobilisation zu verhindern. Hier wäre in der Zukunft eine individualisierte Nachbehandlung wünschenswert, die noch optimaler den einzelnen Sportler zügig zu seinem Sport zurückführen kann. Hier muss die Kommunikation zwischen Arzt, Patient und Therapeut verbessert werden. Hilfreich wären hier klinische Tests für den Return to sports. Diese gibt es für andere Pathologien (Schulterinstabilitäten) und Gelenke (vorderes Kreuzband). Für die Rotatorenmanschette fehlen diese bisher leider, sodass die Freigabe zum Sport weitgehend subjektiv erteilt werden muss.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<h2><b>Return to sports/competition</b></h2>
<p>In der Literatur findet sich nur eine geringe Anzahl von Studien zur Rückkehr zum Sport nach Rotatorenmanschetten-­Rekonstruktion. Im Jahr 2008 konnten wir eine der ersten Studien zu diesem Thema publizieren [4]. Ausgehend von unseren damaligen Ergebnissen sind seitdem nur eine geringe Anzahl weiterer Studien veröffentlicht worden, wie eine aktuelle systematische Reviewarbeit zeigt. Insgesamt konnten in dieser Arbeit die Daten von 15 Studien mit knapp 350 Sportlern eingeschlossen und analysiert werden. Insgesamt zeigte sich eine RTS-Rate von 70,2 % auf das Vorverletzungsniveau.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<h2><b>Amateur- und Freizeitsportler können mit einer erfolgreichen Rückkehr zum Sport rechnen</b></h2>
<p>In der Literatur findet sich hier eine Rate zwischen 76,9 % und 89 % für verschiedene Sportarten wie Schwimmen oder Tennis. Im eigenen Kollektiv konnten wir in unserer Arbeit 2008 zeigen, dass eine Rückkehr zum Sport nach arthroskopischer Rotatorenmanschetten-Rekonstruktion – damals noch in Einzelreihentechnik – für Freizeit- und Amateursportler ein realistisches Ziel ist. In einer Studie mit 21 Überkopf- und Wurfsportlern (Follow-up 25,7 Monate) fanden wir, dass Wurf- und Überkopfsportler nach RM-Rekonstruktion mit gleicher Häufigkeit und Spielstärke zu ihrem Sport zurückkehren konnten. Entsprechend unserem damaligen Nachbehandlungsschema lag der Zeitpunkt der Rückkehr zum Sport bei 6,3 Monaten postoperativ. Patienten, die auf eigene Verantwortung früher zurückkehrten, hatten ein höheres Risiko für eine Re-Ruptur der Sehne. Insgesamt wurde der subjektive Level der Aktivität auf 91,9 % eingeschätzt. Hier war auffällig, dass Frauen sich höher einschätzten als Männer (98,6 % vs. 88,6 %).<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Bei Profisportlern ist die Situation etwas anders. Die Ergebnisse bezüglich der RTS-Rate sind hier leider schlechter. In der Review-Arbeit war die RTS-Rate auf dem gleichen Level bei Profisportlern nur 61,5 %, für Überkopf- und Wurfsportler sogar nur 38 %. Eine weitere Review-Arbeit zeigte nur eine Rückkehrrate von 49,9 % [6]. Dies liegt auch an der Tatsache, dass ein Großteil der vorliegenden Daten von amerikanischen Profi-Baseball-Pitchern kommt. Dies ist ein sehr spezielles Kollektiv und die Erfahrungen dieser speziellen Sportler lässt sich nicht ohne weiteres auf andere Sportarten wie Tennis, Handball oder andere Wurfsportarten übertragen. Aber auch bei anderen Sportarten ist bekannt, dass die Rückkehr zum Sport auf dem gleichen Level schwieriger wird, je höher das Niveau des Sportlers ist.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<h2><b>Fazit</b></h2>
