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	<title>Robert Erbeldinger, Autor bei sportärztezeitung</title>
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	<description>Sportmedizin für Ärzte, Therapeuten &#38; Trainer</description>
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	<title>Robert Erbeldinger, Autor bei sportärztezeitung</title>
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	<item>
		<title>Von der Muskelverletzung zur Prähabilitation</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/22850/von-der-muskelverletzung-zur-praehabilitation/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dr. med. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt,&#160;Niklas Haberstroh,&#160;Dr. med. Andreas Schubert,&#160;Dr. med. Alexander-Stephan Henze,&#160;Robert Erbeldinger&#160;,&#160;Masiar Sabok Sir]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Sep 2026 09:25:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[03/26]]></category>
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					<description><![CDATA[Muskelverletzungen gehören seit Jahrzehnten zu den prägenden Themen der Sportmedizin. Die Münchner Konsensus-Klassifikation auf Basis von Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrts Pionierarbeit markierte dabei einen entscheidenden Schritt: Sie entstand aus klinischer Erfahrung [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Muskelverletzungen gehören seit Jahrzehnten zu den prägenden Themen der Sportmedizin. </b><b>Die Münchner Konsensus-Klassifikation </b><b>auf Basis von Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrts Pionierarbeit markierte dabei einen entscheidenden Schritt: Sie entstand aus klinischer Erfahrung für die klinische Praxis und bildet bis heute eine wichtige Grundlage für Diagnostik, konservative Therapie und wissenschaftliche Weiterentwicklung.</b></p>
<figure id="attachment_22851" aria-describedby="caption-attachment-22851" style="width: 755px" class="wp-caption alignnone"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-large wp-image-22851" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/09/MuskelverletzungPraehabilitationMuellerWohlfahrt-1024x512.jpg" alt="" width="755" height="378" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/09/MuskelverletzungPraehabilitationMuellerWohlfahrt-1024x512.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/09/MuskelverletzungPraehabilitationMuellerWohlfahrt-300x150.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/09/MuskelverletzungPraehabilitationMuellerWohlfahrt-768x384.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/09/MuskelverletzungPraehabilitationMuellerWohlfahrt-1536x768.jpg 1536w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/09/MuskelverletzungPraehabilitationMuellerWohlfahrt-150x75.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/09/MuskelverletzungPraehabilitationMuellerWohlfahrt-450x225.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/09/MuskelverletzungPraehabilitationMuellerWohlfahrt-1200x600.jpg 1200w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2026/09/MuskelverletzungPraehabilitationMuellerWohlfahrt.jpg 1556w" sizes="(max-width: 755px) 100vw, 755px" /><figcaption id="caption-attachment-22851" class="wp-caption-text">© sportärztezeitung</figcaption></figure>
<p>Seit vielen Jahren arbeitet die sportärzte­zeitung gemeinsam mit Spezialisten und Anwendern aus dem universitären und klinischen Bereich, erfahrenen Mannschaftsärzten sowie weiteren Partnern an der Entwicklung der konservativen Sportmedizin. Beispiele hierfür sind die seit 2014 etablierte CME-zertifizierte Ausbildung in der Stoßwellentherapie sowie Kongresse und Symposien, die sich zuletzt neben Verfahren zur physikalischen Therapie und Trainingstherapie auch zunehmend mit der Rolle der Ernährung in Therapie, Prähabilitation und Rehabilitation im Sinne einer <a href="https://www.youtube.com/watch?v=hIV7lWwIoWw&amp;t=2581s">Targeted Nutrition</a> sowie den weiteren Bausteinen (z. B. Mind-Body-Medizin) dieser interdisziplinären Bereiche befassten. Eine fundierte Fortbildung soll dabei die Grundlage für eine moderne und zukunftsorientierte Patientenversorgung liefern. Pionierarbeiten – u. a. aus dem Umfeld des 1. FSV Mainz 05 – sowie zahlreiche wissenschaftliche Beiträge und klinische Erfahrungen aus Universitäten, Praxen und dem Spitzensport haben diesen Weg entscheidend mitgestaltet. Der in diesem Jahr in der <a href="https://www.fr.de/sport/fussball/stosswellentherapie-macht-mainz-05-zum-pionier-bei-muskelverletzungen-93986365.html">Frankfurter Rundschau veröffentlichte Artikel</a> über die Arbeit der sportärztezeitung griff diesen Zusammenhang bereits auf: Anhand der wissenschaftlichen Arbeiten zur <a href="https://academic.oup.com/bmb/article/155/1/ldaf009/8245774?login=false">Stoßwellentherapie bei Muskelverletzungen</a> – unter Bezug auf die Münchner Klassifikation – wurde die Entwicklung der konservativen Sportmedizin eingeordnet. Vor diesem Hintergrund erhielt der Dialog mit Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt und seinem Team, <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/9702/update-muskelverletzungen/">fünf Jahre, nachdem wir das erste Mal mit ihm gesprochen hatten</a>, eine besondere Bedeutung. Die Quintessenz dieser von Respekt und Tatendrang geprägten Diskussion war eindeutig: Entscheidend sind nicht allein neue Verfahren, sondern ihre wissenschaftliche Einordnung, die strukturierte Ausbildung und vor allem die klinische Erfahrung in der täglichen Versorgung.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<hr />
<p>Es gibt Momente in einem Gespräch, in denen deutlich wird, dass es eigentlich um mehr geht als um das ursprüngliche Thema. So ist es auch an diesem Tag in München. Ausgangspunkt ist die Frage zu Muskelverletzungen – doch schon nach wenigen Minuten entwickelt sich eine viel grundlegendere Diskussion: über die Zukunft der Sportmedizin, über verlorengegangenes Wissen, über die Bedeutung der klinischen Untersuchung und über die Frage, wie Ärzte künftig ausgebildet werden müssen. Nach fünf Jahren diskutierten Robert Erbeldinger, Dr. Alexander-Stephan Henze und Masiar Sabok Sir wieder mit Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt und seinem Ärzteteam, Niklas Haberstroh und Dr. Andreas Schubert in seiner Münchner Praxis. Dabei wird schnell klar: Es geht nicht um einen Gegensatz zwischen moderner Technik und klinischer Erfahrung. Es geht um die richtige Reihenfolge. Und um die Frage, ob der Mensch wieder vor dem Bild stehen muss. „Ich glaube dem, was ich fühle“, sagt Müller-Wohlfahrt irgendwann im Verlauf des Gesprächs. Ein Satz, der zunächst einfach klingt, aber den Kern der gesamten Diskussion trifft.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<h2><b>Die verlorene Sprache der Hände</b></h2>
<p>Wenn er über seine medizinische Entwicklung spricht, kommt er schnell auf eine prägende Begegnung zurück. In den 1970er-Jahren lernte er den Physiotherapeuten Hans Montag kennen – zunächst als Kontrahenten, später als Freund und wichtigen Lehrer. Diese Erfahrung wurde zur Grundlage eines Denkens, das die Münchner Praxis bis heute prägt: Der Körper muss verstanden werden, bevor man ihn behandelt. Hierbei sehen alle im Raum eine große Lücke in der medizinischen Ausbildung. „Die funktionelle Orthopädie wird in der Schulmedizin nicht wirklich gelehrt“, sagt Haberstroh. „Die Zusammenhänge zwischen Wirbelsäule, Gelenkfunktion und muskulärer Steuerung spielen in der klassischen Facharztausbildung kaum eine Rolle.“ Dabei seien gerade diese Zusammenhänge entscheidend. Ein Sportler verletze sich nicht, weil ein Muskel „zu schwach“ sei. Häufig sei das Gegenteil der Fall: Ein Muskel stehe bereits vor der Belastung unter zu hoher Spannung, weil die Steuerung im System nicht funktioniere. Blockierungen im Sprunggelenk, Funktionsstörungen der Wirbelsäule oder Einschränkungen der Beweglichkeit führen dazu, dass bestimmte Muskelgruppen permanent kompensieren müssten. „Diese funktionellen Zusammenhänge werden in der Ausbildung zu wenig vermittelt“, ergänzt Schubert. „Und was nicht gelehrt wird, wird später häufig auch nicht erkannt.“</p>
<h2><b>Ein Mensch ist nicht bloß ein Bild</b></h2>
<p>Viele Ärzte haben umfangreiche Erfahrung in operativen Verfahren, verfügen aber nur über begrenzte Möglichkeiten, komplexe funktionelle Zusammenhänge zu beurteilen. Gerade das Erkennen von Fehlfunktionen erfordert jedoch Erfahrung. Palpation, das gezielte Ertasten von Strukturen und Spannungsverhältnissen, lässt sich nicht ausschließlich theoretisch erlernen. „Palpation kann man nicht erklären, man muss sie zeigen“, sagt Müller-Wohlfahrt. „Man muss dem jungen Arzt zeigen, was man fühlt und warum man es fühlt.“ Hierbei wird auch auf ein fehlendes Vertrauen auf die eigenen Fähigkeiten junger Kollegen hingewiesen. Die Folge sei eine zunehmende Abhängigkeit von apparativer Diagnostik. „Wenn man sich nur auf Bilder verlässt, ist man bei Muskelverletzungen verloren“, sagt ­Haberstroh. Und genau hierbei sehen die Gesprächspartner einen großen Handlungsbedarf. Die konservative Sportmedizin müsse stärker an Universitäten, in Fortbildungen und auf Kongressen verankert werden. Dabei geht es nicht darum, ältere Methoden zu bewahren. Es geht darum, eine medizinische Kompetenz zu erhalten und weiterzuentwickeln, die durch moderne Diagnostik nicht ersetzt werden kann. Die Bildgebung kann krankhafte Strukturveränderungen zeigen, jedoch nicht die Funktionsstörung, die dazu geführt hat. Auch wenn betont wird, dass Magnetresonanztomografie (MRT) und andere bildgebende Verfahren wichtige Werkzeuge sind, so wird darauf hingewiesen, dass es problematisch wird, wenn aus einem Bild automatisch eine Diagnose und daraus wiederum eine Therapieentscheidung abgeleitet wird. Nicht jede Beschwerdesymptomatik entsteht durch einen sichtbaren strukturellen Schaden. Funktionsstörungen der Wirbelsäule, Bewegungseinschrän­kungen von Gelenken oder fehlerhafte muskuläre Steuerungen können erhebliche Pro­bleme verursachen, ohne dass die Bildgebung eine eindeutige Ursache liefert. Eine gestörte Beweglichkeit oder eine Reizung neuraler Strukturen kann dazu führen, dass Muskeln dauerhaft unter erhöhter Spannung stehen. Der Muskel wird anfälliger, die Belastbarkeit sinkt und Verletzungen entstehen. Diese Prozesse lassen sich häufig nicht in der Bildgebung erkennen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Die MRT-Diagnose wird häufig so überbewertet, dass dem Spieler / Sportler eine Verletzung diagnostiziert wird, die dazu führt, dass er eine lange Ausfallzeit hat und dass er vielleicht sogar unnötig operiert wird“, so Haberstroh. Schubert nennt in diesem Zusammenhang ein einfaches Beispiel: „Man muss unterscheiden zwischen Schmerzen im Knie und Schmerzen am Knie. Im Knie kann beispielsweise ein Meniskusproblem verantwortlich sein. Am Knie kann aber auch ein Muskel oder eine funktionelle Störung die Ursache sein.“ Wenn ausschließlich das Bild behandelt werde, bestehe die Gefahr, dass operiert wird, während die eigentliche Beschwerdeursache bestehen bleibt. Es sollten die Ursachen, statt die Symptome behandelt werden. „Wir behandeln nicht nur einen Muskel. Wir behandeln einen Menschen, der diesen Muskel mitbringt“, beschreibt Haberstroh. Auch psychologische Aspekte dürfen nicht außer Acht gelassen werden: „Viele Patienten glauben mittlerweile, dass es besser wäre, vor dem ersten Arztbesuch schon MRT-Aufnahmen in der Tasche zu ­haben und mittels KI vorab Infos zur Diagnose-Stellung und potenziellen Therapie zu erhalten. Meiner Ansicht nach fatal, niemand weiß, was sowas mit einem macht. Der Patient weiß doch gar nicht, wie er reagieren soll, wenn er solche Infos und „Befunde“ ungefiltert erhält“, betont Erbeldinger.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Ein zentrales Beispiel für den Unterschied zwischen rein struktureller Betrachtung und funktionellem Verständnis ist die Münchner Konsensus-Klassifikation der Muskelverletzungen. Entstanden aus jahrzehntelanger praktischer Erfahrung, verfolgt sie einen Ansatz, der die klinische Untersuchung und die tatsächliche Funktion des Muskels in den Mittelpunkt stellt. „Diese Klassifikation ist praxisnah“, sagt Müller-Wohlfahrt. „Das andere ist oft reine Theorie.“ Besonders deutlich wird die Bedeutung der muskuloskelettalen Funktionsdiag­nostik beim Thema Rücken. Bei Rückenschmerzen stößt eine rein strukturelle Betrachtung häufig an ihre Grenzen. „Die Wirbelsäule ist die Schaltzentrale“, erklärt Müller-Wohlfahrt. Eine funktionelle Störung der Wirbelsäule führt dazu, dass Nerven gereizt werden und einzelne Muskeln in eine dauerhafte Überakti­vität geraten. Dadurch können Schmerzen entstehen und Bewegungsmuster verändern sich. Gerade im Sport ist dieser Zusammenhang entscheidend. Ein Athlet kann an einer scheinbaren Muskelverletzung leiden, obwohl die Ursache in einer funktionellen Störung der Wirbelsäule, des Beckens oder eines Gelenks liegt. Hier zeigt sich die Stärke einer auf die gesamte Person ausgerichteten Therapie: Sie behandelt nicht nur den Ort des Schmerzes, sondern sucht nach dem Auslöser.</p>
