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	<title>Bruno Domokos, Autor bei sportärztezeitung</title>
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	<description>Sportmedizin für Ärzte, Therapeuten &#38; Trainer</description>
	<lastBuildDate>Wed, 25 Mar 2026 14:25:52 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
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	<title>Bruno Domokos, Autor bei sportärztezeitung</title>
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		<title>Isoliertes Training der Lumbalextensoren</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/training/21959/isoliertes-training-der-lumbalextensoren/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Bruno Domokos&#160;,&#160;Dr. Christoph Spang (PH.D)]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Mar 2026 10:23:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Training]]></category>
		<category><![CDATA[01/26]]></category>
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					<description><![CDATA[Chronische Rückenschmerzen stellen nach wie vor ein weit verbreitetes klinisches Problem dar. Innovative Therapieansätze, die auf die gezielte Kräftigung der tiefen Rückenmuskulatur, insbesondere des M. Multifidus (MF), abzielen, gewinnen zunehmend [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Chronische Rückenschmerzen stellen nach wie vor ein weit verbreitetes klinisches Problem dar. Innovative Therapieansätze, die auf die gezielte Kräftigung der tiefen Rückenmuskulatur, insbesondere des M. Multifidus (MF), abzielen, gewinnen zunehmend an Bedeutung. Das isolierte Training der Lumbalextensoren (ILEX) ermöglicht eine gezielte Aktivierung und Stärkung der Lendenwirbelsäulenmuskulatur und wird insbesondere im deutschsprachigen Raum immer häufiger eingesetzt.<span class="Apple-converted-space"> </span></b></p>
<p>Obwohl klinische Erfolge der ILEX-Therapie bereits seit längerer Zeit bekannt sind, sind die zugrunde liegenden Anpassungen der Muskelmorphologie und Funktion bisher nur unzureichend untersucht. Zudem ist unklar, welchen Stellenwert ILEX innerhalb multimodaler Therapieprogramme einnimmt und inwieweit die Methode gezielt bei spezifischen Wirbelsäulenpathologien – im Gegensatz zu unspezifischen Rückenschmerzen – wirksam und sicher eingesetzt werden kann.</p>
<p>In einer aktuellen Studie, die im Oktober 2025 im renommierten Fachjournal Scientific Reports veröffentlicht wurde, wurden 58 Patienten mit chronischen Rückenschmerzen untersucht. Alle wiesen spezifische Wirbelsäulenbeschwerden auf, die Mehrheit hatte radikuläre Symptome mit Ausstrahlung in die unteren Extremitäten oder relative OP-Indikationen. Die Teilnehmer konnten zwischen einem isolierten ILEX-Programm und einem multimodalen Ansatz wählen, der zusätzlich manuelle Therapie und allgemeine Kräftigungsübungen umfasste (z. B. Latissimus-Zug und Abdominalcrunch an Geräten sowie Rücken- und Coretraining am Seilzug). Das Programm bestand aus 25 Einheiten über einen Zeitraum von 16 Wochen. Dabei erfolgte die Anpassung von Intensität und Bewegungswinkel individuell an Beschwerden und Diagnosebild, auf Basis eines systematischen Trainingsprotokolls mit graduellem Belastungsaufbau. Als primäre Outcome-Parameter wurden die Muskeldicke und die Querschnittsfläche des MF sowie die Echogenität, ein Indikator für Muskelqualität, erhoben. Ergänzend wurden Schmerzintensität, körperliche Einschränkungen sowie gesundheitsbezogene Lebensqualität regelmäßig erfasst, ebenso wie die Maximalkraft der Wirbelsäulenextensoren.</p>
<h2><b>Ergebnisse</b></h2>
