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	<title>Dr. med. Ulrich Kau, Autor bei sportärztezeitung</title>
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	<description>Sportmedizin für Ärzte, Therapeuten &#38; Trainer</description>
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	<title>Dr. med. Ulrich Kau, Autor bei sportärztezeitung</title>
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		<title>Akute Nierenschädigung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dr. med. Ulrich Kau]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Jun 2026 06:23:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[02/26]]></category>
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					<description><![CDATA[Exercise – included renal failure – „Durch Sport ausgelöste akute Nierenschädigung“ AIKN-Stadium 3. Serumkreatin bei Aufnahme 7,87 mg/dl, bei Entlassung 4,65 mg/dl Diese Diagnose im Arztbrief eines Ruderers nach einem 2.000 m Ruderergometer [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Exercise – included renal failure – „Durch Sport ausgelöste akute Nierenschädigung“ AIKN-Stadium 3. Serumkreatin bei Aufnahme 7,87 mg/dl, bei Entlassung 4,65 mg/dl</b></p>
<p>Diese Diagnose im Arztbrief eines Ruderers nach einem 2.000 m Ruderergometer Test im Januar 2020 zeigt, dass im Spitzensport immer wieder lebensbedrohliche Erkrankungen auftreten, die zwar selten sind, aber zu bleibenden Schäden führen können.</p>
<p>In der Literatur wird die Crush Niere als Teil des Crush Syndroms oder Rhab­domyolyse – Nierenschaden beschrieben. Dies tritt einerseits durch Quetschungen bei Unfällen auf oder wenn giftige Muskelabbauprodukte (Myoglobin, Kalium, Säuren) in den Blutkreislauf freigegeben werden und die Nieren Tubuli schädigen oder blockieren, was zum Nierenversagen führen kann. Im Spitzensport wird die Schädigung der Nieren durch Überlastung beim Wettkampf mit extrem hohen Laktatwerten und auch durch Dehydratationszustände erklärt. Die Ruderer des Deutschen Ruderverbandes (m und w) sind im Jahresverlauf sowohl zu der Selektion – jährlich im Frühjahr – sowie beim Zielwettkampf den härtesten Belastungen ausgesetzt. Beim individuellen 2.000 m Ruderergometer Test zur Selektion kommt es zu Überlastungen, Erschöpfungszuständen und maximalen Laktatwerten.</p>
<h2><b>Beispiele aus der Praxis</b></h2>
<p>Im März 2007 hatte ein Ruderer, der in der Vorwettkampfwoche durch Prüfungsstress – mit mangelnder Flüssigkeitszufuhr und eingeschränkter Ernährung – gehandicapt war, nach dem Erreichen einer neuen Bestzeit einen Laktatwert von 29,5 mmol/l. Nach Stabilisierung des Kreislaufs wurde mit Hydratation und leichter Bewegung versucht, ihn zu rekompensieren. Dies war jedoch nicht ausreichend. Nachdem der Ruderer Schmerzen im Bereich der Nieren verspürte – Diff. LWS Syndrom – wurde er mit einem Krea­tininwert von 3,5 mg/dl in die Uniklinik Leipzig aufgenommen. Unser oben genannte Fall vom Januar 2020 gestaltete sich ähnlich. Hier ging es bei dem 2.000 m Ruderergometer Test um die Selektion für Olympia in Tokio. Der Ruderer erreichte keinen individuellen Bestwert, jedoch einen Laktatwert von 26,7 mmol/l. Im weiteren Verlauf wurde auch hier mit Hydration und extensiver Radeinheit eine Rekompensation versucht. Ein Tag später wurde der Ruderer in eine Klinik in Dortmund mit oben genannter Diagnose aufgenommen. Beide Ruderer wurden nach zwei bis fünf Tagen wieder entlassen. Unter bilanzierter Flüssigkeitszufuhr und Kontrolle der Nierenretentionsparameter erfolgte langsam die Wiedereingliederung in den Trainingsprozess. Intensive Belastungen waren nach sechs Wochen wieder möglich. Beide überstanden die Erkrankungen ohne Folgeschäden. Der Ruderer aus dem Jahre 2007 wurde 2012 Olympiasieger im Achter. Der Ruderer von 2020 beendete nach verpasster Olympiaqualifikation 2021 seine Karriere.</p>