<h2><b>Konservative Therapie – First line treatment statt bloßer Alternative</b></h2>
<p>Wenn über Aus- und Fortbildung gesprochen wird, muss differenziert werden. Während die operative Ausbildung in Deutschland international einen hervorragenden Ruf genießt und ein hohes Maß an fachlicher Kompetenz vermittelt, zeigt sich im Bereich der konser­vativen Sportmedizin, dass Nachholbedarf vorhanden ist und es Mut braucht, neue Wege zu gehen. Für Henze ist der Begriff „konservativ“ nicht unproblematisch und kann häufig missverstanden werden: „Es klingt verstaubt, weniger innovativ und eher wie eine Alternative. Es ist aber keine Alternative, sondern first line treatment.“ Eine zeitgemäße konservative Therapie verbindet klinische Erfahrung mit wissenschaftlichen Erkenntnissen und moderner Technologie. Sie nutzt funktionelle Diagnostik, apparative Unterstützung, Trainingstherapie, Physiotherapie, Osteopathie und gezielte regenerative Verfahren. Entscheidend ist dabei immer der Blick auf den gesamten Menschen – ganz im Sinne des Whole-Person-Health-Ansatzes. Nicht der einzelne Befund steht im Mittelpunkt, sondern die Frage: ­Warum hat dieser Mensch diese Beschwerden entwickelt? Genau darin liegt eine der größten Stärken der konservativen Medizin – und gleichzeitig eine ihrer größten Herausforderungen. Denn diese Form der Medizin benötigt Zeit. Zeit für die Anamnese, Zeit für die Untersuchung, Zeit für Erklärung und Kommunikation. Elemente, die in einem zunehmend standardisierten Gesundheitssystem schwer abzubilden sind. „Die Anfangsuntersuchung ist unsere größte Stärke, bei der wir viel Zeit investieren. Konzentration und Ruhe, da wird richtig geschaut – diagnostiziert“, beschreibt Müller-Wohlfahrt die Bedeutung. Gerade diese intensive Auseinandersetzung mit dem Patienten werde jedoch nicht ausreichend berücksichtigt und gewürdigt, dabei sei das doch die Basis der Medizin. Immer wieder kommt der Dialog auf den Patienten zu sprechen. Man merkt, dass alle Beteiligten die Bedeutung des Patienten für den gesamten Therapieerfolg als sehr groß bemessen. Eine nicht oft anzutreffende Patientenzentrierung, die konkrete, individuelle Interaktion, Empathie und Kommunikation zwischen Behandler und Patient betont. „Das ist ein grundsätzliches Problem der Orthopädie geworden. Ich weiß nicht, wie es in anderen Fachbereichen ist, aber dass dem Patienten nicht mehr zugehört wird, sondern er sofort zur apparativen Diagnostik geschickt wird, ist für mich unverständlich“, so Haberstroh.</p>
<h2><b>Prähabilitation: Der nächste Schritt einer modernen Medizin</b></h2>
<p>Genau hier schließt sich das nächste Thema des Dialogs an – die <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/22442/praehabilitation-3/">Prähabi­litation</a>. Während Rehabilitation nach einer Verletzung oder Operation längst etabliert ist, setzt die Prähabilitation früher an: vor dem Eingriff. Die Idee dahinter ist einfach: Je besser ein Patient körperlich, mental und auch emotional vorbereitet ist, desto größer sind die Chancen auf ein gutes Behandlungsergebnis – egal ob es sich bei der maßgeblichen Therapie um eine OP oder eine andere beanspruchende therapeutische Intervention handelt. Es entsteht zwischen Diagnosestellung und der geplanten therapeutischen Intervention ein Open Window, ein wichtiges Zeitfenster, in dem die aus der Prävention, konservativen Therapie und Rehabilitation bekannten Behandlungsverfahren kompakt und zielgerichtet eingesetzt werden können. Diese Zeit kann zugleich als ein Window of Opportunity in der Arzt-Patienten-Beziehung angesehen werden, in dem die Edukation auf offene Ohren stößt und konkret umgesetzt wird, am und mit dem Patienten. Bewegung, Training, Ernährung, Stressmanagement und funktionelle Therapie können genutzt werden, um die Ausgangssituation zu verbessern. In diesem Zusammenhang betont Erbeldinger die größere Rolle der Sportmedizin: „Sie ist nicht nur dafür da, Sportverletzungen zu behandeln, sie hat einen gesamtgesellschaftlichen Auftrag – Gesundheit zu fördern und zu erhalten! Die Prähabilitation ist eine historische Chance, dies umzusetzen. Wenn man dieses Zeitfenster nutzt, kann man den Raum gemeinsam mit dem Patienten ausfüllen.“ Diese Perspektive verändert auch die Rolle des Patienten – körperlich, mental und funktionell. Konservative Medizin funktioniert nicht ausschließlich durch eine einzelne Maßnahme. Sie lebt von aktiver Mitarbeit. Übungen, Training und Veränderungen im Alltag gehören zum Behandlungskonzept. Der Patient wird vom passiven Empfänger einer Therapie zum aktiven Partner und maßgeblichen Teil seines eigenen Behandlungsteams. Am Uniklinikum Ulm, wo Alexander-Stephan Henze als Oberarzt tätig ist, blickt man auf positive Erfahrungen aus der Onkologie, wo präoperative Assessments, Bewegungsinterventionen und Trainingsprogramme, Ernährung (Targeted Nutrition) und Inhalte der Mind-Body-­Medizin bereits stärker integriert werden und positives Feedback erzeugen. „Warum sollte dieses Prinzip nicht auch im muskuloskelettalen Bereich funktionieren?“ fragt sich Henze. Die Idee dahinter, welche die Prävention und Prähabilitation verbindet: Nicht erst behandeln, wenn ein Problem maximal ausgeprägt ist, sondern möglichst frühzeitig Ressourcen schaffen.</p>
<h2><b>Die strukturellen Probleme: Anerkennung, Finanzierung und Zugang</b></h2>
<p>Trotz dieses Potenzials steht die konservative Medizin vor erheblichen Herausforderungen. Eine davon ist die fehlende Gleichstellung mit operativen Verfahren. Operationen sind seit Jahrzehnten fester Bestandteil medizinischer Strukturen. Sie verfügen über etablierte Ausbildungswege, klare Qualitätsstandards und entsprechende Vergütungsmodelle. Die konservative Medizin hat diese Strukturen vielerorts noch nicht in gleicher Weise entwickelt. Das zeigt sich auch bei der Kostenübernahme. Viele konservative Verfahren, die im klinischen Alltag erfolgreich eingesetzt werden, sind nicht oder nur eingeschränkt Bestandteil der Regelversorgung. Gleichzeitig werden operative Maßnahmen häufig selbstverständlich finanziert. Dabei könnte eine hochwertige konservative Versorgung nicht nur medizinisch sinnvoll sein, sondern auch wirtschaftliche Vorteile bieten. Wenn Beschwerden früh erkannt und behandelt werden, lassen sich möglicherweise invasive Eingriffe vermeiden oder hinauszögern. „Ich habe schon das Gefühl, dass all die konservativen Maßnahmen, sei es apparativer Natur, sei es Anfassen u. w. auch von den Patienten eingefordert werden, denn sie wollen sich nicht unbedingt operieren lassen und suchen nach Alternativen zur OP“, so Henze. Dafür braucht es jedoch einen Perspektivwechsel im Gesundheitssystem. Konservative Therapie darf nicht als Zusatzleistung verstanden werden, sondern als wesentlicher Bestandteil moderner Medizin – egal ob es sich dabei um Verfahren der manuellen Medizin / Therapie und Osteopathie, physikalischen Therapieverfahren (z. B. hochenerge­tische Stoßwellentherapie, gepulste LASER-Therapie, magnetfeldbasierte Verfahren), Injektionen (mit z. B. Actovegin, Eigenblutderivaten wie PRP und ACS, Stammzellentherapie wie SVF, Hyaluronsäure…), Targeted Nutrition oder die so elementare Trainingstherapie handelt. Einiges davon wird auch in der Münchner Praxis erfolgreich angewendet: „Du musst nicht Wunder bewirken, aber du musst Engagement zeigen“, bringt es Müller-Wohlfahrt auf den Punkt. Und konservative Medizin braucht Sichtbarkeit: „Wir müssen ausbilden, fortbilden und Wissen weitergeben. Daran führt kein Weg vorbei“, so Erbeldinger. Darin sind sich alle an diesem Tag einig.</p>
<h2><b>Die Zukunft: Verbindung statt Gegensatz</b></h2>
<p>Die Zukunft der konservativen Sportmedizin liegt nicht in der Rückkehr zu früheren Zeiten. Sie liegt in der Verbindung von Erfahrung und Innovation. Palpation und moderne Bildgebung schließen sich nicht aus. Anamnese und künstliche Intelligenz schließen sich nicht aus. Klinische Erfahrung und wissenschaftliche Evaluation schließen sich nicht aus. Entscheidend ist, wie diese Möglichkeiten eingesetzt werden. Die Sportmedizin kann hier eine Vorreiterrolle einnehmen. Denn gerade der Sport zeigt täglich, wie wichtig funktionelle Zusammenhänge sind. Belastung, Regeneration, Prävention und Leistungsfähigkeit lassen sich nicht auf einzelne Strukturen reduzieren. Die Herausforderung der kommenden Jahre wird deshalb sein, die konservative Medizin stärker in Ausbildung, Forschung und Versorgung zu integrieren. Dazu braucht es mehr Fortbildungen, mehr praktische Ausbildung, mehr Austausch zwischen erfahrenen Ärzten, Therapeuten und Nachwuchsmedizinern. Und es braucht ein neues Verständnis davon, was moderne Medizin leisten kann. Denn gute Medizin beginnt nicht mit einem Gerät und endet nicht mit einem Eingriff. Sie beginnt mit dem Menschen. Mit Zuhören, Verstehen und Untersuchen. Und mit der Fähigkeit, Zusammenhänge zu erkennen. Genau darin liegt die große Chance der konservativen Sportmedizin: Nicht nur Verletzungen zu behandeln, sondern Gesundheit zu fördern und zu erhalten. Die zentrale Botschaft aller Gesprächspartner lautet: Die Medizin muss den Menschen wieder im Ganzen betrachten. Vielleicht ist deshalb der Satz von Müller-Wohlfahrt mehr als nur eine persönliche Haltung: „Ich glaube dem, was ich fühle.“</p>
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<p>Ergänzung <a href="https://sportaerztezeitung.com/author/froelich-thomas/">Dr. med. Thomas Frölich</a>:</p>
<p><b>Hands On </b>Unser Kollege H.-W.-Müller -Wohlfahrt hat bereits vor Jahrzehnten zusammen mit Hansi Montag, der uns leider viel zu früh verlassen hat, die Diagnostik und Therapie von Muskelverletzungen revolutioniert. Die Basis ist bei der Diagnostik wie bei der Therapie manuelles Ertasten und Erfühlen des Befundes. Auch aktuelle wiss. Arbeiten unterstreichen die Bedeutung manueller Verfahren in der Rehabilitation von Muskelverletzungen. Eine 2026 publizierte <a href="https://journal.igiinsight.com/index.php/IgiActivein/article/view/108">systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse</a> von 47 Studien mit insgesamt 3.284 Athleten zeigte signifikante Effekte der Massagetherapie auf Schmerz, Beweglichkeit und muskuläre Erholungsparameter; insbesondere tiefengewebige Techniken zeigten deutliche Effekte auf die Schmerz­reduktion.</p>
<p>Unsere eigenen jahrzehntelangen Erfahrungen mit Hochleistungssportlern kommen zu demselben Ergebnis. Tiefe Querfriktionen bei Muskelverletzungen in Kombination mit sportartspezifischen, dem Behandlungsverlauf angepassten Belastungen stellen die Basistherapie dar und sind der Schlüssel zu schnellem und vor allem nachhaltigen Erfolg. Eine eingehende Anamneseerhebung und manuelle Untersuchung sind ebenfalls die Basis bei der Diagnosefindung und können bei Bedarf durch Sono und MRT ergänzt werden. Die Therapie sollte zeitnah nach der Ersten Hilfe und Diagnosestellung beginnen. Auch eine operative Indikation sollte bei ausgedehnten Verletzungen mit Sehnenbeteiligung von einem erfahrenen Team überprüft werden. Die überwiegende Mehrzahl auch der myotendinösen Verletzungen kann konservativ behandelt werden. Spätestens jetzt beginnt die anstrengende Arbeit für die Therapeuten, da manuelle Querfriktionen kräftezehrend sind, auch wenn sie ergänzend mit Handballen, Unterarm oder Ellenbogen ausgeführt werden können. Wir bevorzugen mehrere kürzere Therapiesitzungen am Tag, immer ergänzt durch befundgerechte, sportartpezifische leichte Belastungseinheiten. Generelle Regel: je schwerer die Verletzung, je langsamer tasten wir uns physio- und trainingstherapeutisch an die Verletzung heran.</p>
<p><b><a href="https://sportaerztezeitung.com/author/froelich-thomas/">Dr. med. Thomas Frölich</a>, Sporttraumatologie Südwest (Böblingen), langjähriger Teamarzt des VfB Stuttgart und der TSG 1899 Hoffenheim</b></p>
<hr />
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Von der Idee zur Umsetzung</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/22839/von-der-idee-zur-umsetzung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Erbeldinger&#160;,&#160;Masiar Sabok Sir]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Sep 2026 08:31:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[Training]]></category>
		<category><![CDATA[03/26]]></category>
