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	<title>Peter Braun, Autor bei sportärztezeitung</title>
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	<description>Sportmedizin für Ärzte, Therapeuten &#38; Trainer</description>
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		<title>Schmerzen im  Lendenwirbelbereich</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/12823/schmerzen-im-lendenwirbelbereich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Peter Braun]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Nov 2022 09:21:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[sportlerzeitung]]></category>
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					<description><![CDATA[André Sanita ist ein deutscher Fechter im Herrenflorett und seit Jahren eine erfolgreiche Konstante – als Einzelfechter wie in der Mannschaft. Bei der Europameisterschaft in 2019 gewann André mit seiner [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>André Sanita ist ein deutscher Fechter im Herrenflorett und seit Jahren eine erfolgreiche Konstante – als Einzelfechter wie in der Mannschaft. Bei der Europameisterschaft in 2019 gewann André mit seiner Mannschaft die Silbermedaille. </strong><strong>Im März 2018 erkämpfte er sich den Titel Deutscher Meister im Einzel sowie in </strong><strong>der Mannschaft. Seit 2017 </strong><strong>hat er eine Lendenwirbel</strong><strong>arthrose. In dieser Patient Voice berichtet André Sanita über Schmerzen, Therapie und Ergebnisse der Behandlung, die der Arzt Peter Braun von der Beta Klinik Bonn durchgeführt hat.</strong></p>
<p>Ich habe seit 2017 eine Lendenwirbelarthrose. Anfangs äußerte sich diese nur durch gelegentliche Schmerzen, die mich jedoch im Training nicht beeinträchtigten. Einen genauen Auslöser der Arthrose kann ich nicht nennen, da sich die Arthrose eher schleichend entwickelt hat. 2020 war Pandemie bedingt weniger Training möglich und da kam mein Körper das erste Mal richtig zur Ruhe. Als es dann Anfang 2021 mit der Olympia-Vorbereitung losging, fing ich an, vermehrt Schmerzen im Lendenwirbelbereich zu verspüren. Diese äußerten sich durch ein starkes Stechen in den Beinen und in den Hüftansätzen. Der Schmerz wanderte, mal waren die Schmerzen eher links zu verspüren und mal rechts. Die Schmerzen waren zu diesem Zeitpunkt immer noch auszuhalten. Nach Olympia 2021 ist dann der ganze Druck von mir abgefallen und erst zu diesem Zeitpunkt merkte ich, dass es meinem Rücken nicht gut geht. Die Schmerzen nahmen an Intensität zu, ich hatte sowohl nachts als auch morgens sehr starke Beschwerden, sodass das allmorgendliche Aufstehen aus dem Bett zur Qual wurde.</p>
<h2>Umgang mit Schmerzen</h2>
<p>Der Leistungssport bringt einem viele Dinge bei, z. B. auch, wie man mit Schmerzen umgeht oder sie ignoriert. Das kann sowohl positiv als auch negativ sein. Verspürt man leichte Schmerzen, dann werden diese ignoriert, indem man weiter trainiert. Der „innere Schweinehund“ wird überwunden und es verläuft alles nach Plan.</p>
<p>Manchmal hingegen kann man sich täuschen. Das war bei mir – beim Rücken – der Fall. Zu viele Jahre habe ich dieses Problem ignoriert, weil im Sport natürlich auch ein gewisser Druck vorhanden ist. Du möchtest in die Nationalmannschaft kommen und dich dort beweisen. Im Nachgang muss ich leider eingestehen, dass ich meine Rückenproblematik nicht ernst genug genommen habe. Als mir dann aber klar wurde, dass etwas getan werden musste, hatte ich keinerlei Bedenken bzgl. einer Therapie. Wichtig war dabei auch die ausführliche Aufklärung von meinem Arzt Peter Braun, bei dem ich mich von Anfang an in guten Händen fühlte. Als Mannschaftsarzt und Orthopäde meines Vertrauens betreut er mich seit vielen Jahren.</p>
<h2>Wie sah die Behandlung aus?</h2>