<p>Verletzungen der Rotatorenmanschette sind für Patient und Behandler gleicher­maßen eine große Herausforderung insbesondere im Kollektiv der Sportler. Bei traumatischen Läsionen und bei ausbleibender Besserung unter konservativer Behandlung sollte eine stabile operative Rekonstruktion angestrebt werden. Die Nachbehandlung ist langwierig und erfordert eine Balance zwischen Schutz der Rekonstruktion und Mobilisation. Die Rückkehr zum Sport auf gleichem Niveau ist im Amateur und Freizeitbereich in den meisten Fällen realistisch. Bei Profi-Sportlern ist dies eine weit größere Herausforderung.</p>
<p style="font-weight: 400;"><em>Literatur</em></p>
<p style="font-weight: 400;"><em>[1] Scott B Reynolds, Jeffrey R Dugas, E Lyle Cain, Christopher S McMichael, James R Andrews; Débridement of small partial-thickness rotator cuff tears in elite overhead throwers; Clin Orthop Relat Res. 2008 Mar;466(3):614-21. doi: 10.1007/s11999-007-0107-1. Epub 2008 Feb 10</em></p>
<p style="font-weight: 400;"><em>[2] Al-achraf Khoriati,</em><em>∗</em><em> Tony Antonios, Abhinav Gulihar, and Bijayendra Singh; Single Vs Double row repair in rotator cuff tears – A review and analysis of current evidence; J Clin Orthop Trauma. 2019 Mar-Apr; 10(2): 236–240. Published online 2019 Jan 30. doi: 10.1016/j.jcot.2019.01.027</em></p>
<p style="font-weight: 400;"><em>[3] Pascal Boileau, Sebastien Parratte, Christopher Chuinard, Yannick Roussanne, Derek Shia, Ryan Bicknell; Arthroscopic treatment of isolated type II SLAP lesions: biceps tenodesis as an alternative to reinsertion; Am J Sports Med. 2009 May;37(5):929-36. doi: 10.1177/0363546508330127. Epub 2009 Feb 19.</em></p>
<p style="font-weight: 400;"><em>[4] Dennis Liem, Sven Lichtenberg, Petra Magosch, Peter Habermeyer; Arthroscopic rotator cuff repair in overhead-throwing athletes. Am J Sports Med. 2008 Jul;36(7):1317-22. doi: 10.1177/0363546508314794. Epub 2008 Apr 28. PMID: 18443274</em></p>
<p style="font-weight: 400;"><em>[5] Burak Altintas, Nicole Anderson, Grant J Dornan, Robert E Boykin, Catherine Logan, Peter J Millett; Return to Sport After Arthroscopic Rotator Cuff Repair: Is There a Difference Between the Recreational and the Competitive Athlete?  Am J Sports Med. 2020 Jan;48(1):252-261. doi: 10.1177/0363546519825624. Epub 2019 Mar 11.</em></p>
<p style="font-weight: 400;"><em>[6] Shahnaz Klouche , Nicolas Lefevre, Serge Herman, Antoine Gerometta, Yoann Bohu; Return to Sport After Rotator Cuff Tear Repair: A Systematic Review and Meta-analysis; Am J Sports Med. 2016 Jul;44(7):1877-87. doi: 10.1177/0363546515598995. Epub 2015 Aug 27.</em></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Thrower’s shoulder</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/operation/6973/throwers-shoulder/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Prof. Dr. med. Dennis Liem]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 May 2021 08:35:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Operation]]></category>
		<category><![CDATA[INT 20]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://sportaerztezeitung.com/?p=6973</guid>