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					<description><![CDATA[Vor exakt 20 Jahren haben wir unsere erste sportmedizinische Publikation veröffentlicht und uns auf einen Pfad begeben, dessen Bedeutung und Zielsetzung wir nie aus den Augen verloren haben. Vor der [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Vor exakt 20 Jahren haben wir unsere erste sportmedizinische Publikation veröffentlicht und uns auf einen Pfad begeben, dessen Bedeutung und Zielsetzung wir nie aus den Augen verloren haben. Vor der Umsetzung standen monatelange Vorbereitungen, viele Gespräche und eine Menge Ideen im Raum. Dabei spielte München von Anfang an eine Rolle. Dort besuchten wir 2006 mit der ISPO eine Messe, die gerade begonnen hatte, Health &amp; Fitness miteinander zu verbinden und sportmedizinische Themen zu forcieren. Auch wenn an der Umsetzung nicht alles ideal war, haben wir erkannt, dass sich die Sportmedizin für die gesamte Gesellschaft öffnen muss, um neue Zugänge zu schaffen und ihr Potenzial für eine moderne, ganzheitliche Versorgung zu entfalten. 20 Jahre später durften wir einen interessanten Medizin-Dialog in der Praxis von Dr. Müller-Wohlfahrt in München führen – das Ergebnis lesen Sie <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/22850/von-der-muskelverletzung-zur-praehabilitation/">HIER</a></p>
<p>Von Anfang an wollten wir etwas entwickeln, das die Versorgung verbessert und einen konkreten Nutzen für Ärzte, Therapeuten und Patienten schafft. Rückblickend sind wir dankbar für diesen Weg – für die vielen Begegnungen, Diskussionen, Ideen und vor allem für die Menschen, die ihn mit uns gegangen sind. Heute hat sich die Versorgungsrealität weiter verändert – und viele der bestehenden Probleme haben sich sogar verschärft. Strukturen sind komplexer geworden, Anforderungen gestiegen und Ressourcen begrenzt. Gleichzeitig wissen wir: Alles hängt miteinander zusammen. Prävention / Prophylaxe, Diagnostik, Therapie, Rehabilitation, Prähabilitation, Ernährung – Targeted Nutrition, Training und die Aus- und Fortbildung derjenigen, die diese Bereiche gestalten, dürfen nicht isoliert betrachtet werden. Genau hier setzen wir an: Angebote und Lösungen aufzeigen, weiterentwickeln und in die Versorgung integrieren.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Unser Ziel ist eine auf den Menschen zentrierte und effiziente Sportmedizin – mit einem gesamtgesellschaftlichen Benefit. Wir wollen neue Versorgungsräume schaffen – in den Köpfen, aber ebenso in der konkreten Umsetzung. Denn Veränderung beginnt mit der Möglichkeit, Dinge anders zu denken, und wird erst dann wirksam, wenn daraus konkrete Strukturen und Angebote entstehen. Jeder Einzelne trägt dazu bei. Hindernisse werden dabei immer auftreten. Entscheidend ist jedoch die Entschlossenheit, sie zu überwinden. Hannibal soll vor der Überquerung der Alpen gesagt haben: „Aut viam inveniam aut faciam“ – Entweder wir finden einen Weg, oder wir machen einen! Darin steckt eine Haltung, die auch für die Sportmedizin heute wichtiger denn je ist: Nicht aufgeben, wenn ein Plan sich nicht direkt umsetzen lässt oder auf Gegenwind stößt, sondern selbst und gemeinsam aktiv eine Lösung erschaffen.</p>
<p>In diesem Zusammenhang entwickeln wir auch unser Fortbildungsangebot im kommenden Jahr konsequent weiter. Neben Symposium, Kongressen und Workshops werden wir insbesondere im Bereich Targeted Nutrition und Prähabilitation neue Formate präsentieren – live vor Ort und ebenso digital. Von der Idee zur Umsetzung bedeutet für uns: Räume für Veränderungen schaffen. Für eine Sportmedizin, die Versorgung nicht nur begleitet, sondern aktiv gestaltet.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Prähabilitation &#038; Sportmedizin</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/22442/praehabilitation-3/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Erbeldinger]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 May 2026 10:28:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[Online]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://sportaerztezeitung.com/?p=22442</guid>

					<description><![CDATA[Die Prähabilitation entwickelt sich zunehmend zu einem zentralen Thema &#8211; nicht nur in der Sportmedizin, sondern insbesondere in der Orthopädie, der Unfallchirurgie und der Allgemeinchirurgie. Siehe hierzu auch den Artikel [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/20728/praehabilitation-praehab/">Prähabilitation</a> entwickelt sich zunehmend zu einem zentralen Thema &#8211; nicht nur in der <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/21453/heilung-einleiten-durch-sportmedizin-konservative-therapie-praehabilitation/">Sportmedizin</a>, sondern insbesondere in der Orthopädie, der Unfallchirurgie und der Allgemeinchirurgie. Siehe hierzu auch den Artikel <a href="https://www.aerzteblatt.de/news/prahabilitation-vor-operationen-kann-komplikationen-und-verweildauer-reduzieren-f171eecd-791a-44dc-840d-f5bd98be3479?utm_medium=email&amp;utm_source=CR&amp;utm_campaign=NL-DAE_Tagesaktuelle-Nachrichten&amp;utm_content=Mailing_20260507">Prähabilitation vor Operationen kann Komplikationen und Verweildauer reduzieren</a> (Deutsches Ärzteblatt, 07.05.2026).</strong></p>
<p>Der Patient wird nicht erst nach dem Eingriff / Intervention rehabilitiert, sondern bereits vor der Operation oder anderer medizinischer Interventionen in einen therapeutischen Prozess integriert. Dies beschreibt <a href="https://sportaerztezeitung.com/author/marshall-robert-percy/">Dr. Percy Marshall</a> sehr treffend in seinem aktuellen Education-Video vom 19.05.2026 zu <a href="https://www.youtube.com/watch?v=Qk-O7WjptU4&amp;t=545s">PREHAB &#8211; die Zeit zwischen Verletzung &amp; Intervention</a></p>
<h3>Open Window und Window of Opportunity</h3>
<p>Es entsteht ein <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/21307/praehabilitation-als-open-window-der-rehabilitation/">Open Window</a> zwischen Prävention und Rehabilitation, zugleich ein Window of Opportunity in der Arzt-Patienten-Beziehung. Das Ziel besteht darin, bereits vor einer Operation bzw. konservativen Intervention im Rahmen motivierender Gespräche präzise Interventionen und Maßnahmen als kleinsten Teil einer „Education“ einzuleiten. Diese sollen nicht primär als Beratung oder Belehrung, sondern als gemeinsamer therapeutischer Einstieg verstanden werden, beispielsweise während der Wartezeit vor einer Operation (konservative Interventionsphase) oder beim Warten auf einen MRT-Termin bzw. einen Befund.</p>
<h3>Kliniken unter massivem Druck</h3>
<p>Betrachtet man dies alles im Rahmen unseres Gesundheitssystems, muss man zunächst erkennen, dass der Druck auf Klinken enorm hoch ist. Ein besserer und schnellerer Outcome, mehr Sicherheit und Effizienz sowie wirtschaftlicher Druck erfordern geradezu eine prähabilitative Vorbereitung der Patienten auf einen Eingriff.  Konzepte wie ERAS (Enhanced Recovery After Surgery) oder Fast-Track-Operationen verdeutlichen diese Entwicklung. Siehe hierzu auch den Artikel <a href="https://www.faz.net/aktuell/wissen/medizin-ernaehrung/schneller-fit-nach-der-op-was-eras-programme-bringen-200822487.html">Warum Patienten vor der Operation Sport treiben sollen</a> (FAZ, 16.05.2026). Dennoch bleibt die Implementierung der Prähabilitation nach wie vor anspruchsvoll und mühsam. Es geht dabei um weit mehr als die Optimierung der Patienten &#8211; Stichwort Reduktion von Komplikationen sowie Senkung von Mortalitätsraten. Siehe hierzu auch das <a href="https://link.springer.com/content/pdf/10.1007/s00104-026-02470-9.pdf">Positionspapier zur Prähabilitation in Deutschland</a> (Die Chirurgie 6/2026).</p>
<h3>Stärke der Sportmedizin &amp; konservative Kompetenz</h3>
<p>Genau hier liegt seit Jahrzehnten die besondere Stärke der Sportmedizin. Sie verfügt über die Erfahrung aus dem Leistungssport, besitzt eine fundamentale konservative Kompetenz sowie Erfahrung in der Prävention und Rehabilitation. Die konservative Therapie und ihre seit Jahren geforderte Aufwertung (siehe dazu <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/20387/weissbuch-konservative-orthopaedie-und-unfallchirurgie/">Weissbuch Konservative Orthopädie und Unfallchirurgie</a>) in der Patientenversorgung bilden das Fundament und werden im Rahmen der Prähabilitation konsequent weiterentwickelt. Voraussetzung dafür ist, dass die konservative Therapie mit derselben Präzision, Struktur und Ausbildung entwickelt und umgesetzt wird, wie wir es aus der Chirurgie kennen.</p>
<p>Konservativ bedeutet in diesem Kontext alles, was nicht chirurgisch ist: gezieltes, spezifisches Exercice, gezielte Ernährung (<a href="https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S088354032600313X">Targeted Nutrition</a> im Kontext Prähabilitation gezielt und indikationsspezifisch integrieren), psychosoziale Unterstützung ( Mind-Body-Medizin &#8211; MBM / Psychoneuroimmunologie -PNI). Maßnahmen der Psychoneuroimmunologie einschließlich ihrer Anwendungen innerhalb der Mind-Body-Medizin, wie z.B die <a href="https://sportaerztezeitung.com/sports-research/therapeutischer-einsatz-der-relaxation-response-bei-stressbedingten-erkrankungen/">Relaxation Response (RR)</a> oder <a href="https://www.pcori.org/sites/default/files/Hoge476-Final-Research-Report.pdf">Mindfulness-Based Stress Reduction (MBSR)</a> werden neben den physikalischen, regenerativen und manuellen Therapien integriert. All das findet sich in der Prähabilitation und wird darin integriert.</p>
<h3>Von der Co-Therapie zu First Line Treatment</h3>
<p>Die konkreten Maßnahmen in der Prähabilitation zeigen, dass sie mehr als reine Co-Therapien sind und zunehmend zur „First Line Treatment“ gehören. Sie sind ein wichtiger Bestandteil und Kernpfeiler moderner konservativer Therapien vor und nach Operationen / Interventionen. Darüber hinaus können sie edukativ dazu beitragen, eine Art „seamless continuity“ (Jon Kabat-Zinn: &#8222;There will be an emphasis on the cultivation of mindfulness in all daily activities to foster a seamless continuity of life and practice.&#8220;) im Home-Care-Bereich zu realisieren. Dabei geht es nicht nur um Therapie, sondern auch um die reproduzierbare Integration in den Alltag der Patienten durch Education (Guided Patient Education &#8211; GPE). Compliance und Adherence sind sowohl beim Athleten als auch beim Patienten zentrale Herausforderungen in der Rehabilitation und Prähabilitation.</p>
<h3>Ordnung aus Komplexität</h3>
<p>Bei der Prähabilitation wirken unterschiedliche Disziplinen mit unterschiedlichen Effekten synergistisch zusammen, wodurch emergente Effekte entstehen. Das Zusammenspiel einfacher Einzelteile eines Systems lässt völlig neue Strukturen entwickeln. Es entsteht Ordnung aus Komplexität. Die Folge sind neue Anforderungen an die Spezialisierung und Expertise aller beteiligten Leistungserbringer und Fachdisziplinen. Ärzte, Physiotherapeuten, Psychologen, Sportwissenschaftler und Trainer etc. arbeiten und wirken zusammen. Gerade wegen dieser Komplexität ist die Evidenz weiterhin heterogen. Das liegt nicht daran, dass das Konzept der Prähabilitation schwach ist, sondern daran, dass es komplex, multimodal, kontextabhängig und patientenindividuell ist. Gleichzeitig erscheint dieser Weg zunehmend alternativlos.</p>
<h3>Patient als Teil des Systems</h3>
<p>Wenn Prähabilitation präzise, reproduzierbar und indikationsbezogen umgesetzt wird, profitieren sowohl der Patient von einer schnelleren und besseren Genesung als auch das System, das sicherer und wirtschaftlicher wird. Diesen Weg begleitet die sportärztezeitung seit Jahren mit Artikeln in <a href="https://www.the-mind.org/the-mind/issue-7/opinion/"><em>THE MIND</em></a>, den Kongressen und dem Konzept der GME (Guided Medical Education). Wir unterstützen wissenschaftliche Organisationen, Kongresse und Vortragsblöcke im Bereich der Psychoneuroimmunologie und Mind-Body-Medizin, unter anderem im Rahmen des <a href="https://www.psychoneuroimmunologie-kongress.at/">PNI-Kongresses 2026 </a>in Innsbruck, der von <a href="https://sportaerztezeitung.com/author/schubert-christian/">Prof. Dr. Christian Schubert</a> organisiert und veransatltet wird. Unser Ziel bleibt eine ganzheitlich integrierte und zugleich medizinisch präzise Umsetzung der Prähabilitation. Die sportärztezeitung wird diesen Weg weiter begleiten und bestätigen. Verbindung ist hier das emergente Element der Sportmedizin nach Jahren der teilweise wissenschaftlichen Isolation einzelner Fachbereiche!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Veröffentlicht 27.05.2026</em></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Scientific Medical Education Board 2026</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/22394/scientific-medical-education-board-2026/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Erbeldinger&#160;,&#160;Masiar Sabok Sir]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Apr 2026 12:25:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[Online]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://sportaerztezeitung.com/?p=22394</guid>