<p>Zunächst wurde mir Blut aus der Armvene abgenommen (in die IMPACT ACS Spritze, die Glaskügelchen enthält). Dieses wurde zentrifugiert, sodass ein konditioniertes Serum frei von zellulären Bestandteilen – das sogenannte ACS (= autologes konditioniertes Serum) separiert wurde. Nach ca. 40 Minuten war dieser Prozess abgeschlossen und ich ging unter die Computertomographie (CT). Ich bin kein Freund von Spritzen, deshalb gefiel mir persönlich der nächste Teil der Therapie nicht so ganz. In der CT wurden die Einstichpunkte markiert, damit der Arzt die richtige Stelle trifft. Nachdem die Nadeln in die richtigen Einstichstellen platziert wurden, wird man zur Kontrolle nochmals unter die CT geschoben. Erst dann infiltriert der Arzt das ACS in die Gelenke. Ich habe einen leichten Druck verspürt und genau den Schmerz, den ich beim Training verspürte. Hier wusste ich, dass er die richtige Stelle getroffen hatte. Den Druck verspürt man auch noch Minuten nach der Behandlung, dieser klingt jedoch mit der Zeit ab. In den ersten zwei Tagen, fühlte sich der Rücken deutlich besser an, sodass ich mein Reha-Training ausführen konnte. Während meiner ACS-Behandlung war ich in ständiger Behandlung bei meinem Physiotherapeuten und im Reha-Training. Der Physiotherapeut hat die Muskulatur um die Facettengelenke massiert und mich mobilisiert. Das Reha-­Training findet für mich weiterhin statt. Dort wird die Bauchmuskulatur stark trainiert. Nach einigen Wochen war ich wieder in der Lage, Ausdauereinheiten und kräftigende Übungen für Rumpf und Rücken zu absolvieren. Ich persönlich bevorzuge das Training mit einem Trainer, da er sich meine Bewegungen genau anschauen und gegebenenfalls verbessern kann. Mobilisationsübungen habe ich individuell gemacht.</p>
<figure id="attachment_12390" aria-describedby="caption-attachment-12390" style="width: 1200px" class="wp-caption aligncenter"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-full wp-image-12390" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/08/Braun1_saez0322.jpg" alt="" width="1200" height="800" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/08/Braun1_saez0322.jpg 1200w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/08/Braun1_saez0322-300x200.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/08/Braun1_saez0322-1024x683.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/08/Braun1_saez0322-768x512.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/08/Braun1_saez0322-150x100.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/08/Braun1_saez0322-450x300.jpg 450w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><figcaption id="caption-attachment-12390" class="wp-caption-text">CT-gesteuerte ACS-Infiltration</figcaption></figure>
<figure id="attachment_12391" aria-describedby="caption-attachment-12391" style="width: 1200px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" class="size-full wp-image-12391" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/08/Braun2_saez0322.jpg" alt="" width="1200" height="800" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/08/Braun2_saez0322.jpg 1200w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/08/Braun2_saez0322-300x200.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/08/Braun2_saez0322-1024x683.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/08/Braun2_saez0322-768x512.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/08/Braun2_saez0322-150x100.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/08/Braun2_saez0322-450x300.jpg 450w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><figcaption id="caption-attachment-12391" class="wp-caption-text">Der Applikationsort wird mittels CT identifiziert.</figcaption></figure>