					<description><![CDATA[The treatment of shoulder pathologies associated with throwing and overhead sports continues to present a major challenge. The throwing or overhead motion is a complex and, furthermore, sport-specific movement, which [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>The treatment of shoulder pathologies associated with throwing and overhead sports continues to present a major challenge. The throwing or overhead motion is a complex and, furthermore, sport-specific movement, which subjects the shoulder joint to a high degree of repetitive stress. </strong></p>



<p>Additionally, in the case of competitive athletes, long years of stress have led to adaptation processes in the shoulder, which can further exacerbate sport-related shoulder problems. In these athletes, one-off injuries due to macrotrauma are not usually the cause of the symptoms. They are more likely to be due to stress-related damage caused by repetitive microtrauma. Initial treatment is usually conservative, once structural shoulder damage has been excluded by means of clinical examination and medical imaging. The conservative treatment is complex, can be protracted, and presents a major challenge for both athletes and therapists. Surgical treatment can be necessary in the presence of structural damage to the labrum, biceps tendon anchor, rotator cuff or joint capsule.&nbsp;</p>



<p>The throwing or overhead motion (e.g. as performed in racquet sports) is a sport-specific motion, which functions in a complex kinetic chain. The key positions here are occupied by the glenohumeral joint and the often forgotten scapula as force transmitters with their muscular connection to the trunk. In the wind-up phase, the arm is brought into approximately 90 ° of abduction and maximum external rotation, in order to generate a maximum throwing speed. In the subsequent acceleration phase, there is particular activation of the anterior shoulder muscles, such as the subscapular muscle and pectoral muscle. There is a rapid glenohumeral internal rotation. In the deceleration phase of the throwing or overhead motion, there is very high force transmission onto the glenohumeral joint.&nbsp;</p>



<p>Long-term practice of the throwing/overhead sport, perhaps while still growing, activates anatomical adaptation processes. Increased glenohumeral external rotation allows a higher throwing speed. This is achieved by enlargement of the anterior joint structures (capsules and ligaments). By contrast, contracture and thickening of the dorsal capsule/ligament structures is common and verifiable in ultrasound examination or magnetic resonance imaging (MRI). These adaptation processes can facilitate the development of structural damage, so that early clinical detection is crucially important in preventing such damage.&nbsp;</p>



<p>The increased external rotation ability leads to pathological contact between the dorsal regions of the supraspinatus tendon and the superior glenoid and the Superior Labrum Anterior to Posterior (SLAP) complex. This mechanism is a frequent form of internal impingement and is known as posterosuperior impingement.&nbsp;</p>



<p><strong>Clinical examination</strong></p>



<p>In mobility testing, typical glenohumeral differences are already apparent when comparing the contralateral side. Glenohumeral Internal Rotation Deficit (GIRD) with additionally increased external rotation in the throwing shoulder is the most significant clinical sign. Measurement of the external and internal rotation is performed with the arm hanging down or abducted to 90 °, always in comparison to the contralateral side. Another finding on examination, due to the frequent presence of narrowing of the dorsal glenohumeral capsule, is Posterior Shoulder Tightness (PST). With the patient supine (ensuring stabilisation of the scapula), a reduced adduction ability is evident compared with the contralateral side. For both pathologies, typical treatment methods in the form of stretching exercises have been defined and investigated in the scientific literature. For patients with GIRD, sleeper stretches are described, whereas a relatively simple cross-body stretch is reported for PST. The latter, in particular, has impressively good outcomes in the literature. In contrast to contracture of the dorsal capsular structures, the anterior capsular/ligamentous structures are frequently overextended and clinically painful tests indicate anterior microinstability (e.g. relocation test, Fig. 1, painful anterior apprehension test, sulcus sign). </p>



<p>The scapula plays a crucial role in every shoulder joint movement and any malfunction of its complex three-dimensional motion can be both the cause and the result of shoulder pain (Table 1). When making a diagnosis, thorough examination with the patient undressed to the waist while comparing both sides is important (Fig. 2). If the symptoms can be reduced by manual stabilisation of the affected scapula, this is highly likely to indicate a relevant scapular dyskinesis. The treatment of such scapular dyskinesis is often both protracted and difficult and requires optimal communication and cooperation between physician and physiotherapist.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="393" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/05/Liem12_saezINT20-1024x393.jpg" alt="" class="wp-image-6975" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/05/Liem12_saezINT20-1024x393.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/05/Liem12_saezINT20-300x115.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/05/Liem12_saezINT20-768x295.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/05/Liem12_saezINT20-150x58.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/05/Liem12_saezINT20-696x267.jpg 696w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/05/Liem12_saezINT20-1068x410.jpg 1068w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/05/Liem12_saezINT20-1093x420.jpg 1093w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/05/Liem12_saezINT20.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Fig. 1 Relocation test / Fig. 2 Example of right-sided scapular dyskinesis </figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="552" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/05/LiemTab_saezINT20-1024x552.jpg" alt="" class="wp-image-6974" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/05/LiemTab_saezINT20-1024x552.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/05/LiemTab_saezINT20-300x162.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/05/LiemTab_saezINT20-768x414.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/05/LiemTab_saezINT20-150x81.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/05/LiemTab_saezINT20-696x375.jpg 696w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/05/LiemTab_saezINT20-1068x576.jpg 1068w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/05/LiemTab_saezINT20-779x420.jpg 779w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/05/LiemTab_saezINT20.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p><strong>Important: Exclusion of relevant structural damage</strong></p>