					<description><![CDATA[Die sportärztezeitung entwickelt ihren klassischen „wissenschaftlichen Beirat“ bewusst weiter zu einem Scientific Medical Education Board. Im Mittelpunkt steht dabei nicht die formale Repräsentation, sondern eine klare Ausrichtung auf Education, Anwendungskompetenz [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die sportärztezeitung entwickelt ihren klassischen „wissenschaftlichen Beirat“ bewusst weiter zu einem <strong data-start="83" data-end="113">Scientific Medical Education Board</strong>. Im Mittelpunkt steht dabei nicht die formale Repräsentation, sondern eine klare Ausrichtung auf Education, Anwendungskompetenz und klinische Relevanz innerhalb der Sportmedizin.</p>
<p data-start="296" data-end="927">Die Besetzung erfolgt strukturiert und eigenständig anhand nachvollziehbarer Kriterien: fachliche Qualität, praktische Erfahrung im konservativen, physikalischen und sportmedizinischen Kontext sowie die aktive Bereitschaft, Wissen zu vermitteln und weiterzuentwickeln. Ergänzend ist das <strong data-start="583" data-end="655">Engagement im Dienst der Sportmedizin – regional wie international –</strong> ein zentraler Maßstab. Gemeint ist der konkrete Beitrag zur Weiterentwicklung von Anwendung, Ausbildung und Patientenversorgung. Dabei haben <strong data-start="797" data-end="832">immaterielle medizinische Werte</strong> wie Haltung, Integrität, Verlässlichkeit und kollegialer Austausch einen festen Stellenwert.</p>
<p data-start="929" data-end="1223">Die Mitgliedschaft ist dynamisch angelegt und wird regelmäßig neu bewertet. Entscheidend ist nicht die formale Zugehörigkeit, sondern der kontinuierliche Beitrag zur Sache: eine praxisnahe, evidenzinformierte und umsetzbare Sportmedizin. Die Teilnahme an unseren Fortbildungen – nicht nur als Referent –, die Erstellung von Fachartikeln sowie der direkte edukative Austausch bilden die Grundlage für Auswahl und Weiterentwicklung des Boards. Ergänzend berücksichtigen wir Empfehlungen aus dem Kreis aktiver Mediziner, Therapeuten und Wissenschaftler.</p>
<p data-start="1541" data-end="1953">Die sportärztezeitung übernimmt dabei bewusst die kuratierende und gestaltende Rolle: als Plattform, die Inhalte bündelt, einordnet und in die Anwendung bringt. Auf dieser Basis treffen wir die finalen Entscheidungen über Aufnahme, Fortführung oder Beendigung einer Zusammenarbeit – klar orientiert an Qualität, Aktivität und dem konkreten Beitrag zur Education im konservativen und sportmedizinischen Kontext.</p>
<p data-start="1955" data-end="2038" data-is-last-node="" data-is-only-node=""><strong data-start="1955" data-end="2038" data-is-last-node="">Unsere Mission ist die globale GME – Guided Medical Education der Sportmedizin.</strong></p>
<p data-start="1955" data-end="2038" data-is-last-node="" data-is-only-node="">Weitere Infos dazu folgen in den nächsten Wochen</p>
<p data-start="1955" data-end="2038" data-is-last-node="" data-is-only-node=""><em>Veröffentlicht: 30.04.2026</em></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Integrative osteoarthritis therapy</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/22342/integrative-osteoarthritis-therapy/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Erbeldinger,&#160;Dr. med. Alexander-Stephan Henze&#160;,&#160;Prof. Dr. med. Götz Welsch]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Apr 2026 13:37:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[INT26]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://sportaerztezeitung.com/?p=22342</guid>

					<description><![CDATA[The revised S3 guideline on knee osteoarthritis [1], the most important German-language recommendation for action, has provoked mixed reactions and provided ample cause for discussion with regard to the recommended [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>The revised <a href="https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/187-050" target="_blank" rel="noopener">S3 guideline on knee osteoarthritis</a> [1], the most important German-language recommendation for action, has provoked mixed reactions and provided ample cause for discussion with regard to the recommended treatment methods [2, 3].</b></p>
<p>lowing “strong” recommendations stand out in the summary and deserve special attention in this article:</p>
<ul>
<li>For more sustainable healthcare, we recommend the following: [&#8230;]</li>
<li>Promotion of environmentally friendly lifestyles: Education and counseling on plant-based nutrition, active mobility (such as walking and cycling), and sustainable everyday practices.</li>
<li>Prioritizing resource-saving treatment options (where therapies are equivalent): recommending non-surgical measures such as exercise therapy, behavioral modification, and weight<br />
management before considering invasive procedures. [1]</li>
</ul>
<p>In addition to promoting an active lifestyle with a focus on mobility (e.g., walking and cycling in everyday life, taking the stairs instead of the elevator), exercise therapy is an evidence-based treatment method of undisputed fundamental importance, which should now finally be taken into account in healthcare practice. But what exactly should this exercise therapy look like? To give this originally sports medicine-related and at the same time highly translational field more contour, it is worth taking a look at the recently published systematic review and meta-ana­lysis by Yan et al. [4]. The team of authors compared six training methods in terms of their effect on pain reduction, function, gait pattern, and quality of life. Among these, aerobic exercise (walking, running, cycling, swimming) performed best as a first-line treatment. In addition, strengthening, flexibility, and coordination exercises, as well as so-called <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/training/20038/mind-body-exercises/" target="_blank" rel="noopener">mind-body exercises</a> [5], were also examined and rated positively. The latter form of exercise, as part of <a href="https://www.the-mind.org/the-mind/issue-7/opinion/" target="_blank" rel="noopener">mind-body medicine</a> [6], which has already been considered in earlier studies on knee osteoarthritis [7, 8], can make a valuable contribution to the treatment of osteoarthritis symptoms, shifting the focus from the painful knee joint to the whole person. This is entirely in line with the holistic concept of <a href="https://www.nccih.nih.gov/health/whole-person-health-what-it-is-and-why-its-important" target="_blank" rel="noopener">whole-person health</a> [9], which is also becoming increasingly important in the context of <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/20728/praehabilitation-praehab/" target="_blank" rel="noopener">prehabilitation</a> [10]. The affected person becomes an active part of the treatment team, which focuses on self-efficacy and teamwork and promotes adherence. Interventions from mind-body medicine can also be used when “traditional” therapeutic approaches such as aerobic exercise cannot be carried out due to physical condition or other obstacles.</p>
<h2><b>Targeted Nutrition</b></h2>
<p>In addition to exercise as therapy and behavioral adjustment in the sense of strengthening self-efficacy, the S3 guideline also explicitly mentions plant-based nutrition [1] as an important component of osteoarthritis treatment, thus emphasizing the concept of <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/ernaehrung/20110/targeted-nutrition/" target="_blank" rel="noopener">targeted nutrition</a> [11]. Key aspects include sufficient protein intake with a targeted amino acid composition, the intake of collagen [12, 13] and fiber [14, 15], as well as supplementary systemic enzyme therapy [12, 13, 16, 17], multi-substance mixtures [18], and phytopharmaceu­ticals. Curcuma [19 – 24] in particular is playing an increasingly scientifically proven role in pain reduction and functional improvement in degenerative diseases such as osteoarthritis.</p>
<p>This knowledge deserves to be taken into account in daily care and tested in practice – not as a replacement, but as a supplement to established forms of therapy. We should seize the opportunity to further examine, apply, and criti­cally observe such approaches in order to expand the field of conservative and regenerative medicine with valuable biological options.</p>
<h2><b>Mind-body medicine and shared medical appointments</b></h2>
<p>Mind-body medicine is considered to be of additional importance in reducing inflammatory biomarkers [25] and in the individual management of psychosocial stress [26]. Self-management and patient education are individual and closely linked to lifestyle medicine. They require targeted training and continuing education strategies for both patients and therapists. These approaches must now be consistently integrated into real-world care – analogous to the already established sports and exercise therapy. Oncology provides an interes­ting, differentiated, and precise approach with the concept of exercise oncology [27], while the currently evolving field of prehabilitation [10] can serve as a framework. The “open window” that is emerging in relation to prehabilitation offers the opportunity to anchor these innovative approaches in the long term. Let&#8217;s take advantage of it and make the necessary changes in medical care a reality. As already emphasized in the article by Lison &amp; Lison, there is virtually no alternative to all these developments [28].</p>
<p>The salutogenic potential is far from exhausted – rather, it paves the way for a new era of medical care, in line with the mind-body medicine concept coined by <a href="https://bensonhenryinstitute.org/about-us-dr-herbert-benson/" target="_blank" rel="noopener">Professor Herbert Benson</a> and <a href="https://jonkabat-zinn.com/" target="_blank" rel="noopener">Professor Jon Kabatt-Zinn</a> [29] [6, 30].</p>
<p>The cost-efficient concept of <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/20203/group-medical-visits/" target="_blank" rel="noopener">shared medical appointments (SMA)</a> [31, 32] also appears to be particularly forward-looking in this context. This model of joint medical consultations [29] enables the efficient, interdisciplinary, and team-oriented implementation of mind-body approaches as well as lifestyle medicine – with patients as active members of their therapeutic process.</p>
<hr />
<p>In the recent article “Bashing Doctors Instead of Science,” published in Orthopedics and Trauma Surgery 2025 15(5), the authors, Dr. Burkhard Lembeck (President of the BVOU) and Janosch Kuno (BVOU Press Officer), emphasize “that patients rightly expect their healthcare providers to exhaust all conservative therapies before resorting to surgery, even if the evidence for them is weak. This applies in particular to chronic conditions such as osteoarthritis or tendon irritation, when standard therapies do not help.” Especially from this perspective, the article “Integrative Osteoarthritis Therapy” seems more relevant and important to us than ever. We look forward to further developments in this field.</p>
<p><span class="Apple-converted-space"> </span>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;</p>
<p>“It is evident that over the past 30 years, medicine has recognized that the mysterious dynamic balance we call health encompasses both body and mind and can be strengthened through certain qualities of attention – qualities that can have a nourishing, regenerative, and healing effect. We all possess this ability – let’s put it to use.” Jon Kabat-Zinn from the book “Coming to Our Senses” (2005)</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;</p>
<p>Study Tip Tai Chi helps with knee pain and improves knee function in people with knee osteoarthritis. Zhu SJ, et al. Online Unsupervised Tai Chi Intervention for Knee Pain and Function in People With Knee Osteoarthritis: The RETREAT Randomized Clinical Trial. JAMA Intern Med. Published online October 27, 2025. doi:10.1001/jamainternmed.2025.5723</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;</p>
<p>Literature</p>
<p>[1] Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie e.V.: Prävention und Therapie der Gonarthrose Version 5.0, 15.07.2024: <a href="https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/187-050">https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/187-050</a></p>
<p>[2] Stellungnahme des BVOU zur Kritik an IGeL-Leistungen. BVOU 2025 <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/20313/stellungnahme-des-bvou-zur-kritik-an-igel-leistungen/">https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/20313/stellungnahme-des-bvou-zur-kritik-an-igel-leistungen/</a></p>
<p>[3] Hyaluron-Spritzen bei Kniearthrose. Nutzen und Risiko. NDR Visite 02.09.2025. <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/20498/hyaluron-spritzen-bei-kniearthrose/">https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/20498/hyaluron-spritzen-bei-kniearthrose/</a></p>
