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	<title>Andrew Lichtenthal, Autor bei sportärztezeitung</title>
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	<description>Sportmedizin für Ärzte, Therapeuten &#38; Trainer</description>
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		<title>Bioadaptive Impulstherapie</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/3574/bioadaptive-impulstherapie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andrew Lichtenthal&#160;,&#160;Norbert Müller]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Dec 2020 09:02:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[04/20]]></category>
		<category><![CDATA[Keytec]]></category>
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					<description><![CDATA[Schnelle Behandlungserfolge gerade bei akuten, aber auch chronischen Schmerzen sowie muskulären Dysfunktionen sind im Leistungssport essenziell. Aufbauend auf den Erkenntnissen der Elektrotherapie hat sich im Hochleistungssport die bioadaptive Impulstherapie etabliert. [...]]]></description>
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<p><strong>Schnelle Behandlungserfolge gerade bei akuten, aber auch chronischen Schmerzen sowie muskulären Dysfunktionen sind im Leistungssport essenziell. Aufbauend auf den Erkenntnissen der Elektrotherapie hat sich im Hochleistungssport die bioadaptive Impulstherapie etabliert. Mittlerweile stehen dafür portable, handliche Geräte zur Verfügung, die einen unkomplizierten und schnellen Einsatz am Patienten ermöglichen und obendrein direkt am Wettbewerbsgelände angewandt werden können. </strong></p>



<p>Neben dem täglichen Praxisalltag kommt die bioadaptive Impulstherapie deshalb bei zahlreichen Spitzenvereinen, aber auch Individualsportlern zum Einsatz. Die Gate-Control-Theorie erläuterte bereits 1965 einschlägig den Einfluss von Elektroimpulsen auf den menschlichen Körper. Seitdem sind zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten bekannt. Aktuelle Forschungen und Entwicklungen auf diesem Gebiet lassen heute eine Technologie zu, welche die Impulse in nahezu Echtzeit an den Körper anpassen lassen. Ein erster Impuls wird hierbei nur unter die ersten Hautschichten in den Körper geleitet. Es wird also nicht ungewollt das unterliegende Gewebe beeinflusst. Dieses Verfahren ermöglicht aber eine Messung der Gewebedämpfungseigenschaften und damit der körper-ei­genen Reaktion auf den Impuls, die durch einen integrierten Prozessor ausgewertet werden kann. Aufgrund dieser Messdaten passt sich das bioadaptive Gerät an und erzeugt in Sekundenbruchteilen ein Antwortsignal. Die Adaption erfolgt somit nicht nur einmalig, sondern vielfach pro Sekunde. Durch die ständige Varianz der Impulse und aufgrund der individuell gewählten Wechselfolgen der Behandlungsalgorithmen kommt es während der Behandlungszeit zu regulativen und zeitnahen funktionellen Veränderungen, speziell des muskuloskelettalen Systems.&nbsp;</p>



<p>Die schnellen Funktionsänderungen, einhergehend mit einer oft sofortigen Schmerzreduktion erweitern das Einsatzgebiet über die tägliche Praxis hinaus. So nutzen zahlreiche namhafte Vereine und Mannschaften diese Therapieform insbesondere wegen der kurzen Behandlungsdauer. Der physiokey der Firma Keytec ist seit mehreren Jahren ebenfalls bei uns im Deutschen Leichtathletik-Verband im Einsatz und begleitet uns rund um die Welt zu den Großveranstaltungen. Die folgenden Fallbeispiele stehen dabei stellvertretend für eine große Bandbreite an Einsatzmöglichkeiten:&nbsp;</p>



