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	<title>Dr. med. Lutz Graumann, Autor bei sportärztezeitung</title>
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	<description>Sportmedizin für Ärzte, Therapeuten &#38; Trainer</description>
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		<title>Reboots und die Funktionsweise von Recovery Boots</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dr. med. Lutz Graumann]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Sep 2022 04:00:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Training]]></category>
		<category><![CDATA[Online]]></category>
		<category><![CDATA[Reboots]]></category>
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					<description><![CDATA[Training und Regeneration sind die Schlüssel zum Erfolg in nahezu allen Sportarten. Im Spitzensport sind alle Nationen seit Jahren dabei, eine Erfolgsformel für Ihre Sportler zu ermitteln. Die Variable „Training“ [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="font-weight: 400;"><strong>Training und Regeneration sind die Schlüssel zum Erfolg in nahezu allen Sportarten. Im Spitzensport sind alle Nationen seit Jahren dabei, eine Erfolgsformel für Ihre Sportler zu ermitteln. Die Variable „Training“ wird seit mehr als 100 Jahren intensiv erforscht. Die Naturwissenschaften liefern alle paar Jahre wieder neue Erkenntnisse, wie Training noch besser dosiert, gesteuert, individualisiert und optimiert werden kann. So gibt es mittlerweile schon individuelle Trainingsempfehlungen unter Berücksichtigung von genetischen Merkmalen und Körpertypen. Das Training ist damit eine vielfach erforschte Variable, während dem Thema Regeneration bisher weniger Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Da alle Athleten unterschiedliche Körpertypen, Körpermerkmale und nicht zuletzt auch Vorlieben bzw. Abneigungen haben, fällt es oftmals schwer, allgemeingültige Empfehlungen für die Optimierung und Beschleunigung der Regeneration zu geben.</strong></p>
<h2 style="font-weight: 400;"><strong>Reboots Recovery Boots im Leistungssport</strong></h2>
<p style="font-weight: 400;">Im Dezember 2018 fand die Eishockey WM U20 Division I in Füssen statt. Dort wurden die deutschen Nationalspieler rund um die Uhr von der Universität Bochum untersucht und begleitet. Während der gesamten Vorbereitung und während des Turniers wurde zum ersten Mal das Prinzip von Recovery Boots mit dem System von Reboots unter der fachlichen Anleitung von Dr. Lutz Graumann und Dipl. SpoWI. Marcel Andrä eingesetzt. Bei der Funktionsweise von Recovery Boots handelt es sich um die systematische und kontrollierte Anwendung von Druck durch aufblasbare Arm-, Bein- und Hosenmanschetten. Durch das Aufpumpen externer Manschetten in einer bestimmten sequenziellen Abfolge wird der venöse und arterielle Blutfluss erhöht. Die Kompression, also die Ausübung von zirkulärem Druck auf die Extremitäten, soll die erste Phase der Regeneration beschleunigen.</p>
<p style="font-weight: 400;">In einer Studie, die im Journal of Functional Morphology and Kinesiology [1] veröffentlicht wurde, führten insgesamt 52 Basketball- und Handballspieler nach dem Wettkampf ein spezifisches Erholungsprotokoll durch. Es umfasste Recovery Boots, sequentiell 20 Minuten bei 200 mmHg, und Kaltwasseranwendungen (CWI), kontinuierlich 12 Minuten bei 12 °C. Diese Kombination scheint den Hydratationszustand, die Erholung und die Schmerzwahrnehmung im Verlauf eines engen Wettkampfkalenders aufrechtzuerhalten. Nach Ansicht der Mediziner ist dies die erste Studie, die die Wirksamkeit der Kombination von IPC und CWI [2] für die Wiederherstellung der mechanischen Muskelfunktion, der wahrgenommenen Anstrengung, des Schmerzempfindens, des Hydratationsstatus und der Schlafqualität während eines Turniers untersucht und die Ergebnisse nach Geschlecht verglichen hat. Angesichts dieser entzündungshemmenden und muskelerholenden Mechanismen schlagen die Forscher vor, dass die IPC auch bei der Behandlung eines verzögert einsetzenden Muskelkaters (DOMS) [3] eingesetzt werden kann.</p>
<h2 style="font-weight: 400;"><strong>Positive Effekte der IPC</strong></h2>
<p style="font-weight: 400;">Zusammengefasst haben diese Studien bewiesen, dass IPC mehrere Vorteile bietet, wie z. B. die Verringerung des Leistungsabfalls nach intensivem Training und die Linderung von Muskelkater direkt nach dem Training sowie 48 Stunden danach. Sie deutet auch darauf hin, dass Athleten, die IPC als Teil ihres Trainingsprogramms einsetzen, in der Lage sein sollten, ihr Trainingsvolumen mit einem geringeren Risiko von Verletzungen und Beschwerden zu erhöhen. Weitere Forschungsarbeiten können sich jedoch als nützlich erweisen, um die Technologie zu optimieren und das Ausmaß ihrer Wirkung zu erweitern.</p>
<p style="font-weight: 400;"><em>Literatur</em></p>
<p><em>[1] &#8222;JFMK | Freier Volltext | Intermittierende pneumatische Kompression und &#8230;.&#8220; https://www.mdpi.com/2411-5142/5/3/45/html. Zugriff am 7. Aug. 2021.</em></p>
<p style="font-weight: 400;"><em>[2] &#8222;Intermittierende pneumatische Kompression und Kaltwassertauchen &#8230;.&#8220; https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7739238/. Zugriff am 7. August 2021.</em></p>
<p style="font-weight: 400;"><em>[3] Delayed onset muscle soreness (DOMS) &#8211; Physiopedia.&#8220;https://www.physio-pedia.com/Delayed_onset_muscle_soreness_(DOMS). Accessed 7 Aug. 2021.</em></p>
<p style="font-weight: 400;">
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Regenerationsstrategien</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/training/9739/regenerationsstrategien/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dr. med. Lutz Graumann]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Sep 2021 08:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Training]]></category>
		<category><![CDATA[03/21]]></category>
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					<description><![CDATA[Über das Thema Regeneration wurden auch schon in der sportärztezeitung in der Vergangenheit des Öfteren berichtet. Die Wiederherstellung des physiologischen Gleichgewichts spielt dabei eine &#160;zentrale Rolle. In diesem Artikel sollen [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Über das Thema Regeneration wurden auch schon in der sportärztezeitung in der Vergangenheit des Öfteren berichtet. Die Wiederherstellung des physiologischen Gleichgewichts spielt dabei eine &nbsp;zentrale Rolle. In diesem Artikel sollen praxisnahe Regenerationsstrategien vorgestellt werden – wie sieht ein präventives Stressmanagement aus und welche Rolle kann dabei z.B. auch die Ernährung spielen?</strong></p>



<p><strong>Regenerativer Schlaf</strong></p>



<p><a href="https://host-sport-original:8890/rubriken/training/2571/schlaf-und-sportmedizin/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Schlaf </a>ist ein Regenerationsbooster, nicht nur für Sportler. In dieser Ruhephase repariert sich der Körper durch die Ausschüttung von Wachstumshormonen und Bildung neuer Immunzellen selbst. Durch die Stimulierung des Parasympathikus entspannt sich die Muskulatur – der Tonus wird verringert, die Herzfrequenz sowie der Blutdruck sinken im Laufe der Nacht auf Tiefstwerte ab und gleichzeitig steigt die <a href="https://host-sport-original:8890/rubriken/kardiologie/1697/hrv-regenerationsmanagement/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Herzratenvariabilität (HRV)</a> an. Obwohl selbst Wissenschaftler immer noch nicht alle Bestandteile des Phänomens Schlaf verstehen, lässt sich festhalten, dass eine gute Nacht im Wesentlichen vier Funktionen erfüllen muss:&nbsp;</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Regulation von Entzündungen</li><li>Entgiftung bzw. Abtransport von Stoffwechselzwischen und –Endprodukten</li><li>Reinigung der „geistigen Festplatte“ und Festigen des Erlernten</li><li>Wachstums- und Anpassungsprozesse</li></ul>