<p>[4] Yan L. et al. Comparative efficacy and safety of exercise modalities in knee osteoarthritis: systematic review and network meta-analysis. BMJ. 2025 Oct 15;391:e085242. doi: 10.1136/bmj-2025-085242. PMID: 41093618; PMCID: PMC12522397.</p>
<p>[5] Mind-body Exercises. sportärztezeitung online. <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/training/20038/mind-body-exercises/">https://sportaerztezeitung.com/rubriken/training/20038/mind-body-exercises/</a></p>
<p>[6] Erbeldinger, R. (2025). Mind-Body Medicine Completes Sports Medicine: Development of a Prophylaxis Model Through Sports Medicine. THE MIND Bulletin on Mind-Body Medicine Research, 7, 23-30. <a href="https://doi.org/10.61936/themind/202504306">https://doi.org/10.61936/themind/202504306</a></p>
<p>[7] Kessler CS. et al. Effectiveness of an Ayurveda treatment approach in knee osteoarthritis &#8211; a randomized controlled trial. Osteoarthritis Cartilage. 2018 May;26(5):620-630. doi: 10.1016/j.joca.2018.01.022. Epub 2018 Feb 7. PMID: 29426006.</p>
<p>[8] Lim WB, Al-Dadah O. Conservative treatment of knee osteoarthritis: A review of the literature. World J Orthop. 2022 Mar 18;13(3):212-229. doi: 10.5312/wjo.v13.i3.212. PMID: 35317254; PMCID: PMC8935331.</p>
<p>[9] Whole Person Health: What It Is and Why It&#8217;s Important. National Center for Complementary and Integrative Health. <a href="https://www.nccih.nih.gov/health/whole-person-health-what-it-is-and-why-its-important">https://www.nccih.nih.gov/health/whole-person-health-what-it-is-and-why-its-important</a></p>
<p>[10] Erbeldinger R, Roßberg M, Hub S, Henze A. Prähabilitation (Prähab). sportärztezeitung online. <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/20728/praehabilitation-praehab/">https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/20728/praehabilitation-praehab/</a></p>
<p>[11] Erbeldinger R. Targeted Nutrition – Nutritional Education. sportärztezeitung online. <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/ernaehrung/20110/targeted-nutrition/">https://sportaerztezeitung.com/rubriken/ernaehrung/20110/targeted-nutrition/</a></p>
<p>[12] Wild-Bode C. Kollagen und Enzyme. sportärztezeitung 02/25. <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/19713/kollagen-und-enzyme/">https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/19713/kollagen-und-enzyme/</a></p>
<p>[13] Niemeyer P, Herbort M, Post F. Nahrungsergänzung – Was kann ich bei Knorpelschaden oder Arthrose in Bezug auf Ernährung und Nahrungsergänzung tun? Podcast Listen2Science. 29.11.2024. <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/ernaehrung/18261/ernaehrungstherapie-und-nahrungsergaenzung/">https://sportaerztezeitung.com/rubriken/ernaehrung/18261/ernaehrungstherapie-und-nahrungsergaenzung/</a></p>
<p>[14] Pang A. et al. Short-chain fatty acids from gut microbiota restore Th17/Treg balance in rheumatoid arthritis: Mechanisms and therapeutic potential. Journal of Translational Autoimmunity, Volume 11, December 2025, 100316. <a href="https://doi.org/10.1016/j.jtauto.2025.100316">https://doi.org/10.1016/j.jtauto.2025.100316</a></p>
<p>[15] Häger J. et al. The Role of Dietary Fiber in Rheumatoid Arthritis Patients: A Feasibility Study. Nutrients 2019, 11, 2392. <a href="https://doi.org/10.3390/nu11102392">https://doi.org/10.3390/nu11102392</a></p>
<p>[16] Henrotin Y. et al. Oral enzyme combination therapy reduces systemic inflammation, urinary CTXII and pain in knee osteoarthritis: a proof-of-mechanism, randomised, crossover, double-blind, placebo-controlled trial. RMD Open. 2025 Aug 12;11(3):e005433. doi: 10.1136/rmdopen-2025-005433. PMID: 40803821; PMCID: PMC12352264.</p>
<p>[17] Klein G. et al. Efficacy and tolerance of an oral enzyme combination in painful osteoarthritis of the hip. A double-blind, randomised study comparing oral enzymes with non-steroidal anti-inflammatory drugs. Clin Exp Rheumatol. 2006 Jan-Feb;24(1):25-30. PMID: 16539815.</p>
<p>[18] Post F. Hafer und Herzgesundheit. sportärztezeitung 02/25. <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/ernaehrung/19698/hafer-und-herzgesundheit/">https://sportaerztezeitung.com/rubriken/ernaehrung/19698/hafer-und-herzgesundheit/</a></p>
<p>[19] Zeng L. et al. Efficacy and Safety of Curcumin and Curcuma longa Extract in the Treatment of Arthritis: A Systematic Review and Meta-Analysis of Randomized Controlled Trial. Front Immunol. 2022 Jul 22;13:891822. doi: 10.3389/fimmu.2022.891822. PMID: 35935936; PMCID: PMC9353077.</p>
<p>[20] Montagnino J. et al. Optimizing orthobiologic therapies with exercise, diet, and supplements. PM R. 2025 Apr;17(4):452-462. doi: 10.1002/pmrj.13320. Epub 2025 Jan 24. PMID: 39853939.</p>
<p>[21] Brockmüller A, Shakibaei M. Epigenetische Wirksamkeit von Curcumin. sportärztezeitung 04/23. <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/ernaehrung/15026/epigenetische-wirksamkeit-von-curcumin/">https://sportaerztezeitung.com/rubriken/ernaehrung/15026/epigenetische-wirksamkeit-von-curcumin/</a></p>
<p>[22] Kuptniratsaikul V. et al. Efficacy and safety of Curcuma domestica extracts compared with ibuprofen in patients with knee osteoarthritis: a multicenter study. Clin Interv Aging. 2014 Mar 20;9:451-8. doi: 10.2147/CIA.S58535. PMID: 24672232; PMCID: PMC3964021.</p>
<p>[23] Peng Y. et al. Anti-Inflammatory Effects of Curcumin in the Inflammatory Diseases: Status, Limitations and Countermeasures. Drug Des Devel Ther. 2021 Nov 2;15:4503-4525. doi: 10.2147/DDDT.S327378. PMID: 34754179; PMCID: PMC8572027.</p>
<p>[24] Bittel M. et al. Kurkuma- und Curcuminoid-Behandlung bei Gonarthrose. Zeitschrift für Phytotherapie 2022; 43(06): 243-249 doi: 10.1055/a-1924-9460</p>
<p>[25] Mehta D. et al. Turning Down the Heat: Mind-Body Strategies Against Inflammaging. Journal of Integrative and Complementary MedicineVol. 31, No. 10. Published Online: 14 October 2025. <a href="https://doi.org/10.1177/27683605251383711">https://doi.org/10.1177/2768360525138371</a></p>
<p>[26] Denninger JW. et al. Psychological assessments, allostatic load and gene expression analyses in a randomized controlled trial comparing meditation, yoga, and stress education. Front Psychol. 2025 Sep 12;16:1653242. doi: 10.3389/fpsyg.2025.1653242. PMID: 41020112; PMCID: PMC12463968.</p>
<p>[27] Voland, A. et al. Update onkologische Sport- und Bewegungstherapie. Fokus Onkol 28, 40–47 (2025). <a href="https://doi.org/10.1007/s15015-025-4316-9">https://doi.org/10.1007/s15015-025-4316-9</a></p>
<p>[28] Lison A, Lison D. Teilhaben. Sportmedizin und Rehabilitation. sportärztezeitung 04/25</p>
<p>[29] Michalsen A. Ordnungstherapie, Stressreduktion und Mind-Body-Medizin – Begleittherapien bei chronischen Nierenerkrankungen. Dialyse aktuell 2015; 19(5): 264-269. DOI: 10.1055/s-0035-1556951</p>
<p>[30] Dossett ML, Fricchione GL, Benson H. A New Era for Mind-Body Medicine. N Engl J Med. 2020 Apr 9;382(15):1390-1391. doi: 10.1056/NEJMp1917461. PMID: 32268025; PMCID: PMC7486127.</p>
<p>[31] Erbeldinger R. Group Medical Visits. sportärztezeitung online. <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/20203/group-medical-visits/">https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/20203/group-medical-visits/</a></p>
<p>[32] Branch A. How to use shared medical appointments in under-resourced communities. September 4, 2025. <a href="https://lifestylemedicine.org/how-to-use-shared-medical-appointments-in-under-resourced-communities/">https://lifestylemedicine.org/how-to-use-shared-medical-appointments-in-under-resourced-communities/</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Prehabilitation as a Potential “Open Window” for Rehabilitation</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/22009/prehabilitation-as-a-potential-open-window-for-rehabilitation/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Erbeldinger&#160;,&#160;Dr. med. Alberto Schek]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Mar 2026 07:00:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[INT26]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://sportaerztezeitung.com/?p=22009</guid>

					<description><![CDATA[Building on the article “Prehabilitation as Biological Preparation of the Patient” (Schek &#38; Erbeldinger, sportärztezeitung online, 2025), this article aims to provide insight into the potential benefits that complementary measures [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Building on the article “<a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/19447/prehabilitation-als-biologische-vorbereitung-des-patienten/" target="_blank" rel="noopener">Prehabilitation as Biological Preparation of the Patient</a>” (Schek &amp; Erbeldinger, sportärztezeitung online, 2025), this article aims to provide insight into the potential benefits that complementary measures (“co-therapies”) may offer in preparing patients for medical interventions.</b></p>
<p>Conservative therapy and its mechanisms of action can be understood in the context of prehabilitation as a kind of “open window” to rehabilitation. It can provide an initial impetus to activate the body’s own adaptation and regene­ration processes while simultaneously strengthening the patient’s self-management. This perspective applies to both conservative and physical therapies as well as to interventional or surgical procedures.</p>
<h2><b>Orthobiological therapies and patient-related influencing factors</b></h2>
<p>Orthobiological therapies such as Platelet-­Rich Plasma (PRP) / ACP, Blood Clot Secretome (BCS), ACS (IL-1RA), or cell-based procedures are increasingly being used to treat musculoskeletal disorders. At the same time, clinical studies show considerable variability in treatment outcomes in some cases (Filardo et al. 2023; Andia &amp; Maffulli 2024).</p>
<p>An important reason for this could be that these therapies use autologous biological products. The quality of the injected material therefore potentially depends not only on technical manufacturing processes but also on the patient’s biological condition. A recent review by Montagnino et al. discusses that lifestyle factors such as exercise, diet, and certain supplements could influence platelet count and function as well as the quality of cell-based products (<a href="https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/pmrj.13320">Montagnino et al.</a>, 2025).<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>However, the authors explicitly emphasize that these correlations currently appear primarily biologically plausible, while robust clinical evidence remains limited and further translational research is still needed.</p>
<h2><b>Biopsychosocial Expansion of Prehabilitation</b></h2>
<p>Against this backdrop, an expansion of the prehabilitation approach that takes psychological and social aspects into account alongside biological factors appears sensible. Such a biopsychosocial understanding of prehabilitation also aligns with newer concepts of so-called metabolic optimization prior to orthobiological therapies. In their review, <a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC12815623/" target="_blank" rel="noopener">Fernandes and Rodeo</a> describe how systemic factors such as metabolic health, chronic inflammatory processes, sleep quality, or lifestyle behaviors can influence the organism’s regenerative environment (Fernandes &amp; Rodeo 2026).</p>
<p>These systemic factors can influence both the quality of autologous biological products and the regenerative capacity of the target tissue. At the same time, the authors emphasize that many of these strategies are currently based primarily on preclinical or indirect evidence (Fernandes &amp; Rodeo 2026).</p>
<h2><b>Mind-Body Medicine as a Potential Co-Therapy</b></h2>
<p>In this context, the field of mind-body medicine is also discussed. Programs such as Mindfulness-Based Stress Reduction (MBSR), developed by <a href="https://jonkabat-zinn.com/" target="_blank" rel="noopener">Jon Kabat-­Zinn</a>, or the Relaxation Response described by <a href="https://www.youtube.com/watch?v=nBCsFuoFRp8" target="_blank" rel="noopener">Herbert Benson</a> are among the best-studied structured mind-body interventions.</p>
<ul>
<li>These programs aim to reduce stress responses</li>
<li>improve autonomic regulatory processes</li>
<li>and potentially influence immunological and neuroendocrine parameters.</li>
</ul>
<p>A review on <a href="https://link.springer.com/article/10.1007/s00482-023-00736-3" target="_blank" rel="noopener">mind-body medicine in pain therapy</a> describes that an eight-week MBSR program can lead to clinically relevant pain reductions in a significant proportion of participants (Paul 2023).</p>