<p><strong>1. Fallbeispiel: Handballerin, 22 Jahre</strong></p>



<p>Nach intensiven Trainingseinheiten in der Vorbereitung zeigte sich beidseitig eine Knochenhautreizung und ein hypertoner M. Tibilais Posteriore. Die Patientin nannte Beschwerden beim normalen Gehen, Treppen steigen sowie ein leichtes Brennen in der Nacht. Sie spürte Druckschmerz an der Schienbeinkante und beim M. Tibilais Posteriore. Der reguläre Trainings- und Spielbetrieb musste eingestellt werden. Zunächst Behandlung zu Hause mit Salbenverbänden mit Traumeelsalbe und Umschlägen mit Retterspitz. Dazu Traumeeltabletten und Arnika zur medikamentösen Einnahme. Die Patientin wurde zudem mit Einlagen versorgt. Die physiotherapeutische Behandlung bestand aus leichten myofaszialen Techniken zu Detonisierung der Schienbeinmuskulatur und Eisabreibungen. Nachhaltig ausschlaggebend war die Behandlung mit der bioadaptive Impulstherapie. Zunächst wurden in der Basiseinstellung des physiokeys durch Ausstreichen im Verlauf der Muskulatur die Behandlungszugänge identifiziert. Die weitere Behandlung verlief mit Beruhigungsprogramm für 10 – 15 Minuten. Nach der zweiten Behandlung kam der Faszienflow, ein Aufsatz zur punktuell genaueren Anwendungsmöglichkeit, für 10 Minuten mit Beruhigung im Muskelverlauf zum Einsatz. Die Patientin wurde auf diese Weise insgesamt 8 x, je 2 x die Woche behandelt.&nbsp;</p>



<p>Bereits unmittelbar nach der ersten Behandlung stellte sich, laut Patientin, eine Schmerzreduktion von rund 40 % ein. Nach der vierten Behandlung waren die Schmerzen und die Reizung soweit reduziert, dass die Spielerin mit Lauftraining begann und mit einer Fußstabilisierung ihre erste Trainingseinheit durchführen konnte. Am Ende der Therapie wurden noch zwei Behandlungseinheiten mit dem physiokey 2 x pro Woche vollzogen. Die Patientin nimmt wieder am regulären Training teil.</p>



<p><strong>2. Fallbeispiel: Langstreckenläuferin, 30 Jahre </strong></p>



<p>Aufgrund des leistungsbezogenen Trainings stellte sich eine schmerzhafte und einseitige Adduktorentendopathie ein, die sich stark leistungsmindernd auswirkte. Die Patientin berichtete über ein Ausstrahlen in die Oberschenkelschenkelinnenseite. Feststellbar war ein Hypertonus der Muskulatur. Um dem Entzündungsgeschehen entgegenzuwirken, wurde als Erstmaßnahme die Behandlung mit modulierenden Parametern und hohen Frequenzen durchgeführt und in Streichbewegungen die Adduktoren und die gesamte Oberschenkelmuskulatur behandelt. Es zeigten sich starke Asymmetrien in Form von Verklebungen im Muskelverlauf der Adduktoren. Nach einmaliger Behandlung wurde eine deutliche Schmerzreduktion erreicht. In einer am nächsten Tag erfolgten Therapie wurden die Adduktorenansätze mit einem Trigger-Modus mit sehr niedriger Energie therapiert. In dieser Einstellung wird dem hohen Muskeltonus entgegengewirkt, indem die Muskelansteuerung durch Rückkoppelung manipuliert wird. Ziel dieser Therapievariante ist, dass über die Ansätze auch große Muskelgruppen rhythmisch zu kontrahieren beginnen. Gerade bei Leistungssportlern mit hoher Regulationsfähigkeit führt diese Einstellung oft zu einer schnellen Veränderung der Muskelansteuerung während der Therapiesitzung. Nach zweimaliger Behandlung konnte die Sportlerin ihr leistungsbezogenes Training nahezu beschwerdefrei fortsetzen. Aufgrund des hohen Trainingspensums wird die Patientin regelmäßig präventiv mit der Methode entlang der Muskelketten und faszialen Strukturen behandelt, um weiteren Entzündungsursachen entgegen zu wirken. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="924" height="1024" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/keytec2_saez0420-924x1024.jpg" alt="" class="wp-image-2825" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/keytec2_saez0420-924x1024.jpg 924w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/keytec2_saez0420-271x300.jpg 271w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/keytec2_saez0420-768x851.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/keytec2_saez0420-150x166.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/keytec2_saez0420-450x499.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/keytec2_saez0420.jpg 1200w" sizes="(max-width: 924px) 100vw, 924px" /></figure>