<p>If there is clinical suspicion of structural damage to the glenohumeral joint, medical imaging should be performed to exclude this. In our own clinical practice, this is initially ultrasound examination, which allows especially good visualisation of the rotator cuff, biceps tendon and posterior capsule. Particularly if labral and/or SLAP lesions are suspected, we consider this to constitute one of the rare indications for an MRI arthrogram using intra-articular contrast agent, as this is markedly more informative in these specific pathologies than a plain MRI scan.&nbsp;</p>



<p><strong>Surgical treatment of structural damage</strong></p>



<p><strong>Anterior joint capsule/labrum</strong></p>



<p>The importance of surgery to reduce joint capsule volume, such as the capsular shift procedures as originally described by Jobe, has declined in this specific patient population, as it is associated with a limitation in the ability to rotate the shoulder externally. This is not always compatible with a return to a high level of throwing performance. Labral lesions, on the other hand, should be treated by means of arthroscopic refixation.&nbsp;</p>



<p><strong>Biceps lesions (including SLAP/pulley lesions)</strong></p>



<p>Whereas refixation of the SLAP complex to the origin of the long biceps tendon became popular in the last decade, according to current knowledge, there is now considerable reluctance if a SLAP repair is indicated. The reasons for this are once again limited postoperative mobility and hence doubts about the patient’s ability to return to sport at the same level. As a rule, in the case of SLAP lesions, tenodesis of the long biceps tendon is currently recommended, as with partial lesions of the biceps tendon itself.&nbsp;</p>



<p><strong>Rotator cuff lesions</strong></p>



<p>Due to posterosuperior impingement, which, as described, arises from increased external rotation in overhead throwing athletes, even young athletes can develop significant partial lesions on the joint side of the supraspinatus tendon (Fig. 3). In this case, the indication for surgical repair must be very carefully reviewed, as experience has shown that a return to top-level competitive sport is very difficult after rotator cuff reconstruction. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="845" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/05/Liem3_saezINT20-Kopie-1024x845.jpg" alt="" class="wp-image-6976" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/05/Liem3_saezINT20-Kopie-1024x845.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/05/Liem3_saezINT20-Kopie-300x248.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/05/Liem3_saezINT20-Kopie-768x634.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/05/Liem3_saezINT20-Kopie-150x124.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/05/Liem3_saezINT20-Kopie-696x574.jpg 696w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/05/Liem3_saezINT20-Kopie-1068x881.jpg 1068w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/05/Liem3_saezINT20-Kopie-509x420.jpg 509w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/05/Liem3_saezINT20-Kopie.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Fig. 3 Partial lesion of the supraspinatus tendon in an overhead athlete</figcaption></figure>



<p><strong>Follow-up treatment</strong></p>



<p>As with almost all reconstructive shoulder procedures, follow-up treatment always entails an immobilisation period of four to six weeks, during which passive mobility is permitted with a prescribed amount of movement. Usually, a return to full sporting activity is not possible until after six months.&nbsp;</p>