<p>These findings primarily pertain to pain and stress modulation. The direct impact of such interventions on ortho­biological therapies such as PRP has not yet been sufficiently investigated.</p>
<h2><b>Diet and Potential Effects on PRP</b></h2>
<p>In addition to psychosocial factors, the role of diet is increasingly being discussed. A recent clinical study by Platzer et al. examined the <a href="https://link.springer.com/article/10.1007/s00132-023-04442-x" target="_blank" rel="noopener">relationship between different dietary patterns and the composition of PRP</a>. In this study, vegan, vegetarian, and omnivorous diets were compared. The results show that certain molecular components of PRP – par­ti­cularly the pro-inflammatory cytokine interleukin-6 (IL-6 – may differ between dietary groups, while cell counts in the PRP remained largely comparable (Platzer et al. 2026). These data suggest that dietary habits may influence the molecular properties of PRP, although no direct clinical re­commendations can currently be derived from this. Similar considerations are also found in other studies, which suggest that dietary and lifestyle factors could influence systemic inflammatory activity and thus potentially regenerative processes (Andia &amp; Maffulli 2024; McLarnon et al. 2024).</p>
<h2><b>Curcumin and Other Phytonutrients</b></h2>
<p>Curcumin is frequently discussed in the context of inflammatory musculoske­letal disorders and has demonstrated anti-inflammatory and signal-modulating properties in experimental studies (<a href="https://journals.sagepub.com/doi/10.1177/15598276251395980" target="_blank" rel="noopener">Nguyen et al. 2025</a>).<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Furthermore, pharmacological and experimental studies show that curcumin may have platelet-modulating or antiplatelet effects by influencing various platelet activation signaling pathways (Liu et al. 2022).</p>
<p>In the context of PRP, this means:</p>
<p>An influence of curcumin on platelet-­dependent processes appears biologically plausible; however, its specific significance for PRP collection or the clinical efficacy of PRP therapies has not yet been sufficiently investigated. Similar considerations apply to other polyphenols such as resveratrol, quercetin, or anthocyanins, which may also exhibit platelet-modulating properties.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>The potential influence of such substances is therefore likely to depend significantly on dosage, formulation, and timing of administration, as well as on the individual metabolic context.</p>
<h2><b>Nutrition, Metabolic Health, and Regeneration</b></h2>
<p>Recent studies on metabolic optimi­zation prior to orthobiological therapies indicate that systemic factors such as</p>
<ul>
<li>obesity</li>
<li>insulin resistance</li>
<li>chronic inflammatory processes</li>
<li>physical inactivity</li>
<li>sleep disorders</li>
</ul>
<p>can influence tissue regenerative capa­city and possibly also the efficacy of orthobiological therapies (Fernandes &amp; Rodeo 2026). Diets with an anti-inflammatory profile – such as the Mediter­ranean or plant-based diets – are therefore discussed as potentially favorable conditions.</p>
<p>Here, too, most data are mechanistic or indirect, and clinical studies on the direct improvement of PRP outcomes are currently lacking (Montagnino et al. 2025; <a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC12815623/" target="_blank" rel="noopener">Fernandes &amp; Rodeo 2026</a>).</p>
<h2><b>Conclusion</b></h2>
<p>In summary, it can be stated that:</p>
<p>The preparation of patients prior to medical interventions can be viewed from a biopsychosocial perspective. Lifestyle factors such as exercise, diet, metabolic health, and stress regulation can influence the organism’s biological environment and thus potentially also modulate regenerative therapies. However, the current state of the literature shows that many of these relationships are so far primarily biologically plausible and cannot yet be considered esta­blished clinical recommendations.</p>
<p>Prehabilitation can therefore be understood as a potential “open window” in which patients can actively contribute to optimizing their baseline condition. In this sense, it can serve as a bridge between therapy, rehabilitation, and prevention – provided that the measures are implemented within the framework of a medically sound indication and patient-centered education.</p>
<p>Literature</p>
<ol>
<li>Andia I, Maffulli N. Platelet-rich plasma for musculoskeletal conditions. Int Orthop. 2024.</li>
<li>Fernandes G, Rodeo SA. Metabolic Optimization Before Orthobiologic Therapies. Sports Health. 2026.</li>
<li>Filardo G et al. Platelet-rich plasma in musculoskeletal medicine: variability and clinical outcomes. Knee Surg Sports Traumatol Arthrosc. 2023.</li>
<li>Liu Z et al. Anti-platelet and antithrombotic effects of curcumin. Biomed Pharmacother. 2022.</li>
<li>McLarnon J et al. Patient factors influencing PRP therapy outcomes. Orthop J Sports Med. 2024.</li>
<li>Montagnino J et al. Optimizing orthobiologic therapies with exercise, diet, and supplements. PM&amp;R. 2025.</li>
<li>Paul A. Mind-body-Medizin in der Schmerztherapie. Schmerz. 2023.</li>
<li>Platzer H et al. Dietary Patterns Are Associated with Blood Cell Profiles and the Molecular Composition of Platelet-Rich Plasma. Nutrients. 2026.</li>
</ol>
<p>You can find further reading on this topic <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/21602/praehabilitation-als-open-window-der-rehabilitation-literatur-zum-artikel/" target="_blank" rel="noopener">HERE</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<hr />
<p><b>Editor&#8217;s Note</b></p>
<h2><b>Supplement: PRP, protein, and <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/ernaehrung/19698/hafer-und-herzgesundheit/" target="_blank" rel="noopener">soluble fiber</a></b></h2>
<p>In the context of PRP injections, a targeted, personalized nutritional therapy appears biologically plausible and clinically beneficial. In addition, we would like to emphasize that an adequate supply of proteins, essential amino acids, and soluble dietary fiber in particular forms the structural and metabolic basis of regenerative processes. This is not considered problematic before, during, or after PRP interventions—nor before surgical procedures or physical therapies (see: <a href="https://www.aerzteblatt.de/archiv/outcome-von-krebsoperationen-praehabilitation-ist-so-bedeutsam-wie-rehabilitation-8a967a26-32f7-4d8b-b738-e3bcea6f6468">Outcomes of Cancer Surgery</a> and <a href="https://link.springer.com/article/10.1007/s00108-023-01525-x" target="_blank" rel="noopener">Malnutrition in Internal Medicine</a></p>
<p>Especially in the <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/18993/praehabilitation-des-vorderen-kreuzbandes/" target="_blank" rel="noopener">prehabilitation</a> phase, this form of <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/ernaehrung/20110/targeted-nutrition/" target="_blank" rel="noopener">targeted nutrition</a>, including <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/ernaehrung/19698/hafer-und-herzgesundheit/" target="_blank" rel="noopener">cholesterol-lowering dietary strategies</a>, can support the biological prerequisites for tissue adaptation and the healing response. It is suitable for any medical intervention when applied as targeted nutrition.</p>
<p>See also: <a href="https://sportaerztezeitung.com/sports-research/cholesterinsenkende-wirkung-von-hafer-und-metabolisches-syndrom/"><span class="fontstyle0">CHOLESTERINSENKENDE WIRKUNG VON HAFER UND METABOLISCHES SYNDRO</span>M</a></p>
<p>and  <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/ernaehrung/21484/ballaststoffe-reduzieren-risiko-fuer-herz-kreislauf-erkrankungen-pankreaskrebs-und-divertikulose/"><span class="fontstyle0">BALLASTSTOFFE REDUZIEREN RISIKO FÜR HERZ-KREISLAUFERKRANKUNGEN, PANKREASKREBS UND DIVERTIKULOSE</span></a></p>
<hr />
<p>&nbsp;</p>
<h2><a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/21691/praehabilitation-als-open-window-der-rehabilitation-2/">LESEN SIE DEN ARTIKEL AUF DEUTSCH</a></h2>
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			</item>
		<item>
		<title>Hochleistungssysteme &#8211; Relaxation Response &#8211; Resist and Relax</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/psychologie/22102/hochleistungssysteme-relaxation-response-resist-and-relax/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Erbeldinger]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Mar 2026 14:44:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://sportaerztezeitung.com/?p=22102</guid>

					<description><![CDATA[Jedes biopsychosoziale System, egal ob Hochleistungsmanagement, Hochleistungssport oder einfach nur Mensch (Hochleistungsystem als Selbsverständlichkeit) braucht beides, um sich zu entwickeln: Widerstand und Entspannung (Resist and Relax). Mindfulness &#8211; die Technik [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="margin: 0cm 0cm 9.0pt 0cm;"><strong><span style="font-size: 18.0pt; font-family: 'Times New Roman',serif;">Jedes biopsychosoziale System, egal ob Hochleistungsmanagement, Hochleistungssport oder einfach nur Mensch (Hochleistungsystem als Selbsverständlichkeit) braucht beides, um sich zu entwickeln: Widerstand und Entspannung (Resist and Relax).</span></strong></p>
<h2 style="font-size-adjust: none; font-kerning: auto; font-feature-settings: normal; font-optical-sizing: auto; font-variation-settings: normal; -webkit-text-stroke: 0px #000000; margin: 0cm 0cm 9.0pt 0cm;"><span style="font-size: 18.0pt; font-family: 'Times New Roman',serif;"><span style="font-kerning: none;">Mindfulness &#8211; die Technik</span></span></h2>
<p style="font-size-adjust: none; font-kerning: auto; font-feature-settings: normal; font-optical-sizing: auto; font-variation-settings: normal; -webkit-text-stroke: 0px #000000; margin: 0cm 0cm 9.0pt 0cm;"><span style="font-size: 18.0pt; font-family: 'Times New Roman',serif;"><span style="font-kerning: none;">Sie ermöglicht den gezielten Wechsel zwischen Aktivierung und Regulation, nach Überwindung des Widerstandes (Doing) im Sein (Being) – eine Grundlage von Meditation (Training &#8222;Widerstandstraining&#8220; des mentalen Muskels).</span></span></p>
<h2 style="font-size-adjust: none; font-kerning: auto; font-feature-settings: normal; font-optical-sizing: auto; font-variation-settings: normal; -webkit-text-stroke: 0px #000000; margin: 0cm 0cm 9.0pt 0cm;"><span style="font-size: 18.0pt; font-family: 'Times New Roman',serif;"><span style="font-kerning: none;">Relaxation Response &#8211; der Zustand</span></span></h2>
<p style="font-size-adjust: none; font-kerning: auto; font-feature-settings: normal; font-optical-sizing: auto; font-variation-settings: normal; -webkit-text-stroke: 0px #000000; margin: 0cm 0cm 9.0pt 0cm;"><span style="font-size: 18.0pt; font-family: 'Times New Roman',serif;"><span style="font-kerning: none;"> Ein gezielt hervorgelockter, ausgelöster, physiologischer Gegenpol zur Stressreaktion (Fight flight, freeze &#8230;) &#8211; oder ein sich selbst entwickelnder Zustand, eine parasympathische Aktivierung, Regulation, Regeneration. Die Fähigkeit, diesen Zustand bewusst und/oder unbewusst zu erreichen, entscheidet maßgeblich über nachhaltige Performance in jedem Hochleistungssystem, nicht die Leistung bzw. Hochleistung alleine. </span></span><span style="font-size: 18.0pt; font-family: 'Times New Roman',serif;"><span style="font-kerning: none;">Der Raum zwischen Reiz und Reaktion.</span></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Veröffentlicht 13.03.2026</em></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Verbinden, was zusammenpasst</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/21739/verbinden-was-zusammenpasst/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Erbeldinger&#160;,&#160;Masiar Sabok Sir]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Mar 2026 10:00:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[01/26]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://sportaerztezeitung.com/?p=21739</guid>

					<description><![CDATA[Eine der größten Entwicklungschancen der modernen Sportmedizin liegt darin, das miteinander zu verbinden, was längst zusammenpasst. Wenig muss neu erfunden werden, ganz im Gegenteil. Wissen, Erfahrung, Methoden, Erkenntnisse und Perspektiven [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Eine der größten Entwicklungschancen der modernen Sportmedizin liegt darin, das miteinander zu verbinden, was längst zusammenpasst. Wenig muss neu erfunden werden, ganz im Gegenteil. Wissen, Erfahrung, Methoden, Erkenntnisse und Perspektiven – vieles ist schon längst vorhanden und wird mit großem Engagement von Ärzten, Therapeuten, Sportwissenschaftlern und weiteren Akteuren vorangetrieben. Oft geschieht dies allerdings noch zu sehr nebeneinander, statt miteinander. Gerade auch zwischen den medizinsichen Fachgebieten ist der Austausch ausbaufähig. Und zu oft wird vorhandenes Wissen nicht interdisziplinär geteilt, sondern bleibt in seiner Nische. Das Problem hierbei ist der Mensch als Person und weniger die Institutionen. Teams und Kooperativen sind rar, obwohl wir soziale Wesen sind.</strong></p>
