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	<title>Prof. Dr. med. Jan Bredow, Autor bei sportärztezeitung</title>
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	<description>Sportmedizin für Ärzte, Therapeuten &#38; Trainer</description>
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		<title>Rückenschmerzen bei heranwachsenden Athleten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Prof. Dr. med. Jan Bredow&#160;,&#160;Oliver Pütz]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Apr 2025 08:00:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[01/25]]></category>
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					<description><![CDATA[Die isthmische Spondylolyse, im Volksmund auch „Gleitwirbel“ genannt, stellt eine der häufigsten Ursachen für Rückenschmerzen bei heranwachsenden Athleten dar. In einem vorausgegangenen Artikel wurden die Epidemiologie, Diagnostik und insbesondere die [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Die isthmische Spondylolyse, im Volksmund auch „Gleitwirbel“ genannt, stellt eine der häufigsten Ursachen für Rückenschmerzen bei heranwachsenden Athleten dar. In einem <a href="https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/17893/rueckenschmerzen-bei-heranwachsenden-athleten/">vorausgegangenen Artikel</a> wurden die Epidemiologie, Diagnostik und insbesondere die Standardtherapie – die konservative Behandlung – ausführlich diskutiert [1]. Diese konservative </b><b>Therapie hat sich über Jahre hinweg als der dominierende Behandlungsansatz </b><b>etabliert und erzielt in über 92 % der Fälle erfolgreiche Ergebnisse [2].</b></p>
<h2><b>Nicht ersetzen, sondern sinnvoll ergänzen</b></h2>
<p>Neue minimalinvasive operative Verfahren eröffnen nun die Möglichkeit, die Heilung durch frühzeitige Intervention deutlich zu beschleunigen. Die Besonderheit dieser innovativen Methode liegt in ihrer zeitkritischen Anwendung: Sie ist nur dann optimal durchführbar, wenn die Intervention innerhalb der ersten sechs Wochen nach Diagnosestellung erfolgt, da in diesem Zeitraum häufig ein frisches Hämatom als Zeichen einer frischen Fraktur an der Frakturstelle der Pars interarticularis nachweisbar ist (Abb. 1). Diese frühe operative Option eröffnet die Möglichkeit, die Heilung erheblich zu beschleunigen und die Rückkehr zur sportlichen Aktivität von durchschnittlich 4,6 – 6,8 Monaten nach konservativer Therapie zu verkürzen [3]. Die Einführung dieser Methode stellt jedoch eine Herausforderung dar, da sie die bisherigen konservativen Ansätze nicht ersetzen, sondern sinnvoll ergänzen soll. Insbesondere im Leistungs- und Profisport, wo häufig eine Verkürzung der Rehabilitationszeit bis zu sportartspezifischen Vollbelastung erwartet und auch gefordert wird. Ziel dieses Artikels ist es daher, die minimalinvasive operative Technik sowie einen darauf abgestimmten Behandlungs-<br />
algorith­mus vorzustellen [4]. Dieser Algorithmus berücksichtigt sowohl die neue Methode als auch die Indikationen für eine Fusionsoperation im Falle eines konservativen Therapieversagens und ergänzt damit die vorherigen Ausführungen um die operativen Optionen bei der Behandlung der Spondylolyse [4].</p>
<figure id="attachment_19324" aria-describedby="caption-attachment-19324" style="width: 755px" class="wp-caption alignnone"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-large wp-image-19324" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/04/Bredow1_saez0125-1024x833.jpg" alt="" width="755" height="614" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/04/Bredow1_saez0125-1024x833.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/04/Bredow1_saez0125-300x244.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/04/Bredow1_saez0125-768x625.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/04/Bredow1_saez0125-1536x1250.jpg 1536w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/04/Bredow1_saez0125-150x122.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/04/Bredow1_saez0125-450x366.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/04/Bredow1_saez0125-1200x977.jpg 1200w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/04/Bredow1_saez0125.jpg 1600w" sizes="(max-width: 755px) 100vw, 755px" /><figcaption id="caption-attachment-19324" class="wp-caption-text">Abb. 1 Fraktur der Pars interarticularis ist die häufigste Ursache der Spondylolyse beim heranwachsenden Sportler [4]</figcaption></figure>
<h2><b>Die minimalinvasive navigierte Verschraubung</b></h2>
<p>Die innovative Methode basiert auf der klassischen Buck-Verschraubung (Abb. 2), die ursprünglich als offene Technik zur Fixierung der Pars interarticularis (Abb. 3) entwickelt wurde [5]. Durch den Fortschritt in der prä- und intraoperativen dreidimensionalen Bildgebung sowie der navigationsgestützten Chirurgie kann dieser Eingriff heute minimalinvasiv durchgeführt werden. Dabei wird über kleine Hautschnitte eine präzise Platzierung der Schrauben gewährleistet, während die Weichteile und insbesondere die paraspinale Muskulatur weitgehend geschont werden. Ein zusätzlicher Hautschnitt ist nur dann notwendig, wenn die Fraktur im Sinne einer Pseudarthrose behandelt werden muss, was eine Anfrischung der Frakturenden und möglicherweise eine Knochenanlagerung erfordert. Die Methode ist besonders effizient, wenn sie in einem frühen Stadium, innerhalb eines Zeitfensters von etwa sechs Wochen nach Symptombeginn, angewandt wird. In diesem Zeitraum zeigt sich im MRT oft ein Ödem im Bereich der frakturierten Pars interarticularis, das auf ein aktives Heilungspotenzial hinweist (Abb. 4). Eine frühzeitige Intervention erlaubt es, die Fraktur ohne zusätzliche Anfrischung zu behandeln, da die biologische Aktivität der Frakturenden ausreicht, um eine knöcherne Heilung zu fördern. Sobald jedoch im CT sklerosierte Frakturenden im Sinne einer Pseudarthrose sichtbar werden, muss der Eingriff erweitert werden, um die Heilungschancen zu verbessern.</p>