<h2><b>Anmerkung zu Natriumbicarbonat</b></h2>
<p>Seit einigen Jahren wird Natriumbicarbonat im Wettkampf substituiert, um eine Laktatpufferung zu initiieren. Dies bewirkt nach dem Wettkampf jedoch eine höhere Laktatkonzentration. Aus unseren Erfahrungen zeigt sich eine Erhöhung um 1 – 3 mmol / l Laktat. Eine neue Erkenntnis und Herausforderung, die Niere mehr zu beachten.</p>
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		<title>Rib Stress Injuries</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/13697/rib-stress-injuries/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dr. med. Ulrich Kau]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Mar 2023 09:12:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[Online]]></category>
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					<description><![CDATA[Ermüdungsbrüche im Rippenbereich sind leider keine Seltenheit im Rudersport. Typisch ist der Bruch im Bereich der 4/5 Rippe ventrolateral. Die Problematik ist im gesamten internationalen Rudersport präsent und bei der [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ermüdungsbrüche im Rippenbereich sind leider keine Seltenheit im Rudersport. Typisch ist der Bruch im Bereich der 4/5 Rippe ventrolateral. Die Problematik ist im gesamten internationalen Rudersport präsent und bei der durchschnittlichen Behandlungszeit von 60 – 100 Tagen für Ruderer, Trainer und Funktionäre eine angsteinflößende Diagnose.</strong></p>
<p>Ob bei Riemern oder Skullern, die Ursache ist eine muskuläre Dysfunktion des Musculus serratus anterior, der durch ständigen Zug und je nach Belastung die Verletzung herbeiführt. Mit entscheidend sind die Trainingsmethoden, das individuelle Krafttraining, das Trimming (Einstellung der Boote) und das Material z. B. der Ausleger. Trotz multipler Therapieansätze unseres medizinisch therapeutischen Teams im <a href="https://www.rudern.de/">DRV</a> &#8211;   im Trainingsalltag, Trainingslager oder Wettkampf &#8211;  bei muskulären Dysfunktionen tritt diese Verletzung immer wieder auf.</p>
<p>Bei einem internationalen Kongress wurden besonders in Australien bei 10 % der Riemerinnen eine solche Verletzung in einem Zeitraum von 10 Jahren dokumentiert, bei den slowakischen und tschechischen Skullern im selben Zeitraum von 3-4 %. In meiner Zeit als Ltd. Verbandsarzt im DRV waren es seit 2006 drei Riemer und drei Skuller, sowie in den Jahren 2017 und 2018 fünf Skullerinnen mit dieser Verletzung und wir lagen damit deutlich unter dem internationalen Schnitt.</p>
<h2>Aktueller Fall</h2>
<p>Eine Symptomatik bei einem Leistungsträger des Deutschland Achters  versetzte uns,  sechs Wochen vor den Olymoischen Spielen in Tokio, mit andauernden Rippenschmerzen trotz multipler Therapien in Alarmbereitschaft. Das am nächsten Tag durchgeführte MRT (Standarddiagnostik, neben CT und Knochenszintigraphie) zeigte die nicht dislozierte Fraktur der 5 Rippe linkslateral mit deutlichem Bluterguss. Die begleitenden Therapieformen wie Osteopathie, MT, Gabe von Vitamin D und Calcium sowie weiterführende Diagnostik mit Knochendichtemessung und hormoneller Status sind bei dieser Verletzung sinnvoll und wichtig und wurden parallel bei oben genanntem Sportler durchgeführt.</p>
<p>Der kurze Zeitraum bis zu den Olympischen Spielen, die Sorge der Mitruderer und Trainer, die sich parallel im Trainingslager zur unmittelbaren Wettkampfvorbereitung befanden und mit einem Ersatzmann ruderten, stellten uns vor einige Probleme. Das Wichtigste ist, den Sportler aus der Gruppe zu nehmen und individuell zu behandeln. Das Ausdauertraining  wurde durch tägliches Standradfahren geleistet. In der ersten Woche wurden Infiltrationen mit <a href="https://sportaerztezeitung.com/applications/heel-gmbh/">Traumeel</a> alle zwei Tage durchgeführt. Der Sportler erhielt Prostaglandinsynthesehemmer  &#8211; Ibuprofen 600 1-1-1  &#8211; für fünf Tage langsam ausschleichend sowie Calcium und Vitamin D in hoher Dosierung. Als weitere Therapien wurden Akupunkturen sowie Manuelle Therapieformen angewandt, um die fazialen Strukturen im zervikalen und thorakalen Bereich zu entspannen.</p>