<p>Wir sind überzeugt: Die Zukunft gehört der medizinischen Kooperation – medical social education, eine Agenda die im Werden ist. Der bewussten Gestaltung von Schnittstellen und der Förderung von Interaktionen. Die intelligente Kombination bewährter Ansätze, um daraus etwas noch Wirksameres entstehen zu lassen, birgt enormes Potenzial. Nicht als Selbstzweck, sondern für eine Medizin, die den Menschen in seiner Gesamtheit betrachtet und begleitet – von der Prävention / Prophylaxe über die Prähabilitation bis hin zur Therapie und Rehabilitation.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Wer etwas miteinander verbindet, muss offen sein. Offen für neue Wege, für manchmal vielleicht ungewohnte Denkansätze und für interdisziplinäre Perspektiven. Was gestern noch belächelt wurde, kann heute und morgen schon zur neuen Medizin gehören. Das erfordert Mut und den Willen, über eigene Fachgrenzen hinauszuschauen.</p>
<p>Doch genau darin liegt das Angebot – für die Sportmedizin als Fachgebiet, für die Qualität der täglichen Arbeit und nicht zuletzt für das Wohl der Patienten sowie der Gesellschaft insgesamt. Heute ist das wichtiger denn je.</p>
<p>Wir verstehen uns als Plattform und System mit multidirektioanler Wechselwirkung für diesen Dialog, indem wir Inhalte, Ergebnisse und Erkenntnisse zusammenführen, miteinander verbinden, einordnen und auch formell weiterentwickeln. Umso mehr freut es uns, dass unsere Beiträge / Content zunehmend aufgegriffen, geteilt und in anderen Kanälen weiterverbreitet werden. Das zeigt, dass unsere mit Ihnen entwickelten Inhalte relevant sind – und dass sie etwas bewegen. Gleichzeitig möchten wir an einen einfachen, aber wichtigen Grundsatz erinnern: Wer Inhalte weiterverwendet, sollte ihre Herkunft transparent machen. Es ist eine Frage des Anstands und der Fairness gegenüber den Autoren, Referenten und uns – und nicht zuletzt auch der rechtlichen Sorgfalt –, die Originalquelle zu nennen. Wenn unsere Inhalte dazu beitragen, Diskussionen anzustoßen und Wissen zu verbreiten, dann ist das ausdrücklich erwünscht. Bitte tun Sie dies – aber verweisen Sie dabei stets auf uns als ursprüngliche Quelle.</p>
<p>Und vielleicht möchten auch Sie selbst einmal zur Originalquelle werden. Wenn Sie Ideen haben und ein geeignetes Thema vorstellen möchten, das in das Bild einer modernen, zukunftsfähigen Sportmedizin passt, dann melden Sie sich bei unserer Redaktion.</p>
<p>Denn am Ende geht es um genau das: zusammenbringen, was zusammengehört – und gemeinsam etwas schaffen, das größer ist als die Summe seiner Teile.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Prähabilitation als mögliches &#8222;Open Window&#8220; der Rehabilitation</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/21691/praehabilitation-als-open-window-der-rehabilitation-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Erbeldinger&#160;,&#160;Dr. med. Alberto Schek]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Feb 2026 09:00:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[01/26]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://sportaerztezeitung.com/?p=21691</guid>

					<description><![CDATA[In Erweiterung des Artikels „Prähabilitation als biologische Vorbereitung des Patienten“ (Schek &#38; Erbeldinger, sportärztezeitung online, 2025) soll dieser Beitrag einen Einblick in mögliche Potenziale geben, die ergänzende Maßnahmen („Co-Therapien“) in [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>In Erweiterung des Artikels „<a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/19447/prehabilitation-als-biologische-vorbereitung-des-patienten/">Prähabilitation als biologische Vorbereitung des Patienten</a>“ (Schek &amp; Erbeldinger, sportärztezeitung online, 2025) soll dieser Beitrag einen Einblick in mögliche Potenziale geben, die ergänzende Maßnahmen („Co-Therapien“) in der Vorbereitung von Patienten auf medizinische Interventionen haben können.</strong></p>
<p>Die konservative Therapie und ihre Wirkmechanismen können im Kontext der Prähabilitation als eine Art „Open Window“ der Rehabilitation verstanden werden. Sie kann einen initialen Impuls zur Aktivierung körpereigener Anpassungs- und Regenerationsprozesse setzen und gleichzeitig das Selbstmanagement des Patienten stärken. Diese Perspektive gilt sowohl für konservative und physikalische Therapien als auch für interventionelle oder chirurgische Verfahren.</p>
<h3><strong>Orthobiologische Therapien und patientenbezogene Einflussfaktoren</strong></h3>
<p>Orthobiologische Therapien wie Platelet-Rich Plasma (PRP) / ACP, Blood Clot Secretom (BCS), ACS (IL-1RA)   oder zellbasierte Verfahren werden zunehmend zur Behandlung muskuloskelettaler Erkrankungen eingesetzt. Gleichzeitig zeigen klinische Studien eine teilweise erhebliche Variabilität der Behandlungsergebnisse (Filardo et al. 2023; Andia &amp; Maffulli 2024).</p>
<p>Ein wichtiger Grund hierfür könnte darin liegen, dass diese Therapien autologe biologische Produkte verwenden. Die Qualität des injizierten Materials hängt daher potenziell nicht nur von technischen Herstellungsprozessen, sondern auch vom biologischen Zustand des Patienten ab.</p>
<p>Ein aktueller Review von <a href="https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/pmrj.13320">Montagnino et al.</a> diskutiert, dass Lebensstilfaktoren wie Bewegung, Ernährung und bestimmte Supplements die Anzahl und Funktion von Thrombozyten sowie die Qualität zellbasierter Produkte beeinflussen könnten (Montagnino et al. 2025). Die Autoren betonen jedoch ausdrücklich, dass diese Zusammenhänge derzeit vor allem biologisch plausibel erscheinen, während robuste klinische Evidenz noch begrenzt ist und weitere translationale Forschung erforderlich bleibt.</p>
<h3><strong>Biopsychosoziale Erweiterung der Prähabilitation</strong></h3>
<p>Vor diesem Hintergrund erscheint eine Erweiterung des prähabilitativen Ansatzes sinnvoll, die neben biologischen Faktoren auch psychologische und soziale Aspekte berücksichtigt. Ein solches biopsychosoziales Verständnis der Prähabilitation entspricht auch neueren Konzepten der sogenannten metabolic optimization vor orthobiologischen Therapien. <a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC12815623/">Fernandes und Rodeo</a> beschreiben in ihrem Review, dass systemische Faktoren wie metabolische Gesundheit, chronische Entzündungsprozesse, Schlafqualität oder Lebensstilverhalten das regenerative Milieu des Organismus beeinflussen können (Fernandes &amp; Rodeo 2026).</p>
<p>Diese systemischen Faktoren können sowohl die Qualität autologer biologischer Produkte als auch die Regenerationsfähigkeit des Zielgewebes beeinflussen. Gleichzeitig betonen die Autoren, dass viele dieser Strategien derzeit vor allem auf präklinischer oder indirekter Evidenz beruhen (Fernandes &amp; Rodeo 2026).</p>
<h3>Mind-Body-Medizin als mögliche Co-Therapie</h3>
<p>In diesem Kontext wird auch das Feld der Mind-Body-Medizin diskutiert. Programme wie die von <a href="https://jonkabat-zinn.com/">Jon Kabat-Zinn</a> entwickelte Mindfulness-Based Stress Reduction (MBSR) oder die von <a href="https://www.youtube.com/watch?v=nBCsFuoFRp8">Herbert Benson</a> beschriebene Relaxation Response gehören zu den am besten untersuchten strukturierten Mind-Body-Interventionen.</p>
<p>Diese Programme zielen darauf ab,</p>
<ul>
<li>Stressreaktionen zu reduzieren</li>
<li>autonome Regulationsprozesse zu verbessern</li>
<li>und möglicherweise immunologische sowie neuroendokrine Parameter zu beeinflussen.</li>
</ul>
<p>In einer Übersicht zur <a href="https://link.springer.com/article/10.1007/s00482-023-00736-3">Mind-Body-Medizin in der Schmerztherapie</a> wird beschrieben, dass ein achtwöchiges MBSR-Programm bei einem relevanten Anteil der Teilnehmenden zu klinisch relevanten Schmerzreduktionen führen kann (Paul 2023).</p>
<p>Diese Ergebnisse beziehen sich primär auf Schmerz- und Stressmodulation. Ein direkter Einfluss solcher Interventionen auf orthobiologische Therapien wie PRP ist bislang nicht ausreichend untersucht.</p>
<h3><strong>Ernährung und mögliche Einflüsse auf PRP</strong></h3>
<p>Neben psychosozialen Faktoren wird zunehmend auch die Rolle der Ernährung diskutiert. Eine aktuelle klinische Studie von Platzer et al. untersuchte den <a href="https://link.springer.com/article/10.1007/s00132-023-04442-x">Zusammenhang zwischen unterschiedlichen Ernährungsformen und der Zusammensetzung von PRP</a>. In dieser Studie wurden vegane, vegetarische und omnivore Ernährungsweisen miteinander verglichen. Die Ergebnisse zeigen, dass sich bestimmte molekulare Bestandteile von PRP – insbesondere das proinflammatorische Zytokin Interleukin-6 (IL-6) – zwischen den Ernährungsgruppen unterscheiden können, während die Zellzahlen im PRP weitgehend vergleichbar blieben (Platzer et al. 2026).</p>
<p>Diese Daten deuten darauf hin, dass Ernährungsgewohnheiten möglicherweise molekulare Eigenschaften von PRP beeinflussen können, ohne dass daraus derzeit direkte klinische Handlungsempfehlungen abgeleitet werden können. Ähnliche Überlegungen finden sich auch in anderen Arbeiten, die darauf hinweisen, dass Ernährungs- und Lebensstilfaktoren die systemische Entzündungsaktivität und damit potenziell regenerative Prozesse beeinflussen könnten (Andia &amp; Maffulli 2024; McLarnon et al. 2024).</p>
<h3><strong> </strong><strong>Curcumin und andere Phytonährstoffe</strong></h3>
<p>Curcumin wird häufig im Kontext entzündlicher muskuloskelettaler Erkrankungen diskutiert und besitzt in experimentellen Studien antiinflammatorische sowie signalmodulierende Eigenschaften (<a href="https://journals.sagepub.com/doi/10.1177/15598276251395980">Nguyen et al. 2025</a>). Darüber hinaus zeigen pharmakologische und experimentelle Untersuchungen, dass Curcumin thrombozytenmodulierende beziehungsweise antiplatelet-Effekte besitzen kann, indem es verschiedene Signalwege der Thrombozytenaktivierung beeinflusst (Liu et al. 2022).</p>
<p>Im Kontext von PRP bedeutet dies:</p>
<p>Ein Einfluss von Curcumin auf thrombozytenabhängige Prozesse erscheint biologisch plausibel, seine konkrete Bedeutung für die PRP-Gewinnung oder die klinische Wirksamkeit von PRP-Therapien ist jedoch bislang nicht ausreichend untersucht. Ähnliche Überlegungen gelten für andere Polyphenole wie Resveratrol, Quercetin oder Anthocyane, die ebenfalls plättchenmodulierende Eigenschaften aufweisen können. Der mögliche Einfluss solcher Substanzen dürfte daher wesentlich von Dosierung, Formulierung und Einnahmezeitpunkt („Timing“) sowie vom individuellen metabolischen Kontext abhängen.</p>
<h3><strong>Ernährung, metabolische Gesundheit und Regeneration</strong></h3>
<p>Neuere Arbeiten zur metabolischen Optimierung vor orthobiologischen Therapien weisen darauf hin, dass systemische Faktoren wie</p>
<ul>
<li>Adipositas</li>
<li>Insulinresistenz</li>
<li>chronische Entzündungsprozesse</li>
<li>körperliche Inaktivität</li>
<li>Schlafstörungen</li>
</ul>
<p>die Regenerationsfähigkeit des Gewebes und möglicherweise auch die Wirksamkeit orthobiologischer Therapien beeinflussen können (<a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC12815623/">Fernandes &amp; Rodeo 2026</a>). Ernährungsformen mit antiinflammatorischem Profil – etwa mediterrane oder pflanzenbetonte Ernährungsweisen – werden daher als potenziell günstige Rahmenbedingungen diskutiert. Auch hier gilt, dass die meisten Daten mechanistisch oder indirekt sind und klinische Studien zur direkten Verbesserung von PRP-Outcomes bislang fehlen (Montagnino et al. 2025; Fernandes &amp; Rodeo 2026).</p>
<h3><strong>Fazit</strong></h3>
<p>Zusammenfassend lässt sich festhalten:</p>
<p>Die Vorbereitung von Patienten vor medizinischen Interventionen kann aus einer biopsychosozialen Perspektive betrachtet werden. Lebensstilfaktoren wie Bewegung, Ernährung, metabolische Gesundheit und Stressregulation können das biologische Milieu des Organismus beeinflussen und damit möglicherweise auch regenerative Therapien modulieren. Der aktuelle Stand der Literatur zeigt jedoch, dass viele dieser Zusammenhänge bislang vor allem biologisch plausibel sind und noch nicht als gesicherte klinische Empfehlungen gelten können.</p>
<p>Prähabilitation kann daher als ein mögliches „Open Window“ verstanden werden, in dem Patienten aktiv an der Optimierung ihres Ausgangszustands mitwirken können. In diesem Sinne kann sie eine Brücke zwischen Therapie, Rehabilitation und Prävention darstellen – vorausgesetzt, die Maßnahmen erfolgen im Rahmen einer medizinisch fundierten Indikationsstellung und patientenzentrierten Aufklärung.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Literatur</strong></p>
