<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Dr. Sportwiss. Christian Klein, Autor bei sportärztezeitung</title>
	<atom:link href="https://sportaerztezeitung.com/author/klein-christian/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://sportaerztezeitung.com/author/klein-christian/</link>
	<description>Sportmedizin für Ärzte, Therapeuten &#38; Trainer</description>
	<lastBuildDate>Tue, 23 Dec 2025 11:11:21 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.1.4</generator>

<image>
	<url>https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/08/cropped-s_icon_square@2x-32x32.png</url>
	<title>Dr. Sportwiss. Christian Klein, Autor bei sportärztezeitung</title>
	<link>https://sportaerztezeitung.com/author/klein-christian/</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Verletzungen im Frauenfußball</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/21290/verletzungen_frauenfussball/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Sportwiss. Christian Klein]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Dec 2025 11:07:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[04/25]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://sportaerztezeitung.com/?p=21290</guid>

					<description><![CDATA[Eine deutschlandweite Studie betrachtet systematisch Verletzungen im Profifußball der Frauen und zeigt den Bedarf an geschlechtsspezifischen Präventionsmaßnahmen. Außerdem analysiert der Report das Verletzungsgeschehen der ersten und zweiten Männerligen im Basketball, [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Eine deutschlandweite Studie betrachtet systematisch Verletzungen im Profifußball der Frauen und zeigt den Bedarf an geschlechtsspezifischen Präventionsmaßnahmen. Außerdem analysiert der Report das Verletzungsgeschehen der ersten und zweiten Männerligen im Basketball, Eishockey, Fußball und Handball in den Spielzeiten 2021 / 22 und 2022 / 23.</b></p>
<p>Dabei wurden für die Auswertungen des kürzlich erschienenen Sportreports 2025 der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG) 3.267 (2021 / 22) bzw. 3.185 Spieler (2022 / 23) berücksichtigt, die in den betrachteten acht Ligen zum Einsatz kamen. Fußball stellt mit rund 32 % der eingesetzten Spieler die größte Teil­population, gefolgt von Handball (ca. 27 %, Eishockey (ca. 24 %) und Basketball (ca. 17 %).</p>
<h2><b>Leicht rückläufige Verletzungszahlen</b></h2>
<p>Die Anzahl der Verletzungen lag in den betrachteten Spielzeiten bei 5.932 (2021 /<br />
22) bzw. 5.919 Verletzungen (2022 / 23) und ist somit gegenüber der Zahl von 6.051 Verletzungen in der Saison 2020 /21 leicht zurückgegangen. Ebenso ist ein Rückgang der durchschnittlichen kumulativen Saisoninzidenzen über alle vier betrachteten Sportarten von 1,94 Verletzungen pro Spieler in der Saison 2020 / 21 auf 1,82 (2021 / 22) beziehungsweise 1,86 (2022 / 23) Verletzungen zu beobachten. Die Prävalenz, also der Anteil der Spieler am Gesamtkollektiv, die im Saisonverlauf mindestens eine Verletzung erleiden, stabilisiert sich bei etwa 73 %. Im Vergleich der einzelnen Sportarten lässt sich anhand der am häufigsten betroffenen Körperregionen schnell erkennen, dass das jeweilige Anforderungsprofil einen maßgeblichen Einfluss auf das Risikoprofil der Sportart hat. So stehen im Basketball und Handball primär Sprung- und Kniegelenksverletzungen als Folge vieler Landungen und Richtungswechsel auf engem Raum und mit Gegnerkontakt im Vordergrund. Im Eishockey dominieren weiterhin Kopf- und Schulterverletzungen das Unfallgeschehen als Folge vieler Checks, hoher Geschwindigkeiten und Kollisionen mit der Bande, dem Puck oder einem Schläger. Im Fußball stehen Oberschenkel- und Knieverletzungen auf den vordersten Rängen, die primär durch hohe Gesamtlauf- und lange Sprintdistanzen sowie fußballspezifische Tacklings und Anforderungen wie Passen, Schießen und Flanken erklärt werden können.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<figure id="attachment_21293" aria-describedby="caption-attachment-21293" style="width: 755px" class="wp-caption alignnone"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-large wp-image-21293" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/12/Klein_saez0425-1024x823.jpg" alt="" width="755" height="607" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/12/Klein_saez0425-1024x823.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/12/Klein_saez0425-300x241.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/12/Klein_saez0425-768x617.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/12/Klein_saez0425-150x121.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/12/Klein_saez0425-450x362.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/12/Klein_saez0425-1200x965.jpg 1200w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/12/Klein_saez0425.jpg 1500w" sizes="(max-width: 755px) 100vw, 755px" /><figcaption id="caption-attachment-21293" class="wp-caption-text">Ausgewählte Ergebnisse aus der Analyse der vier Mannschaftssportarten im Männerbereich kann der Übersicht entnommen werden. © VBG-Sportreport 2025</figcaption></figure>