<p>Jede Form von körperlicher oder mechanischer Belastung wird kleine Entzündungsprozesse in unserem Körper hervorrufen. Entzündungen sind ein wesentlicher Bestandteil der körpereigenen Selbstheilungskräfte. Sie werden immer nur dann zu einem Problem, wenn sie über Nacht nicht abgeschlossen werden können und sich dadurch langsam im Körper aufsummieren. Das ist auch der Grund, weshalb gerade Sportler und körperlich hart arbeitende Menschen einen erhöhten Schlafbedarf haben. Zudem können auch alle Substanzen, die wir essen und trinken oder auch alle Stoffwechselzwischen- und -endprodukte sich in unserem Körper und noch schlimmer im Gehirn aufstauen, wenn der Körper nachts nicht genügend Zeit bekommt, um die Entgiftung oder den Abtransport zu meistern. Denn: Sobald die Schlafarchitektur – zu der auch Einschlafen und Aufwachen zählen – dauerhaft negativ verändert ist, kann es sein, dass wir körperlich und geistig nicht voll leistungsfähig sind – zudem anfälliger für Krankheiten. Sie haben sicher auch schon mal (bewusst oder unbewusst) mit den „Schlafräubern“ Bekanntschaft gemacht. Die „üblichen Verdächtigen“ treiben ihr Unwesen in Form einer Tasse Kaffee am späten Nachmittag, eines schweren reichhaltigen Abendessens, eines überlangen Meetings, eines intensiven Trainings am späten Abend, eines spannenden Thrillers im TV, eines stressigen Gesprächs, der Verspannung im Nacken bei der Büroarbeit oder ganz subtil in Form des grell-hellen Lichts des Badezimmers.</p>



<p><strong>Warm Down statt Cool Down</strong></p>



<p>Eishockey ist die schnellste Mannschaftsportart der Welt. Die Athleten bewegen sich mit bis zu 50 km/h auf dem Eis. Diese unvorstellbaren Leistungen sind nur möglich, da die Spieler jeweils nur 30 – 60 sec. am Stück auf dem Eis sind. Danach bekommen sie wieder eine kurze Verschnaufpause auf der Bank. Von den insgesamt 60 min. Spielzeit, verbringen die Spieler etwa 20 min. auf dem Eis, immer Vollgas. Im Gegensatz zum Fußball ist es für Eishockeyspieler Alltag, dass sie zweimal pro Woche Spiele absolvieren. „Englische Wochen“ sind also die Norm. Die Profiliga DEL spielt 52 Saisonspiele zuzüglich Playoffs. In der amerikanischen Profiliga NHL sind es sogar 82 Spiele in der regulären Saison. Die Spieler sind also einer etwa 50 % höheren Belastung in der Saison ausgesetzt, als Profifußballer. Eine optimale Regeneration ist daher eine Grundvoraussetzung für den Erfolg im Eishockey. Da die Regenerationsphase direkt mit dem Trainings- oder Spielende startet, sind die Profi­athleten sehr diszipliniert bei der Ums­etzung der Regenerationsstrategien.&nbsp;</p>



<hr class="wp-block-separator has-text-color has-background has-cyan-bluish-gray-background-color has-cyan-bluish-gray-color"/>



<p><strong>Hier exemplarisch aufgezeigt die Nachbelastungsroutine von Nationalspieler <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Korbinian_Holzer" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Korbinian Holzer</a> (1,90 m, 95 kg)</strong></p>



<p><strong><br></strong><em><strong>Flush Ride (um das angefallene Laktat schneller abzubauen) auf dem Spinning Bike:</strong><br></em><br>Zeitdauer: 9 min<br><strong>»</strong> 3 min hard auf hoher Wattzahl (300 – 40  W mit niedriger Trittfrequenz von 30 – 50 rpm)&nbsp;</p>



<p><strong>»</strong> 2 min easy spin (ca. 120 – 150 W mit hoher Trittfrequenz 90+rpm) 2 min auf hoher Wattzahl (300 – 400 W mit niedriger Trittfrequenz von 30 – 50 rpm)&nbsp;</p>



<p><strong>»</strong> 2 min easy Spin (ca. 120 – 150 W mit hoher Trittfrequenz 90+rpm)&nbsp;</p>



<p><strong>Statisches Stretching&nbsp;</strong>Zeitdauer: ca. 15 – 20 min total mit Hilfsmittel z.B. Stretch Band etc.&nbsp;</p>



<p><strong>Normatec Compression (gepulste Kompression)</strong> Zeitdauer: 15 – 20 min<br></p>



<p><strong>Wechselwarme Wasseranwendungen</strong><strong> (Kältebecken und Wärmebad)</strong></p>



<p><strong>»</strong> 3 min Cold Tub</p>



<p><strong>»</strong> 3 min Steam/Hot Tub</p>



<p><strong>»</strong> 3 – 5 Runden</p>



<p>Korbinians Tipp: Immer mit “KALT” beenden!!! Oder nur Cold Tub: 8 – 10 min Kältebecken</p>



<p><strong>Supplement Strategie:</strong></p>



<p><strong>»</strong> Elektrolyte Brausetabletten</p>



<p><strong>»</strong> Rote Beete Pulver</p>



<p><strong>»</strong> Aminosäuren</p>



<p><strong>»</strong> Eiweißshake nach Training/Wettkampf</p>



<p><strong>Selbstmassage</strong><strong>&nbsp;</strong></p>



<p>Gleich im Anschluss an das Warm Down empfehlen wir eine Massage bzw. Selbstmassage, z. B. mit der <a href="https://host-sport-original:8890/rubriken/applikation/7496/faszientraining/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Blackroll</a>, um den Muskeltonus der Muskulatur, die am meisten belastet wurde, herunter zu regulieren. Mit einer Selbstmassage per Rollkur kann daher die Regenerationszeit nach dem Training oder Wettkampf verkürzt und die Beweglichkeit sogar noch verbessert werden. Diese spezielle Rollkur wirkt durch die Kombination aus Druck sowie Bewegung. Durch das Rollen verringert sich nicht nur der Muskeltonus, sondern Muskeln und Faszien werden gegeneinander verschoben und so geschmeidig gemacht. Daher wird diese Art auch myofasziale Massage genannt. So können Verklebungen und Verhärtungen in Muskulatur, Sehnen und Faszien gelockert werden. Zudem wird die Durchblutung gefördert. Durch langsames Rollen über diese Stellen – sogenannte Triggerpunkte – dringt er dann tiefer ins Gewebe ein und kann die Verklebungen lösen. Jede Muskelgruppe, die während des Trainings / Wettkampfs hart gearbeitet hat, sollte 30 sec je Seite massiert werden. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass wirklich alle Bereiche mit Druck abgedeckt werden, selbst wenn es schmerzt. Gerade verhärtete Strukturen brauchen Zeit und Widerstand, um wieder weich und somit auch elastisch zu werden. Oftmals hilft es, wenn sich bei der Durchführung noch auf ein tiefes Ein- und Ausatmen konzentriert wird.&nbsp;</p>



<p><strong>Supplement Strategien für eine bessere Regeneration</strong></p>



<p><strong>Melatonin</strong></p>



<p>Eine Studie des Department of Brain and Cognitive Sciences in Cambridge konnte zwei wichtige Wirkungen von Melatonin belegen [1]. Zum einen kann es dazu führen, dass die Einschlafzeit verkürzt wird, zum anderen gelangten die Forscher auch zu ersten Erkenntnissen darüber, wie wichtig ein durchgehend hoher Melatoninspiegel nachts ist. Bei einem möglichst konstanten Wert bei entsprechender hoher Dosierung schliefen mehr Probanden durch und fühlten sich am nächsten Morgen fitter – schließlich traten sie auch schneller in die so nötige nächtliche Ruhe­phase ein. Die Dosis von 1 – 2 mg Melatonin reduziert die Einschlafzeit und führt auch bei längerem Konsum zu keinen negativen Feedbackschleifen. Dies bedeutet, dass auch bei der längeren Zufuhr von außen die körpereigene Produktion des Melatonins nicht reduziert wird. Melatonin sollte etwa 30 min vor dem Schlafengehen eingenommen werden. Beim erstmaligen Gebrauch wird empfohlen, mit zunächst 500 Mikrogramm (nicht Milligramm) für ein paar Nächte zu starten, bevor die Dosis auf 1 mg erhöht wird. Wenn dies keinen Nutzen bringt, kann nochmal in Schritten von 500 Mikrogramm langsam die Dosis auf max. 2 mg gesteigert werden.</p>



<p><strong>Kreatin</strong></p>



<p>Seit der Eishockey WM 2019 experimentiert die U20 Eishockey Nationalmannschaft der Männer mit <a href="https://host-sport-original:8890/rubriken/ernaehrung/1511/kreatin/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kreatin </a>für die Regeneration. 2 g Kreatinmono­hydrat in Kombination mit Zucker können dazu beitragen, dass die Psyche sich auch nach einer kürzeren Nacht gut erholt [2]. Dies liegt wohl darin begründet, dass die Rezeptoren, die mit dem müde machenden Botenstoff Adenosin belegt sind, durch das Kreatin wieder freigemacht werden. Die Studienlage hierzu ist aktuell noch dünn und es ist sicherlich noch mehr Forschung zu diesem Mechanismus notwendig.&nbsp;</p>