<figure id="attachment_12392" aria-describedby="caption-attachment-12392" style="width: 1200px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" class="size-full wp-image-12392" src="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/08/Braun3_saez0322.jpg" alt="" width="1200" height="800" srcset="https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/08/Braun3_saez0322.jpg 1200w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/08/Braun3_saez0322-300x200.jpg 300w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/08/Braun3_saez0322-1024x683.jpg 1024w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/08/Braun3_saez0322-768x512.jpg 768w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/08/Braun3_saez0322-150x100.jpg 150w, https://sportaerztezeitung.com/wp-content/uploads/2022/08/Braun3_saez0322-450x300.jpg 450w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><figcaption id="caption-attachment-12392" class="wp-caption-text">Aufbereitung des Patientenblutes im geschlossenen System der IMPACT-Plattform</figcaption></figure>
<h2>Ergebnisse und weitere Entwicklung</h2>
<p>Ganz schmerzfrei bin ich noch nicht, jedoch fühlt sich der Schmerz nicht mehr so stark an. Eine Vollbelastung habe ich ca. vier Wochen nach Behandlung in Betracht gezogen, bis dahin hatte ich noch regelmäßig mein Reha-Training fortgeführt und bin mit meinem Arzt Peter Braun in Kontakt geblieben. Ohne die ACS-Therapie wäre das alles nicht so schnell möglich gewesen. Insgesamt erhielt ich vier Infiltrationen im Abstand von jeweils einer Woche. Da mir die Kombination aus ACS-Therapie, Physiotherapie sowie Reha-Training geholfen hat, wieder mit meinem Training zu beginnen, ziehe ich in Erwägung, die Therapie im zweiten Halbjahr zu widerholen. Dies werde ich jedoch erst mit meinem Orthopäden besprechen. Übrigens konnte ich nach der Behandlung Ende Juni bei den Finals Berlin 2022 die Silbermedaille gewinnen. Mein nächstes sportliches Ziel sind ganz klar die Olympischen Sommerspiele 2024 in Paris! Drückt mir die Daumen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Veröffentlicht 10.11.2022</em></p>
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			</item>
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		<title>ACS-Therapie bei  Facettensyndrom</title>
		<link>https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/12388/acs-therapie-bei-facettensyndrom/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Peter Braun]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Aug 2022 09:00:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[03/22]]></category>
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					<description><![CDATA[Regenerative Behandlungskonzepte gewinnen bei der Behandlung von Gelenkbeschwerden sowie Muskel- und Sehnenverletzungen von Sportlern zunehmend an Bedeutung. Orthobiologische Blutderivate aus dem Blut des Patienten wie autologes konditioniertes Serum (ACS) bieten [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Regenerative Behandlungskonzepte gewinnen bei der Behandlung von Gelenkbeschwerden sowie Muskel- und Sehnenverletzungen von Sportlern zunehmend an Bedeutung. Orthobiologische Blutderivate aus dem Blut des Patienten wie autologes konditioniertes Serum (ACS) bieten den Vorteil, dass die körpereigenen Reparatur- und Regenerationsprozesse angeregt und nicht nur Symptome bekämpft werden. In diesem Artikel wird über die erfolgreiche ACS-Behandlung eines Facettensyndroms des Florettfechters André Sanita berichtet.</b></p>