<p><figure id="attachment_19325" aria-describedby="caption-attachment-19325" style="width: 755px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-19325 size-large" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/04/Bredow2_saez0125-e1744016396353-1024x784.jpg" alt="" width="755" height="578" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/04/Bredow2_saez0125-e1744016396353-1024x784.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/04/Bredow2_saez0125-e1744016396353-300x230.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/04/Bredow2_saez0125-e1744016396353-768x588.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/04/Bredow2_saez0125-e1744016396353-150x115.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/04/Bredow2_saez0125-e1744016396353-450x344.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/04/Bredow2_saez0125-e1744016396353-1200x918.jpg 1200w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/04/Bredow2_saez0125-e1744016396353.jpg 1470w" sizes="(max-width: 755px) 100vw, 755px" /><figcaption id="caption-attachment-19325" class="wp-caption-text">Abb. 2 Verschraubung nach Buck [4]</figcaption></figure><figure id="attachment_19326" aria-describedby="caption-attachment-19326" style="width: 755px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="size-large wp-image-19326" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/04/Bredow3_saez0125-1024x483.jpg" alt="" width="755" height="356" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/04/Bredow3_saez0125-1024x483.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/04/Bredow3_saez0125-300x142.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/04/Bredow3_saez0125-768x362.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/04/Bredow3_saez0125-150x71.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/04/Bredow3_saez0125-450x212.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/04/Bredow3_saez0125.jpg 1140w" sizes="(max-width: 755px) 100vw, 755px" /><figcaption id="caption-attachment-19326" class="wp-caption-text">Abb. 3 Sagittale und koronare Darstellung einer bilateralen Spondylolyse bei therapierefraktären<br />Schmerzen aufgrund einer Spondylolyse [4]</figcaption></figure><figure id="attachment_19327" aria-describedby="caption-attachment-19327" style="width: 755px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-19327" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/04/Bredow4_saez0125-1024x404.jpg" alt="" width="755" height="298" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/04/Bredow4_saez0125-1024x404.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/04/Bredow4_saez0125-300x118.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/04/Bredow4_saez0125-768x303.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/04/Bredow4_saez0125-1536x606.jpg 1536w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/04/Bredow4_saez0125-150x59.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/04/Bredow4_saez0125-450x177.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/04/Bredow4_saez0125-1200x473.jpg 1200w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/04/Bredow4_saez0125.jpg 1600w" sizes="(max-width: 755px) 100vw, 755px" /><figcaption id="caption-attachment-19327" class="wp-caption-text">Abb. 4 Sagittale Ansicht rechts und links (MRT T2-Wichtung), Ödem in der Pars interarticularis [4]</figcaption></figure>Ein zentraler Vorteil dieser Methode ist die Nutzung einer intraoperativen Navigation. Sie gewährleistet eine hochpräzise Schraubenplatzierung und reduziert gleichzeitig die Strahlenbelastung für den Patienten. Durch das perkutane Vorgehen wird das Gewebe geschont, was zu einer schnelleren postoperativen Mobilisierung und einer insgesamt verkürzten Rehabilitationszeit führt (Abb. 5). Ein wichtiger Punkt ist, dass es sich bei dieser Operation nicht um eine Fusionsoperation (Versteifungsoperation) handelt.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><figure id="attachment_19328" aria-describedby="caption-attachment-19328" style="width: 755px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-19328" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/04/Bredow5_saez0125-1024x725.jpg" alt="" width="755" height="535" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/04/Bredow5_saez0125-1024x725.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/04/Bredow5_saez0125-300x212.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/04/Bredow5_saez0125-768x544.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/04/Bredow5_saez0125-1536x1088.jpg 1536w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/04/Bredow5_saez0125-150x106.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/04/Bredow5_saez0125-450x319.