<p><strong>CBD-Öl</strong></p>



<p>Im September 2017 hat die World Anti-Doping Agency (WADA) Cannabidiol aus der Liste unzulässiger Substanzen gestrichen und somit vielen Athleten die Verwendung von <a href="https://host-sport-original:8890/rubriken/kardiologie/1667/quo-vadis-cbd/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">CBD </a>als natürliches Nahrungsergänzungsmittel beim Sport ermöglicht. <a href="https://host-sport-original:8890/rubriken/kardiologie/4104/cannabidiol-cbd/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">CBD-Öl</a> enthält als Hauptinhaltsstoff Cannabidiol, welches wie das THC zu den Cannabinoiden gehört. Doch anders als THC wirkt CBD nicht psychoaktiv, obwohl es in der chemischen Struktur nur gering abweicht. Neben vielen verschiedenen positiven Wirkungen auf die Gesundheit, die dem Stoff nachgesagt werden, soll CBD-Öl vor allem den Schlaf und die Regeneration fördern [3]. Cannabinoide, von denen bisher um die 60 extrahiert werden konnten, interagieren mit Rezeptoren in unserem Körper und breiten ihre Wirkung vor allem im Nervensystem und Gehirn aus. Sie wirken an den schmerzverarbeitenden Hirnarealen, im Rückenmark und im peripheren Nervensystem. Derzeit gibt es noch keine Health Claims zu gesundheitsförderlichen Aussagen, da es dazu noch weitere Untersuchungen und Langzeitbeobachtungen bedarf.</p>



<p><strong>Koffein</strong></p>



<p>Koffein ist ein wahrer Muntermacher und als solches die weltweit beliebteste psychoaktive Substanz mit einem Konsum von mehr als 120.000 Tonnen pro Jahr. Als sogenannte „pharmakologisch wirksame“ Substanz macht Koffein nicht nur wach, sondern steigert die körperliche Leistungsfähigkeit und verzögert auch die Ermüdung. Bei all den positiven Effekten der Leistungssteigerung kann es auch zu Nebenwirkungen wie z. B. Unruhe, Schlaflosigkeit, Magen-Darm-Beschwerden sowie einer Gewöhnung kommen. In natürlicher Form kommt es beispielsweise in Kaffee- und Kakaobohnen sowie Teeblättern vor. In unserer Ernährung ist es Bestandteil vieler Genussmittel. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit bewertet 400 mg Koffein am Tag als die maximale Dosis, die für gesunde Erwachsene als unbedenklich gilt. Bei schwangeren Frauen sind es nur 200 mg am Tag. Koffein gelangt über den Magen-Darmtrakt ins Blut und kann seine stimulierende Wirkung bereits eine Viertelstunde nach Einnahme entfalten. Demgegenüber steht allerdings seine lange „Verweildauer“ im Organismus. Es dauert ungefähr sechs Stunden, bis die Hälfte des Koffeins ausgeschieden ist.</p>



<p>Bei einem nicht unwesentlichen Anteil der Kaffee-Trinker und Energydrink-Konsumenten kann sich das Koffein auf den Nachtschlaf auswirken und sogar den Tiefschlaf in Teilen unterdrücken. Schuld daran sind bestimmte Rezeptoren im Gehirn. Eigentlich sollte dort Adenosin andocken. Ein müde machender Stoff, den der menschliche Organismus im wachen Zustand produziert. Wird Adenosin angehäuft, führt es so zum wichtigen Schlafdruck, den der Mensch zum Einschlafen benötigt. Koffein, das dem Adenosin chemisch ähnelt, dockt im Gehirn aber genau an den Rezeptoren an, die eigentlich für das Adenosin vorgesehen sind. Die Folge: Der Schlafdruck verringert sich, man bleibt länger wach. Wer mit Ein- oder Durchschlafproblemen zu kämpfen hat, sollte daher den Koffeinkonsum überdenken und im Idealfall nach 14 Uhr keine „aufputschenden“ Drinks mehr zu sich nehmen. Menschen, die sehr sensibel auf Koffein reagieren, können diesen Zeitpunkt sogar noch weiter nach vorne verschieben. Dann sollte das letzte koffeinhaltige Getränk zum, bzw. direkt nach dem Mittagessen getrunken werden.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="638" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/12/Bildschirmfoto-2021-08-30-um-18.08.50-1024x638-1.jpg" alt="" class="wp-image-9741" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/12/Bildschirmfoto-2021-08-30-um-18.08.50-1024x638-1.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/12/Bildschirmfoto-2021-08-30-um-18.08.50-1024x638-1-300x187.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/12/Bildschirmfoto-2021-08-30-um-18.08.50-1024x638-1-768x479.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/12/Bildschirmfoto-2021-08-30-um-18.08.50-1024x638-1-150x93.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/12/Bildschirmfoto-2021-08-30-um-18.08.50-1024x638-1-450x280.jpg 450w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Exkurs: Koffeingehalt verschiedener Getränke
Tasse Filterkaffee (200 ml) – 90 mg / Dose Energy Drink (250 ml) – 80 mg / 
Espresso (30 ml) – 40 mg / Tasse schwarzer Tee (200 ml) – 45 mg /
Tasse grüner Tee (200 ml) – 30 mg / Dose Cola-Getränk (330 ml) – 35 mg / 
Tasse Kakao-Getränk (200 ml) – 8 bis 35 mg /halbe Tafel Zartbitterschokolade (50 g) – 25 mg</figcaption></figure>



<p><strong>Tee</strong></p>



<p>Ähnlich wie bei Kaffee variiert die Menge an Koffein im Tee, abhängig von der Sorte und der Stärke des Aufguss. Eine Tasse Schwarzen Tee, die nur eine Minute zieht, enthält etwa 20 mg Koffein, nach fünf Minuten sind es schon 30 mg. Also vergleichbar mit einem Espresso. Natürlich können verschiedene Teesorten in der Stärke variieren, aber es gilt: Je länger der Tee zieht, desto höher ist sein Koffeingehalt.</p>



<p><strong>Guarana</strong></p>



<p>Die aus dem Amazonasgebiet stammende Kriechpflanze Guarana enthält die Substanz Guaranin. Diese wird als Koffeinalternative in einigen kohlensäurehaltigen Getränken und Energy-Drinks gemischt. Guaranin ist in der Wirkung fast identisch mit Koffein. Im Vergleich zu Koffein in Kaffeebohnen ist Guaranin in Guarana in der doppelten Menge vorhanden.&nbsp;</p>



<p><strong>Licht als modernes Schlafproblem</strong></p>



<p>Die Erfindung der Elektrizität und derer flächendeckenden Verbreitung im 20. Jahrhundert griff existenziell in unseren Wach-Schlaf-Rhythmus ein. Davor regulierte die Sonne am Himmel die Helligkeit am Tag. Das künstliche Licht macht es möglich, immer und jederzeit zu arbeiten, auch wenn es sich dabei konträr zu unserer inneren Uhr verhält. Für unseren Organismus ist Licht auch ein Steuerungsinstrument, das uns signalisiert, wann es Zeit ist, wach zu sein und müde zu werden. Künstliches Licht zur falschen Zeit kann den Biorhythmus also stören. ­Allerdings ist hier nicht nur die Rede von Deckenleuchten in Großraumbüro, Flughafen- und Bahnhofsterminals, sondern auch von Lichtquellen, die kaum größer sind als eine Spielkarte. Denn die Nutzung von digitalen Geräten mit ihren hintergrundbeleuchteten Displays scheinen bei vielen Menschen unweigerlich den Schlaf zu stören. Digitale Devices wie Smartphones, Tablets, Fernseher oder Computer sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Obwohl sie die Kommunikation verbessern oder für Unterhaltung und Kurzweil sorgen, kann die die häufige Nutzung dieser Geräte Stress verursachen und den Schlaf beeinflussen: ob es die ständige Ablenkung von anderen Aufgaben ist, die Sorge, etwas Wichtiges zu verpassen oder das Gefühl, permanent erreichbar sein zu müssen. Die Gründe sind vielfältig und auch situativ und individuell verschieden. Studie zeigen bereits, dass viele Menschen sogar davon abhängig sind. Doch nicht nur psychisch, sondern auch physisch können uns diese Devices stressen. Denn die Displays vieler digitaler Geräte (vor allem LED) strahlen das sogenannte blaue Licht aus. Dieses aber unterdrückt die Produktion des Schlafhormons Melatonin und vermeidet, dass wir müde werden. Der „digitale Sonnenuntergang“ sollte daher bis spätestens 21:00 eingeläutet werden.&nbsp;</p>



<p>Um das „Licht“ ein wenig auszutricksen, können folgenden Tipps helfen: Sobald die Sonne untergeht, Blaulichtfilter nutzen. Also ab dem frühen Abend die Nightshift- bzw. Blaulichtfilterfunktion des Smartphones, Tablets oder Notebooks einschalten. Bei manchen Geräten lässt sich eine Zeit einstellen, zu der sich der Filter automatisch aktiviert. Wenn das Gerät nicht standardmäßig über eine Blaulichtfilterfunktion verfügt, lässt sich diese als Software beziehungsweise App – Beispiel F.Lux – nachrüsten. Helles Licht am Abend lässt sich auch über eine spezielle gelbgefärbte blaulichtfilternde Brille abdunkeln. Ideal auch für Geschäftsreisende, die abends und nachts noch beispielsweise an den hellerleuchtenden Flughafenterminals unterwegs sind. Die beide Faktoren – Stress sowie blaues Licht – in Kombination laufen konträr zu dem Verlangen nach erholsamem Schlaf. Ein erster Schritt dorthin wäre den digitalen Medienkonsum – vor allem in den Abendstunden – deutlich zu reduzieren.&nbsp;</p>