<p>Als sehr effektiv stellte sich die in der Praxis bekannte Therapie mit Luxamed da. Bei dieser Therapie erfolgt eine metabolische Regulation des Gewebes mit extrem schwachen, metabolischen Potentialen, sogenannten Mikroströmen. Diese Therapie ist auf Basis dieser elektro – metabolischer Grundlagen konzipiert und wurde alle zwei Tage durchgeführt. Der Ruheschmerz im Bereich der Rippe war bereits nach zwei Tagen verschwunden. Sukzessive wurden leichte Dehnungsübungen in den Tagesverlauf eingebaut, wobei die Rippe mittels Kinesiotape stabilisiert wurde. Die mentale Betreuung des Athleten erhält in dieser Phase eine entscheidende Bedeutung. Vorteilhaft ist hier die Jahrelange enge Zusammenarbeit des Sportlers mit dem Arzt und Therapeuten und das damit vorhandene Vertrauensverhältnis. Die Weitergabe von Informationen an den Trainer und den Rest der Mannschaft wurde abgestimmt. Auch hier zählt das Fingerspitzengefühl des Arztes.</p>
<p>Nach zehn Tage konnte eine deutliche Besserung des klinischen Befundes erreicht werden, was sich auch im Kontroll CT zeigte. Der Sportler konnte sich nun langsam auf dem Ruderergometer belasten. Der Ruderer wurde daraufhin wieder zur Mannschaft ins Trainingslager geschickt. Unter weiterem Aufbautraining und begleitender komplementärtherapeutischen Therapie konnte der Sportler nach vier Wochen die ersten Streckenbelastungen rudern. Die olympische Regatta wurde schmerzfrei mit dem Gewinn der Silbermedaille gekrönt. Ende gut alles gut.</p>
<p>&nbsp;</p>
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<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-13698" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/03/RibStress1.jpg" alt="" width="1200" height="1454" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/03/RibStress1.jpg 1200w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/03/RibStress1-248x300.jpg 248w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/03/RibStress1-845x1024.jpg 845w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/03/RibStress1-768x931.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/03/RibStress1-150x182.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/03/RibStress1-450x545.jpg 450w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Veröffentlicht 22.03.2023</em></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Anti-Stressor</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/ernaehrung/3603/anti-stressor/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dr. med. Ulrich Kau,&#160;Günter Wagner&#160;,&#160;Uwe Schröder]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Dec 2020 09:01:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[03/18]]></category>
		<category><![CDATA[Panaceo]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Alltag leistungsorientierter Sportler ist gekennzeichnet durch zahlreiche Belastungen und Stressoren. Sie resultieren u. a. aus Schule, Ausbildung oder Beruf, dem Druck der Öffentlichkeit, Umweltfaktoren, hohen Trainingsbelastungen und Wettkämpfen. Diese nur [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der Alltag leistungsorientierter Sportler ist gekennzeichnet durch zahlreiche Belastungen und Stressoren. Sie resultieren u. a. aus Schule, Ausbildung oder Beruf, dem Druck der Öffentlichkeit, Umweltfaktoren, hohen Trainingsbelastungen und Wettkämpfen. Diese nur wenig modifizierbaren Faktoren </strong><strong>wirken genau wie eine nicht bedarfsgerechte </strong><strong>Lebensmittelauswahl als Stressoren.