<p>Die Ergebnisse zeigten deutliche Therapieeffekte in beiden Gruppen: Schmerzen und funktionelle Einschränkungen nahmen signifikant ab, die Lebensqualität stieg und die Maximalkraft der Rückenmuskulatur verbesserte sich deutlich.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Besonders bemerkenswert war die Zunahme der Querschnittsfläche des MF, die mit einer parallel gemessenen Kraftsteigerung einherging. Veränderungen in der Echogenität konnten hingegen nicht nachgewiesen werden. Interessant ist dabei auch, dass bereits im frühen Therapiestadium (nach drei Wochen) Veränderungen in nahezu allen Parametern erkennbar wurden. Ein Vergleich zwischen dem alleinigen ILEX-Training und dem multimodalen Ansatz zeigte keine signifikanten Unterschiede hinsichtlich der klinischen Verbesserungen und der Zunahme der Maximalkraft und der Querschnittsfläche des MF. Obwohl sich die Verläufe gegen Ende des Interventionszeitraums abflachten lassen die Daten darauf schließen, dass die Entwicklung noch nicht abgeschlossen war und eine längere Therapiedauer zu weiteren Fortschritten führen könnte.</p>
<h2><b>Fazit</b></h2>
<p>Gezieltes ILEX-Training stellt eine effektive Maßnahme zur Reduktion von Schmerzen, Wiederherstellung der Funktion und Verbesserung der Lebensqualität bei chronischen Rückenschmerzen dar – sowohl als alleinstehendes Programm als auch im Rahmen multimodaler Therapieansätze. Die linearen Fortschritte in Muskelquerschnitt und Kraft unterstreichen die Bedeutung einer kontinuierlichen, individuell gesteuerten Therapie für nachhaltige Ergebnisse. Diese Studie ist die erste, die die Wirksamkeit und Sicherheit dieser speziellen Methode bei spezifischen Wirbelsäulenbeschwerden mit relativen OP-Indikationen nachweisen konnte. Derzeit laufen weitere Studien zu spezifischen Krankheitsbildern der LWS und HWS oder sind bereits in Planung.</p>
<p>Originalarbeit: Isolated lumbar extension exercise alone or in a multimodal program for low back pain and radiculopathy: a non-randomized controlled trial</p>
<p>Bruno Domokos, Julia Domokos, Gustav Andersson, Stefan Mannel, Linda May Weigel, Horst Josef Koch, Birgit Wallmann-Sperlich, Christoph Raschka &amp; Christoph Spang</p>
<p>ClinicalTrials.gov Identifier NCT06890052 (20/03/2025) https://clinicaltrials.gov/study/NCT06890052?<br />
cond=NCT06890052%20&amp;rank=1</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Autochthone Rückenmuskulatur</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/training/15070/autochthone-rueckenmuskulatur/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dr. med. Florian Maria Alfen,&#160;Dr. Christoph Spang (PH.D)&#160;,&#160;Bruno Domokos]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Dec 2023 09:00:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Training]]></category>
		<category><![CDATA[04/23]]></category>
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					<description><![CDATA[Altersbedingte und pathologische Verfettung der tiefen Rückenmuskulatur: Die tiefe autochthone Rückenmuskulatur ist im Vergleich zum Großteil der Skelettmuskulatur deutlich häufiger und ausgeprägter von altersbedingten Abbauprozessen betroffen [1]. Dabei kommt es [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Altersbedingte und pathologische Verfettung der tiefen Rückenmuskulatur: Die tiefe autochthone Rückenmuskulatur ist im Vergleich zum Großteil der Skelettmuskulatur deutlich häufiger und ausgeprägter von altersbedingten Abbauprozessen betroffen [1]. Dabei kommt es nicht immer zu einer Reduzierung des Muskelquerschnittes, sondern vielmehr zu einer Verschlechterung der Muskelqualität durch Einlagerungen von fettreichem Bindegewebe [2].<span class="Apple-converted-space"> </span></b></p>