<p><em>Literatur</em></p>



<p><em>[1] www.pnas.org/content/91/5/1824.short</em></p>



<p><em>[2] Kreider RB, Kalman DS, Antonio J, Ziegenfuss TN, Wildman R, Collins R, Candow DG, Kleiner SM, Almada AL, Lopez HL.J Int Soc Sports Nutr. 2017 Jun 13;14:18. doi: 10.1186/s12970-017-0173-z. eCollection 2017.PMID: 28615996</em></p>



<p><em>[3] Kasper AM, Sparks SA, Hooks M, Skeer M, Webb B, Nia H, Morton JP, Close GL.Int J Sport Nutr Exerc Metab. 2020 Jul 30;30(5):315 – 322. doi: 10.1123/ijsnem.2020-0151.PMID: 32732454</em></p>



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		<title>Training + Regeneration = Erfolg</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/training/5834/training-regeneration-erfolg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dr. med. Lutz Graumann]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 Mar 2021 09:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Training]]></category>
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					<description><![CDATA[Im Spitzensport sind alle Nationen seit Jahren dabei, eine Erfolgsformel für ihre Sportler zu ermitteln. Die Variable „Training“ wird seit mehr als 100 Jahren intensiv erforscht. Die Naturwissenschaften liefern alle [...]]]></description>
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<p><strong>Im Spitzensport sind alle Nationen seit Jahren dabei, eine Erfolgsformel für ihre Sportler zu ermitteln. Die Variable „Training“ wird seit mehr als 100 Jahren intensiv erforscht. Die Naturwissenschaften liefern alle paar Jahre wieder neue Erkenntnisse, wie Training noch besser dosiert, gesteuert und individualisiert werden kann. So gibt es mittlerweile schon individuelle Trainingsempfehlungen unter Berücksichtigung von genetischen Merkmalen und Körpertypen.&nbsp;</strong></p>



<p>Die Variable „Regeneration“ ist dagegen nach wie vor eine „Unbekannte“, mit nur ein paar gut erforschten Konstanten. Noch immer wissen wir nicht genau, was wir qualitätsgesichert anwenden oder empfehlen können, um die Regeneration zu optimieren oder zu beschleunigen. Organisationen, Verbände und Vereine konnten sich bisher nicht auf einheitliche Verfahren und Protokolle einigen. Und dies, obwohl seit 2012 eine Studie unter Leitung des Bundesinstituts für Sportwissenschaften zu diesem Thema läuft. Den aktuellen Forschungsstand können Sie jederzeit unter www.regman.de einsehen.</p>



<p><strong>Schlaf und Regeneration</strong></p>



<p>Im Dezember 2018 fand die Eishockey WM U20 Division I in Füssen statt. Die Deutschen Nationalspieler wurden die komplette Zeit von der Universität Bochum untersucht und betreut. Spitzensportler werden dafür bezahlt, Höchstleistungen zu erbringen – und alle die dies über mehrere Jahre machen, nehmen die Regeneration und vor allem den Schlaf sehr ernst. Tom Brady, LeBron James und Roger Federer schlafen je nach Grad der physischen Anstrengung bis zu 10,5 Stunden pro Nacht. Die Normalbevölkerung ist jedoch weit von dieser Schlafquantität entfernt. In Deutschland schlafen 24 % der Menschen weniger als 6 Stunden [1].</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Bildschirmfoto-2021-02-22-um-15.48.09-1024x1013.jpg" alt="" class="wp-image-5836" width="345" height="329"/></figure>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Graumann_Abb2_saez0219-1024x943.jpg" alt="" class="wp-image-5840" width="539" height="488"/><figcaption><em>Quelle: Schlafdaten : TK Studie 2017</em></figcaption></figure>



<p>Fehlende Regeneration und zu wenig Schlaf wirken kurzfristig negativ auf unsere Laune und Leistungsfähigkeit aus, aber mittel- und langfristige werden folgenden Krankheitsrisiken dramatisch erhöht [2]:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Diabetes</li><li>Herzkrankheit</li><li>Depression</li><li>Hormonelle Störungen</li><li>Krebs</li></ul>



<p>In unserem tiefsten Inneren haben wir immer noch ein schlechtes Gewissen, wenn wir über Ruhepausen und Erholung nachdenken. Im Frühjahr sind die Praxen voll mit Sportlern, die sich im Rahmen guter Vorsätze für das neue Jahr „mehr Sport“ auf die Fahnen geschrieben haben. Viele von ihnen haben es leider übertrieben und zu viel, zu häufig oder mit mangelnder Bewegungsqualität trainiert. Was bisher aber noch nie vorgekommen ist, dass Sportler einen Arzt wegen eines „Überregenerations-­Syndroms“ aufgesucht haben.</p>



<p><strong>Was ist Regeneration?</strong></p>



<p>Regeneration ist die Summe aller Prozesse, die im Körper im Anschluss an eine Belastung ablaufen. Das gemeinsame Ziel dieser Prozesse ist die Wiederherstellung des physiologischen Gleichgewichts (der sogenannten Homöostase). Sobald das Gleichgewicht wiederhergestellt wurde, kann ein Anpassungsprozess eingeläutet werden, der Superkompensation genannt wird.&nbsp;</p>



<p><strong>Regenerationsprozesse:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li>1. Wiederauffüllen der Energiespeicher (Glykogen)</li><li>2. Wiederauffüllen der verlorenen Mineralstoffe und des Körperwassers</li><li>3. pH-Wert Regulation</li><li>4. Regulation der Körpertemperatur</li><li>5. Entzündungsregulation</li><li>6. Ausschüttung an Sexualhormonen und Wachstumshormone (damit wir nicht nur auf das Ausgangsniveau der Leistung zurückkehren, sondern sogar mit der Zeit besser oder robuster werden)</li><li>7. Psychische/mentale Erholung</li><li>8. Motorische und kognitive Lerneffekte</li></ul>



<p>Die Regeneration stellt eine perfekte Integration der drei folgenden unterschiedlichen Physiologischen-Prozesse dar, die alle gleichzeitig und synergistisch in unserem Körper ablaufen:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>biochemische Prozesse (Stoffwechsel, Entgiftung, Immunsystem, Verdauung)</li><li>bioelektrischer Prozesse (Zentrales und Periphäres Nervensystem, inkl. Kommunikation zwischen Körperarealen)</li><li>biomechanische Prozesse (Körperhaltung, Bewegung, Lymphsystem, Verdauung)</li></ul>



<p>Diese drei ganz unterschiedlichen Funktionsweisen eröffnen uns drei komplett unterschiedliche Herangehensweisen an das Thema Regeneration.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="641" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Graumann_Abb3_saez0219-1024x641.jpg" alt="" class="wp-image-5839" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Graumann_Abb3_saez0219-1024x641.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Graumann_Abb3_saez0219-300x188.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Graumann_Abb3_saez0219-768x481.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Graumann_Abb3_saez0219-150x94.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Graumann_Abb3_saez0219-696x436.jpg 696w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Graumann_Abb3_saez0219-1068x668.jpg 1068w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Graumann_Abb3_saez0219-671x420.jpg 671w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Graumann_Abb3_saez0219.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Quelle: © Dr. Lutz Graumann</figcaption></figure>



<p><strong>Regeneration quantifizieren</strong></p>



<p>Es gibt derzeit viele unterschiedliche Ansätze, um Regeneration, Stress und Schlaf mit Zahlenwerten zu belegen. Es existieren sehr viele Gadgets auf dem Markt, die eine pseudowissenschaftliche Genauigkeit in puncto Schlafmessung vorgeben. Überprüft und hinterfragt man deren wunderhübsche Grafiken, bleibt oftmals nicht mehr viel von deren Aussagekraft übrig.</p>



<ul class="wp-block-list"><li>1. Bewegungssensoren in Wearables (z. B. fitbit)</li><li>2. Puls-Brustgurte (z.B. Polar H7)</li><li>3.Langzeit-EKGs mit Accelerometrie (z.B. Nambaya)</li><li>4.Optische „photo-pletysmographische“ Sensoren (z.B. Smartwatches und Oura Ring)</li><li>5.Piezoelektrische elektromechanische Streifen (z. B. EmfitQS)</li><li>6.Laborparameter (Cortisol, Testosteron, CK, CRP, etc.)</li><li>7. Fragebögen (z.B. ARRS)</li></ul>