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/04/Bredow5_saez0125-1200x850.jpg 1200w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/04/Bredow5_saez0125.jpg 1600w" sizes="(max-width: 755px) 100vw, 755px" /><figcaption id="caption-attachment-19328" class="wp-caption-text">Abb. 5 Intraoperatives Setting einer navigationsgestützten Buck’schen Verschraubung. Der Navigationsstern ist durch einen kleinen Schnitt auf dem Dornfortsatz von LWK 4 posi­tioniert. Die perkutane Platzierung der Kirschnerdrähte erfolgt navigiert mit der Zielbohrhülse durch para­spinöse Stichinzisionen auf Höhe SWK 1. Über die Kischnerdrähte werden die kanülierten Schauben eingedreht [4]</figcaption></figure>Vielmehr wird gezielt die Ursache des Wirbelgleitens behandelt, nämlich die Fixierung des frakturierten Wirbel­bogens. Im Gegensatz zu einer Versteifung bleibt die Beweglichkeit der betroffenen Segmente erhalten, was insbesondere für aktive Sportler von großer Bedeutung ist. Zusammenfassend bietet diese innovative Technik eine vielversprechende Option, die bei frühzeitiger Anwendung sowohl die Heilung als auch die Rückkehr zur sportlichen Aktivität erheblich beschleunigen kann. Die präzise Schraubenosteosynthese in Kombination mit navigationsgestützter Technik stellt einen bedeutenden Fortschritt in der Behandlung der isthmischen Spondylolyse dar [4]. <span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<h2><b>Herausforderungen<span class="Apple-converted-space"> </span></b></h2>
<p>Die Entscheidung für eine frühzeitige operative Therapie bei Spondylolyse ist besonders anspruchsvoll und von mehreren Faktoren abhängig. Einerseits steht eine konservative Therapie zur Verfügung, die in über 92 % der Fälle erfolgreich ist und von den Autoren ausdrücklich bevorzugt wird [1, 2, 4].</p>
<p>Andererseits kann die minimalinvasive navigierte Schraubenosteosynthese nach Buck in besonderen Einzelfällen eine entscheidende Ergänzung darstellen, insbesondere bei heranwachsenden Leistungssportlern, deren sportliche Karriere von einer schnellen Rekonvaleszenz abhängt. Ein beispielhafter Fall wäre ein Profifußballer in der späten Adoleszenz, der auf dem Sprung in den Profikader steht und durch eine Spondylolyse plötzlich in seiner Leistungsfähigkeit stark eingeschränkt wird. In einem solchen Szenario könnte die schnelle Durchführung der minimalinvasiven Schraubenosteosynthese die Heilung beschleunigen und den rechtzeitigen Wiedereinstieg in den Leistungssport ermöglichen, was langfristig karriereentscheidend oder -rettend sein kann (Abb. 6). Das entscheidende Merkmal dieser neuen Methode ist jedoch das geringe Zeitfenster, das ihre Anwendung limitiert. Die optimale Durchführung ist nur in den ersten sechs Wochen nach Symptombeginn möglich, solange die Frakturenden der Pars interarticularis noch biologisch aktiv sind, was durch ein Ödem bzw. Hämatom im MRT nachweisbar ist. Dieses kritische Zeitfenster erhöht den Entscheidungsdruck, da eine zu späte Intervention die Möglichkeit zur minimalinvasiven Therapie unwiderruflich ausschließt und eine invasive Fusionsoperation erforderlich machen kann. Obwohl noch keine Langzeitdaten zur minimalinvasiven Verschraubung vorliegen, sehen die Autoren in dieser Methode eine vielversprechende Option mit der Möglichkeit, die Zeit bis zur Rückkehr zur sportlichen Aktivität zu verkürzen. Zudem könnte sie, bei richtiger Indikationsstellung, die Gefahr eines Therapieversagens im Vergleich zur konservativen Therapie in bestimmten Fällen reduzieren. Denn nur 28 % der konservativ behandelten Spondy­lolysen heilen knöchern aus [6]. Es bleibt jedoch festzuhalten, dass die Operation auch Risiken birgt und daher nur nach sorgfältiger Abwägung eingesetzt werden sollte.</p>
<p><figure id="attachment_19329" aria-describedby="caption-attachment-19329" style="width: 755px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-19329" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/04/Bredow6_saez0125-1024x474.jpg" alt="" width="755" height="349" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/04/Bredow6_saez0125-1024x474.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/04/Bredow6_saez0125-300x139.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/04/Bredow6_saez0125-768x355.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/04/Bredow6_saez0125-1536x710.jpg 1536w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/04/Bredow6_saez0125-150x69.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/04/Bredow6_saez0125-450x208.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/04/Bredow6_saez0125-1200x555.jpg 1200w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/04/Bredow6_saez0125.jpg 1600w" sizes="(max-width: 755px) 100vw, 755px" /><figcaption id="caption-attachment-19329" class="wp-caption-text">Abb. 6 Postoperative Darstellung in CT und Röntgen nach minimal­invasiver navigierter Schrauben­osteosynthese [4]</figcaption></figure>Um den komplexen Entscheidungsprozess zu erleichtern, wurde ein Behandlungsalgorithmus entwickelt, der die konservative und operative Therapie systematisch integriert [4]. Ziel dieses Algorithmus ist es, eine evidenzbasierte und individuell angepasste Therapieentscheidung zu ermöglichen, die sowohl das Zeitfenster der minimalinvasiven Methode berücksichtigt als auch die hohe Erfolgsrate der konservativen Behandlung wahrt. Diese Herangehensweise spiegelt den Paradigmenwechsel in der Behandlung der Spondylolyse wider, bei dem die operative Option nicht mehr ausschließlich als letzte Instanz bei Therapieversagen betrachtet wird, sondern parallel zur konserva­tiven Therapie in frühen Stadien eine berechtigte Alternative darstellt.</p>