<h2><b>Schwerpunktthema: </b><b>Verletzungen im Frauenfußball</b></h2>
<p>In der mittlerweile achten Ausgabe des VBG-Sportreport wird der Blick neben dem Sportartenvergleich um einen wichtigen Aspekt erweitert: die geschlechtsspezifische Betrachtung von Verletzungen. Im diesjährigen Schwerpunktthema präsentiert die VBG erstmals auch Erhebungen von Athletinnen. Dass der Frauenfußball prinzipiell andere Verletzungsschwerpunkte als der Männerfußball aufzeigt, ist aus verschiedenen Studien im Frauensport und insbesondere Frauenfußball weltweit bekannt. Vor allem der Profifußball der Frauen sorgt national und international immer wieder mit schweren Verletzungen zum Beispiel des Kniegelenks auch in nicht-medizinischen Medien für Schlagzeilen. Systematische Datensammlungen zum Beleg solcher gefühlten Trends von häufigeren Verletzungen im Frauenfußball sind allerdings kaum vorhanden. Auch in Deutschland sind bisher bewährte und bekannte Forschungsstrukturen zur Verletzungsanalyse nicht identisch vom Männer- in den Frauen-Profifußball übertragbar. Grund hierfür ist u. a. der geringere Professionalisierungsgrad im Frauenfußball. Aus diesem Grund wurde von der VBG eine deutschlandweite Ausschreibung zur wissenschaftlichen Analyse von Verletzungsprofilen im Frauen-Profifußball initiiert, welche in einer multizentrischen Studie unter der Leitung des Universitätsklinikums Regensburg in der gesamten Saison 2023/24 durchgeführt wurde.</p>
<p>Im Geschlechtervergleich und vor allem im Vergleich zu den Daten des Profifußballs der Männer aus dem vorliegenden VBG-Sportreport 2025 zeigten sich deutliche Differenzen. Die Prävalenz lag bei den Männern mit 85,9 % bzw. 77,8 % deutlich höher als bei den Frauen (41,8 %). Auch bei den Saisoninzidenzen zeigten sich Unterschiede. Pro Saison traten durchschnittlich etwa 2,2 Verletzungen pro Spieler und 0,6 pro Spielerin auf. Auch hinsichtlich der betroffenen Körperregionen gab es Unterschiede: Bei Frauen dominierte das Knie (22,4 %), gefolgt vom Sprunggelenk (19,5 %), dem Oberschenkel (18,1 %), bei den Männern traten mit rund 22 % am häufigsten Oberschenkelverletzungen auf, gefolgt von Verletzungen am Knie (ca. 15 %) und am Sprunggelenk (ca. 13 %). Bei den Männern wiesen Torhüter und Abwehrspieler die höchsten Verletzungsprävalenzen auf, im Frauenfußball lagen die Stürmerinnen an erster Stelle. Dennoch zeigten sich auch Gemeinsamkeiten, allen voran im Vergleich von Trainings- und Wettkampfverletzungen, der Spielfeldlokalisation und der Verletzungsmechanismen. Es ist jedoch anzumerken, dass der VBG-Sportreport die Analyse des Verletzungsgeschehens im Profifußball der Männer auf Basis von Versicherungsdaten vornimmt, während das Forschungsprojekt zum Profifußball der Frauen die Daten über direkte Berichte von Mannschaftsärzten sowie Physiotherapeuten erhoben hat. Daher weist der Vergleich trotz aller Bemühungen einer einheitlichen Verwendung von Definitionen metho­dische Limitationen auf. Diese flächendeckend im deutschen Profi-Frauenfußball erstmals durchgeführte Analyse von Verletzungen ist nicht nur weltweit einmalig, sondern stellt auch eine wertvolle epidemiologische Informationsbasis für Forscher, Vereinsärzte, Physiotherapeuten und Trainer dar. Die Re­krutierung von über 550 Spielerinnen und der Einschluss von über 360 Verletzungen zeigt die hohe Aussagekraft und Relevanz dieser Studie. Mit den Kniegelenkverletzungen konnte ein Verletzungsschwerpunkt gefunden werden, für den Frauen ein um den Faktor 4 und somit signifikant erhöhtes Risiko im Vergleich zu den Männern aufweisen und der einen dringenden Handlungsbedarf zur gezielten Unterstützung der Spielerinnen aufzeigt. Die Unterschiede und Parallelen zum Fußball der Männer zeigen, dass für das Kollektiv der deutschen Profi-Fußballerinnen spezifische und angepasste Datenerhebungen und damit auch Therapie- und Präventionskonzepte notwendig sind.</p>