<ol>
<li>Andia I, Maffulli N. Platelet-rich plasma for musculoskeletal conditions. Int Orthop. 2024.</li>
<li>Fernandes G, Rodeo SA. Metabolic Optimization Before Orthobiologic Therapies. Sports Health. 2026.</li>
<li>Filardo G et al. Platelet-rich plasma in musculoskeletal medicine: variability and clinical outcomes. Knee Surg Sports Traumatol Arthrosc. 2023.</li>
<li>Liu Z et al. Anti-platelet and antithrombotic effects of curcumin. Biomed Pharmacother. 2022.</li>
<li>McLarnon J et al. Patient factors influencing PRP therapy outcomes. Orthop J Sports Med. 2024.</li>
<li>Montagnino J et al. Optimizing orthobiologic therapies with exercise, diet, and supplements. PM&amp;R. 2025.</li>
<li>Paul A. Mind-body-Medizin in der Schmerztherapie. Schmerz. 2023.</li>
<li>Platzer H et al. Dietary Patterns Are Associated with Blood Cell Profiles and the Molecular Composition of Platelet-Rich Plasma. Nutrients. 2026.</li>
</ol>
<p>&nbsp;</p>
<p>Weitere Literatur zum Thema finden Sie <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/21602/praehabilitation-als-open-window-der-rehabilitation-literatur-zum-artikel/">HIER</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<hr />
<p><b>Anmerkung der Redaktion</b></p>
<h3><b>Ergänzung PRP, Protein und lösliche <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/ernaehrung/19698/hafer-und-herzgesundheit/" target="_blank" rel="noopener">Ballaststoffe</a></b></h3>
<p>Im Kontext von PRP-Injektionen erscheint eine gezielte, personalisierte Ernährungstherapie biologisch plausibel und klinisch sinnvoll. Ergänzend möchten wir hervorheben, dass besonders die adäquate Versorgung mit Proteinen bzw. essenziellen Aminosäuren sowie löslichen Ballaststoffen die strukturelle und metabolische Basis regenerativer Prozesse bildet. Dies gilt weder vor, während noch nach PRP-Interventionen – ebenso wie vor chirurgischen Eingriffen und physikalischen Therapien – als problematisch (siehe hierzu: <a href="https://www.aerzteblatt.de/archiv/outcome-von-krebsoperationen-praehabilitation-ist-so-bedeutsam-wie-rehabilitation-8a967a26-32f7-4d8b-b738-e3bcea6f6468">Outcome von Krebsoperationen</a> und <a href="https://link.springer.com/article/10.1007/s00108-023-01525-x">Mangelernährung in der Inneren Medizin)</a></p>
<p>Gerade <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/18993/praehabilitation-des-vorderen-kreuzbandes/" target="_blank" rel="noopener">prähabilitativ</a> kann diese Form der <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/ernaehrung/20110/targeted-nutrition/" target="_blank" rel="noopener">Targeted Nutrition</a>, einschließlich <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/ernaehrung/19698/hafer-und-herzgesundheit/">cholesterinsenkender Ernährungsstrategien</a>, die biologischen Voraussetzungen für Gewebeadaptation und Heilungsantwort unterstützen. Es passt zu jeder medizinischen Intervention, wenn es als Targeted Nutrition gezielt ist.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Siehe hierzu auch  <a href="https://sportaerztezeitung.com/sports-research/cholesterinsenkende-wirkung-von-hafer-und-metabolisches-syndrom/"><span class="fontstyle0">CHOLESTERINSENKENDE WIRKUNG VON HAFER UND METABOLISCHES SYNDRO</span>M</a></p>
<p>und  <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/ernaehrung/21484/ballaststoffe-reduzieren-risiko-fuer-herz-kreislauf-erkrankungen-pankreaskrebs-und-divertikulose/"><span class="fontstyle0">BALLASTSTOFFE REDUZIEREN RISIKO FÜR HERZ-KREISLAUFERKRANKUNGEN, PANKREASKREBS UND DIVERTIKULOSE</span></a></p>
<hr />
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		<title>Heilung einleiten durch Sportmedizin: Konservative Therapie &#038; Prähabilitation</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/21453/heilung-einleiten-durch-sportmedizin-konservative-therapie-praehabilitation/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Erbeldinger]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Jan 2026 09:00:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Therapie]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://sportaerztezeitung.com/?p=21453</guid>

					<description><![CDATA[Konservative Therapien, insbesondere physikalische und regenerative Verfahren, können in der Prähabilitation als „Open Window“ der Rehabilitation einen initialen Impuls zur Aktivierung der Selbstheilungskräfte setzen. Voraussetzung dafür ist ein anschließendes persönliches [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Konservative Therapien, insbesondere physikalische und regenerative Verfahren, können in der Prähabilitation als „Open Window“ der Rehabilitation einen initialen Impuls zur Aktivierung der Selbstheilungskräfte setzen. Voraussetzung dafür ist ein anschließendes persönliches Selbstmanagement des Patienten, das durch gezielte Education getragen wird, welche die biologische Vorbereitung plausibel zu einer biopsychosozialen Vorbereitung und Prophylaxe des „Non-Patients“ erweitert. Dabei wird deutlich, dass das Immunsystem stets kontextuell beteiligt ist und Selbstheilung im Sinne des Sickness Behaviour bereits beginnen kann.</strong></p>
<h3><strong>Die <a href="https://www.the-mind.org/the-mind/issue-7/opinion/">Sportmedizin</a> besitzt enormes Potenzial, Heilung einzuleiten</strong></h3>
<p>Grundlage hierfür ist vor allem ihre Ausrichtung und Anwendung als Domäne der <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/20398/konservative-therapie/#:~:text=">konservativen Therapie</a>. Genau diese wird jedoch bis heute häufig verwendet, ohne klar definiert zu sein. Wie im Artikel <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/20387/weissbuch-konservative-orthopaedie-und-unfallchirurgie/">Weißbuch Konservative Therapie</a>  (sportärztezeitung 03/25) beschrieben, besteht ein erhebliches Ausbildungs- und Anwendungsproblem. Darauf soll hier bewusst nicht weiter eingegangen werden.</p>
<h3><strong>Prähabilitation bietet Chancen</strong></h3>
<p>Stattdessen gilt es, die aktuellen Chancen der sich rasant und emergent entwickelnden Prähabilitation zu nutzen, um die volle Wirkung der <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/977/konservative-therapie-was-hilft/">konservativen Therapie</a> zu entfalten. Die Prähabilitation eröffnet ein <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/21307/praehabilitation-als-open-window-der-rehabilitation/">Open Window </a>für die Rehabilitation – und genau hier lässt sich eine weitere Tür öffnen: Dies gelingt durch eine klare Positionierung und Anwendung der konservativen Therapie als echtes First-Line-Treatment sowie durch die Adressierung der teils bekannten <a href="https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S266633762500099X?via%3Dihub">postoperativen spezifischen Probleme</a> – BioPsychoSoziale Ebene (Muskulär, Inhibition, Ansteuerungen, Propriozeption, Angst etc.).</p>
<p>Zwar wird regelmäßig gefordert, dass konservative Maßnahmen an erster Stelle stehen und „ausgeschöpft“ sein müssen, bevor chirurgische Schritte erfolgen. Doch was bedeutet das konkret? Allzu oft bleibt „konservativ“ ein unscharfer Sammelbegriff für „alles Nicht-Chirurgische“ – letztlich also <strong>alles und nichts </strong>zugleich, inklusive Abwarten ohne self-management etc. Die konservative Therapie umfasst alle nicht-operativen Maßnahmen und gliedert sich in aktive (proaktive) und passive Verfahren. Hier finden sich die folgenden gut erprobten Optionen, teilweise mit eigener Fachrichtung:</p>
<p>Die konservative Therapie, die vorwiegend manuelle und physikalische Ansätze (<a href="https://www.nccih.nih.gov/health/mind-and-body-practices">Akupunktur, Massage, Chiropraktik&#8230;</a>) sowie Regenerative Therapie und Orthobiologika umfasst, in spezifischer und folgend indikationsspezifischer Anwendung, beginnt nicht mit einem Übungsprogramm, sondern mit dem <strong>klaren ärztlichen Encounter</strong> – unabhängig davon, ob am Ende ein konservativer oder operativer Weg eingeschlagen wird. Sie umfasst:</p>
<ul>
<li>strukturierte Anamnese</li>
<li>differenzierte Diagnostik</li>
<li>manuelle Untersuchung und Therapie</li>
<li>erweitert durch <strong>physikalische</strong>, <strong>regenerative</strong> und – wo sinnvoll – <strong>pharmakologische</strong> Verfahren sowie therapeutische Hilfsmittel wie z.B. <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/20878/praevention-konservative-therapie-und-rehabilitation/">Orthesen</a> / Bandagen etc.</li>
</ul>
<p><strong>Aufbauend </strong>darauf entfalten proaktive Maßnahmen ihre Wirkung: Bewegung, Training, Ernährung und psychosoziale Stressmodulation – immer mit einem ausgebildeten Patienten als aktivem Teil des Gesamtsystems.</p>
<p>Sowohl die <strong>physikalische Therapie</strong> als auch die <strong>regenerative Therapie</strong> sind derzeit weder in der Regelversorgung noch in der Prähabilitation annähernd ausgeschöpft und präzise beachtet. Teilweise werden sie gar nicht explizit angeboten. Zu häufig wird auch die Verantwortung vorschnell auf die Patienten verlagert, obwohl diese bei Schmerzen und Funktionseinschränkungen schlicht nicht leistungsfähig sind.</p>
<h3>Training folgt der Funktionsfähigkeit</h3>
<p>Zunächst sollten der Schmerz und die Funktion durch manuelle, physikalische und regenerative Verfahren wirksam strukturiert moduliert werden. Erst dann ist ein sinnvolles und nachhaltig wirksames Guided Training im Kontext der Möglichkeiten des Patienten durchführbar. Ein ambulantes Setting ist sicher ein Zukunftsthema, um den Patienten in sein self-management zu führen („guided“).</p>
<p>Gerade auch bei <strong>elektiven Eingriffen</strong> ist dieses Vorgehen bekannt, logisch und durch <a href="https://jamanetwork.com/journals/jamasurgery/fullarticle/2841299">Prähabilitation</a> wirksam. Durch personalisierte Prähabilitation noch wirksamer: Es lassen sich Komplikationen (<a href="https://jamanetwork.com/journals/jamasurgery/fullarticle/2841299">&#8222;Our findings show that patients following a remotely delivered, personalized prehabilitation regimen had increased adherence, improved physical and cognitive function after prehabilitation, and fewer moderate to severe postoperative complications.&#8220;</a>) vermeiden, funktionelle Defizite verbessern und muskuläre Schwächen sowie Bewegungseinschränkungen vorab gezielt adressieren und vorbereiten. <a href="https://fis.dshs-koeln.de/en/publications/effectiveness-of-exercise-prehabilitation-before-anterior-cruciat/?utm_source=chatgpt.com">Die funktionelle Leistungsfähigkeit zeigt postoperativ signifikante Vorteile</a> gegenüber keiner oder einer unspezifischen prähabilitativen Vorbereitung. Doch auch hier gilt: Training folgt der Funktionsfähigkeit.</p>
<p>Wird dieser Weg konsequent beschritten, kann konservative Therapie:</p>
<ul>
<li>operative Eingriffe deutlich nach hinten verschieben</li>
<li>Ergebnisse von Operationen verbessern</li>
<li>oder Eingriffe in einzelnen Fällen sogar verhindern, bzw. die Indikationsstellung zur OP verändern</li>
</ul>
<p>Dabei darf Evidenz im Einzelfall auch <strong>Einzelfall bleiben</strong>, solange sie sauber dokumentiert und verantwortungsvoll angewendet wird.</p>
<p>Natürlich muss differenziert werden – beispielsweise nach Körperregionen (Knie, Hüfte, Wirbelsäule&#8230;) oder Patientengruppe (Leistungsathlet, multimorbider Patient&#8230;).  Doch die übergeordnete Chance ist eindeutig:</p>
<p><strong>Eine strukturierte, qualifizierte und prähabilitativ eingesetzte konservative Therapie kann das Gesundheitssystem entlasten, Patienten echte Optionen eröffnen und die Medizin wieder auf verschiedene Säulen stellen.Wir müssen sie jedoch definieren, ausbilden, anwenden und honorieren. <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/20313/stellungnahme-des-bvou-zur-kritik-an-igel-leistungen/">Selbst wenn die Evidenz schwach ist</a>.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Weiterführende Literatur / Studien zum Thema Prähabilitation:</em></p>
<p><a href="https://journals.sagepub.com/doi/abs/10.1177/15598276241252799?__cf_chl_tk=.2lmgu3ApLkCmVz01KY2qUrtJR2MgswVOi8TxotlkA0-1769027818-1.0.1.1-DqjLsnuAQB_gLXzgjOh4PZCpC5c9yIrMLn_tNIwUCSg">Frühe Ergebnisse bei orthopädischen Patienten vor einer Operation, die an einem intensiven, interprofessionellen Programm zur Optimierung der Gesundheit im Rahmen der Lebensstilmedizin teilgenommen haben</a></p>
<p><a href="https://www.beckersspine.com/orthopedic/preop-counseling-cuts-opioid-use-post-acl-surgery-study/">Präoperative Beratung reduziert Opioidkonsum nach ACL-Operation</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Veröffentlicht 14.01.2026</em></p>
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