&nbsp;</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Summe der Stressoren kann mittel- bis langfristig zu Trainingsausfällen z. B. durch erhöhtes Infekt- und Verletzungsrisiko führen. Die Lebensmittelauswahl ist dabei ein leicht und effektiv modifizierbarer Einflussfaktor, dessen Potenzial für den Gesamtstresspegel noch (zu) wenig genutzt wird. Eine gezielte Lebensmittelauswahl mit sinnvoller Nahrungsergänzung kann den negativen Einfluss nicht veränderbarer Stressoren kompensieren.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Stress im Sport</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">In vielen leistungsorientiert betriebenen Sportarten kommen neben allgemeinen Stressoren auch Umweltkontaminanten wie verschmutzte Luft besonders zum Tragen. Auch zahlreiche Lebensmittel können unter körperlicher Höchstbelastung als zusätzliche Stressfaktoren wirken. Zu ihnen zählen raffinierte Kohlenhydrate, künstliche Farbstoffe, Konservierungsstoffe und Süßstoffe [1]. Leistungsorientiertes Sporttreiben ist gekennzeichnet durch die Kombination aus akutem und chronischem Stress: Zum akuten Stress wie hohe Trainingsbelastung, Wettkampfdruck und Ehrgeiz gesellen sich Stressfaktoren, die durch die Ausbildung, den Beruf oder die Schule entstehen sowie soziale Iso­lation, Druck der Öffentlichkeit aber auch der tägliche Stress als Ausdruck chronischer psychosozialer Stressoren [1]. Oft wird im Leistungssport auf stark verarbeitete Lebensmittel mit geringer Nährstoffdichte zurückgegriffen. Diese Lebensmittelauswahl wirkt zwar zeitersparend, kann aber einen weiteren unbewussten Stressor darstellten. Eine Lebensmittelauswahl, die reich an Zusatzstoffen, raffinierten Kohlenhydraten und tierischem Protein ist sowie eine geringe Nährstoffdichte aufweist, kann das Stressniveau deutlich erhöhen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="428" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Kau_Illu_saez0318-1024x428.jpg" alt="" class="wp-image-3604" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Kau_Illu_saez0318-1024x428.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Kau_Illu_saez0318-300x126.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Kau_Illu_saez0318-768x321.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Kau_Illu_saez0318-150x63.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Kau_Illu_saez0318-450x188.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2020/12/Kau_Illu_saez0318.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Stress torpediert das Immunsystem</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben psychischem Stress spielt sportinduzierter Stress eine entscheidende Rolle im individuellen Stressmanagement. Ein erhöhtes Stressniveau kann wegen der verminderten kognitiven Leistung und dem vergrößerten Verletzungsrisiko relativ schnell zu sportbedingten Leistungseinbußen führen. Zudem beeinflusst Stress das Immunsystem negativ, was im Leistungssport u.a. zum Übertrainings-Syndrom führt [2, 3]. Leistungsorientierter Sport induziert darüber hinaus vermehrt oxidativen Stress, der zur Suppression der körpereigenen Abwehrkräfte führen kann. Mit einem sportartspezifischen, bedarfsgerechten Ess- und Trinkverhalten inklusive geeigneter Nahrungsergänzung und einem angemessenen Stressbewältigungsprogramm kann der Stress gemildert, die Leistungsfähigkeit verbessert und die Wahrscheinlichkeit stressbedingter Leistungseinbußen reduziert werden (siehe Abbildung).