<h2><b>Der Behandlungsalgorithmus</b></h2>
<p>Die Autoren verfolgen mit dem entwickelten Algorithmus (Abb. 7) das Ziel, eine standardisierte Behandlung der Spondylolyse zu etablieren, die nicht nur eine schnelle und effektive Therapie ermöglicht, sondern auch eine Basis für die systematische Datenerhebung schafft [4]. Diese Daten sind essenziell, um die Therapieoptionen in der Zukunft weiter zu optimieren und gezielt zu verbessern. Der vorgestellte Algorithmus ist als erster Schritt zu verstehen und kann in der Praxis je nach Erkenntnissen angepasst und weiterentwickelt werden. Die konservative Therapie bleibt jedoch weiterhin die primäre Behandlungsmethode und ist, unabhängig von einer operativen Intervention, integraler Bestandteil des Behandlungsplans.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><figure id="attachment_19330" aria-describedby="caption-attachment-19330" style="width: 755px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-19330" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/04/Bredow7_saez0125-1024x862.jpg" alt="" width="755" height="636" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/04/Bredow7_saez0125-1024x862.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/04/Bredow7_saez0125-300x253.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/04/Bredow7_saez0125-768x647.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/04/Bredow7_saez0125-1536x1293.jpg 1536w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/04/Bredow7_saez0125-150x126.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/04/Bredow7_saez0125-450x379.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/04/Bredow7_saez0125-1200x1010.jpg 1200w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2025/04/Bredow7_saez0125.jpg 1600w" sizes="(max-width: 755px) 100vw, 755px" /><figcaption id="caption-attachment-19330" class="wp-caption-text">Abb. 7 Dieser Behandlungsalgorithmus ist der erste, der die innovative, navigationsgestützte operative Methode bei Spondylolyse neben etablierten konservativen Ansätzen zur Entscheidungshilfe bei heranwachsenden Leistungssportlern integriert. Als Auftakt kann dieser Algorithmus durch<br />neue Erkenntnisse und Erfahrungen im Verlauf weiter angepasst und optimiert werden. Für detailliertes Verständnis des Algorithmus lesen Sie bitte Kapitel 4 und die Originalarbeit Bredow et al. [4]</figcaption></figure>Nach einer Operation ist eine gezielte physiotherapeutische Nachsorge essenziell, um die funktionelle Stabilität wiederherzustellen und die Rückkehr zum Sport langfristig zu sichern. Ein weiterer entscheidender Punkt des Algorithmus ist die klare Definition der Ultima Ratio. Sollte die konservative Therapie und die minimalinvasive Verschraubung versagen oder nicht mehr durchführbar sein, bleibt die klassische Fusion (PLIF / TLIF) die letzte Option [7]. Diese Techniken, die beim erwachsenen Patienten mit Wirbelgleiten Anwendung finden, ermöglichen trotz ihres invasiveren Charakters weiterhin die Rückkehr zu einer sportlichen Aktivität, einschließlich Leistungssport. Dennoch sind sie mit deutlich längeren Rehabilitationszeiten und einem höheren Eingriffsrisiko verbunden und sollten daher nur als letzte Maßnahme in Betracht gezogen werden.</p>
<p>Der Algorithmus berücksichtigt die folgenden wesentlichen Entscheidungsparameter:</p>
<ul>
<li>Frische Fraktur mit Ödem: Ein Ödem in der Pars interarticularis im MRT weist auf ein biologisch aktives Fraktursystem hin und bildet die Basis für die minimalinvasive Therapie.</li>
<li>Hoher Leistungsanspruch: Leistungssportler, deren Karriere von einer schnellen Rückkehr zur sportlichen Aktivität abhängt, profitieren besonders von der frühen operativen Option.</li>
<li>Ziel der schnellstmöglichen Rekonvaleszenz: Die minimalin­vasive Verschraubung bietet das Potential, die Ausfallzeiten signifikant zu verkürzen.</li>
</ul>
<p>Im Mittelpunkt steht dabei ein spezieller Prozess des Shared Decision Making, bei dem Patienten und die beteiligten Behandler gemeinsam die beste Therapieoption abwägen. Diese Vorgehensweise stellt sicher, dass alle relevanten Faktoren, wie die Dringlichkeit der Intervention, der Leistungsanspruch und die persönlichen Präferenzen, in die Entscheidungsfindung einfließen.</p>
<h2><b>Fazit</b></h2>
<p>Ein Paradigmenwechsel in der Behandlung der Spondylolyse: Die konservative Therapie bleibt der bewährte Standard in der Behandlung der Spondylolyse und erzielt in den meisten Fällen ausgezeichnete Ergebnisse. Mit der minimalinvasiven navigierten Schraubenosteosynthese steht jedoch eine vielversprechende neue Option zur Verfügung, die insbesondere für Leistungssportler mit hohem Anspruch und frischen Frakturen eine beschleunigte Rückkehr zur sportlichen Aktivität ermöglicht. Der vorgestellte Behandlungsalgorithmus schafft erstmals eine strukturierte Entscheidungsgrundlage, die konservative und operative Ansätze optimal miteinander verbindet. Diese Arbeit markiert einen wichtigen Schritt in der Weiterentwicklung der Therapieoptionen und legt den Grundstein für zukünftige Verbesserungen durch standardisierte Behandlungsansätze und systematische Datenerhebung.</p>
<p>Literatur</p>
<ol>
<li>Rückenschmerzen bei heranwachsenden Athleten. Spondylolyse Teil 1: Konservative Therapie – Evidenz und Erfahrung. Pütz, Bredow. Sportärztezeitung 2024</li>