<p>Neben diesem altersbedingten Abbau (<a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/training/10929/sarkopenie/">Sarkopenie</a>) kommt es auch im Rahmen von Inaktivität sowie durch Nervenkompression (z. B. Bandscheibenvorfall) oder andere schmerzhafte Erkrankungen im Wirbelsäulenbereich zu einer Verschlechterung des morphologischen und funktionellen Zustandes [3 – 5], welcher meist direkt mit den klinischen Symptomen korreliert [6 – 9]. Der m. multifidus ist bei Patienten mit chronischen Beschwerden von diesen Abbauprozessen deutlich häufiger betroffen als der m. erector spinae [10, 11]. Die Mechanismen können sehr unterschiedlich sein und sind abhängig von der zugrunde liegenden Pathologie. So kann durch Inaktivität beidseitig der gesamte Muskel betroffen sein, während bei Nervenkompressionen (z. B. Prolaps) eher einzelne Faszikel und diese meist einseitig verfetten (Abb. 1) [12]. Dies entsteht dadurch, dass sich die Anteile des m. multifidus über mehrere Segmente strecken; die tiefen Anteile über zwei Segmente, die oberflächlichen Anteile über fünf. Eine Schädigung bzw. Kompression des Nervs kann sich folglich auf die Muskulatur fünf Segmente unterhalb der Schädigung auswirken. In jedem der betroffenen Segmente wäre dann folglich die Verfettungsmuster unterschiedlich ausgeprägt [12]. Eine Verbesserung dieses tiefenmuskulären Zustandes ist daher nicht nur ein wichtiger Bestandteil von nachhaltigen Rückentherapien, sondern auch, um im Alter eine hohe Wirbelsäulenstabilität und somit Lebensqualität zu gewährleisten. Bildgebende Verfahren zur Bewertung des qualitativen Zustandes dieser Muskulatur und zur Messung von Veränderungen während Therapieprozessen werden daher im Bereich der Orthopädie zunehmend wichtiger.</p>
<figure id="attachment_15072" aria-describedby="caption-attachment-15072" style="width: 1200px" class="wp-caption alignnone"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-15072 size-full" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/11/Spang_Abb1_saez0423.png" alt="" width="1200" height="883" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/11/Spang_Abb1_saez0423.png 1200w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/11/Spang_Abb1_saez0423-300x221.png 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/11/Spang_Abb1_saez0423-1024x753.png 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/11/Spang_Abb1_saez0423-768x565.png 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/11/Spang_Abb1_saez0423-150x110.png 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/11/Spang_Abb1_saez0423-450x331.png 450w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><figcaption id="caption-attachment-15072" class="wp-caption-text">Abb. 1 Farbliche Unterscheidung zwischen m. multifidus (MF, grün) und m. erector spinae (ES, blau), aufgenommen an L4</figcaption></figure>
<p><b>Magnetresonanztomografie (MRT)</b></p>
<p>Das MRT ist bei der Bewertung der Muskelqualität nach wie vor der Goldstandard. Zahlreiche Studien haben mittels MRT das Verständnis über die beschriebenen Abbauprozesse vorangetrieben, auch wenn die exakten Mechanismen noch nicht vollständig erforscht sind. Für die Bewertung des Zustandes ist es wichtig, den m.multifidus (MF) von m. erector spinae (ES) zu unterscheiden (Abb. 1). Letzterer setzt sich laut neuerer Studien aus den Anteilen des m. longissimus und m. iliocostalis zusammen, auch wenn dies in älteren Studien häufig anders definiert wurde. Um die Bewertungen des muskulären Zustandes zu vereinheitlichen, wurden in einer 2021 durchgeführten Delphi Studie der „International society for the study of the spine“ (ISSLS) Standards erarbeitet und festgeleitet [12]. Diese beziehen sich in erster Linie auf die Durchführung von Studien, sind aber auch für praktizierende Ärzte hilfreich. Auf der physiologischen bzw. pathophysiologischen Ebene wird empfohlen, idealerweise immer mehrere Segmente zu analysieren (L1 – L5), um eine Aussage zu treffen. Ist die Pathologie