<p><strong>Den gesamten VBG-Sportreport 2025 finden Sie unter www.vbg.de/cms/sport/sportreport</strong></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Prevention-Management-Tool</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/training/4657/prevention-management-tool-vbg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Sportwiss. Christian Klein&#160;,&#160;Hendrik Bloch]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Jan 2021 09:01:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Training]]></category>
		<category><![CDATA[01/20]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://sportaerztezeitung.com/?p=4657</guid>

					<description><![CDATA[Nur frische und erholte Spieler sind in der Lage, maximale Leistung abzurufen. Eine systematische Trainingssteuerung und -periodisierung stellt daher die Grundlage für eine erfolgreiche Saison dar. Gerade im Hinblick auf [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Nur frische und erholte Spieler sind in der Lage, maximale Leistung abzurufen. Eine systematische Trainingssteuerung und -periodisierung stellt daher die Grundlage für eine erfolgreiche Saison dar. Gerade im Hinblick auf die immer voller werdenden Wettkampfkalender ist es nicht leicht, ein optimales Verhältnis von Belastung und Erholung zu gewährleisten. Stimmt die Balance zwischen diesen beiden Polen, können die Spieler ihre Leistungs­fähigkeit kontinuierlich verbessern und sind auf den Punkt fit, wenn es darauf ankommt.&nbsp;</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ist die Belastung jedoch zu niedrig, bleiben sie oft unter ihren Möglichkeiten und können ihr Potenzial nicht voll ausschöpfen. Bei zu hohen Belastungen drohen hingegen Leistungstiefs und Verletzungen. Dabei ist eine hohe Spielerverfügbarkeit in Training und Wettkampf für die Mannschaften ein wichtiger Schlüssel zu sportlichem Erfolg [1, 2], denn nur gesunde Spieler haben überhaupt die Chance, sich im Training und Spiel weiterzuentwickeln. Zudem zeigen aktuelle Studien und Experteneinschätzungen [3 – 6], dass Überlastung einen der Hauptrisikofaktoren für Verletzungen darstellt. Üblicherweise ereignen sich Verletzungen multifaktoriell und lassen sich nur selten eindeutig auf einzelne Ursachen zurückführen. Ein vergleichsweise geringer Anteil an Verletzungen, in denen (Gegner-) Kontakt eine bedeutende Rolle spielt oder gar gegen das Regelwerk verstoßen wird, spricht jedoch dafür, dass die Gründe für Verletzungen überwiegend in anderen Bereichen zu finden und oftmals intrinsischer Natur sind [6]. Auch statistisch signifikante Schwankungen im Saisonvergleich können ein Hinweis auf den Risikofaktor Überlastung als eine relevante Ursache für hohe Verletzungsraten sein. So konnten beispielsweise im Fußball in den Spielzeiten nach großen Turnieren wie der FIFA Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien und der UEFA Europameisterschaft 2016 in Frankreich signifikant höhere kumulative Saisoninzidenzen und Ligainzidenzen beobachtet werden, als in Saisons nach üblichen Sommerpausen. Ursachen hierfür könnten die erhöhte Anzahl an Spielen sowie eine verkürzte Pausen- und Vorbereitungsphase sein [6, 7]. Folglich ist es aus präventiver Sicht von übergeordneter Bedeutung, Trainings- und Regenerationsmaßnahmen adäquat zu timen und aufeinander abzustimmen – insbesondere in Spielzeiten, die von einer hohen Wettkampfdichte und wenig Regenerationszeiten geprägt sind.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="590" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Klein3_saez0120-1024x590.jpg" alt="" class="wp-image-4660" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Klein3_saez0120-1024x590.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Klein3_saez0120-300x173.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Klein3_saez0120-768x442.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Klein3_saez0120-150x86.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Klein3_saez0120-450x259.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Klein3_saez0120-696x401.jpg 696w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Klein3_saez0120-1068x615.jpg 1068w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Klein3_saez0120-729x420.jpg 729w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Klein3_saez0120.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Individuelle Darstellung des Beanspruchungszustands 