<li>Selhorst M, Fischer A, Graft K, et al. Long-Term Clinical Outcomes and Factors That Predict Poor Prognosis in Athletes After a Diagnosis of Acute Spondylolysis: A Retrospective Review With Telephone Follow-up. J Orthop Sports Phys Ther. 2016;46(12):1029-1036.</li>
<li>Overley SC, McAnany SJ, Andelman S, et al. Return to Play in Adolescent Athletes With Symptomatic Spondylolysis Without Listhesis: A Meta-Analysis. Global Spine J. 2018;8(2):190-197.</li>
<li>Bredow J, Prasse T, Beyer F, Budde S, Sobottke R. Der Gleitwirbel: unterschätzte Schwachstelle des (prä)professionellen Fußballspielers – ein Algorithmus [Slipped vertebrae (Spondylolysis): the underestimated weak point of the (pre)professional football player-an algorithm]. Orthopadie (Heidelb). 2024 Jun;53(6):427-437. German. doi: 10.1007/s00132-024-04510-w. Epub 2024 May 22. PMID: 38777842.</li>
<li>Buck JE. Direct repair of the defect in spondylolisthesis. Preliminary report. J Bone Joint Surg Br. 1970;52(3):432-437.</li>
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</ol>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Rückenschmerzen bei heranwachsenden Athleten</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/17893/rueckenschmerzen-bei-heranwachsenden-athleten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Oliver Pütz&#160;,&#160;Prof. Dr. med. Jan Bredow]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Nov 2024 09:00:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[04/24]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://sportaerztezeitung.com/?p=17893</guid>

					<description><![CDATA[Obwohl Beschwerden der Wirbelsäule – je nach Sportart – hohe Prävalenzen im Spitzensport aufzeigen, werden diese häufig bagatellisiert, da sich meist kein anatomisches Korrelat in der Bildgebung zeigt und es [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Obwohl Beschwerden der Wirbelsäule – je nach Sportart – hohe Prävalenzen im Spitzensport aufzeigen, werden diese häufig bagatellisiert, da sich meist kein anatomisches Korrelat in der Bildgebung zeigt und es sich somit um unspezifische Rückenschmerzen handelt, die in der Gesamtbevölkerung bekanntlich ca. 95 % aller Rückenbeschwerden darstellen [1].</b></p>
<p>Bei heranwachsenden Athleten zeigt sich im Gegensatz hierzu – bei sportartspezifischen Beschwerden bzw. bei Beschwerden während der sportlichen Aktivität – häufig ein zum klinischen Beschwerdebild passendes anatomisches Korrelat: Die Spondylolyse. Ziel unserer kleinen Serie ist es, für dieses Krankheitsbild und für Rückenschmerzen bei heranwachsenden Sportlern zu sensibilisieren, da es sich meist um mehr als den üblicherweise postulierten „Wachstumsschmerz“ handelt. Während bei bestehenden Rückenschmerzen ohne neurologische Defizite &lt; 6 Wochen gefordert wird, mit der Bildgebung abzuwarten, ist es bei Kindern essenziel, eine frühzeitige Diagnostik einzuleiten, da zum einen hierdurch die Prognose einer bestehenden Spondylolyse für die Wiederaufnahme der sportlichen Aktivität positiv beeinflusst wird und zum anderen bei chronischen und/oder bilateralen Spondylolysen der Entwicklung einer Spondylolisthesis (30 – 47 %) entgegenwirkt werden kann, die häufig mit dem Verlust der Leistungsfähigkeit einhergeht [2] (Abb. 1).</p>
<h2><b>Epidemiologie</b></h2>
<p>Bei der Spondylolyse handelt es sich um einen Defekt der Pars interarticularis, dem häufig ein Ödem des Pedikels vorausgeht, das sich der nativ-radiolo­gischen Bildgebung entzieht und uni- sowie bilateral auftreten kann [3] (Abb. 2). Während sich die Prävalenz in der Gesamtbevölkerung zwischen 3 – 6 % bewegt, gehört die Spondylolyse zur häufigsten Ursache für Beschwerden der Wirbelsäule bei Sportlern und erreicht je nach Sportart eine Inzidenz von bis zu 23 – 63 % [4]. Das Vorliegen einer Spondylolyse ist nicht zwingend mit einer klinischen Beschwerdesymptomatik einhergehend. Zufällig detektierte Spondylolysen sind im Übrigen nicht behandlungsbedürftig [5]. Mit einer Prävalenz von bis zu 47 % je nach Sportart bei den unter 18-jährigen Leistungssportlern gehört die Spondylolyse zur häufigsten strukturellen Verletzung der LWS [6]. Das Auftreten einer Spon­dy­lolyse ist bei Kindern im Leistungssport deutlich höher im Vergleich zu nicht im Leistungssport verorteten Kindern (2,5 – 4,5%) [7]. Interessanterweise sind Kinder, die mehrere Sportarten zeitgleich ausführen seltener betroffen als Kinder, die eine Sportart ausführen. Hier wird vermutet, dass die Aktivierung verschiedener Muskelgruppen eine präventive Wirkung hat [8]. Ursächlich für das Entstehen einer Spondylolyse scheinen wiederholte Mikrotraumen der Pedikel durch – je nach Sportart – hohe Frequenzen von Rotations- Translations -und Hyperextensionsbewegungen der Lendenwirbelsäule zu sein. Hier gelten vor allem die Ballsportarten Fußball und Baseball sowie Speerwerfen, Cricket, Turnen, Rudern, Gewichtheben und Ringen als Risikosportarten [9, 10]. Am häufigsten betroffen sind L5 (85 – 95 %) und L4 (5 – 15 %) [11]. Eine Studie im Volleyball zeigte eine vermehrte Affektion von L4 (48 %) [12].</p>