bereits bekannt und segmentspe­zifisch, kann in Einzelfällen auch ein Segment reichen. Als Minimum sollte am besten das von der Pathologie betroffene Segment und das darunter analysiert werden. Wenn Veränderungen im zeitlichen Verlauf betrachtet werden, sollte in jedem Fall zwischen akuten und chronischen Patienten unterschieden werden, da der Zeitpunkt des Schmerzes nicht zwangsläufig den Zeitpunkt der morphologischen Veränderung widerspiegelt. Es gilt auch zu beachten, dass Veränderungen sowohl einzelne Faszikel und nicht zwingend den ganzen Muskel betreffen (Abb. 2).<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<figure id="attachment_15073" aria-describedby="caption-attachment-15073" style="width: 1200px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" class="size-full wp-image-15073" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/11/Spang_Abb2_saez0423.png" alt="" width="1200" height="323" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/11/Spang_Abb2_saez0423.png 1200w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/11/Spang_Abb2_saez0423-300x81.png 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/11/Spang_Abb2_saez0423-1024x276.png 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/11/Spang_Abb2_saez0423-768x207.png 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/11/Spang_Abb2_saez0423-150x40.png 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/11/Spang_Abb2_saez0423-450x121.png 450w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><figcaption id="caption-attachment-15073" class="wp-caption-text">Abb. 2 Verschiedene Ausprägungen von intramuskulärem Fett in m. multifidus und m. erector spinae</figcaption></figure>
<p>Faktoren, die ebenfalls einen Einfluss auf die Menge an intramuskulär eingelagertem Fett haben, sind Alter, Geschlecht, BMI, Aktivitätslevel und die Pathologie (wenn bekannt). Ältere Menschen, Frauen und inaktive Menschen haben tendenziell einen höheren intramuskulären Fettgehalt. Diese Faktoren gilt es im Studiendesign als auch bei der Bewertung zu berücksichtigen. Eine Kontrollgruppe ist daher sehr wichtig. Bei der Quantifizierung der MRT Bilder wird zwischen Fett- und Muskelgewebe differenziert und das Verhältnis von reinem Muskelgewebe (ohne Fettanteil) im Verhältnis zum kompletten Querschnitt (Muskel + Fett) berechnet. Neben einer software-gestützten Quantifizierung dieser beiden Muskelanteile kann man auch semi-quantitativ den Fettgehalt bestimmen. Gemäß dem Goutallier-Klassifizierungssystem kann man den Verfettungsgrad in vier Stufen einteilen: Grad 0: normaler Muskel, kein Fett; Grad 1: Fett-Schlieren innerhalb des Muskels vorhanden; Grad 2: Fettfläche geringer als Muskelfläche; Grad 3: Fett- und Muskelfläche gleich groß; Grad 4: mehr Fett als Muskel [13]. Andere Einteilungen sind: Normal (0 – 10 % intramuskuläres Fett); leicht/moderat (10 – 50 % Fett) [12]. Vorteil dieser Klassi­fizierungen ist die einfache Durchführbarkeit. Eine softwareunterstützte Quantifizierung ist dagegen deutlich präziser. Letztere benötigt jedoch mehr Zeit und Equipment. Da­rüber hinaus ist die Identifikation und Darstellung der Konturen einzelner Muskeln mit zunehmender Verfettung (v. a. bei älteren Patienten) deutlich erschwert.</p>
<p>Diese nicht allzu genauen Orientierungen und Vorgaben sind jedoch für die klinische Praxis nur von begrenzter Bedeutung. Bislang gibt es zu wenig Normdaten und kaum unterstützende Software, die diese Aspekte für die Anam­nese leicht zugänglich macht. Die Datenlage des Zusammenhangs zwischen der Verfettung der tiefen Rückenmusku­latur und Rückenschmerzen sowie den Symptomen ist jedoch klar belegt. Daher ist dringend zu raten, als behandelnder Arzt die MRT-Befunde als Entscheidungshilfe für eine nachhaltige Rückentherapie mit heranzuziehen und dabei nicht nur auf die passiven Strukturen zu achten, sondern auch den Zustand der Muskulatur zu beschreiben.</p>