<p><strong>Summary</strong></p>



<p>Thrower’s shoulder is not a clearly defined clinical picture, but rather a combination of various diagnoses, which can be present to varying degrees in overhead throwing athletes. Structural damage should be clinically and ­radiologically excluded. Initial treatment is usually conservative. The surgical procedures, which are rarely required, are normally performed arthroscopically and entail protracted follow-up treatment.&nbsp;</p>
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			</item>
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		<title>Werferschulter</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/operation/3089/werferschulter/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Prof. Dr. med. Dennis Liem]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Nov 2020 09:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Operation]]></category>
		<category><![CDATA[02/18]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Behandlung von Schulter­pathologien im Zusammenhang mit Wurf- und Überkopf­sportarten stellt nach wie vor eine große Herausfor­derung dar. Die Wurf- oder Überkopf­bewegung ist eine kom­plexe und darüber hinaus noch sportartspezi­fische [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Die Behandlung von Schulter­pathologien im Zusammenhang mit Wurf- und Überkopf­sportarten stellt nach wie vor eine große Herausfor­derung dar. Die Wurf- oder Überkopf­bewegung ist eine kom­plexe und darüber hinaus noch sportartspezi­fische Bewegung, durch die das Schultergelenk einer hohen repe­titiven Belastung ausgesetzt wird. </strong></p>



<p>Bei Leistungssportlern kommt hinzu, dass durch langjährige Belastung Adaptionsvorgänge in der Schulter vor sich gegangen sind, die sportbedingte Schulterprobleme noch verschlimmern können. Einmalige Verletzungen durch Makrotraumata sind bei diesen Sportlern in der Regel nicht Ursache der ­Beschwerden. Es handelt sich eher um Überlastungsschäden durch repetitive Mikrotraumata. Die Behandlung erfolgt in aller Regel zunächst konser­vativ, nachdem eine strukturelle Schädigung der Schulter klinisch und mit Bildgebung ausgeschlossen wurde. Die konservative Behandlung ist komplex, kann langwierig sein und stellt für die Sportler wie für die Therapeuten eine große Herausforderung dar. Eine opera­tive Behandlung kann bei vorliegenden strukturellen Schäden an Labrum, Bizepsehnenanker, Rotatorenmanschette oder Gelenkkapsel notwendig sein.&nbsp;</p>



<p>Die Wurf- oder Überkopfbewegung (z. B. Racketsport) ist eine sportartspezifische Bewegung, die in einer komplexen kinetischen Kette funktioniert. Die Schlüsselpositionen nehmen hier das Glenohumeralgelenk und die häufig vergessene Scapula als Kraftüberträger mit ihrer muskulären Verbindung zum Rumpf ein. In der Ausholphase wird der Arm in ca. 90° Abduktion und maximale Außenrotation gebracht, um eine maximale Wurfgeschwindigkeit zu generieren. In der anschließenden Beschleunigungsphase kommt es insbesondere zur Aktivierung der vorderen Schultermuskulatur wie M. subscapularis und M. pectoralis. Glenohumeral erfolgt eine schnelle Innenro­tation. In der Abbremsphase der Wurf- bzw. Überkopfbewegung kommt es zu einer sehr hohen Kraftübertragung auf das Glenohumeralgelenk.&nbsp;</p>



<p>Durch langjährige Ausübung der Wurf-/­Über­kopfsportart, vielleicht schon im Wachstum, werden anatomische Adap­tationsvorgänge in Gang gesetzt. Eine vermehrte glenohumerale Außenrotation ermöglicht eine höhere Wurfgeschwindigkeit. Dies wird durch eine Ausweitung der vorderen Gelenkstrukturen (Kapsel-Bandapparat) erreicht. Im Gegensatz dazu kommt es nicht selten zur Kontraktur und Verdickung der dorsalen Kapsel-Band-Strukturen, die in der Ultraschall- oder MRT-Bildgebung nachweisbar sind. Diese Adaptionsvorgänge können die Entwicklung struktureller Schäden begünstigen, daher ist eine frühzeitige klinische Detektion von entscheidender Bedeutung für die Prävention solcher Schäden. </p>



<p>Durch die vermehrte Außenrotationsfähigkeit kommt es zu pathologischem Kontakt der dorsalen Anteile der Supraspinatussehne mit dem superioren Glenoid und dem SLAP-Komplex. Dieser Mechanismus ist eine häufige Form des internen Impingements und wird als posterosuperiores Impingement bezeichnet.&nbsp;</p>