<figure id="attachment_17897" aria-describedby="caption-attachment-17897" style="width: 645px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-17897 size-large" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/11/Puetz2_saez0424-645x1024.jpg" alt="" width="645" height="1024" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/11/Puetz2_saez0424-645x1024.jpg 645w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/11/Puetz2_saez0424-189x300.jpg 189w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/11/Puetz2_saez0424-768x1219.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/11/Puetz2_saez0424-968x1536.jpg 968w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/11/Puetz2_saez0424-150x238.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/11/Puetz2_saez0424-450x714.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/11/Puetz2_saez0424-1200x1904.jpg 1200w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/11/Puetz2_saez0424.jpg 1210w" sizes="(max-width: 645px) 100vw, 645px" /><figcaption id="caption-attachment-17897" class="wp-caption-text">Abb. 2 a + b Spondylolyse L5 rechts, Stressödem L5 links 15J. Kader Leichtathletin (Sprinterin) mit sportartspezifischen Beschwerden LWS</figcaption></figure>
<h2><b>Besonderheiten bei heranwachsenden Athleten</b></h2>
<p>Der durch die Sportart und Trainingsfrequenz bestehende hohe biomechanische Stress trifft auf ein noch unreifes Skelett. Hier scheinen die ligamentären und muskulären Kompensationsmechanismen der Belastung noch nicht ausreichend zu sein, sodass die bestehende Insuffizienz in ihrer Folge zu einem Ödem und nachfolgend eine Spondylolyse des Pedikles verursachen kann. Der Muskel-Sehnen-Komplex passt sich dem Knochenwachstum verzögert an, wodurch es zu Insuffizienzen im Knochen-Muskel-Sehnen-Komplex kommen kann. So konnte gezeigt werden, dass jugendliche Fußballspieler nach Wachstumsschüben („growth spurt“)<span class="Apple-converted-space">  </span>für einen Schuss 30 % mehr Kraft aufwenden mussten, um dieselbe Schussgeschwindigkeit zu erreichen [13]. Ein weiterer Schwachpunkt scheint die Tatsache zu sein, dass die Ossifikation des Wirbelkörpers von ventral nach dorsal erfolgt, wodurch – je nach Zeitpunkt und Intensität der sportlichen Belastung – der Pedikel vermutlich weniger resistent auf die auf ihn wirkenden Kräfte zu sein scheint [14].</p>
<h2><b>Klinischer Befund und Diagnostik</b></h2>
<p>Klinisch manifest werden die meisten Kinder je nach Geschlecht zwischen 7 und 15 Jahren, was zu einer Bagatellisierung der Problematik führen kann, da hier häufig ein „Wachstumsschmerz“ vermutet wird [15]. Wichtigster Hinweis auf das mögliche Vorliegen einer Spondylolyse ist der anamne­stisch geäußerte belastungsabhängige Schmerz der LWS, der meist nach der sportlichen Betätigung verschwindet und im Alltag kaum bis gar keine Beschwerden bereitet. In der klinischen Untersuchung zeigen sich u. a. eine Schmerzauslösung bei Hyperflexion der LWS (single-leg hyperextensions-test), verkürzte Hamstrings mit einhergehendem erhöhtem Finger- Bodenabstand, eine Hyperlordose der LWS, gluteale Insuffizienz sowie eher selten ein lokalisierter Druckschmerz ohne Ausstrahlung in die unteren Extremitäten. Bei einer bereits vorliegenden Spondylolisthesis kann sich ein segmentales „Sprungschanzenphänomen“ im betroffenen Segment zeigen. Eine Ausstrahlung in die unteren Extremitäten oder neurologische Defizite liegen meist nicht vor [16]. Auf Basis der bestehenden Datenlage besteht nicht der Goldstandard in der bildgebenden Diagnostik zur Abklärung einer Spondy­lolyse. Klassischerweise werden Röntgenbilder in ap sowie schräg seitliche Aufnahmen durch­geführt. Eine MRT der LWS sollte sich anschließen, um ein Stressödem im Bereich des Pedikels auszuschließen, dasdie sich der nativ radiologischen Untersuchung entzieht. Hier muss beachtet werden, dass bei einer MRT in liegender Position das Ausmaß einer bestehenden Spondylolisthesis durch die entlordosierende Position unterschätzt werden kann. Zur Differenzierung zwischen chronischer und akuter Ermüdungsfraktur bietet sich ein Low-dose-CT an [17, 18].</p>
<h2><b>Therapie</b></h2>
<p>Die konservative Therapie ist die primäre Domäne einer Spondylolyse. Leider besteht weiterhin ein Mangel an hochwertiger Evidenz bezüglich der Rehabilitationsprogramme und konservativer Therapien der Spondylolyse. Ein allgemeingültiger Therapiealgorithmus ist auf Grund der Diversität der Sportarten, häufig verzögerter Diagnostik und Heterogenität der Sportler schwerlich zu erstellen [19, 20]. Primäre Maßnahme ist die Reduktion der schmerzauslösenden Aktivität, die meist sportartspezifisch ist. Eine zunächst durchgeführte sportartspezifische Pause von drei Monaten führt zu hervorragenden RTC-Ergebnissen. Innerhalb von sechs Monaten kehren 92 % zu ihrem vorherigen Leistungsniveau zurück mit keinen oder nur minimalen, nicht leistungseinschränkenden Beschwerden [21, 22]. Sportartspezifische Pause ist nicht gleichbedeutend mit Sportkarenz. Natürlich müssen und dürfen im schmerzfreien Bereich sportliche Aktivtäten durchgeführt werden, die vor allem dem Erhalt der kardiovaskulären Fitness dienen. Hierbei müssen zwingend die Bewegungsmuster vermieden werden, die den Schmerz auslösen. Im Rahmen der sportartspezifischen Pause bedarf es zusätzlich einer supportiven Therapie, um u. a. den Schmerz sowie das Ausmaß der Muskeldystrophie zu reduzieren und bestehende funktionelle, ursächliche Defizite zu korrigieren bzw. zu adressieren. Analgetika sollten, insbesondere bei Heranwachsenden, mit Bedacht angewandt werden. Hier darf auch die negative Wirkung von NSAR auf die Gewebeheilung nicht unterschätzt werden [23]. Eine Orthesen-Versorgung zur Reduktion der Beschwerden wird widersprüchlich dis­kutiert. Während einige Autoren eine Versorgung mittels Orthese favorisieren, um die schmerzhafte Rotation