<h2><b>Ultraschall (US)</b></h2>
<p>Ultraschall ist eine leicht zugängliche und kostengünstige Methode, mit der sowohl Muskelmorphologie als auch -funktion gemessen werden können. Im Vergleich zum MRT hat US eine schlechtere Auflösung und Bildqualität der Bilder sowie eine reduzierte Reliabilität [12]. Dieser Umstand erschwert gerade bei übergewichtigen und älteren Patienten die genaue Identifikation der Grenzen zwischen m. multifidus und m. erector spinae [14]. Trotzdem kann man durch standardisierte Bildgenerierungs- und Auswertungsprotokolle vielversprechende Messungen generieren. Um reliable Messungen vorzunehmen, sollte bei der Bildgenerierung die Position des Patienten (vorzugsweise Bauchlage inklusive Nivellierung der Lordose mittels Polsterung), die Neigung und der Anpressdruck des Schallkopfes (z. B. durch winkelgenaue Abnahme mithilfe eines digitalen Goniometers) sowie die Atmung (idealerweise im ausgeatmeten Zustand vorgenommen) standardisiert werden (Abb. 3). Um die Auswertung zu erleichtern, sollte schon bei der Bildgebung darauf geachtet werden, die Aufnahmen an deutlich sichtbaren, knöchernen Strukturen wie den Quer- und Dornfortsätzen sowie den Facettengelenken zu orientieren (Abb. 4). Mittels kostenlos zu Verfügung stehender Software kann anschließend eine computergestützte Auswertung erfolgen und dabei Aussagen zur Muskeldicke (engl.: „muscle thickness“) und Querschnittsfläche (engl.: „cross sectional area“) des m. multifidus getroffen werden. Falls die Konturen zwischen dem m. multifidus und dem erector spinae nicht eindeutig zu erkennen sind, kann in häufigen Fällen durch Neigung des Schallkopfes ein besseres Ergebnis erzielt werden. Wichtig dabei ist, bei wiederholter Messung (z. B. zur Verlaufskontrolle oder Evaluation im therapeutischen Setting) konsistent dieselbe Erhebungsmethode zu verwenden.</p>
<figure id="attachment_15075" aria-describedby="caption-attachment-15075" style="width: 1200px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" class="size-full wp-image-15075" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/11/Spang_Abb3_saez0423.png" alt="" width="1200" height="833" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/11/Spang_Abb3_saez0423.png 1200w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/11/Spang_Abb3_saez0423-300x208.png 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/11/Spang_Abb3_saez0423-1024x711.png 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/11/Spang_Abb3_saez0423-768x533.png 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/11/Spang_Abb3_saez0423-150x104.png 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/11/Spang_Abb3_saez0423-450x312.png 450w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><figcaption id="caption-attachment-15075" class="wp-caption-text">Abb. 3 Möglichkeiten der Standardisierung: Messwinkel, gerade LWS, Winkelmesser</figcaption></figure>
<figure id="attachment_15074" aria-describedby="caption-attachment-15074" style="width: 1200px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-15074" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/11/Spang_Abb4_saez0423.png" alt="" width="1200" height="524" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/11/Spang_Abb4_saez0423.png 1200w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/11/Spang_Abb4_saez0423-300x131.png 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/11/Spang_Abb4_saez0423-1024x447.png 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/11/Spang_Abb4_saez0423-768x335.png 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/11/Spang_Abb4_saez0423-150x66.png 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2023/11/Spang_Abb4_saez0423-450x197.png 450w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><figcaption id="caption-attachment-15074" class="wp-caption-text">Abb. 4 Längsschnitt zur Messung der Multifidus-Muskeldicke (gelbe Linie, Facettengelenk als Referenzpunkt), Querschnitt (Begrenzung des MF durch Dorn- und Querfortsatz (DF/QF) und Faszie zwischen MF und ES (Pfeil))</figcaption></figure>