<p>Generell raten wir vom Einsatz von Wearables, welche nur mittels Accelerometrie die Regeneration quantifizieren, ab. Wearables und Smartwatches, welche die Belastung und Regenration mittels Accelerometrie und Photoplethysmographie (PPG) bestimmen – also Bewegung und Herzfrequenz integrieren- nehmen durch den technischen Fortschritt in der Genauigkeit immer mehr zu. Tagsüber entstehen bei intensiver Bewegung nach wie vor Artefakte, die oftmals keine zufriedenstellenden Analysen zulassen. In Ruhe nimmt die Genauigkeit dagegen deutlich zu.</p>



<p>Die Herzfrequenzvariabilität (HRV) ist derzeit einer der vielversprechendsten Marker für die Regulation des autonomen Nervensystems (ANS) und somit auch für den Wechsel von Belastung und Regeneration. Sie erfordert jedoch die Erfassung eines EKG-Signals, um die RR-Intervalle zuverlässig zu erfassen. Mit HRV bezeichnen wir die unterschiedlichen zeitlichen Variationen zwischen den einzelnen Herzschlägen (der sogenannte R-R Intervall aus dem EKG). Die Variabilität nimmt ab, wenn durch Stress, Bewegung oder aber auch Erkrankungen der Puls ansteigt. Und durch Entspannung, Atemtechniken und Meditation steigt die HRV wieder an. Spannenderweise schlägt ein gesundes Herz in Ruhe also gar nicht so rhythmisch wie ein Schweizer Uhrwerk. Unser Herzschlag variiert ständig und passt sich so den physischen und psychischen Umständen / Anforderungen an.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Graumann_AbbEKG_saez0219-1024x261.jpg" alt="" class="wp-image-5838" width="824" height="210" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Graumann_AbbEKG_saez0219-1024x261.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Graumann_AbbEKG_saez0219-300x77.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Graumann_AbbEKG_saez0219-768x196.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Graumann_AbbEKG_saez0219-150x38.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Graumann_AbbEKG_saez0219-696x177.jpg 696w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Graumann_AbbEKG_saez0219-1068x272.jpg 1068w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Graumann_AbbEKG_saez0219.jpg 1200w" sizes="(max-width: 824px) 100vw, 824px" /><figcaption>Abb. EKG Streifen   Quelle: © Dr. Lutz Graumann</figcaption></figure>



<p>Generell gibt es zwei gängige Methoden für die HRV Messung:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Kurzzeit-HRV HRV-Messung von 2-15 Minuten</li><li>Langzeit-HRV HRV-Messung über 12-24-Stunden</li></ul>



<p>Die HRV wird durch folgende Faktoren beeinflusst:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Physische Aktivität (Bewegung / Sport)</li><li>Stress-Empfinden</li><li>Emotionale Prozesse</li><li>Regeneration</li><li>Lage- oder Richtungswechsel</li><li>Atmung (forciertes Ein- oder Ausatmen</li><li>Autonomes Nervensystem (ANS)</li></ul>



<p>Da sowohl psychische als auch physische Effekte die HRV beeinflussen, konzentrieren wir uns auf die Langzeit Messung, da hier kurzzeitige Effekte nicht zu falsch positiven oder negativen Ergebnissen führen.</p>



<p>HRV-Indizes aus der PPG-Analyse (Pulsratenvariabilität oder PRV) sind derzeit schon in der Erprobung. Die erzielten Ergebnisse deuten darauf hin, dass die PRV als Alternative für die HRV-Analyse bei gesunden Probanden in Ruhe verwendet werden kann. Nach Belastungen oder bei Herzpatienten sind die Ergebnisse leider nur mit Vorsicht zu verwenden [3]. Auch die klassischen Pulsgurte sind oftmals ebenso ungeeignet, da der Pulsgurt in der Nacht oft als unangenehm bewertet wird und die Abtastrate des Herzschlags in der Regel für eine genaue Bestimmung der R-R Abstände zu gering ist. Die Pulsgurte sammeln die Daten mit einer Frequenz von 60 Hz. Um aber ein halbwegs genaues Bild der HRV zu bekommen, benötigen wir jedoch mindestens 250 Hz oder noch besser 500 Hz. Diese medizinisch genauen Daten liefern die aktuelle Generation EKG Recorder. Die wasserdichten Bittium Faros 180 und 360 EKG-Rekorder ermöglichen zusammen mit einer Patch-­Elektroden Langzeit-EKG-Aufnahmen für jeweils drei bis sieben Tage. Dabei können die Patienten und Sportler körperlich aktiv sein, Sport treiben und duschen, ohne den Rekorder zu entfernen oder die Aufnahme stoppen zu müssen.</p>



<p>Die piezoelektrischen Streifen, die erstaunlicherweise unter der Matratze platziert werden, eigenen sich sehr gut zur Verlaufskontrolle, da sie nicht invasiv sind und von den Sportlern und Patienten als überhaupt nicht störend empfunden werden. Durch die Matratze den Herzschlag messen klingt zunächst verrückt, ist aber schon seit ein paar Jahren Realität. Wir können den Herzschlag und sogar die Atmung durch die Matratze hindurch messen. Zudem können die Sensoren recht exakt die Bewegungen und Unruhe während des Schlafs aufzeichnen. Ein weiterer nicht zu unterschätzender Vorteil dieser Geräte ist, dass wir als Ärzte und Betreuer aus der Ferne in die Schlafdaten unserer Klienten einsehen können. Nicht nur die verwendete Mess-Methode, sondern auch die gezielte Auswahl der Algorithmen bestimmt die Aussagekraft der Schlaf- und Regenerationsanalysen. Daher bedarf es manchmal noch die kritische Betrachtung eines geschulten Experten, um gezielte Empfehlungen zur Optimierung der Regeneration zu geben- und nicht nur der Blick auf das Smartphone.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="989" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Bildschirmfoto-2021-02-22-um-15.48.52-1024x989.jpg" alt="" class="wp-image-5835" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Bildschirmfoto-2021-02-22-um-15.48.52-1024x989.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Bildschirmfoto-2021-02-22-um-15.48.52-300x290.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Bildschirmfoto-2021-02-22-um-15.48.52-768x742.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Bildschirmfoto-2021-02-22-um-15.48.52-150x145.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Bildschirmfoto-2021-02-22-um-15.48.52-696x672.jpg 696w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Bildschirmfoto-2021-02-22-um-15.48.52-1068x1032.jpg 1068w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Bildschirmfoto-2021-02-22-um-15.48.52-435x420.jpg 435w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Bildschirmfoto-2021-02-22-um-15.48.52.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="879" height="1024" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Graumann_Abb4_saez0219-879x1024.jpg" alt="" class="wp-image-5837" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Graumann_Abb4_saez0219-879x1024.jpg 879w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Graumann_Abb4_saez0219-258x300.jpg 258w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Graumann_Abb4_saez0219-768x895.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Graumann_Abb4_saez0219-150x175.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Graumann_Abb4_saez0219-300x350.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Graumann_Abb4_saez0219-696x811.jpg 696w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Graumann_Abb4_saez0219-1068x1244.jpg 1068w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Graumann_Abb4_saez0219-361x420.jpg 361w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Graumann_Abb4_saez0219.jpg 1200w" sizes="(max-width: 879px) 100vw, 879px" /><figcaption>Quelle: © Bittium
</figcaption></figure>



<p><em>Literatur</em></p>



<p><em>[1] TK-Schlafstudie 2017</em></p>



<p><em>[2] Foley D, et al. Sleep disturbances and chronic disease in older adults: Results 2003 of the National Sleep Foundation Sleep in America Survey. J Psychosom Res 2004;56:497–502</em></p>



<p><em>[3] Pinheiro N et al. Conf Proc IEEE Eng Med Biol Soc. 2016 Aug; 2016:2945–2949</em></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Diagnosing A COVID-19 Associated Myocarditis</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/kardiologie/5545/diagnosing-a-covid-19-associated-myocarditis/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dr. med. Lutz Graumann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Feb 2021 16:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kardiologie]]></category>
		<category><![CDATA[Online]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://sportaerztezeitung.com/?p=5545</guid>

					<description><![CDATA[COVID-19, the deadly disease that has spread world wide in „warp-speed“ may be known for its negative impact on our respiratory system but now, a year after the first outbreak we see [...]]]></description>
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<p><strong>COVID-19, the deadly disease that has spread world wide in „warp-speed“ may be known for its negative impact on our respiratory system but now, a year after the first outbreak we see quite a few other complications in the aftermath of the SARS CoV-2 infection.<br><br></strong>Complications of COVID-19 include:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Fatigue&nbsp;</li><li>Arrhythmias (irregular heart rate)</li><li>Heart attack&nbsp;</li><li>Myocarditis (inflammation of heart muscle)&nbsp;</li><li>Myalgias (muscle pains)</li></ul>