&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Silent Inflammation durch Stress &nbsp;</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Einige chemische Botenstoffe (Zytokine) werden in Verbindung gebracht mit einer depressiven Stimmungslage und einer reduzierten Stresstoleranz. Es konnte gezeigt werden, dass akuter Stress einen signifikanten, raschen Anstieg des proinflammatorischen Transkriptionsfaktors NF-KB induziert. Darüber hinaus führt regelmäßige Stressexposition zu einem verzögerten Anstieg von IL-1β und IL-6, jedoch nicht von entzündungshemmendem IL-10 [1]. Die verantwortlichen Zytokine können durch einen vermehrten Verzehr von Eicosapentaensäure (Omega-3-Fettsäure, mindestens 500 mg/d) und im Gegenzug einer verminderten Aufnahme der Eicosanoide aus Arachidonsäure (Omega-­6-Fettsäure) in ihrer Funktion gehemmt werden [3].&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aktuelle Studien dokumentieren, dass durch chronischen Stress eine nicht detektierbare Inflammation (silent inflammation) im Körper entsteht. Diese Entzündungen werden zum einen durch vermehrtes Auftreten inflammatorischer Zytokine und zum anderen durch eine verminderte Anzahl an antiinflammatorischen Zytokinen getriggert [1]. Um hier ernährungstherapeutisch entgegenzuwirken, bieten sich Sekundäre Pflanzenstoffe (SPS) an. Insbesondere die Polyphenole besitzen einen anti-inflammatorischen Charakter und können so das Zytokinsystem sowohl in einer akuten als auch in einer chronischen Stresssituation unterstützen. Die Auswertung zahlreicher Ernährungs- und Trainingsprotokolle von Leistungssportlern am Deutschen Institut für Sporternährung e.V. (DiSE e.V.), Bad Nauheim, dokumentiert, dass gerade in entscheidenden Trainings- und Wettkampfsituationen in der Regel nicht auf Lebensmittel mit hoher Nährstoff- und geringer Stressor-Dichte zurückgegriffen wird: Zu oft stehen energiedichte, nährstoffarme Produkte auf dem Speisenplan. Dabei wäre es einfach, mit nährstoffreichen Lebensmitteln eine Resistenz gegenüber Stress aufzubauen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>„Darmrezept“ zur Stressreduktion</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Hinter diesen stressbedingten, leistungsminimierenden Effekten kann sich das sogenannte „Leaky-Gut“-Syndrom verbergen. Die damit verbundene erhöhte Darm-Permeabilität kann die Ursache für die Translokation von Lipopolysacchariden, Toxinen und Pathogenen sein. Der Durchtritt dieser Endotoxine durch die Darmwand kann wiederum die Zahl proinflammatorischer Zytokine (TNF-a, IL-1, IL-6) erhöhen und Entzündungsreaktionen auslösen. Ziel muss es also sein, dieser inflammatorischen Reaktion langfristig entgegenzuwirken [4, 5]. Dazu ist eine Anpassung der Lebensmittelauswahl während Trainings- und Ruhezeiten erforderlich, um physiologische Darm-Mikroorganismen zu fördern. Besonders in regenerativen Trainingsphasen ist der deutlich verstärkte Verzehr von ballaststoffreichen Lebensmitteln (Vollkornprodukte, Gemüse, Salat) neben abwechslungsreich ausgewählten pflanzlichen Eiweißquellen (Hülsenfrüchte wie Soja, Erbsen, Linsen sowie Nüssen und Samen) empfehlenswert [5]. Sinnvoll ist auch die Einnahme von Probiotika, denn viele Studien zeigen, dass sie sich positiv auf die Darmgesundheit und die Leistungsfähigkeit auswirken. Probiotika sind in Form von Tabletten, Kapseln, Pulver oder von speziellen probiotischen Milchprodukten erhältlich. Sie haben einen Einfluss auf die Immunfunktion sowie auf die Reifung, den Schutz und die Funktion der Darmwandzellen. Dieser nützliche Effekt konnte bei Personen, die intensiv und häufig trainieren, deutlicher beobachtet werden als bei wenig körperlich Aktiven. Einen umfangreichen und einfach umsetzbaren Darmschutz bieten sinnvolle Nahrungsergänzungen wie z. B. Darmflora plus select Dr.Wolz. Denn ihre speziell ausgewählten Mikroorganismen – Lactobacillen und Bifidobacterien – fördern die natürliche Aktivität der Darmschleimhaut, reduzieren stressbedingte Entzündungen und unterstützen so das darmbasierte Immunsystem. Durch die magensaftresistente Kapselhülle erreichen die Mikroorganismen direkt und vor der Magensäure geschützt ihren Bestimmungsort im Darm. Dies ist ein großer Vorteil gegenüber fermentierten Nahrungsmitteln, bei denen immer eine Unsicherheit besteht, ob eine adäquate Mikroorganismenanzahl überhaupt die Passage durch das saure Magenmilieu überlebt und im Darm aktiv werden kann.