<p>Unter dem Begriff Facettensyndrom werden Rückenschmerzen zusammengefasst, welche durch degenerative Veränderungen der Facettengelenke ausgelöst werden. Die lumbalen Facettengelenke sind am häufigsten betroffen. Die degenerative Arthrose der Facettengelenke ist die häufigste Form und durch die damit einhergehende Reizung der Schmerzrezeptoren in der Gelenkkapsel Ursache von Facettengelenkschmerzen. Anamnese und körperliche Untersuchung können ein Facettensyndrom nahelegen, aber nicht bestätigen. Zu den typischen Beschwerden des Facettensyndroms zählen tief sitzende Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule bei Belastung, Muskelverspannungen sowie Schmerzen beim Sitzen, Stehen und Liegen. Die Beweglichkeit der betroffenen Patienten ist deutlich eingeschränkt. Klinisch-diagnostisch ist die Abgrenzung oft schwierig, eine eindeutige Korrelation zwischen klinischen Symptomen, körperlicher Untersuchung und in der Bildgebung darstellbaren degenerativen Veränderungen der Wirbelsäule lässt sich nicht zuverlässig nachweisen.</p>
<h2><b>Konservative Behandlung stößt bei Spitzensportlern an Grenzen</b></h2>
<p>Allgemein setzen wir an unserer Klinik beim Facettensyndrom initial auf Antiphlogistika wie Ibuprofen, Diclofenac und Etoricoxib zur Schmerzlinderung und Entzündungshemmung, gegebenenfalls auch ein Muskelrelaxans wie Methocarba­mol. Zusätzlich ist Physiotherapie indiziert, um die Facettengelenke aufzudehnen, zu mobilisieren und die Muskeln zu entspannen. Bei Spitzensportlern ist immer zu beachten, dass die verabreichten Wirkstoffe den Anti-Doping-Regeln entsprechen müssen. Kortison ist z. B. vor Wettkämpfen nicht erlaubt, auch Ibuprofen steht mittlerweile auf den Beobachtungslisten der WADA. Aus ärztlicher Sicht ist der Einsatz von Analgetika auch deshalb nicht optimal, weil das Verletzungsrisiko steigt, wenn der Sportler durch die medikamentöse Schmerzlinderung die Warnsignale seines Körpers nicht mehr wahrnimmt.</p>
<h2><b>Analgetika und Physiotherapie waren nicht ausreichend</b></h2>
<p>Den Bonner Florettfechter André Sanita betreue ich schon seit vielen Jahren. Er berichtete erstmalig im Sommer 2020 über Beschwerden im Bereich der Facettengelenke der Lendenwirbelsäule. Sie waren zunächst durch Physiotherapie und lokale Kortison-Injektionen gut in den Griff zu bekommen. Bei den Olym­pi­schen Sommerspielen 2021 in Tokio traten die Symptome jedoch erneut auf und beeinträchtigten den Spitzensportler stark. Deshalb haben wir im Juli 2021 erneut mit der Behandlung begonnen, zunächst mit Physiotherapie und einer Kortison-Injektion, was leider nicht ausreichend war. Im Oktober 2021 führten wir eine MRT-Diagnostik durch, die deutliche Reizzustände in den Facettengelenken von L4 bis S1 auf beiden Seiten gezeigt hat. Daraufhin traf ich gemeinsam mit André Sanita die Entscheidung für eine Behandlung mit autologem konditionierten Serum (ACS). Bei der Herstellung von ACS wird die Produktion entzündungshemmender Zytokine stimuliert und das Serum zudem mit Wachstumsfaktoren angereichert. Die körpereigenen Schutzproteine können entzündungslösend, schmerzlindernd und knorpelschützend wirken. Die Behandlung um­fasste eine Serie bestehend aus vier Injektionen, die im wöchen­t­lichen Abstand verabreicht wurden. Jedes der vier Facettengelenke der LWS L4/L5 und L5/S1 wurde mit zwei Millilitern der autologen Zubereitung infil­triert (Abb. 1). Die Injektionen erfolgten CT-gesteuert, da diese Form präziser ist als Ultraschall-gestützte Injektionen (Abb. 2). Ein Vorteil bei der Behandlung von André Sanita war, dass sich die zu behandelnden Segmente jeweils in einer CT-Sitzung abdecken ließen, was für den Sportler eine geringe Strahlenbelastung bedeutete.</p>

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<h2><b>Erste Behandlungserfolge bereits nach der zweiten Sitzung</b></h2>