<h5 class="wp-block-heading">Myocarditis</h5>



<p>The heart is a unique and strong muscle. Like all muscles, the heart muscle effectively contracts and relaxes. This pumping keeps the blood flowing to different parts of the body.</p>



<p><a href="https://www.healthline.com/health/heart-disease/myocarditis" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Myocarditis</a>&nbsp;is inflammation of the cardiac muscles that is not due to ischemia. The most evident symptoms of myocarditis include:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Shortness of breath&nbsp;</li><li>Joint pain&nbsp;</li><li>Pain in the chest&nbsp;</li><li>Swelling in the legs/feet</li><li>Fatigue&nbsp;</li></ul>



<p>Many cases of COVID 19 have been reported to have died because of the myocardial attack of the virus and not by the pulmonary assault.&nbsp;</p>



<p>Diagnosing coronavirus-associated myocarditis is a little tricky.</p>



<h5 class="wp-block-heading">Myocarditis Post-Coronavirus Infection</h5>



<p>Different mechanisms explain the myocardial injury caused by a coronavirus infection.</p>



<h5 class="wp-block-heading">Pathophysiology Of Coronavirus-related Myocarditis&nbsp;</h5>



<p>Myocarditis is mostly caused by a viral infection. So, it is proposed that myocarditis in COVID-19 patients is attributed to direct infection of the heart (<a href="https://www.sciencedirect.com/topics/medicine-and-dentistry/myocardium" target="_blank" rel="noreferrer noopener">myocardium</a>) by the novel coronavirus infection. A&nbsp;<a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7301022/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">study</a>&nbsp;shows that SARS-CoV-2 attacks the heart muscle and can cause cell death and inflammation.</p>



<p>Another scientific proposal is that myocarditis associated with COVID-19 is due to the host cells’ immune response. Some&nbsp;<a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7198856/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">studies</a> have claimed that myocarditis causes about 7% of deaths due to COVID-19.</p>



<h5 class="wp-block-heading">How To Diagnose COVID-19 Associated Myocarditis&nbsp;</h5>



<p>Athletes and sports persons have a tough time training during and after coronavirus infection. Therefore, it is necessary to screen for any cardiac involvement in the COVID-19 infection.</p>



<p>Special attention is given to athletes because the prevalence of myocarditis in COVID positive athletes is a whopping 15%, a&nbsp;<a href="https://www.nytimes.com/2020/08/23/sports/ncaafootball/college-football-myocarditis-coronavirus.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">study</a>&nbsp;suggests.</p>



<p>The coronavirus’s entry into the heart relies on the presence of the ACE-2 enzyme, and autopsies have revealed the virus’s presence in the heart, therefore, probing for further research.</p>



<h5 class="wp-block-heading">Examination And Evaluation&nbsp;</h5>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>History Of Patient&nbsp;</strong></h5>



<p>The first step in diagnosing myocarditis is the analysis of the complete history of the symptoms. Though symptoms vary between individuals, however, chest pain and tightness on exertion are frequently&nbsp;<a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7146072/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">reported</a>. Reduced exercise tolerance and recurrent chest pain are two significant symptoms. Severe cases show signs of evident heart damage (heart failure or cardiogenic shock).</p>



<h5 class="wp-block-heading">Electrocardiogram (ECG)</h5>



<p>An&nbsp;<a href="https://www.mayoclinic.org/tests-procedures/ekg/about/pac-20384983#:~:text=An%20electrocardiogram%20(ECG%20or%20EKG,attached%20computer%20monitor%20or%20printer." target="_blank" rel="noreferrer noopener">electrocardiogram</a><a href="https://www.mayoclinic.org/tests-procedures/ekg/about/pac-20384983#:~:text=An%20electrocardiogram%20(ECG%20or%20EKG,attached%20computer%20monitor%20or%20printer.">&nbsp;</a>is very frequently used to observe changes in the heart. It is an easily performed procedure thanks to the portable ECG machines.&nbsp;</p>



<p>An electrocardiogram gives an idea of the PQRST curve of the heart to the doctors. This investigative process helps cardiologists identify cardinal signs of myocarditis that include:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Increased thickness of cardiac walls&nbsp;</li><li>Dilation of heart chambers</li><li>Pericardial effusion&nbsp;</li></ul>



<p>ST-elevation and PR depression are seen in&nbsp;<a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/23824828/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">some cases of myocarditis</a>&nbsp;due to COVID, but this test is not very sensitive in detecting the disease.</p>



<h5 class="wp-block-heading">Imaging</h5>



<p>A successful screening method for myocarditis is medical imaging.&nbsp;&nbsp;</p>



<h5 class="wp-block-heading">Nuclear Imaging</h5>



<p>Nuclear imaging is a sensitive imaging way but lacks specificity. Thallium 201 and technetium 99m scintigraphy clarifies the presence of myocarditis, and the test is not highly recommended.</p>



<h5 class="wp-block-heading">Magnetic Resonance Imaging&nbsp;</h5>



<p><a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3767383/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Cardiac magnetic resonance</a>&nbsp;(CMR) imaging is an advanced and more comprehensive imaging technique. The process has complications for healthcare providers and patients. Therefore, it is not used in acute patients.</p>



<p>However, the test is frequently used to detect myopathic changes in COVID patients, a&nbsp;<a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7332904/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">study</a>&nbsp;suggests. The imaging results are paired with results from biomarker values.</p>



<p>According to an&nbsp;<a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3426854/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">analysis</a>, CMR is pivotal in differentiating between myocarditis and other heart issues.</p>



<h5 class="wp-block-heading">Laboratory Testing (Biomarkers)</h5>



<h5 class="wp-block-heading">Troponin levels&nbsp;</h5>



<p>Myocardial damage and incidents are effectively diagnosed by checking the levels of specific biomarkers in the blood. C-reactive protein (CRP) and Erythrocyte sedimentation rate (ESR) are raised whenever inflammation occurs in the body.</p>



<p><a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/22701371/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Lactic dehydrogenase</a>&nbsp;is an enzyme that is released into the bloodstream in response to myocardial damage. However, the most sensitive biomarker for myocarditis is the&nbsp;<strong>troponin</strong>.</p>



<p>N-terminal pro-B type natriuretic peptide (<a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC1767525/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">NT-proBNP</a>) and&nbsp;<a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC1770452/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">troponin enzymes</a>&nbsp;of the heart (troponin T, I) are elevated in acute myocardial injury cases. The levels of the troponin enzymes reach their&nbsp;<a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK507805/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">maximum level</a>&nbsp;12-48 hours after the myocardial accident.&nbsp;</p>



<p>In a&nbsp;<a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7146072/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">case study</a>,&nbsp;&nbsp;researchers observed raised levels of Troponin-I in a COVID-19 associated myocarditis patient. Similarly, in&nbsp;<a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7184491/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">another</a><a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7184491/">&nbsp;</a>21-year-old COVID patient, myocarditis was confirmed using elevated Trop I levels with cardiac magnetic resonance imaging.</p>



<h5 class="wp-block-heading">Antigen/Antibody Testing</h5>



<p>Myocarditis is usually the result of a viral infection. Staphylococcus aureus and streptococcus viruses are notorious for causing the disease. The presence of these microbes in the body is tested using antigen (virus protein) or antibody (cells of host&#8217;s defense system) testing. In case of coronavirus infection, the results of CMR and ECG are paired with an antigen/antibody test done for COVID-19.</p>



<h5 class="wp-block-heading">Wearable Devices</h5>



<p>We have seen a myriad of wearable devices after the advent of the corona pandemic. These portable and easy to wear smart gadgets are now laced with robust medical hardware, including electrocardiograms and oxygen saturation meters.&nbsp;</p>



<p>The most common use of wearable technology in the present times has been oxygen saturation measurement.&nbsp;</p>



<p>According to a&nbsp;<a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7038204/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">study</a>, wearable ECG technology is pretty much accurate in diagnosing atrial fibrillations and other heart conditions. Heart rate monitors are incorporated into the smart gadgets that help diagnose arrhythmias (which may be a myocarditis symptom). Another&nbsp;<a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7343723/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">study</a>&nbsp;advocates the efficacy of wearable devices in heart failure care.</p>



<h5 class="wp-block-heading">Conclusion</h5>



<p>Myocarditis is associated with COVID-19 infection. The symptoms of myocarditis (chest pain, exercise intolerance) remain even after recovery from the virus.&nbsp;</p>



<p>Diagnosing COVID-19 associated myocarditis can be tricky. However, the best methods are evaluating patient history, cardiac magnetic resonance imaging, and troponin enzyme levels of the body. These investigative findings and imaging results are combined to rule out other myocardial ailments.&nbsp;</p>



<p><em>Dr. Lutz Graumann, Chief Medical Officer @ Nambaya<br>Nambaya is a thought leader in the fields of medical technologies and digital health. We provide secure platforms for biosignals in the areas of cardiology, occupational health and performance medicine.</em></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Rückkehr zur Aktivität nach COVID-19</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/kardiologie/5430/rueckkehr-zur-aktivitaet-nach-covid-19/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dr. med. Lutz Graumann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Feb 2021 09:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kardiologie]]></category>
		<category><![CDATA[Online]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://sportaerztezeitung.com/?p=5430</guid>