und Hyperextension der LWS zu reduzieren, zeigte eine Metaanalyse, dass eine Orthesenversorgung keinen positiven Einfluss auf das klinische Ergebnis hat. Nichtsdestotrotz sollte zur Unterstützung<span class="Apple-converted-space">  </span>und Schmerzreduktion– je nach Schmerzintensität – für max. zwei bis drei Wochen eine Orthesen – oder auch LWS- Bandagen-Versorgung erfolgen, um endgradige schmerzhafte Bewegungen zu limitieren. Zusätzlich zeigt sich hier ein psychologischer Effekt im Sinne einer Gedankenstütze für den ansonsten gesunden Sportler sowie für das Umfeld, das nicht selten wegen fehlender sichtbarer Therapiehilfsmittel dazu neigt, die Problematik zu bagatellisieren. Im Übrigen führt eine orthetische Versorgung, entgegen weiterhin postulierter Meinungen, nicht zu einer Minderung der Propriozeption, sondern kann diese im Idealfall fördern [19, 23]. Primäres Ziel der Rehabilitation ist neben der Schmerzreduktion die Wiederherstellung der funktionellen, segmentalen Stabilität der LWS durch Adressierung bestehender Defizite des lokalen Segments sowie auch bestehender Insuffizienzen, Dysbalancen oder Kraftdefizite auch fern der lokalen Pathologie sowie die Durchführung Stoffwechsel-fördernder Maßnahmen. Gute Erfahrungen aus dem Profisport stehen hier einer fehlenden Evidenz gegenüber. So können u. a. fokussierte Stoßwellentherapie (ESWT), Tiefenwärme und Magnetinduktionstherapie (EMTT) bereits zu Therapiebeginn begonnen werden [24]. Ebenso sollte der Vitamin-D-Spiegel kontrolliert werden und bei auffälligen Werten substituiert werden. Eine Substitution mit Bisphosphonaten wird als supportive (off-label) Therapie ebenfalls in der Literatur beschrieben. Diverse Paper empfehlen zur Schmerzreduktion eine Injektion der Facettengelenke mit Corticosteroiden [25]. Wir schließen uns dieser Meinung nicht an. Alternativ kann hier bei Bedarf die Anwendung von PRP erfolgen. Hier stehen erneut positive Erfahrungen einer fehlenden Evidenz entgegen. Es bleibt festzuhalten, dass primär die schmerzfreie Vollbelastung mit RTC das Ziel der Behandlung ist. Die knöcherne Heilung sollte mit den o. g. Knochenstoffwechsel fördernden Maßnahmen unbedingt adressiert und angestrebt werden, auch wenn eine ausbleibende knöcherne Heilung nicht zwingend mit einem schlechten klinischen Outcome einhergehen muss. Eine bildgebende Kontrolle ist bei bestehender Schmerzfreiheit und RTC nicht zwingend erforderlich [26]. Häufig führt eine dann noch sichtbare Spondylolyse zu einer Verunsicherung der beteiligten Personen. Die rehabi­litative Therapie orientiert sich zum einen an der Adressierung der Ursache für das Auftreten einer Spondylolyse und zum anderen an der Behebung der funktionellen segmentalen Instabilität. Man geht davon aus, dass eine segmentale Instabilität der LWS und des Beckens als Folge einer über das kompensierbare Maß bestehende Translation und Rotation des Segments entsteht. Verstärkt durch sportartspezifische Hyperextensionsbewegungen sowie Evidenz basierter Risikofaktoren, die denen des unspezifischen Rückenschmerzes gleichen [28|:</p>
<ul>
<li>Hyperlordose LWS</li>
<li>verminderte Hüftbeweglichkeit</li>
<li>Verkürzung Hamstrings</li>
<li>Verkürzung der thorakolumbalen Faszie</li>
<li>Hyperkyphose BWS<span class="Apple-converted-space"> </span></li>
<li>Gluteale Insuffizienz (Aktivität / Kraft)</li>
<li>Insuffizienz Abdominalmuskulatur (Aktivität / Kraft)</li>
</ul>
<p>Die Rehabilitation hat folgende Ziele:</p>
<ul>
<li>Schmerzreduktion</li>
<li>Detektierung /Adressierung bestehender Risikofaktoren</li>
<li>Rumpfkoordination</li>
<li>Adressierung funktioneller Fehlhaltungen<span class="Apple-converted-space"> </span></li>
<li>Kräftigung insuffizienter funktioneller Strukturen</li>
<li>Ausdauertraining</li>
</ul>
<p>Die Rehabilitation der Spondylolyse orientiert sich an der modifizierten Stadieneinteilung nach Selhorst und Bredow, die selbige in 3 Phasen einteilen [19, 25]:</p>
<h3><b>Isoliertes Training<span class="Apple-converted-space"> </span></b></h3>
<ul>
<li>Statisches, isoliertes Training</li>
<li>Neutrale Position der LWS</li>
<li>Vermeidung endgradiger Bewegungen</li>
<li>Stabilisierung segmentales System (Mm. multifidii / Abdominalmuskulatur)</li>
<li>Identifikation Funktionsstörungen/Risiko Faktoren</li>
<li>Apparative Therapie (z. B. EMTT, ESWT, Tiefenwärme)</li>
<li>Kardiotraining</li>
</ul>
<h3><b>Funktionell Integratives Training</b></h3>
<ul>
<li>dynamisch-funktionelles Training</li>
<li>Steigerung von Beweglichkeit und Widerstand in Extension und Flexion</li>
<li>Adressierung weiterhin bestehender funktioneller Defizite / Risikofaktoren</li>
<li>Implementierung von Routinen zur Aktivierung der stabilisierenden Muskulatur</li>
</ul>
<h3><b>RTS/RTC</b></h3>
<ul>
<li>Wiedereingliederung in sportartspezifisches Training</li>
<li>Steigerung aerobe Kapazität, Ausdauer, Muskelkraft</li>
<li>Reaktions- und Schnelligkeitstraining</li>
<li>Wiederherstellung RTS/RTC</li>
</ul>
<p>Die Übergänge in die nächsten Phasen der Rehabilitation sind fließend, bei bestehender Schmerzfreiheit und erfolgen nach Erreichen vorgegebener Kriterien, wie z. B. Muskelstatus (Kraft / Aktivität), Status bestehender Defizite. Die Fülle der Informationen des Rehabilitationskonzepts würde diesen Beitrag sprengen. Wir verweisen hier auf die Arbeiten von Selhorst und Bredow [19, 25]. An unserem Campus erfolgt zu Therapiebeginn zunächst eine EMG gesteuerte Bewegungs- und Muskelfunktionsanalyse, welche im Rahmen der<span class="Apple-converted-space">  </span>Diagnostik und Therapie der Beantwortung folgender Fragen dienen kann:</p>