im Längsschnitt. Monitoring-Übersicht für Sportler.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Optimale Belastungssteuerung</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus Sicht der Autoren bedeutet optimale Belastungssteuerung die geplante Umsetzung der richtigen (Trainings-) Inhalte zur richtigen Zeit, mit der richtigen Dauer und der richtigen Intensität zum Zweck einer kontinuierlichen Leistungsentwicklung und der Vermeidung von Verletzungen. Grundvoraussetzung für einen guten Steuerungsprozess ist für einen Trainer daher die Kenntnis des individuellen Erholungs- und Beanspruchungsgrads der Spieler. Unter dem Begriff Beanspruchung wird die individuelle physische wie psychische Ermüdung zu einem bestimmten Zeitpunkt verstanden. Der Grad der Beanspruchung ist dabei abhängig von der aktuellen Leistungsfähigkeit und Resilienz und kann somit von Person zu Person variieren, auch wenn die Belastung, also die objektiv erbrachte Leistung, dieselbe war. Allem voran in den Mannschaftssportarten stellt die Belastungssteuerung auf der Grundlage individueller Beanspruchungszustände folglich eine große Herausforderung für die Trainerteams dar. So gilt es sowohl das Mannschaftsgefüge im Blick zu halten und Mannschaftstaktiken sowie Spielsysteme einzustudieren und dabei dennoch jeden Spieler möglichst individuell zu fordern und zu fördern.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Prevention-Management-Tool (PMT)&nbsp;</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier setzt das von der VBG entwickelte Prevention-Management-Tool (PMT) an. Das PMT ist eine browserbasierte Web-App, die am PC, Tablet und auf dem Smartphone funktioniert. In diesem Tool kann aus einem Pool von über 30 qualitativen und quantitativen Monitorings ausgewählt werden, die einen Aufschluss über den derzeitigen Beanspruchungszustand der Spieler geben. Dazu zählen einfache Abfragen (u. a. Subjektives Wohlbefinden, subjektives Intensitätsempfinden (RPE), Schlafdauer), Tests zur Bestimmung der Konstitution (u. a. Größe, Gewicht, Körperfettanteil), motorische Tests (u. a. Sprung-Tests, Groin-Squeeze-­Test, Finger-Boden-Abstand) und Parameter zur objektiven Bestimmung der Belastung (u. a. Laufdistanz, Anzahl Sprints, Anzahl Antritte). Bei allen Monitorings lassen sich die Norm- und Grenzwerte auf die eigenen Bedürfnisse der Trainerteams anpassen und eigene Warnregeln definieren. Die Spieler können ihre Angaben bequem mit dem eigenen Smartphone oder alternativ im „Kabinenmodus“ vor bzw. nach dem Training in der Kabine zentral auf einem Endgerät einpflegen. Unter Einstellungen können Monitorings hinzu- oder abgewählt werden. Auch Regeln, wann welche Monitorings abgefragt werden sollen (z. B. jeden Tag oder an jedem Tag, an dem ein Event stattfindet) lassen sich auf die vorherrschenden Rahmenbedingen sowie die Bedürfnisse der Trainerteams anpassen. Bei der Auswahl der im PMT verfügbaren Monitorings wurde darauf geachtet, dass der Beanspruchungszustand auf unterschiedlichen Ebenen beschrieben werden kann. So wird zwischen dem (allgemeinen) subjektiven Wohlbefinden sowie dem muskulären und dem hormonellen Beanspruchungszustand unterschieden. Des Weiteren berechnet das PMT auf der Grundlage der subjektiven Intensitätseinschätzung der einzelnen Events durch die Athleten mittels der RPE-Skala die individu­elle Akut-Chronische-Belastungsratio (ACWR). Hierbei wird die akute Belastung der zurückliegenden sieben Tage im Verhältnis zur chronischen Belastung der vergangenen 28 Tage betrachtet. Diese Form der Belastungssteuerung wird in einem Konsensus Statement des IOC empfohlen [8] und beruht auf der Erkenntnis, dass Verletzungen insbesondere in Phasen auftreten, in denen Belastungsumfänge und -intensitäten in kurzer Zeit rasant ansteigen, beispielsweise in der Vorbereitungsphase nach der Sommerpause oder bei der Rückkehr ins Mannschaftstraining nach einer vorangegangenen Verletzung. In einem aktuellen systematischen Review [9], welches 23 wissenschaftliche Publikationen auswertete, wurde die ACWR, insbesondere in der im PMT berücksichtigten mathematischen Berechnungsmethodik mittels des exponentiell gewichteten rollierenden Mittelwerts, als wertvolles Tool zur Belastungssteuerung mit einem klaren Zusammenhang zu Non-Kontaktverletzungen bezeichnet. Die Autoren des Reviews empfehlen die ACWR – ebenfalls wie im PMT vorgesehen – in Kombination mit anderen Monitorings anzuwenden und weisen darauf hin, dass das Modell nicht für alle Sportarten, Leistungsniveaus und Altersklassen allgemeingültig anwendbar ist. Aus diesem Grund können im PMT auch für die ACWR die Grenzwerte an die Bedürfnisse der Nutzer angepasst werden.</p>