<p><strong>Fazit</strong></p>



<p>Die bioadaptive Impulstherapie kann sowohl bei akuten als auch chronischen Beschwerden des muskuloskelettalen Systems zu schnellen funktionalen Verbesserungen, meist einhergehend mit sofortiger Schmerzreduktion führen. Sollte die Therapie bei Regulationsstarren aufgrund des Wirkprinzips an ihre Grenzen kommen, kann dies durch die Kombinationsmöglichkeit mit nahezu allen Therapieformen häufig kompensiert werden, was das Verfahren extrem praxistauglich macht. Beachtet man die bekannten Kontraindikationen der Elektrotherapie, ist die Behandlung in der Regel nebenwirkungsfrei und für eine Vielzahl an Indikationen einsetzbar.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Leichtathletik-Medizin</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/3011/leichtathletik-medizin/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andrew Lichtenthal&#160;,&#160;Norbert Müller]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Nov 2020 07:15:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[02/18]]></category>
		<category><![CDATA[Heel]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Interessante an der sportmedi­zinischen Betreuung in der Leich­t­athletik ist die Kombination aus vielen Disziplinen in einer Sportart, die zu verschiedenen Beschwerd­e­bildern mit hieraus resultie­renden Behandlungsunterschieden führen können. Hierbei sind [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Das Interessante an der sportmedi­zinischen Betreuung in der Leich­t­athletik ist die Kombination aus vielen Disziplinen in einer Sportart, die zu verschiedenen Beschwerd­e­bildern mit hieraus resultie­renden Behandlungsunterschieden führen können. Hierbei sind die unter­schiedlichen Physiognomien wie z. B. Marathonlauf vs. Wurfdisziplin von Interesse, ebenso die resultie­renden notwendigen Statik­­dys­balancen vs. – beschwerden.</strong></p>



<p>Jede Disziplin hat zum Teil seine eigenen Verletzungsmuster: Sprint (Leisten­region, Hamstrings…), Wurf (Schulter, HWS-­BWS…), Mittel-/ Langstrecke (Fuß, Unterschenkel…). Da man in der Leichtathletik auf wenige Höhepunkte lange hinarbeiten muss, ist es zum einen wichtig, eine optimale medizi­nische Betreuung in der Vorbereitung zu haben, als auch im akuten Fall rasche Hilfe, im weiteren Verlauf jedoch selbstverständlich auch eine zuverläs­sige Regeneration zu ermöglichen. Hier möchten wir kurz über die ärztlich-­physiotherapeutische Zusammenarbeit in unserem spezifischen Fall berichten.</p>



<p><strong>Definition akute vs. chronische Schmerzsituation</strong></p>



<p>Viele Athleten stellen sich mit unklaren Beschwerden unklaren Alters in unseren Sprechstunden vor. Hierbei ist die zunächst primär wichtigste Differenzierung: Akut vs. Chronisch. Die subjektive Beschreibung eines „akuten“ Schmerzes ist häufig sehr einfach, da meist eine direkte Ursache erinnerlich ist. „Chronischer“ Schmerz&nbsp;nimmt im Unterschied hierzu mit der Zeit die Form eines eigenen Krankheitsbildes&nbsp;an. Die Ursache der Schmerzen lässt sich meist nur sehr schwer oder gar nicht mehr feststellen. Die Zeitgrenze, ab der schmerzhafte Empfindungen als chronische Schmerzen gelten, liegt bei&nbsp;ca. drei bis sechs Monaten. Dies bedeutet, dass das Schmerzareal oder der Schmerzpunkt nicht immer am auslösenden Ort liegt, sondern gegebenenfalls über mögliche anatomische Strukturen fortgeleitet wird. Aus der akuten Problematik resultiert häufiger eine lokale Behandlung, aus einer chronischen Problematik eher einer notwendige interdisziplinäre Komplexbehandlung mit Anwendung von verschiedenen Therapieoptionen (Infiltrationen, Manualtherapie, Osteopathie, Faszientechniken, Gerätetherapie usw.). Wichtig ist jedoch für die Erarbeitung und Behandlung der Diagnosen, seien sie akut oder chronisch:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Allgemeine Anamnese, um Zusammenhänge darstellen zu können</li><li>Allgemeine Diagnostik, zunächst global (z. B. Statikuntersuchung)</li><li>Zielgerichtete Diagnostik zur genaueren Spezifizierung (genaues Verletzungsmuster)</li><li>Allgemeine Therapieoptionen </li><li>Spezifische Therapieoptionen und -pläne</li><li>Nachbeobachtungszeitraum definieren und planen&nbsp;</li><li>Gegebenenfalls Hinzuziehen anderer Fachrichtungen</li><li>Erstellung genauer Zeitpläne</li></ul>