<ul>
<li>Bestehen statische Fehlhaltungen</li>
<li>Funktionelle Fehlhaltungen-/ Bewegungen (Beckenaufrichtung/ Hyperlordose unter Belastung)</li>
<li>Regelrechte Ansteuerung der Muskulatur</li>
<li>Suffiziente Kraft / Ansteuerung um sportartspezifisch Wirbelsäule / Becken zu stabilisieren</li>
</ul>
<p>(siehe Abb. 3)</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-17899 size-large" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/11/Puetz3_saez0424-685x1024.jpg" alt="" width="685" height="1024" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/11/Puetz3_saez0424-685x1024.jpg 685w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/11/Puetz3_saez0424-201x300.jpg 201w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/11/Puetz3_saez0424-768x1148.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/11/Puetz3_saez0424-1028x1536.jpg 1028w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/11/Puetz3_saez0424-150x224.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/11/Puetz3_saez0424-450x672.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/11/Puetz3_saez0424-1200x1793.jpg 1200w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/11/Puetz3_saez0424.jpg 1285w" sizes="(max-width: 685px) 100vw, 685px" /></p>
<p>Unter Key-Muskulatur verstehen wir die das lumbo-pelvine Segment stabilisierende Muskulatur, deren Insuffizienz nach bestehender Evidenz für die Entstehung einer Spondylolyse verantwortlich zu sein scheint. Darüber hinaus auch für muskuläre Verletzungen der unteren Extremitäten [29 – 32]: Mm. Multifidii, M. tranversus abdominis, Mm. oblique int. / ext., M. gluteus med., M. biceps femoris. Während aller Phasen der Rehabilitation wird über das so genannte EMG Biofeedbacktraining die Ansteuerung der o.g. Muskulatur überprüft (Abb. 4). Hier zeigen sich häufig ähnliche EMG-Muster. Während die Glutei sowie die<span class="Apple-converted-space">  </span>Abdominalmuskulatur häufig Ansteuerungdefizite, Kraftdefizite oder beides gleichzeitig zeigen, besteht die Problematik der Hamstrings und der Mm. multifidii häufig in einer Hyperaktivität mit reduzierter Entspannungsfähigkeit, was einem Kompen­sationsmechanismus zugeordnet wird.<span class="Apple-converted-space">  </span>Insbesondere die Adressierung der auto­chthonen Rückenmuskulatur (z. B. medialer  / lateraler Trakt) ist eine therapeutische Herausforderung, da diese meist willkürlich sehr schwer isoliert zu adressieren ist und häufig eine Kompensation durch Becken- und Oberschenkelmuskulatur erfolgt [33, 34].<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-17900" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/11/Puetz4_saez0424-706x1024.jpg" alt="" width="706" height="1024" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/11/Puetz4_saez0424-706x1024.jpg 706w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/11/Puetz4_saez0424-207x300.jpg 207w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/11/Puetz4_saez0424-768x1114.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/11/Puetz4_saez0424-1059x1536.jpg 1059w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/11/Puetz4_saez0424-150x218.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/11/Puetz4_saez0424-450x653.jpg 450w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/11/Puetz4_saez0424-1200x1740.jpg 1200w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2024/11/Puetz4_saez0424.jpg 1324w" sizes="(max-width: 706px) 100vw, 706px" /></p>
<p>Durch das so genannte Biofeedbacktraining wird die Muskelaktivität visualisiert und der Patient / Sportler erhält hierdurch eine Rückmeldung, wie sich die adäquate Ansteuerung „anfühlt“. Es handelt sich bei dieser Art der EMG-Diagnostik um die Ableitung eines Summenpotenzials der autochthonen Muskulatur. Natürlich können hierbei weder die unterschiedlichen Muskelgruppen (medialer / lateraler Trakt etc.) isoliert abgeleitet, noch kann eine distale oder proximale Aktivität des Muskels differenziert werden.</p>
<h2><b>Fazit</b></h2>
<p>Der belastungsabhängige Rückenschmerz bei heranwachsenden Sportlern bedarf einer frühzeitigen Diagnostik. Die konservative Therapie bleibt für junge Sportler die Therapie der Wahl und zeigt bei frühzeitiger Diagnose und Einleitung der o. g. Therapieoptionen hervorragende klinische Ergebnisse. Die Bagatellisierung dieser Beschwerdesym­pto­matik führt jedoch bei verzögerter Diagnosestellung und insuffizienter Reduktion der sportartspezifischen Belastung nicht selten zu massiven Leistungseinschränkung und unter Umständen auch zum Karriereende.</p>
<h2><b>Vorschau</b></h2>
<p>Gerade im Profisport bzw. bei angehenden Spitzensportlern ist der intrinsische und extrinsische Druck so erheblich, dass nach einer noch schnelleren Therapielösung gesucht wird. In der nächsten Folge berichtet Prof. Jan Bredow über operative Interventionsmöglichkeiten bei frustraner konservativer Therapie. U. a. über eine minimalinvasive operative Methode, die als vielversprechende Alternative zur konservativen Therapie innerhalb der ersten 6 – 8 Wochen einer frischen Läsion der Pars interarticularis im Profisport eingesetzt werden kann.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p style="font-weight: 400;">Literatur</p>
<ol>
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