<figure class="wp-block-gallery columns-2 is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex"><ul class="blocks-gallery-grid"><li class="blocks-gallery-item"><figure><img decoding="async" width="971" height="1024" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Klein4_saez0120-971x1024.jpg" alt="" data-id="4661" data-full-url="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Klein4_saez0120.jpg" data-link="https://sportaerztezeitung.com/?attachment_id=4661" class="wp-image-4661" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Klein4_saez0120-971x1024.jpg 971w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Klein4_saez0120-285x300.jpg 285w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Klein4_saez0120-768x810.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Klein4_saez0120-150x158.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Klein4_saez0120-450x474.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Klein4_saez0120-300x316.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Klein4_saez0120-696x734.jpg 696w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Klein4_saez0120-1068x1126.jpg 1068w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Klein4_saez0120-398x420.jpg 398w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Klein4_saez0120.jpg 1200w" sizes="(max-width: 971px) 100vw, 971px" /><figcaption class="blocks-gallery-item__caption">Einfache Eingabe der Monitoringwerte durch die Spieler auf dem eigenen Smartphone, Tablet oder PC.</figcaption></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1022" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Klein8_saez0120-1024x1022.jpg" alt="" data-id="4662" data-full-url="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Klein8_saez0120.jpg" data-link="https://sportaerztezeitung.com/?attachment_id=4662" class="wp-image-4662" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Klein8_saez0120-1024x1022.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Klein8_saez0120-300x300.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Klein8_saez0120-150x150.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Klein8_saez0120-768x767.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Klein8_saez0120-70x70.jpg 70w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Klein8_saez0120-450x449.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Klein8_saez0120-696x695.jpg 696w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Klein8_saez0120-1068x1066.jpg 1068w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Klein8_saez0120-421x420.jpg 421w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Klein8_saez0120.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="blocks-gallery-item__caption">Übersichtliche Darstellung der wichtigsten Informationen für das Trainerteam auf dem Dashboard.</figcaption></figure></li></ul></figure>



<figure class="wp-block-gallery columns-2 is-cropped wp-block-gallery-2 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex"><ul class="blocks-gallery-grid"><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="439" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Klein5_saez0120-1024x439.jpg" alt="" data-id="4663" data-full-url="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Klein5_saez0120.jpg" data-link="https://sportaerztezeitung.com/?attachment_id=4663" class="wp-image-4663" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Klein5_saez0120-1024x439.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Klein5_saez0120-300x129.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Klein5_saez0120-768x329.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Klein5_saez0120-150x64.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Klein5_saez0120-450x193.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Klein5_saez0120-696x298.jpg 696w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Klein5_saez0120-1068x457.jpg 1068w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Klein5_saez0120-981x420.jpg 981w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Klein5_saez0120.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="blocks-gallery-item__caption">Einfache Koordination von Events wie Spiele, 