					<description><![CDATA[Sport nach Covid-19 Die aktuelle Coronavirus-Pandemie stellt die Welt derzeit auf eine harte Probe. Nicht nur die Gesundheitssysteme, sondern alle Bereiche des öffentlichen Lebens werden vor große Herausforderungen gestellt. Auch [...]]]></description>
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<h5 class="wp-block-heading"><strong>Sport nach Covid-19</strong></h5>



<p>Die aktuelle Coronavirus-Pandemie stellt die Welt derzeit auf eine harte Probe. Nicht nur die Gesundheitssysteme, sondern alle Bereiche des öffentlichen Lebens werden vor große Herausforderungen gestellt. Auch im Hinblick auf die Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit, sind unsere Mediziner und Sportwissenschaftler nun gefragt, um den „RETURN TO WORK &amp; SPORTS“ nach einer Covid-19 Infektion systematisch zu gestalten.&nbsp;</p>



<p>In Deutschland sind es derzeit circa 1,6 Millionen genesene Covid-19-Patienten – die Zahl ist stetig steigend. Bald sind es über 2 Millionen Menschen, die nach überstandener Krankheit wieder zur gewohnten Leistungsfähigkeit zurückkehren möchten.&nbsp;</p>



<p>Neuere Studien deuten jedoch leider darauf hin, dass nach einer COVID-19-Infektion eine Vielzahl an Komplikationen und Langzeitschäden auftreten können. Viele Patienten, die sich nach einer akuten Erkrankung erholten, weisen einige anhaltende Symptome auf. Gesundheitsbehörden versuchen immer noch, die Häufigkeit solcher Langzeiteffekte bei COVID-19-Patienten abzuschätzen. Einige der am häufigsten berichteten Symptome sind:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Schmerzen in der Brust</li><li>Husten</li><li>Schmerzen in den Gelenken</li><li>Wiederkehrendes Fieber</li><li>Muskelschmerzen</li><li>Müdigkeit</li><li>Depressionen und Angstzustände</li></ul>



<p>Unter den vielen gesundheitlichen Komplikationen, die mit COVID-19 einhergehen, ist die Entzündung der Herzmuskulatur, auch Myokarditis genannt, die prominenteste. Außerdem sind Durchfall, Übelkeit und Kurzatmigkeit die wichtigsten Auswirkungen, die eine Belastungssteigerung behindern.&nbsp;</p>



<p>Aufgrund der häufig auftretenden Folgeproblematiken am Herzen ist die kardiologische Untersuchung von größter Bedeutung für den Schutz der Betroffenen. Einer der wichtigsten Tests bei der medizinischen Beurteilung von Sportlerinnen und Sportlern ist ein Langzeit-EKG zum Ausschluss von Herzrhythmusstörungen und jeglicher subklinischer Myokarderkrankung. Andere Untersuchungen, die bei längeren Krankheitsverläufen dringend empfohlen werden, sind: das transthorakale Echokardiogramm, die Spiro-Ergometrie und bei schweren Verläufen bzw. fehlenden Vorbefunden das Cardio-MRT.&nbsp;</p>



<p><strong>RETURN TO WORK &amp; SPORTS Management</strong></p>



<p>Um die kardiologischen und respiratorischen Risiken nach einer Covid-19 Infektion gering zu halten, empfehlen wir die Wiederaufnahme des Trainings nach den vorliegenden Richtlinien systematisch und unter medizinischer / sportwissenschaftlicher Aufsicht wieder aufzunehmen. Wir orientieren uns dabei an den Richtlinien der Forschungsgruppe Elliott et. al, eine wissenschaftliche Gruppe, die sich mit ihrem Return-to-play Protokoll auf die Re-Integration von Athleten nach Covid-19 Erkrankungen fokussiert haben.&nbsp;&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Graumann1-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-5438" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Graumann1-1024x576.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Graumann1-300x169.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Graumann1-768x432.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Graumann1-150x84.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Graumann1-696x392.jpg 696w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Graumann1-1068x601.jpg 1068w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Graumann1-747x420.jpg 747w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Graumann1.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Graumann2-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-5439" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Graumann2-1024x576.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Graumann2-300x169.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Graumann2-768x432.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Graumann2-150x84.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Graumann2-696x392.jpg 696w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Graumann2-1068x601.jpg 1068w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Graumann2-747x420.jpg 747w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Graumann2.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<h5 class="wp-block-heading">Diagnostik vor Beginn der Belastungssteigerung</h5>



<p>Das RETURN TO WORK &amp; SPORTS Management richtet sich in erster Linie an Erkrankte mit leichten und moderaten Krankheitsverläufen. Doch auch bei diesen vermeintlich milderen Verläufen gilt es das Risiko einer Schädigung des Herzmuskels (einer sogenannten Myokarditis) sehr ernst zu nehmen. In den Medien wurde schon über den Fall des Eishockeynationalspielers Yannik Möser berichtet. Mittlerweile gibt es weitere Fälle der Myokarditis als Spätfolge der Corona Infektion.</p>



<h5 class="wp-block-heading">MYOKARDITIS</h5>



<p>Myokarditis ist eine Entzündung des Herzmuskels, die nicht auf eine Ischämie zurückzuführen ist. Zu den offensichtlichsten Symptomen einer Myokarditis gehören:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Kurzatmigkeit&nbsp;</li><li>Gelenkschmerzen&nbsp;</li><li>Schmerzen in der Brust&nbsp;</li><li>Schwellungen in den Beinen/Füßen</li><li>Müdigkeit</li></ul>



<p>Die Diagnose einer Coronavirus-assoziierten Myokarditis ist ein wenig knifflig.Myokarditis nach Coronavirus-Infektion</p>



<p>Verschiedene Mechanismen erklären die durch eine Coronavirus-Infektion verursachte Myokardschädigung.</p>



<h5 class="wp-block-heading">Pathophysiologie der Coronavirus-assoziierten Myokarditis&nbsp;</h5>



<p>Die Myokarditis wird meist durch eine virale Infektion verursacht. Es wird daher vorgeschlagen, dass die Myokarditis bei COVID-19-Patienten auf eine direkte Infektion des Herzens (Myokard) durch das neuartige Coronavirus zurückzuführen ist. Eine Studie zeigt, dass SARS-CoV-2 den Herzmuskel angreift und Zelltod und Entzündungen verursachen kann.</p>



<p><strong>Anamnese des Patienten&nbsp;</strong></p>



<p>Der erste Schritt bei der Diagnose einer Myokarditis ist die Analyse der vollständigen Anamnese der Symptome. Obwohl die Symptome von Person zu Person variieren, werden häufig Schmerzen in der Brust und Engegefühl bei Anstrengung berichtet. Eine verminderte Belastungstoleranz und wiederkehrende Brustschmerzen sind zwei wichtige Symptome. Schwere Fälle zeigen Anzeichen einer offensichtlichen Herzschädigung (Herzinsuffizienz oder kardiogener Schock).</p>



<p><strong>Elektrokardiogramm (EKG)</strong></p>



<p>Ein Elektrokardiogramm wird sehr häufig eingesetzt, um Veränderungen am Herzen zu beobachten. Es ist dank der neuen mobilen EKG-Geräte ein leicht durchzuführendes Verfahren.&nbsp;</p>



<p>Ein Elektrokardiogramm gibt den Ärzten eine Vorstellung von der PQRST-Kurve des Herzens. Dieses Untersuchungsverfahren hilft den Kardiologen, kardinale Anzeichen einer Myokarditis zu erkennen, zu denen gehören:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Vermehrte Dicke der Herzwände&nbsp;</li><li>Ausdehnung der Herzkammern</li><li>Perikarderguß&nbsp;</li></ul>



<p>ST-Hebungen und PR-Senkungen werden in einigen Fällen von Myokarditis aufgrund von COVID gesehen, aber dieser Test ist nicht sehr empfindlich bei der Erkennung der Krankheit.</p>



<p><strong>Bildgebung</strong>&nbsp;</p>



<p>Eine erfolgreiche Screening-Methode für Myokarditis ist das Cardio-MRT. Dieses Verfahren wird von der Task-Force des Deutschen Eishockey Bundes und der DEL bei fehlender Diagnosesicherheit empfohlen.</p>



<p>Folgende Diagnostikmaßnahmen werden dringend vor der Wiederaufnahme von intensiven körperlichen Belastungen empfohlen:</p>