<p>Bereits nach der zweiten Sitzung berichtete André Sanita über eine deutliche Linderung seiner Symptome. Auch mit dem Aufbautraining ist er sehr gut zurechtgekommen. Allerdings fand während dieser Behandlungsphase ein Welt­cupturnier statt, bei dem sich die Symptome wettkampfbedingt wieder verstärkten. Die dritte und vierte Sitzung führten erneut zum Abklingen der Beschwerden. Anschließend war der Sportler im Alltag nahezu beschwerdefrei und konnte mit einem moderaten fechtspezifischen Training beginnen. Bei einer Konsultation vier Wochen nach der letzten Infiltration berichtete er über eine sehr deutliche Besserung der Beschwerden. Er rechnete damit, in wenigen Wochen seine volle Belastbarkeit erreicht zu haben und bereits Ende April an internationalen Wettkämpfen erfolgreich teilnehmen zu können.<span class="Apple-converted-space">  </span>Aufgrund der bislang erfolgreichen Behandlung blicken wir optimistisch in die Zukunft und hoffen, dass André Sanita im September 2022 in<br />
die Vorbereitungsphase für die Olym­pischen Spiele 2024 starten kann.</p>
<h2><b>Einsatzmöglichkeit der ACS bei weiteren orthopädischen Indikationen</b></h2>
<p>In unserer Klinik kommt ACS nicht nur beim Facettensyndrom zum Einsatz. Weil die ACS-Therapie Entzündungen hemmen und damit den Zustand in der Gelenkkapsel normalisieren kann, setzen wir ACS auch bei Problemen an anderen Gelenken und darüber hinaus bei Muskelfaserrissen und Sehnenscheiden-Entzündungen ein [1 – 9]. Wir unterstützen mit dieser Therapieform gezielt das physiologische Reparatur- und Regenerationspotenzial des Körpers. Von großem Vorteil ist bei allen Indikationen das geringe Neben- und Wechselwirkungsrisiko, auch weil das Blut des Patienten im geschlossenen System zentrifugiert und automatisch separiert wird. Zudem enthält es keine Zusätze. Steriles Arbeiten ist selbstverständliche Voraussetzung. Für die Herstellung von ACS und auch anderen autologen Blutderivaten wie PRP nutzen wir die IMPACT-Plattform (Abb. 3). Dieses System bietet uns Ärzten größtmögliche Flexibilität und durch das standardi­sierte Herstellprotokoll eine reprodu­zier­bare Qualität der autologen Blut­derivate. Somit können wir gezielt auf die individuellen Therapiebedürfnisse unserer Patienten eingehen.</p>
<p><strong>Anmerkung der Redaktion: André Sanita hat bei den Finals 2022, Ende Juni in Berlin die Silbermedaille im Herrenflorett Einzel gewonnen.</strong></p>
<p><i>Literatur</i></p>
<p><i>[1] Molnar V et al. (2021): Cytokines and chemokines involved in osteoarthritis pathogenesis of osteoarthritis; Int J Mol Sci 2021 Aug 26, 22 (17): 9208</i></p>
<p><i>[2] Desai MJ et al. (2020): Regenerative Medicine for Axial and Radicular Spine-Related Pain: A Narrative Review; Pain Pract. 2020 Apr; 20 (4): 437 – 453</i></p>
<p><i>[3] Kardos D. et al. (2019): The composition of Hyperacute Serum and Platelet-Rich Plasma is markedly different despite the similar Production Method. Int J Mol Sci 20,721</i></p>
<p><i>[4] Wu J et al. (2018): A New Technique for the Treatment of Lumbar Facet Joint Syndrome Using Intra-articular Injection with Autologous Platelet Rich Plasma; Pain Phys. 2018 Nov; 21 (6): 515 – 540</i></p>
<p><i>[5] Erggelet C et al. (2017): Evidenz in Eigenbluttherapien: PRP, ACP, ACS; Swiss Sports &amp; Exercise Medicine, 65 (2):21 – 25</i></p>
<p><i>[6] Robinson W et al. (2016): Low-grade inflammation as a key mediator of the pathogenesis of osteoarthritis; Nat Rev Rheumatol. 2016 Oct; 12(10): 580 – 592</i></p>
<p><i>[7] Kumar R et al. (2015): Autologous Conditioned Serum as a Novel Alternative Option in the Treatment of Unilateral Lumbar Riculopathy: A Prospective Study; Asian Spine J 2015; 9 (6): 916 – 922</i></p>
<p><i>[8] Baltzer A et al (2009): Autologous conditioned Serum: (Orthokine) is an effective treatment for knee osteoarthritis. Osteoarthritis Cartilage; 17 (2): 152 – 60</i></p>
<p><i>[9] Becker C et al. (2007): Wirksamkeit von epidural-perineuralen Injektionen mit Autologem Conditionierten Serum bei lumbaler Nervenwurzelkompr</i><i>ession; Spine 2007; 32 (17): 1803 – 1808</i></p>
<p>Fotos: © Julian Huke Photography</p>
<p>&nbsp;</p>
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