<p><strong>Definition konservative vs. operative Maßnahmen mit kurzen Fallpräsentationen</strong></p>



<p>Bei Sportverletzungen bzw. Verletzungen generell liegt das Hauptaugenmerk zunächst auf die genaue Befundung und Diagnosebildung, so dass unmittelbar die Indika­tion konservative Therapie vs. operative Therapie gefällt werden kann und muss. Bei einigen Verletzungsmustern ist die Entscheidung sehr genau abzuwägen wie die folgenden Fallbeispiele verdeutlichen.</p>



<p><strong>Fallbeispiel Akute Hamstringsverletzung (Abb. 1a – c)</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li>Akute Hamstringsverletzung bei ­Hyperflexion im Becken während Bein gestreckt war im Rahmen eines&nbsp; Basketballspiels. Entschluss OP (09´2016),&nbsp; da Kraftverlust &gt; 50 % und Reizung des N. ischiadicus.&nbsp;</li><li>Intraoperativ war Sehnenplatte bereits vernarbend anhaftend am N. ischiadicus (Cave).</li><li>Postoperativ Anlage Anti-Luxationsbandage. Intensive ärztlich-physiothera­peutische Interaktionen mit Infiltrationstherapie, Mesotherapie, Akupunktur, Lasertherapie, Bioresonanz, ­Muskelstabilisierung, ­Gehschule, Manuelle Therapie, Krankengymnastik…</li><li>Ergebnis (12.01.2017): Reizlose Narbe, Kraftgrad 5/5, Muskulatur konturiert, Sportaufbaubeginn ab 2/2017!</li></ul>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="403" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Lichtenthal1_saez0218-1024x403.jpg" alt="" class="wp-image-3012" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Lichtenthal1_saez0218-1024x403.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Lichtenthal1_saez0218-300x118.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Lichtenthal1_saez0218-768x302.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Lichtenthal1_saez0218-150x59.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Lichtenthal1_saez0218-450x177.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Lichtenthal1_saez0218.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Abb. 1a – c MRT-Bilder des rechten Oberschenkels mit Darstellung der Muskellücke durch Abriss der Hamstringsmuskulatur am Ursprung im Bereich Tuber ischiadicum (coronar, transversal, sagittal).</figcaption></figure>



<p><strong>Fallbeispiel Muskelfaserriss M. rectus femoris</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li>Muskelfaserriss M. rectus femoris 1 Woche zuvor (dann MRT-Kontrolle), Z. n. Muskelfaserriss ca. 6 Wochen zuvor der Adduktorenregion</li><li>Untersuchung 1 Woche nach MRT</li><li>Intensive Therapie: Spritzentherapie (TP-Infiltrationen, Mesotherapie, ACP-Therapie), Physiokey/Lasertherapie, Physiotherapie/Fazientherapie, Aquajoggen/-gymnastik, Kinesiotaping, Oberschenkelmanschette 5 Wochen später Probewettkampf&nbsp;</li><li>8 Wochen später Olympische Spiele Rio&nbsp;</li><li>03/2017 Hallen-EM Belgrad – Medaille</li></ul>



<p><strong>Fallbeispiel Fibulare Bandruptur linkes OSG</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li>Fibulare Bandruptur linkes OSG</li><li>Akute Therapie: Mesotherapie, Kinesiotaping, Manuelle Therapie, Osteopathie, Aquajogging</li><li>1 Jahr unklare Beschwerden Peroneusgruppe</li><li>Fibulaköpfchenblockade symptomatisch</li><li>3 Tage Therapie mit Mesotherapie, Kinesiotape, Mobilisation</li><li>Beschwerdefreiheit</li></ul>