<ol class="wp-block-list" type="1"><li><strong>Körperliche Untersuchung&nbsp;</strong><ul><li>Auskultation Herz und Lunge</li><li>grobe neurologische Untersuchung</li></ul></li><li><strong>Apparative Diagnostik</strong><ul><li>Ruhepuls (gerne auch Daten von Wearables zur Verlaufskontrolle)</li><li>Blutdruck</li><li>Messung Körpertemperatur</li><li>Ruhe-EKG&nbsp;&nbsp;(idealerweise im Vergleich zu Vorbefunden vor COVID 19)</li><li>ggf. Langzeit-EKG</li><li>Lungenfunktion (VC/FEV1)</li></ul></li><li><strong>Labor-Diagnostik</strong><ul><li>Differenzialblutbild,&nbsp;</li><li>hochsensitives (hs) CRP</li><li>LDH&nbsp;</li><li>hs Troponin,</li><li>D-Dimere</li><li>Leberwerte</li><li>Harnstoff</li><li>Kreatinin</li></ul></li></ol>



<p>Bei schwerer wiegenden Krankheitsverläufen, mit Krankenhausaufenthalt, empfehlen wir vorab weitere Maßnahmen:</p>



<p><strong>Labor-Diagnostik (zusätzlich zu den o.g. Parametern)</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li>Ferritin</li><li>Procalcitonin (PCT)</li><li>IL-6</li></ul>



<p><strong>Apparative Diagnostik (zusätzlich zu den o.g. Parametern)</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li>Echokardiographie&nbsp;<ul><li>Spiro-Ergometrie&nbsp;&nbsp;(idealerweise im Vergleich zu Vorbefunden vor COVID 19)</li></ul><ul><li>Bodyplethysmographie</li></ul><ul><li>ggf. Cardio-MRT</li></ul></li></ul>



<h5 class="wp-block-heading">STEP BY STEP</h5>



<p>Das RETURN TO WORK &amp; SPORTS&nbsp;&nbsp;Management ist ein systematisches Programm zur schrittweisen Wiederhinführung zur sportlichen Aktivität und Leistungsfähigkeit nach einer Covid-19 Erkrankung. Vor Einstieg in den schrittweisen Aufbau der Leistungsfähigkeit sollte der Patient/-in:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>mindestens 10 Tage vollständig geruht haben</li><li>mindestens 7 Tage symptomfrei sein</li><li>fähig sein, Alltagsaktivitäten ohne Ermüdungserscheinungen oder Kurzatmigkeit ausführen zu können</li><li>keine Medikamente zur Behandlung der Erkrankung mehr zuführen</li></ul>



<h5 class="wp-block-heading">Der Weg zurück zur Aktivität</h5>



<p>Achtung: Sollten dabei Symptome wiederkehren oder Erschöpfungserscheinungen festzustellen sein, sollte von einer weiteren Progression angesehen und wieder die Ruhephase aufgenommen werden!</p>



<p>Während der gesamten Zeit empfehlen wir die tägliche Dokumentation der Ruheherzfrequenz sowie das Beobachten der Symptome und des subjektiven Belastungsempfindens.&nbsp;</p>



<ol class="wp-block-list" type="1"><li><strong>Phase (direkt nach Symptombeginn bzw. nach positivem PCR-Test) = Ruhepause (mind. 10 Tage)<br></strong>Wir empfehlen in dieser Phase auf jegliche Art von körperlicher Belastung zu verzichten. Gesundheitsfördernde Maßnahmen wie eine ausgewogene Ernährung, viel Schlaf und viel Trinken unterstützen den Genesungsprozess. Bei der U20 Eishockey WM in Kanada wurde von allen Spielern ein Symptomtagebuch geführt und jeden Tag wurde der Ruhepuls genommen, in Kanada zusätzlich noch die Temperatur gemessen und der Blutdruck. Etwas Mobilisierung war in Kanada möglich, etwas wie Yoga oder Ähnliches zur ganz leichten Aktivierung. Zudem wurde ein neuartiges 1-Kanal 24-Stunden-EKG von Nambaya genutzt. Mit einem Messsystem konnte getestet werden,&nbsp;&nbsp;wie das Herzkreislauf-System, die Atmung, die HRV und der Schlaf auf die Infektion und später dann die langsame Aufbelastung reagieren– denn zu den Symptomen gehört auch, dass ein erhöhter Ruhepuls und eine schnellere Atmung festzustellen sind. Die HRV und die Schlafqualität waren erwartungsgemäß niedrig. Wichtig war die Möglichkeit mittels Telemedizin schnellstmöglich Zweitmeinungen einzuholen.</li><li><strong>Phase (nach 7 Symptomfreien Tagen) = leichte Aktivität (mind. 2 Tage)</strong><br>Alltagsaktivitäten wie spazieren gehen, Rad fahren oder leichtes Joggen, können wieder aufgenommen werden. Achten Sie dabei auf eine moderate Herzfrequenz und eine kurze Belastungszeit von ca. 15 Minuten. Bei der U20 wurden hier 15 Minuten auf einem Spinning Rad zugrunde gelegt, um zu sehen, wie der Körper auf eine Belastung reagiert. Die Belastung wurde gesteigert bis zu höchstens 70 Prozent der maximalen Herzfrequenz. Um einen guten Vergleich zu haben, sind hier Vorwerte nötig, die uns aus dem Training aber von allen vorliegen. Bei jedem Spieler wurde hier auf den Herzschlag genau gemessen und die Werte festgelegt. Zusätzlich wurde die Ein-Minuten-Regeneration des Pulses beobachtet, denn je fitter und gesünder jemand ist, desto schneller beruhigt sich auch der Puls. All wurde dann auch nach einer subjektiven Einschätzung des Sportlers verbunden, für die es die sogenannte Borg-Skala als Referenz gibt. Am Ende wird bewertet, ob die 70 Prozent maximale Herzfrequenz tatsächlich auch einer 70-prozentigen Belastung entsprechen. Diese Phase dauerte zwei Tage. Wen es funktioniert, kommt der Athlet in die nächste Phase, wenn nicht, bleibt er dort bzw. wird unter Umständen auch zurückgestuft.</li><li><strong>Phase = Aktivitäten steigern (mind. 4 Tage)<br></strong>Einfache Bewegungsroutinen, die den Körper stabilisieren und mobilisieren oder leichte Trainingseinheiten, in der bereits vor der Erkrankung ausgeführten sportlichen Aktivität, können integriert werden. Dabei sollte zunächst die Dauer (von 30 bis maximal 60 Minuten) und erst im Anschluss die Intensität (maximal 80% HFmax) der Aktivität gesteigert werden.&nbsp;Bei der WM sind wir vom internationalen Protokoll abgewichen und haben die Athleten 2x 22min einer Intervallbelastung bis 80%HFmax ausgesetzt, da eine 45 minütige gleichförmige Belastung nicht der sportartspezifischen Belastung entspricht. Im Anschluss an die Belastung wurde jeweils der 1min und 2min Regenerationspuls (HRR) bestimmt.</li><li><strong>Phase = Rückkehr zur normalen Aktivität</strong><br>Frühestens ab dem 17 Tag ist der Körper ausreichend erholt, um zur vollen körperlichen Belastung zurückzukehren.&nbsp;</li></ol>



<h5 class="wp-block-heading">Die Quintessenz&nbsp;</h5>



<p>Alles in allem ist eine umfassende medizinische Untersuchung in Verbindung mit einer stufenweisen Aufbelastung ist der beste Weg, um die Rückkehr zur Aktivität nach COVID-19 zu planen. Das Virus ist zweifellos hoch ansteckend und jeder kann unwissentlich zum Überträger werden. Daher ist eine gründliche und regelmäßige medizinische Untersuchung ein Muss für jeden Sportler. Idealerweise gibt es zu allen wichtigen Biomarkern und Parametern Vorbefunde aus Zeiten von bester Gesundheit.</p>



<p><strong>Die wichtigsten Empfehlungen zusammengefasst:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><strong>Absolute Ruhe</strong> Auch asymptomatisch infizierte Patienten sollten mindestens 10 Tage auf körperliche Belastungen verzichten.</li><li><strong>Symptomfreiheit erforderlich</strong> Zum Einstieg ins Training, sollte der Patient seit mindestens 7 Tagen absolut symptomfrei sein.</li><li><strong>Langsame Steigerung</strong> Das Aktivitätspensum sollte langsam gesteigert werden. Zunächst die Häufigkeit, dann die Dauer und zuletzt die Intensität der Trainingseinheiten.</li><li><strong>Bei schweren Verläufen mehr Diagnostik vorab</strong> Bei schweren Krankheitsverläufen sollten weitere medizinische Untersuchungen (vor allem die kardiologischen Tests) vor Eintritt ins Training durchgeführt werden.&nbsp;</li></ul>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Graumann3-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-5435" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Graumann3-1024x576.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Graumann3-300x169.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Graumann3-768x432.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Graumann3-150x84.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Graumann3-696x392.jpg 696w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Graumann3-1068x601.jpg 1068w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Graumann3-747x420.jpg 747w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2021/02/Graumann3.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
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