<p><strong>Klinische Untersuchung</strong></p>



<p>Glenohumeral zeigen sich schon bei der Bewegungsprüfung typische Unterschiede im Seitenvergleich mit der Gegenseite. Das sogenannte GIRD (Glenohumerales Innen-­Rotations-Defizit) mit zusätzlich vermehrter Außenrotation in der Wurfschulter ist das wichtigste klinische Zeichen. Die Messung der Außen- und Innenrotation erfolgt bei angelegtem oder 90° abduzierten Arm immer im Vergleich zur Gegenseite. Ein weiterer Untersuchungsbefund, der auf der häufig vorliegenden Enge der dorsalen glenohumeralen Kapsel beruht, ist die sogenannte PST (Posterior Shoulder Tightness). Hier zeigt sich beim liegenden Patienten (dadurch Stabilisation der Scapula) eine verminderte Adduktionsfähigkeit im Vergleich zur Gegenseite. Für beide Pathologien sind typische Behandlungsmethoden im Sinne von Stretching-Übungen in der Literatur definiert und untersucht worden. Für das GIRD sind die sogenannten Sleeper stretches beschrieben, für das PST ein relativ einfacher cross-body-­stretch. Insbesondere letzterer zeigt in der Literatur durchaus gute Ergebnisse. Im Gegensatz zur Kontraktur der dorsalen Kapselstrukturen sind die anterioren Kapsel-Bandstrukturen häufig überdehnt und klinisch finden sich schmerzhafte Tests auf eine anteriore Mikro­instabilität (z. B. Relocations-Test, Abb. 1), schmerzhafter vorderer Apprehension-­Test, Sulcus-Zeichen). </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="894" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Liem1_saez0118-1024x894.jpg" alt="" class="wp-image-3098" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Liem1_saez0118-1024x894.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Liem1_saez0118-300x262.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Liem1_saez0118-768x671.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Liem1_saez0118-150x131.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Liem1_saez0118-450x393.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Liem1_saez0118.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Abb. 1 Relocations-Test</figcaption></figure>



<p>Die Scapula spielt bei jeder Schultergelenks­bewegung eine entscheidende Rolle und eine Störung in ihrer komplexen dreidimensionalen Bewegung kann sowohl Ursache, als auch Resultat von Schulterschmerzen sein (Tabelle 1). Bei der Diagnose ist eine genaue Untersuchung bei freiem Oberkörper im Seitenvergleich wichtig (Abb. 2). Wenn durch manuelle Stabilisierung der betroffenen Scapula die Beschwerden reduziert werden können, liegt mit hoher Wahrscheinlichkeit eine relevante Scapuladyskinesie vor. Die Behandlung solcher Scapuladyskinesien ist häufig langwierig sowie schwierig und erfordert eine optimale Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen Arzt und Physiotherapeuten. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="377" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Liem_Tab_saez0218-1024x377.jpg" alt="" class="wp-image-3094" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Liem_Tab_saez0218-1024x377.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Liem_Tab_saez0218-300x111.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Liem_Tab_saez0218-768x283.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Liem_Tab_saez0218-150x55.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Liem_Tab_saez0218-450x166.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Liem_Tab_saez0218.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Tabelle 1 Ursachen für eine Skapuladyskinesie</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="794" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Liem2_saez0118-1024x794.jpg" alt="" class="wp-image-3097" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Liem2_saez0118-1024x794.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Liem2_saez0118-300x233.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Liem2_saez0118-768x596.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Liem2_saez0118-150x116.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Liem2_saez0118-450x349.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Liem2_saez0118.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Abb. 2 Beispiel für eine 
Skapuladyskinesie rechts</figcaption></figure>



<p><strong>Wichtig: Ausschluss einer relevanten strukturellen Schädigung</strong></p>