<p style="font-weight: 400;">Literatur</p>
<p style="font-weight: 400;">[1] Fortin M, Videman T, Gibbons LE, Battié MC. Paraspinal muscle morphology and composition: a 15-yr longitudinal magnetic resonance imaging study. Med Sci Sports Exerc. 2014; 46(5):893-901.</p>
<p style="font-weight: 400;">[2] Dahlqvist JR, Vissing CR, Hedermann G, et al. Fat Replacement of Paraspinal Muscles with Aging in Healthy Adults. Med Sci Sports Exerc. 2017; 49(3):595-601.</p>
<p style="font-weight: 400;">[3] Hodges PW, Danneels L. Changes in Structure and Function of the Back Muscles in Low Back Pain: Different Time Points, Observations, and Mechanisms. J Orthop Sports Phys Ther. 2019;49(6):464-476.</p>
<p style="font-weight: 400;">[4] Matheve T, Hodges P, Danneels L. The Role of Back Muscle Dysfunctions in Chronic Low Back Pain: State-of-the-Art and Clinical Implications. J Clin Med. 2023 Aug 24;12(17):5510.</p>
<p style="font-weight: 400;">[5] Steele J, Bruce-Low S, Smith D. A reappraisal of the deconditioning hypothesis in low back pain: review of evidence from a triumvirate of research methods on specific lumbar extensor deconditioning. Curr Med Res Opin. 2014; 30(5):865-911.</p>
<p style="font-weight: 400;">[6] Kalichman L, Klindukhov A, Li L, Linov L. Indices of Paraspinal Muscles Degeneration: Reliability and Association With Facet Joint Osteoarthritis: Feasibility Study. Clin Spine Surg. 2016; 29(9):465-470.</p>
<p style="font-weight: 400;">[7] Fortin M, Lazáry À, Varga PP, McCall I, Battié MC. Paraspinal muscle asymmetry and fat infiltration in patients with symptomatic disc herniation. Eur Spine J. 2016; 25(5):1452-1459.</p>
<p style="font-weight: 400;">[8] Faur C, Patrascu JM, Haragus H, Anglitoiu B. Correlation between multifidus fatty atrophy and lumbar disc degeneration in low back pain. BMC Musculoskelet Disord. 2019; 20(1):414</p>
<p style="font-weight: 400;">[9] Steele J, Fisher J, Perrin C, Conway R, Bruce-Low S, Smith D. Does change in isolated lumbar extensor muscle function correlate with good clinical outcome? A secondary analysis of data on change in isolated lumbar extension strength, pain, and disability in chronic low back pain. Disabil Rehabil. 2019 Jun;41(11):1287-1295.</p>
<p style="font-weight: 400;">[10] Goubert D, Oosterwijck JV, Meeus M, Danneels L. Structural Changes of Lumbar Muscles in Non-specific Low Back Pain: A Systematic Review. Pain Physician. 2016; 19(7):E985-E1000.</p>
<p style="font-weight: 400;">[11] Ranger TA, Cicuttini FM, Jensen TS, Peiris WL, Hussain SM, Fairley J, Urquhart DM. Are the size and composition of the paraspinal muscles associated with low back pain? A systematic review. Spine J. 2017; 17(11):1729-1748.</p>
<p style="font-weight: 400;">[12] Hodges PW, Bailey JF, Fortin M, Battié MC. Paraspinal muscle imaging measurements for common spinal disorders: review and consensus-based recommendations from the ISSLS degenerative spinal phenotypes group. Eur Spine J. 2021 Dec;30(12):3428-3441.</p>
<p style="font-weight: 400;">[13] Battaglia PJ, Maeda Y, Welk A, Hough B, Kettner N. Reliability of the Goutallier classification in quantifying muscle fatty degeneration in the lumbar multifidus using magnetic resonance imaging. J Manipulative Physiol Ther. 2014 Mar-Apr;37(3):190-7.</p>
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