<p><strong>Fallbeispiel Schienbeinschmerzen (Abb. 2)</strong></p>



<div class="wp-block-group"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow">
<div class="wp-block-group"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow">
<ul class="wp-block-list"><li>Schienbeinschmerzen seit Monaten, hohe Belastung durch Weitsprungtraining (Belastungs- und Ruheschmerzen)</li><li>Keine Ermüdungsfraktur – Knochenverdickung (Sollbruchstelle?)</li><li>Magen-Darm-Beschwerden seit 2015 (Asienurlaub) <ul><li>Knochenveränderungen subjektiv tastbar</li><li>Verspannung M. tibialis posterior bds. </li><li>ISG-Reizung rechts &gt; links </li><li>DS L5/S1 links</li><li>DS Th 6 links =&gt; Magenspannung</li><li>DS C6 links</li><li>DS M. Sternocleidomastoideus links</li><li>C1 rechts dorsal verkippt</li><li>DS auf Höhe Leber und rechter Unterbauch</li><li>Magen-Darm-Beschwerden mit </li><li>Blähungen &#8211; und Durchfall</li></ul></li><li>Therapieeinleitung lokal<ul><li>Mesotherapie </li><li>Physiokeyanwendung</li><li>Physiotherapie</li><li>Kinesiotape</li><li>…</li><li>Yersinienabklärung und –therapie</li></ul></li><li>Training aktuell wieder schmerzfrei möglich</li></ul>
</div></div>
</div></div>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="811" height="1024" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Lichtenthal2_saez0218-811x1024.jpg" alt="" class="wp-image-3013" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Lichtenthal2_saez0218-811x1024.jpg 811w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Lichtenthal2_saez0218-237x300.jpg 237w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Lichtenthal2_saez0218-768x970.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Lichtenthal2_saez0218-150x190.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Lichtenthal2_saez0218-450x569.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Lichtenthal2_saez0218.jpg 1200w" sizes="(max-width: 811px) 100vw, 811px" /><figcaption>Abb. 2 Mittige bis distale mediale Schienbeinkante beidseits ohne bildmorphologisches Korrelat!</figcaption></figure>



<p><strong>Zusammenspiel Arzt – Physiotherapeut</strong></p>



<p>Dieses interdisziplinäre Zusammenspiel findet vor allem in der sportmedizinischen Betreuung statt und bedeutet für den Patienten möglicherweise einen größeren Aufwand, wenn es z. B. um Termine geht etc., führt jedoch häufiger in der Interaktion zu einem deutlich rascheren und befriedigenderen Ergebnis. Durch enge Kommunikation kann unnötige Therapie vermieden und notwendige gefördert werden. Das Vertrauen des verletzten Athleten wird hierdurch gestärkt und die Mitarbeit sowie Compliance dadurch verbessert. Hierzu gibt es jedoch einige wichtige Regeln:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Um Schmerz zu verstehen, muss man die Anatomie verstehen (Müller, Lichtenthal 2017).</li><li>Man muss die Therapieformen des jeweiligen Therapiepartners verstehen.</li><li>Man muss dem Therapiepartner vertrauen.</li><li>Man muss konstruktive Kritik mit Diskussionen ermöglichen, um gegebenenfalls bei Therapieversagen gemeinsam eine Zweitlösung zu finden.</li><li>Der Athlet muss mündig an den Therapiezielen mitwirken.</li><li>Keine Diagnose finden heißt lediglich, dass „die richtige Tür noch nicht geöffnet wurde“.</li><li>Man muss gegebenenfalls auch alternative Therapieformen und Wege benutzen.</li></ul>



<p><strong>Therapieverfahren (Abb. 3 a –c)</strong></p>



<p>Nachfolgend sollen einige Therapie­formen exem­plarisch dargestellt werden, die wir in unserer Akut- und Langzeitbetreuung verwenden und verbinden. Hierbei zeigt sich häufig bereits nach kurzer Zeit eine Symptomverbesserung und Problemlösung. Diese Auflistung stellt selbstverständlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="334" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Lichtenthal3_saez0218-Kopie-1024x334.jpg" alt="" class="wp-image-3014" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Lichtenthal3_saez0218-Kopie-1024x334.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Lichtenthal3_saez0218-Kopie-300x98.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Lichtenthal3_saez0218-Kopie-768x250.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Lichtenthal3_saez0218-Kopie-150x49.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Lichtenthal3_saez0218-Kopie-450x147.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/11/Lichtenthal3_saez0218-Kopie.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Abb. 3 a – c 
a) Lasertherapie mit Laserneedle b) Lokale Physiokeyanwendung bei OSG Beschwerden c) Lymphtherapie durch Kompressionsbehandlung im Lymphamaten (reduziert das Ausmassieren 
nach den Wettkämpfen immens)! Übrigens, im Lymphamat, das bin ich, Andrew Lichtenthal. Auch ohne Wettkampf sehr angenehm ;-)!</figcaption></figure>