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Sekundäre Pflanzenstoffe (SPS) als Anti-Stressoren</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Sowohl Probiotika als auch SPS, insbesondere die Polyphenole, wirken antioxidativ. Sie fördern die Darmmikrobiota und können vor subklinischen Entzündungen durch die Erhöhung der relativen Häufigkeit von speziellen Mikroorganismen (Bifidobacterien und Lactobacillen) schützen. Die Farbe der Gemüse- und Obstsorten gibt einen Hinweis auf die enthaltenen Polyphenole. Allgemein gilt, je dunkler die Farbe, desto höher ist die phytochemische Konzentration der SPS. So haben z. B. Anthocyane aus Früchten wie Erdbeeren, Himbeeren und roten Trauben eine starke antioxidative Wirkung, die sportbedingten, oxidativen Stress vermindert. SPS sind als nahezu essenziell zu bezeichnen, wenn es darum geht, den Körper bei der Bekämpfung von oxidativem und chronischem Stress zu unterstützen [2, 6]. Ein umfassender Stress-Schutz wird durch die Kombination unterschiedlicher Gemüse- und Obstsorten erzielt. Der tägliche Verzehr von grünen, gelben und roten Gemüse- und Obstsorten („Ampel-Prinzip“) liefert das größte Spektrum stressreduzierender SPS [7]. Im leistungssportlichen Trainingsalltag erweist es sich oft als schwierig, täglich ausreichend Gemüse und Obst zu verzehren. Um dennoch eine optimale Versorgung mit SPS zu gewährleisten, hat sich bei aktiven Sportlern der Einsatz von Vitalstoffkonzentraten bewährt, deren Gehalt an SPS konkret ausgewiesen wird (z. B. Vitalkomplex Dr. Wolz), denn mit 20 ml Vitalkomplex werden ähnlich viele SPS aufgenommen, wie sich in ca. 800 g unterschiedlichstem Gemüse und Obst befinden. Zudem verwendet der Körper unter Stress Reserve-B-Vitamine, deren Bedarf beim Sportler grundsätzlich erhöht ist.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Fazit</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine zielgerichtete Lebensmittelauswahl vermeidet beim Sportler nicht nur zusätzliche Stressoren, sie kann darüber hinaus stressreduzierend wirken. Das leistungssportliche Stressmanagement kann durch die zusätzliche Versorgung mit SPS und hochwertigen Probiotika unterstützt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Literatur</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>[1] &nbsp;P. H. Wirtz und R. von Känel, „Psychological Stress, Inflammation, and Coronary Heart Disease,“ Current Cardiology Reports , Nr. 19, 2017.&nbsp;</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>[2] M. J. Gonzalez und J. R. Miranda-Massari, „Diet and Stress,“ The Psychiatric Clinics of North America , 2014.&nbsp;</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>[3] A. Schek, „Nahrungsfaktoren und seelisches (Wohl-)Befinden,“ Leisungssport, 2003.&nbsp;</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>[4] A. Clark und N. Mach, „Exercise-induced stress behavior, gutmicrobiota-brain axis and diet: a systematic review for athletes,“ Journal of the International Society of Sports Nutrition , 2016.&nbsp;</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>[5] N. Mach und D. Fuster-Botella, „Endurance exercise and gut microbiota: A review“.Journal of Sport and Health Science.&nbsp;</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>[6] A. B. Irmler und G. Wagner, „Das Wirkspektrum sekundärer Pflanzenstoffe aus Obst und Gemüse,“ VFED aktuell, 2017.&nbsp;</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>[7] M. Oldhaver und G. Wagner, „Sporternährung praxisnah: Mehr Leistung mit Mikronährstoffen“, Eubiotika Verlag, Wiesbaden 2017</em></p>
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