Trainingseinheiten oder Reisen.</figcaption></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="567" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Klein1_saez0120-1024x567.jpg" alt="" data-id="4664" data-full-url="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Klein1_saez0120.jpg" data-link="https://sportaerztezeitung.com/?attachment_id=4664" class="wp-image-4664" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Klein1_saez0120-1024x567.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Klein1_saez0120-300x166.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Klein1_saez0120-768x425.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Klein1_saez0120-150x83.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Klein1_saez0120-450x249.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Klein1_saez0120-696x385.jpg 696w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Klein1_saez0120-1068x591.jpg 1068w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Klein1_saez0120-759x420.jpg 759w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Klein1_saez0120.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="blocks-gallery-item__caption">Darstellung der Akut-chronischen Belastungsratio
(ACWR) auf Mannschafts- oder Spielerebene.</figcaption></figure></li></ul></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Fazit</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das PMT bietet Vereinen die Möglichkeit, nach derzeitigem Goldstandard Beanspruchungszustände zu quantifizieren und auf deren Grundlage die Belastung der Spieler individuell zu steuern. Im nächsten Schritt soll ein weiteres Modul in das PMT integriert werden, welches die Dokumentation und Auswertung von Verletzungen innerhalb der eigenen Mannschaft ermöglicht. Auf diese Weise kann es gelingen, wiederkehrende Verletzungsmuster zu identifizieren und adäquate Gegenmaßnahmen zu ergreifen – immer mit dem Ziel: weniger Verletzungen, mehr Erfolg.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em><br>Literatur</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>[1] Drew, M. K., Raysmith, B. P., &amp; Charlton, P. C. (2017). Injuries impair the chance of successful performance by sportspeople: A systematic review. British Journal of Sports Medicine, 51(16), 1209–1214.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>[2] Hägglund, M., Waldén, M., Magnusson, H., Kristenson, K., Bengtsson, H., &amp; Ekstrand, J. (2013). Injuries affect team performance negatively in professional football: An 11-year follow-up of the UEFA Champions League injury study. British Journal of Sports Medicine, 47(12), 738–742.&nbsp;</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>[3] Dvorak, J., Junge, A., Chomiak, J., Graf-Baumann, T., Peterson, L., Rosch, D., &amp; Hodgson, R. (2000).Risk factor analysis for injuries infootball players. Possibilities for a prevention program. The American Journal of&nbsp; SportsMedicine, 28(5Suppl),&nbsp; 69–74.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>[4] Klein, C., Henke, T., Luig, P., &amp; Platen, P. (2018). Leaving injury prevention theoretical? Ask the coach!—A survey of 1012 football coaches in Germany. German Journal of Exercise and Sport Research, 48(4), 489–497.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>[5] McCall, A., Carling, C., Nedelec, M., Davison, M., Le Gall, F., Berthoin, S., &amp; Dupont, G. (2014). Risk factors, testing and preventative strategies for non-contact injuries in professional football: current perceptions and practices of 44&nbsp; teams from various premier leagues. British Journal of Sports Medicine, 48(18),1352–1357.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>[6] Klein, C., Bloch, H., Burkhardt, K., Kühn, N., Schäfer, M. (2019). VBG-Sportreport&nbsp; 2019 – Analyse des Unfallgeschehens in den zwei höchsten Ligen der Männer: Basketball, Eishockey, Fußball, Handball. Eine Längsschnitt­betrachtung drei aufeinanderfolgender Spielzeiten.Hamburg: VBG</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>[7] Klein, C., Luig, P., Henke, T., &amp; Platen, P. (2019). Injury<br>burden differs considerably between single teams from German professional male football (soccer): Surveillance of three consecutive seasons. Knee Surgery, Sports&nbsp; Traumatology, Arthroscopy. </em><a href="https://doi.org/10.1007/s00167-019-05623-y"><em>https://doi.org/10.1007/s00167-019-05623-y</em></a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>[8] Soligard T, Schwellnus M, Alonso J, et al. (2016). How much is too much? (Part 1) International Olympic Committee consensus statement on load in sport and risk of injury. British Journal of Sports Medicine; 50,1030–1041.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>[9] Griffin, A., Kenny, I.C., Comyns, T.M. et al. The Association Between the Acute:Chronic Workload Ratio and Injury and its Application in Team Sports: A Systematic Review. Sports Med (2019) doi:10.1007/s40279-019-01218-2</em></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