<p><strong>Mesotherapie</strong></p>



<p>Das Wort Meso (griech.: mittel) nimmt Bezug auf das Mesoderm, dem mitt­leren Keimblatt, aus dem sich unter anderem Haut und Bindegewebe entwickeln. Sie fungiert auch als Matrix-Therapie und hat eine gezielte lokale und regulatorische Wirkung.&nbsp;</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Anregung der Mikrozirkulation (Medikamente), z. B. Lymphomyosot/Lymphdiaral, <a href="https://sportaerztezeitung.com/applikation/biologische-heilmittel-heel-gmbh/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Traumeel</a>, Silicium, Spas­cupreel/Ortoton…+ LA (häufig Procain)</li><li>Anregung Diffusionsprozesse (Medikamente), siehe oben</li><li>Substanzen gelangen kaum in den Blutkreislauf</li><li>physikalische Anregung (Stichelung)</li></ul>



<p><strong>Triggerpunkttherapie</strong></p>



<p>Ziel der Triggerpunkttherapie ist die Ermittlung lokal begrenzter Muskelverhärtungen an Kennmuskeln. Durch die Therapie soll eine Reduktion des Zugs an den Kettenstrukturen erzielt werden. Dafür stehen unterschiedliche Optionen zur Verfügung:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>TP-Infiltration, z. B. <a href="https://sportaerztezeitung.com/applikation/biologische-heilmittel-heel-gmbh/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Traumeel</a>, Lymphomyosot, Spascupreel… + Discus compositum/Zeel oder andere</li><li>Akupressur</li><li>Dry Needling</li><li>Stoßwellentherapie</li></ul>



<p><strong>Lasertherapie / Physiokey-Therapie</strong></p>



<p>Wirkung:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Anti-ödematös</li><li>Anti-inflammatorisch</li><li>Analgesie</li><li>Zellproliferation</li></ul>



<p>Indikationenbeispiele:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Gelenkbeschwerden</li><li>Muskelverletzungen</li><li>Sehnenreizungen</li><li>Knochenreizungen</li><li>Nervenregeneration</li><li>Postoperativ&nbsp;</li></ul>



<p><strong>Kinesiotaping/Lymphbehandlung mit Lymphamat</strong></p>



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<div class="wp-block-group"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow">
<div class="wp-block-group"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow">
<p>Verbesserung der Muskelfunktionen</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Tonusregulierung, Stoffwechselanregung, Schmerzlinderung</li></ul>
</div></div>
</div></div>
</div></div>



<div class="wp-block-group"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow">
<p>Entfernung von Zirkulationseinschränkungen&nbsp; &nbsp;</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Druckreduzierung, Lymphflussanregung/-regulierung</li></ul>
</div></div>



<div class="wp-block-group"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow">
<p>Schmerzreduktion</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Reizung der Mechanorezeptoren der Haut&nbsp;</li><li>Schmerzdämpfung</li></ul>
</div></div>



<div class="wp-block-group"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow">
<p>Unterstützung der Gelenkfunktion</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Propriozeptoren, Gelenkstabilisation,&nbsp;</li><li>Korrekturanlage</li></ul>
</div></div>



<p><strong>Medikamente</strong></p>



<p>Es sollten so wenig Medikamente wie möglich eingesetzt werden, falls jedoch notwendig, dann so effektiv wie möglich. Hierzu zählen bei der akuten Verletzung z.B. konventionelle Antiphlogistika (wie z.B. Ibuprofen, Diclofenac usw.), Komplexmittel (wie z.B. Arnica, <a href="https://sportaerztezeitung.com/applikation/biologische-heilmittel-heel-gmbh/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Traumeel</a> usw.), Enzyme (wie z. B. Bromelain, Therazym, Wobenzym usw.), Salben (wie z.B. Arnica-Salbe, CH alpha Gel, Doc-Salbe, <a href="https://sportaerztezeitung.com/applikation/biologische-heilmittel-heel-gmbh/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Traumeelcreme</a>, Voltarengel usw.). Im akuten Fall fangen wir z. T. auch mit der Gabe von mehreren Mitteln an, wobei so rasch wie möglich die konventionellen Antiphlogistika abgesetzt werden sollten, um nach Schmerzreduktion die lokale Heilung (Verletzung/Wunde…) nicht zu bremsen.</p>