<p>Bei klinischem Verdacht auf struktureller Schädigung des Glenohumeralgelenks sollte eine Bildgebung zum Ausschluss erfolgen. Im eigenen Vorgehen ist dies zunächst eine Ultraschall-­Untersuchung, bei der insbesondere die Rotatorenmanschette, Bizepssehne und post­eriore Kapsel gut eingesehen werden können. Insbesondere bei Verdacht auf Labrum- und/oder SLAP-Läsionen stellt sich hier für uns eine der seltenen Indikationen für ein Arthro-­MRT mit intraartikulärem Kontrastmittel, da für diese speziellen Pathologien eine deutlich höhere Aussagekraft im Vergleich zum nativen MRT besteht.&nbsp;</p>



<p><strong>Operative Behandlung struktureller Schäden</strong></p>



<p><strong>Vordere Gelenkkapsel/Labrum</strong></p>



<p>Die Bedeutung von Operationen zum Verkleinern des Gelenkkapselvolumens, wie z. B. Kapselshift-Operationen wie ursprünglich von Jobe beschrieben, haben in diesem speziellen Patien­tengut abgenommen, da mit diesen eine Einschränkung der Außenrotationsfähigkeit verbunden ist. Diese ist mit einer Rückkehr auf hohem Wurfleistungsniveau nicht immer vereinbar. Labrumläsionen sollten dagegen arthroskopisch refixiert werden.&nbsp;</p>



<p><strong>Bizeps-Läsionen (inkl. SLAP- / Pulley-Läsionen)</strong></p>



<p>Während die Refixation des SLAP-Komplexes (Superior Labrum Anterior to Posterior) dem Ursprung der langen Bizepssehne in der letzten Dekade popularisiert wurden, besteht nach aktuellem Wissensstand eine starke Zurückhaltung bei der Indika­tion zum SLAP-Repair. Gründe sind hier ebenfalls in einer postoperativen Bewegungseinschränkung und damit fraglicher Rückkehr zum Sport auf gleichem Niveau. In der Regel wird bei SLAP-Läsionen aktuell eine Tenodese der langen Bizepssehne wie bei Partialläsionen der Bizepssehne selbst empfohlen. </p>



<p><strong>Rotatorenmanschette-Läsionen</strong></p>



<p>Durch das posterosuperiore Impingement, welches wie beschrieben durch die vermehrte Außenrotationsfähigkeit beim Wurfsportler entsteht, kann es auch bei jungen Sportlern zu signi­fikanten Partialläsionen der artikularseitigen Supraspinatussehne kommen (Abb. 3). Hier muss die Indikation zur Naht genau geprüft werden, da die Rückkehr zum Hochleistungssport nach Rotatorenmanschetten-Rekonstruktion erfahrungsgemäß sehr schwierig ist. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Liem3_saez0118-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-3096" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Liem3_saez0118-1024x768.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Liem3_saez0118-300x225.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Liem3_saez0118-768x576.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Liem3_saez0118-150x113.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Liem3_saez0118-450x338.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Liem3_saez0118.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Abb. 3 Partialläsion der Supra­spinatussehne beim Überkopfsportler</figcaption></figure>



<p><strong>Nachbehandlung</strong></p>



<p>Grundsätzlich erfolgt die Nachbehandlung, wie bei fast allen rekonstruktiven Schultereingriffen, mit einer Ruhigstellungsperiode von vier bis sechs Wochen, in der bereits passive Beweglichkeit in einem vorgegebenen Bewegungsmaß erlaubt ist. Eine volle Sportfähigkeit wird in der Regel erst nach sechs Monaten erreicht.&nbsp;</p>



<p><strong>Fazit</strong></p>



<p>Die Werferschulter ist kein klar definiertes Krankheitsbild, sondern eher eine Kombination verschiedener Diag­nosen, die in unterschiedlicher Ausprägung beim Wurf-/Überkopfsportler vorliegen können. Strukturelle Schäden sollten klinische und radiologisch ausgeschlossen werden. Die Behandlung erfolgt in aller Regel zunächst konservativ. Die selten notwendigen Operationen werden in der Regel arthroskopisch durchgeführt und ziehen eine langwierige Nachbehandlung nach sich.&nbsp;</p>
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