<p><strong>Fazit: Rückblick London 2017 – Ausblick Berlin 2018</strong></p>



<p>Die Leichtathletik WM in London 2017 war für uns als medizinisches Team des DLV in der Vorbereitung in Kienbaum und am Beginn der Adaptationsphase in London eine Meisterschaft, die aus medizinischer Sicht regelrecht und adäquat verlief. Es waren keine schwerwiegenden Verletzungen zu verzeichnen, medizinische Neuerungen konnten gut integriert werden, die medizinische Informationsweitergabe aus Kienbaum nach London funktionierte ohne Reibungsverluste. Ab Donnerstag den 03.08.2017, mit Beginn des Norovirusausbruchs, änderte sich die Sachlage komplett. Im Verlauf konnte man erkennen, dass Sportmedizinbetreuung nicht nur medizinische Kontrolle und Behandlung bedeutet, sondern die Akutsportmedizin viele weitere Aspekte beinhaltet, u.a.:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Sportmanagement</li><li>Gesundheitsmanagement</li><li>Risikomanagement</li><li>Psychologisches Management</li><li>Führungsmanagement</li></ul>



<p>Für die Leichtathletik EM 2018 in Berlin bedeutet dies, dass London letztlich eine sehr gute Vorbereitung war, als medizinisches Team in Krisensituationen noch intensiver und kommuni­kativer intern und erweitert intern (DLV-Leitung/-Trainer…) miteinander zusammen zu arbeiten. Natürlich hoffen wir, dass Berlin diesbezüglich Norovirus-frei und auch anderweitig krisenfrei bleibt. Es ist ein großes Ereignis und eine Ehre für uns, im eigenen Land betreuen zu dürfen und wir hoffen, dass wir mit den Erfahrungen und unserer sportmedizinischen Expertise zu einem guten Gelingen beitragen können.&nbsp;</p>



<p><em>Weiterführende Literatur zu den Therapieverfahren</em></p>



<p><em>Mesotherapie – Einsatz in der Sportmedizin, Dr. med. Andreas Kastner, sportärztezeitung 04/2017, S.30 – 33</em></p>



<p><em>DGM – Deutsche Gesellschaft für Mesotherapie </em><em>– Praxis der Mesotherapie – nach Dr. Michel Pisto</em><em>r (Übersetzt Dr. Britta Knoll)</em></p>



<p><em>DGM – Deutsche Gesellschaft für Mesotherapie – Fortgeschrittenen Kurs – Orthopädie Sportmedizin Schmerztherapie (co. Dr. Knoll) 1999– 2004 Jubiläumsausgabe</em></p>



<p><em>Injection Techniques in musculoskeletal medicine – Stephanie Saunders, Steve Longworth – 4. Edition – Churchill Livingstone Elsevier</em></p>



<p><em>Injektionen in Gelenke, Sehnen und Muskel – Mo</em><em>nica Kesson, Elaine Atkins, Ian Davies – 1. Auflage </em><em>2006 – Huber Verlag</em></p>



<p><em>Muskelverletzungen im Sport – Müller-Wohlfahrt, </em><em>Ueblacker, Hänsel – 1. Auflage 2010 – Thieme Verlag</em></p>



<p><em>Leitfaden Triggerpunkte – Dominik Irnich – 1. Auflage 2009 – Verlag Elsevier</em></p>



<p><em>K Taping: Praxishandbuch, Grundlagen, Anlagetechniken – Birgit Kumbrink – 1. Auflage 2009 – Springer Verlag</em></p>



<p><em>Atlas der Palpationsanatomie – S. Tixa (übersetzt v. Jürgen Koebke) – 1. Deutsche Ausgabe 2002 – Hippokrates Verlag</em></p>



<p><em>Anatomy Trains/Myofasziale Leitbahnen – Thomas</em><em> w. Myers – 2. Auflage 2010 – Urban &amp; Fischer Verlag</em></p>
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			</item>
	</channel>
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